{"id":18174,"date":"2015-10-24T06:03:36","date_gmt":"2015-10-24T05:03:36","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=18174"},"modified":"2015-10-24T08:21:15","modified_gmt":"2015-10-24T07:21:15","slug":"3-wuerzburger-ordnungstag-1digitalisierung-folgen-fuer-das-geschaeftsmodell-d","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=18174","title":{"rendered":"<small>3. W\u00fcrzburger Ordnungstag (1)<\/small><br\/>Digitalisierung &#8211; Folgen f\u00fcr das \u201eGesch\u00e4ftsmodell D\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Digitalisierung als Megatrend im globalen Strukturwandel<\/strong><\/p>\n<p>Digitalisierung wird nicht erst heute als Megatrend im globalen Strukturwandel diskutiert. Die Entwicklung reicht zur\u00fcck bis hin zur Erfindung des Transistors in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Seither haben mehrere Wellen der Digitalisierung Wirtschaft und Gesellschaft erfasst und zum Teil gravierend ver\u00e4ndert. Mikroelektronik, Informatisierung, Wissensgesellschaft und Automation sind Begriffe, die diese Entwicklung charakterisieren. Heute steht eine neue Welle der Digitalisierung bevor, die einen enormen Beschleunigungsschub im globalen Strukturwandel ausl\u00f6sen k\u00f6nnte. Es wird von einer vierten industriellen Revolution gesprochen, eine Phrase, die das Ersch\u00fctterungspotenzial der neuen Digitalisierungswelle eindringlich beschreibt.<\/p>\n<p>Dabei wird diese neue Welle der Digitalisierung nicht etwa von einer einzigen neuen Basisinnovation getrieben, vielmehr handelt es sich um Weiterentwicklungen bestehender Technologien, teilweise mit disruptivem Charakter. Im Kern sind dabei vier Treiber mit den dahinter stehenden Technologien, die hier interagieren:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>Neue Technologien im Bereich der <em>Erzeugung und Verarbeitung digitaler Daten<\/em>, wie sie etwa in dem Stichwort Big Data zum Ausdruck kommen.<\/li>\n<li>Erweiterte M\u00f6glichkeiten der <em>Vernetzung von Ger\u00e4ten, Maschinen, Anlagen und Menschen<\/em> zu umfassenden, sich selbst steuernden Netzwerken.<\/li>\n<li>Sprunghafte Weiterentwicklungen in den Bereichen von <em>Automation und K\u00fcnstlicher Intelligenz<\/em> mit enormen Rationalisierungspotenzialen f\u00fcr die industrielle Produktion.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Neue Entwicklungen an der so genannten <em>Kundenschnittstelle<\/em>, die es erlauben, den Kunden direkt in die industriellen Wertsch\u00f6pfungsketten zu integrieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Erst durch ihr Zusammenwirken entfalten diese Treiber ihr gro\u00dfes Ver\u00e4nderungspotenzial. Ob am Ende f\u00fcr diese Entwicklung der Begriff einer vierten industriellen Revolution gerechtfertigt sein wird, wird die Zukunft zeigen. Potenzial und Plausibilit\u00e4t hierf\u00fcr ist vorhanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Kernelemente des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells<\/strong><\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, ob die neue Digitalisierungswelle eine neue industrielle Revolution ausl\u00f6sen wird oder einen eher evolutorischen Strukturwandel markiert \u2013 die deutsche Volkswirtschaft d\u00fcrfte intensiv betroffen sein. Das so genannte Gesch\u00e4ftsmodell Deutschland wird unter enormen Anpassungsdruck geraten. Zwar kann nicht davon ausgegangen werden, dass eine Volkswirtschaft mit ihren zahllosen unabh\u00e4ngigen Akteuren in \u00e4hnlicher Weise wie ein Unternehmen geschlossen einem bestimmten Gesch\u00e4ftsmodell folgt, zur Fokussierung der wesentlichen Strukturelemente mag eine solche Begrifflichkeit gleichwohl hilfreich sein.<\/p>\n<p>Was sind in diesem Sinne nun die bestimmenden Faktoren des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells?<\/p>\n<p>Dreh- und Angelpunkt des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells ist die <em>starke industrielle Basis<\/em>. Mit einem Wertsch\u00f6pfungsanteil der Industrie von gut 22 Prozent liegt Deutschland deutlich oberhalb der Werte vergleichbarer Industriel\u00e4nder. Hinzu kommt, dass der Industrieanteil in Deutschland in den letzten zwei Dekaden im Wesentlichen konstant geblieben ist, w\u00e4hrend in anderen Industriel\u00e4ndern die Deindustrialisierung weiter voranschritt. Viele hochentwickelte Industriel\u00e4nder haben sich zu Dienstleistungs\u00f6konomien gewandelt, Deutschland ist im Kern ein Industrieland geblieben.