{"id":20903,"date":"2017-06-06T06:20:40","date_gmt":"2017-06-06T05:20:40","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20903"},"modified":"2018-06-06T18:06:05","modified_gmt":"2018-06-06T17:06:05","slug":"100-money-narrow-banking-und-vollgeldreformenwas-ist-davon-zu-halten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20903","title":{"rendered":"\u201e100 % Money\u201c, \u201eNarrow Banking\u201c und \u201eVollgeldreformen\u201c<br\/><font size=3; color=grey>Was ist davon zu halten?<\/font>"},"content":{"rendered":"<p>Seit Ausbruch der Finanzkrise werden verschiedene Vorschl\u00e4ge mit dem Ziel unterbreitet, die Stabilit\u00e4t des Finanzsektors zu erh\u00f6hen und das Entstehen von sch\u00e4dlichen Kreditzyklen k\u00fcnftig zu verhindern. W\u00e4hrend einige Stimmen betr\u00e4chtlich h\u00f6here Eigenkapitalquoten f\u00fcr Gesch\u00e4ftsbanken fordern (Admati &amp; Hellwig, 2013), wird inzwischen auch wieder die Idee einer 100%igen Mindestreservepflicht f\u00fcr Gesch\u00e4ftsbanken diskutiert. Diese Forderung ist nicht neu und war bereits nach der \u201eGro\u00dfen Depression\u201c in den 1930er Jahren Gegenstand des \u201eChicago-Plans\u201c; Milton Friedman (1960) hat sie sp\u00e4ter aufgegriffen. Inzwischen findet sie wieder Anh\u00e4nger in verschiedenen L\u00e4ndern in Form von Vorschl\u00e4gen f\u00fcr ein \u201eNarrow Banking\u201c (Litan, 1997) oder von Initiativen f\u00fcr eine \u201eVollgeldreform\u201c, die in der Schweiz sogar Gegenstand eines Referendums sein wird (Minsch, 2016).<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Kern des Vorschlags besteht darin, die Gesch\u00e4ftsbanken dazu zu verpflichten, ihre Sichteinlagen und sonstigen kurzfristigen Einlagen vollst\u00e4ndig durch Zentralbankgeld zu decken. Dies soll ihre Geldsch\u00f6pfungsm\u00f6glichkeiten eingrenzen und sie gegen die Gefahr eines spekulativen Bank Runs absichern. Dar\u00fcber hinaus soll das Depositengesch\u00e4ft der Banken vom Kredit- und Investmentgesch\u00e4ft getrennt werden. Beides w\u00fcrde die bestehenden expliziten und impliziten \u00f6ffentlichen Garantien f\u00fcr Banken \u00fcberfl\u00fcssig machen und die damit verbundene verdeckte Subventionierung des Bankensektors beseitigen. Zudem w\u00fcrden die fiskalischen Kosten f\u00fcr teure \u00f6ffentliche Bankenrettungsprogramme wegfallen. Was ist von solchen Vorschl\u00e4gen zu halten?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Mindestreservepflicht und Bankenstabilit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Die Antwort auf diese Frage hat einen mikro- und einen makro\u00f6konomischen Aspekt. Aus mikro\u00f6konomischer Sicht ist eine 100%ige Mindestreservepflicht geeignet, einen \u201espekulativen\u201c Bank Run zu verhindern, denn sie stellt sicher, dass die Bank jederzeit zahlungsf\u00e4hig ist. Ein spekulativer Bank Run liegt vor, wenn die Einleger einer Bank ihre Einlagen auch ohne individuellen Liquidit\u00e4tsbedarf abheben, weil sie vermuten, dass dies auch andere Einleger tun. Sie wollen verhindern, am Ende der Schlange zu stehen, weil Sichteinlagen nach dem Prinzip \u201eFirst come \u2013 first served\u201c ausbezahlt werden (Diamond &amp; Dybvig, 1983).