{"id":20889,"date":"2017-05-31T05:01:02","date_gmt":"2017-05-31T04:01:02","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20889"},"modified":"2018-08-09T08:34:01","modified_gmt":"2018-08-09T07:34:01","slug":"zur-diskussion-um-die-deutschen-leistungsbilanzueberschuesse-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20889","title":{"rendered":"Zur Diskussion um die deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse (2)"},"content":{"rendered":"<p>Im ersten Beitrag zu den deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcssen wurden insbesondere die grunds\u00e4tzlichen Zusammenh\u00e4nge in der Zahlungsbilanz, Einkommensdifferenzen zwischen Deutschland und dem Rest der Welt sowie Ver\u00e4nderungen des realen effektiven Wechselkurses als Bestimmungsgr\u00fcnde der Leistungs- bzw. Handelsbilanzentwicklung erl\u00e4utert (<a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20860\">hier<\/a>). Neben weiteren Ursachen sollen im Folgenden die im ersten Beitrag bereits aufgeworfenen Fragen diskutiert werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Wirkungen haben die Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse auf Deutschland selbst und andere (Defizit-)L\u00e4nder?<\/li>\n<li>Bedarf es einer Korrektur der deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse?<\/li>\n<li>Auf welche Art kann eine gegebenenfalls als notwendig erachtete Korrektur erfolgen?<\/li>\n<\/ul>\n<p><!--more--><\/p>\n<ol>\n<li><strong> (Weitere) Bestimmungsgr\u00fcnde der Handelsbilanz<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>\u00dcber die bereits im ersten Beitrag erl\u00e4uterten Faktoren der Leistungs- bzw. Handelsbilanzentwicklung hinaus, basiert ein zweiter Erkl\u00e4rungsansatz auf den \u2013 aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung abgeleiteten \u2013 saldenmechanischen Zusammenh\u00e4ngen. Danach spiegelt das Handelsbilanzungleichgewicht einer Volkswirtschaft (Ex \u2013 Im) die Differenz zwischen privaten Ersparnissen (S<sub>P<\/sub>) und Investitionen (I) sowie den staatlichen Einnahmen (T) und Ausgaben (G) wider:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ex \u2013 Im\u00a0 = (S<sub>P\u00a0<\/sub> \u2013 I)\u00a0 +\u00a0 (T\u00a0 \u2013\u00a0 G)\u00a0 (1)<\/strong><\/p>\n<p>Ergibt sich ein \u00dcberschuss in der Handelsbilanz (Ex &gt; Im), so wird als Erkl\u00e4rung h\u00e4ufig ein zu hohes Spar- oder ein zu niedriges Investitionsvolumen im privaten oder \u00f6ffentlichen Sektor daf\u00fcr verantwortlich gemacht. Gleichung (1) stellt jedoch nur eine (ex post) Identit\u00e4t dar, die stets gilt und aus der keine kausalen Beziehungen abgeleitet werden k\u00f6nnen \u2013 zumindest nicht ohne zus\u00e4tzliche Verhaltensannahmen f\u00fcr die in ihr enthaltenen Variablen. Daher sind es letztlich auch in diesem Fall wieder die von den (zus\u00e4tzlichen) \u2013 privaten oder staatlichen \u2013 Investitionen ausgehenden Wirkungen auf das heimische Einkommen (Y<sup>D<\/sup>), die dann f\u00fcr einen Anstieg der Importe verantwortlich sind und damit die Handelsbilanz beeinflussen.<\/p>\n<p>Kritische Analysen der deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse betrachten vor dem Hintergrund von Gleichung (1) typischerweise die Entwicklung der Variablen auf der rechten Seite der Gleichung sowie die daraus resultierenden Finanzierungssalden des privaten und des \u00f6ffentlichen Sektors. Da der Staat auf die privaten Komponenten aber nur einen indirekten Einfluss auszu\u00fcben vermag, stehen in aller Regel die \u00f6ffentlichen Investitionen im Mittelpunkt der wirtschaftspolitischen Empfehlungen, weil diese der unmittelbaren Kontrolle des Staates unterliegen. Auf eine ausf\u00fchrliche Diskussion der vergangenen und f\u00fcr die Zukunft erwarteten Entwicklung dieser Einflussfaktoren soll allerdings an dieser Stelle aus Platzgr\u00fcnden verzichtet werden.