{"id":23340,"date":"2018-07-30T09:11:38","date_gmt":"2018-07-30T08:11:38","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=23340"},"modified":"2026-04-09T10:02:03","modified_gmt":"2026-04-09T09:02:03","slug":"gastbeitrag-das-badische-nationalspiel-cego","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=23340","title":{"rendered":"<b>Gastbeitrag <\/b><br>Das badische Nationalspiel Cego"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. Cego<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> geh\u00f6rt zu den Tarockspielen. Was hei\u00dft Tarock?<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Das Cegoblatt geh\u00f6rt zu den Spielen mit den sogenannten Tarock- oder auch Tarotkarten<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>. Deren besonde\u00adres Kennzeichen ist die sogenannte gro\u00dfe Arcana, die aus 22 speziellen Karten be\u00adsteht. Tarock scheint zwischen 1430 und 1440 im heutigen Italien entstanden zu sein<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>. Zu den italieni\u00adschen Farben spade, bastoni, coppe und denari<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> seien als f\u00fcnfte Farbe die 21 trionfi (daher deutsch Tr\u00fcmpfe) und eine weitere Karte mit einer Figur im Narrenkost\u00fcm der Narr (il matto) hinzu gekommen. Die Ita\u00adliener mussten demnach einen Namen f\u00fcr die f\u00fcnfte Farbe finden und \u201eentschieden sich \u2013 aus Gr\u00fcnden, die wir heute nicht mehr kl\u00e4ren k\u00f6nnen \u2013 f\u00fcr tarocco\u201c<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>. Dass diese f\u00fcnfte Farbe aus 21 Karten besteht, die von eins bis 21 durchnumeriert sind und meist per definitio\u00adnem als Trumpfkarten<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> gelten, scheint mir auff\u00e4llig. Denn die \u00fcbri\u00adgen Farben bestehen h\u00f6chs\u00adtens aus je 14 Karten dabei aus den Zahlenkarten jeweils von eins bis zehn und den Bildkarten Bube, Rei\u00adter, Dame und K\u00f6nig ferner als besondere Karte der Matto. Die Annahme, \u201ees w\u00e4re zu einfach gewesen, ein f\u00fcnftes Far\u00adbensymbol zu erfin\u00adden\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> erscheint mir allerdings etwas naiv. Warum malte man dann \u201earchety\u00adpische Figuren auf die Kartenbl\u00e4tter, so urt\u00fcmlich, dass sie aus Dantes G\u00f6ttlicher Kom\u00f6die stammen k\u00f6nnten\u201c<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>? Dieser Frage wird noch nachzugehen sein.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die vier Farben machen also 56 Karten und mit den 21 Tr\u00fcmpfen und dem Matto kommt man so auf die 78 Karten des Gro\u00dftarock. Eine andere Erkl\u00e4rung verweist darauf, dass sich der Name des Spiels aus dem Arabischen erkl\u00e4rt. Zu Spielen \u201edes unter Tara genannten arab. T.arah.a (entfernen, beseitigen) geh\u00f6rt ital. Tarocco m. als Name\u201c<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Diese \u00dcbersetzung entspr\u00e4\u00adche zum einen der Funktion, die die speziellen Karten als Tr\u00fcmpfe im Spiel haben also ste\u00adchen (entfernen), und zum anderen sind Hinweise, dass die Kartenspiele aus dem arabi\u00adschen Raum kommen, nicht selten. So wird, was die Ausbreitung der Spielkarten nach Europa an\u00adgeht, zum einen den Kreuzz\u00fc\u00adgen, zum anderen den Sarazenen in Spanien<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> besondere Bedeu\u00adtung beigemessen.<\/p>\n<p>Die Bezeichnung Tarock wird in Europa zweifelsohne zun\u00e4chst vom italienischen tarocco abgeleitet, in Frankreich sagt man tarot, in Ungarn tarokk, &nbsp;in der Tschechischen Republik taroky, tarok in Slownien, aber auch Trogga und Troccas in der Schweiz<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> und schlie\u00dflich in \u00d6sterreich Tarock.<\/p>\n<p>Die Ausbreitung des Tarockspiels erfolgte von Italien nach Westen und so wird bei Francois Rabelais 1534 ein Spiel le tarau erw\u00e4hnt. Mitte des 16. Jahrhunderts erfolgen h\u00e4ufige Erw\u00e4h\u00adnungen des Spiels in Frankreich, wobei darauf hingewiesen wird, dass die Spieler italienische Karten benutzten. Zu dieser Zeit fand sich in Listen der gebr\u00e4uchlichen Spiele in Deutschland und \u00d6sterreich kein Hinweis, so dass anzunehmen ist, dass das Spiel fr\u00fchestens im 17. Jahr\u00adhundert im deutschen Sprachraum auftritt. Zwischen 1650 und 1750 breitete es sich besonders stark aus im Westen bis in die Normandie, im Norden bis nach Schweden, im Osten bis nach Russland. Ausgenommen von der Ausbreitung blieben der Balkan, die britischen Inseln und, was bez\u00fcglich der Herkunft des Cego als besonders wichtig erscheint, die iberische Halb\u00adin\u00adsel.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Wahrscheinlich fand das Spiel \u00fcber die Schweiz, wo es Mitte des 17. Jahrhunderts beson\u00adders gespielt wurde, und dies vor allem in den italienisch bzw. franz\u00f6sisch sprechenden Bev\u00f6lkerungsteilen, seinen Weg in den deutschen Sprachraum.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Franz\u00f6sische und italieni\u00adsche Ausdr\u00fccke auch im Cego sprechen f\u00fcr diesen Weg. Die verbreitete Bezeichnung \u201eKa\u00advall\u201c in \u00d6sterreich und Baden f\u00fcr den Reiter kommt aus dem Italienischen cavallo, im Sp\u00e4t\u00adlateinischen caballus, was aller\u00addings nicht Reiter sondern Pferd bedeutet. Das franz\u00f6sische \u201eChevalier\u201c w\u00e4re mit Reiter zu \u00fcbersetzen. Der Ausdruck \u201eHanor\u201c f\u00fcr den K\u00f6nig k\u00f6nnte sich von Honor (lateinisch Ehre, fran\u00adz\u00f6sisch honneur) ableiten.<\/p>\n<p>Die eigentlichen tarocci waren im \u00dcbrigen nicht immer von eins bis 21 durchnummeriert, so dass die Spieler bei fehlenden Zahlen den Rang der Karte anhand der Symbole erkennen mussten.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>In \u00d6sterreich kam es in der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts zu einem Umbruch<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> in der Tarockgeschichte mit zwei wichtigen \u00c4nderungen.