{"id":20180,"date":"2016-12-14T00:01:04","date_gmt":"2016-12-13T23:01:04","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20180"},"modified":"2025-12-02T06:47:59","modified_gmt":"2025-12-02T05:47:59","slug":"22-43-67-4der-da-vinci-code-der-alterssicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20180","title":{"rendered":"22-43-67-4<br\/><font size=3; color=grey>Der \u201eDa Vinci-Code\u201c der Alterssicherung<\/font>"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em>\u201cYou can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time.\u201c\u009d<\/em> (Abraham Lincoln)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Politik kann es einfach nicht lassen. Sie fummelt wieder an der Rente. Alle politischen Parteien sind mit von der Partie. Die Rente wird wohl ein Thema im Bundestagswahlkampf 2017. Dabei hatte Rot-Gr\u00fcn mit den Rentenreformen in den 00er Jahren die Weichen richtig gestellt. Die marode Gesetzliche Rentenversicherung wurde aufs Gleis gesetzt. K\u00fcnftige demographische Lasten sollten \u201efair\u201c auf Rentner und Beitragszahler aufgeteilt werden. 43 % Rentenniveau, 22 % Beitragssatz und eine Regelaltersgrenze von 67 Jahren waren die Eckpunkte des neuen Generationenvertrages. Dieser inter-generative Kompromiss soll nicht mehr gelten. Regelgebundenes Verhalten ist auch in Deutschland ein Auslaufmodell. Andrea Nahles, die Bundesarbeitsministerin, will neue \u201eHaltelinien\u201c installieren. Unter 46 % soll das Rentenniveau nicht fallen, der Beitragssatz nicht \u00fcber 25 % steigen, die Lebensarbeitszeit sich nicht \u00fcber das 67. Lebensjahr verl\u00e4ngern und das unvermeidliche finanzielle Loch \u00fcber einen steuerfinanzierten Demographiezuschuss zugesch\u00fcttet werden. Nur so k\u00f6nne im Alter der Lebensstandard gehalten, Altersarmut verhindert und die Rente nachhaltig und gerecht finanziert werden. Seri\u00f6s ist das nicht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Einmaleins des Umlageverfahrens<\/strong><\/p>\n<p>Das Umlageverfahren ist das gegenw\u00e4rtig (noch) dominante Finanzierungsprinzip in der deutschen Sozialversicherung. Das gilt auch f\u00fcr die Alterssicherung. In der Gesetzlichen Rentenversicherung werden finanzielle Mittel vor allem inter-generativ, aber auch inter-personell und inter-regional transferiert. Die Vorsorge f\u00fcr das Alter wird nicht \u00fcber die Bildung von Ersparnissen getroffen. Ein sich selbst tragendes umlagefinanziertes Alterssicherungssystem ist finanziell im Gleichgewicht, wenn die Summe der Beitr\u00e4ge der Summe der Leistungen entspricht. Die H\u00f6he des gleichgewichtigen Beitragssatzes (b) h\u00e4ngt vom Rentenniveau (r\/y) und vom Rentnerquotienten (R\/A) ab (b= r\/y x R\/A). Das Rentenniveau zeigt an, wie hoch die durchschnittliche Rente gemessen am durchschnittlichen versicherungspflichtigen Erwerbseinkommen ausf\u00e4llt. Der Rentnerquotient gibt Auskunft \u00fcber das Verh\u00e4ltnis der Zahl der Rentner zur Zahl der Erwerbst\u00e4tigen. Mit finanziellen Problemen ist zu rechnen, wenn sich der Rentnerquotient erh\u00f6ht. Ein finanzielles Gleichgewicht ist in diesem Fall nur m\u00f6glich, wenn das Rentenniveau sinkt und\/oder der Beitragssatz steigt. Das gilt zumindest in einem umlagefinanzierten System, das nicht massiv durch finanzielle Zusch\u00fcsse der Steuerzahler gest\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig werden etwa 2\/3 der Ausgaben der GRV \u00fcber Beitr\u00e4ge finanziert. Den Rest steuert der Bund \u00fcber steuerfinanzierte Zusch\u00fcsse bei. Damit sollen versicherungsfremde Leistungen in der Rentenversicherung abgegolten werden. Das ist ordnungspolitisch richtig. Allgemeine Staatsaufgaben sind \u00fcber Steuern zu finanzieren. Nicht akzeptabel ist allerdings, wenn