{"id":20274,"date":"2016-12-23T00:01:00","date_gmt":"2016-12-22T23:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20274"},"modified":"2017-03-01T16:03:14","modified_gmt":"2017-03-01T15:03:14","slug":"plurale-oekonomik-5kein-ende-der-wirtschaftsgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20274","title":{"rendered":"<font size=3; color=grey>Plurale \u00d6konomik (5)<\/font><br\/>Kein Ende der Wirtschaftsgeschichte"},"content":{"rendered":"<p>Die Volkswirtschaftslehre befindet sich in einem merkw\u00fcrdigen Stadium. Sie ist m\u00e4chtig und unbeliebt. Noch vor kurzem war sie auf dem H\u00f6hepunkt ihrer Macht \u2013 genauer gesagt: sie war es bis zum Ausbruch der Finanzkrise vor fast neun Jahren. Danach hat es erbitterte Debatten \u00fcber die Frage gegeben, ob die \u00f6konomische Wissenschaft eine Mitschuld an dem Desaster treffe.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Unbehagen \u00fcber die VWL war schon l\u00e4nger gro\u00df, sowohl in Teilen der Bev\u00f6lkerung als auch unter vielen Studenten und einigen Professoren. Seit einigen Jahren hat nun ein Suchprozess begonnen, ob die VWL sich in Teilen ver\u00e4ndern muss, ihre Pr\u00e4missen und einige wichtige Modelle nochmals kritisch hinterfragen, ob die Lehrpl\u00e4ne und die Lehre angemessen sind oder ob sich darin nicht doch auch L\u00fccken auftun.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich in einem kurzen R\u00fcckblick die Entwicklung der VWL skizzieren, ihren Aufstieg und Fall \u2013 wenn man so sagen kann. Im 19. Jahrhundert war die \u00d6konomie bei einigen wegen ihrer teils d\u00fcsteren Vorhersagen, etwa von Malthus, als \u201eDismal Science\u201c verrufen. Dann stieg sie im sp\u00e4ten zwanzigsten Jahrhundert zur \u201eQueen of Social Sciences\u201c auf \u2013 zumindest war das ihre Selbstwahrnehmung. Den Neid und die Ressentiments anderer Sozialwissenschaften nahm man als eine Auszeichnung.<\/p>\n<p>Keine andere Sozialwissenschaft scheint auch heute noch so m\u00e4chtig und einflussreich wie die VWL. Was \u00d6konomen fordern und wovor sie warnen, das wird in Medien und \u00d6ffentlichkeit und von der Politik geh\u00f6rt. Regierungen lassen sich von \u00d6konomen beraten. Nicht zu untersch\u00e4tzen ist auch der langfristige Einfluss \u00f6konomischer Lehren, die oft jahrzehntelang pr\u00e4gende Dominanz des herrschenden \u00f6konomischen Paradigmas.<\/p>\n<p>Erinnern wir uns an die Worte von Keynes im Schlusskapitel der \u201eGeneral Theory\u201c. Er schrieb darin, Praktiker (gemeint waren auch Politiker), die sich f\u00fcr geistig unabh\u00e4ngig hielten, seien \u201egew\u00f6hnlich die Sklaven eines l\u00e4ngst verstorbenen \u00d6konomen\u201c. Nat\u00fcrlich ist das eine weit \u00fcberzogene Behauptung, dass Politiker sich sklavenhaft an \u00d6konomen-Ratschl\u00e4ge hielten. Im Gegenteil: Viele \u00d6konomen klagen, ihr Rat werde zu wenig geh\u00f6rt. Politiker m\u00fcssen in einer Demokratie Wahlen gewinnen, daher neigen sie zu Pragmatismus und gar Opportunismus. Nibelungentreue zu einem \u00f6konomischen Paradigma oder zu ordnungspolitischen Prinzipien ist da eher hinderlich.<\/p>\n<p>Doch auch wenn man Abstriche von Keynes\u2019 Bemerkung macht: Zweifellos haben \u00d6konomen-Lehren politisches Gewicht. Sie sind einflussreicher als etwa Politologen oder Soziologen, von Geisteswissenschaftlern ganz zu schweigen. Kritiker beklagen eine \u201e\u00d6konomisierung\u201c (fast) aller Bereiche des Lebens, weil \u00d6konomen praktisch s\u00e4mtliche Fragen der Gesellschaft mit ihren \u00f6konomischen Theorien analysieren und bewerten. Manche haben von einem \u00f6konomischen \u201eImperialismus\u201c gesprochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Misstrauen gegen die \u00d6konomen<\/strong><\/p>\n<p>Der Aufstieg der \u00d6konomik im 20. Jahrhundert zur beherrschenden Sozialwissenschaft ging einher mit ihrer Verwandlung in eine mathematisch-formale Disziplin, die sich exakter und wissenschaftlicher f\u00fchlt als andere Sozialwissenschaften. Sie arbeitet mit harten statistisch-\u00f6konometrischen Methoden, um ihre Hypothesen zu pr\u00fcfen und \u00f6konomische Theorien und Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten zu erarbeiten, die einer soziale Physik gleichkommen sollen.