<\/p>\n<p>Ein unmittelbar mit dem Industrieanteil verwobener Tatbestand sind die immer noch geschlossenen und <em>tief gestaffelten Wertsch\u00f6pfungsketten<\/em>, die den industriellen Fertigungsprozess kennzeichnen. Die deutsche Volkswirtschaft hat sich nicht auf wenige Elemente der Wertsch\u00f6pfungskette spezialisiert, sondern beherbergt Unternehmen aus nahezu allen Branchen, die \u00fcber Liefer- und Abnehmerbeziehungen engstens miteinander verkn\u00fcpft sind. Dieses die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette umfassende Unternehmensnetzwerk ist ein weiterer pr\u00e4gender Erfolgsfaktor des Gesch\u00e4ftsmodells Deutschland.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass dieses Unternehmensnetzwerk nicht nur von einigen wenigen Gro\u00dfkonzernen gepr\u00e4gt ist, sondern gerade aus dem <em>engen Zusammenspiel von leistungsf\u00e4higen Klein-, Mittel und Gro\u00dfunternehmen<\/em> seine St\u00e4rke bezieht. Eine besondere Rolle spielen dabei die so genannten \u201eHidden Champions\u201c \u2013 h\u00e4ufig familiengef\u00fchrte Weltmarktf\u00fchrer in spezifischen Nischenm\u00e4rkten. Bei den Hidden Champions hat die deutsche Volkswirtschaft ein Alleinstellungsmerkmal, denn nahezu jedes zweite dieser Unternehmen hat seinen Stammsitz in Deutschland.<\/p>\n<p>Ein weiterer Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft im globalen Wettbewerb ist ihre F\u00e4higkeit, industrielle Hardware mit komplement\u00e4ren Dienstleistungen zu <em>kompletten Systeml\u00f6sungsangeboten<\/em> zu kombinieren. Unternehmen, die solche \u201ehybriden\u201c Gesch\u00e4ftsmodelle praktizieren, nehmen den ganzen Lebenszyklus eines Industrieproduktes in Visier. Dort wo die globale Nachfrage sich verst\u00e4rkt auf solche Systeml\u00f6sungspakete fokussiert, haben deutsche Unternehmen entsprechend erfolgreiche Angebote entwickelt.<\/p>\n<p>Auch wenn die deutsche Wirtschaft die ganze Branchenpalette entlang der Wertsch\u00f6pfungskette repr\u00e4sentiert, so gibt es doch ein eindeutiges <em>Spezialisierungsmuster der deutschen Industrie<\/em> bestehend aus leistungsf\u00e4higen Investitionsg\u00fctern und hoch produktiven Vorleistungsprodukten. Mit diesem Spezialisierungsmuster traf die deutsche Industrie ziemlich genau das globale Nachfrageprofil, wie es sich im Zuge des weltweiten Strukturwandels, angetrieben durch erw\u00e4hnte Megatrends, entwickelte und erwarb sich so den Ruf eines \u201eAusr\u00fcsters der Welt\u201c.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt haben sich die deutschen Industrieunternehmen wie in kaum einer anderen Volkswirtschaft konsequent auf die sich aus der Globalisierung ergebenden Marktchancen ausgerichtet. Die Einbindung deutscher Unternehmen in die internationale Arbeitsteilung und damit deren <em>Hinwendung zur Globalisierung<\/em> ist sehr ausgepr\u00e4gt. Alle relevanten M\u00e4rkte werden dabei ins Visier genommen, sei es \u00fcber Exportstrategien oder \u00fcber Produktionen und Kooperationen \u2013 auch in Forschung und Entwicklung &#8211; vor Ort.<\/p>\n<p>Genauso intensiv wie die Hinwendung deutscher Unternehmen zur Globalisierung ist deren <em>Fokussierung auf Innovation<\/em>. Die Unternehmen wissen sehr genau, dass sie ihre Erfolge im globalen Wettbewerb nur mit intensiver Forschung und Entwicklung (FuE) sowie der Umsetzung der dabei gewonnenen Ergebnisse in marktf\u00e4hige Innovationen sichern k\u00f6nnen. Deutsche Unternehmen unterliegen gewisserma\u00dfen einem innovatorischen Imperativ und sie nehmen diesen Imperativ offensiv an.<\/p>\n<p>Kundenn\u00e4he ist ein weiteres Erfolgskriterium des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells, wobei die Industrie spezifische St\u00e4rken im <em>Kontakt zu den Unternehmenskunden<\/em> entwickelt hat. Dieses Kriterium h\u00e4ngt eng mit dem Spezialisierungsmuster der deutschen Industrie auf Investitions- und Vorleistungsg\u00fcter zusammen. Viele Unternehmen bilden mit ihren Businesskunden regelrechte Netzwerke, in denen die Kooperation bis in den FuE-Bereich hineingeht.