vorgeschlagen wird, demographische Lasten \u00fcber h\u00f6here Bundeszusch\u00fcsse zu finanzieren. Damit wird ein tragendes Element der deutschen Rentenversicherung in Frage gestellt: Das Prinzip der Teilhabe\u00e4quivalenz. Die H\u00f6he der individuellen Rente orientiert sich an den gezahlten Beitr\u00e4gen. Wer mehr w\u00e4hrend der Erwerbst\u00e4tigkeit mehr Beitr\u00e4ge zahlt, erh\u00e4lt im Alter auch h\u00f6here Renten. Da in der GRV keine Beitrags\u00e4quivalenz gilt, verzerren aber auch Beitr\u00e4ge das individuelle Arbeitsangebot. Eine (partielle) Steuerfinanzierung durchl\u00f6chert das \u00c4quivalenzprinzip allerdings weiter. Der B\u00fcrger erh\u00e4lt f\u00fcr seine Steuern noch weniger individuelle Gegenleistung. Das bleibt nicht ohne Folgen f\u00fcr das Arbeitsangebot. Steuern verzerren das Angebot an Arbeit st\u00e4rker als Beitr\u00e4ge. Die \u00f6konomische Basis umlagefinanzierter Systeme erodiert noch schneller.<\/p>\n<p>Es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass umlagefinanzierte Systeme der Alterssicherung finanziell ins Ungleichgewicht geraten. Inh\u00e4rente Instabilit\u00e4t und exogene Schocks sind die h\u00e4ufigsten Ursachen. Sie zeigen sich etwa in wachsender Ungleichheit, staatlicher Umverteilung, demographischem Wandel und konjunkturelle Krisen. Sind die finanziellen Defizite nur tempor\u00e4r, lassen sie sich auf der Zeitschiene im System gl\u00e4tten. Ausreichende Schwankungsreserven, die vor politischem Zugriff sicher sind, leisten gute Hilfe. Halten die Ursachen der Defizite l\u00e4nger an, muss die Gesellschaft entscheiden, wer die Lasten tragen soll. Es ist an der Politik die Entscheidung zu exekutieren. Ist staatliche Umverteilung in der Alterssicherung f\u00fcr die Defizite verantwortlich, muss die notwendige Hilfe von au\u00dfen kommen. Der Steuerzahler muss zur Kasse gebeten werden. \u00c2&nbsp;Demgegen\u00fcber m\u00fcssen anhaltende demographische und distributive Lasten im System verarbeitet werden. Die Leidtragenden sind die beiden Generationen der Rentner und Erwerbst\u00e4tigen. Das Rentenniveau muss verringert, die Beitr\u00e4ge m\u00fcssen erh\u00f6ht werden. Dabei muss ein m\u00f6glichst \u201efairer\u201c Ausgleich zwischen den Generationen gefunden werden (Berthold\/K\u00fclp, 1984).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Inh\u00e4rente Instabilit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Vor allem zwei Entwicklungen bedrohen die finanzielle Stabilit\u00e4t der GRV: Zum einen sind umlagefinanzierte Systeme der Alterssicherung inh\u00e4rent instabil. Sie l\u00f6sen selbstzerst\u00f6rerische Tendenzen aus. Zum anderen sind solche Systeme sehr anf\u00e4llig gegen exogene Schocks. Der demographische Wandel ist einer. Inh\u00e4rent instabil sind umlagefinanzierte Systeme, weil sie Opfer der Tarifvertragsparteien, der Politik, der eigenen Mitglieder und ihrer Finanzierungsstruktur werden (Berthold, 1997). Die Tarifpartner haben die GRV lange Jahre benutzt, um besch\u00e4ftigungspolitische Lasten auf sie abzuladen. Vielf\u00e4ltige Formen der Fr\u00fchverrentung haben den Arbeitsmarkt entlastet, die Rentenversicherung aber belastet. Obwohl die Schleusen bei der Erwerbsminderungsrente notd\u00fcrftig repariert wurden, sind sie immer noch nicht dicht. Auch die flexible Altersgrenze ist nach wie vor ein Kanal, \u00fcber die besch\u00e4ftigungspolitische Lasten auf die Rentenversicherung abgew\u00e4lzt werden. Noch immer sind die Abschlagss\u00e4tze alles andere als versicherungsad\u00e4quat. Damit bleibt der Anreiz gro\u00df, vorzeitig zu Lasten der Rentenversicherung in Ruhestand zu gehen. Mit der \u201eRente mit 63\u201c hat die Gro\u00dfe Koalition ohne Not eine weitere Schleuse ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Die