<\/p>\n<ul>\n<li>W\u00e4hrend in Frankreich und Italien und selten in \u00d6sterreich bis heute mit den 78 Blatt des Gro\u00dfta\u00adrocks gespielt wird, wurde f\u00fcr die meisten \u00f6sterreichischen Tarockspiele, so auch beim Cego, die Zahl der Karten von 78 auf 54 reduziert, indem man bei der Lee\u00adren der Farbkarten statt zehn nur noch vier Karten verwandte. Was dabei die Skat\u00adspieler oft geradezu schockiert, ist, dass bei den roten Farben die Karten eins bis vier und bei den schwarzen die Karten sieben bis zehn im Spiel blieben. Ferner, dass auch noch die Stechfolge der Leeren die Richtung eins bis vier bei Rot (die Niedrige sticht die H\u00f6here) und bei den schwarzen zehn bis sieben (die H\u00f6here sticht die Niedrigere) verschieden ist. Dies r\u00fchrt daher, dass bis 1500 in Italien und bis ins 16. Jahrhundert in Spanien diese unterschiedliche Stich\u00adfolge bei schwarzen und roten Farben f\u00fcr die Zahlen eins bis zehn \u00fcblich war.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Bei der Reduzierung des Blatts jeweils um die sechs niedrigsten Karten, bei den roten also f\u00fcnf bis zehn und bei den schwarzen eins bis sechs, kam es so zu dieser Auff\u00e4lligkeit. Die so entstandenen Ta\u00adrock\u00adformen wer\u00adden in \u00d6sterreich als Tapp-Tarock oder auch Tappen bezeichnet. Allerdings blie\u00adben auch die Karten und Spiele des Gro\u00dftarock be\u00adstehen.<\/li>\n<li>Ferner \u00e4nderte sich die Rolle des Matto, der nicht mehr eine Sonderkarte war, sondern zum h\u00f6chsten Trumpf wurde (Siehe unten). Diese beiden \u00c4nderungen sollen in \u00d6ster\u00adreich vorge\u00adnommen wor\u00adden sein, wo Tarock als \u00f6sterreichisches Nationalspiel ge\u00adfeiert wird.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Bei der Systematik der Tarockspiele unterscheidet der englische Experte Michael Dummet drei Kategorien<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a>. Zur Gruppe I z\u00e4hlt er Spiele bei denen auch an\u00addere Trumpfkarten als die Eins, die 21 und der Matto (Narr) mehr als einen Punkt z\u00e4hlen, was vor allem in regionalen Varianten Italiens zu\u00adtrifft. Bei den Varianten II und III z\u00e4hlen nur diese drei Tr\u00fcmpfe, also die Eins, die 21 und der Matto jeweils f\u00fcnf Punkte. Diese drei Karten werden im \u00f6sterreichischen zusammen Trull genannt, was eine Verballhornung des franz\u00f6sischen \u201etous les trois\u201c (alle drei) ist.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Der Unter\u00adschied zwischen den Varianten II und III liegt in der Rolle des Matto. Er hei\u00dft in den franz\u00f6sischen Ta\u00adrotregeln \u201eL\u00b4excuse\u201c, ist dort kein Trumpf, z\u00e4hlt aber immer f\u00fcr den Besitzer f\u00fcnf Punkte und kann von diesem unabh\u00e4ngig von den Regeln immer gespielt wer\u00adden, wo\u00adbei sich dieser \u00fcblicherweise entschuldigt, weil er sich f\u00fcr eine Runde mit dieser Karte aus den Regeln des Spiels verabschieden kann (Vgl. Anlage 2 unten.). Oft zeigt er diese Karte lediglich und wirft zur Ver\u00advollst\u00e4ndigung des Stichs irgendeine Leere dazu. Aus \u201eL\u00b4excuse\u201c, wurde dann Sk\u00fcs, Schk\u00fcs, Skys oder Skis und bei der Eindeutschung setzte man ein G da\u00advor, woraus Gstie\u00df und schlie\u00dflich Stie\u00df entstand<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a>. Der Stie\u00df (auch Sk\u00fcs<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a>), der urspr\u00fcng\u00adlich im\u00admer als Narr darge\u00adstellt wurde, erhielt auf den badi\u00adschen Cegokarten eine Laute oder Mandoline und hei\u00dft daher bei den Cegospielern oft auch der \u201eGige\u00admaa\u201c (Geigen\u00admann). Die Gruppe III ist dann die, in der der Stie\u00df eben zum h\u00f6chsten Trumpf wurde und zu dieser Gruppe z\u00e4hlt auch das Cego.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>2. Zur esoterischen Bedeutung<\/strong><\/p>\n<p>\u201eTarock, Magie und Okkultismus \u2013 diese drei Ingredienzien werden immer wieder in einen Topf geworfen, aber auch noch so heftiges R\u00fchren macht daraus noch kein bek\u00f6mmliches Gericht. Was bleibt ist ein popul\u00e4rer Irrtum\u201c<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a> ist eine Ansicht, an deren Richtigkeit ich Zwei\u00adfel habe.<\/p>\n<p>Die Tarockkarten wurden auch als Wahrsagekarten benutzt und spielen noch heute in der esoterischen Literatur eine gro\u00dfe Rolle<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a>. Der Ausdruck Tarot wird vom verkehrten Lesen des hebr\u00e4isch von rechts nach links geschriebenen Wortes Tora hergeleitet<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a>, und diese Karten sollen f\u00fcr die Kabbala (j\u00fcdische Mystik, religionsphilosophische Geheimlehre) eine beson\u00addere Rolle spielen, wobei die Bedeutung im Hauptwerk der Kabbala, dem Sohar (= Glanz), festgelegt sein soll.<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a> Sie entsprechen danach Buchstaben des hebr\u00e4ischen Alphabets<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a> <a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a> so\u00adwie den entsprechenden Zahlen und werden mit bestimmten Stimmungs- und Lebenslagen in Verbindung gebracht (Vgl. hierzu Anlage 3). Auch das alt\u00e4gyptische \u201eTarut\u201c, die Befragte und das Wort \u201etarisk\u201c aus der uralten Zendsprache (Zend-Avesta hei\u00dfen die heiligen Schriften der Parsen), was \u201eich verlange die Antwort\u201c bedeutet, werden als Beleg angef\u00fchrt.<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a> Es wun\u00addert also nicht, dass die Kirche sehr wohl zwi\u00adschen den Tarockkarten und den anderen unter\u00adschied und die Karten der gro\u00dfen Arcana, die \u201etri\u00adomfi\u201c, als die 22 Sprossen einer Leiter in die Tiefe der H\u00f6lle in einer Predigt genannt werden.<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a><sup>,<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Nach Mayr und Sedlaczek ist bez\u00fcglich des Ursprungs das genaue Gegenteil der Fall<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a>, denn der esoterische Kult sei erst sp\u00e4ter entstanden.<\/p>\n<p>\u201eAls Antoine Court de G\u00e9belin, ein aus Genf stammender und in Paris lebender protestanti\u00adscher Pastor\u201c<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a>, in den sp\u00e4ten 1770 Jahren\u201c diese Karten sah, \u00fcberkam ihn nach eigenen Aussa\u00adgen beim Anblick der Trumpfkarten die Inspiration, es handle sich um alte \u00e4gyptische religi\u00f6se Symbole. Er kam auf die Entsprechung zum hebr\u00e4ischen Alphabet und publizierte 1781 seine Forschungen. Daraufhin entwickelte der Okkultist Etteila, der danach seinen Na\u00admen in Alliette umkehrte, einen \u201eDictionnaire du Livre de Thot\u201c der besondere Beachtung fand.<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a> Zwischen 1783 und 1785 verfasste er ein vierb\u00e4ndiges Werk und gr\u00fcndete noch vor seinem Tod 1791 eine \u201eGesellschaft der Interpreten des Buches Thot\u201c.