{"id":24816,"date":"2019-03-12T00:01:03","date_gmt":"2019-03-11T23:01:03","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=24816"},"modified":"2019-03-12T06:53:35","modified_gmt":"2019-03-12T05:53:35","slug":"die-schleichende-erosion-der-rationalitaet-das-beispiel-des-framing-manuals-fuer-die-ard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=24816","title":{"rendered":"Die schleichende Erosion der Rationalit\u00e4t <br\/><font size=3;color=grey>Das Beispiel des \u201eFraming-Manuals\u201c f\u00fcr die ARD<\/font>"},"content":{"rendered":"<p>Die Entwicklung freier, toleranter, menschlicher und letztlich auch demokratischer Gesellschaften war ein Produkt der Aufkl\u00e4rung, und die Aufkl\u00e4rung war ein Triumph der Vernunft \u00fcber die Irrationalit\u00e4t. Das gilt zumindest f\u00fcr die westliche Welt, weil sie sich mit der Aufkl\u00e4rung endg\u00fcltig aus dem mythischen D\u00fcnkel des Mittelalters befreien konnte. Der Kern der Aufkl\u00e4rung bestand bekanntlich aus der Aufforderung, sein eigenes Gehirn zu benutzen, statt vorgegebene Glaubenss\u00e4tze wiederzuk\u00e4uen, und sich um rationales Denken zu bem\u00fchen. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir Menschen allenfalls beschr\u00e4nkt rational denken. In \u00e4hnlicher Weise sind wir auch nur beschr\u00e4nkt zu Toleranz, Menschlichkeit und Aufrichtigkeit bef\u00e4higt. Daraus schlie\u00dft aber niemand, dass wir deshalb erst gar nicht versuchen sollten, tolerant, menschlich und aufrichtig zu sein. Ganz analog dazu verbietet sich der Schluss, es mit der Vernunft erst gar nicht zu versuchen, weil der Versuch ja doch immer nur von beschr\u00e4nktem Erfolg gekr\u00f6nt sein wird.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Genau das wird aber bereits seit geraumer Zeit infrage gestellt, und zwar nicht etwa aus bildungsfernen Schichten heraus, welche sich durch Globalisierung und Digitalisierung abgeh\u00e4ngt und entwurzelt sehen, sondern von einem stetig wachsenden Kreis von wohlbestallten Intellektuellen. Aus diesem Kreis wird die Irrationalit\u00e4t systematisch salonf\u00e4hig gemacht, man k\u00f6nnte fast sagen, als alternativlos diagnostiziert. Das j\u00fcngste \u201eFraming-Manual\u201c des \u201eBerkeley International Framing Instituts\u201c von Elisabeth Wehling f\u00fcr die ARD ist daf\u00fcr nicht mehr und nicht weniger als ein besonders pr\u00e4gnantes Beispiel. Anlass f\u00fcr das Manual waren nicht etwa die \u201eL\u00fcgenpresse-Kampagnen\u201c hirnloser Pegida-Aktivisten, die hinter unserer gesamten bundesdeutschen Medienlandschaft eine gro\u00dfe dunkle Verschw\u00f6rung mit dem Ziel sehen, unser deutsches \u201eVaterland\u201c zu zerst\u00f6ren. Vielmehr sind jenseits der gro\u00dfen B\u00fchnen hier und dort Stimmen laut geworden, welche den \u00d6RR in der heutigen Form zu teuer und mitunter auch zu eng mit der deutschen Parteienlandschaft verbunden sehen. Au\u00dferdem beklagen sie, dass er das meiste Geld f\u00fcr teure Sport\u00fcbertragungen, Krimis oder seichte Seifenopern verwende und damit seinem eigenen Anspruch nicht gerecht werde. Diese Kritik stammt von honorigen Vertretern aus Journalismus und Wissenschaft, welche mit Fakten und Zusammenh\u00e4ngen argumentieren, die zu bedenken sich durchaus lohnt, egal, wie man am Ende urteilen mag. Mit den \u201eL\u00fcgenpresse-Kampagnen\u201c und deren geistiger Grundlage haben sie jedenfalls nichts zu tun.