{"id":19244,"date":"2016-05-22T06:56:38","date_gmt":"2016-05-22T05:56:38","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=19244"},"modified":"2016-05-22T06:56:38","modified_gmt":"2016-05-22T05:56:38","slug":"gastbeitragindustrie-4-0hype-schreckgespenst-und-echte-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=19244","title":{"rendered":"<small>Gastbeitrag<\/small><br\/>Industrie 4.0<br\/><font size=3; color=grey>Hype, Schreckgespenst und echte Chance<\/font>"},"content":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung der Wirtschaft und ihrer Gesch\u00e4ftsmodelle schreitet mit grossen Schritten voran. \u201eIndustrie 4.0\u201c ist zumindest im deutschsprachigen Europa in aller Munde, mancherorts fast schon inflation\u00e4r in Gebrauch. Unabh\u00e4ngig von Letzterem und der Tatsache, dass nicht alles Gold ist, was gl\u00e4nzt, und nicht alles \u201e4.0\u201c ist, wo \u201e4.0\u201c postuliert wird: V\u00f6llig zweifelsfrei steckt in der im Kern informationstechnologisch-getriebenen Entwicklung gerade f\u00fcr hochentwickelte Volkswirtschaften mit tendenziell hochwertiger Wertsch\u00f6pfung enormes Potenzial. Die M\u00f6glichkeiten der Vernetzung \u2013 mitunter in Echtzeit und bei Weitem nicht nur in der Fertigung \u2013 sowie die zunehmende Verschmelzung von realer und virtueller Welt \u00fcber cyber-physische Systeme sorgen f\u00fcr v\u00f6llig neue Individualisierungs- und Wertsch\u00f6pfungspotenziale, insbesondere auf dem Gebiet der Spitzen- und Hochtechnologien. Auch ausserhalb des Industriesektors ver\u00e4ndern sich die Dinge teilweise disruptiv. Und genau diese neuen M\u00f6glichkeiten und Kr\u00e4fte generieren neben Chancen gleichzeitig Anpassungsbedarfe, um Potenziale tats\u00e4chlich in Erfolg umm\u00fcnzen zu k\u00f6nnen \u2013 auf volkswirtschaftlicher als auch betriebswirtschaftlicher sowie mitunter individueller Ebene. Auch das ist unbestritten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich werde es unterlassen, mich zum Wahrsager aufzuschwingen. Die Zukunft kann nicht gewusst werden, sie l\u00e4sst sich nicht hintergehen. Aber sie muss auch nicht ertragen werden, sondern l\u00e4sst sich gestalten. Und man kann sie sehr wohl verschlafen und schon gar nicht gewinnen, wenn man denjenigen Glauben schenkt und das Feld \u00fcberl\u00e4sst, die allzu rosige oder allzu dunkle Bilder von ihr zeichnen. Und vor genau diesem Hintergrund sorgen mich an der aktuellen Befassung mit dem Thema \u201eIndustrie 4.0\u201c wenigstens zwei Dinge: Erstens auf volkswirtschaftlicher Ebene die zum Teil v\u00f6llig \u00fcberzogenen und haltlosen Spekulationen bzw. gar Behauptungen hinsichtlich der zu erwartenden Besch\u00e4ftigungseffekte. Zweitens auf unternehmerischer Ebene das teilweise starre Festhalten an tradierten F\u00fchrungs- und Managementans\u00e4tzen, die in einer zunehmend komplexen und digitalisierten Welt immer weniger tauglich sind.