<a href=\"#_ftn35\" name=\"_ftnref35\">[35]<\/a> Eine andere Quelle<a href=\"#_ftn36\" name=\"_ftnref36\">[36]<\/a> bringt die Entwicklung bis zum H\u00f6hepunkt 1888 mit der Entzifferung des Steins von Rosette 1822 (Entzifferung der Hieroglyphen-Sprache) in Verbindung und der sich anschlie\u00dfenden Begeisterung f\u00fcr alles \u00c4gyptische. Mir selbst erscheinen sowohl die Zahl der Tr\u00fcmpfe als auch deren Symbolik jedoch nach wie vor als Zeichen eines urspr\u00fcnglichen esoterischen Ein\u00adflusses verd\u00e4chtig.<\/p>\n<p>Das Cegoblatt allerdings ist in allen mir bekannten Versionen von den esoterischen Symbolen wie \u201eder Teufel\u201c, \u201edie M\u00e4\u00dfigung\u201c, \u201edie P\u00e4pstin\u201c usw.<a href=\"#_ftn37\" name=\"_ftnref37\">[37]<\/a> befreit. Gerade diese 22 Karten boten ja die M\u00f6glichkeit verschiedenster Darstellungen, die mit den urspr\u00fcnglichen esoterischen Vorlagen nichts mehr zu tun haben (Tiere, Moden, Stadtansichten, Milit\u00e4r- und Jagdthemen<a href=\"#_ftn38\" name=\"_ftnref38\">[38]<\/a>) und \u00fcberwiegend in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts entstehen. Auf 1820 wird sogar ein Spiel mit Schillerdramen-Motiven datiert<a href=\"#_ftn39\" name=\"_ftnref39\">[39]<\/a> und auch ein \u201eFreisch\u00fctz-Tarock\u201c mit Darstellungen aus der Oper von Carl Maria von Weber<a href=\"#_ftn40\" name=\"_ftnref40\">[40]<\/a> existierte.<\/p>\n<p>Eine v\u00f6llig andere Begr\u00fcndung f\u00fcr die 21 Tr\u00fcmpfe sieht diese in Zusammenhang mit den 21 M\u00f6glichkeiten der Dominosteine<a href=\"#_ftn41\" name=\"_ftnref41\">[41]<\/a>. Diese Ansicht findet mittelbar ihre Begr\u00fcndung wohl darin, dass nach einer Theorie der Weg vom wohl \u00e4ltesten Spielobjekt dem W\u00fcrfel<a href=\"#_ftn42\" name=\"_ftnref42\">[42]<\/a>, \u00fcber dessen Abbildung im Domino f\u00fchrte. Dieses wurde schlie\u00dflich mit Karten gespielt<a href=\"#_ftn43\" name=\"_ftnref43\">[43]<\/a>, wodurch die ersten Kartenspiele \u00fcberhaupt in China entstanden seien. Diese Ansicht<a href=\"#_ftn44\" name=\"_ftnref44\">[44]<\/a>, bleibt allerdings umstritten.<\/p>\n<p><strong>3. Verbreitung des Cego und die Frage nach seiner Herkunft<\/strong><\/p>\n<p>Es geht im Weiteren nicht um die Herkunft der Tarotkarten, sondern um die des konkreten Cegospiels. Schlager vermutet, dass die badischen Soldaten das Spiel aus dem Spanienfeld\u00adzug mit Napoleons Truppen 1808 \u2013 1813 mitgebracht haben.<a href=\"#_ftn45\" name=\"_ftnref45\">[45]<\/a> Daf\u00fcr spricht auch, dass alle entspre\u00adchenden Kartenspiele als Tarockspiele aufgef\u00fchrt werden und die Bezeichnung Cego f\u00fcr ein Blatt erst nach Napoleon auftritt<a href=\"#_ftn46\" name=\"_ftnref46\">[46]<\/a>. Das Wort Cego kommt wohl mittel\u00adbar vom lateini\u00adschen caecus f\u00fcr blind \u00fcber das entsprechende spanische Wort ciego (portugiesisch cego) zu\u00adstande. In manchen Quellen wird auch vom Zigo gesprochen.<a href=\"#_ftn47\" name=\"_ftnref47\">[47]<\/a> F\u00fcr die Herkunft aus dem roma\u00adnischen Sprachraum sprechen auch Ausdr\u00fccke wie Cavall f\u00fcr den Reiter und Hanor (Honor) f\u00fcr den K\u00f6nig. Die Eins, im Cego \u201es\u00b4Bapperle\u201c genannt<a href=\"#_ftn48\" name=\"_ftnref48\">[48]<\/a>, hei\u00dft im italienischen Tarots\u00adpiel \u201eIl Bagattello\u201c<a href=\"#_ftn49\" name=\"_ftnref49\">[49]<\/a> und in der Spielregel der Fa. Schmid \u201ePagat\u201c<a href=\"#_ftn50\" name=\"_ftnref50\">[50]<\/a>. Pa\u00adgat kommt wohl von Bagatello und dieses von Bagatella Geringf\u00fcgigkeit, was ja dem Fremdwort Baga\u00adtelle entspricht. Der Bapperle wird aber auch Kleiner Mann oder Pfeif sowie die Gei\u00df ge\u00adnannt. Im Schwarzwald nennt man die 21 den Mund oder Mond<a href=\"#_ftn51\" name=\"_ftnref51\">[51]<\/a>, ohne dass dies irgendetwas mit dem Bild der Karte zu tun hat. Die Herkunft wird klar, wenn man von der esoterischen Bedeutung der 21 \u201edie Welt\u201c also \u201ele monde\u201c bzw. \u201eil mondo\u201c ausgeht (Vgl. die Abbildung in Anlage 2 oben, die sich in Tilley S. 17 findet, sowie die Karten 21 und 18 des Prager Tarot in Anlage 3). Aller\u00addings f\u00fchrte die Bezeichnung Mond f\u00fcr die 21 dazu, dass Cegobl\u00e4tter ent\u00adwickelt wurden, bei welchen die 21 mit einem Mondmotiv gestaltet wurden,<a href=\"#_ftn52\" name=\"_ftnref52\">[52]<\/a> w\u00e4hrend dem Mond urspr\u00fcnglich die Zahl 18 zugeordnet wird (Vgl. Anlagen 2 und 3). Auch das Wort \u201eLe\u00adgage\u201c<a href=\"#_ftn53\" name=\"_ftnref53\">[53]<\/a> f\u00fcr die abgeleg\u00adten Kar\u00adten ist wohl umgekehrt ein franz\u00f6sisiertes Wort f\u00fcr das Abge\u00adlegte. Da aber, wie er\u00adw\u00e4hnt, auf der iberischen Halbinsel nie Tarock gespielt wurde, kommt das Cegoblatt wohl von \u00d6ster\u00adreich nach Vorder\u00f6sterreich und so nach Baden. Das Blatt, die Werte der Karten, die Art wie die Karten stechen, die komplizierte Z\u00e4hlweise<a href=\"#_ftn54\" name=\"_ftnref54\">[54]<\/a>, die Sonder\u00adspiele Bettel und Pic\u00adcolo all dies verweist auf die Verbin\u00addung zu \u00d6sterreich. Auch die Va\u00adriante \u201eR\u00e4uber\u201c des Cego<a href=\"#_ftn55\" name=\"_ftnref55\">[55]<\/a> gibt es in \u00d6sterreich unter dem Namen Trischacken, ferner wer\u00adden auch Bettel, Ultimo, Solo und Pic\u00adcolo gespielt<a href=\"#_ftn56\" name=\"_ftnref56\">[56]<\/a> und da\u00admit Spiele die f\u00fcr das Cego ty\u00adpisch sind. Schlie\u00df\u00adlich gibt es im Badi\u00adschen auch ein verbreite\u00adtes Spiel, welches Dreierles oder \u201eStra\u00dfenwart\u00adscego\u201c genannt wird und solche \u201eDreierspiele\u201c kommen auch im \u00d6sterrei\u00adchischen Tarock\u00adspiel vor<a href=\"#_ftn57\" name=\"_ftnref57\">[57]<\/a>. Die \u00c4hnlich\u00adkeiten zwischen den Regeln des \u00f6sterreichischen Ta\u00adrockspiels mit denen des Dreierles lassen den Verdacht aufkommen, dass die sp\u00e4teren Cego\u00adkarten f\u00fcr das Dreierlesspiel nach Baden kamen, und das Cego sich sp\u00e4ter als neues Spiel mit diesen Karten entwickelt hat. Was n\u00e4m\u00adlich das Cego entschei\u00addend vom \u00f6sterreichischen Ta\u00adrock unterschei\u00addet, ist die Rolle des Blin\u00adden, der zu\u00adn\u00e4chst unaufge\u00addeckten Karten des Spiels. \u00c4u\u00dferlich al\u00adlerdings unterscheidet sich das Cegoblatt vom \u00f6ster\u00adreichischen Tarockblatt le\u00addiglich dadurch, dass die Tr\u00fcmpfe wie beim franz\u00f6sischen Tarot in arabischen Zahlzeichen nummeriert sind, w\u00e4h\u00adrend das \u00f6sterreichische Blatt r\u00f6misch nummerierte Tr\u00fcmpfe aufweist (Vgl. die Abbildungen in Mitte der Anlage 2), was Cegospielern meist ernstliche Probleme berei\u00adtet. Es liegt nahe, dass die Badener bei ih\u00adrem Feldzug mit Napoleon auch mit den fran\u00adz\u00f6sischen Tarotkarten gespielt haben und sich so an die arabischen Zahlzeichen gew\u00f6hnt ha\u00adben. Alle Karten diesen Typs die vor Napoleon gedruckt wurden hei\u00dfen Tarockkarten und haben r\u00f6mische Zahlzeichen.