<\/p>\n<p>Nun sollte es selbstverst\u00e4ndlich sein, dass sich auch und vielleicht gerade eine Institution wie die ARD offen solcher Kritik stellt und ihr in ihren Programmen jenen Raum gibt, den sie verdient. Stattdessen aber l\u00e4sst man sich dazu hinrei\u00dfen, sich ein \u201eFraming-Manual\u201c erstellen zu lassen, das dazu auffordert und anleitet, die Kritiker des \u00d6RR pauschal zu diskreditieren. Wider besseres Wissens wirft das \u201eFraming-Manual\u201c die \u201eNicht-Bef\u00fcrworter\u201c des \u00d6RR, deren \u201eAngreifer\u201c oder \u201eGegner\u201c in einen Topf mit den \u201eL\u00fcgenpresse-Skandierern\u201c:<\/p>\n<blockquote><p><em>Eine ganze Batterie von abwertenden Schlagw\u00f6rtern wurde \u00fcber die Zeit von unterschiedlichen NichtBef\u00fcrwortern der ARD auf das \u00f6ffentliche sprachliche Tablett gehoben \u2013 von \u201eL\u00fcgenpresse\u201c, \u201eStaatsfunk\u201c und \u201eSteigb\u00fcgel der Politik\u201c \u00fcber \u201eDinosaurier\u201c und \u201eKrake mit Wasserkopf\u201c bis hin zu \u201eaufgebl\u00e4htem Selbstbedienungsladen\u201c mit \u201eausufernden Renten\u201c und vermuteten \u201eMillionengeh\u00e4ltern f\u00fcr prominente Fernsehgesichter\u201c. (Seite 16; Fehler im Original)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Und niemand aus den Reihen der \u00d6RR h\u00e4lt es zumindest im Nachhinein f\u00fcr n\u00f6tig, sich von solcherlei diffamierender Pauschalisierung zu distanzieren. Das allein ist eigentlich schon ein Skandal. Man k\u00f6nnte darin puren Opportunismus sehen. Aber der erkl\u00e4rt die Unbefangenheit nicht, mit der zum Beispiel ARD-Chefredakteur Rainald Becker \u00f6ffentlich feststellt, keinen Skandal entdecken zu k\u00f6nnen und das Ganze ohnehin eine \u201ek\u00fcnstlich aufgeblasene Diskussion\u201c findet. Wie ist das m\u00f6glich? Es ist m\u00f6glich, weil wir gerade dabei sind, es zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit werden zu lassen, rationale Argumentation weltfremd zu finden. Und zwar mit der Begr\u00fcndung, dass wir Menschen zu rationaler Argumentation ohnehin nur beschr\u00e4nkt in der Lage sind. Da findet man es angemessener, es lieber gleich bleiben zu lassen. Was f\u00fcr ein Schluss! Aber genau so liest sich das auch in dem uns\u00e4glichen \u201eFraming Manual\u201c:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDenken und sprechen Sie nicht prim\u00e4r in Form von Faktenlisten und einzelnen Details. (\u2026) Der Grund ist einfach: Wenn Menschen sich f\u00fcr oder gegen eine Sache einsetzen, dann tun sie das nicht aufgrund von einzelnen Faktenargumenten und auch nicht aufgrund eines reinen Appellierens an ihren materiellen Eigennutz. Sondern, sie tun es, wenn sie das Gef\u00fchl haben, dass es ums Prinzip geht.\u201c (Seite 3).<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist noch harmlos, aber es kommt dicker. Denn Wehling ma\u00dft sich nicht weniger an, als das ganze argumentative Spektrum der Aufkl\u00e4rungsphilosophen kurzerhand beiseite zu wischen, indem sie schreibt:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eEntgegen dem g\u00e4ngigen Mythos entscheidet der Mensch sich nicht \u201arein rational\u2019 und aufgrund einer \u201aobjektiver\u2019 Abw\u00e4gung von Fakten f\u00fcr oder gegen Dinge, <strong>denn objektives, faktenbegr\u00fcndetes und rationales Denken gibt es nicht, zumindest nicht in der Form, in der es der Aufkl\u00e4rungsgedanke suggeriert<\/strong>.\u201c (Seite 14; Hervorhebung von mir; Fehler im Original)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Nun w\u00e4re es keinem Vertreter des \u201eAufkl\u00e4rungsgedankens\u201c in den Sinn gekommen, Menschen w\u00fcrden und k\u00f6nnten stets \u201erein rational\u201c aufgrund \u201eobjektiver\u201c Abw\u00e4gung entscheiden. Man darf ihnen vielmehr zutrauen, gewusst zu haben, dass sich die Reinform \u201eobjektiven, faktenbegr\u00fcndeten und rationalen Denkens\u201c bei keinem Menschen findet, nicht einmal bei ihnen selbst. Ebenso wie bei Tugenden der Menschlichkeit und der Aufrichtigkeit geht es immer nur um ein Streben nach etwas, von dem wir wissen, dass wir es aufgrund unserer Fehlbarkeit bestenfalls n\u00e4herungsweise realisieren werden. Die Einsicht in die Fehlbarkeit ist sogar ein Kernbestandteil der Aufkl\u00e4rungsphilosophie, und gerade deshalb sind das Streben nach menschlichen Tugenden, nach Rationalit\u00e4t und nach Vernunft in Verbindung mit dem Wissen um die eigene Fehlbarkeit zur Grundlage unserer modernen, offenen und toleranten Gesellschaft geworden.