GRV ist auch ein Opfer der Politik. Politiker setzen im politischen Wettbewerb um W\u00e4hlerstimmen das Instrument der Umverteilung ein. Die Kunst der Politik besteht darin, m\u00f6glichst viele kleine Interessengruppen sp\u00fcrbar zu beg\u00fcnstigen und die Lasten m\u00f6glichst unf\u00fchlbar auf die breite Masse der Bev\u00f6lkerung zu verteilen. Dazu nutzt die Politik auch die umlagefinanzierte GRV. Die inter-personelle Umverteilung ist Legion. Der gr\u00f6\u00dfte Brocken ist die Hinterbliebenenrente. Ins Geld gehen auch weiter nicht versicherungsad\u00e4quate Regeln zur Fr\u00fchverrentung und beitragsfreie Versicherungszeiten. Der neuste Coup der Politik ist die abschlagsfreie \u201eRente mit 63\u201c und die \u201eM\u00fctterrente\u201c. Mit der \u201eLebensleistungsrente\u201c plant die Politik weiteren beitragsfinanzierten verteilungspolitischen Unfug. Umverteilt wird nach wie vor aber auch inter-regional. Die gr\u00f6\u00dften Lasten bestehen seit der Wiedervereinigung durch die h\u00f6heren Rentenzahlungen in den neuen Bundesl\u00e4ndern fort. Mit der Ank\u00fcndigung der Ost-West-Angleichung der Renten wird ein neues verteilungspolitisches Fass aufgemacht. Dabei wird noch gestritten, wer die Lasten tragen soll: Die Mitglieder der GRV oder der Finanzminister. Die Gefahr ist gro\u00df, dass die staatlichen Zusch\u00fcsse die verteilungspolitisch motivierten Ausgaben in der GRV nicht kompensieren.<\/p>\n<p>Umlagefinanzierte Alterssicherungssysteme werden auch Opfer der eigenen Mitglieder. Asymmetrisch verteilte Informationen zwischen den Marktseiten beg\u00fcnstigen \u201emoral hazard\u201c. Diese Entwicklung wird verst\u00e4rkt, wenn umverteilungspolitische Aktivit\u00e4ten das \u00c4quivalenzprinzip aush\u00f6hlen. Auf diesem Humus gedeiht \u201emoral hazard\u201c besonders gut. Das beste Beispiel in der GRV ist die nach wie vor nicht versicherungsad\u00e4quat ausgestaltete flexible Altersgrenze. Fr\u00fchrentner fahren weiter Trittbrett auf Kosten der Versichertengemeinschaft. Eine spezifische Form von Trittbrettfahrerverhalten ist \u201edemographisches moral hazard\u201c. Umlagefinanzierte Alterssicherungssysteme verst\u00e4rken die Anreize der erwerbst\u00e4tigen Generation, weniger Kinder in die Welt zu setzen. Die H\u00f6he der Renten aller Versicherten h\u00e4ngt aber in starkem Ma\u00dfe davon ab, wie viele Kinder eine Gesellschaft gro\u00dfzieht und wie stark sie in das Humankapital ihrer Nachkommen investiert. Der demographische Beitrag eines Versicherten zur GRV spiegelt sich nicht ad\u00e4quat in der sp\u00e4teren eigenen Rente wider. Daran \u00e4ndern auch die gew\u00e4hrten Kindererziehungszeiten wenig. \u201eMoral hazard\u201c der eigenen Mitglieder destabilisiert die GRV finanziell.<\/p>\n<p>Die umlagefinanzierte Alterssicherung wird schlie\u00dflich auch Opfer der gew\u00e4hlten Finanzierungsstruktur. Sie destabilisiert sich selbst, weil sie mit dazu beitr\u00e4gt, ihre \u00f6konomischen Wurzeln auf den Arbeitsm\u00e4rkten abzuschneiden. Umlagefinanzierte Systeme der Sozialen Sicherung finanzieren sich hierzulande vor allem \u00fcber den Faktor Arbeit. Steigende Ausgaben schlagen sich \u00fcber kurz oder lang in steigenden Beitr\u00e4gen nieder. Damit erh\u00f6hen sich die Lohnnebenkosten. Die realen Lohnkosten f\u00fcr die Arbeitgeber nehmen zu. H\u00f6here Beitr\u00e4ge verringern aber auch die realen Nettoeinkommen der Arbeitnehmer. Fast zwangsl\u00e4ufig erh\u00f6hen sich die Lohnforderungen der Gewerkschaften. So oder so steigen die realen Lohnkosten. Unternehmen fragen weniger Arbeit nach. Das l\u00e4sst die Beitragseinnahmen der GRV nicht unber\u00fchrt. Umlagefinanzierte Systeme der Alterssicherung erodieren somit ihre eigene \u00f6konomische Grundlage auf den Arbeitsm\u00e4rkten. \u00dcber den Faktor Arbeit finanzierte h\u00f6here Ausgaben l\u00f6sen ein Teufelskreis aus. Die Beitr\u00e4ge steigen, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, die Beitragseinnahmen gehen zur\u00fcck, Finanzierungsl\u00fccken entstehen, weitere Beitragserh\u00f6hungen sind eine teuflische Konsequenz.