<\/p>\n<p>Eine weitere St\u00e4rke haben die Unternehmen aus den spezifischen Rahmenbedingungen am Standort Deutschland entwickelt. Deutschland ist ein Hochkostenstandort und dies zwingt die Unternehmen zu h\u00f6chster <em>Effizienz in den Produktionsprozessen<\/em>. Rohstoffe sind in Deutschland knapp, Energie zunehmend teuer ebenso wie qualifiziertes Humankapital. Nur mit hoher Ressourcenproduktivit\u00e4t kann Deutschland unter solchen Produktionsbedingungen seine industriellen Spitzenpositionen erhalten.<\/p>\n<p>Last but not least sei die Bedeutung des Faktors Arbeit f\u00fcr den Erfolg des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells thematisiert. Zuverl\u00e4ssigkeit und Sicherheit der Produkte, der hohe Innovationsgehalt industrieller Erzeugnisse aus deutscher Produktion, allgemein die hohe Qualit\u00e4t der angebotenen G\u00fcter lassen sich nur mit hoch qualifizierten Belegschaften sichern, wobei der Qualifikationsmix aus akademischen Fachrichtungen und in der dualen Berufsausbildung erworbenen Fertigkeiten eine besondere Rolle spielt.<\/p>\n<p>Die zehn genannten Erfolgsfaktoren des Gesch\u00e4ftsmodells Deutschland erheben keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit, sie sind in ihrer jeweiligen Bedeutung auch nicht gleich gewichtig. Aber zusammen genommen und in ihrer wechselseitigen Erg\u00e4nzung und Verst\u00e4rkung erkl\u00e4ren diese Faktoren doch zum gro\u00dfen Teil den Erfolg der deutschen Volkswirtschaft im globalen Strukturwandel.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Auswirkungen der Digitalisierung auf das Gesch\u00e4ftsmodell Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>Mit seinem auf Industrie und Innovation orientierten Spezialisierungsprofil hat sich Deutschland erfolgreich auf den globalen Strukturwandel eingestellt und in Form von Wachstums- und Besch\u00e4ftigungsgewinnen davon profitiert. Die fortschreitende Digitalisierung, auch als \u201evierte industrielle Revolution\u201c bezeichnet, wird dem globalen Strukturwandel einen neuen Schub verleihen. Sie ist eine wahrhaft strukturpr\u00e4gende Basisinnovation, die nicht durch eine einzelne v\u00f6llig neue Technologie getrieben wird, sondern vielmehr durch konsequente Weiterentwicklungen bereits bestehender Technologien gekennzeichnet ist. Erst durch die intelligente Kombination dieser verschiedenen Technologielinien entsteht ihre tief greifende, alle Lebensbereiche erfassende Wirkm\u00e4chtigkeit. Das Handling gro\u00dfer Datenmengen (Big Data), Cloud Computing, die Vernetzung von Wertsch\u00f6pfungsketten zu cyber-physischen Systemen und neue Mensch-Maschine-Architekturen auf Basis von Quantenspr\u00fcngen bei der K\u00fcnstlichen-Intelligenz-Entwicklung spielen dabei eine wesentliche Rolle.<\/p>\n<p>Im Folgenden soll herausgearbeitet werden, wie sich die Digitalisierung auf die einzelnen Bestimmungsfaktoren des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells auswirken k\u00f6nnte. In sektoraler Betrachtung steht die Industrie im Fokus des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells. Die Digitalisierung wird letztlich zwar alle Wirtschaftszweige erfassen, die Industrie wird jedoch aller Voraussicht nach schneller und umfassender von digitalen Strukturver\u00e4nderungen gepr\u00e4gt sein. Der Begriff \u201eIndustrie 4.0\u201c bringt dies auf den Punkt. Alle Elemente und Schritte des industriellen Produktionsprozesses werden zu einer \u201eSmart Factory\u201c vernetzt und in Echtzeit gesteuert. Aber nicht nur die industriellen Produktionsprozesse, auch die Produkte der Industrie und deren M\u00e4rkte werden voll von der Digitalisierung erfasst \u2013 der Begriff \u201eInternet der Dinge\u201c bringt dies zum Ausdruck. Damit bietet die Digitalisierung der deutschen Industrie ein doppeltes Chancenportfolio. Einerseits ergeben sich enorme Rationalisierungspotenziale f\u00fcr eine effizientere, kosteng\u00fcnstigere, schnellere und flexiblere Produktion, andererseits er\u00f6ffnen sich v\u00f6llig neue M\u00e4rkte f\u00fcr industriebasierte Produkte und L\u00f6sungspakete.