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>In einem dritten Argumentationsstrang f\u00fchrt man die Ursachen der deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse \u2013 vor dem Hintergrund der linken Seite von Gleichung (1) \u2013 auf eine systematische Importschw\u00e4che Deutschlands zur\u00fcck. Betrachtet man aber die Importquoten einiger europ\u00e4ischer und au\u00dfereurop\u00e4ischer L\u00e4nder dann zeigt sich, dass Deutschland mit gegenw\u00e4rtig etwa 42 Prozent sogar die h\u00f6chste Quote der hier betrachteten L\u00e4nder aufweist und damit wohl kaum im Verdacht stehen d\u00fcrfte, bezogen auf das Einkommen zu wenig zu importieren.\u00a0 Eine (noch) h\u00f6here Importquote k\u00f6nnte man \u2013 unter sonst gleichen Bedingungen \u2013 dann ableiten, wenn sich der \u00d6lpreis in den letzten Jahren nicht mehr als halbiert h\u00e4tte. Auf diese Entwicklung vermag Deutschland jedoch keinen Einfluss auszu\u00fcben, kann also im Umkehrschluss auch nicht f\u00fcr den daraus resultierenden Anstieg des \u00dcberschusses verantwortlich gemacht werden. Dieses letzte Argument stellt allerdings bestenfalls einen tempor\u00e4ren Erkl\u00e4rungsansatz dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/dieter1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/dieter1.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Neben der hohen Importquote kommt hinzu, dass der Anteil importierter Vorprodukte, die in die deutschen Exporte eingehen, in den Jahren von 1995 bis 2011 von 15 auf 25 Prozent gestiegen ist.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> Dies hat auf der einen Seite dazu gef\u00fchrt, dass auch die entsprechenden Lieferl\u00e4nder zunehmend von den deutschen Exporten profitieren, und erkl\u00e4rt auf der anderen Seite m\u00f6glicherweise das im Gegensatz zu den theoretischen \u00dcberlegungen \u201eunerwartet\u201c negative Vorzeichen der deutschen Importelastizit\u00e4t in Bezug auf den REER (siehe hierzu den ersten Beitrag zu diesem Thema).<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Wirkungen deutscher Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die allgemeinen Wirkungen von Handelsbilanzungleichgewichten sollen zun\u00e4chst mit Hilfe von Gleichung (2) erl\u00e4utert werden. Sie stellt ebenfalls eine Identit\u00e4tsgleichung dar und basiert auf der volkswirtschaftlichen Verwendungsrechnung. Das Volkseinkommen (Y) ergibt sich demnach aus den inl\u00e4ndischen Nachfragekomponenten privater Konsum (C), private Investitionen (I), staatliche Nachfrage (G) sowie durch die Nettoauslandsnachfrage (Ex \u2013 Im). Zugleich kann Beziehung (2) als ex post Gleichheit von angebotenen (Y + Im) und nachgefragten G\u00fctern (C + I + G + Ex) in einer Volkswirtschaft interpretiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Y\u00a0 = C\u00a0 + I\u00a0 + G\u00a0 + (Ex \u2013 Im)\u00a0 (2)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachtet man zun\u00e4chst die Wirkungen deutscher Handelsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse auf das Ausland, dann suggeriert Gleichung (2), dass durch ein dort auftretendes Handelsbilanzdefizit (Im &gt; Ex) die Produktion bzw. das potenzielle Einkommen kleiner ist als im Falle einer ausgeglichenen Handelsbilanz (Ex = Im). Diese Schlussfolgerung ist aber so nicht zul\u00e4ssig, da die Importe in Gleichung (2) lediglich einen Korrekturfaktor darstellen f\u00fcr die in den Nachfragekomponenten bereits enthaltenen importierten Bestandteile. Durch sinkende Importe (bis hin zu einem Ausgleich der Handelsbilanz) w\u00fcrde sich also zun\u00e4chst das Einkommen \u00fcberhaupt nicht ver\u00e4ndern, da auch die Nachfragekomponenten entsprechend niedrigere Werte aufweisen w\u00fcrden. Zu einer Erh\u00f6hung des Einkommens k\u00f6nnte es hingegen dann kommen, wenn mit der Reduktion der Importe eine Nachfrageverlagerung zugunsten des Inlands einhergeht. Ber\u00fccksichtigt man jedoch die vergleichsweise niedrige Elastizit\u00e4t der deutschen Exporte bez\u00fcglich des realen effektiven Wechselkurses (REER), dann ist mit einer solchen Reaktion im Ausland nur in sehr begrenztem Ma\u00dfe zu rechnen. Dar\u00fcber hinaus ist zu beachten, dass sich eine Reduktion der Importe bzw. eine Erh\u00f6hung der Exporte bei begrenzten