<\/p>\n<p>Das aber scheint man inzwischen alles f\u00fcr Quatsch zu halten \u2013 \u00fcberholt von neuen Erkenntnissen. Um zu verstehen, warum man es neuerdings f\u00fcr \u00fcberholten Quatsch h\u00e4lt, rational zu denken oder das auch nur ansatzweise zu versuchen, muss man wissen, welche erkenntnistheoretischen Grundlagen diesem Urteil zugrunde liegen. Es handelt sich um den auf die Mitte der 1970er Jahre zur\u00fcckgehenden \u201eSozialkonstruktivismus\u201c, der sich in weiten Kreisen der Gesellschaftswissenschaft und mit ihnen der Kommunikationswissenschaft zu einem heiligen Gral entwickelt hat. Seit rund zwei Jahrzehnten lernt der gr\u00f6\u00dfte Teil der Studierenden gesellschaftswissenschaftlicher F\u00e4cher mit wenigen Ausnahmen diese Variante des Konstruktivismus als den nahezu ausschlie\u00dflichen Standard der Erkenntnistheorie kennen. Gerade in den gesellschaftswissenschaftlichen Lehramtsstudieng\u00e4ngen und in der P\u00e4dagogik geh\u00f6rt er inzwischen weitgehend unhinterfragt zum Pflichtprogramm. Ganze Kohorten von Studierenden verlassen heute die Universit\u00e4t mit der \u00dcberzeugung, damit den <em>state of the art<\/em> der modernen Wissenschaftstheorie kennengelernt zu haben, w\u00e4hrend alles andere Schnee von gestern ist.<\/p>\n<p>Worum geht es? Ganz allgemein zeichnet sich der Konstruktivismus durch eine Kernaussage aus: dass es n\u00e4mlich keine f\u00fcr uns Menschen eindeutig identifizierbare Wahrheit gibt! Der Grund: Jede Verarbeitung von \u00e4u\u00dferen Eindr\u00fccken geht durch den Filter unserer ganz spezifischen Sinneswahrnehmung. Niemand kann ohne Sinne etwas wahrnehmen. Deshalb kann auch niemand hinter den Filter der Sinneswahrnehmung blicken und dort so etwas wie eine rein objektive Wahrheit erkennen, die von Sinneswahrnehmungen unabh\u00e4ngig ist. Daher ist auch kein Vergleich zwischen der sinnlich wahrgenommenen Wirklichkeit einerseits und einer irgendwie gearteten objektiven Wirklichkeit andererseits m\u00f6glich. M\u00f6glich ist allenfalls ein Vergleich unterschiedlich wahrgenommener Wirklichkeiten oder unterschiedlicher \u201eKonstruktionen von Wirklichkeit.\u201c Wegen des Wahrnehmungsfilters muss dagegen jede \u201eSuche nach objektiver Wahrheit\u201c stets vergeblich bleiben.<\/p>\n<p>So weit, so gut und so nachvollziehbar. Doch f\u00fcr gesellschaftswissenschaftliche Fragen ist das Problem schon deshalb kaum relevant, weil wir Menschen auf die Probleme unserer Gesellschaft alle mit den gleichen Sinnesorganen blicken und es jenseits dessen, was wir da sehen, keine relevante Wirklichkeit gibt. Alles, was wir sehen, ist von uns allen gleicherma\u00dfen beobachtbar und damit intersubjektiv vergleichbar. Um die Relevanz des Konstruktivismus dennoch auf die Gesellschaftswissenschaften \u00fcbertragen zu k\u00f6nnen, wird deshalb darauf verwiesen, dass unterschiedliche soziale Gruppen zwar mit denselben Sinnesorganen, aber mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergr\u00fcnden auf die gesellschaftliche Wirklichkeit blicken. Mit diesem scheinbar kleinen Kunstgriff wird der Konstruktivismus auf die Gesellschaftswissenschaft \u00fcbertragen und somit zum Sozialkonstruktivismus. Nicht die Filter unserer Sinnesorgane, sondern die Filter unserer jeweiligen sozialen Hintergr\u00fcnde, so behauptet er, machen jede Form von Objektivit\u00e4t in gesellschaftlichen Fragen unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Daher l\u00f6st der Sozialkonstruktivismus die Suche nach objektiver Wahrheit ab durch die \u201esoziale Konstruktion von Wirklichkeit\u201c. Davon gibt es so viele, wie es soziale Gruppen gibt. Jede ist stets gleicherma\u00dfen \u201ewahr\u201c, aber immer nur vor dem Hintergrund der jeweiligen sozialen Filter. Alles geht, nichts ist falsch, aber alles ist gleicherma\u00dfen subjektiv. Wer heute noch mit rationaler Argumentation nach objektiver Wahrheit sucht, erntet unter Sozialkonstruktivisten allenfalls mitleidiges L\u00e4cheln. Und das ist kein Randph\u00e4nomen. Im Gegenteil: Kein Student und keine Studentin aus dem gro\u00dfen Kreis der Gesellschaftswissenschaften verl\u00e4sst heute mehr eine deutschsprachige Universit\u00e4t, ohne mit dem Begriff der \u201esozialen Konstruktion von Wirklichkeit\u201c mindestens einmal und vermutlich recht h\u00e4ufig konfrontiert worden zu sein.