{"id":22447,"date":"2018-03-14T00:01:53","date_gmt":"2018-03-13T23:01:53","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=22447"},"modified":"2018-08-11T09:00:15","modified_gmt":"2018-08-11T08:00:15","slug":"vertrauenunverzichtbare-aber-zerbrechliche-grundlage-des-sozialen-konsenses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=22447","title":{"rendered":"Vertrauen<br\/><font size=3; color=grey>Unverzichtbare, aber zerbrechliche Grundlage des sozialen Konsenses<\/font>"},"content":{"rendered":"<h1>1. Das Problem<\/h1>\n<p>Am 21. Juli 1969 um 3:56 MEZ haben erstmalig Menschen, Neil Armstrong und Edwin Aldrin, den Mond betreten! \u2013\u2013 Haben sie wirklich? Tats\u00e4chlich gibt es eine Reihe von Verschw\u00f6rungstheorien, die das Gegenteil behaupten. So fragte sich der Verfasser dieser Zeilen einst: Warum glaube ich, dass die Meldung von der Mondlandung stimmt? Definitiv war es nicht der Umstand, dass ich mich mit den Argumenten der beiden Seiten intensiv auseinandersetzt h\u00e4tte. Es reichte schon v\u00f6llig aus, dass ich denjenigen, die diese Nachricht an mich weitergaben, vertraute: meinen Eltern, meinen Lehrern, meinen Freunden \u2026<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es ist also vorrangig eine Frage des <em>Vertrauens<\/em>, warum f\u00fcr mich die subjektive Wahrheit (gibt es so etwas?) existiert, dass die Ereignisse des 21.07.1969 tats\u00e4chlich stattgefunden haben. Ist eine solche Haltung naiv? Vielleicht. Ist sie \u00f6konomisch rational? Ganz bestimmt! Eine tiefer gehende \u00dcberpr\u00fcfung der Argumente h\u00e4tte mich dazu gezwungen, mich in Fragestellungen der fortgeschrittenen Physik einzuarbeiten, was viel Zeit und Geld gekostet h\u00e4tte. Der Nutzen aus der \u00dcberpr\u00fcfung w\u00e4re hingegen bescheiden gewesen. In der \u00d6konomik nennt man solche \u00dcberlegungen <em>rationale Ignoranz<\/em>. Da es sich nicht lohnt, bestimmte Fragestellungen vertiefend zu \u00fcberpr\u00fcfen, vertraut man bew\u00e4hrten Quellen. Zwar kann dies dazu f\u00fchren, dass bestimmte Aspekte eines Problems \u00fcberbetont und andere vernachl\u00e4ssigt werden, doch es ist uns einfach nicht m\u00f6glich, jede Fragestellung von Grund auf zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Was sind (subjektiv) bew\u00e4hrte Quellen? Zum einen sicher die direkte pers\u00f6nliche Erfahrung, Best\u00e4tigung im Familien- oder Freundeskreis oder auch weitgehende Einigkeit in der Gesellschaft. Glauben alle mir bekannten Mitmenschen an einen bestimmten Zusammenhang, so verunsichert es schon erheblich, wenn man eine gegenl\u00e4ufige Position vertreten m\u00f6chte. Eine besonders verl\u00e4ssliche Quelle sind aber auch wissenschaftliche Experimente, wie man sie zum Beispiel in der Schule kennengelernt hat. So kann man den Verlauf des Fallens eines Gegenstandes oder bestimmte chemische Reaktionen wieder und wieder mit gleichem Ergebnis durchf\u00fchren. Da es allerdings nicht zu allen relevanten Fragestellungen den kl\u00e4renden Experimentverlauf gibt, und zudem in vielen F\u00e4llen starke Informationsasymmetrien zwischen wissenschaftlichen\/politischen und \u201enormalen\u201c gesellschaftlichen Akteuren bestehen, bedarf es eines alternativen Mechanismus damit Wissen und Konsens sich in einer Gesellschaft ausbreiten k\u00f6nnen. Hier r\u00fcckt das Vertrauen in den Vordergrund.