inl\u00e4ndischen Ressourcen durchaus negativ auf die sonstigen Variablen in Gleichung (2) auswirken kann. Beziehung (2) macht aber auch deutlich, dass ein Handelsbilanzdefizit den inl\u00e4ndischen Nachfragern die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, bei gegebener Inlandsproduktion sowie unver\u00e4nderten Exporten mehr zu konsumieren als dies bei einer ausgeglichenen Handelsbilanz der Fall w\u00e4re. Im umgekehrten Fall eines Handelsbilanz\u00fcberschusses (Ex &gt; Im) ist das inl\u00e4ndische Einkommen vermeintlich h\u00f6her als im Falle einer ausgeglichenen Handelsbilanz. In diesem Fall nehmen die inl\u00e4ndischen Wirtschaftssubjekte nicht die gesamte inl\u00e4ndische Produktion in Anspruch, sondern stellen einen Teil dem Ausland zur Verf\u00fcgung und verzichten daher (bewusst) auf eigene Konsumm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Die im Ausland entstehenden Defizite k\u00f6nnen allerdings nur dann \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum Bestand haben, wenn entsprechende Finanzierungsmittel zur Verf\u00fcgung stehen. Betrachtet man vor diesem Hintergrund erneut das Beispiel der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion, dann wurden die bis etwa 2009 zunehmenden Handelsbilanzdefizite in den sp\u00e4teren Krisenl\u00e4ndern durch private Kapitalzufl\u00fcsse \u2013 u.a. bedingt durch hohe Wachstumsraten in diesen L\u00e4ndern \u2013 finanziert. Als diese private Finanzierung jedoch im Zuge der Finanzkrise weitgehend zusammenbrach, wurden die verbliebenen (aber sinkenden) Defizite in der Handelsbilanz auch weiterhin finanziert \u2013 nun allerdings \u00fcber das \u00f6ffentliche Zahlungssystem TARGET 2, was in Deutschland zu viel diskutierten<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a> TARGET-Forderungen und in den Defizitl\u00e4ndern zu entsprechenden -Verbindlichkeiten gef\u00fchrt hat. Da das Eingehen solcher Verbindlichkeiten keiner Grenze unterliegt, kann im Umkehrschluss auf diese Weise jedes Handelsbilanzdefizit dauerhaft finanziert werden. W\u00e4hrend also in einem \u201enormalen\u201c Festkurssystem \u2013 dessen sch\u00e4rfste Form letztlich eine einheitliche W\u00e4hrung darstellt \u2013 die Defizitl\u00e4nder aufgrund eines begrenzten Bestandes an Devisenreserven, die zu Interventionszwecken am Devisenmarkt ben\u00f6tigt w\u00fcrden, zur R\u00fcckf\u00fchrung des Handelsbilanzdefizits gezwungen w\u00e4ren, bleibt dieser Druck in der W\u00e4hrungsunion komplett aus. Wenn jedoch jedes Handelsbilanzdefizit problemlos finanziert werden kann, dann darf man sich auch nicht beschweren, dass an anderer Stelle \u00dcbersch\u00fcsse entstehen. Die zu beobachtende Verminderung der Handelsbilanzdefizite in (fr\u00fcheren) Euro-Krisenl\u00e4ndern sind im Gegensatz dazu \u2013 wie Abbildungen 2 und 3 f\u00fcr Griechenland und Spanien belegen \u2013 in erster Linie auf den rezessionsbedingten R\u00fcckgang der Importe seit etwa 2009 zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/dieter2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/dieter2.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/dieter3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/dieter3.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Ferner findet man das Argument, dass eine h\u00f6here Binnennachfrage nicht nur zu einer Verbesserung der deutschen Konjunktur f\u00fchren w\u00fcrde, sondern dar\u00fcber hinaus auch die Krisenl\u00e4nder auf ihrem Weg aus der Rezession unterst\u00fctzen k\u00f6nnten. Bei diesem Argument, dem die sogenannte Lokomotivtheorie<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a> zugrunde liegt, geht es aber gar nicht mehr prim\u00e4r um die Leistungsbilanz und den Abbau von \u00dcbersch\u00fcssen, sondern vielmehr um die (positive) Konjunktur\u00fcbertragung zwischen zwei oder mehreren L\u00e4ndern. Die Grundvoraussetzung der zugrundeliegenden Theorie, n\u00e4mlich ein System fester Wechselkurse bzw. eine einheitliche W\u00e4hrung, ist zumindest im Rahmen der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion und damit gegen\u00fcber den Euro-Krisenl\u00e4ndern zweifelsfrei erf\u00fcllt. Deutlich problematischer ist jedoch das Ausma\u00df der Konjunktur\u00fcbertragung selbst zu beurteilen. So ist von einem Anstieg des deutschen BIP sicherlich nur ein geringer \u201eWachstumsschub\u201c insbesondere auf die Krisenl\u00e4nder in der Eurozone zu erwarten. Dass man gerade Deutschland in eine solche Rolle als Konjunkturlokomotive zu dr\u00e4ngen versucht liegt wiederum daran, dass eine derartige Politik \u2013 quasi als Nebeneffekte \u2013 auch zu einem Anstieg der Staatsausgaben und der Importe f\u00fchren w\u00fcrde. Dies ist n\u00e4mlich f\u00fcr ein Land wie Deutschland, das einen ausgeglichen Staatshaushalt und erhebliche Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse aufweist deutlich einfacher zu bew\u00e4ltigen als f\u00fcr L\u00e4nder mit Haushalts- und Leistungsbilanzdefiziten. Bezogen auf das eigentliche Ziel einer positiven Konjunktur\u00fcbertragung erscheint eine solche Strategie allerdings wenig erfolgversprechend, weil die erhofften Wachstumseffekte im Ausland vernachl\u00e4ssigbar gering sind.<\/p>\n<p>Bezogen auf die Wirkungen von Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcssen in Deutschland selbst wird hingegen argumentiert, dass deutsche Anleger in verlustbringende Anlagen investieren \u2013 was wenig Sinn ergibt und daher von amerikanischer Seite auch als \u201estupid German money\u201c bezeichnet wurde. Betrachtet man die Finanzkrise sowie die Staatsschuldenkrise und die dadurch entstandenen Verluste, so scheint dieses Ergebnis zun\u00e4chst einleuchtend. Empirische \u00dcberpr\u00fcfungen dieser Hypothese setzen gew\u00f6hnlich an dem im ersten Beitrag zu diesem Thema bereits erl\u00e4uterten Zusammenhang zwischen Leistungsbilanz- und Kapitalbilanzungleichgewicht an, den Gleichung (3) nochmals verdeutlichen soll \u2013 an dieser Stelle allerdings mit dem Fokus auf der Kapitalbilanz.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>LB = KEx \u2013 KIm + ?R \u00a0 (3)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Da einem Leistungsbilanz\u00fcberschuss stets ein entsprechendes Kapitalbilanzdefizit gegen\u00fcberstehen muss, das wiederum zu einem Anstieg der Nettoauslandsposition (KEx \u2013 Kim) f\u00fchrt, m\u00fcsste \u2013 im Sinne einer \u00dcberschlagsrechnung \u2013 deren Wert unter der Annahme positiver Ertragsraten gr\u00f6\u00dfer sein, als die kumulierte Summe der Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse. Entsprechende Berechnungen ergeben allerdings in der Regel einen negativen Saldo dieser beiden Summen, der permanente Verluste der Auslandsanlagen impliziert. Die erfolgte Berechnung besitzt allerdings \u2013 wie Gleichung (3) zeigt \u2013 nur dann G\u00fcltigkeit, wenn ein System flexibler Wechselkurse existiert, in dem die Ver\u00e4nderung der W\u00e4hrungsreserven (?R) aufgrund fehlender Interventionsverpflichtungen den Wert null annimmt. Die w\u00e4hrungspolitische Vergangenheit Deutschlands war jedoch in vielen Phasen durch feste Wechselkurse gekennzeichnet, die typischerweise zu einem Anstieg der W\u00e4hrungsreserven f\u00fchrten, der wiederum mit einem erzwungenen \u00f6ffentlichen Nettokapitalexport gleichgesetzt werden kann. Zu dieser Festkursphase geh\u00f6rt auch die gegenw\u00e4rtige Mitgliedschaft in der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion. In diesem System sind insbesondere die TARGET-Forderungen der Deutschen Bundesbank als ein Anstieg von W\u00e4hrungsreserven im Sinne von Gleichung (3) zu interpretieren. Addiert man folglich die (private) Nettoauslandsposition Deutschlands zu der Auslandsposition der Deutschen Bundesbank, so ergibt sich f\u00fcr die Zeit ab 1999 eine gesamte Auslandsposition, die deutlich h\u00f6her ist als die kumulierten Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse w\u00e4hrend dieser Zeitphase, was \u2013 im Gegensatz zu den alternativen Berechnungen \u2013 auf positive Ertr\u00e4ge f\u00fcr die deutschen Auslandsanlagen hindeutet. F\u00fcr diese Schlussfolgerung sprechen auch empirische