<\/p>\n<p>Aber dennoch gibt es ein gro\u00dfes Unbehagen an der VWL, au\u00dferhalb der Disziplin, aber auch innerhalb. Umfragen zeigen, dass ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung wenig Vertrauen in die Wirtschaftswissenschaftler hat. \u201eDen \u00d6konomen glaubt man nicht\u201c, fasste der K\u00f6lner Wirtschaftspsychologe Detlef Fetchenhauer die Ergebnisse einer breiten Befragung zusammen, die er vor einigen Jahren, kurz nach dem H\u00f6hepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise, gemacht hat. Nur jeder Siebte hielt \u00d6konomen generell f\u00fcr glaubw\u00fcrdig. Und sogar 80 Prozent der Befragten meinten, eine Gesellschaft k\u00f6nne auch gut ohne \u00d6konomen auskommen.<\/p>\n<p>Nach Ansicht von Fetchenhauer liegt das angeknackste Renommee teils daran, dass \u00d6konomen zu oft Fehlprognosen gemacht haben. Weit diskutiert wurde ja die Tatsache, dass nur ganz wenige \u00d6konomen vernehmlich vor Ausbruch der Finanzkrise gewarnt haben\u2026 Dass einige auf grunds\u00e4tzliche Probleme im Bankensektor, in der Regulierung, bei der Geldpolitik etc. hingewiesen haben, das will ich gar nicht verschweigen \u2013 ich komme gleich nochmals darauf zur\u00fcck. Aber es war eben nicht eine Mainstream-Meinung, dass man unmittelbar auf eine gro\u00dfe Krise zusteuere.<\/p>\n<p>Hinzu kommen, auch unter einigen Studenten, sehr fundamentale Vorbehalte: Den \u00d6konomen werden realit\u00e4tsferne Modelle vorgehalten, das neoklassische Gleichgewichtsideal, das sich im Kern eben doch an der Physik orientieren. Kritisiert wird ein eindimensionales Menschenbild, der \u201eHomo oeconomicus\u201c. Und es hei\u00dft, dass viel zu oft politische, soziale, historisch-institutionelle Aspekte ausgeblendet werden aus der \u00d6konomen-Modellwelt. Sie erscheint damit steril, nicht besonders realit\u00e4tsnah.<\/p>\n<p>Im Jahr 2000 gingen Studenten der Pariser Sorbonne auf die Barrikaden. Sie protestierten gegen die aus ihrer Sicht \u201eautistische Wirtschaftswissenschaft\u201c, die sich eine \u201eimagin\u00e4re\u201c Modell- und Theoriewelt gebaut habe. Es gebe eine \u00fcbertriebene Fokussierung der \u00d6konomen auf die mathematische Formulierung von Problemen, die zum Selbstzweck werde. N\u00f6tig seien eine \u201epluralistische\u201c Forschung und der Austausch mit anderen Sozialwissenschaften.<\/p>\n<p>Wie ich schon erw\u00e4hnte, hat sich die Vertrauenskrise verst\u00e4rkt, weil praktisch kein Vertreter der Mainstream-\u00d6konomie den Ausbruch der gro\u00dfen Finanz- und Wirtschaftskrise vorhergesagt hatte, an deren Sp\u00e4tfolgen, vor allem an den enormen Staatsschuldenbergen, viele L\u00e4nder noch heute leiden. Die meisten \u00d6konomen wirkten damals \u00fcberrascht und \u00fcberrumpelt, als pl\u00f6tzlich das Bankensystem am Rande des Abgrunds hing. Erst nach einer gewissen Schockstarre kamen sie wieder zu sich, fanden Erkl\u00e4rungen f\u00fcr die Finanzkrise. Noch viele Jahre wird die Wissenschaft damit besch\u00e4ftigt sein, aus den Scherben der Krise ein einigerma\u00dfen stimmiges Puzzle-Bild der Ursachen und Wirkungen zusammenzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Kein Run auf die \u00d6konomie-Fakult\u00e4ten<\/strong><\/p>\n<p>Erstaunlich ist, dass die dramatische Krise kein merklich gestiegenes Interesse unter jungen Leuten an einem Wirtschaftsstudium geweckt hat. Es l\u00e4ge ein riesiges Forschungsfeld vor ihnen. Doch ein Ansturm von Studenten auf die VWL-Fakult\u00e4ten ist ausgeblieben. Die Zahl der VWL-Erstsemester zum Herbstsemester, das gerade begonnen hat, liegt seit einigen Jahren bei rund 4000 deutschlandweit, das sind 20 Prozent weniger als vor f\u00fcnfzehn Jahren.