<\/p>\n<p>Zum ersten Punkt: Es ist absolut nicht so, dass man keine Vorstellungen entwickeln sollte von m\u00f6glichen Zuk\u00fcnften, und es braucht auf dem unsicheren Gang in die eine Zukunft, die es dann sein wird, auch einen Plan, an dem man sein Handeln ausrichten kann. Insofern ist es wunderbar, dass es Visionen und Bilder auch f\u00fcr die \u201eIndustrie 4.0\u201c-Zukunft gibt (siehe zum Beispiel: <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/pub\/Zukunftsbild_Industrie_40.pdf\">Zukunftsbild \u201eIndustrie 4.0\u201c, Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung, 2014<\/a>). Sinnvoll weiterhin praxisorientierte Hilfestellungen, die gerade kleinere und mittlere Unternehmen ansprechen und ihnen Orientierung bieten (zum Beispiel: <a href=\"http:\/\/industrie40.vdma.org\/article\/-\/articleview\/8567185\">Leitfaden Industrie 4.0 \u2013 Orientierungshilfe zur Einf\u00fchrung in den Mittelstand, VDMA et al., 2015<\/a> \u2013 leider exklusiv f\u00fcr VDMA-Mitglieder. Eine frei zug\u00e4ngliche Kurzvorstellung <a href=\"http:\/\/industrie40.vdma.org\/documents\/266693\/9670777\/4%20I40%20konkret%20B-und-R.pdf\/6a2d2f93-cd8a-4c11-9287-a63cd7a4dc43\">hier<\/a>). Richtig interpretiert \u2013 n\u00e4mlich als m\u00f6glich erachtete Potenziale, um die jedoch gerungen werden muss \u2013 sind auch Absch\u00e4tzungen zu Effekten auf Produktivit\u00e4t und Wachstum durchaus zul\u00e4ssig und stiften Orientierungsnutzen (siehe zum Beispiel: <a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/Bitkom\/Publikationen\/Industrie-40-Volkswirtschaftliches-Potenzial-fuer-Deutschland.html\">Industrie 4.0 \u2013 Volkswirtschaftliches Potenzial f\u00fcr Deutschland, BITKOM\/Fraunhofer IAO, 2014<\/a>). Aber wie gesagt: niemand kann sagen, was sein wird. Gleichzeitig ist jedoch offenkundig: Potenziale f\u00fcr eine gute Zukunft sind in Deutschland vorhanden. Die starke industrielle Basis stellt einen idealen N\u00e4hrboden f\u00fcr eine evolution\u00e4re Weiterentwicklung der Wertsch\u00f6pfung in Richtung \u201eIndustrie 4.0\u201c dar.<\/p>\n<p>Absolut fehl am Platz sind allerdings methodisch zweifelhafte Studien wie etwa die des World Economic Forum (siehe: <a href=\"http:\/\/www.weforum.org\/reports\/the-future-of-jobs\">The Future of Jobs. Global Challenge Insight Report, World Economic Forum, 2016<\/a>), wonach \u201eIndustrie 4.0\u201c netto Jobs in Millionenh\u00f6he vernichten wird. Nicht dass man diesbez\u00fcglich unsch\u00f6ne Prognosen ignorieren oder erst gar nicht stellen sollte. Allerdings kommt es immer noch auf die Qualit\u00e4t und Seriosit\u00e4t an. Und es ist schon erstaunlich \u2013 um bei dem Beispiel der Studie des WEF zu bleiben \u2013 mit welch beachtlicher Medienresonanz damit insbesondere diejenigen munter gemacht werden, die schon wieder das Gespenst des personalsparenden technischen Fortschritts in menschenleeren Fabrikhallen herumspuken sehen. Entschuldigung: ein \u201erunning gag\u201c mittlerweile. Was hat man nicht alles f\u00fcr Schwarzmalerei betrieben, als die Industrieroboter quasi als Paradebeispiel von Job-Vernichtern Einzug in die Montagehallen fanden. Immer wenn neue Technologien vor der Haust\u00fcr stehen, sieht man das Gespenst, die Angst geht um. Und kaum Beachtung finden in dieser Situation Untersuchungen, die weniger gruselige Geschichten zu erz\u00e4hlen haben und auf sachliche Differenzierung setzen. So gehen etwa das IAB und auch das iw K\u00f6ln nicht davon aus, dass \u201eIndustrie 4.0\u201c ein Besch\u00e4ftigungskiller sein, sondern allenfalls den bereits seit langem stattfindenden strukturellen Wandel der Arbeitswelten \u2013 insbesondere die Entwertung von Routinen \u2013 beschleunigen wird (siehe: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/kb2415.aspx\">Folgen der Digitalisierung f\u00fcr die Arbeitswelt, IAB-Forschungsbericht 11\/2015<\/a>\u00c2\u00a0 