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Exogene Schocks<\/strong><\/p>\n<p>Alle umlagefinanzierten Alterssicherungssysteme haben nicht nur eine Tendenz, sich selbst zu zerst\u00f6ren. Sie sind auch anf\u00e4llig gegen St\u00f6rungen von au\u00dfen. Vor allem drei Entwicklungen machen ihnen zu schaffen: Demographischer Wandel, globalisierte M\u00e4rkte und wachsende Ungleichheit. Die demographischen Ver\u00e4nderungen sind zweifellos der h\u00e4rteste Schock, den sie verarbeiten m\u00fcssen. Die Altersstruktur wird sich zumindst bis Mitte des Jahrhunderts auch in Deutschland sp\u00fcrbar ver\u00e4ndern. Das hat nicht nur damit zu tun, dass die Geburtenrate weiter auf einem sehr niedrigen Niveau d\u00fcmpelt. Daran ist das umlagefinanzierte Alterssicherungssystem selbst nicht ganz unschuldig. Es liegt aber auch am anderen wichtigen demographischen Treiber, der Lebenserwartung. Die ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen, f\u00fcr Frauen noch st\u00e4rker als f\u00fcr M\u00e4nner. Und sie wird weiter steigen. Ab 2020 setzt dann die Attacke auf die umlagefinanzierte Alterssicherung voll ein (<a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/wissenschaftlicher-beirat-gutachten-nachhaltigkeit-in-der-sozialen-sicherung,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\">hier<\/a>). Die schlimmste Zeit werden die zwei Jahrzehnte bis 2040 sein. Aber auch danach entspannt sich die Lage nicht wirklich. Weder eine steigende Erwerbsquote der Frauen noch eine verst\u00e4rkte Einwanderung werden diese demographische Attacke erfolgreich abwehren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/altenquotient.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/altenquotient.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>So schlimm muss es nicht kommen. Die allgemeine Altersgrenze wird sich mit dem demographischen Wandel erh\u00f6hen. Eine weiter steigende Lebenserwartung wird daf\u00fcr sorgen. Wie schnell und stark sich das Erwerbsverhalten im \u201eAlter\u201c ver\u00e4ndern kann, hat die Erh\u00f6hung der allgemeinen Altersgrenze auf 67 Jahre gezeigt. Die demographischen Belastungen sind allerdings nicht das einzige Problem. Die Globalisierung verst\u00e4rkt den Stress der Demographie, dem die Alterssicherung ausgesetzt ist. Weltweit offenere G\u00fcter- und Faktorm\u00e4rkte erh\u00f6hen die Waren-, Kapital- und Migrationsstr\u00f6me. Damit beschleunigen sie den inter- und intra-strukturellen Wandel. Es wird f\u00fcr alle Faktoren ungem\u00fctlicher. Vor allem einfache Arbeit leidet darunter. Gro\u00df sind die Schwierigkeiten, wenn sie Routinen bedient. Bei personennahen Dienstleistungen sind die Einbu\u00dfen beim Arbeitseinkommen geringer. Aber auch mittlere Qualifikationen kommen nicht ungeschoren davon. Der Niedergang des industriellen Sektors macht ihnen schwer zu schaffen. Zu allem \u00dcbel wirkt auch noch der technische Fortschritt in die arbeitssparende Richtung. Der strukturelle Wandel gepaart mit einer bestimmten Art von technischem Fortschritt (\u201eskill biased\u201c) nagt an der \u00f6konomischen Basis umlagefinanzierter Systeme der Alterssicherung.