{"id":21381,"date":"2017-08-25T00:01:56","date_gmt":"2017-08-24T23:01:56","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=21381"},"modified":"2018-12-18T16:19:28","modified_gmt":"2018-12-18T15:19:28","slug":"der-anfang-vom-endestrukturwandel-leistungsbilanzen-und-automobile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=21381","title":{"rendered":"Der Anfang vom Ende? <br\/><font size=3; color=grey>Strukturwandel, Leistungsbilanzen und Automobile<\/font>"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em>&#8222;Diese \u00e4u\u00dferen Zeichen brauchen Zeit, anzukommen, wie das Licht eines solchen Sterns dort oben, von dem wir nicht wissen, ob er nicht schon im Erl\u00f6schen begriffen, nicht schon erloschen ist, wenn er am hellsten strahlt&#8220;<\/em> (Tom zu Tony in Thomas Mann, Buddenbrooks)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die deutsche Wirtschaft brummt wie lange nicht. Unternehmen arbeiten immer \u00f6fter an der Kapazit\u00e4tsgrenze. Die Gewinne sprudeln. Nicht nur die Aktion\u00e4re freuen sich. Auch die Arbeitnehmer sind zufrieden. Viele Arbeitsm\u00e4rkte sind wie leergefegt. Facharbeiter sind Mangelware. Es herrscht quasi Vollbesch\u00e4ftigung. Die L\u00f6hne steigen, wenn auch nur verhalten. Kein Wunder, dass Inflation kein Thema ist. Es ist bizarr: Die Europ\u00e4ische Zentralbank, die oberste W\u00e4chterin der Preisniveaustabilit\u00e4t, versucht alles, auch Ungew\u00f6hnliches und Umfangreiches, um Inflation zu erzeugen. Es gelingt ihr nicht, zumindest bisher. Auch das wirtschaftliche Wachstum kommt langsam in Gang. Es wird weniger von der Produktivit\u00e4t getragen. Vor allem die wachsende Besch\u00e4ftigung treibt. Von s\u00e4kularer Stagnation ist nichts zu sehen. Auch Ungleichheit beunruhigt die B\u00fcrger kaum. Die wachsende Einkommensungleichheit kam schon Mitte der 90er Jahre zum Stillstand. Staatliche Umverteilung ebnet die Marktungleichheit ein. Einzig beim au\u00dfenwirtschaftlichen Gleichgewicht hakt es. Das ist zumindest die Meinung ausl\u00e4ndischer Politiker. Die \u00dcbersch\u00fcsse in der Leistungsbilanz nehmen stetig zu. Davon profitiert vor allem der industrielle Sektor. Und genau das macht den gegenw\u00e4rtigen Boom so gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Der (behinderte) Strukturwandel<\/strong><\/p>\n<p>Wirtschaftlichen Strukturen sind st\u00e4ndig im Fluss. An ihnen nagt die \u201esch\u00f6pferische Zerst\u00f6rung\u201c. Es gilt das eherne \u201eGesetz\u201c des strukturellen Wandels. Mit steigendem Wohlstand verlagern sich die sektoralen wirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten. Bei geringem Einkommen dominiert der Agrarsektor. W\u00e4chst der Wohlstand gedeiht der Industriesektor. Steigt das Einkommen weiter, gewinnt der Dienstleistungssektor an Gewicht. Das kann man an der Entwicklung von Wertsch\u00f6pfung und Besch\u00e4ftigung ablesen. Der industrielle Sektor ist im Fokus des \u00f6ffentlichen Interesses. Linke und rechte populistische Str\u00f6mungen gedeihen gut auf der Asche des industriellen Sektors. Der industrielle Sektor erlebt vielerorts einen Albtraum. Das zeigt sich an der Entwicklung des Anteils des Verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertsch\u00f6pfung und der Besch\u00e4ftigung eines Landes. Er geht in beiden F\u00e4llen drastisch zur\u00fcck, bei der Wertsch\u00f6pfung etwas weniger stark als der Besch\u00e4ftigung. Deutschland hinkt der Entwicklung \u00e4hnlich entwickelter L\u00e4nder allerdings hinterher. Hierzulande ist der Anteil des industriellen Sektors an der Wertsch\u00f6pfung noch ungew\u00f6hnlich hoch (Abb.1). Das gilt auch f\u00fcr die Besch\u00e4ftigungsanteile (Abb. 2). L\u00f6st sich der Strukturstau auf, kommt der Prozess der sch\u00f6pferischen Zerst\u00f6rung erst richtig in Gang. Mit dem \u201eimmerw\u00e4hrenden\u201c Boom k\u00f6nnte es ganz schnell vorbei sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/struktur1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/struktur1.