<\/p>\n<p>Die geschlossenen Wertsch\u00f6pfungsketten, die heute noch ein Erfolgskriterium des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells sind, werden dabei gewaltig unter Anpassungsdruck geraten. Zulieferer- und Abnehmerbeziehungen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette werden sich grundlegend wandeln. Nicht nur in sektoraler, sondern auch in regionaler Hinsicht werden sich infolge der erweiterten Vernetzungspotenziale und der v\u00f6llig neuen M\u00f6glichkeiten zur Strukturierung von Produktionsprozessen gravierende Verschiebungen ergeben. Auch der Zeitfaktor wird eine Rolle spielen. Bisher wurden Wertsch\u00f6pfungsketten eher sukzessive weiterentwickelt, die Digitalisierung bringt starke disruptive Elemente mit sich. Produktionsstrukturen, die \u00fcber Dekaden gewachsen sind, k\u00f6nnen im Zuge der Digitalisierung von heute auf morgen infrage gestellt werden. Anpassungsgeschwindigkeit wird im digitalen Zeitalter zum Schl\u00fcssel der Zukunftsbew\u00e4ltigung.<\/p>\n<p>Dieser \u201etemporalen\u201c Herausforderung m\u00fcssen sich alle Unternehmen stellen, ob klein, ob gro\u00df, ob als Kapitalgesellschaft oder als Familienunternehmen gef\u00fchrt. Heute bildet das tief gestaffelte und eng verbundene Unternehmensnetzwerk aus global orientierten Gro\u00dfunternehmen und zahllosen leistungsf\u00e4higen Klein- und Mittelbetrieben das unternehmerische R\u00fcckgrat des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells. Im Zuge der Digitalisierung wird dieses Unternehmensnetzwerk neu gekn\u00fcpft werden (m\u00fcssen). Nicht alle \u2013 heute noch leistungsf\u00e4higen \u2013 Elemente dieses Netzwerks werden den Herausforderungen des digitalen Strukturwandels gewachsen sein, nicht alle beteiligten Unternehmen werden die n\u00f6tige \u201edigitale Reife\u201c entwickeln k\u00f6nnen. Hinzu kommt, dass v\u00f6llig neue Player aus ganz anderen Wirtschaftsbereichen die industriellen Wertsch\u00f6pfungsketten ver\u00e4ndern und sogar aufbrechen werden. Dass beispielsweise Internetunternehmen wie Google sich anschicken, in den Automobilbau einzusteigen, h\u00e4tte noch vor wenigen Jahren bestenfalls ein Stirnrunzeln erzeugt, heute ist dies absehbare Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die im deutschen Gesch\u00e4ftsmodell angelegte F\u00e4higkeit, industrielle Hardware mit intelligenter Dienstleistungssoftware zu leistungsf\u00e4higen Systeml\u00f6sungsangeboten zu kombinieren, k\u00f6nnte sich im digitalen Zeitalter als wertvolles Asset erweisen. Die fortschreitende Digitalisierung d\u00fcrfte die \u201eEntmaterialisierung\u201c der Produktion weiter vorantreiben. Der Softwareanteil in servo-industriellen Wertsch\u00f6pfungsprozessen d\u00fcrfte gegen\u00fcber dem Hardwareanteil zunehmen. Hybride Gesch\u00e4ftsmodelle, die diesem Wandel in der Komposition der Wertsch\u00f6pfung Rechnung tragen, d\u00fcrften an Bedeutung gewinnen. Der Gegensatz zwischen Industrie und Dienstleistungen wird im Zuge der Digitalisierung weiter verschwinden. Heute spielen die industrienahen Dienstleistungen noch eine die industrielle Produktion begleitende oder erg\u00e4nzende Rolle. In Zukunft k\u00f6nnten diese Dienstleistungskomponenten in manchen Wertsch\u00f6pfungsprozessen sogar die dominierende Rolle \u00fcbernehmen, beispielsweise bei so genannten \u201eautonomen Fahrzeugen\u201c, die m\u00f6glicherweise st\u00e4rker von der Steuerungssoftware als von den materiellen Komponenten eines Automobils determiniert werden.<\/p>\n<p>Das Spezialisierungsmuster der deutschen Industrie auf innovative Investitions- und leistungsf\u00e4hige Vorleistungsg\u00fcter und die dadurch bedingte Fokussierung auf das Gesch\u00e4ft mit Unternehmen steht durch die unter \u201eIndustrie 4.0\u201c firmierenden Technologiespr\u00fcnge unter hohem Ver\u00e4nderungsdruck. Es wird kaum ein Investitionsgut, keine Maschine oder Anlage geben, die nicht von der Digitalisierung erfasst wird. Vieles spricht daf\u00fcr, dass der Digitalisierungsgrad dieser G\u00fcter, das hei\u00dft Ihre F\u00e4higkeit, autonom miteinander zu kommunizieren und zu interagieren, zuk\u00fcnftig zum entscheidenden Wettbewerbsparameter wird. Die gr\u00f6\u00dften Chancen auf den sich rapide wandelnden M\u00e4rkten werden die Unternehmen haben, die nicht nur in ihren eigenen Produktionsprozessen die Vorteile der Digitalisierung und der Vernetzung zu nutzen wissen, sondern die auch in ihren Produktangeboten, in ihren Gesch\u00e4ftsmodellen voll auf die Digitalisierung setzen und so auch ihre Kunden an den Vorteilen des digitalen Wandels partizipieren lassen. Losgr\u00f6\u00dfe 1, das hei\u00dft die kosteng\u00fcnstige Produktion kundenindividueller Produkte und L\u00f6sungen wird greifbare Realit\u00e4t. Bei dieser \u201eDigitalisierung der Kundenschnittstelle\u201c wird den bisher hardwareorientierten deutschen Unternehmen scharfe Konkurrenz aus der Internetwirtschaft erwachsen. Unternehmen wie Google, Apple und Amazon beispielsweise, die bisher in der industriellen Wertsch\u00f6pfungskette kaum eine Rolle spielten, werden mit zum Teil v\u00f6llig neuen Gesch\u00e4ftsmodellen Teile der Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr sich beanspruchen.