<\/p>\n<p>Eine sinkende Lohnquote ist die andere Seite des strukturellen Wandels. Globalisierung und technischer Fortschritt verringern in reichen L\u00e4ndern die Nachfrage nach einfacher Arbeit. Das vernichtet Arbeitspl\u00e4tze und\/oder dr\u00fcckt auf die L\u00f6hne. Die Lohnquote der Geringqualifizierten sinkt. Das sp\u00fclt weniger Geld in die Rentenkassen. Auf der anderen Seite st\u00e4rken dieselben Kr\u00e4fte die Nachfrage nach hoch qualifizierter Arbeit. Die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze in diesem Qualifikationssegment nimmt zu, die L\u00f6hne steigen. Das l\u00e4sst die Lohnquote der Hochqualifizierten steigen. Die Beitragseinnahmen der Rentenversicherung m\u00fcssten eigentlich sprudeln. Das tun sie allerdings nur bedingt. Mit der Beitragsbemessungsgrenze in der GRV werden die Beitragseinnahmen gedeckelt. Wie sich die nationale Lohnquote entwickelt h\u00e4ngt allerdings entscheidend davon ab, wie sich die Einkommen der Mittelschicht ver\u00e4ndern. Der strukturelle Wandel, der vor allem den industriellen Sektor trifft, senkt die Lohnquote der Mittelschicht. Er schl\u00e4gt sich hierzulande bisher noch kaum in den Beitragseinnahmen der GRV nieder, weil der industrielle Sektor weniger stark schrumpft als in vergleichbaren L\u00e4ndern weltweit. Das dicke Ende steht der GRV noch bevor, wenn das \u201eGesch\u00e4ftsmodell Deutschland\u201c kollabiert (<a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8912\">hier<\/a>).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eDa Vinci-Code\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das kleine Einmaleins der Alterssicherung besagt, dass jede Generation im Alter nur dann eine Rente beziehen kann, wenn sie w\u00e4hrend der Zeit der Erwerbst\u00e4tigkeit entweder in Human- oder aber in Realkapital investiert hat. Von nichts kommt nun einmal nichts. In Deutschland wurden in den letzten Jahrzehnten zu wenig Kinder geboren, um die Rentenversicherung zu stabilisieren. Dieses Vers\u00e4umnis l\u00e4sst sich bis zum Beginn der demographischen Krise ab 2030 nicht mehr nachholen. Es gibt keinen Weg, der demographischen Altlast zu entkommen. Diese Lasten sind nicht wegreformierbar. Sie m\u00fcssen schlicht und einfach getragen werden. Das hat die rot-gr\u00fcne Bundesregierung erkannt und die Erkenntnis 2007 in ein Reformgesetz gegossen. Die Lasten werden bis 2030 so auf die Generationen von Rentnern und Erwerbst\u00e4tigen aufgeteilt, dass die Beitragss\u00e4tze nicht \u00fcber 22 % steigen, das Rentenniveau (Nettorente vor Steuern) nicht unter 43 % sinkt und die allgemeine Altersgrenze schrittweise auf<a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=4578\"> 67 Jahren<\/a> angehoben wird. Mit der freiwilligen kapitalgeckten Riester-Rente soll die Versorgungsl\u00fccke geschlossen werden. Der Altersvorsorgeanteil (AVA), der seit 2013 beim Rentenwert den Wert 4 aufweist, soll daf\u00fcr die n\u00f6tigen Anreize schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/altenquotient2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/altenquotient2.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Die Politik hat in den 00er Jahren erstaunlich vieles richtig gemacht. Bis 2030 werden die gesteckten rentenpolitischen Ziele voraussichtlich erf\u00fcllt (<a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/wissenschaftlicher-beirat-gutachten-nachhaltigkeit-in-der-sozialen-sicherung,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\">hier<\/a>). Die Beitr\u00e4ge steigen nicht \u00fcber 22 %. Das Rentenniveau bleibt sogar \u00fcber dem angestrebten Wert von 43 %. Da f\u00e4llt es nicht so stark ins Gewicht, dass die Riester-Rente die in sie gesetzten Erwartungen bisher nicht erf\u00fcllt hat. Einen wichtigen Anteil an der Erf\u00fcllung der rentenpolitischen Ziele hat die Erh\u00f6hung der in weiten Teilen der Bev\u00f6lkerung ungeliebten Regelaltersgrenze auf 67 Jahre. Die Politik scheint den \u201eDa Vinci Code\u201c (22-43-67-4) der deutschen Alterssicherung gefunden zu haben. Diese positiven Nachrichten gelten allerdings nur