{"id":25598,"date":"2019-08-07T06:35:03","date_gmt":"2019-08-07T05:35:03","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=25598"},"modified":"2019-08-07T06:35:03","modified_gmt":"2019-08-07T05:35:03","slug":"koelner-impuls-zur-wirtschaftspolitik-home-sharing-ein-geschaeftsmodell-mit-lokalen-nebenwirkungen-erkenntnisse-am-beispiel-von-airbnb-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=25598","title":{"rendered":"<font size=3; color=grey>K\u00f6lner Impuls zur Wirtschaftspolitik <\/font><br\/>Home-sharing, ein Gesch\u00e4ftsmodell mit lokalen Nebenwirkungen <br\/><font size=3; color=grey>Erkenntnisse am Beispiel von Airbnb in Berlin<\/font>"},"content":{"rendered":"<p><em>In den letzten Jahren hat Airbnb weltweit medialen und politischen Gegenwind bekommen und sieht sich zunehmend Regulierungen ausgesetzt. Grundlage f\u00fcr die neuen Regulierungen ist die Debatte \u00fcber den Einfluss von Airbnb auf den Wohnungsmarkt. Airbnb beharrt auf der Position viel zu klein und dementsprechend f\u00fcr den allgemeinen Mietmarkt irrelevant zu sein. Ber\u00fccksichtigt man jedoch die Verteilung Airbnbs in Berlin, so wird schnell deutlich, dass es auf lokalem Level zu einer erheblichen Airbnb-Konzentration kommt, durch die Wohnraum lokal verknappt wird und die lokalen Mietpreise steigen.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Einf\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Im vorliegenden Beitrag werden wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Wohnungsmarkteffekten von so genannten Kurzzeitmietplattformen vorgestellt, die exemplarisch anhand des Beispiels Airbnb in Berlin gewonnen wurden. Diese Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Debatte \u00fcber m\u00f6gliche Regulierungsanforderungen f\u00fcr Kurzzeitmietplattformen zu versachlichen. Zuerst wird die angespannte Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt skizziert, welche daf\u00fcr gesorgt hat, dass Kurzzeitmietplattformen vermehrt in die \u00f6ffentliche Diskussion ger\u00fcckt sind. Anschlie\u00dfend wird die Struktur und Entwicklung von Airbnb, der zurzeit gr\u00f6\u00dften Kurzzeitmietplattform auf dem deutschen Markt, untersucht. Bei diesen Darstellungen zeichnen sich auffallend starke Konzentrationen der Airbnb-Pr\u00e4senz in zentralen Bezirken Berlins ab. Eine an der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln verfasste Studie hat unter Beachtung dieser Konzentrationen den Einfluss von Airbnb auf den Berliner Wohnungsmarkt quantifiziert. Die Ergebnisse dieser Studie werden abschlie\u00dfend zusammengefasst pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p><strong>Berliner Wohnungsmarkt und das <em>Airbnb-Verbot<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Am 14. April 2018 demonstrierten in Berlin mehr als 13.000 Menschen f\u00fcr bezahlbaren Wohnraum. Seit Jahren steigen die Mietpreise in Berlin rasant an und es wird immer schwieriger Wohnraum zu finden. Die Leerstandsquote ist in Berlin von ca. 5,1% im Jahr 2013 auf ungef\u00e4hr 0,9% in 2017 gefallen,<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> die Angebotsmieten sind zwischen 2010 und 2018 um 60% gestiegen<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Die durchschnittliche Mietbelastung des Haushaltseinkommen lag im Jahre 2018 bei 29% und d\u00fcrfte f\u00fcr die unteren Einkommensklassen wesentlich h\u00f6her ausgefallen sein.