<\/p>\n<p>Die Digitalisierung wird die Welt weiter zusammenwachsen lassen. Information in Echtzeit wird global verf\u00fcgbar, die Vernetzung von Menschen, Maschinen und Produkten im so genannten \u201eInternet der Dinge\u201c umspannt die ganze Welt. Entsprechend werden sich im Zuge der Globalisierung die Wertsch\u00f6pfungsnetzwerke neu aufstellen. Dabei k\u00f6nnen bisherige Globalisierungstrends nicht einfach fortgeschrieben werden, durch den digitalen Wandel ergeben sich teilweise v\u00f6llig neue Perspektiven. Gravierende Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnten sich beispielsweise f\u00fcr den globalen Handel ergeben. Neue Technologien wie der 3D-Druck (siehe Kapitel 3.) erm\u00f6glichen eine Reintensivierung der Produktion vor Ort, die Notwendigkeit zum Export und Transport materieller G\u00fcter nimmt dadurch ab. Auch die enormen Produktivit\u00e4tspotenziale, die mit der Digitalisierung der Produktion einhergehen, d\u00fcrften die globale Aufstellung von Wertsch\u00f6pfungsnetzwerken gravierend ver\u00e4ndern. Produktionen, die bisher aus Kostengr\u00fcnden an einem Hochkostenstandort nicht mehr rentabel werden, k\u00f6nnten nun wieder \u00fcber die Rentabilit\u00e4tsschwelle gehoben werden.<\/p>\n<p>H\u00f6chste Effizienz in den Produktionsprozessen, Produkte, die mit den Ressourcen Energie, Umwelt und Rohstoffen schonend umgehen, sind eines der Erfolgskriterien des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells. Die Digitalisierung er\u00f6ffnet hier v\u00f6llig neue M\u00f6glichkeiten. Allerdings erfordert die Nutzung dieser M\u00f6glichkeiten enorme Anstrengungen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation. Mit einem Anteil der FuE-Ausgaben am BIP von knapp drei Prozent geh\u00f6rt Deutschland heute zu den weltweit f\u00fchrenden Forschungsstandorten. Um die Stellung der deutschen Volkswirtschaft im globalen Innovationswettbewerb zu halten, m\u00fcssen Forschung und Entwicklung st\u00e4rker auf die Digitalisierung ausgerichtet werden. Heute ist die deutsche Industrieforschung noch sehr stark hardwareorientiert, grundlegende Innovationen im Softwarebereich kommen vorrangig aus anderen L\u00e4ndern. \u201eIndustrie 4.0\u201c bietet hier die Chance, aber auch die Notwendigkeit, industrielle Spitzenpositionen auch im digitalen Zeitalter zu halten.<\/p>\n<p>Die Digitalisierung wird auch vor der Arbeitswelt nicht Halt machen. Im Gegenteil, die Arbeitswelt geh\u00f6rt wohl zu den Lebensbereichen, die vom digitalen Strukturwandel am st\u00e4rksten erfasst werden. Gleichzeitig verbinden sich hier die gr\u00f6\u00dften gesellschaftlichen Bef\u00fcrchtungen und \u00c4ngste mit den anstehenden Ver\u00e4nderungen. Die Ver\u00e4nderungen werden gro\u00df sein, ebenso gro\u00df ist die Unsicherheit, welcher Art diese Ver\u00e4nderungen sein werden und wie die Besch\u00e4ftigten davon betroffen sein werden. Ausdruck dieser Unsicherheit sind auch die vorliegenden Studien \u00fcber die Arbeitsmarkteffekte der Digitalisierung, deren Spektrum von erschreckenden Horrorszenarien \u00fcber millionenfache Arbeitsplatzverluste bis hin zu rosaroten Visionen einer heilen digitalen Arbeitswelt reichen. Hier k\u00f6nnen all diese Argumentationen nicht nachgezeichnet werden, es soll nur eines in Erinnerung gerufen werden: Schon oft ist im Zuge des strukturellen Wandels das Ende der Arbeit ausgerufen worden, bisher ist dies nie eingetreten. Gerade die deutsche Entwicklung der letzten 15 Jahre zeigt, wie eine Volkswirtschaft durch konsequente Anpassung an den globalen Wandel auch am Arbeitsmarkt zum Gewinner werden kann. Und so d\u00fcrfte es auch in der Digitalisierung sein. Ohne Zweifel ist das Rationalisierungs- und damit Freisetzungspotenzial des digitalen Wandels enorm. Aber ebenso enorm sind die Besch\u00e4ftigungschancen durch neue Produkte, M\u00e4rkte und Gesch\u00e4ftsmodelle. Es ist wie immer im Strukturwandel: Er wird nur dann zum Problem, wenn das Wegfallende nicht durch Neues ersetzt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ist Deutschland f\u00fcr die Digitalisierung ger\u00fcstet?