<\/p>\n<p>Die Verschiebung vom Filter der Sinne zum Filter des Sozialen f\u00fchrt allerdings eine v\u00f6llig neue Begr\u00fcndung ein, welche allenfalls struktur\u00e4hnlich mit dem urspr\u00fcnglichen Argument ist. Schlimmer noch: Mit den \u201esozialen Filtern\u201c fu\u00dft der Sozialkonstruktivismus auf einer beliebig definierbaren Kategorie. Wie bedeutsam die sozialen Filter sind, wird nicht thematisiert. Sie werden vielmehr strukturgleich mit dem Filter der Sinneswahrnehmung einfach als undurchdringlich und unaufl\u00f6slich definiert. Belege daf\u00fcr gibt es nicht. Das st\u00f6rt die Sozialkonstruktivisten aber nicht. Im Gegenteil: Ihr Siegeszug d\u00fcrfte gerade auf der daraus folgenden Beliebigkeit beruhen. Denn sie befreit von der manchmal peinigenden Frage, ob eine Aussage sachlich wahr oder falsch ist, und sie erlaubt stattdessen, unter den vielen denkbaren \u201eWahrheiten\u201c nach Gusto jene auszusuchen, welche auf einer vermeintlich moralisch \u00fcberlegenen sozialen Konstruktion beruht. Das gleiche gilt f\u00fcr Diskussionsteilnehmer, die man unbeschadet der Rationalit\u00e4t oder des Faktengehalts ihrer Argumente pauschal in Gut und B\u00f6se, in Mitstreiter und Gegner, in Freund und Feind einteilen kann. Den Gegnern muss man gar nicht mehr zuh\u00f6ren, denn sie argumentieren in einer anderen, einer unmoralischen und daher in einer irrelevanten sozialen Konstruktion von Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Genau so geht das Framing-Manual f\u00fcr die ARD vor, kombiniert allerdings mit durchaus zutreffenden, aber wissenschaftstheoretisch wiederum abenteuerlich eingeordneten Erkenntnissen aus der Kognitionspsychologie. Herausgekommen ist dies: Bem\u00fchungen um Rationalit\u00e4t gelten per se als sinnlos, weil es so etwas wie rationale Argumente oder eine rational gesteuerte Ann\u00e4herung an objektive Wahrheit nicht gibt. Stattdessen ist alles Denken davon abh\u00e4ngig, in welchem Rahmen es geschieht und durch welche sozialen Filter es geleitet wird. In der Psychologie hei\u00dfen die sozialen Filter des Sozialkonstruktivismus \u201eFrames\u201c. Sie entstehen meist unbewusst, aber man kann sie auch bewusst \u201estrategisch\u201c einsetzen, um das Ergebnis von Denkprozessen in eine \u201egew\u00fcnschte Erkenntnis\u201c zu lenken. Zumindest in dem Framing-Manual wird das als v\u00f6llig legitim erachtet, nicht zuletzt, weil es annimmt, dass es so etwas wie eine objektive Erkenntnis ohnehin nicht gibt. Schlie\u00dflich kann man mit Hilfe von Frames niemanden von einer objektiven Erkenntnis wegf\u00fchren, die nicht existiert. Das macht das Framing scheinbar sogar zwingend:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eStrategisches Framing ist ein stufenweiser Prozess, und: Es f\u00fchrt kein Weg an einem strategischen Framing vorbei, will man erfolgreich Mitb\u00fcrger mobilisieren und sie heute und morgen f\u00fcr die ARD begeistern. (\u2026) Moralisches Framing ist notwendig. (Seite 18-19)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Offen bleibt dabei, wer das Recht haben kann, zu bestimmen, welches Framing \u201emoralisch\u201c ist. Dessen ungeachtet wird ohne weitere Diskussion festgehalten, wie im vorliegenden Fall des \u00d6RR nicht \u201egeframed\u201c werden darf, weil es \u201emoralisch falsch\u201c ist:<\/p>\n<blockquote><p><em>Die sprachliche Kategorisierung von den \u201eprivaten\u201c versus den \u201e\u00f6ffentlichrechtlichen\u201c Rundfunkanbietern f\u00f6rdert das Narrativ, nach dem beide in einem wirtschaftlichen Wettbewerb miteinander stehen \u2013 und etwa Rundfunkbeteiligungen der B\u00fcrger an ihrem gemeinsamen, freien Rundfunk ARD als wettbewerbssch\u00e4digend