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Was treibt den inter-sektoralen Strukturwandel? Es sind vor allem drei Faktoren (<a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20537\">hier<\/a>): Zum einen ver\u00e4ndern private Haushalte ihr Ausgabenverhalten. Mit steigendem Wohlstand fragen sie vermehrt personenbezogene Dienstleistungen nach. Das ver\u00e4nderte Erwerbsverhalten der Frauen verst\u00e4rkt diese Entwicklung. Die Haushaltsproduktion geht zur\u00fcck. Private personenbezogene Dienstleistung treten an ihre Stelle. Zum anderen \u00e4ndern aber auch Unternehmen ihr Ausgabenverhalten. Immer mehr Vorprodukte sind unternehmensbezogene Dienstleistungen. Produktnahe Dienste aber auch Software-Dienstleistungen tragen dazu bei, dass Industrieprodukte dienstleistungsintensiver werden. Schlie\u00dflich beschleunigen weltweit offenere M\u00e4rkte den Prozess der Spezialisierung. Das gilt auch f\u00fcr den industriellen Sektor. Reiche L\u00e4nder konzentrieren sich auf das Spezialit\u00e4tengesch\u00e4ft der High-Tech-, \u00e4rmere L\u00e4nder auf das Massengesch\u00e4ft der Low-Tech-Produkte. In wohlhabenden L\u00e4ndern geht der industrielle Beitrag zur Wertsch\u00f6pfung, vor allem aber der Besch\u00e4ftigung zur\u00fcck. Welches strukturelle Muster die L\u00e4nder w\u00e4hlen, h\u00e4ngt von den individuellen Entscheidungen von Haushalten und Unternehmen ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/struktur2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/struktur2.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Sektorstrukturen und Leistungsbilanzsalden<\/strong><\/p>\n<p>Unter den einzelwirtschaftlichen Entscheidungen sind es vor allem die unternehmerischen, die L\u00e4nder und Regionen sektoral pr\u00e4gen. Die Wirtschaftsstruktur, die sich einstellt, folgt einem langfristigen Trend. Der Industriesektor verliert, die Dienstleistungsbranche gewinnt. Nicht nur Deutschland auch Japan sind Nachz\u00fcgler. Sektorstrukturen und Leistungsbilanzen sind zwei Seiten ein und derselben Medaille (<a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=7809\">hier<\/a>). L\u00e4nder mit einem starken Industrieanteil sind meist auch L\u00e4nder mit Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcssen. Dagegen weisen L\u00e4nder mit einem schwachen industriellen Sektor oft Defizite in der Leistungsbilanz auf. Die \u201emagische\u201c Schwelle scheint bei 15 % Industrieanteil zu liegen. Wichtige OECD-L\u00e4nder mit einem Industrieanteil von \u00fcber 15 %, gemessen an der Wertsch\u00f6pfung (Abb. 3) oder der Besch\u00e4ftigung (Abb. 4), haben \u00dcbersch\u00fcsse in der Leistungsbilanz. Liegt der Anteil darunter, sind die Leistungsbilanzen eher defizit\u00e4r. Offensichtlich ist der Au\u00dfenhandel immer noch vom Austausch von Waren gepr\u00e4gt. Waren sind leichter als Dienstleistungen international handelbar. Spezialisieren sich L\u00e4nder auf den industriellen Sektor, ist es eher m\u00f6glich, dass sich \u00dcbersch\u00fcsse in der Leistungsbilanz einstellen. Das muss allerdings k\u00fcnftig nicht so bleiben. Industrieprodukte werden dienstleistungsintensiver. Dienstleistungen werden huckepack international handelbarer. Moderne IK-Technologien internationalisieren den Handel mit Dienstleistungen aber auch direkt. Diese Entwicklung wird forciert, wenn die M\u00e4rkte f\u00fcr Dienstleistungen st\u00e4rker ge\u00f6ffnet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/struktur3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/struktur3.