<\/strong><\/p>\n<p>Der weitere Erfolg des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells im digitalen Zeitalter wird entscheidend davon abh\u00e4ngen, inwieweit es der deutschen Volkswirtschaft gelingt, sich auch dieser neuen Facette des globalen Strukturwandels nicht nur anzupassen, sondern sie auch ma\u00dfgeblich mitzugestalten. An der Digitalisierung wird sich die Zukunftsf\u00e4higkeit des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells entscheiden. Die Digitalisierung wird keine analogen Nischen \u00fcbrig lassen, alles, was digitalisiert werden kann, wird \u00fcber kurz oder lang auch digitalisiert werden. Die Digitalisierung bietet dabei wie jede Innovation Chancen und Risiken. Gelingt die volle Adaption der Digitalisierung, bietet das deutsche Gesch\u00e4ftsmodell beste Voraussetzungen, um das digitale Chancenportfolio voll zu entfalten. F\u00e4llt die deutsche Wirtschaft dagegen im Digitalisierungswettbewerb zur\u00fcck, ist das R\u00fcckschlags- und Gef\u00e4hrdungspotenzial f\u00fcr die deutsche Volkswirtschaft als besonders hoch einzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Das in den letzten 15 Jahren entwickelte deutsche Gesch\u00e4ftsmodell mit seinen entscheidenden Erfolgskriterien \u2013 die starke industrielle Basis, die geschlossenen Wertsch\u00f6pfungsketten, das leistungsf\u00e4hige Unternehmensnetzwerk und die konsequente Orientierung auf Globalisierung und Innovation, um nur die wichtigsten zu nennen \u2013 hat unter Beweis gestellt, dass es mit rapidem, ja sogar beschleunigtem Strukturwandel nicht nur umgehen, sondern von ihm profitieren kann. Es gibt keinen logischen Grund, warum dies sich im Zeitalter des digitalen Wandels nicht fortsetzen k\u00f6nnte. Sicher werden die Internetwirtschaft und damit Volkswirtschaften, die hier f\u00fchrende Positionen einnehmen, im digitalen Zeitalter eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. Aber um marktgerechte Produkte und L\u00f6sungen f\u00fcr die Kunden in den sich wandelnden M\u00e4rkten anbieten zu k\u00f6nnen, wird man auch in der digitalen Welt leistungsf\u00e4hige Industrieunternehmen mit der entsprechenden Fertigungskompetenz brauchen.<\/p>\n<p>Deutschland hat dabei jede Chance, sich zum begehrten Kooperationspartner zu entwickeln und so seine f\u00fchrende Rolle als Ausr\u00fcster der Welt zu behaupten.<\/p>\n<p>Diese denkbare Entwicklung markiert jedoch ein Chancenportfolio und keine zwangsl\u00e4ufige Entwicklung. Der wirtschaftliche Erfolg im digitalen Zeitalter wird der deutschen Volkswirtschaft nicht in den Scho\u00df fallen, er muss wie bisher auch erarbeitet werden. Dabei gilt es, St\u00e4rken des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells im Hinblick auf die Digitalisierung konsequent weiterzuentwickeln, aber auch erkennbare Schwachstellen ebenso konsequent abzubauen. Sechs solcher potenziellen Schwachstellen, die zugleich unternehmerische und politische Handlungsnotwendigkeiten indizieren, sollen im Folgenden ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit thematisiert werden.<\/p>\n<p>Die <em>Hardwareorientierung<\/em> der deutschen Industrie und damit des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells war bisher ein Erfolgsgarant, weil an den Weltm\u00e4rkten genau die Hardware nachgefragt wurde, die die deutsche Industrie im Angebot hatte. Im Zuge der Digitalisierung d\u00fcrfte Software als in Hardware manifestierter Intelligenz in den sich neu aufstellenden Wertsch\u00f6pfungsnetzwerken eine st\u00e4rkere Rolle spielen. Um nicht zum reinen Hardware-Zulieferer degradiert zu werden, sondern Steuerungskompetenz \u00fcber den gesamten Wertsch\u00f6pfungsprozess zu behaupten, muss die deutsche Industrie mehr Softwarekompetenz entwickeln. Nur so wird man in sich formierenden Kooperationsverb\u00fcnden den US-amerikanischen Softwaregiganten zumindest ann\u00e4hernd auf Augenh\u00f6he begegnen k\u00f6nnen. Mehr deutsche Softwarekompetenz impliziert vor allem neue Schwerpunktsetzungen in Forschung und Entwicklung, nicht nur in den beteiligten Unternehmen, auch in der \u00f6ffentlichen Forschungslandschaft.