<\/p>\n<p>Die Gesamtzahl der VWL-Studenten war ausgerechnet im ersten Jahr der Wirtschaftskrise unter 20 000 gefallen, seitdem hat sie sich nur m\u00e4\u00dfig erholt (plus 10 Prozent) \u2013 obwohl die Gesamtzahl der Studenten seitdem von etwa 2 Millionen auf heute 2,8 Millionen gestiegen ist (also ein Plus um 40 Prozent). Mittlerweile gibt es zehnmal mehr BWL- als VWL-Studenten. Zum Teil mag das an den angeblich besseren Jobperspektiven liegen, doch gibt es wohl auch Gr\u00fcnde, die im Fach selbst liegen.<\/p>\n<p>Dass das VWL-Studium viele Studenten frustriert, haben inzwischen auch viele Professoren erkannt. Der Verein f\u00fcr Socialpolitik organisierte in diesem Herbst auf der Jahrestagung in Augsburg eine Podiumsdiskussion. Teilnehmerin war auch eine kritische junge Studentin der Humboldt-Universit\u00e4t. Sie klagte: \u201eWir bekommen im VWL-Studium keine Antworten auf unsere Fragen zu den realen wirtschaftlichen und sozialen Problemen.\u201c Stattdessen werde man mit abstrakten Modellen und Formeln zugedeckt. Was fehle, seien konkrete Beispiele und Anwendungen. Aus Verzweiflung haben die Humboldt-Studenten selbst Kurse \u00fcber Ideengeschichte und zur Finanzkrise organisiert. In den regul\u00e4ren Vorlesungen finde Wirtschaft in abstrakten Modellwelten, im luftleeren Raum statt, abgehoben von den Institutionen und der Geschichte, die zum echten Verst\u00e4ndnis wichtig w\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Aufstieg der mathematischen \u00d6konomen, Wandel zur Empirie<\/strong><\/p>\n<p>Wie kam es dazu? Ich will ganz kurz und schematisch die Entwicklung skizzieren.<\/p>\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts hatte sich die VWL mehr und mehr in eine zwar elegante, aber auch abgehobene, mathematikzentrierte Theoriewelt zur\u00fcckgezogen. G\u00c3\u00a9rard Debreu, einer der Pioniere der Entwicklung mathematisierter Gleichgewichtsmodelle, hat es mit zwei Zahlen verdeutlicht: W\u00e4hrend man 1940 auf weniger als drei Prozent der Seiten der \u201eAmerican Economic Review\u201c rudiment\u00e4re Mathematik gefunden habe, waren f\u00fcnf Jahrzehnte sp\u00e4ter nahezu 40 Prozent der Seiten voll mit h\u00f6herer Mathematik. Kritiker sprachen von \u201eMathturbation\u201c der \u00d6konomen. In den achtziger Jahren war der H\u00f6hepunkt erreicht.<\/p>\n<p>Seitdem ist der Anteil der mathematisch formulierten Theorie in den Top-Zeitschriften wieder gesunken, wie Daniel Hamermesh von der Universit\u00e4t Texas dokumentiert hat. Er schreibt: \u201eDie \u00f6konomische Theorie war wohl so abstrus geworden, dass die Herausgeber der f\u00fchrenden allgemeinen Journale, als sie realisierten, dass nur noch sehr wenige ihrer Leser diese Theorie verstehen konnten, Einschnitte bei Ver\u00f6ffentlichungen solchen Typs machten.\u201c<\/p>\n<p>Seitdem hat es einen Wandel weg von der reinen Theorie hin zu empirischen Arbeiten gegeben \u2013 Gott sei dank! Immer mehr \u00d6konomen verwenden nun Daten aus der realen Welt, um ihre Thesen zu testen. Das ist grunds\u00e4tzlich eine sehr begr\u00fc\u00dfenswerte Entwicklung. \u201eEmpirische Evidenz\u201c ist heute das Zauberwort der \u00d6konomen, die Berge von Daten durch die Statistikprogramme am Computer pressen und damit Thesen zu belegen versuchen.<\/p>\n<p>Zudem gibt es zunehmend verfeinerte Methoden, die blo\u00dfe Korrelation und echte Kausalit\u00e4t \u2013 also Ursache-Wirkung-Zusammenh\u00e4nge \u2013 klarer unterscheiden k\u00f6nnen. Man versucht mit Daten aus \u201enat\u00fcrlichen Experimenten\u201c zu arbeiten. Durch historische Kontingenz oder tats\u00e4chliche Feldexperimente ergibt sich eine Varianz der Daten und man erh\u00e4lt somit Kontrollgruppen, um kausale Effekte herauszuarbeiten.