<a href=\"#_ftn58\" name=\"_ftnref58\">[58]<\/a> Zur Bezeichnung der Karten als Cegokarten kommt es erst nach Napoleon und diese weisen arabische Zahlzei\u00adchen auf, was allerdings auch f\u00fcr sp\u00e4tere als Tarockkarten bezeichnete Bl\u00e4tter gilt, die aller\u00addings in Einzelf\u00e4llen bei r\u00f6mischen Zahl\u00adzeichen bleiben.<a href=\"#_ftn59\" name=\"_ftnref59\">[59]<\/a><\/p>\n<p>Wichtig ist die beim Cego verschiedene Rolle des Blinden. Bei den meisten Tarock\u00adspielen be\u00adsteht der Skat, wie der Blinde, vom lateini\u00adschen scartere = weglegen abzu\u00adleiten, genannt wird, nur aus sechs Karten. Beim Gro\u00dftarock verbleiben also von den 78 Kar\u00adten 72 zum Verteilen und bei 54 Karten entsprechend 48. Da sowohl 72 als auch 48 so\u00adwohl durch drei als auch durch vier teilbar sind, ergeben sich f\u00fcr das Spiel zur Dreien oder zu Vie\u00adren keine Schwierig\u00adkeiten. Es geht immer auf! Beim Cego spielt der Blinde eine andere Rolle als bei den meisten Tarockspielen und er entspricht der um eins verminderten Zahl der Karten in den H\u00e4nden der Spieler. Beim Spiel zu viert er\u00adh\u00e4lt jeder Spieler elf Karten in die Hand und der Blinde besteht aus zehn Karten. Beim Spiel zu dritt besteht das Handblatt der Spieler aus jeweils dreizehn Karten und der Blinde enth\u00e4lt zw\u00f6lf Blatt, was zusammen 51 Karten aus\u00admacht. Daher m\u00fcs\u00adsen, wenn zu dritt gespielt wird, drei Karten (die schwarzen Sieben und die Karo Vier) aus dem Blatt ge\u00adnommen werden, da\u00admit gespielt werden kann.<\/p>\n<p>Die besondere Art mit dem Blinden zu spielen kommt nun nach Mayr und Sedlaczek<a href=\"#_ftn60\" name=\"_ftnref60\">[60]<\/a> aus dem spanischen Spiel Tresillo, einer Variante des l\u00b4ombrespiels<a href=\"#_ftn61\" name=\"_ftnref61\">[61]<\/a>. Dieses Spiel wird mit 40 Karten und von drei Spielern gespielt. Die 40 Karten bestehen aus den Zahlkarten jeweils eins bis sieben, wobei der Eins eine Sonderrolle zukommt, aber bei den \u00fcbrigen Karten die Stich\u00adfolge bei den roten und schwarzen Farben sich in gleicher Weise unterscheidet wie beim Cego. Die drei Bildkarten jeder Farbe sind K\u00f6nig, Reiter und Bube. Jeder Spieler erh\u00e4lt zu\u00adn\u00e4chst neun Karten und 13 Karten bleiben im Blinden, der also eine schon vom Umfang her wie beim Cego besondere Rolle spielt und beim Reizen werden ebenfalls Karten aus dem Stock mit den Handkarten ausgetauscht. Bei bestimmten Spielen den Obscurs werden sogar bei beim Cego viele oder fast alle Karten getauscht.<a href=\"#_ftn62\" name=\"_ftnref62\">[62]<\/a> Schlagers Verdacht, dass die Entste\u00adhung des Cego also damit zu tun habe, dass die badischen Soldaten mit Napoleons Truppen in Spanien k\u00e4mp\u00adften, enth\u00e4lt also doch einen wahren Kern. Allerdings nicht in Be\u00adzug auf die Karten als viel\u00admehr bez\u00fcglich der Spielweise.<\/p>\n<p>In seinem Aufsatz \u201eDas badische Nationalspiel &#8222;Cego&#8220; und die anderen in Baden und an Ba\u00addens Grenze volks\u00fcblichen Kartenspiele\u201c<a href=\"#_ftn63\" name=\"_ftnref63\">[63]<\/a> bezieht sich Friedrich Schlager auf eine Umfrage aus dem Jahr 1932 f\u00fcr den Atlas der deutschen Volkskunde. Die Frage lautete \u201eWelches Kartenspiel spielen die M\u00e4nner ihres Ortes am liebsten?\u201c<a href=\"#_ftn64\" name=\"_ftnref64\">[64]<\/a> Es war also nur nach dem einen, am liebsten gespielten Kartenspiel gefragt, und zur \u00dcberraschung ergab sich f\u00fcr Cego eine dichte Verbreitung, die sich eng an die komplizierten Landesgrenzen des damaligen Landes Baden und des F\u00fcrstentums Hohenzollern hielt. Nur sechs Angaben \u201eam liebsten Cego\u201c wie\u00adsen auf grenznahe w\u00fcrttembergische Orte (z.B. Schramberg) hin. Die Verbreitung des Spiels muss also mit dem Entstehen des Landes Baden zu tun haben (Vgl. hierzu die Anlage 1). Aber nicht nur die Entstehung des Gro\u00dfherzog\u00adtums Baden 1806, sondern auch mittelbar die der Erzdi\u00f6zese Freiburg 1821 sind Folgen der Politik Napoleons bzw. deren Beendigung durch den Wiener Kongress. Die Erzdi\u00f6zese Frei\u00adburg umfasst n\u00e4mlich genau bis heute das Gebiet der 1932 festgestellten Ver\u00adbreitung des Cegos, n\u00e4mlich das Land Baden und das Hohen\u00adzollern. Schlager nahm daher an, dass Cego das Spiel der badischen Beamten und der Geist\u00adlichkeit des Erzbistums Freiburg war.<a href=\"#_ftn65\" name=\"_ftnref65\">[65]<\/a> So schreibt auch der Geistliche und Dichter Heinrich Hansjakob; \u201eVon jetzt an (als Quintaner d. Verf.) bis zum zweiten Jahre meiner Universit\u00e4ts\u00adstudien blieb ich ein leiden\u00adschaftlicher Verehrer des Cegospiels\u201c<a href=\"#_ftn66\" name=\"_ftnref66\">[66]<\/a>, und in seinen Jugenderinne\u00adrungen kommt er achtmal auf dieses Spiel zu spre\u00adchen.<a href=\"#_ftn67\" name=\"_ftnref67\">[67]<\/a> Auch im Buch \u201eJosef Viktor von Scheffel und Emma Heim, Eine Dichterliebe\u201c von Ernst B\u00f6rschel, Berlin 1906, welchem eine Handlung des Jahres 1851 zugrunde <a href=\"#_ftn68\" name=\"_ftnref68\">[68]<\/a> liegt, wurde dem Cego ein Denkmal gesetzt. Allerdings k\u00f6nnen diese Zeugen mit der Prominenz der Ta\u00adrockspieler Mozart, Strau\u00df und Freud<a href=\"#_ftn69\" name=\"_ftnref69\">[69]<\/a>, oder des \u201eTarock in der Litera\u00adtur\u201c<a href=\"#_ftn70\" name=\"_ftnref70\">[70]<\/a> angefangen mit Goethe und Schiller, sowie im Wiener Kaffeehaus und der \u00f6sterreichi\u00adschen Politik<a href=\"#_ftn71\" name=\"_ftnref71\">[71]<\/a> nicht Schritt halten.<\/p>\n<p>Mayr und Sedlaczek verweisen bez\u00fcglich der Herkunft des Cego auch darauf, dass die \u00f6ster\u00adreichische Ode an das Tarockspiel Vorbild f\u00fcr ein entsprechendes f\u00fcnf Strophen umfassendes Cegolied war, welches 1860 in dem in Mannheim erschienenen Buch \u201eHistorische Ent\u00adwick\u00adlung der praktischen Regeln des Zigo-Taroc-Spieles\u201c erscheint und nach der Melodie \u201eVom hoh\u00b4n Olymp herab\u201c zu singen war.