<\/p>\n<p>Das Internet der Dinge, die Echtzeit-Vernetzung von Produkten, Ger\u00e4ten, Maschinen, Anlagen und Prozessen, umfasst sowohl Unternehmens- als auch Endverbraucherm\u00e4rkte. Mit Ausnahme vielleicht der Automobilindustrie basiert der bisherige Erfolg des deutschen Gesch\u00e4ftsmodells ganz \u00fcberwiegend auf der guten Positionierung auf den Unternehmensm\u00e4rkten. Im Business-to-Business-Gesch\u00e4ft liegt die St\u00e4rke deutscher Industrieunternehmen auf den Weltm\u00e4rkten. Diese <em>Fokussierung auf Unternehmenskunden<\/em> k\u00f6nnte im digitalen Zeitalter ein Nachteil sein. Zwar werden sich gerade auch auf den Unternehmensm\u00e4rkten gravierende Ver\u00e4nderungen und damit Chancen durch die Digitalisierung ergeben, nur diese ins Visier zu nehmen hie\u00dfe jedoch, auf weite Teile des Chancenportfolios der Digitalisierung zu verzichten. Die deutschen Unternehmen m\u00fcssen den Endverbraucher wieder st\u00e4rker beachten, ohne dabei die Unternehmenskunden zu vernachl\u00e4ssigen. Auch f\u00fcr die gesellschaftliche Akzeptanz von Industrie und technischem Fortschritt w\u00e4re dies wichtig, denn diese macht sich weniger an der Effizienz industrieller Produktionsprozesse, als vielmehr an konkreten Produkten und L\u00f6sungen fest, die dem Konsumenten unmittelbaren Nutzen stiften.<\/p>\n<p>Die Taktfrequenz der digitalen Welt wird deutlich h\u00f6her sein als die aus der analogen Welt bekannte. <em>Anpassungsgeschwindigkeit<\/em> und -flexibilit\u00e4t werden zur Schl\u00fcsselgr\u00f6\u00dfe f\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg. Bislang zeichneten sich deutsche Unternehmen vor allem durch die sukzessive Weiterentwicklung bestehender Produkte und Prozesse bis hin zur Perfektion aus. Das schnelle Aufgreifen und Umsetzen neuer Ideen und Konzepte ist dagegen nicht durchg\u00e4ngig in der deutschen Wirtschaft anzutreffen. Lang ist die Liste bedeutender Innovationen, deren wissenschaftlich-technische Grundlagen in Deutschland gelegt, deren Umsetzung am Markt aber von anderen L\u00e4ndern aus erfolgte. Hier ist ein Umdenken erforderlich. Die industrielle Produktion muss sich zumindest tendenziell dem Ver\u00e4nderungstempo der Internetwirtschaft anpassen. Nur die Industrieunternehmen werden sich als gleichrangige Kooperationspartner der f\u00fchrenden Internetunternehmen etablieren k\u00f6nnen, die in punkto Geschwindigkeit die gleiche Sprache sprechen.<\/p>\n<p>So bravour\u00f6s die deutschen Unternehmen den globalen Strukturwandel bisher gemeistert haben, so sehr stellt sich die Frage, wie gut die Unternehmen auf die digitalen Herausforderungen vorbereitet sind. Aktuelle Befragungen und Studien<a id=\"fna1\" href=\"#fn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> belegen hier eindeutige Defizite. Zwar befassen sich fast alle Unternehmen mit der Digitalisierung, nur 70 Prozent sehen darin jedoch eine gro\u00dfe Herausforderung. Zwar stehen drei Viertel der Unternehmen der Digitalisierung positiv gegen\u00fcber, bei den kleinen und mittleren Unternehmen dagegen lehnen 20 Prozent die Digitalisierung ab. Ein gutes Drittel der deutschen Unternehmen haben bisher keine Digitalstrategie. Potenzial f\u00fcr das eigene Unternehmen sehen die meisten Unternehmen vorrangig in m\u00f6glichen Effizienzsteigerungen in der Produktion, weniger dagegen in neuen Produkten, M\u00e4rkten und Gesch\u00e4ftsmodellen. Diese nur sehr bruchst\u00fcckhaften Ergebnisausschnitte geben ernst zu nehmende Indizien f\u00fcr eine L\u00fccke in der \u201e<em>digitalen Reife<\/em>\u201c deutscher Unternehmen. Sowohl die Chancen als auch die Risiken der Digitalisierung werden von nicht wenigen Unternehmen untersch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig werden die Internetwirtschaft und damit die Digital\u00f6konomie von jungen und neu gegr\u00fcndeten Unternehmen gepr\u00e4gt. Alle gro\u00dfen Internetfirmen, ob Google, Amazon oder Facebook sind relative Newcomer in der globalen Unternehmenslandschaft. Was erfolgreiche Neugr\u00fcndungen anbelangt, ist die deutsche Unternehmenslandschaft relativ starr, das <em>Gr\u00fcndungsgeschehen<\/em> in Deutschland ist im internationalen Vergleich deutlich