gelten. Das Framing ist h\u00f6chst irref\u00fchrend. (Seite 26)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn dieses Framing \u201eh\u00f6chst irref\u00fchrend\u201c ist, dann muss es mindestens ein Framing geben, das nicht irref\u00fchrend ist. Hierzu wird einfach festgelegt, was offenbar nicht \u201eirref\u00fchrend\u201c ist:<\/p>\n<blockquote><p><em>Entsprechend ist auch das, was ARD\u00adGegner als \u201eZwangsabgabe\u201c oder \u201eZwangsgeb\u00fchr\u201c begreifbar machen, kein Eingriff in die Freiheit der B\u00fcrger als \u2013 metaphorische \u2013 Konsumenten. Im Gegenteil, es ist die proaktive, selbstbestimmte (da demokratisch entschiedene) Beteiligung der B\u00fcrger am gemeinsamen Rundfunk ARD, die monatliche Rundfunkbeteiligung, die Beteiligung an der gemeinsamen medialen Infrastruktur oder auch der Beitrag zum gemeinsamen, freien Rundfunk ARD. (Seite 26)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Damit wird eine aus vielen m\u00f6glichen \u201eWahrheiten\u201c als \u201emoralisch richtig\u201c gesetzt und zugleich \u201egeframed\u201c, indem dazu geraten wird, die privaten Medienanbieter als \u201eprofitwirtschaftliche Sender\u201c oder \u201emedienkapitalistische Heuschrecken\u201c zu bezeichnen (S. 22). Die Frage, mit welcher Legitimation ein solches Framing geschieht, wenn die Auswahl der Wahrheit zuvor keinem rationalen, offenen und demokratischen Diskurs unterworfen wurde, wird nicht gestellt. Der Grund ist einfach: Einen solchen Diskurs gibt es nicht, kann es nicht geben. Denn der Variation einer gern zitierten Banalit\u00e4t von Paul Watzlawick \u00fcber Kommunikation zufolge, \u201ekann man nicht nicht framen\u201c. Also kann man auch keinen ergebnisoffenen und rationalen Diskurs vorschalten. Den aus Wehlings Sicht offenkundig naiven Glauben daran, dass es einen zumindest \u201eframing-armen\u201c rationalen Diskurs geben k\u00f6nne, bezeichnet sie als \u201eFrame-Negierungs-Falle\u201c (S. 16). Aus ihr folgt zwingend, dass man gleich mit dem \u201eFramen\u201c anfangen muss, basiert auf einer willk\u00fcrlichen moralischen Setzung.<\/p>\n<p>Bedeutend ist, dass nicht einmal die M\u00f6glichkeit eines Bem\u00fchens um Abschw\u00e4chung von Framing-Effekten konzediert wird. Kein auch nur n\u00e4herungsweise rationaler Diskurs geht, alles und jedes folgt stets aus dem jeweiligen Framing. Das hier das Kind mit dem Bade ausgesch\u00fcttet wird, ist nur eine Sache. Die andere Sache ist, dass die einzige Legitimation f\u00fcr das elit\u00e4re Setzen der gew\u00fcnschten \u201eWahrheit\u201c darin besteht, dass ohnehin zwangsl\u00e4ufig alles \u201egeframed\u201c sei und dass man als Vertreter der \u201eGuten\u201c den \u201eGegnern\u201c im Framing unbedingt zuvorkommen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Alles das wird im Anschluss in Empfehlungen zu einzu\u00fcbenden Phrasen gegossen. Diese dienen dazu, die Kommunikation der \u00d6RR-Mitarbeiter nach au\u00dfen so zu framen, dass den \u201eGegnern\u201c das Wasser abgegraben wird. Wohlgemerkt nicht mit Argumenten und Fakten, sondern allein durch die Suggestivkraft der einge\u00fcbten Phrasen. Hier nur ein paar Beispiele:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDie ARD ist von uns, mit uns und f\u00fcr uns geschaffen.\u201c (Seite 27)<\/em><\/p>\n<p><em>\u201e[D]ie ARD ist die Gesellschaft: Wir sind Ihr.\u201c (ebd.)<\/em><\/p>\n<p><em>\u201e[E]in Rundfunk, der <strong>von allen finanziert wird<\/strong>, der ist auch <strong>f\u00fcr alle da<\/strong>.\u201c (Seite 30; Hervorhebung im Original)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Hosianna! Was f\u00fcr ein offenkundiger Unsinn: Die ersten beiden S\u00e4tze k\u00f6nnten einer religi\u00f6sen Schrift entnommen sein (wo sie vielleicht ihren Sinn h\u00e4tten), der dritte dagegen ist schon sachlogisch falsch, weil der zweite Halbsatz aus dem ersten nicht folgt. V\u00f6llig egal? Haben auch die modernen Logiker von George Boole bis Bertrand Russell und all die anderen nur Unsinn erz\u00e4hlt, weil sie dem Irrglauben der Aufkl\u00e4rungsphilosophen von der F\u00e4higkeit des Menschen zur Rationalit\u00e4t erlegen sind? Ist jede Art von Aussage beliebig, solange sie nur den anscheinend moralisch \u00fcberlegenen Frames entspricht?