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> \u00c4hnliche Entwicklungen sind in vielen europ\u00e4ischen Gro\u00dfst\u00e4dten zu beobachten. Diese Ausgangslage befeuert die Diskussion rund um die <em>Sharing Economy<\/em> und deren Einfluss auf den Wohnungsmarkt. Dabei werden unter <em>Sharing Economy<\/em>, so genannte <em>peer-to-peer<\/em> Plattformm\u00e4rkte im Internet verstanden, auf denen Individuen die vor\u00fcbergehende Nutzung ihrer privaten G\u00fcter gegen monet\u00e4re Verg\u00fctung anderen Verbrauchern anbieten. F\u00fcr den Wohnungsmarkt ist insbesondere die Entwicklung von Kurzzeitmietplattformen relevant. Diese stellen einen Onlinemarkt bereit, der private Gastgeber und Reisende zusammenf\u00fchrt. Der weitaus gr\u00f6\u00dfte Plattformanbieter in diesem Sektor ist das Unternehmen Airbnb, Inc. In den letzten Jahren haben Kurzzeitmietplattformen ein explosives Wachstum erfahren und sind dadurch zunehmend in die \u00f6ffentliche Diskussion ger\u00fcckt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Bef\u00fcrworter der <em>Sharing Economy<\/em> besonders die gemeinschaftsbildende Funktion und die effiziente Nutzung von Ressourcen durch solche Plattformen hervorheben, sto\u00dfen diese zunehmend auch auf \u00a0Kritik.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Der Hotelverbrand f\u00fchrt an, dass Kurzzeitmietplattformen Privatanbietern zwar die Teilnahme am Markt f\u00fcr professionellen Tourismus erm\u00f6glichten, allerdings ohne sie zugleich auch denselben Regulierungen zu unterwerfen, die f\u00fcr professionelle Anbieter gelten. In der Folge k\u00e4me es zu einem unfairen Wettbewerb zulasten der Hotelbranche.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Ebenso beklagen Mieterverb\u00e4nde und Kommunalregierungen zunehmend negative Folgen der Kurzzeitvermietung. Zum einen gibt es Berichte \u00fcber respektlose Touristen in Wohnh\u00e4usern<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> und zum anderen wird bef\u00fcrchtet, dass die Kurzzeitvermietungs-Angebote in Konkurrenz zu Langzeitvermietungen stehen,<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> wodurch der Druck auf den bereits sehr engen Mietmarkt in Berlin verst\u00e4rkt und ein zus\u00e4tzlicher Anstieg der Angebotsmieten verursacht w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Daher hat das Abgeordnetenhaus in Berlin bereits im Jahre 2013 ein Zweckentfremdungsverbot-Gesetz (ZwVbG) beschlossen.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Durch den Erlass der entsprechenden Zweckentfremdungsverbot-Verordnung (ZwVbVO), in den Medien auch als <em>Airbnb-Verbot <\/em>bezeichnet, trat das Gesetz im Mai 2014 in Kraft.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> In einem ersten Schritt untersagte diese Verordnung die Neuer\u00f6ffnungen von Kurzzeitunterk\u00fcnften in deklariertem Wohnraum. In einem zweiten Schritt wurde, nach einer zweij\u00e4hrigen Vorlaufszeit, die Zweckentfremdung von Wohnraum im April 2016 g\u00e4nzlich verboten.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Auch in vielen weiteren Gro\u00dfst\u00e4dten der Welt sieht sich Airbnb zunehmend Regulierungen ausgesetzt.<\/p>\n<p>Doch die Durchsetzung der Verordnung gestaltet sich schwierig. Gastgeberprofile auf der Airbnb-Website werden h\u00e4ufig mit Pseudonymen oder falschen Namen betrieben. Auch der Ort der Unterkunft ist auf einer Karte nur grob mit einem Umkreis von 150m rund um die tats\u00e4chliche Position angegeben. Die genaue Adresse wird erst bei einer Buchung freigegeben. Den Beh\u00f6rden ist aber eine Scheinbuchung zur Identifizierung des Gastgebers untersagt. Durch diese H\u00fcrden ist es nahezu unm\u00f6glich, die Kurzzeitvermieter ausfindig zu machen und Ihnen den Gesetzesversto\u00df nachzuweisen. Betrachtet man die Zahlen der auf der Airbnb-Webseite monatlich hinterlassenen Referenzen, scheint das <em>Airbnb-Verbot <\/em>keine gro\u00dfe Wirkung gehabt zu haben.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> <em>Abbildung 1<\/em> zeigt die Anzahl der monatlichen Referenzen der Airbnb-Webseite f\u00fcr Berlin von 2010 bis April 2019. Hier ist sehr gut die im Tourismussektor \u00fcbliche Saisonalit\u00e4t zu erkennen, allerdings gibt es keine Hinweise auf einen signifikanten R\u00fcckgang der Referenzzahlen im Hinblick auf das <em>Airbnb-Verbot<\/em> seit April 2016. In Berlin hat man auf diese Entwicklung reagiert und im August 2018 die Zweckentfremdungsverbot-Verordnung novelliert. Auf der einen Seite wurde das Verbot gelockert, indem die Vermietung von 49% der Fl\u00e4che des Erstwohnsitzes uneingeschr\u00e4nkt und eine Vermietung des Nebenwohnsitzes von maximal 90 Tagen, nach erteilter Genehmigung, erm\u00f6glicht wurde. Auf der anderen Seite wird die Durchsetzung des Verbots konsequenter verfolgt.