bis zum Jahr 2030. Danach m\u00fcssen die rentenpolitischen Weichen neu gestellt werden. Die demographische Last geht nach 2030 nicht zur\u00fcck. Sie steigt ganz im Gegenteil weiter an. Damit lassen sich die beiden eingezogenen \u201eHaltelinien\u201c beim Beitragssatz (22 %) und Rentenniveau (43 %) nicht mehr garantieren. Aber auch die beiden anderen Elemente der Reform von 2007 stehen zur Disposition: Die allgemeine Altersgrenze von 67 und der kapitalgedeckte Anteil der Alterssicherung (Riester-Rente, Betriebsrente). Beide m\u00fcssen weiter erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p>Noch etwas hat die Politik in der Mitte des letzten Jahrzehntes geschafft. Sie hat daf\u00fcr Sorge getragen, dass die Altersarmut heute kein dr\u00e4ngendes Problem ist und es auch morgen eher nicht sein wird (<a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/Studien\/gutachttext-wissenschaftlicher-beirat-altersarmut,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\">hier<\/a>). Der Anteil der Bezieher von Grundsicherung im Alter liegt mit 3 % weit unter dem Anteil der Armen in der Gesamtbev\u00f6lkerung. Diese Entwicklung ist der g\u00fcnstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt geschuldet. Die umstrittenen Hartz-Reformen und dezentralere Lohn- und Tarifpolitik waren wichtige Treiber. Es ist denkbar, dass sich diese positive Entwicklung k\u00fcnftig weniger gut darstellt. R\u00fcckl\u00e4ufige Nachfrage nach einfacher Arbeit, \u00f6fter unterbrochene Erwerbsbiographien, verst\u00e4rkte Teilzeitarbeit und mehr Menschen mit Migrationshintergrund k\u00f6nnten die Armutsquote erh\u00f6hen. Die Basis f\u00fcr die Armut im Alter wird in der Zeit der Erwerbst\u00e4tigkeit gelegt. Es ist ein Missverst\u00e4ndnis, dass ein sinkendes Rentenniveau die reale Rente absolut verringert. W\u00e4chst die Produktivit\u00e4t weiter, nimmt auch die Kaufkraft der Renten zu. Die absolute Armut erh\u00f6ht sich nicht. Mit den Rentenreformen wachsen die Renten ungef\u00e4hr ein Drittel weniger stark als die L\u00f6hne. Die reale Kaufkraft der Renten wird trotz sinkendem Rentenniveau auch k\u00fcnftig zunehmen. Es spricht vieles daf\u00fcr, dass die Renten st\u00e4rker steigen werden als die gesetzlich fixierte Grundsicherung. Das sinkende Rentenniveau ist nicht die Ursache steigender Altersarmut.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Leitlinien einer Reform<\/strong><\/p>\n<p>Die heutige Situation ist der zu Beginn des neuen Jahrtausends nicht un\u00e4hnlich. Es ist wieder einmal h\u00f6chste Zeit, sich Gedanken \u00fcber eine Reform des Systems der Alterssicherung zu machen. Nur Reformen k\u00f6nnen verhindern, dass es nach 2030 gegen die Wand f\u00e4hrt. Die Herausforderungen sind die alten. Demographische Lasten dominieren weiter, umverteilungspolitische Lasten gewinnen aber an Gewicht. Die Leitlinien einer solchen Reform liegen auf der Hand: <strong>Auslagern, verringern, tragen und tragbar machen<\/strong>. Der wichtigste Kandidat f\u00fcr Lasten, die aus der GRV <strong>ausgelagert<\/strong> werden m\u00fcssen, sind die vielf\u00e4ltigen umverteilungspolitischen Aktivit\u00e4ten. Damit werden bestimmte Gruppen in der GRV beg\u00fcnstigt. Umverteilungspolitik ist eine allgemeine Aufgabe des Staates. Sie muss \u00fcber Steuern und darf nicht aus Beitr\u00e4gen finanziert werden. Das gilt auch f\u00fcr alle Varianten einer \u201eLebensleistungsrente\u201c. Versicherungsfremde Leistungen sind aus der GRV auszulagern, zumindest aber sind sie \u00fcber Zusch\u00fcsse des Bundes zu finanzieren. Die Zuweisungen sollten nicht diskretion\u00e4r, sondern regelgebunden erfolgen. Das erh\u00f6ht die Chance, dass die GRV nicht auf den umverteilungspolitischen Lasten sitzen bleibt.