sowie\u00c2\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/presse\/pressemitteilungen\/beitrag\/digitalisierung-mensch-bleibt-wichtiger-als-maschine-245802\">Besch\u00e4ftigungseffekte der Digitalisierung, IW-Trends 3\/2015<\/a>). Unter dem Strich kann die Digitalisierung diesen Erhebungen nach klar als Chance f\u00fcr Erhalt von Wohlstand und Besch\u00e4ftigung gesehen werden. In diese Richtung weist \u2013 als weiteres Beispiel \u2013 eine Untersuchung der Boston Consulting Group, die Deutschland als Profiteur von \u201eIndustrie 4.0 hinsichtlich Besch\u00e4ftigungseffekten ansieht (siehe: <a href=\"http:\/\/www.bcg.de\/media\/PressReleaseDetails.aspx?id=tcm:89-185709\">Industry 4.0 \u2013 The Future of Productivity and Growth in Manufacturing Industries, The Boston Consulting Group, 2015<\/a>). Ebenso stimmt eine von Roland Berger an der Hannover Messe pr\u00e4sentierte Studie <a href=\"http:\/\/www.rolandberger.de\/media\/pdf\/Roland_Berger_Industry_4-0_20160425.pdf\">(siehe: The Industrie 4.0 transition quantified, Roland Berger GmbH, 2016)<\/a> optimistisch, welche unter dem Strich keine Arbeitsplatzverluste sieht. Diese Studien fanden nat\u00fcrlich deutlich weniger \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit als die rund um das Davoser Weltwirtschaftsforum platzierte Studie des WEF. Logisch: Mit Hiobsbotschaften gewinnt man Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es die ber\u00fchmte Glaskugel nicht, die vorliegenden Absch\u00e4tzungen schwanken denn auch zwischen \u201eminus mehrere Millionen Arbeitspl\u00e4tze\u201c und \u201ebeachtlich positiven Netto-Effekten\u201c. Wie dem auch sei: Nicht dass es keine potenziell besch\u00e4ftigungsgef\u00e4hrdenden Effekte von \u201eIndustrie 4.0\u201c gibt. Klar werden traditionelle Jobs in der Industrie verloren gehen, durch andere neue Arbeitspl\u00e4tze aber mehr als ersetzt. Es gibt meiner \u00dcberzeugung somit definitiv keinen Grund f\u00fcr Schreckensszenarien. Auch der Blick zur\u00fcck in die Geschichte zeigt, dass technologische Entwicklungen immer schon Anlass zu negativen Spekulationen boten, das oben erw\u00e4hnte Fortschrittsgespenst wurde schon in Zeiten der Fr\u00fchindustrialisierung angek\u00fcndigt. Es kam aber noch nie.<\/p>\n<p>Was zudem sicher ist: Bewusstes Abseitsstehen, in der Hoffnung, Arbeitspl\u00e4tze dadurch zu sichern, f\u00fchrt garantiert nicht zum Ziel. Es sind bekanntlich nicht die hochentwickelten Industrienationen, in denen Armut, Chaos und Perspektivlosigkeit herrscht, sondern diejenigen L\u00e4nder, in denen die dortigen politischen Drahtzieher aus vielf\u00e4ltigen Beweggr\u00fcnden Fortschritt torpedieren. Allerdings birgt das immer h\u00e4ufiger zu beobachtende Zeichnen d\u00fcsterer Zukunftsbilder mehr denn je die grosse Gefahr, dass auch in unseren bislang erfolgreichen Gesellschaften Angst und Technikfeindlichkeit gef\u00f6rdert werden, und dadurch am Ende wom\u00f6glich tats\u00e4chlich Potenzial f\u00fcr Wohlstand und Besch\u00e4ftigung vergeudet wird. Denn bei aller Unsicherheit d\u00fcrfte eines gewiss sein: Wie das Kaninchen vor der Schlange zu sitzen oder gar technologischen und strukturellen Wandel abzulehnen, sorgt daf\u00fcr \u2013 so sind die \u00f6konomischen Gesetzm\u00e4ssigkeiten nun einmal \u2013, dass den m\u00f6glichen Entwertungen an der einen dann in der Tat kein Mehrwert an anderer Stelle gegenzurechnen ist. Der Erfolg liegt in einer technologieoffenen, auf Innovation und Flexibilit\u00e4t setzenden Herangehensweise \u2013 auf volkswirtschaftlicher, betriebswirtschaftlicher und individueller Ebene.