<\/p>\n<p>Neben der 100% Reserve ist auch eine Einlagenversicherung imstande, einen solchen Bank run zu vermeiden, denn sie garantiert, dass ein Einleger unabh\u00e4ngig von seiner Position in der Schlange eine Auszahlung erh\u00e4lt; \u00c4hnliches passiert, wenn die Notenbank als \u201eLender of last resort\u201c einspringt. Allerdings bewirkt eine Einlagenversicherung, dass Gesch\u00e4ftsbanken h\u00f6here Risiken eingehen, wenn die Versicherungsleistungen nicht \u201efair\u201c gepreist und Pr\u00e4mien ungen\u00fcgend risikoadjustiert sind, was h\u00e4ufig der Fall ist. Dann erh\u00f6ht die Einlagenversicherung die Risikoposition des Bankensektors und vermindert dessen Stabilit\u00e4t, die nur durch weitere Regulierungsschritte, wie die Vorgabe h\u00f6herer Eigenkapitalquoten f\u00fcr Banken, wieder hergestellt werden kann.<\/p>\n<p>Eine 100%ige Mindestreservepflicht vermeidet dieses Szenario, denn sie verhindert, dass Gesch\u00e4ftsbanken die ihnen zuflie\u00dfenden Einlagen in risikoreiche Projekte investieren. Dies ist eine gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass die Bank jedoch ihrer Funktion bei der Fristentransformation beraubt wird und nicht mehr imstande ist, Wirtschaftssubjekte effizient gegen individuelle Liquidit\u00e4tsrisiken abzusichern. Diese Absicherung erbringen Gesch\u00e4ftsbanken nur, wenn sie eine fraktionelle Reserve halten, weil diese es ihnen erlaubt, bei nicht perfekt positiv korrelierten Abhebew\u00fcnschen der Einleger einen Teil der Einlagen in produktive Anlagen zu investieren. Umgekehrt macht eine 100%ige Mindestreservepflicht Banken zwar sicherer, beraubt sie aber zugleich auch ihrer komparativen Vorteile als Bereitsteller von Liquidit\u00e4t (Deutsche Bundesbank, 2017). Sch\u00f6ner dr\u00fcckt dies Wallace (1996) aus:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201c\u2026 narrow banking\u00c2\u00a0 eliminates\u00c2\u00a0 the role of banking.<br \/>\n\u2026 using narrow banking to cope with the potential problems\u00c2\u00a0 of\u00c2\u00a0 banking\u00c2\u00a0 illiquidity\u00c2\u00a0 is analogous\u00c2\u00a0 to\u00c2\u00a0 reducing\u00c2\u00a0 automobile\u00c2\u00a0 accidents\u00c2\u00a0 by\u00c2\u00a0 limiting\u00c2\u00a0 automobile\u00c2\u00a0 speeds\u00c2\u00a0 to\u00c2\u00a0 zero.\u201c\u009d<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Es steht zudem zu bef\u00fcrchten, dass eine 100%ige Mindestreserve unerw\u00fcnschte Umgehungsstrategien in den Schattenbanksektor ausl\u00f6st, die ihrerseits die Finanzmarktstabilit\u00e4t gef\u00e4hrden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Sekund\u00e4rgeldsch\u00f6pfung und monet\u00e4re Kreditzyklen<\/strong><\/p>\n<p>Schwieriger zu beurteilen ist der makro\u00f6konomische Aspekt und die Frage, ob bei einer 100%ige Mindestreservepflicht auch Kreditzyklen verschwinden werden. Die Vermutung liegt nahe, dass das der Fall ist, weil bei einer 100% Reserve die Sekund\u00e4rgeldsch\u00f6pfung der Banken vollst\u00e4ndig an die Prim\u00e4rgeldproduktion der Notenbank gebunden ist. Dies verdeutlicht ein wenig Algebra, die Auskunft gibt zum Zusammenhang zwischen Tauschgeldmenge und Geldbasis. Die Tauschgeldmenge ([latex]M1[\/latex]) besteht aus den Bargeldbest\u00e4nden au\u00dferhalb des Bankensektors ([latex] B_{NB}^{C}[\/latex]) und den Best\u00e4nden an t\u00e4glich f\u00e4lligen Einlagen bzw. Sichteinlagen ([latex]DE[\/latex]) der Nichtbanken:<\/p>\n<p>[latex](1) \\quad M_1 = B^{C}_{NB} + DE [\/latex]<\/p>\n<p>Die Geldbasis setzt sich zusammen aus den Bargeldbest\u00e4nden[latex] B^{C}_{NB}[\/latex] und der Reservehaltung [latex]B^{R}_{K}[\/latex]\u00c2\u00a0der Gesch\u00e4ftsbanken:<\/p>\n<p>[latex] (2) \\quad B = B^{C}_{NB} + B^R_K [\/latex]<\/p>\n<p>Bezeichnet man mit [latex]c[\/latex] den von den Nichtbanken gehaltenen Bargeldbestand in Relation zum Volumen an Sichteinlagen (\u201eBargeldhaltungskoeffizient\u201c [latex]c:= \\frac{B^{C}_{NB}}{DE}[\/latex]) und mit [latex]r[\/latex] die Reservehaltung der Gesch\u00e4ftsbanken in Relation zu den Sichteinlagen (\u201eReservekoeffizient\u201c [latex]r:= \\frac{B^{R}_{K}}{DE}[\/latex]) dann gilt:<\/p>\n<p>[latex] (3) \\quad M_1 = (c+1)\\cdot DE [\/latex]<\/p>\n<p>und<\/p>\n<p>[latex] (4) \\quad B = (c+r)\\cdot DE [\/latex]<\/p>\n<p>sowie<\/p>\n<p>[latex] (5) \\quad M_1 = \\frac{c+1}{c+r}\\cdot B . [\/latex]<\/p>\n<p>d.h. die Tauschgeldmenge ist ein Vielfaches der Geldbasis, wobei [latex]m:= \\frac{c+1}{c+r} \\;[\/latex]\u00c2\u00a0den \u201eGeldangebotsmultiplikator\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p>Dieser ist gleich eins, sobald f\u00fcr den Reservekoeffizienten r=1 gilt. Bei einer 100%igen Mindestreserve m\u00fcssen die Gesch\u00e4ftsbanken f\u00fcr jeden Euro Sichteinlagen einen Euro an Bargeld aus dem Kreislauf ziehen, sodass die Tauschgeldmenge mit der Basisgeldmenge \u00fcbereinstimmt. Insofern impliziert eine 100%ige Mindestreservepflicht, dass die Sekund\u00e4rgeldproduktion durch die Gesch\u00e4ftsbanken mit der Prim\u00e4rgeldproduktion durch die Notenbank betragsm\u00e4\u00dfig \u00fcbereinstimmt.<\/p>\n<p>Dies bedeutet aber nicht, dass die Notenbank automatisch auch die Kontrolle \u00fcber die Geldmenge zur\u00fcckgewinnt und das Entstehen monet\u00e4rer Kreditzyklen vereiteln kann. Daf\u00fcr ist ein Mindestreservesatz von 100% weder notwendig noch hinreichend. Er ist nicht notwendig, weil die Zentralbank die Geldmenge M1 auch steuern kann, sofern der Multiplikator konstant ist, was auch bei einem Reservekoeffizienten von kleiner 1 durchaus der Fall sein kann. Bei konstantem Multiplikator ist M1 zwar ein Vielfaches von B, w\u00e4chst aber mit derselben Rate wie B.<\/p>\n<p>Eine 100%ige Mindestreserve ist auch nicht hinreichend, um Kreditzyklen zu vermeiden, wenn die Notenbank darauf verzichtet, die Entwicklung der Basisgeldmenge zu kontrollieren. Die Zentralbank sch\u00f6pft Basisgeld mithilfe ihres geldpolitischen Instrumentariums, das sie entweder zinsorientiert oder mengenorientiert einsetzen kann. Bei einer Zinsorientierung kontrolliert die Notenbank zwar die kurzfristigen Zinss\u00e4tze, \u00fcberl\u00e4sst es aber ihren Gesch\u00e4ftspartnern, die entscheiden, wie viel Basisgeld mittels der geldpolitischen Gesch\u00e4fte bereitgestellt wird.<\/p>\n<p>Unter diesen Bedingungen beeinflussen steigende Mindestreserves\u00e4tze die Kreditvergabem\u00f6glichkeiten der Gesch\u00e4ftsbanken nicht, weil die Zentralbank die h\u00f6heren Reserveanforderungen durch eine expansivere Liquidit\u00e4tspolitik akkommodieren muss, will sie nicht steigende Zinss\u00e4tze in Kauf nehmen. H\u00f6here Mindestreserves\u00e4tze lassen zudem die Kosten der Kreditvergabe unver\u00e4ndert, wenn die Zentralbank, wie beispielsweise das Eurosystem, die Mindestreserven in H\u00f6he der Refinanzierungskosten verzinst (Deutsche Bundesbank, 2017; Mendizab\u00c3\u00a1l, 2017). Deshalb l\u00e4uft die Notenbank bei einem zinsorientierten Instrumenteneinsatz selbst bei 100%iger Mindestreserve Gefahr, die Kontrolle \u00fcber M1 zu verlieren.