<\/p>\n<p>Vertrauen ist nicht nur eine individuelle Notwendigkeit, es bildet auch eine unverzichtbare Basis f\u00fcr das, was wir Gesellschaft nennen. Ohne Vertrauen in die formalen und informellen (nicht kodifizierten) Institutionen einer Gesellschaft kann diese nicht dauerhaft funktionieren. Vertrauen in die Wirksamkeit von Normen senken zudem die Transaktionskosten des Wirtschaftens ganz erheblich. Man muss sich daf\u00fcr nur immer wieder vor Augen f\u00fchren, um wieviel schwieriger das \u00f6konomische Miteinander w\u00e4re, wenn wir stets stehlen und betr\u00fcgen w\u00fcrden, wann immer dies unentdeckt m\u00f6glich w\u00e4re. In Entwicklungsl\u00e4ndern gibt es beispielsweise Hinweise darauf, dass viele Menschen davor zur\u00fcckschrecken sich zu versichern, da sie den Dienstleistern (oftmals zu Recht) nicht vertrauen.<\/p>\n<p>Wird Vertrauen jedoch entt\u00e4uscht, etwa dadurch, dass jemand das Vertrauen anderer zum eigenen Vorteil missbraucht, so folgen nicht nur heftige emotionale Reaktionen, sondern es droht ein grundlegender Vertrauensentzug und die Abwendung vom vormaligen Vertrauenstr\u00e4ger, selbst wenn dieser das politische System der Gesellschaft ist.<\/p>\n<p>Die Bundesrepublik war fr\u00fcher einmal durch ein \u00fcbersichtliches Vier-Parteien-System mit einem politisch stark beeinflussten \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk gekennzeichnet. Dies f\u00fchrte zu einer relativ gro\u00dfen Homogenit\u00e4t der politischen Informationsbereitstellung. Heute liefert das Internet endlose Informationen zum Preis von null. Widerspr\u00fcchliche Meldungen sind keine seltene Ausnahme. <em>Nicht mehr die Beschaffung von Informationen ist das Hauptproblem, sondern deren Auswahl<\/em>. In internetbasierten sozialen Netzwerken best\u00e4tigen sich Subpopulationen wechselseitig ihrer vermeintlich richtigen Informationsauswahl und -interpretation.<\/p>\n<p>Gerade der \u00dcberfluss an Informationen l\u00e4sst es dem unter Zeitrestriktionen agierenden B\u00fcrger unvermeidlich erscheinen, die Informationen vorrangig danach zu bewerten, aus welcher Quelle sie stammen. Vertrauensbildung ist alles! Ist das Vertrauen einer Subpopulation in die Glaubw\u00fcrdigkeit einer Quelle nur hinreichend gro\u00df, dann gen\u00fcgt es schon, anderslautende Nachrichten als Fake News zu bezeichnen, um die eigene Position wirkungsvoll zu verbreiten. Auch Fotos oder Videofilme, die anderes zeigen, stehen dem nicht entgegen. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, lassen sich auch diese manipulieren oder gezielt fehlinterpretieren, sogar um damit den Beginn einer Invasion mit weltweit sp\u00fcrbaren Konsequenzen zu rechtfertigen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hat es den Anschein, als ob die Medien dies verstanden haben und mit ihren Meldungen jeweils eine spezielle Klientel \u00c2\u00ad \u2013 ein Vertrauensnetzwerk \u2013 bedienen. Fox News verfolgt die konsequente Pro-Trump-Kampagne, CNN die diametral entgegengesetzte Anti-Trump Mission. Ob die deutsche Medienlandschaft