<\/p>\n<p>Was somit bedeutet: Wir m\u00fcssen uns darauf einlassen, dass Routinen wohl weiter entwertet, neue F\u00e4higkeiten erworben werden m\u00fcssen sowie selbst h\u00f6here Qualifikationen nicht automatisch vor negativer Betroffenheit sch\u00fctzen. Strukturelle Ver\u00e4nderungen in den Arbeitswelten sind aktiv mit zu gestalten und lassen sich auf Dauer nicht aufhalten. Daher ist es auch enorm wichtig, inwiefern die rechtlich-institutionellen Gegebenheiten auf den Arbeitsm\u00e4rkten den strukturellen Wandel eher beg\u00fcnstigen oder eher behindern. Hier kommt dann der Staat ins Spiel, der auf vielf\u00e4ltige Art und Weise gefordert ist, die richtigen Rahmenbedingungen f\u00fcr eine sich st\u00e4ndig erneuernde und anpassende Wirtschaft zu setzen. Um im Kontext \u201eIndustrie 4.0\u201c positive Impulse zu setzen, sind zudem spezifischere staatliche Massnahmen sinnvoll \u2013 etwa der dringend gebotene Breitbandausbau, die Kl\u00e4rung offener Rechtsfragen zur Datensicherheit oder eine steuerliche Forschungsf\u00f6rderung. Die Rolle des Staates m\u00f6chte ich allerdings in meinem Beitrag nicht n\u00e4her betrachten (dazu Interessantes siehe beispielsweise <a href=\"http:\/\/www.wiwi.uni-wuerzburg.de\/fileadmin\/12010400\/diskussionsbeitraege\/DP_098.pdf\">hier<\/a><u>)<\/u>. Ich m\u00f6chte in meiner Rolle lieber der Betrachtung der unternehmerischen Dimension noch etwas Raum geben, und ich komme damit zu dem zweiten Schwerpunkt meiner Sorge:<\/p>\n<p>Organisationen und damit auch F\u00fchrung und Arbeit werden sich durch Digitalisierung radikal ver\u00e4ndern! \u00dcberall \u2013 auf staatlicher, verbandspolitischer und betrieblicher Ebene \u2013 wird aktuell fleissig diskutiert (und durchaus auch daran gearbeitet!) \u00fcber Fragen der Gesch\u00e4ftsmodellinnovation, der Fertigungstechnologien und -prozesse, der rechtlich-institutionellen Gegebenheiten, der Datensicherheit, der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter (Stichworte: \u201eInternet of things\u201c, \u201eBig Data\u201c, \u201eneue Arbeitswelten\u201c, \u201eMensch-Maschine-Schnittstellen\u201c, \u201eDigitalkompetenz\u201c) und so weiter. Doch deutlich zu kurz in der Debatte kommt meines Erachtens nach wie vor der Themenkomplex rund um die Fragestellung \u201eWelche neuen Herausforderungen ergeben sich f\u00fcr das Management, das F\u00fchren auf Top-Level wie Leadership generell in einem solchen Umfeld?\u201c<\/p>\n<p>Nun ist es gewiss nicht so, dass wir schlagartig eine v\u00f6llig neue und andere Form von F\u00fchrung br\u00e4uchten. Unternehmen und Arbeit werden sich nicht sofort neu konfigurieren, sie ver\u00e4ndern sich Schritt f\u00fcr Schritt, dieser Ver\u00e4nderungsprozess ist bereits in vollem Gange. Wir k\u00f6nnen bereits heute feststellen, dass die klassische F\u00fchrung \u00fcber hierarchische strukturelle und prozessuale Mechanismen deshalb schon seit l\u00e4ngerem immer weniger funktioniert. \u201eMehr und mehr m\u00fcssen F\u00fchrungskr\u00e4fte ausserhalb ihres durch die Aufbauorganisation zugewiesenen Verantwortungsbereichs f\u00fcr Ziele und Orientierung sorgen. Das ist eine schon lange andauernde Entwicklung, die durch \u201eIndustrie 4.0\u201c allerdings eine zus\u00e4tzliche Dynamik erf\u00e4hrt. Vernetzung, Geschwindigkeit, die