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><sup>,<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/sup> Dennoch ist weiterhin kein R\u00fcckgang der Referenzzahlen zu vermerken und die Zahl der Airbnb-Unterk\u00fcnfte, welche f\u00fcr mehr als 90 Tage vermietet werden, sind wie weiter unten dargestellt auf einem hohen Niveau. Diese Beobachtungen werden als Beleg f\u00fcr die weiterhin wirkungslose Regulierung gesehen. Die Stadt versucht derzeit diese Schwierigkeiten zu \u00fcberwinden, indem sie durch den Erlass einer Auskunftsanordnung gegen\u00fcber Airbnb Irland genaue Angaben \u00fcber Berliner Airbnb-Angebote erlangt<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a>.<\/p>\n<p>Die Regulierung von Kurzzeitmietplattformen, im speziellen Airbnb, bleibt also ein relevantes Thema f\u00fcr politische Entscheidungstr\u00e4ger. Allerdings gibt es bisher nur wenig evidenzbasierte wissenschaftliche Untersuchungen \u00fcber die Effekte von Airbnb auf den Wohnungsmarkt. Dementsprechend m\u00fcssen Politiker Entscheidungen treffen, ohne \u00fcber die Auswirkungen von Airbnb und damit auch ihrer jeweiligen Regulierungsentscheidung ausreichend informiert zu sein.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/91.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/91.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p><strong> Was sagt die Wissenschaft zu den Wohnungsmarkteffekten von Airbnb?<\/strong><\/p>\n<p>Zwei Studien, Horn und Merante (2017) und Barron et al. (2018), haben erste Untersuchungen \u00fcber den Effekt von Airbnb auf Miet- und Hauspreise in den USA durchgef\u00fchrt. Die Studien kommen zu dem Schluss, dass Airbnb einen positiven Effekt auf Mietpreise aus\u00fcbt. Beide Studien legen denselben Wirkungskanal zugrunde: Durch die ganzj\u00e4hrige Kurzzeitvermietung von Wohnungen, wird der Wohnraum f\u00fcr Langzeitmieter verknappt und somit Aufw\u00e4rtsdruck auf die Mietpreise ausge\u00fcbt. Coles et al. (2017) hingegen beschreiben, dass die Kurzzeitvermietung gerade im Innenstadtbereich nicht lohnend sei und sehen keinen Hinweis auf eine Airbnb induzierte Mietsteigerung. Auch das Institut f\u00fcr Wirtschaft K\u00f6ln (IW K\u00f6ln) kommt in dem Gutachten \u201eSharing Economy: Ein Trend unter der Lupe\u201c (Juli, 2018) zu dem Schluss, dass es keine kausale Verbindung zwischen einer Wohnraumverknappung und damit einhergehenden Mietpreiserh\u00f6hungen und Airbnb gebe. Allerdings merken die Autoren an, dass weitere Untersuchungen auch kleinteiligere Daten analysieren m\u00fcssten. Hier setzt eine an der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln entstandene Studie, die im Folgenden ausschnittsweise zusammengefasst wird, an<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a>. Durch eine kleinr\u00e4umige Untersuchung wird der Einfluss von Airbnb in Berlin quantifiziert und die Informationslage bez\u00fcglich der Effekte von Kurzzeitmietplattformen verbessert. Die Analyse konzentriert sich auf die kleinr\u00e4umige Ebene der Planungsr\u00e4ume (PLR) der Raumhierarchie der lebensweltlich orientierten R\u00e4ume (LOR) in Berlin.