<a href=\"#_ftn72\" name=\"_ftnref72\">[72]<\/a><\/p>\n<p><em>\u201eZigo! Du himmlisch edeles Vergn\u00fcgen!<\/em><\/p>\n<p><em>Erlauchter Spiele K\u00f6nigin!<\/em><\/p>\n<p><em>Du kannst Verdruss und herben Schmerz besiegen,<\/em><\/p>\n<p><em>Dein Reiz erg\u00f6tzet Herz und Sinn.<\/em><\/p>\n<p><em>Ja feierlich schalle der Jubelgesang<\/em><\/p>\n<p><em>Fr\u00f6hlicher Br\u00fcder bei Becher Klang.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Dem B\u00fcrger winken laut&#8217;re Abendsterne,<\/em><\/p>\n<p><em>Er legt die Grillen auf die Seit\u00b4,<\/em><\/p>\n<p><em>Er geht, auf dass er stets nur achten lerne<\/em><\/p>\n<p><em>Des Lebens Ziel \u2013 die Einigkeit.<\/em><\/p>\n<p><em>Ja feierlich schalle der Jubelgesang<\/em><\/p>\n<p><em>Friedlicher Spieler bei Becher Klang.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Man g\u00f6nne jedem sonst auch sein Vergn\u00fcgen,<\/em><\/p>\n<p><em>Das nach der Arbeit er sich w\u00e4hlt.<\/em><\/p>\n<p><em>Zigo muss alles weitaus \u00fcberwiegen,<\/em><\/p>\n<p><em>Was selbst zur J\u00e4gerlust man z\u00e4hlt<\/em><\/p>\n<p><em>Ja feierlich schalle der Jubelgesang<\/em><\/p>\n<p><em>Friedlicher Spieler bei Becher Klang.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Hier f\u00fcrchtet nicht den Hass verruchter Feinde!<\/em><\/p>\n<p><em>Wer hat auch allen recht getan?<\/em><\/p>\n<p><em>Beh\u00e4lt man sich nur so viel wack\u00b4re Freunde,<\/em><\/p>\n<p><em>Dass man noch Zigo spielen kann.<\/em><\/p>\n<p><em>Ja feierlich schalle der Jubelgesang<\/em><\/p>\n<p><em>Friedlicher Spieler bei Becher Klang.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ist einer unter uns einmal gefallen,<\/em><\/p>\n<p><em>Vom stolzen Skis getroffen sch\u00f6n,<\/em><\/p>\n<p><em>So t\u00f6nt ein Lied, wie \u00fcblich ist bei allen,<\/em><\/p>\n<p><em>Die in der Grabes Kl\u00fcfte geh\u00b4n.<\/em><\/p>\n<p><em>Ja feierlich schalle der Jubelgesang<\/em><\/p>\n<p><em>Friedlicher Spieler bei Becher Klang.<\/em><\/p>\n<p>Der zweite Weltkrieg, in dem es keine besonderen badischen Regimenter mehr gab, hat dann wohl den Skat zum deutschen Einheitskartenspiel werden lassen, so dass heute leider nur noch wenige dem badischen Nationalspiel huldigen.<\/p>\n<p><strong>4. Regeln des Cego und regionale Besonderheiten der Regeln<\/strong><\/p>\n<p>Auf die Gemeinsamkeiten des Cego mit dem \u00f6sterreichischen Tapp-Tarock wurde bereits hingewiesen.<\/p>\n<p>Die Regeln und die Reizstufen sind vergleichsweise kompliziert und k\u00f6nnen hier nicht im Einzelnen dargestellt werden. Das typische ist, dass der Blinde immer nur eine Karte weniger aufweist, als die Spieler auf der Hand haben. Spielt man zu viert, haben die Spieler jeweils 11 Karten und der Blinde mit 10 macht 54 Karten. Beim Spiel zu dritt werden die drei niedrigs\u00adten Leeren mit Ausnahme der Herz 4 aus dem Spiel genommen, und jeder Spieler erh\u00e4lt 13 Karten, was mit dem 12 Karten des Blinden dann die 51 Karten ergibt.<\/p>\n<p>Beim <strong>R\u00e4uber<\/strong>, der dem Ramsch im Skat entspricht, wobei der Blinde unange\u00adtastet auf dem Tisch bleibt, und der verliert der die meisten Punkte macht, und dem in man\u00adchen Regionen gespielten <strong>Drescher<\/strong>, bei dem verloren hat, wer den letzten Stich macht<a href=\"#_ftn73\" name=\"_ftnref73\">[73]<\/a>, spielt jeder Spieler f\u00fcr sich. Bei den anderen Spielen dagegen spielt jeweils ein Spieler gegen die anderen. Vier andere Spiele, die aus der Hand gespielt werden, bei denen also wie bei R\u00e4uber und Drescher der Blinde unber\u00fchrt bleibt, sind der <strong>Bettel<\/strong>, bei dem der Spieler keinen Stich machen darf, um zu gewinnen, was also beim Skat einem \u201eNull Handspiel\u201c entspricht, der <strong>Piccolo<\/strong>, bei dem der Spieler genau einen Stich, nicht mehr und nicht weniger machen darf, und das <strong>Solo<\/strong>, welches nach Regeln des Cego mit dem Handblatt gespielt wird und der Einzelspieler, der das Solo ersteigert hat, gewinnt, wenn er mehr Punkte als seine Gegner macht, und dem Ultimo, bei dem der Einzelspieler gewinnt, wenn er den letzten Stich mit dem Einser (Bapperle) macht. Regional werden ferner noch Spiele angesagt, bei denen der Spieler genau zwei Stiche (Zwiccolo<a href=\"#_ftn74\" name=\"_ftnref74\">[74]<\/a> oder Duccolo<a href=\"#_ftn75\" name=\"_ftnref75\">[75]<\/a>) oder genau drei Stiche (Triccolo<a href=\"#_ftn76\" name=\"_ftnref76\">[76]<\/a>) machen muss. Bei den anderen eigentlichen <strong>Cego<\/strong>-Spielen spielt der Spieler im Wesentlichen mit den Karten des Blinden und noch einer Karte, damit er auf die Kartenzahl der Mitspieler kommt. Beim Reizen \u00e4ndern sich Zahl und Art der mitzu\u00adnehmenden und zu dr\u00fcckenden (d.h. zum Tisch, also dem urspr\u00fcnglichen Hand\u00adblatt des Ein\u00adzelspielers, abzulegenden) Karten, so dass der Spieler, der wegen einer hohen Legage (d.h. viele Punkte in der Handkarte, die ja im we\u00adsentlichen gedr\u00fcckt wird und die sp\u00e4ter f\u00fcr ihn z\u00e4hlt.) unbedingt spielen will, beim Reizen immer schwerere Bedingungen ein\u00adgeht.<\/p>\n<p><strong>5. Cego und die badische Mentalit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend beim Skat, der seinen Namen sogar den Tarotspielen verdankt<a href=\"#_ftn77\" name=\"_ftnref77\">[77]<\/a>, das Jahr der Entste\u00adhung (1815 in Altenburg<a href=\"#_ftn78\" name=\"_ftnref78\">[78]<\/a>) und die Erfinder<a href=\"#_ftn79\" name=\"_ftnref79\">[79]<\/a> bekannt sind, ist dies beim Cego nicht der Fall<a href=\"#_ftn80\" name=\"_ftnref80\">[80]<\/a>. Auch gibt es in den Regeln regionale Unterschiede, so dass sich Spieler aus verschie\u00addenen Regionen zuerst \u00fcber die Regel verst\u00e4ndigen m\u00fcssen<a href=\"#_ftn81\" name=\"_ftnref81\">[81]<\/a>. Darin kommt auch die konfessionelle und landschaftliche Unterschiedlichkeit des zu Beginn des 19. Jahrhunderts politisch sehr jungen Landes Baden zum Ausdruck. Auch werden mit den Cegokarten noch andere Spiele gespielt, wobei das \u201eDreierles\u201c, auch der \u201eDreier\u201c oder das \u201eStro\u00dfewartscego\u201c (Stra\u00dfenwartscego) genannt, eine weit verbreitete Form ist.<a href=\"#_ftn82\" name=\"_ftnref82\">[82]<\/a> Auch ein Spiel mit dem Namen Anderle<a href=\"#_ftn83\" name=\"_ftnref83\">[83]<\/a> wird mit Cegokarten gespielt.