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Die Kritik an L\u00e4nder mit \u00dcbersch\u00fcssen in der Leistungsbilanz ist auch eine Kritik an deren sektoraler Wirtschaftsstruktur. Sie ist unberechtigt, wenn es um die individuellen Entscheidungen von Haushalten und Unternehmen \u00fcber Sparen und Investieren geht (<a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=21210\">hier<\/a>). Berechtigt ist sie, wenn Kritiker monieren, dass in \u00dcberschussl\u00e4ndern der Zugang zu den Dienstleistungsm\u00e4rkten behindert wird. Das gilt vor allem f\u00fcr Deutschland. Auch an der Kritik, dass politische Akteure die sektorale Entwicklung verzerrten, ist was dran. An zwei Beispielen, den fiskalischen und monet\u00e4ren Entscheidungen in der Euro-Krise, l\u00e4sst sich das Problem illustrieren. Mit den fiskalischen Rettungsschirmen werden L\u00f6cher in den \u00f6ffentlichen Haushalten und den Leistungsbilanzen der Krisenl\u00e4nder gestopft. Davon profitiert auch die deutsche Industrie. Ihr Exportventil bleibt weiter offen. Der strukturelle Status quo wird zementiert. Notwendige Anpassungen werden verschoben. Das ist bei den monet\u00e4ren Rettungsschirmen der EZB nicht anders. Mit ihrer hyper-expansiven Geldpolitik h\u00e4lt sie Zombies unter Banken und Unternehmen am Leben. Mit der k\u00fcnstlichen Abwertung des Euro schafft sie Wettbewerbsvorteile f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen. Hauptgewinner sind industriestarke deutsche. Deutsche Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse nehmen zu, vor allem gegen\u00fcber Drittl\u00e4ndern. Das alles hemmt den strukturellen Wandel. Martin Wolf, der Herausgeber der FT, spricht von \u201estrukturellem Merkantilismus\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/struktur4.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/struktur4.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Anfang vom Ende?<\/strong><\/p>\n<p>Deutschland boomt wie lange nicht. Das muss nicht so bleiben. Es ist ein Boom auf des Messers Schneide. \u00dcber allem schwebt das Damoklesschwert des strukturellen Wandels. Deutschland h\u00e4ngt strukturell erheblich hinterher. Der relative Niedergang des industriellen Sektors ist aber eher \u00fcber kurz als lang unvermeidlich. Daf\u00fcr sorgen schon Globalisierung und technischer Fortschritt. Produziert wird immer \u00f6fter dort, wo die G\u00fcter verkauft werden. Die Produktionsst\u00e4tten folgen den Absatzm\u00e4rkten. Diese liegen immer seltener in Europa. Interessanter sind wachsende M\u00e4rkte in Asien, Lateinamerika und vielleicht auch bald Afrika. Das hei\u00dft nicht, dass deutsche Unternehmen k\u00fcnftig nicht erfolgreich sein werden. Sie werden es bei ihren technologischen und organisatorischen F\u00e4higkeiten zweifellos weiter sein. Aber sie werden ihre Produkte kaum noch in Deutschland produzieren, sondern in den Regionen ihrer Absatzm\u00e4rkte. Das wird den lahmenden strukturellen Wandel hierzulande auf Trab bringen. Wertsch\u00f6pfung geht verloren, heimische Arbeitspl\u00e4tze werden verlagert. Wann diese Entwicklung einsetzt, ist unklar. Die wirtschaftlichen Strukturen sind in einem labilen Zustand. Schon kleine Ver\u00e4nderungen (\u201eFl\u00fcgelschlag eines Schmetterlings\u201c) k\u00f6nnen chaotische strukturelle Ver\u00e4nderungen verursachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/struktur5.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/struktur5.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Das Chaos wird m\u00f6glicherweise gerade ausgel\u00f6st. Die Automobilindustrie steht auf dem Index ideologiegeladener gr\u00fcner Wutb\u00fcrger \u00fcberall. M\u00fcndet der klima- und feinstaubmotivierte \u201eHass auf die Verbrenner\u201c in ein Zulassungsverbot f\u00fcr benzin- und dieselgetriebene Fahrzeuge, ger\u00e4t die Automobilbranche auf die Verliererstra\u00dfe. Das absehbare Ende der Niedrig-Zinspolitik der EZB und des unterbewerteten Euro k\u00f6nnten diese Entwicklung weiter beschleunigen. Ob und wann die E-Autos eine echte Alternative sind, muss sich erst noch zeigen (<a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/e-auto-109.html\">hier<\/a>). Die Automobilbranche ist nicht irgendein Feld-Wald-und-Wiesen-Sektor. Sie ist eine tragende S\u00e4ule des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland. Fast 15 % der Wertsch\u00f6pfung des Verarbeitenden Gewerbes stammen aus