Gleichzeitigkeit und Wechselwirkung von Ereignissen, Digitalisierung, das Verheiraten unterschiedlicher Technologien und Disziplinen, unternehmens\u00fcbergreifende Kooperationen \u2013 das sind nur einige Begriffe, die jedoch zeigen, dass die Anforderungen an F\u00fchrung steigen. Meinetwegen nennen wir es plakativ F\u00fchrung 4.0\u201c \u2013 S\u00e4tze des sehr erfolgreichen Unternehmers und \u201eIndustrie 4.0\u201c-Pioniers Manfred Wittenstein dazu (siehe <a href=\"http:\/\/www.wittenstein.de\/de-de\/unternehmen\/presse\/publikation-vdma\/\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>Und es ist tats\u00e4chlich so, die Komplexit\u00e4t von F\u00fchrung wird eine andere. Die Wertsch\u00f6pfung \u2013 beginnend mit den ersten Ideen und Diskussionen \u2013 findet verst\u00e4rkt interdisziplin\u00e4r, \u00fcber Abteilungen und Unternehmen hinweg, zunehmend international und interkulturell, vielfach auch in firmen\u00fcbergreifenden Communities statt. Es entstehen neue Formen der Arbeitsorganisation, auch neue Formen der Kundeneinbindung. Die Zeiten zentralistischer, tayloristisch organisierter Wertsch\u00f6pfungsketten sind vorbei, Hierarchien haben vielerorts ihre Kraft verloren. Mehrwert entsteht in intelligenten Wertsch\u00f6pfungsnetzwerken, die sich je nach Aufgabenstellung neu konfigurieren m\u00fcssen. Das Ausrichten von dezentraler Intelligenz und Autonomie auf eine \u00fcbergeordnete Zielsetzung, noch dazu bei einem gr\u00f6sser werdenden Beeinflussungsbereich \u2013 das ist die schwierige Aufgabe, die es zu meistern gilt. Und selbst Unternehmer, die ganz vorne mit dabei sind auf dem Weg in diese neuen Welten, geben es zu: man tut sich hier schwer! Daher noch einmal die Frage: Wie f\u00fchrt man eigentlich in zunehmend digitalisierten Welten, die sich, wie bereits erw\u00e4hnt, besonders dadurch auszeichnen, dass ein immer gr\u00f6sser werdender Anteil der zu f\u00fchrenden Personen(gruppen) ausserhalb des direkten Verantwortungsbereichs und ausserhalb der eigenen bzw. unternehmensspezifischen Know-how-Felder liegt? \u00c2\u00a0Personengruppen und Einheiten \u00fcberdies, die sich immer weniger nach herk\u00f6mmlichen Mustern f\u00fchren lassen?<\/p>\n<p>Wer hier die besten Antworten findet, wird das Rennen gewinnen, wer hier keine zukunftstauglichen Antworten findet, wird unter die R\u00e4der geraten \u2013 auf betrieblicher, aggregiert auch auf volkswirtschaftlicher Ebene. Der Unternehmer f\u00fchrt zum Erfolg oder Misserfolg, seine F\u00e4higkeiten und M\u00f6glichkeiten sind die bestimmenden Gr\u00f6ssen. Prim\u00e4r ist es naturgem\u00e4ss die Aufgabe der Unternehmen bzw. deren F\u00fchrungskr\u00e4fte, sich dieser Herausforderung zu stellen. Dabei kann es optimale F\u00fchrung nie geben, daf\u00fcr sorgen bereits die sich laufend \u00e4ndernden \u00e4usseren Umst\u00e4nde. Aber eben diese Tatsache weist auch den Weg, auf dem man sich dem Ideal der optimalen F\u00fchrung stetig zu n\u00e4hern versuchen muss: nicht statisch und zentralistisch, sondern anpassungsf\u00e4hig und in Netzwerken, nicht entlang von Berichtslinien, sondern \u00fcber Begeisterung und Orientierung, nicht arrogant und selbstsicher, sondern kritisch-rationalistisch, achtsam und bescheiden im Popper\u2019schen Sinne (\u201e<em>Mutmassung statt Anmassung<\/em>\u201c). Dabei muss man jeden Tag aufs Neue versuchen, seine F\u00e4higkeiten diesbez\u00fcglich zu