<\/p>\n<p>Man sagt den Badenern eine gewisse Gem\u00fctlichkeit und geringe Neigung zur Strenge nach. Dem kommt das Cego entgegen. W\u00e4hrend beim Skat nach dem Spiel oft \u00fcber Fehler disku\u00adtiert wird, kommt das beim Cego nicht zu oft vor. Zum einen f\u00fchrt die h\u00f6here Zahl der Karten und die gro\u00dfe Rolle des Blinden dazu, dass der Zufall mehr Einfluss hat, zum anderen sind auch die eigentlichen Spielregeln andere. Wer nicht Farbe bekennen kann, muss Trumpfen (d.h. Trumpf spielen), wenn er Tr\u00fcmpfe besitzt, und nat\u00fcrlich muss auch Trumpf bekannt werden. Erst wenn ein Spieler ohne Trumpf ist, stellen sich die Fragen des Schmierens oder Abwerfens, die beim Skatspiel so wichtig sind und wegen des fehlenden Trumpfzwangs schon von Beginn an besondere Konzentration ver\u00adlangen. Das Spiel selbst erlaubt also mehr Unterhaltung und ist nicht so streng.<\/p>\n<p>Das Cegospiel ist im Vergleich zum Skat auch deshalb fairer, weil ein Spieler, wenn er wegen eines guten Blatts unbedingt spielen will, mit dem Reizen seine Spielbedingungen erschweren muss, w\u00e4hrend beim Skat ein gutes Blatt meist ohne zunehmende Erschwerung der Spielbe\u00addingungen ein hohes Steigern erm\u00f6glicht.<a href=\"#_ftn84\" name=\"_ftnref84\">[84]<\/a><\/p>\n<p>Eine gewisse psychologische Raffinesse, die manche auch als Hinterfotzigkeit bezeichnen m\u00f6gen, macht dem Badener auch Freude. Auf der einen Seite kann man ein Solo schinden<a href=\"#_ftn85\" name=\"_ftnref85\">[85]<\/a>, auf der anderen Seite kann aber der Spieler, der ungewollt auf einem Cegospiel sitzen bleibt, sich durch die Ansage eines R\u00e4ubers (nach Wahl in manchen Gegenden auch Dreschers) weh\u00adren und den Soloschinder damit in arge Probleme bringen. Auf jeden Fall ist die Spielvielfalt gr\u00f6\u00dfer als beim Skat. Der Nachteil allerdings ist, dass das Lernen des Reizens und Spielens bis hin zum Z\u00e4hlen etwas schwierig ist. Cego kann man also nur schwer nach schriftlichen Regeln lernen, zumal die Regeln ja regional unterschiedlich sind, sondern es braucht Spiel\u00adpraxis und das \u00dcberwinden einer gewissen Durststrecke, bis man den besonderen Reiz des Spieles sch\u00e4tzen lernt. Vielleicht ist es auch das, was das Cego in unserer schnelllebigen Zeit gef\u00e4hrdet. Es scheint aber, dass als Gegenbewegung zu Internationalisierung und Globalisie\u00adrung die Zuwendung zu regionalen oder heimatlichen Besonderheiten zunimmt und wieder mehr Cego gespielt wird. Es w\u00e4re zu w\u00fcnschen, dass so das Vergessen dieses Spiels verhin\u00addert oder es sogar eine Neubelebung erf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>&#8212; &#8212; &#8212;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/blum1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/blum1.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/blum2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/blum2.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/blum3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/blum3.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>&#8212; &#8212; &#8212;<br \/>\n<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Eine kurze Fassung zu diesem Tema ist: Bl\u00fcmle, Gerold: Jeder will den Gigemaa; Das badische Nationalspiel Zego, in: Der badische Kalender, Lahrer Hinkender Bote 2013, Silberburg Verlag, 2012, S. 183 &#8211; 187<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Herrn Martin Bl\u00fcmcke bin ich f\u00fcr hilfreiche Hinweise zu Dank verpflichtet.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Die Bezeichnung Tarock wird aber z.B. auch im bayrischen f\u00fcr Spiele verwandt, die nicht mit diesen Tarotkar\u00adten gespielt werden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert: Das gro\u00dfe Tarockbuch, Perlen-Reihe, ohne Jahres- und Verlagsan\u00adgabe (ISBN 3-85223-462-x), S. 9.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Die Deutungen dieser Symbole als Zeichen der vier St\u00e4nde sind: spade = Schwert f\u00fcr den Ritterstand, bastoni = Stock f\u00fcr den Bauernstand, Coppe = Kelch f\u00fcr den Stand der Geistlichen und Denari=M\u00fcnze f\u00fcr den Kauf\u00admannsstand. Diese Symbole bestehen heute noch in Italien, Spanien, Portugal und Teilen S\u00fcdfrankreichs. Daraus lassen sich in gleicher Reihenfolge die deutschen Farben Eichel, Gr\u00fcn, Herz (Rot) und Schellen sowie in den franz\u00f6sischen Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo ableiten. Vgl. die tabellarische \u00dcbersicht in: Bachmann, Kurt: Zur Entwicklung der Spielkarten und der Kartenspiele und deren Beziehung zur Skatstadt Altenburg (Th\u00fcr.), in: Beitr\u00e4ge zur Sprach\u00adwissenschaft und Volkskunde, Festschrift f\u00fcr Ernst Ochs zum 60. Geburtstag, Lahr 1951, S. 326.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 9.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Der Ausdruck leitet sich folglich von Triumphieren ab.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Alscher, Hans-Joachim: <a href=\"http:\/\/www.tarock.info\/Anmerkungen.htm\">www.tarock.info\/Anmerkungen.htm<\/a>, S. 5 .<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a>Tilley, Roger: Spielkarten, Stuttgart o.J., S. 18.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 14.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 14 aber auch Alscher, Hans-Joachim, a.a.O. S. 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Vgl. dazu auch die Tabelle bei Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 21.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Vgl. Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 52.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 32.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Vgl.:www.wienerzeitung.at\/DesktopDefault.aspx?TabID=4393&amp;Alias=spiele.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 21.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 20.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Aus \u201eSk\u00fcs\u201c wird im badischen \u201eStie\u00df\u201c. Vgl. Schlager, Friedrich: Das badische Nationalspiel &#8222;Cego&#8220; und die anderen in Baden und an Badens Grenze volks\u00fcblichen Kartenspiele, in: Beitr\u00e4ge zur Sprachwissen\u00adschaft und Volkskunde, Festschrift f\u00fcr Ernst Ochs zum 60. Geburtstag, Lahr 1951, S. 306.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 35.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Vgl. z.B.: Kaplan, Stuart R.: Anleitung: Das Prager Tarock, AG M\u00fcller, CH-8212 Neuhausen, 1980, wo die ganzen Bedeutungen beschrieben sind.