grundlegend besser ist, m\u00fcsste an anderer Stelle gekl\u00e4rt werden. Dies f\u00fchrt\u2013 so zumindest die Wahrnehmung des Verfassers \u2013 zu einer Spaltung der Gesellschaft und zu einer Erosion des Vertrauens in die gesellschaftlichen Institutionen. Tabelle 1 zeigt den Anteil derjenigen, die in den betrachteten L\u00e4ndern den aufgef\u00fchrten Institutionen vertrauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/er1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/er1.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Deutschland liegt mit seinen Werten unter dem Durchschnitt der 28 erhobenen L\u00e4nder. Die Daten legen dar\u00fcber hinaus nahe, dass die Vertrauensproblematik f\u00fcr Deutschland (wie auch die USA) ein ernsthaftes Problem darstellt. Damit stellt sich die Frage, ob bzw. wie man Abhilfe schaffen k\u00f6nnte.<\/p>\n<h1>2. Ausweg: Fachwissen und Expertentum?<\/h1>\n<p>Eine Versachlichung der Diskussionen m\u00fcsste eigentlich damit beginnen, dass die Fakten unseres wissenschaftlichen Wissens eingespeist werden. Das klingt zun\u00e4chst einfach. Wenn eine bestimmte chemische Reaktion so und nicht anders verl\u00e4uft, so ist das schlie\u00dflich nicht zu \u00e4ndern. Ungl\u00fccklicherweise endet die Eindeutigkeit der wissenschaftlichen Ergebnisse (nicht nur in der \u00d6konomik) vergleichsweise fr\u00fch. Wie die langfristigen Folgen der Einnahme eines Medikaments einzusch\u00e4tzen sind, ist keineswegs immer eindeutig gekl\u00e4rt. Ob der Heilungsprozess eines Patienten auch ohne hom\u00f6opathische Medikation erfolgreich verlaufen w\u00e4re, l\u00e4sst sich nicht feststellen. Die Absch\u00e4tzung der Folgen des Klimawandels ist mit gro\u00dfen wissenschaftlichen Spekulationen verbunden, und ob die Niedrigzinspolitik der EZB \u00fcber lange Jahre hinweg mehr Schaden als Nutzen erzeugt, ist auch unter Fachleuten umstritten.<\/p>\n<p>Auch hier kann sich der B\u00fcrger im Normalfall wieder nur eine Quelle seines Vertrauens suchen. So gibt es dann den Klima-Guru, den Klima-Skeptiker, den sozialdemokratisch gepr\u00e4gten \u00d6konomen, den liberalen und den \u201elinken\u201c \u00d6konomen, deren Gutachten erstaunlicherweise immer mit den politischen Positionen ihrer Parteien einhergehen. Im Prinzip machen zumindest manche der spezialisierten Wissenschaftler dasselbe wie die Medien: sie treten einem Vertrauensnetzwerk bei und erhalten auf diese Weise vor allem mehr <em>Beachtung<\/em>, mehr Doktoranden und Drittmittel (da freut sich jeder Universit\u00e4tspr\u00e4sident!) sowie h\u00f6here Vortragshonorare. Da Wissenschaftler im Wesentlichen ganz normale Menschen mit einer speziellen Begabung sind, sollte man ihnen dieses \u00fcberaus menschliche Verhalten keineswegs ver\u00fcbeln. Sie folgen nur \u2013 wie andere Menschen auch \u2013 den Anreizen, denen sie ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>Sicherlich k\u00f6nnten die Wissenschaftler st\u00e4rker das quasi-gesicherte Wissen, also solches, das sich robust in Experimenten best\u00e4tigen l\u00e4sst und deshalb weitestgehend unumstritten ist, verbreiten und sich bei anderen Aussagen st\u00e4rker zur\u00fcckhalten. Nur w\u00fcrde dies das Problem nicht wirklich l\u00f6sen, weil Politiker und B\u00fcrger Antworten (zumindest Einsch\u00e4tzungen) zu konkreten Fragestellungen und deren L\u00f6sung ben\u00f6tigen. Falls diese jedoch nicht zum Bereich des quasi-gesicherten Wissens geh\u00f6rt, bliebe die Wissenschaft in solchen Diskursen sprachlos, was ebenfalls nicht w\u00fcnschenswert ist.