verbessern, wissend dass man nie das perfekte Resultat erzielen kann. Und man muss in diesem Tun \u201einfekti\u00f6s\u201c sein, denn mehr und mehr braucht es Multiplikatoren und \u201eSatelliten\u201c im beschriebenen Hochleistungsnetzwerk; alleine kann niemand f\u00fchren. Das ist umso bedeutsamer vor dem Hintergrund der Chancen und Risiken neuer Gesch\u00e4ftsmodelle, die sich durch die neuen (skizzierten digitalen und vernetzten) M\u00f6glichkeiten auftun. Denn die Erfolgsfaktoren bisheriger Gesch\u00e4ftsmodelle werden auf den Pr\u00fcfstand gestellt, Wertsch\u00f6pfungs-, Leistungs- und Erl\u00f6smodelle sortieren sich gegebenenfalls v\u00f6llig neu, verschwimmen mitunter, die entscheidenden Gr\u00f6ssen liegen pl\u00f6tzlich ausserhalb des eigenen Unternehmens und direkten Einflussbereichs. Neue Player sind auf einmal h\u00f6chst relevant oder gar systemdominierend; nicht die bisherigen Wettbewerber sind die grosse Gefahr, sondern bisherige Kunden, Lieferanten oder gar Branchenfremde. Das Management bzw. F\u00fchrung bisheriger und neuer Wertsch\u00f6pfung wird damit hochkomplex, und das Verstehen sowie \u2013 falls geboten \u2013 die F\u00e4higkeiten zu radikalem Neukonfigurieren von Gesch\u00e4ftsmodellen geh\u00f6ren in jeden Ausbildungsrucksack.<\/p>\n<p>Die h\u00f6chst herausfordernde Frage &#8222;Wie geht zukunftsgewinnende F\u00fchrung&#8220; wird damit noch bedeutsamer, und es ist nach meiner \u00dcberzeugung eben deshalb h\u00f6chst gef\u00e4hrlich, dass dem Thema nicht der erforderliche Raum f\u00fcr eine intensive Befassung gegeben wird. Selbst innerhalb der Unternehmen und dort auf Top-Level \u2013 so meine pers\u00f6nliche vielf\u00e4ltige Erfahrung. Wo liegt denn aktuell das gr\u00f6sste Hindernis auf dem Weg zu einer neuen erfolgreichen Form der F\u00fchrung?<\/p>\n<p>Ist es das bequeme Verharren in hierarchisch gepr\u00e4gter Denke, in einem Verst\u00e4ndnis von Wertsch\u00f6pfung in den Mustern gegebener Aufbauorganisation? Ist es die Angst, in der Vergangenheit scheinbar erfolgreiche Denkmuster und Strukturen gegen Ungewissheit tauschen zu m\u00fcssen? Ich f\u00fcrchte, dass Schulterklappen genauso wie ausufernde Reporting-Systeme und Corporate Governance Regelungen f\u00fcr eine Klarheit sorgen wollen, die es l\u00e4ngst nicht mehr gibt!<\/p>\n<p>Moderne F\u00fchrung muss lernen, vermeintliche Gewissheiten gegen Freiheit, Unternehmertum und M\u00f6glichkeiten einzutauschen. Moderne F\u00fchrung hat vor allem f\u00fcr Sinn, langfristige Orientierung, Vertrauen und Selbstvertrauen zu sorgen. Ihr gen\u00fcgen Leitplanken, einige wenige \u00fcbergeordnete Regeln und vorgelebte Werte. Sie sucht nicht nach einfachen Patentl\u00f6sungen, Quick Fixes oder Rezepten, l\u00e4sst sich nicht von Modewellen beirren, sie akzeptiert Komplexit\u00e4t, Ungewissheit, weiss um Nebenwirkungen, gibt sich Zeit, Dinge entwickeln zu lassen, vorhandene Opportunit\u00e4ten erst dann zu packen, wenn sie \u201ef\u00e4llig\u201c sind.<\/p>\n<p>Eine derartiges F\u00fchrungsverst\u00e4ndnis zu entwickeln ist \u2013 sowohl aus wissenschaftlicher als auch praktischer, unternehmerischer Perspektive \u2013 weder trivial zu erreichen noch universell zu schaffen. Letztlich sind f\u00fcr jedes Unternehmen basierend auf dessen Ressourcenausstattung, Wertsch\u00f6pfungsarchitektur sowie Werte- und Zielesystem zahlreiche Fragen zu entwickeln und kritisch zu beantworten, die unter anderem lauten:<\/p>\n<ul>\n<li>Wo liegen die Grenzen zentralistischer, tayloristisch-hierarchisch organisierter Wertsch\u00f6pfungs- und F\u00fchrungsmuster?