<\/p>\n<p>Dies kann sie eher vermeiden, indem sie zu einer mengenorientierten Geldpolitik \u00fcbergeht, d.h. den Gesch\u00e4ftspartnern das Volumen an Basisgeldsch\u00f6pfung vorgibt und es ihnen \u00fcberl\u00e4sst zu entscheiden, zu welchem kurzfristigen Zinssatz sie diese Basisgeldmenge anzunehmen bereit sind. Kontrolliert die Zentralbank jedoch die Geldbasis B, bedarf es keiner Anhebung des Mindestserversatzes auf 100% mehr, um Kreditzyklen zu vermeiden. Insofern ist es zu begr\u00fc\u00dfen, dass beispielsweise die EZB im Zuge ihrer Reaktion auf die Finanzmarktkrise (zumindest tempor\u00e4r) zu einer Politik der Geldbasissteuerung \u00fcbergegangen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Eine 100%ige Mindestreservepflicht beseitigt zwar die Gefahr eines Bank runs, ist zugleich aber auch geeignet, das \u201eKind mit dem Bade\u201c auszusch\u00fctten und die Rolle von Gesch\u00e4ftsbanken bei der Fristentransformation betr\u00e4chtlich einzuschr\u00e4nken. Zudem stellt sie keineswegs sicher, dass sch\u00e4dliche Kreditzyklen vermieden werden. Um Banken sicherer zu machen, w\u00e4re ein Narrow Banking auf der \u201ePassivseite der Bankbilanz\u201c, d.h. die Vorgabe h\u00f6herer Mindesteigenkapitalquoten, zweckdienlicher. Um Kreditzyklen zu vermeiden, bedarf es einer verbesserten Geldbasiskontrolle durch die Zentralbanken.<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>Admati, A. &amp; Hellwig, M. (2013), The Bankers` New Clothes. What`s Wrong with Banking and What to Do about it, Princeton and Oxford.<\/p>\n<p>Deutsche Bundesbank (2017), Anmerkungen zu einer 100-prozentigen Deckung von Sichteinlagen durch Zentralbankgeld, in: Monatsbericht, April, Frankfurt\/Main, S. 33-36.<\/p>\n<p>Diamond, D., Dybvig, P. (1983), Bank Runs, Deposit Insurance, and Liquidity, Journal of Political Economy, Vol. 91, S. 401-419.<\/p>\n<p>Friedman, M. (1960), A Program for Monetary Stability, The Millar Lectures, Number Three, (Fordham University Press) New York.<\/p>\n<p>Litan, R. (1997), What Should Banks Do?, Washington DC.<\/p>\n<p>Mendizab\u00c3\u00a1l, H. (2017), Narrow Banking with Modern Depository Institutions: Is there a Reason to Panic?, ADEMU WP Series 2017\/052.<\/p>\n<p>Minsch, R. (2016); Die Schweiz stimmt ab, in: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20102\">Wirtschaftliche Freiheit vom 18.November 2016<\/a><\/p>\n<p>Wallace, N. (1996), Narrow Banking Meets the Diamond-Dybvig Model, in: Federal Reserve Bank of Minneapolis, Quarterly Review, winter, S. 3-13.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Ausbruch der Finanzkrise werden verschiedene Vorschl\u00e4ge mit dem Ziel unterbreitet, die Stabilit\u00e4t des Finanzsektors zu erh\u00f6hen und das Entstehen von sch\u00e4dlichen Kreditzyklen k\u00fcnftig zu &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20903\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e\u201e100 % Money\u201c, \u201eNarrow Banking\u201c und \u201eVollgeldreformen\u201c<br \/><font size=3; color=grey>Was ist davon zu halten?<\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":115,"featured_media":23091,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1897,12],"tags":[2525,2526,1397],"class_list":["post-20903","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geldpolitisches","category-monetares","tag-mindestreservepflicht","tag-sekundaergeldschoepfung","tag-vollgeld"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>\u201e100 % Money\u201c, \u201eNarrow Banking\u201c und \u201eVollgeldreformen\u201cWas ist davon zu halten? 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