<\/p>\n<p>Die Hinwendung zur Empirie hat aber auch Schattenseiten. Zuweilen orientieren sich junge Forscher nicht mehr danach, welches die dr\u00e4ngenden volkswirtschaftlichen Probleme sind, hat Justus Haucap neulich in einem Beitrag kritisiert. Sondern die Verf\u00fcgbarkeit sch\u00f6ner Datens\u00e4tze wird zum leitenden Kriterium. Au\u00dferdem gibt es Zweifel daran, ob alle empirischen Arbeiten wirklich wasserdicht sind. Ein erschreckend hoher Anteil an Studienergebnissen l\u00e4sst sich nicht replizieren (in der Psychologie und anderen Sozialwissenschaften spricht man von einer echten Replikationskrise, aber auch in der \u00d6konomie scheint es dunkle Flecken zu geben; Walter Kr\u00e4mer hat das j\u00fcngst gezeigt).<\/p>\n<p>Einige Forscher scheinen ihre Studien \u00f6konometrisch-statistisch so zu frisieren, dass die Ergebnisse gerade noch signifikant erscheinen; Hypothesen oder Datenauswahl werden nachtr\u00e4glich passend gemacht. Das ist keine ehrliche Wissenschaft. Ich glaube allerdings, dass diese Kritik nur eine kleine Minderheit betrifft.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Vorbehalte gegen den Homo Oeconomicus<\/strong><\/p>\n<p>Ein alter Vorwurf gegen die neoklassischen \u00d6konomen ist, dass sie auf einem realit\u00e4tsfernen Menschenbild, dem \u201eHomo oeconomicus\u201c aufbauen. Der \u201eHomo Oeconomicus\u201c ist als rational-k\u00fchle, nutzenmaximierende Rechenmaschine ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigt geworden. Allerdings ist jedem, der sich mit der Kritik differenziert befasst auch klar, dass teilweise gegen eine Karikatur angek\u00e4mpft wird. Das Modellbild hat unbestritten seine Vorz\u00fcge, weil es in seiner einfachen Berechenbarkeit \u00fcberhaupt erst \u00f6konomische Modellbildung erm\u00f6glicht hat. Und die Ergebnisse und Vorhersagen sind in vielen F\u00e4llen gar nicht so schlecht.<\/p>\n<p>Doch seit etwa vier Jahrzehnten haben verhaltenswissenschaftliche Experimente gezeigt, dass reale Menschen oft anders entscheiden als der \u201eHomo Oeconomicus\u201c, dass sie auch soziale Pr\u00e4ferenzen haben und dass ihre Rationalit\u00e4t beschr\u00e4nkt ist. Die interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit von \u00d6konomen und Psychologen \u2013 ich nenne nur den Namen Daniel Kahneman \u2013 hat sich als sehr fruchtbar erwiesen. Auch wenn noch kein neues, ganz stimmiges Menschenbild den alten Homo oeconomicus abgel\u00f6st hat, gibt es gro\u00dfe Erkenntnisfortschritte.<\/p>\n<p>Im Bachelor-Studium erfahren VWL-Studenten von den verhaltens\u00f6konomischen Ergebnissen aber wenig bis gar nichts. Stattdessen werden sie oft mit veralteten Standardtheorien gef\u00fcttert. Verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse werden meist erst im Master-Studium etwas vertieft behandelt. Was fehlt in der Lehre, ist also zum einen die Bereitschaft, schon fr\u00fcher die Limitationen des reinen Homo Oeconomicus anzusprechen. Ich wei\u00df, dass im Bachelor-Studium die Zeit extrem knapp ist und der Druck hoch ist, doch m\u00fcssten Dozenten schon in der Mikro-Einf\u00fchrungs-Vorlesung zumindest kurz klarmachen, dass es verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die dem allzu simplen Homo Oeconomicus den Boden wegziehen k\u00f6nnen. Zumindest sollte man andeuten, dass es eine T\u00fcr zu einer anderen Experimentalwelt gibt \u2013 auch wenn die Ergebnisse der Verhaltens\u00f6konomie in mancher Hinsicht noch vorl\u00e4ufig und inkonsistent sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Es fehlt die Einbettung in den sozialwissenschaftlichen Zusammenhang<\/strong><\/p>\n<p>Was fehlt, ist die Einbettung der Wirtschaftstheorie in den gr\u00f6\u00dferen sozialwissenschaftlichen Zusammenhang und eine kritische Selbstbetrachtung. Die Studenteninitiative \u201eNetzwerk Plurale \u00d6konomik\u201c hat im Fr\u00fchjahr eine Studie \u00fcber die Inhalte von fast 350 Bachelor-Studieng\u00e4ngen in zw\u00f6lf L\u00e4ndern ver\u00f6ffentlicht. Ihr Ergebnis: Die Studenten w\u00fcrden viel zu wenig zum Nachdenken \u00fcber das eigene Fach angeregt, in Deutschland besonders wenig. Mehr als 20 Prozent der Kurse im Bachelor-Studium hierzulande sind BWL, Management und Jura gewidmet. In 18 Prozent der Kurse paukt man mathematische und statistische Methoden. Die Kernf\u00e4cher Mikro- und Makro\u00f6konomie kommen zusammen auf 21 Prozent. Verschwindend gering \u2013 2 Prozent \u2013 ist dagegen der Anteil von \u201ereflexiven\u201c F\u00e4chern wie Geschichte des \u00f6konomischen Denkens, Wissenschaftstheorie, Wirtschaftsgeschichte oder auch Wirtschaftsethik.