<\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnte man auf die Idee kommen, solcherlei Propaganda unvermeidlich zu finden, wenn die ihr zugrundeliegende Behauptung von der Unm\u00f6glichkeit rationaler Diskurse wahr w\u00e4re. Aber das ist sie nicht. Denn das, was heute unter dem Begriff des Sozialkonstruktivismus firmiert, ist nichts Neues. Karl Popper nannte es den Relativismus. Genau wie im Sozialkonstruktivismus gibt es im Relativismus keine objektive Erkenntnis \u00fcber Wahrheit und keine Objektivit\u00e4t. Daher ist alles m\u00f6glich, alles ist gleich wahr oder gleich falsch, und in jedem Falle ist alles gleicherma\u00dfen subjektiv. Wie der Konstruktivismus gab sich der Relativismus als eine besonders konsequente Form des Skeptizismus. Popper bestritt aber, dass der Relativismus aus dem Skeptizismus folge. Und er wies den Weg, wie sich dieser Irrtum aufkl\u00e4ren l\u00e4sst. Hierzu unterschied er einerseits zwischen der Existenz einer von uns Menschen unabh\u00e4ngigen Wahrheit und andererseits der begrenzten F\u00e4higkeit von uns Menschen, solche Wahrheit zu erkennen.<\/p>\n<p>Popper anerkannte zun\u00e4chst, dass es von unserer Existenz und unserer Wahrnehmung unabh\u00e4ngige objektive Wahrheiten gibt, die zumindest intersubjektiv soweit vergleichbar sind, dass es zu rationalen Diskursen zwischen Menschen reicht. Zum Beispiel: Egal, ob wir es wahrnehmen oder nicht: Da drau\u00dfen gibt es ein Universum mit Sternen, Planeten und Monden. Die m\u00f6gen andere Wesen ganz anders wahrnehmen als wir Menschen das mit unseren Sinnesorganen tun. Aber sie existieren, und sie werden auch dann noch existieren, wenn es keinen Menschen mehr gibt, der sie wahrnehmen und ihnen damit vermeintlich erst Existenz verleihen k\u00f6nnte. So wie diese von unserer Wahrnehmung unabh\u00e4ngig existierenden Himmelsk\u00f6per, so existieren auch rein logische Wahrheiten, die sich nicht framen lassen und die v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von unserer Wahrnehmung ihre logische Struktur innehaben und auch dann noch behalten, wenn kein Mensch mehr die Erde bev\u00f6lkert. Popper erw\u00e4hnt das Beispiel der Primzahlen. Die Entwicklung von Zahlensystemen ist eindeutig eine kulturelle Leistung, die an die Existenz von uns Menschen gebunden ist. Aber sobald die Zahlen da sind, ist die Existenz der Primzahlen eine logisch unvermeidbare, von uns und unserer Wahrnehmung v\u00f6llig unabh\u00e4ngige Wahrheit, welche keine soziale oder kulturelle Relativierung kennt und daher auch nicht \u201egeframed\u201c werden kann.<\/p>\n<p>Ob Wahrheit existiert, l\u00e4sst sich also ziemlich sicher sagen. Inwieweit wir aber eine Wahrheit in H\u00e4nden halten, werden wir jenseits empirisch leerer Tautologien niemals sicher sagen k\u00f6nnen. Wenn wir an eine Wahrheit glauben, dann k\u00f6nnen wir damit Recht oder Unrecht haben. Wir werden es nie sicher erfahren. Das ist der skeptische Teil des Arguments. Aber dieser Skeptizismus begr\u00fcndet keinen Relativismus und keine konstruktivistische Beliebigkeit. Denn erstens existiert so etwas wie eine f\u00fcr uns hinreichend objektivierbare Wirklichkeit. Und zweitens sind wir Menschen durchaus f\u00e4hig, dieser Wirklichkeit n\u00e4her zu kommen, auch wenn wir wiederum nie sicher wissen, ob das im Einzelfall geschehen ist oder nicht. Wenn der Hund den Mond anbellt, dann nimmt er etwas wahr, was auch wir wahrnehmen. Aber er versteht nicht, was es ist. Die Menschen sind dort hingeflogen und wohlbehalten wieder zur\u00fcckgekommen. Andere k\u00f6nnten heute noch hinfliegen und die Mondautos finden, die Menschen dort hinterlassen haben.