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die geographische Verteilung von Airbnb innerhalb Berlins gelegt, die Struktur der angebotenen Airbnb-Unterk\u00fcnfte beleuchtet und diese mit einem Mikrodatensatz von Mietangeboten in Berlin verglichen. Bei den Airbnb-Daten wurde auf die Daten von <em>Insideairbnb.com<\/em> zur\u00fcckgegriffen. Der zugrunde liegende Mietdatensatz wurde von der <em>Forschung + Beratung GmbH<\/em> bereitgestellt. Die zeitliche Betrachtung beschr\u00e4nkt sich auf die Periode von 2010 \u2013 Juni 2015<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a>. Airbnb wurde 2008 gegr\u00fcndet, wie aber in <em>Abbildung 1 <\/em>zu sehen ist, wachsen die Airbnb-Referenzen erstmals zwischen 2012 und 2013 zu einer relevanten Gr\u00f6\u00dfe an. Durch die Untergrenze 2010 kann der Mietmarkt \u00fcber eine Zeit von zwei Jahren betrachtet werden, bevor es zu einer relevanten Airbnb-Pr\u00e4senz kommt. Die Wahl der Obergrenze (Juni 2015) ist durch die Einf\u00fchrung der Mietpreisbremse motiviert, welche das rasante Wachstum von Angebotsmieten stoppen soll und folglich Preiseffekte von Airbnb auf die Angebotsmiete verzerren w\u00fcrde.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p><strong>Wie funktioniert Airbnb in Berlin?<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Airbnb meist betont, dass ihre Gastgeber ihr Zuhause nur gelegentlich vermieteten und der daraus resultierende Verdienst als eine Art Taschengeld gesehen werden k\u00f6nne, zeigt die Analyse der Daten ein differenzierteres Bild. Demnach waren in den letzten 6 Monaten vor Juni 2015 6.841 Airbnb-Unterk\u00fcnfte in Berlin aktiv (<em>Tabelle 1<\/em>). Davon wurden 3.464 (51%) f\u00fcr 90 Tage oder mehr pro Jahr vermietet. Es ist nur schwer vorstellbar, sein privates Zuhause im Rahmen einer nicht-gewerblichen Nebent\u00e4tigkeit f\u00fcr mehr als 90 Tage im Jahr zu vermieten. Dies ist auch die vom Gesetzgeber gew\u00e4hlte Grenze. Folglich werden diese Angebote als professionell organisiert angesehen und unterstellt, dass diese mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit Langzeitwohnraum aus dem Markt nehmen. Sieht man sich die durchschnittliche \u00dcbernachtungszahl pro Jahr und angebotener Unterkunft von 202 N\u00e4chten an, st\u00fctzt auch dies die Annahme, dass es sich tendenziell um professionelle Angebote handelt. Hinzu kommt, dass in 72% dieser Angebote das gesamte Zuhause vermietet wird. Es handelt sich hierbei also nicht um das Teilen von Wohnraum (<em>home sharing<\/em>).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/92.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/92.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p><em>Tabelle 1<\/em> zeigt au\u00dferdem, dass der durchschnittliche Jahresumsatz f\u00fcr die Vermietung der gesamten Wohnung \u00fcber Airbnb bei 16.931 Euro lag. Verglichen mit einer durchschnittlichen Langzeit-Jahresmiete von knapp 8.000 Euro<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a>, ist mit dem Mehraufwand der Gastgebert\u00e4tigkeit mehr als das Doppelte zu verdienen. F\u00fcr viele Gastgeber ist dieses Gesch\u00e4ftsmodell so lohnend, dass sie als so genannte \u201emultiple Hosts\u201c gleich mehrere Unterk\u00fcnfte \u00fcber Airbnb anbieten. Bei diesen Unterk\u00fcnften kann es sich um Eigentums- sowie Mietwohnungen handeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/93.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/93.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>344 dieser <em>multiple Hosts<\/em> bieten zusammen knapp ein Drittel der als professionell eingesch\u00e4tzten Airbnb-Unterk\u00fcnfte an (dies entspricht 1.126 Unterk\u00fcnften). Der Gastgeber, mit den meisten Angeboten, bewirbt auf Airbnb in 35 Inseraten verschiedene Unterk\u00fcnfte; die Top 10 Gastgeber verwalten allesamt mehr als 10 Unterk\u00fcnfte.<\/p>\n<p>Die geographische Verteilung der professionellen Airbnb-Angebote ist r\u00e4umlich sehr konzentriert. Entgegen der Aussage Airbnb\u2019s und auch Coles et al. (2017), dass besonders auch au\u00dfenliegende Stadtteile durch Airbnb profitierten,<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> ist die Konzentration der Unterk\u00fcnfte in den zentral gelegenen PLRs in den Bezirken <em>Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Neuk\u00f6lln<\/em> und <em>Pankow<\/em> mit Abstand am h\u00f6chsten (<em>Karte 1<\/em>).