dem Bau von Automobilen (Abb. 5). \u00dcber 11 % der Arbeitspl\u00e4tze entstehen in diesem Sub-Sektor (Abb. 6). Das sind \u00fcber 800.000 Besch\u00e4ftigte. Dabei ist die Zulieferindustrie noch nicht mit eingerechnet. Dort stehen etwas mehr als 300.000 Arbeitspl\u00e4tze zu Buche. \u00c4hnlich hohe Werte weist unter den reichen L\u00e4ndern nur noch Japan auf. Beide L\u00e4nder hinken im strukturellen Wandel hinterher. Der Industrieanteil ist in beiden au\u00dfergew\u00f6hnlich hoch. Ein Niedergang des Automobilsektors k\u00f6nnte der \u201eFl\u00fcgelschlag des Schmetterlings\u201c sein, der den strukturellen Umbruch schlagartig bringt. Die deutschen Kritiker der \u00dcbersch\u00fcsse in der deutschen Leistungsbilanz h\u00e4tten \u00fcber den Umweg des Angriffs auf den Diesel ihr Ziel doch noch erreicht: Die m\u00f6glichst schnelle De-Industriali-sierung ohne R\u00fccksicht auf Verluste.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/struktur6.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/struktur6.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Deutschland boomt. Den Menschen geht es gut. Viele Arbeitsm\u00e4rkte sind leergefegt. Facharbeiter sind Mangelware. Die Einkommen steigen. Der Wohlstand nimmt weiter zu. M\u00e4keleien \u00fcber Ungleichheiten sind Randnotizen. Damit sind keine Wahlen zu gewinnen. Das ist fast ein neues deutsches Wunder. Noch vor einem Jahrzehnt war Deutschland der kranke Mann Europas. Der industrielle Sektor ist die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung. Aber vielleicht ist das alles nur ein sch\u00f6ner Schein. Thomas Manns Sternen-Parabel kommt einem in den Sinn. Das sektorale Muster ist ein Muster auf des Messers Schneide. \u00dcberall ist der industrielle Sektor im Herbst seines Lebens. Diesem Prozess der Alterung wird er sich auch Deutschland nicht entziehen k\u00f6nnen. Bisher ist es Arbeitnehmern und Unternehmern mit immer neuen Wellness-Kuren gelungen, diese Entwicklung hinauszuz\u00f6gern. Aufhalten l\u00e4sst sie sich aber nicht. Und die gr\u00fcnen deutschen Wutb\u00fcrger tun alles, den industriellen Sektor m\u00f6glichst alt aussehen zu lassen. Die Atomindustrie haben sie schon au\u00dfer Landes getrieben, die Gentechnik verbannt, die chemische Industrie machen sie madig, die IK-Technologie ist Teufelszeug. Der klima- und feinstaubgetriebene \u201eHass auf die Verbrenner\u201c, den die gewohnt opportunistisch agierende Bundeskanzlerin unterst\u00fctzt, ohne ein konkretes Ausstiegsdatum zu nennen, stigmatisiert die Autoindustrie. F\u00e4llt auch dieser industrielle Dominostein, wird die schrumpfende Lebenserwartung des industriellen Sektors mutwillig verk\u00fcrzt. Das w\u00e4re das abrupte Ende des neuen deutschen Wunders.<\/p>\n<p><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20537\">Strukturwandel (1). Sch\u00f6pferische Zerst\u00f6rung \u00fcberall!? Treiber, Optionen und Populisten<\/a><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg03.met.vgwort.de\/na\/bd28230a6a0f4d21abd31e56f2ffda53\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Diese \u00e4u\u00dferen Zeichen brauchen Zeit, anzukommen, wie das Licht eines solchen Sterns dort oben, von dem wir nicht wissen, ob er nicht schon im Erl\u00f6schen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=21381\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDer Anfang vom Ende? <br \/><font size=3; color=grey>Strukturwandel, Leistungsbilanzen und Automobile<\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":24371,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2580,2416,1219],"tags":[139,556,1346,156],"class_list":["post-21381","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-automobiles","category-industriepolitisches","category-strukturelles-alles","tag-automobilindustrie","tag-berthold","tag-leistungsbilanzsalden","tag-strukturwandel"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der Anfang vom Ende? 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