unterdurchschnittlich. Insbesondere Start-ups aus dem Technologiebereich tun sich bei uns schwer, die n\u00f6tige Finanzierung zu finden. Dies gilt insbesondere f\u00fcr fr\u00fche Unternehmensphasen, in denen der wirtschaftliche Erfolg noch unsicher und die technischen Risiken noch hoch sind. Von einem echten Venture-Capital-Markt, der etwa dem der USA entsprechen w\u00fcrde, kann in Deutschland im Grunde nicht gesprochen werden, was weniger mit steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, als mit der bei hiesigen Geldgebern ausgepr\u00e4gten Risikoaversion zusammenh\u00e4ngt. Diese mentale Innovationsbremse am Standort Deutschland muss dringend \u00fcberwunden werden, sonst suchen sich gute technische Ideen aus Deutschland ihre Finanzierung und damit ihren Standort anderswo.<\/p>\n<p>Das volle Potenzial der Digitalisierung wird sich nur entfalten k\u00f6nnen, wenn die technische Netzinfrastruktur st\u00e4ndig auf dem neuesten Stand gehalten wird. Dies gilt sowohl f\u00fcr die technische Leistungsf\u00e4higkeit als auch f\u00fcr die notwendige Anwendungssicherheit. Datensicherheit ist in Deutschland ein besonders sensibles Thema, bei B\u00fcrgern wie bei Unternehmen. Politik und Wirtschaft sind gut beraten, dies bei ihren Digitalisierungsstrategien zu ber\u00fccksichtigen, nicht zuletzt, weil Sicherheitsl\u00f6sungen auch M\u00e4rkte definieren. Bei der technischen Infrastruktur f\u00fcr das digitale Zeitalter liegt Deutschland zur\u00fcck. Schnelle und zuverl\u00e4ssige Breitbandnetze \u2013 ob leitungsgebunden oder mobil \u2013 sind die Lebensadern der modernen Digital\u00f6konomie. Ihr Ausbau muss energisch vorangetrieben werden. Anlagebereites Investitionskapital ist in Deutschland reichlich vorhanden, es muss nur mobilisiert werden- eine in einem Nullzinsumfeld allerdings nicht triviale Aufgabe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hinweis:<\/strong><em> Der Blogbeitrag geht zur\u00fcck auf einen Vortrag des Verfassers auf dem <a href=\"http:\/\/ordnungsoekonomik.de\/wordpress\/?p=285\">3. W\u00fcrzburger Ordnungstag<\/a> am 7. Oktober 2015 in Frankfurt und ist inhaltlich weitgehend deckungsgleich mit einem Beitrag des Verfassers f\u00fcr die Studie \u201eDigital\u00f6konomie \u2013 Strategie 2030\u201c des HWWI und der Berenberg Bank vom August 2015.<\/em><\/p>\n<p><a id=\"fn1\" title=\"Zur\u00fcck\" href=\"#fna1\">[1]<\/a>Roland Berger Strategy Consultants, Bundesverband der Deutschen Industrie, Die digitale Transformation der Industrie, M\u00fcnchen und Berlin 2015. Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM), Umfrage zum Stand der Digitalisierung in Deutschland, Berlin 2015.<\/p>\n<p><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zum &#8222;Gesch\u00e4ftsmodell Deutschland&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Manfred Wittenstein: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=3894\">Gesch\u00e4ftsmodell Deutschland &#8211; Ein Auslaufmodell? <\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8912\">Steht das &#8222;Gesch\u00e4ftsmodell Deutschland&#8220; auf der Kippe? Euro-Rettungsschirme sind &#8222;struktureller Merkantilismus&#8220;<\/a><\/p>\n<p>Matthias Kullas und Bert van Roosebeke: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10320\">Das &#8222;Gesch\u00e4ftsmodell Deutschland&#8220; in der Kritik <\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitalisierung als Megatrend im globalen Strukturwandel Digitalisierung wird nicht erst heute als Megatrend im globalen Strukturwandel diskutiert. Die Entwicklung reicht zur\u00fcck bis hin zur Erfindung &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=18174\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<small>3. W\u00fcrzburger Ordnungstag (1)<\/small><br \/>Digitalisierung &#8211; Folgen f\u00fcr das \u201eGesch\u00e4ftsmodell D\u201c\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":126,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,7,44],"tags":[2035,797,2036,156],"class_list":["post-18174","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgmeines","category-globales","category-innovatives","tag-digitalisierung","tag-geschaftsmodell-deutschland","tag-indusrtie-4-0","tag-strukturwandel"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>3. 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