<\/p>\n<p>Die finanzielle Situation der GRV bleibt auch nach 2030 prek\u00e4r. Der Rentnerquotient wird weiter steigen, bis 2040 sogar signifikant. Danach stabilisiert er sich. Ein wichtiger Treiber dieser Entwicklung ist die steigende Lebenserwartung. Die ad\u00e4quate Antwort ist eine l\u00e4ngere, wenn m\u00f6glich auch flexiblere Lebensarbeitszeit. Damit w\u00fcrden die Lasten <strong>verringert<\/strong>. Umstritten ist, nach welcher Regel sie festgelegt wird. Der M\u00fcnchner \u00d6konom Axel B\u00f6rsch-Supan weist darauf hin, dass die steigende Lebenserwartung in der Vergangenheit im Verh\u00e4ltnis 2:1 auf die Zeit der Erwerbst\u00e4tigkeit und die Zeit als Rentner aufgeteilt wurde (<a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/wissenschaftlicher-beirat-gutachten-nachhaltigkeit-in-der-sozialen-sicherung,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\">hier<\/a>). Einem 40j\u00e4hrigen Erwerbsleben stand eine 20j\u00e4hrige Zeit des Rentenbezugs gegen\u00fcber. Wenn die Lebenserwartung um drei Jahre steigt, sollte die allgemeine Altersgrenze um zwei Jahre erh\u00f6ht werden. Das geschah etwa bei der Reform im Jahr 2007. Die Rentner k\u00f6nnen trotzdem einen um ein Jahr l\u00e4ngeren Ruhestand genie\u00dfen. Die Regelaltersgrenze sollte automatisch an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Andere L\u00e4nder, wie die Niederlande, Schweden und Norwegen, haben eine solche Regel bereits installiert. Mit diesem zweiten Element des \u201eDa Vinci Codes\u201c w\u00fcrde der Anstieg des Rentnerquotienten gebremst. Die finanziellen Lasten der GRV w\u00fcrden sinken.<\/p>\n<p>Es existieren allerdings weitere Lasten, demographische und arbeitsmarktpolitische, die nicht verringert werden k\u00f6nnen. Das gilt vor allem f\u00fcr die niedrige Geburtenrate. Daran l\u00e4sst sich bis weit \u00fcber 2030 hinaus nichts mehr \u00e4ndern. Das Kind ist schon in den Brunnen gefallen. Diese demographische Last muss von Rentnern und Erwerbst\u00e4tigen <strong>getragen<\/strong> werden. Das geschieht \u00fcber den Nachhaltigkeitsfaktor beim Rentenwert. Dem liegt eine Verteilungsregel zugrunde. Sie wird von der Gesellschaft festgelegt. Allerdings begrenzen \u00f6konomische Zw\u00e4nge den Entscheidungsspielraum. Es existiert eine wirtschaftliche Grenze f\u00fcr die H\u00f6he der Beitr\u00e4ge. H\u00f6here Beitr\u00e4ge machen Arbeit teurer. Die unternehmerische Nachfrage nach Arbeit geht zur\u00fcck, die Lohnsumme sinkt. Damit erodiert die \u00f6konomische Basis der GRV. Es existiert aber auch eine wirtschaftliche Grenze f\u00fcr ein sinkendes Rentenniveau. Wird es zu stark abgesenkt, ger\u00e4t die Rente f\u00fcr immer mehr Versicherte in die N\u00e4he der staatlich garantierten Grundsicherung im Alter. Die Beitr\u00e4ge nehmen damit immer mehr den Charakter von Steuern an. Das Arbeitsangebot vor allem Geringqualifizierter wird verzerrt. Diese beiden \u201eLeitplanken\u201c der Aufteilung der Lasten bestimmen \u00fcber die Akzeptanz der umlagefinanzierten GRV.<\/p>\n<p>Ein Teil der Lasten l\u00e4sst sich nicht wegreformieren. Sie m\u00fcssen getragen werden. Ob sie getragen werden k\u00f6nnen, h\u00e4ngt davon ab, wie kr\u00e4ftig eine Volkswirtschaft ist. Ist sie schwach, wird sie von den Lasten erdr\u00fcckt. Nur wenn sie kr\u00e4ftig genug ist, sind die Lasten auch nach 2030 <strong>tragbar<\/strong>. Notwendig sind mehr Investitionen in Human- und Realkapital. Beides setzt die Bereitschaft voraus, vermehrt Ersparnisse zu bilden. Die Last der Beitr\u00e4ge der j\u00fcngeren Generation sinkt, weil weniger Rentenleistungen der GRV notwendig sind. Gleichzeitig ist die \u00e4ltere Generation eher bereit, sinkende Rentenniveaus zu akzeptieren, weil der reale Wert ihrer Renten weiter steigt. Die umlagefinanzierte Alterssicherung der GRV