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Haich, Elisabeth: Tarot, Die 22 Bewusstseinsstufen des Menschen, 2. Aufl., M\u00fcnchen und Engelberg 1972, S. 18 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Vgl. Gebrauchsanweisung zu Tarot Piatnik Wien XXII Arcana Major 56 Arcana Minor gestaltet von Prof. Rodulf Pointner Graz, S. 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Ab \u201edem 13. Jh.v.Chr. reduzierte sich der Zeichenbestand auf 22 Zeichen entsprechend dem Umfang des ph\u00f6nizi\u00adschen bzw. hebr\u00e4ischen Alphabets.\u201c Tropper, Josef: Die Anf\u00e4nge des Alphabets, in: Welt und Umwelt der Bibel, Band 1, 2003, S. 74.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> So entspricht die Eins dem hebr\u00e4ischen Anfangsbuchstaben Aleph, die Zwei dem Beth usw. vgl. ebenda S. 75 sowie Kaplan a.a.O. S. 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 35.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Vgl. Tilley, Roger: Spielkarten, Frankfurt und Stuttgart, o.J., S. 32.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Ausf\u00fchrlich findet sich dieses Zitat bei Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S.11.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 35.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 36.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> Vgl. Anleitung zu den Karten \u201eDas \u00c4gyptische Tarot\u201c, Turin 2002, S. 4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 37.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> Vgl. Anleitung zu den Karten \u201eDas \u00c4gyptische Tarot\u201c, Turin 2002, S. 4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> Vgl. Tilley, Roger: Spielkarten, Frankfurt und Stuttgart, o.J., S. 16 und 17 sowie B\u00fcchler, Frieder und Schultz, Klaus-J\u00fcrgen: Mit offenen Karten, Alte Spielkarten aus dem Augustinermuseum in Freiburg und aus Privat\u00adsammlungen, Katalog zur Ausstellung des Augustinermuseum in der Universit\u00e4tsbibliothek Freiburg vom 21.5.-4.7.2004, S. 190 -193 und 239-240.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref38\" name=\"_ftn38\">[38]<\/a> Vgl. z.B.: Bube, Dame, K\u00f6nig, Schriften des Museums der Deutsche Volkskunde Berlin, Band 8, Berlin 1982, S.. 42 \u201357, sowie: Weise, Peter: Rund um die Spielkarte, Berlin, ohne Jahresangabe, Abb. 35 und 37. Ferner zahlreiche Beispiele in: B\u00fcchler, Frieder und Schultz, Klaus-J\u00fcrgen, a.a.O., S. 200 \u2013 243 sowie: B\u00fcchler, Frieder und Schultz, Klaus J\u00fcrgen a.a.O., S.201 und S. 226 -232.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref39\" name=\"_ftn39\">[39]<\/a> Hoffmann, Detlef: Die Welt der Spielkarte; Eine Kulturgeschichte, 2. Aufl., Leipzig 1983, Abb. 62 a).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref40\" name=\"_ftn40\">[40]<\/a> B\u00fcchler, Frieder und Schultz, Klaus J\u00fcrgen:, a.a.O. S. 126 -128.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref41\" name=\"_ftn41\">[41]<\/a> Vgl.: Vgl. Bachmann, Kurt: Zur Entwicklung der Spielkarten und Kartenspiele a.a.O., S. 331.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref42\" name=\"_ftn42\">[42]<\/a> Vgl.: Vgl. Bachmann, Kurt: Zur Entwicklung der Spielkarten und Kartenspiele a.a.O., S. 309.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref43\" name=\"_ftn43\">[43]<\/a> Vgl.: Vgl. Bachmann, Kurt: Zur Entwicklung der Spielkarten und Kartenspiele a.a.O., S. 318.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref44\" name=\"_ftn44\">[44]<\/a> Vgl.: Vgl. Bachmann, Kurt: Zur Entwicklung der Spielkarten und Kartenspiele a.a.O., S. 320.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref45\" name=\"_ftn45\">[45]<\/a> Schlager, a.a.O., S. 304.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref46\" name=\"_ftn46\">[46]<\/a> Vgl. z.B. den Katalog B\u00fcchler, Frieder und Schultz, Klaus-J\u00fcrgen: a.a.O.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref47\" name=\"_ftn47\">[47]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert, a.a.O. S. 24.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref48\" name=\"_ftn48\">[48]<\/a> Schlager, a.a.O. S. 295.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref49\" name=\"_ftn49\">[49]<\/a> Tilley, a.a.O. &nbsp;S. 16.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref50\" name=\"_ftn50\">[50]<\/a> Cego, Spielregel, F.X. Schmid Vereinigte M\u00fcnchner Spielkarten Fabriken.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref51\" name=\"_ftn51\">[51]<\/a> Der Ausdruck \u201eMond\u201c kommt auch in den Tarock-Spielregeln der Firma Piatnik vor, wo ein anderes Tarock\u00adspiel, aber mit den im Grunde gleichen Karten wie beim Cego, erkl\u00e4rt wird. vgl.: Piatnik: Kurzgefa\u00dfte Regeln des Tarock-Spieles, Wien 1976, S. 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref52\" name=\"_ftn52\">[52]<\/a> Vgl. z..:Weise, Peter: Rund um die Spielkarte, Berlin, ohne Jahresangabe Abb. 59.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref53\" name=\"_ftn53\">[53]<\/a> Schlager, a.a.O. S. 295.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref54\" name=\"_ftn54\">[54]<\/a> Bei dieser Z\u00e4hlweise werden immer drei Karten zusammengenommen. Befindet sich darunter eine Z\u00e4hlkarte, d.h. eines der Bilder oder einer der Tr\u00fcmpfe eins, 21 oder der Stie\u00df so z\u00e4hlen die drei Bl\u00e4tter je mit dem Wert der Z\u00e4hlkarte. Bei zwei Z\u00e4hlkarten wird ein Punkt bei zweien zwei Punkte abgezogen. Der Wert des Spiels von 70 Punkten \u00e4ndert sich bei vertauschen der Karten nicht. Wenn es am Schluss &#8211; wie beim Spiel zu Vieren m\u00f6g\u00adlich &#8211; nicht aufgeht, wird der Wert der Z\u00e4hlkarte um eins vermindert, zwei Karten ohne Z\u00e4hlkarte z\u00e4hlen einen Punkt, eine Nichtz\u00e4hlkarte erh\u00e4lt keinen Punkt. Im Schwarzwald ist auch eine andere Z\u00e4hlweise \u00fcblich. Bei dieser wer\u00adden immer zwei Karten zusammengenommen. Bei einer Z\u00e4hlkarte wird das Paar mit deren Z\u00e4hlwert gewertet, bei zweien wird ein Punkt abgezogen und zwei Nichtz\u00e4hlkarten werden mit einem Punkt ber\u00fccksich\u00adtigt. F\u00fcr das Spiel ergibt sich dann ein Wert von 80 Punkten und es gilt als gewonnen, wenn der Spieler 41 Punkte erreicht, was bei der anderen Z\u00e4hlweise bereit mit 36 Punkten zutrifft..<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref55\" name=\"_ftn55\">[55]<\/a> Der Bettel entspricht der Null und der R\u00e4uber dem Ramsch im Skat. Beim Piccolo muss der Spieler genau einen Stich machen, verliert also wenn er keinen oder mehr als einen Stich macht. Eine weitere regional ge\u00adspielte, sehr spannende Variante ist der Drescher, bei welchem jeder Spieler f\u00fcr sich spielt, und nur der verliert, der den letzten Stich macht.