<\/p>\n<p>Einige britische Eliteuniversit\u00e4ten wie Oxford bieten ja schon seit langem einen Master-Studiengang namens \u201ePolitics, Philosophy and Economics\u201c an. Die meisten Mainstream-\u00d6konomen haben indes vergessen, dass die \u00d6konomie sich einst aus der Philosophie entwickelt hat und dass die fr\u00fchestens, ber\u00fchmten \u00d6konomen auch Sozial- oder Moralphilosophen waren. Immerhin scheint der Verein f\u00fcr Socialpolitik in Ans\u00e4tzen zu erkennen, dass es Defizite und Reformbedarf in der Lehre gibt. Der Tenor der erw\u00e4hnten Podiumsdiskussion in Augsburg war, dass die Theorie viel st\u00e4rker mit konkreten Beispielen und Geschichte veranschaulicht und der historische und institutionelle Kontext ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Ich pl\u00e4diere daf\u00fcr, die Wirtschafts- und die Theoriegeschichte in der Lehre wiederzubeleben. Sie sind in den vergangenen Jahrzehnten in den Lehrpl\u00e4nen marginalisiert worden. Manche halten Geschichte f\u00fcr \u00fcberholt. Auf die Frage, warum VWL-Studenten an deutschen Universit\u00e4ten heute fast nichts \u00fcber die Entwicklung des Faches erfahren, sagte die VfS-Vorsitzende Monika Schnitzer in einem F.A.Z.-Interview: \u201eWenn Sie einen Medizinstudenten ausbilden, dann lehren Sie auch nur die neuesten Methoden, so dass er sp\u00e4ter einen Bypass legen kann. Sie fangen nicht mit der Medizingeschichte und dem Aderlass an.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Verfehlte \u201eWhig History of Economics\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Antwort offenbart eine irrt\u00fcmliche Vorstellung \u00fcber die Entwicklung der Wirtschaftslehre. Sie entspricht einer \u201eWhig History\u201c (nach den englischen Whigs mit ihrer optimistischen Geschichtsphilosophie): Demnach wird die Disziplin stetig besser, sie erreicht immer h\u00f6here Erkenntnissph\u00e4ren und immer mehr Erkl\u00e4rungskompetenz. Nach dieser Auffassung von (Wissenschafts-)Geschichte sind die neuen Ideen immer besser als die alten.<\/p>\n<p>Doch stimmt das wirklich? In der Medizin kann man wohl sagen, dass bestimmte alte Therapien und Behandlungsmethoden widerlegt sind. Niemand will heute mehr einen Aderlass. In den Naturwissenschaften, die mittels Experimenten ihre Hypothesen testen, gibt es einen klaren Fortschritt. Doch die Sozialwissenschaften k\u00f6nnen nicht einfach Experimente durchf\u00fchren und daraus exakte Schl\u00fcsse ziehen. Zudem sind die Sozialwissenschaften viel st\u00e4rker von politischen Vorlieben der Wissenschaftler gepr\u00e4gt als die Naturwissenschaften.<\/p>\n<p>Der Grazer \u00d6konom und Theoriegeschichtler Heinz Kurz betont, dass der \u201eMarkt f\u00fcr \u00f6konomische Ideen\u201c nicht als perfekter Selektionsmechanismus funktioniert, der schlechte Ideen zuverl\u00e4ssig aussortiert und Irrwege z\u00fcgig korrigiert. Vielmehr gibt es in der Wirtschaftswissenschaft Modetrends und Herdenverhalten, verst\u00e4rkt durch positive R\u00fcckkopplungen im Wissenschaftsbetrieb (beispielsweise durch gegenseitige Belobigung und Zitieren und Publikation in den dominanten Journals, durch Berufungen auf Lehrst\u00fchle, durch Vergabe von Forschungsgeldern und Preisen; das sind die wissenschaftssoziologischen Mechanismen, die zur Bildung und Reproduktion eines Mainstream-Denkens f\u00fchren).