muss verst\u00e4rkt um eine kapitalfundierte Alterssicherung erg\u00e4nzt werden. Mit der staatlich gef\u00f6rderten Riester-Rente und der betrieblichen Altersvorsorge geht man diesen Weg. Sehr erfolgreich war er bisher allerdings nicht. Bei der Riester-Rente sind es Informationsm\u00e4ngel, die Marktmacht produzieren und eine weitere Ausbreitung behindern. Ein einfach strukturiertes Standardprodukt k\u00f6nnte f\u00fcr Abhilfe sorgen (<a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/wissenschaftlicher-beirat-gutachten-nachhaltigkeit-in-der-sozialen-sicherung,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\">hier<\/a>). Bei der betrieblichen Altersvorsorge sind es die Zusagen von festen Leistungen, die den Erfolg verhindern. Eine Umstellung auf die Garantie fester Beitr\u00e4ge k\u00f6nnte f\u00fcr weitere Verbreitung sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber die GRV wird wieder gestritten. Bis zum Jahre 2030 ist sie solide finanziert. Die Politik hat mit den Rentenreformen der 00er Jahre den \u201eDa Vinci Code\u201c (22-43-67-4) der deutschen Alterssicherung gefunden. H\u00e4lt sie sich weiter an die Regeln, bleibt der Handlungsbedarf bis 2030 begrenzt. Die rentenpolitischen Aktionen der Gro\u00dfen Koalition lassen allerdings Schlimmes bef\u00fcrchten. Wieder einmal k\u00f6nnen die Zauberlehrlinge der Politik der Versuchung nicht widerstehen, verteilungspolitisch an der Rente zu fummeln. Es werden unseri\u00f6se Versprechungen gemacht. Die Lasten, die der GRV bis 2030 drohen, sind real. Sie m\u00fcssen von Rentnern und Erwerbst\u00e4tigen getragen werden. Und f\u00fcr die Zeit nach 2030 besteht weiterer Handlungsbedarf. Die demographische Last wird noch einmal steigen. Tragbar ist sie nur, wenn die \u00f6konomische Basis solide w\u00e4chst. Das engt den Handlungsspielraum f\u00fcr steigende Beitr\u00e4ge ein. Ansonsten droht h\u00f6here Arbeitslosigkeit. Nichts anderes gilt f\u00fcr das Rentenniveau. Sinkt es weiter, erodiert die Akzeptanz der umlagefinanzierten Alterssicherung in der Bev\u00f6lkerung. Eine l\u00e4ngere, flexiblere Lebensarbeitszeit ist der einzige Ausweg aus dem Dilemma. Die Regelaltersgrenze muss weiter steigen, am besten regelgebunden. Sie muss erg\u00e4nzt werden, um verst\u00e4rkte Anreize zur privaten Vorsorge im Alter. Alles andere ist Rosst\u00e4uscherei.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>Berthold, N. (1997), Der Sozialstaat im Zeitalter der Globalisierung. T\u00fcbingen<\/p>\n<p>Berthold, N. (2010), <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=4578\">Vorw\u00e4rts in die Vergangenheit: Widerstand gegen die Rente mit 67. Deutsche Gewerkschaften, franz\u00f6sische Jugendliche und bayerische Ministerpr\u00e4isidenten<\/a><\/p>\n<p>Berthold, N. und B. K\u00fclp (1984), Regelgebundene Rentenanpassung als Mittel zur langfristigen Sanierung der Gesetzlichen Rentenversicherung. Berlin<\/p>\n<p>Wissenschaftlicher Beirat beim BMWi (1998), <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/Dokumentationen\/Rentenreform1,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\">Grundlegende Reform der gesetzlichen Rentenversicherung<\/a>. Berlin<\/p>\n<p>Wissenschaftlicher Beirat beim BMWi (2012), <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/Studien\/gutachttext-wissenschaftlicher-beirat-altersarmut,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\">Altersarmut<\/a>. Berlin<\/p>\n<p>Wissenschaftlicher Beirat beim BMWi (2016), <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/wissenschaftlicher-beirat-gutachten-nachhaltigkeit-in-der-sozialen-sicherung,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\">Nachhaltigkeit in der sozialen Sicherung \u00fcber 2030 hinaus<\/a>. 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