<\/p>\n<p>Das mag ja alles nur eine Einbildung sein, so dass wir nicht viel weitergekommen sind als der Hund, der den Mond anbellt. Aber es ist eben sehr unwahrscheinlich, denn alle Beobachtungen und Erfahrungen, die wir in diesem Zusammenhang gemacht haben, lassen sich konsistent kaum anders zusammenf\u00fcgen als mit genau der Geschichte, die wir kennen: dass da ein Himmelsk\u00f6rper ist, der die Erde umkreist, dass Astronauten dort hingeflogen sind, Spuren hinterlassen haben und vieles andere mehr. Damit sind wir der Wahrheit mit allergr\u00f6\u00dfter Wahrscheinlichkeit ein gro\u00dfes St\u00fcck n\u00e4hergekommen als der Hund, der nur einen leuchtenden Kreis sieht. F\u00fcr fast alle praktischen Probleme reicht das mindestens aus. F\u00fcr soziale Ph\u00e4nomene reicht es erst recht, denn sie sind \u00fcberhaupt nur vorstellbar und sinnvoll in der Welt der menschlichen Wahrnehmung.<\/p>\n<p>Folgen wir dagegen dogmatisch dem Konstruktivismus, dann m\u00fcssten wir jede Suche nach objektiver Erkenntnis aufgeben. Dann w\u00e4re der Hund nur anders \u201egeframed\u201c als wir. F\u00fcr ihn gibt es schlicht nur eine andere Wahrheit als f\u00fcr uns, und die hat den gleichen Rang, sie ist nicht mehr und nicht minder g\u00fcltig als \u201eunsere\u201c Wahrheit. Wir wissen nicht mehr als er, wie wissen nur \u201eanders\u201c. Wenn wir aber so weit gehen, dann k\u00f6nnen wir uns nicht mehr von w\u00fcsten Verschw\u00f6rungstheorien abgrenzen. Denn sie m\u00fcssen dann genauso viel und genauso wenig wahr sein wie das, was wir nach g\u00e4ngigen Standards als wissenschaftliche Theorien anerkennen. Und wenn wir so weit gehen, dann gilt das schlie\u00dflich auch f\u00fcr Reichsb\u00fcrger, Holocaustleugner, Kreationisten und all die anderen Irren. Sie w\u00fcrden dann nicht an irgendeinen Schwachsinn glauben, sondern sie w\u00e4ren lediglich anders \u201egeframed\u201c als andere und betrieben daher eine andere soziale Konstruktion von Wirklichkeit. Das zu beurteilen, was diese Leute erz\u00e4hlen, w\u00e4re dann nicht mehr eine Frage von wahr oder falsch, sondern allein eine Frage der rechten Moral.<\/p>\n<p>Wenn wir so weit gehen, dann treten Fakten schlie\u00dflich vollst\u00e4ndig in den Hintergrund. Alles geht, weil nichts mehr auf seine \u00dcbereinstimmung mit intersubjektiv wahrgenommener Realit\u00e4t \u00fcberpr\u00fcft wird. Der Unsinn, der dann nach Belieben verzapft werden kann, f\u00e4llt am Ende niemandem mehr auf, solange deren Urheber nur ihre Zugeh\u00f6rigkeit zu den \u201eGuten\u201c signalisieren. Tun sie das nicht, dann gelten sie nichts, egal wie rational ihre Argumente sind. Wie weit man das treiben kann, haben zwei amerikanische Wissenschaftler und Witzbolde namens Jamie Lindsay und Peter Boyle k\u00fcrzlich demonstriert. Ihnen war es gelungen, einen frei erfundenen \u201ewissenschaftlichen\u201c Artikel unter dem Titel \u201eThe conceptual penis as a social construct\u201c in einem sozialwissenschaftlichen Journal unterzubringen (Cogent Social Sciences, 3, 2017, S. 1-17). In diesem Artikel behaupteten sie, dass das m\u00e4nnliche Geschlecht lediglich eine soziale Konstruktion und als solche urs\u00e4chlich f\u00fcr den Klimawandel sei: \u201eWir argumentieren, dass der konzeptionelle Penis nicht als ein anatomisches Organ verstanden werden kann, sondern als ein gender-performatives, hochgradig fluides soziales Konstrukt.\u201c (ebd., S. 2; \u00dcbersetzung von mir). Nachdem der teilweise mit Textgeneratoren v\u00f6llig sinnfrei formulierte Artikel erschienen war, machten sie ihren Coup \u00f6ffentlich. So etwas geht durch, wenn sich niemand mehr f\u00fcr die Rationalit\u00e4t eines Diskurses und f\u00fcr seine R\u00fcckbindung an Fakten interessiert, sondern allein f\u00fcr das \u201emoralisch und strategisch korrekte\u201c Framing.