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref56\" name=\"_ftn56\">[56]<\/a> Vgl. hierzu: Piatnik: Kurzgefa\u00dfte Regeln des Tarock-Spieles, S. 12 \u2013 15.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref57\" name=\"_ftn57\">[57]<\/a> Vgl. hierzu: Piatnik: Kurzgefa\u00dfte Regeln des Tarock-Spieles, S. 12 \u2013 15.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref58\" name=\"_ftn58\">[58]<\/a> B\u00fcchler, Frieder und Schultz, Klaus-J\u00fcrgen: a.a.O. S. S. 190 \u2013 198.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref59\" name=\"_ftn59\">[59]<\/a> B\u00fcchler, Frieder und Schultz, Klaus-J\u00fcrgen:a.a.O. , S. 202 -240.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref60\" name=\"_ftn60\">[60]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert,: a.a.O. S. 24.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref61\" name=\"_ftn61\">[61]<\/a> Vgl. hierzu: G\u00f6\u00f6ck, Roland: Freude am Kartenspiel, G\u00fctersloh 1970, S.109-112.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref62\" name=\"_ftn62\">[62]<\/a> Vgl. hierzu Kastner, Hugo; Folkvord, Gerald Kador: Die gro\u00dfe Humboldt-Enzyklop\u00e4die der Kartenspiele. Baden-Baden 2005, S. 120\u2013123.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref63\" name=\"_ftn63\">[63]<\/a> Die wichtigste Quelle zum Thema ist der Aufsatz von Schlager, Friedrich: Das badische Nationalspiel &#8222;Cego&#8220; und die anderen in Baden und an Badens Grenze volks\u00fcblichen Kartenspiele, in: Beitr\u00e4ge zur Sprachwissen\u00adschaft und Volkskunde, Festschrift f\u00fcr Ernst Ochs zum 60. Geburtstag, Lahr 1951, S. 293 \u2013 307.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref64\" name=\"_ftn64\">[64]<\/a> Schlager, S. 293, vgl. die Graphik S. 12.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref65\" name=\"_ftn65\">[65]<\/a> Schlager, S. 303.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref66\" name=\"_ftn66\">[66]<\/a> Hansjakob, Heinrich: Ausgew\u00e4hlte Schriften, 2. Band Aus meiner Studienzeit, 3. Aufl. Heidelberg 1897,&nbsp; S. 118 (Abschnitt: Der Quintaner).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref67\" name=\"_ftn67\">[67]<\/a> Vgl. Schlager a.a.O., S. 307.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref68\" name=\"_ftn68\">[68]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert,: a.a.O. S. 90.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref69\" name=\"_ftn69\">[69]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert,: a.a.O. S. 209-213.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref70\" name=\"_ftn70\">[70]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert,: a.a.O. S. 214-231.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref71\" name=\"_ftn71\">[71]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert,: a.a.O. S. 232-269.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref72\" name=\"_ftn72\">[72]<\/a> Mayr, Wolfgang und Sedlaczek, Robert: Das gro\u00dfe Tarockbuch, Perlen-Reihe, ohne Jahres- und Verlagsan\u00adgabe (ISBN 3-85223-462-x), S. 24.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref73\" name=\"_ftn73\">[73]<\/a> Der Drescher ist folglich ein bis zum letzten Stich spannendes Spiel.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref74\" name=\"_ftn74\">[74]<\/a> \u201ePiccolo mit zwei Stich\u201c wird nach m\u00fcndlicher Auskunft beim Feuerwehrtournier in Schliengen gespielt<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref75\" name=\"_ftn75\">[75]<\/a> Dieser alternative Ausdruck f\u00fcr Zwiccolo wird im Tarock Lexikon des Buches von Mayr, Wolfgang und Sedlac\u00adzek, Robert: Das gro\u00dfe Tarockbuch, Perlen-Reihe, ohne Jahres- und Verlagsan\u00adgabe (ISBN 3-85223-462-x), S. 200 aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref76\" name=\"_ftn76\">[76]<\/a> Wird z.B. im Elztal gespielt. Dass auch diese Bezeichnung und das Spiel im Tarocklexikon des oben genann\u00adten Buches (S. 207) aufgef\u00fchrt werden, deutet wieder auf die urspr\u00fcngliche Herkunft aus \u00d6sterreich hin.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref77\" name=\"_ftn77\">[77]<\/a> Nach Bachmann ist der Ausdruck Skat viel \u00e4lter als das Spiel. Das Wort, das ja oft auch nur f\u00fcr den Blinden (z.B. \u201eWas war im Skat?\u201c) gebraucht wird, kommt von den italienischen Tarockspielen und dem italienischen Wort scartere, altfranz\u00f6sisch escarter f\u00fcr weglegen. Vgl. Bachmann, Kurt: Zur Entwicklung der Spielkarten und Kartenspiele a.a.O., S. 348.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref78\" name=\"_ftn78\">[78]<\/a> Vgl. Schlager, a.a.O. S. 295.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref79\" name=\"_ftn79\">[79]<\/a> Bachmann, Kurt: Zur Entwicklung der Spielkarten und Kartenspiele a.a.O., S. 348 \u2013 350.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref80\" name=\"_ftn80\">[80]<\/a> Schlager nimmt an, dass es in der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Vgl. Schlager, a.a.O. S. 307.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref81\" name=\"_ftn81\">[81]<\/a>&nbsp; Eine etwas missverst\u00e4ndliche Frage zu Beginn eines Spiel ist oft die: \u201eSpielen mir mit oder ohne Regel?\u201c Womit gemeint ist, ob bei einer bestimmten Handkarte ein Solo gespielt werden muss, oder das Schinden, d.h. das nicht Ansagen und nicht Spielen, eines Solos nicht gestraft wird.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref82\" name=\"_ftn82\">[82]<\/a> Leider ist mir keine schriftliche Fassung der Regeln verschiedener anderer Cegospiele bekannt. Die schriftli\u00adche Fixie\u00adrung der Spielregeln w\u00e4re somit ein wichtiges Verdienst, vor allem wenn anzunehmen ist, dass Spiel\u00adarten verschwinden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref83\" name=\"_ftn83\">[83]<\/a> https:\/\/www.pagat.com\/de\/rams\/4anderle.html.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref84\" name=\"_ftn84\">[84]<\/a> Eine Ausnahme ist das \u201eHandspiel\u201c, bei welchen der Spieler den Blinden nicht aufnimmt, welches durch zus\u00e4tzli\u00adches Risiko h\u00f6here Steigerung erlaubt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref85\" name=\"_ftn85\">[85]<\/a> D.h. man spielt kein Solo, obwohl man m\u00fcsste.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Cego[1] geh\u00f6rt zu den Tarockspielen. 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