<\/li>\n<li>Wie funktioniert erfolgreiches F\u00fchren in intelligenten Netzwerken?<\/li>\n<li>Wie schafft und erh\u00e4lt man anschlussf\u00e4hige und attraktive Hochleistungsnetzwerke mit der F\u00e4higkeit zur Selbststeuerung und Neukonfiguration in Raum und Zeit?<\/li>\n<li>Wie lassen sich die erforderliche Achtsamkeit sowie die F\u00e4higkeit zur Innovation von Gesch\u00e4ftsmodellen in der Organisation etablieren?<\/li>\n<li>Wie lassen sich dezentrale Intelligenz und Autonomie auf \u00fcbergeordnete Zielsetzungen hin ausrichten, ohne dass auf hierarchische Mechanismen zur\u00fcckgegriffen werden kann?<\/li>\n<li>Wie erreicht man Anschlussf\u00e4higkeit, Orientierung und Konsequenz \u00fcber Vision, Sinnhaftigkeit und Werte?<\/li>\n<li>Wie funktioniert F\u00fchrung durch Multiplikation und \u201eSatelliten\u201c?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da Digitalisierung Organisationen wie gezeigt tendenziell aufl\u00f6st, sind diese und weitere Fragen k\u00fcnftig essentiell f\u00fcr den Erfolg von Unternehmen und damit f\u00fcr Wohlstand und Besch\u00e4ftigung eines Landes. Gerade, wenn der Erfolg auf Innovation und Technologief\u00fchrerschaft beruht, bedeuten die damit verbundenen guten Voraussetzungen und Chancen n\u00e4mlich gleichzeitig auch das Plateau f\u00fcr einen m\u00f6glichen tiefen Fall. Deshalb haben sich F\u00fchrungskr\u00e4fte und Unternehmer mit solchen Fragen k\u00fcnftig intensiver auseinanderzusetzen und sich regelm\u00e4ssig zu reflektieren, entweder im eigenen Kreis oder mit Partnern, nur \u00fcber Herausforderungen zu klagen, n\u00fctzt nichts.<\/p>\n<p>Tr\u00f6stlich daher, dass F\u00fchrung f\u00fcr heutige Zeiten aber beileibe nicht neu erfunden werden muss, Wissen vorhanden ist, um f\u00fcr sich auf Unternehmensebene nach geeigneten Anpassungen und L\u00f6sungen zu suchen. Es gibt in der Literatur bereits l\u00e4ngst abgesichertes Wissen \u00fcber F\u00fchrung von Institutionen in hochkomplexen, dynamischen und offenen Situationen, und auch passende Managementsysteme sind schon l\u00e4nger vorhanden. Geeignete Herangehensweisen und Denkhaltungen zu dieser Art von F\u00fchrung finden sich in ganzheitlichen integrierten Managementans\u00e4tzen wie sie z.B. in St. Gallen seit langem gelehrt werden. Dort findet sich mit dem ganzheitlichen, dynamischen St. Galler Managementansatz (siehe dazu beispielsweise <a href=\"http:\/\/www.kimsg.ch\/index.php?p=Umfassende%20Managementlehre\">hier<\/a>) eine geeignete Referenzarchitektur, ein ad\u00e4quates Denkger\u00fcst.<\/p>\n<p>Die groteske Situation scheint jedoch die zu sein, dass zwar auf der einen Seite aus objektiver Betrachtung nur ein ganzheitlicher, dynamischer Ansatz eine passende Herangehensweise zur L\u00f6sung darstellt, andererseits jedoch heute vermehrt geradezu dreist verk\u00fcrzte Managementlehren und -tools angeboten und \u2013 das ist das fast Unerkl\u00e4rliche \u2013 auch nachgefragt werden. Es hat den Anschein, dass die Zunahme von Komplexit\u00e4t und Dynamik den Markt bereitet f\u00fcr v\u00f6llig ungeeignete L\u00f6sungsangebote, infantile Checklisten, Patentrezepte, detaillierteste Prozessbeschreibungen oder monokausale Entscheidungs- und Handlungsregeln. Wer sich darauf einl\u00e4sst, greift zu einem