<\/p>\n<p>Aus dem Herdenverhalten der Wissenschaft kann schlie\u00dflich &#8211; wie auf den Finanzm\u00e4rkten &#8211; Blasenbildung resultieren. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds gab selbst in einem Evaluierungsbericht \u00fcber seine T\u00e4tigkeit in den Jahren vor der Krise zu, dass man sich einem \u201eGruppendenken\u201c hingegeben habe, dass eine gro\u00dfe Finanzkrise unwahrscheinlich sei. Dies habe verhindert, dass die Organisation Risiken erkannt hat.<\/p>\n<p>N\u00f6tig ist, dass die \u00d6konomen sich wieder bewusst werden, wie beschr\u00e4nkt ihr Wissen ist. Ein dogmengeschichtliches Fundament ist wichtig, wie schon Schumpeter sagte, weil es die Anf\u00e4lligkeit gegen Modedenken reduziere oder sogar dagegen immunisiere. Die heutigen \u00d6konomen stehen auf den Schultern fr\u00fcherer Generationen \u2013 und deren Einsichten und auch ihre Irrt\u00fcmer k\u00f6nnen uns heute noch etwas lehren. Die Geschichte zeigt zudem, dass es immer Alternativen gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Der Meister\u00f6konom hat eine breite Bildung<\/strong><\/p>\n<p>Notwendig ist zudem ein intensiverer Austausch mit den anderen Sozialwissenschaften. Gegen eine verengte Sicht helfen der interdisziplin\u00e4re Diskurs und ein breites Fundament an Bildung. Keynes schrieb vor fast hundert Jahren im Nachruf auf seinen Lehrer Alfred Marshall: \u201eDer Meister\u00f6konom muss eine seltene Kombination aus Talenten besitzen &#8230; Er muss Mathematiker, Historiker, Staatsmann, Philosoph sein \u2013 in gewissem Grade. Er muss Symbole verstehen und in Worten sprechen.\u201c<\/p>\n<p>Friedrich August von Hayek, sonst Keynes\u2019 Gegner, sah es \u00e4hnlich: \u201eEin Physiker, der nur ein Physiker ist, kann durchaus ein erstklassiger Physiker und ein hochgesch\u00e4tztes Mitglied der Gesellschaft sein. Aber gewiss kann niemand ein gro\u00dfer \u00d6konom sein, der nur \u00d6konom ist.\u201c Hayek f\u00fcgte hinzu, dass \u201eder \u00d6konom, der nur \u00d6konom ist, leicht zum \u00c4rgernis, wenn nicht gar zu einer regelrechten Gefahr wird\u201c. Die Idee, dass ein Nur-\u00d6konom ein schlechter, gar gef\u00e4hrlicher \u00d6konom sei, hat schon John Stuart Mill ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Den Satz von Keynes, der gute \u00d6konom m\u00fcsse \u201eSymbole verstehen und in Worten sprechen\u201c, finde ich wichtig: Viele \u00d6konomen heute sind in gewisser Weise sprachlos, weil sie ihre Erkenntnisse nicht mehr verbal, nur noch mathematisch begr\u00fcnden k\u00f6nnen. Eine Theorie, die man aber nicht mit sinnvollen verbalen Argumenten erkl\u00e4ren kann, ist meines Erachtens problematisch. Sie kann nicht der Allgemeinheit vermittelt werden, sie wird nicht verstanden.<\/p>\n<p>Warum ist eine Neu-Entdeckung der Geschichte, der Wirtschaftsgeschichte wichtig? Bei der Podiumsdiskussion in Augsburg hat Albrecht Ritschl von der LSE zwei entscheidende Argumente gebracht: Die Geschichte ist nun mal die wichtigste Quelle f\u00fcr Empirie, f\u00fcr empirische Daten. Und die Geschichte gibt Orientierung, weil wir verstehen, wie sich die Wirtschaft in gro\u00dfen Entwicklungsschritten gewandelt hat. Sie zeigt zudem, dass manche Muster wiederkehren.<\/p>\n<p>Gerade die Geschichte der Finanzkrisen zeigt gewisse Regelm\u00e4\u00dfigkeiten, dass einer Krise fast immer eine starke Geld- und Kreditausweitung vorausgeht, dass es zu Phasen des \u00dcberoptimismus kommt und Marktteilnehmer Warnsignale ausblenden \u2013 insgesamt ein Verhalten, das der Theorie der effizienten M\u00e4rkte widerspricht.<\/p>\n<p>Martin Hellwig hat in seiner Zeit als Vorsitzender Monopolkommission 2003 eine Studie \u00fcber die Gro\u00dfbanken in der sp\u00e4ten Weimarer Republik-Zeit erstellt. Er zeigte darin, dass jene Banken, die sich damals schon als \u201esystemrelevant\u201c f\u00fchlen konnten, zu risikofreudig waren. Das Moral-Hazard-Problem war schon damals klar sichtbar. Die Analyse der Finanzkrise von 1929ff h\u00e4tte also schon wertvolle Hinweise auf Risiken und Gefahren liefern k\u00f6nnen, die in der Finanzkrise 2007ff. wieder schlagend wurden.