Untersuchungen der Deutschen Bundesbank<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a>, die zu dem Ergebnis kommen, dass die Ertr\u00e4ge auf deutsche Auslandsanlagen 2013 bei 2,8 Prozent lagen und damit nicht nur positiv, sondern auch h\u00f6her als f\u00fcr deutsche Anlagen in ausl\u00e4ndischem Besitz, die 2,1 Prozent erbrachten, ausgefallen sind. Die Hypothese vom \u201estupid German money\u201c l\u00e4sst sich folglich nicht halten und bildet daher auch kein Argument gegen deutsche Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Notwendigkeit und Art von Korrekturen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Fasst man die nationalen Nachfragekomponenten in Gleichung (2) zur Absorption (A) zusammen, dann l\u00e4sst sie sich wie folgt umformulieren:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ex \u2013 Im\u00a0 = Y\u00a0 \u2013\u00a0 A\u00a0 (4)<\/strong><\/p>\n<p>Geht man in einem ersten Schritt davon aus, dass die Absorption ausschlie\u00dflich aus dem privaten Konsum besteht, dann impliziert ein Handelsbilanz\u00fcberschuss, dass in der betrachteten Periode das heimische Einkommen gr\u00f6\u00dfer ist als der Konsum. Die damit verbundenen privaten Sparentscheidungen lassen sich wiederum auf die Zeitpr\u00e4ferenzrate f\u00fcr Gegenwarts- bzw. Zukunftskonsum zur\u00fcckf\u00fchren. Vor diesem Hintergrund k\u00f6nnen Defizite in der Handelsbilanz durch eine Kreditaufnahme am Weltkapitalmarkt finanziert werden, w\u00e4hrend \u00dcbersch\u00fcsse dazu f\u00fchren, dass heimische Sparbetr\u00e4ge \u00fcber den Weltkapitalmarkt anderen Volkswirtschaften zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Ein \u201ezwangsweiser\u201c Ausgleich der Handelsbilanz w\u00fcrde in diesen F\u00e4llen nicht den Pr\u00e4ferenzen der privaten Wirtschaftssubjekte entsprechen und daher zu einem Wohlfahrtsverlust f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ber\u00fccksichtigt man neben dem privaten auch den staatlichen Konsum, so k\u00f6nnen Defizite in der Handelsbilanz \u2013 wie zuvor bereits diskutiert \u2013 ferner auf zu hohe bzw. \u00dcbersch\u00fcsse auf zu geringe \u00f6ffentliche Ausgaben zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Es sei an dieser Stelle aber nochmals darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um keine kausale Beziehung handelt. Befindet sich der \u00f6ffentliche Sektor hingegen im Gleichgewicht (G = T), so wie dies etwa im Rahmen des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakts f\u00fcr die L\u00e4nder der Eurozone (l\u00e4ngerfristig) gefordert wird, so gehen hiervon aber weder positive noch negative Effekte auf die anderen Faktoren in Gleichung (1) aus.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend lassen sich diese \u00dcberlegungen auch um Investitionseffekte erweitern. Bei uneingeschr\u00e4nktem internationalen Kapitalverkehr werden die Ersparnisse der \u00dcberschussl\u00e4nder automatisch in diejenigen L\u00e4nder gelenkt und investiert, wo sie die h\u00f6chste erwartete Rendite erbringen. Auch aus dieser Warte w\u00e4re eine \u201ezwangsweise\u201c ausgeglichene Handelsbilanz suboptimal, weil sie weltwirtschaftlich gesehen zu einer Fehlallokation von Kapital f\u00fchren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich daher schlussfolgern, dass \u2013 bei flexiblen Wechselkursen und einem Gleichgewicht im \u00f6ffentlichen Sektor \u2013 jeder Saldo der Leistungs- und Kapitalbilanz optimal ist, der ohne Beschr\u00e4nkungen des G\u00fcter- und Kapitalverkehrs zustande kommt.<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a> Da diese Bedingungen im Falle Deutschlands erf\u00fcllt sind, besteht weder die Notwendigkeit, die deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse zu reduzieren, noch l\u00e4sst sich ein \u00f6konomisch stichhaltiger Grenzwert f\u00fcr entsprechende Ungleichgewichte ableiten.