<\/p>\n<h1>3. Ausweg: mehr Vertrauen in die Politik?<\/h1>\n<p>Ungl\u00fccklicherweise ist die Politik \u00e4hnlichen Problemen ausgesetzt wie die Wissenschaft. Zum einen gibt es zumeist keine unbestreitbar objektiven L\u00f6sungen zu den anstehenden Aufgaben der Politik. Bei rationaler Ignoranz der W\u00e4hler f\u00fchrt dies erneut zur Wahl von Vertrauenspersonen oder -organisationen. Vertrauensbildung und Vertrauenserhalt werden somit zu zentralen Elementen erfolgreicher Politik.<\/p>\n<p>Zum anderen verfolgen auch Politiker \u2013 wie jeder andere Mensch auch \u2013 ihre pers\u00f6nlichen Interessen. Diese bestehen nat\u00fcrlich keineswegs nur aus h\u00f6heren monet\u00e4ren Einkommen, sondern vor allem auch aus der M\u00f6glichkeit, Politik aktiv zu gestalten und Spuren zu hinterlassen oder schlicht Macht zu besitzen. Letzteres ist jedoch nur m\u00f6glich, wenn man selbst zur Vertrauensperson erw\u00e4hlt wurde!<\/p>\n<p>Wichtige Elemente f\u00fcr den Erhalt von Vertrauensw\u00fcrdigkeit sind Glaubw\u00fcrdigkeit und Berechenbarkeit. Glaubw\u00fcrdig sollte der Politiker im Hinblick darauf sein, dass der Politiker glaubhaft die Interessen und W\u00fcnsche der B\u00fcrger vertritt \u2013 gegebenenfalls auch mal gegen seine pers\u00f6nlichen Vorlieben. Berechenbarkeit beinhaltet, dass seine Reaktionen \u2013 auch in unvorhersehbaren Situationen \u2013 im Wesentlichen vorhersehbar sind. Die Sto\u00dfrichtung seiner Ma\u00dfnahmen sollte nicht zu sehr im Widerspruch zu seinen vormals get\u00e4tigten Aussagen stehen.<\/p>\n<p>Verletzungen dieser Prinzipien, die gelegentlich durchaus angebracht sein k\u00f6nnen, brauchen Kan\u00e4le, die den Protest der B\u00fcrger aufnehmen. Normalerweise \u00fcbernimmt eine starke Opposition diese Rolle. Falls sich die durchgesetzten Ma\u00dfnahmen als wenig erfolgreich erweisen, wird die Opposition daf\u00fcr bei der n\u00e4chsten Wahl belohnt. Problematisch wird es jedoch, wenn keine hinreichend starke Opposition existiert. Dann f\u00fchlen sich die B\u00fcrger im politischen System nicht mehr repr\u00e4sentiert. Sie entziehen dann nicht nur einer Person oder einer Partei das Vertrauen, sondern dem politischen System als Ganzes.<\/p>\n<p>Dieses haben wir in Deutschland in den letzten Jahren wiederholt erlebt, einerseits in der Einrichtung von gro\u00dfen Koalitionen und andererseits dadurch, dass die regierenden Parteien Positionen durchgesetzt haben, die man eigentlich den Oppositionsparteien zuordnen w\u00fcrde. Dies f\u00fchrt nicht nur zur Etablierung neuer Parteien, sondern auch zum Erfolg solcher Parteien, die den Grundwerten der Verfassung skeptisch gegen\u00fcberstehen.<\/p>\n<h1>4. Was dann?