<\/p>\n<p>Gewiss kann man \u201enicht nicht framen\u201c. So wie man auch \u201enicht nicht kommunizieren kann\u201c. Wohl aber kann man mehr oder weniger kommunizieren, und so kann man auch mehr oder weniger framen. Zur\u00fcckhaltung in der Form der \u00dcbermittlung von Information, Bem\u00fchungen, gewollte oder ungewollte Frames zu vermeiden, alles das wird m\u00f6glich, sobald wir die Beliebigkeit erkennen, auf der das Dogma der \u201esozialen Konstruktion von Wirklichkeit\u201c beruht. Nicht umsonst bedienen sich mathematische Beweise einer Sprache, die weder Raum f\u00fcr \u201esoziale Konstruktion\u201c noch f\u00fcr Framing l\u00e4sst. Warum soll man sich in Diskursen nicht um eine Ann\u00e4herung an eine \u201eframing-arme\u201c Sprache bem\u00fchen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>So ist das sogar einmal etabliert gewesen, in der Wissenschaft und im Journalismus. Aber durch den Siegeszug des Sozialkonstruktivismus ist es auf dem R\u00fcckzug. Denn mit ihm ist es chic geworden, die ehemals als vornehm geltende Zur\u00fcckhaltung in der \u00dcbermittlung und Analyse von Fakten und Nachrichten weitgehend aufzugeben. Entsprechend moderieren Moderatoren heute nicht mehr, sondern sie kommentieren, sie konstruieren munter soziale Wirklichkeit, wie sie sie sehen und wie wir sie dann offensichtlich auch zu sehen haben. Sie framen ihre Informationen unverhohlen, und selbst in Satiresendungen wie der \u201eHeute Show\u201c wird uns vor den jeweiligen Gags zun\u00e4chst einmal erkl\u00e4rt, wie wir die Dinge zu sehen haben. Damit wir wissen, wor\u00fcber wir lachen sollen. Das nervt selbst und vielleicht gerade dann, wenn man gleicher Meinung ist, weil man sich in seiner eigenen Urteilskraft nicht mehr erstgenommen f\u00fchlt. Fortw\u00e4hrend wird damit gegen die Mahnungen der Aufkl\u00e4rungsphilosophen versto\u00dfen, unser Gehirn selbst zu nutzen, uns selbst ein Bild zu machen und damit in einen m\u00f6glichst offenen und m\u00f6glichst rationalen Diskurs zu treten. Und dass man mit der sozialkonstruktivistischen Rationalit\u00e4tsverweigerung ungewollt das Feld jener Verschw\u00f6rungstheoretiker bestellt, gegen die man anschlie\u00dfend \u201eanframed\u201c, f\u00e4llt offenbar niemandem auf.<\/p>\n<p>Jedes Jahr wird Journalisten der \u201eHanns-Joachim-Friedrichs-Preis f\u00fcr Fernsehjournalismus\u201c verliehen. Dabei ist es kein Geheimnis, dass man sein vielleicht ber\u00fchmtestes Zitat eigentlich \u00fcberholt findet. Es ist n\u00e4mlich gepr\u00e4gt von dem Bem\u00fchen um Vermeidung jedweden Framings und der Wahrung weitest m\u00f6glicher Objektivit\u00e4t:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDas hab&#8216; ich in meinen f\u00fcnf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten (\u2026).\u201c (Der Spiegel, 13\/1995, S. 113).<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Sch\u00f6n w\u00e4re es, man w\u00fcrde diese rationale Haltung zum Journalismus wieder beherzigen. Zumindest den \u201eL\u00fcgenpresse-Krakelern\u201c w\u00fcrde das weit wirkungsvoller den Wind aus den Segeln nehmen als Propaganda-\u00dcbungsseminare auf der Basis von Framing-Manuals. Wirkungsvoller w\u00e4re es vor allem aus einem Grund: Weil es ehrlicher w\u00e4re, um Wahrheitssuche, Aufkl\u00e4rung und Rationalit\u00e4t bem\u00fcht.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Entwicklung freier, toleranter, menschlicher und letztlich auch demokratischer Gesellschaften war ein Produkt der Aufkl\u00e4rung, und die Aufkl\u00e4rung war ein Triumph der Vernunft \u00fcber die &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=24816\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDie schleichende Erosion der Rationalit\u00e4t <br \/><font size=3;color=grey>Das Beispiel des \u201eFraming-Manuals\u201c f\u00fcr die ARD<\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":24818,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2560,42,3082],"tags":[1717,2419,3083,3084,762],"class_list":["post-24816","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-journalistisches","category-mediales","category-rationales","tag-apolte","tag-ard","tag-framing-manual","tag-luegenpresse","tag-rationalitat"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - 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