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus l\u00e4sst sich argumentieren, dass die deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse (l\u00e4ngerfristig) aufgrund der k\u00fcnftigen demographischen Entwicklung automatisch abgebaut werden und daher auch keiner Korrektur durch die Politik bed\u00fcrfen. Die Begr\u00fcndung hierf\u00fcr liegt erneut im Sparverhalten der Wirtschaftssubjekte, das sich im Laufe des Lebenszyklus \u00e4ndert.\u00c2\u00a0 Dabei kommt es in der ersten Phase aus Vorsorge f\u00fcr das Alter zu einer hohen Pr\u00e4ferenz f\u00fcr Zukunftskonsum, so dass der Konsum hinter das Einkommen zur\u00fcckf\u00e4llt und sich der jetzt zu beobachtende Handelsbilanz\u00fcberschuss einstellt.<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> Mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft wird im Gegensatz dazu entspart, was dazu f\u00fchrt, dass sich der Handelsbilanz\u00fcberschuss in ein \u2013defizit umkehrt. Weitere demographische Einfl\u00fcsse auf die Leistungsbilanz lassen sich aus einer erh\u00f6hten Zuwanderung ableiten: D\u00e4mpfende Wirkungen auf die deutschen \u00dcbersch\u00fcsse k\u00f6nnten dabei vom verst\u00e4rkten Import von aus der Sicht von Migranten heimischen Produkten sowie durch R\u00fcck\u00fcberweisungen in die Heimat, die sich als laufende \u00dcbertragungen an das Ausland niederschlagen, ausgehen. Eine empirische Untersuchung des Sachverst\u00e4ndigenrats<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a> kommt allerdings zu dem Ergebnis, dass die demographischen Effekte erst ab etwa 2040 d\u00e4mpfend auf die \u00c2\u00a0Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse wirken k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Doch selbst wenn man \u2013 unter Vernachl\u00e4ssigung aller bisher vorgetragenen Argumente \u2013 die Notwendigkeit zur Korrektur bejahen w\u00fcrde, bliebe die Frage nach ad\u00e4quaten Mitteln. Typische Ma\u00dfnahmen, die in diesem Zusammenhang vorgeschlagen werden<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a>, setzen in aller Regel an den (vermeintlichen) Ursachen vor dem Hintergrund von Gleichung (1) in diesem Beitrag sowie Abbildung 2 im ersten Beitrag zu diesem Thema an. Damit geht es insbesondere um private und staatliche Investitionen, das Sparverhalten der privaten Wirtschaftssubjekte sowie um die Entwicklung der (Mindest-)L\u00f6hne\u00c2\u00a0 zur Beeinflussung sowohl der Preiswettbewerbsf\u00e4higkeit als auch des Einkommens.<\/p>\n<p>Da sich aus der Identit\u00e4tsgleichung (1) allerdings \u2013 wie vorher bereits erl\u00e4utert \u2013 keine kausalen Beziehungen ableiten lassen entscheidet letztlich \u00fcber die Wirkung einer Ma\u00dfnahme immer nur deren Einfluss auf das heimische Einkommen. Dies zeigt sich besonders deutlich im Fall staatlicher Investitionen, denn solche Ma\u00dfnahmen haben in der Regel einen deutlich kleineren Importanteil als dies etwa beim privaten Konsum der Fall ist, so dass eine signifikante Wirkung bestenfalls \u00fcber den allgemeinen Anstieg des Einkommens ausgel\u00f6st werden kann. Doch gerade hier zeigt sich, dass die Multiplikatoreffekte staatlicher Investitionen zumindest f\u00fcr Deutschland als verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gering angesehen werden k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus besteht die grunds\u00e4tzliche Gefahr, dass eine solche, auf staatlichen (Infrastruktur-)Investitionen basierende Politik, zu nicht gew\u00fcnschten Budgetdefiziten des Staates f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Auf das private Spar- bzw. Konsumverhalten sowie auf die privaten Investitionen kann der Staat hingegen bestenfalls einen indirekten Einfluss aus\u00fcben \u2013 etwa \u00fcber die Besteuerung. All diese Entscheidungen h\u00e4ngen aber letztlich wiederum vom verf\u00fcgbaren Einkommen ab, so dass alle darauf wirkenden Ma\u00dfnahmen grunds\u00e4tzlich auch die Leistungsbilanzsituation beeinflussen k\u00f6nnen. Dies f\u00fchrt aber auch zu einer Interdependenz sowohl zwischen den verschiedenen privaten Einflussfaktoren als auch zwischen den privaten und den staatlichen Einflussfaktoren, die dazu f\u00fchren kann, dass die angestrebten Wirkungen einzelner Ma\u00dfnahmen abgeschw\u00e4cht oder sogar kompensiert werden.