<\/h1>\n<p>Wie kann man die Vertrauenserosion in Institutionen der Gesellschaft in einer Zeit eines \u00dcberma\u00dfes an Informationsbereitstellung und der gelegentlich \u00fcberm\u00e4\u00dfig starken Eigendynamik von sozialen Netzwerken stoppen? Meines Erachtens wird dazu mindestens das Folgende ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>(1) Die St\u00e4rkung der Medienkompetenz der B\u00fcrger. Genauso wie Studierende in erkenntnistheoretischen Vorlesungen lernen, dass jegliche wissenschaftliche Theorie kritisch zu hinterfragen ist, genauso sollte das allgemeine Bewusstsein gest\u00e4rkt werden, jegliche Nachrichten aus Massenmedien oder sozialen Netzwerken in Frage zu stellen. Mit anderen Worten: blindes Vertrauen soll durch kritisches Vertrauen ersetzt werden.<\/p>\n<p>(2) St\u00e4rkung des politischen Wettbewerbs und institutionalisierte Machtbegrenzungen. Politikkartelle (wie zum Beispiel gro\u00dfe Koalitionen) sollten nicht zur Dauerl\u00f6sung werden. Im Zweifel richten kurzfristig suboptimale Politikma\u00dfnahmen weniger Schaden an als der Vertrauensverlust in den Politikbetrieb als Ganzes. Dar\u00fcber hinaus sollte die Amtszeit von Spitzenpositionen in der Politik \u2013 Bundeskanzler, Ministerpr\u00e4sidenten, \u2026 \u2013 auf zwei Legislaturperioden begrenzt werden. Dies verhindert verkrustete Strukturen sowie die Konzentration von politischer Macht. Schlie\u00dflich sollten bei grundlegenden Fragen st\u00e4rker Ma\u00dfnahmen der direkten Demokratie eingesetzt werden. Nichts legitimiert Grundsatzentscheidungen st\u00e4rker als Volksabstimmungen.<\/p>\n<p>(3) Es sollte in Richtung der R\u00fcckbesinnung auf angemessene Umgangsformen im medialen und politischen Wettbewerb gearbeitet werden. Nicht die Vertreter missliebiger Positionen sollten ausgegrenzt werden, sondern die Ausgrenzung selbst sollte tabuisiert werden. Journalistische Qualit\u00e4t k\u00f6nnte man nicht nur darin messen, wie wohlformuliert <em>eine<\/em> Position vertreten wird, sondern insbesondere dadurch, wie gut die <em>Gegenposition<\/em> abgebildet wird.<\/p>\n<p>Fassen wir zusammen: In der modernen Welt des Internets und sozialer Netzwerke ist die <em>Auswahl<\/em> von Informationen zu einem entscheidenden Problem geworden. Auf Grund von zeitlichen und kognitiven Einschr\u00e4nkungen spielt dabei das <em>Vertrauen<\/em> eine zentrale Rolle. Wissenschaft, Medien und Politik haben darauf reagiert \u2013 nicht ausschlie\u00dflich zum Besseren. Die Folge ist eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft und die Erosion von Vertrauen in die grundlegenden gesellschaftlichen Institutionen. Eine St\u00e4rkung des gesellschaftlichen Grundkonsenses k\u00f6nnte dadurch erfolgen, auf eine gr\u00f6\u00dfere Medienkompetenz im Sinne der F\u00f6rderung eines <em>kritischen Vertrauens<\/em> hinzuarbeiten und politische <em>Machtkonzentrationen institutionell zu beschr\u00e4nken<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Literatur <\/strong><\/p>\n<p>Edelmann (2018): Edelmann Trust Barometer, <a href=\"http:\/\/cms.edelman.com\/sites\/default\/files\/2018-02\/2018_Edelman_Trust_Barometer_Global_Report_FEB.pdf\">http:\/\/cms.edelman.com\/sites\/default\/files\/2018-02\/2018_Edelman_Trust_Barometer_Global_Report_FEB.pdf<\/a>, abgerufen am 1.03.2018.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Das Problem Am 21. 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