<\/p>\n<p>Auch bei anderen aktuellen Debatten hilft ein Blick in die Geschichte: Die R\u00fcckkehr protektionistischen Denkens in Amerika aber auch anderswo l\u00e4sst sich viel besser einordnen, wenn man sieht, wie schon im sp\u00e4ten 19. Jahrhundert auf die erste gro\u00dfe Phase der Globalisierung mit Freihandel und gro\u00dfer Expansion des Welthandels ein protektionistischer R\u00fcckschlag folgte, ausgel\u00f6st auch durch die Verwerfungen der Finanz- und Wirtschaftskrise von 1873ff., als man unter \u00dcberkapazit\u00e4ten und sinkenden Preisen litt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Wer die Vergangenheit vergisst, erlebt manchmal unangenehme \u00dcberraschungen<\/strong><\/p>\n<p>Junge \u00d6konomen, die kaum Wissen \u00fcber die Wirtschaftsgeschichte in ihrem Studium vermittelt bekommen, k\u00f6nnen eine falsche Vorstellung von der Welt entwickeln. Lassen Sie mich das verdeutlichen am Beispiel der Generation von \u00d6konomen, die in der Zeit der \u201eGreat Moderation\u201c seit den sp\u00e4ten achtziger und fr\u00fchen neunziger Jahren aufwuchs und wissenschaftlich sozialisiert wurde: Die Great Moderation hat in gewisser Weise das Risikobewusstsein oder den Sensor f\u00fcr die M\u00f6glichkeit gro\u00dfer Krisen eingeschl\u00e4fert.<\/p>\n<p>Das politikwissenschaftliche Analogon dazu war die These vom \u201eEnde der Geschichte\u201c, die Francis Fukuyama 1992 aufstellte. Er meinte, nach dem Untergang der Sowjetunion und dem Ende des Systemkonflikts, der den Kalten Krieg gepr\u00e4gt hatte, habe nun ein liberal-demokratisch-kapitalistsiches System endg\u00fcltig gesiegt. Die Zeit des gro\u00dfen ideologischen Ringens sei vor\u00fcber. Man habe gewisserma\u00dfen einen Endpunkt der Entwicklung, eben das Ende der geschichtlichen K\u00e4mpfe erreicht. 25 Jahre sp\u00e4ter kann man \u00fcber diese These nur noch den Kopf sch\u00fctteln.<\/p>\n<p>Aber es gab in den wirtschaftswissenschaftlichen Debatten eine nicht ganz un\u00e4hnliche Mentalit\u00e4t, die ich als die These vom \u201eEnde der Wirtschaftsgeschichte\u201c bezeichnen w\u00fcrde. Man glaubte, die Zeit der gro\u00dfen Systemkrisen sei endg\u00fcltig vorbei. Die Systeme habe man so gut im Griff, sie seien steuer- und beherrschbar. Der Makro\u00f6konom und Nobelpreistr\u00e4ger Robert Lucas etwa hatte ja bekanntlich in seiner Rede als AEA-Pr\u00e4sident 2006 gesagt: \u201eDas zentrale Problem der Vermeidung von Depressionen ist gel\u00f6st\u201c, sehr gro\u00dfe Wirtschaftskrise schienen ausgeschlossen. Zu dieser Rede, eineinhalb Jahre vor Ausbruch der gro\u00dfen Krise, kann man nur sagen: \u201ebad timing\u201c.<\/p>\n<p>Die \u00c4ra der \u201eGreat Moderation\u201c war eine Zeit, in der die Wirtschaft recht gut lief, die fr\u00fcheren heftigen Ausschl\u00e4ge, Friktionen und Gro\u00dfkrisen geh\u00f6rten scheinbar der Vergangenheit an. Man lebte in einer vermeintlich sicheren, aufstrebenden Welt, die durch as Wachstum der Schwellenl\u00e4nder angetrieben wurde. Die Wachstumsraten waren recht hoch und recht stetig, die Inflationsraten niedrig, die Volatilit\u00e4t insgesamt moderat. Zwar gab es die 2000er-Internetblase an der B\u00f6rse, doch die realwirtschaftliche Folge von deren Platzen war nur eine kleine Delle.<\/p>\n<p>Die \u201eGreat Moderation\u201c wurde so stark verinnerlicht, dass sie von einer aktuellen empirischen Beobachtung zu einem Versprechen f\u00fcr die Zukunft uminterpretiert wurde. Das Risikobewusstsein schlief ein. \u00d6konomen und Banker rechneten, etwa bei der Bewertung der Risiken der hochkomplexen Verbriefungen wie ABS mit recht kurzen Zeitreihen. Diese kurzen Zeitreihen aus der Phase der Great Moderation seit den neunziger Jahren gaben aber einen falschen Eindruck davon, wie stark korreliert Abw\u00e4rts-Risiken sein k\u00f6nnen. So wurden die Abw\u00e4rts- und Ausfallrisiken der Papiere untersch\u00e4tzt. F\u00e4lschlicherweise wurde angenommen, dass die Risiken etwa von unterschiedlichen Regionen des US-H\u00e4usermarkts nicht korreliert seien. Da hat man sich get\u00e4uscht.