s\u00fcssen Gift, es ist eine Schein-Flucht aus der Komplexit\u00e4t heraus in eine Klarheit und Einfachheit, die es nicht geben kann. Modelle und Konzepte stellen immer und v\u00f6llig bewusst eine Reduktion von Komplexit\u00e4t dar. Jedoch stets mit dem Ziel, eine taugliches Gedankenkonstrukt zu sein, mit der in der Realit\u00e4t vorhandenen Komplexit\u00e4t bestm\u00f6glich umgehen zu k\u00f6nnen. Keinesfalls darf die Vereinfachung so weit gehen, dass sie den Verst\u00e4ndnis- und M\u00f6glichkeitsraum des Nutzers einschr\u00e4nkt. Doch der Mensch neigt offenbar dazu, gerade in Situationen von Umbr\u00fcchen und zunehmender Komplexit\u00e4t auf atavistische Denkmuster zur\u00fcckzufallen, indem er nicht zu Regulierendes noch weiter zu regulieren versucht.<\/p>\n<p>Und genau vor diesem Hintergrund macht es mir auch keine Sorgen, dass es noch nicht \u00fcberall Antworten auf die skizzierten (und weitere) Fragen gibt. Die kann es teilweise noch gar nicht geben, denn es ist letztlich auf unternehmensspezifischer Ebene um die besten F\u00fchrungsans\u00e4tze zu ringen. Das geht nicht von heute auf morgen. Sorgen bereiten mir allerdings die F\u00e4lle, in denen man sich mit derartigen Fragen \u00fcberhaupt nicht besch\u00e4ftigt. \u201eIndustrie 4.0\u201c ist eine grosse Chance. Aber Chancen muss man ergreifen!<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag basiert auf zur Zeit laufenden Forschungs- und Kooperationsprojekten der St. Galler Business School bzw. der Gesellschaft f\u00fcr Integriertes Management (siehe dazu etwa <\/em><a href=\"http:\/\/www.gimsg.ch\/forschungsprojekte.php\"><em>hier<\/em><\/a><em> \u00c2\u00a0oder auch\u00c2\u00a0 <\/em><a href=\"http:\/\/www.kimsg.ch\/index.php?p=Ausblick\"><em>hier<\/em><\/a><em>). Auch der kommende 14. St. Galler Management-Kongress am 23.\/24.09.2016 ist dem Themenkomplex Digitalisierung gewidmet (siehe <\/em><a href=\"http:\/\/sgbs.ch\/de\/community\/st-galler-management-kongress.html\"><em>hier<\/em><\/a><em>).<\/em><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung der Wirtschaft und ihrer Gesch\u00e4ftsmodelle schreitet mit grossen Schritten voran. \u201eIndustrie 4.0\u201c ist zumindest im deutschsprachigen Europa in aller Munde, mancherorts fast schon &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=19244\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<small>Gastbeitrag<\/small><br \/>Industrie 4.0<br \/><font size=3; color=grey>Hype, Schreckgespenst und echte Chance<\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":232,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1766,34,21],"tags":[2192],"class_list":["post-19244","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-industrieoekonomisches","category-kapitalistisches","category-unternehmerisches","tag-industrie-4-0"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>GastbeitragIndustrie 4.0Hype, Schreckgespenst und echte Chance - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=19244\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"GastbeitragIndustrie 4.0Hype, Schreckgespenst und echte Chance - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Digitalisierung der Wirtschaft und ihrer Gesch\u00e4ftsmodelle schreitet mit grossen Schritten voran. \u201eIndustrie 4.0\u201c ist zumindest im deutschsprachigen Europa in aller Munde, mancherorts fast schon &hellip; 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