<\/p>\n<p>Der Versuch, \u00fcber eine Erh\u00f6hung der (Mindest-)L\u00f6hne die internationale Preiswettbewerbsf\u00e4higkeit Deutschlands zu verschlechtern und zugleich die Nachfrage zu erh\u00f6hen, erscheint ebenfalls wenig zielf\u00fchrend. Zum einen \u00fcbersieht ein solcher Vorschlag, dass zumindest die L\u00f6hne im Rahmen der deutschen Tarifautonomie nicht vom Staat \u201everordnet\u201c werden k\u00f6nnen, sondern in dezentralen Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern \u2013 also den Tarifparteien \u2013 zustande kommen. Eine Ausnahme hiervon bildet lediglich die Einf\u00fchrung oder Erh\u00f6hung von Mindestl\u00f6hnen, wobei diese jedoch fast ausschlie\u00dflich im f\u00fcr den deutschen Au\u00dfenhandel irrelevanten\u00c2\u00a0 niedrigqualifizierten Dienstleistungssektor \u00fcberhaupt wirksam sind. Zum anderen haben die Ergebnisse im ersten Beitrag gezeigt, dass \u2013 vor dem Hintergrund insbesondere der Exportelastizit\u00e4ten \u2013 die internationale Preiswettbewerbsf\u00e4higkeit eine deutlich geringere Rolle f\u00fcr die deutsche Handelsbilanzentwicklung spielt als die Differenzen beim Wirtschaftswachstum.<\/p>\n<p>Als eine weitere Ma\u00dfnahme zur R\u00fcckf\u00fchrung des Leistungsbilanz\u00fcberschusses hat zum Beispiel die EU-Kommission eine Deregulierung des deutschen Dienstleistungssektors gefordert.<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a> Davon erhofft man sich wohl u.a. eine (weitere) Markt\u00f6ffnung sowie damit verbundene erh\u00f6hte Dienstleistungsimporte, die dann zu einer Reduktion des Leistungsbilanz\u00fcberschusses beitragen k\u00f6nnten. Mit Blick auf das Gewicht des Saldos der Dienstleistungsbilanz am Saldo der gesamten Leistungsbilanz werden die m\u00f6glichen Wirkungen aber ebenfalls sehr begrenzt sein. Vor diesem Hintergrund erscheint es insgesamt \u2013 selbst wenn man es wollte \u2013 \u00e4u\u00dferst schwierig, \u00fcber staatliche Ma\u00dfnahmen einen signifikanten R\u00fcckgang der deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse herbeizuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Fasst man die vorstehenden \u00dcberlegungen zusammen, so ergeben sich \u2013 unter Ber\u00fccksichtigung beider Beitr\u00e4ge zu diesem Thema \u2013 weder stichhaltige Argumente f\u00fcr eine \u201ezwangsweise\u201c Reduktion der deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse noch \u00f6konomisch nachvollziehbare Grenzwerte f\u00fcr deren Korrektur. Doch selbst dann, wenn man eine Korrektur der deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse f\u00fcr notwendig erachten w\u00fcrde f\u00e4llt es schwer, sinnvolle (staatliche) Ma\u00dfnahmen zu identifizieren, die das angestrebte Ziel zu realisieren verm\u00f6gen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Zu der konkreten Entwicklung einzelner Variablen sowie der Finanzierungssalden nach Sektoren siehe etwa IWF: Country report Germany, No. 16\/202 <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/cat\/longres.aspx?sk=44029.0\">http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/cat\/longres.aspx?sk=44029.0<\/a> und Europ\u00e4ische Kommission: Warnmechanismusbericht 2016. <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=CELEX:52015DC0691%20&amp;from=EN\">http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=CELEX:52015DC0691 &amp;from=EN<\/a> . Da es sich bei Gleichung (1) um eine (ex post) Identit\u00e4tsgleichung handelt, <strong>muss<\/strong> die Summe der Finanzierungssalden (als Anteil am BIP) stets gleich sein dem Leistungsbilanzungleichgewicht (als Anteil am BIP).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> OECD-WTO TiVA Database. <a href=\"http:\/\/www.oecd-ilibrary.org\/trade\/data\/oecd-wto-statistics-on-trade-in-value-added_data-00648-en\">http:\/\/www.oecd-ilibrary.org\/trade\/data\/oecd-wto-statistics-on-trade-in-value-added_data-00648-en<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Sinn, H.