<\/p>\n<p>Wer die Vergangenheit vergisst, erlebt manchmal unangenehme \u00dcberraschungen. Deshalb halte ich es f\u00fcr essentiell, dass \u00d6konomie-Studenten in ihrer Ausbildung ein solides Fundament, zumindest aber einen \u00dcberblick \u00fcber die unterschiedlichen Phasen der wirtschaftsgeschichtlichen Entwicklung erhalten und zudem eine Strukturmerkmale von Krisen anhand historischer Finanzkrisen erkennen lernen. Auch die politische Reaktion auf die Krisen ist h\u00f6chst instruktiv \u2013 sie vermittelt, welche Fehler gemacht wurden und welche Fehler man k\u00fcnftig besser vermeidet. Die Politik hat 2008 anders als 1930 reagiert \u2013 damals war die Fiskalpolitik eher restriktiv, in der j\u00fcngsten Krise reagierte sie mit expansiven Ma\u00dfnahmen. Und die Geldpolitik hat als \u201eLender of last resort\u201c das Bankensystem stabilisiert.<\/p>\n<p>Wer die Geschichte kennt, kann aus ihr Lernen. Zwar gibt es manche pessimistische oder zynische Geister, die sagen, das einzige, was die Geschichte lehre, ist, dass wir nichts aus ihr lernen. Das ist mir zu pessimistisch. Man kann aus ihr lernen (bei allen Limitationen, weil sich die Geschichte eben doch nicht wiederholt, sondern h\u00f6chstens gewisse Muster \u00e4hneln). Mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit aber ist es so, dass man eher dazu neigt, Fehler zu wiederholen, wenn man die Geschichte nicht kennt.<\/p>\n<p>Daher mein Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine intensivere Besch\u00e4ftigung mit der Geschichte, die \u00fcber die Verwendung empirischer historischer Daten hinausgeht. Geschichte darf nicht nur ein Steinbruch sein, aus dem man massenhaft Daten heraushaut, die dann in kleinen Br\u00f6ckchen durch Rechenmaschinen geschoben werden. Man muss auch die jeweiligen politischen, institutionellen und sozialen (Rahmen-)Bedingungen, mithin den historischen Kontext ernst nehmen und in die Analyse mit einbeziehen. Eine solche Wirtschaftsgeschichte kann enorm wertvoll sein.<\/p>\n<p><strong>Hinweis<\/strong>: Der Text basiert auf einer Lecture am Center for Financial Studies der Frankfurter Goethe-Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Philip Plickert hat k\u00fcrzlich das Buch &#8222;Die VWL auf Sinnsuche. Ein Buch f\u00fcr zweifelnde Studenten und kritische Professoren. Frankfurt am Main 2016&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Wolf Sch\u00e4fer hat es hier im <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20116\">Blog<\/a> besprochen.<\/p>\n<p><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p>Christian Schubert: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20153\">Zum Elend der &#8222;Pluralismus-Debatte&#8220;. Und ein Vorschlag zur G\u00fcte<\/a><\/p>\n<p>Wolf Sch\u00e4fer: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20116\">Die Sinnsuche in den Wirtschaftswissenschaften. Anmerkungen zum neuen Buch von Philip Plickert<\/a><\/p>\n<p>Mathias Erlei: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=18020\">Was ist richtig an der Kritik heterodoxer \u00d6konomen?<\/a><\/p>\n<p id=\"post-17969\">Christian Schubert: <a title=\"Permanent Link: &lt;small&gt;Plurale \u00d6konomik (1)&lt;\/small&gt;&lt;br\/&gt;\u201ePluralismus\u201c in der VWL: Bewegt Euch!\" href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=17969\" rel=\"bookmark\">\u201ePluralismus\u201c in der VWL: Bewegt Euch!<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Volkswirtschaftslehre befindet sich in einem merkw\u00fcrdigen Stadium. Sie ist m\u00e4chtig und unbeliebt. 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