-W.: Die Target-Falle: Gefahren f\u00fcr unser Geld und unsere Kinder, M\u00fcnchen 2012, sowie <a href=\"http:\/\/www.cesifo-group.de\/de\/ifoHome\/policy\/Spezialthemen\/Policy-Issues-Archive\/Target.html\">http:\/\/www.cesifo-group.de\/de\/ifoHome\/policy\/Spezialthemen\/Policy-Issues-Archive\/Target.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Vgl. hierzu etwa Smeets, Heinz-Dieter: Die Bundesrepublik Deutschland als internationale \u201eKonjunkturlokomotive\u201c. Hamburg 1988.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Deutsche Bundesbank: Diskrepanz zwischen der Ver\u00e4nderung des Auslandsverm\u00f6gens und des kumulierten Saldos der Kapitalbilanz: Kein geeigneter Indikator f\u00fcr Verm\u00f6gensverluste. Monatsbericht Mai 2014, S. 52 \u2013 54.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Willms, Manfred: Internationale W\u00e4hrungspolitik. M\u00fcnchen 1995, S. 15.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> S\u00fcdekum, Jens und Gabriel Felbermayr: Das Yin und das Yang der Leistungsbilanz. FAZ, 3. April 2017, S. 16.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> Sachverst\u00e4ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2014\/15: Mehr Vertrauen in Marktprozesse. <a href=\"http:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/fileadmin\/dateiablage\/gutachten\/jg201415\/JG14_ges.pdf\">http:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/fileadmin\/dateiablage\/gutachten\/jg201415\/JG14_ges.pdf<\/a> \u00c2\u00a0\u00c2\u00a0, S. 261 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> Sachverst\u00e4ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2014\/15: Mehr Vertrauen in Marktprozesse. <a href=\"http:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/fileadmin\/dateiablage\/gutachten\/jg201415\/JG14_ges.pdf\">http:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/fileadmin\/dateiablage\/gutachten\/jg201415\/JG14_ges.pdf<\/a> \u00c2\u00a0, S. 216 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a> European Commission: Germany \u2013 Review of Progress on Policy Measures relevant for the Correction of Macroeconomic Imbalances. <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/info\/sites\/info\/files\/mip_specific_monitoring_epc_report_germany_published.pdf\">http:\/\/ec.europa.eu\/info\/sites\/info\/files\/mip_specific_monitoring_epc_report_germany_published.pdf<\/a><\/p>\n<p><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p>Dieter Smeets: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20860\">Zur Diskussion um die deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse (1)<\/a><\/p>\n<p>Gunther Schnabl: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20448\">Leistungsbilanzungleichgewichte. Was Trump wirklich will, und warum Deutschland leiden wird<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=19990\">Deutschland am Pranger. Salden und Ungleichgewichte in der Leistungsbilanz<\/a><\/p>\n<p>Juergen B. Donges:<a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14219\">Deutschland Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse in der Kritik. Worauf zu achten ist<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im ersten Beitrag zu den deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcssen wurden insbesondere die grunds\u00e4tzlichen Zusammenh\u00e4nge in der Zahlungsbilanz, Einkommensdifferenzen zwischen Deutschland und dem Rest der Welt sowie Ver\u00e4nderungen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20889\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eZur Diskussion um die deutschen Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse (2)\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":89,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2170,1506],"tags":[1347,61,1416,431],"class_list":["post-20889","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-handelspolitisches","category-weltwirtschaftliches","tag-kapitalbilanz","tag-leistungsbilanzungleichgewichte","tag-leistungsbilanzsaldo","tag-leistungsbilanzungleichgewicht"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - 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