<\/p>\n<p>Bei genauerer Untersuchung der Charakteristika der Airbnb-Wohnungen ist au\u00dferdem auff\u00e4llig, dass es sich bei 93% der Angebote um kleinere Wohnungen mit drei Zimmern oder weniger handelt. Aufbauend auf diese und die vorherigen Erkenntnisse wurde die <em>Airbnb-Dichte<\/em>, als Index zur Messung der Airbnb-Konzentration, konstruiert. Die <em>Airbnb-Dichte<\/em> setzt die Anzahl der professionellen Airbnb-Unterk\u00fcnfte in Relation zu der Anzahl der Wohnungsinserate<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a>. <em>Tabelle 3 <\/em>bildet die 10%-Quantile des Indexes f\u00fcr <em>Mitte<\/em> und <em>Friedrichshain-Kreuzberg<\/em> im zweiten Quartal 2015 ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/94.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/94.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/95.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/95.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/96.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/96.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>50% der betrachteten PLRs weisen eine <em>Airbnb-Dichte<\/em> von mindestens 22% auf. Das hei\u00dft, dass in diesen PLRs auf zehn Wohnungsinserate mindestens 2,2 professionelle Airbnb-Unterk\u00fcnfte fallen. \u00a0Zoomt man zu den PLRs rundum das Kottbusser Tor, dem Verkehrsknotenpunkt des Kreuzberger Nordens, entsteht ein noch konzentrierteres Bild der <em>Airbnb-Dichte<\/em> (<em>Tabelle 4<\/em>). In den dortigen PLRs gibt es an jedem beliebigen Tag durchschnittlich mehr als doppelt so viele Airbnb-Angebote wie Wohnungsinserate innerhalb des zweiten Quartals 2015.<\/p>\n<p>Die deskriptive Untersuchung der Struktur und Verteilung von Airbnb in Berlin zeigt also, dass ein Gro\u00dfteil der aktiven Airbnb-Anbieter ihre Unterk\u00fcnfte an \u00fcber 90 Tagen im Jahr vermieten und als professionell bezeichnet werden k\u00f6nnen. Diese professionellen Angebote bieten \u00fcberwiegend die gesamte Wohnung an. Au\u00dferdem konzentrieren sich entsprechende Angebote auf das Zentrum Berlins. Dort lassen sich Ums\u00e4tze erzielen, die die der Langzeitvermietung bei weitem \u00fcbertreffen. Dies bietet Anreize, die Airbnb-Vermietung unternehmerisch anzugehen und gleich mehrere Unterk\u00fcnfte zu verwalten. Gemessen an dem insgesamt bestehenden Wohnraum, mag der Anteil an Airbnb-Unterk\u00fcnften verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig klein erscheinen, in Relation zu den im selben Quartal zur Neuvermietung verf\u00fcgbaren Wohnungen, ist die Airbnb-Dichte allerdings erheblich.<\/p>\n<p><strong>Was zeigt die Auswertung der Daten?<\/strong><\/p>\n<p>Diese Befunde geben Grund zur Annahme, dass Airbnb das Angebot von Wohnraum in den zentralen, touristisch attraktiven Gegenden merklich verknappt und gleichzeitig die Nachfrage, getrieben von den \u201eAirbnb-Unternehmern\u201c, die Langzeitwohnungen zur Kurzzeitvermarktung anmieten, erh\u00f6ht. Es ist denkbar, dass diese beiden Mechanismen \u00ad\u00ad\u00ad\u2013 Verknappung des Angebots und Anstieg der Nachfrage \u2013 Druck auf die Mietpreise aus\u00fcben. Diese Annahme wurde ebenfalls empirisch untersucht.<\/p>\n<p>Im Ergebnis kann festgestellt werden, dass 16,8% der Mietsteigerungen f\u00fcr kleine Wohnungen in den zentralen Bezirken Berlins (<em>Mitte<\/em> und <em>Friedrichshain-Kreuzberg<\/em>) innerhalb der zwei Jahre vom zweiten Quartal 2013 bis zum zweiten Quartal 2015, durch Airbnb induziert wurden. Dies entspricht 2,9 Prozentpunkten des Gesamtmietanstiegs von 17,2% in derselben Zeit. Mitte 2013 lag die durchschnittliche monatliche Angebotsmiete f\u00fcr ebendiese Wohnungen in den zentralen Bezirken bei 656\u20ac. Das bedeutet, dass von Neumietern eine zus\u00e4tzliche Mietbelastung von 19\u20ac monatlich oder 228\u20ac j\u00e4hrlich getragen werden musste, die durch die Aktivit\u00e4t von Airbnb erkl\u00e4rt wird.<\/p>\n<p>Nicht nur die zus\u00e4tzliche Mietbelastung auf dem Berliner Wohnungsmarkt gestaltet sich als problematisch, sondern jede professionell organisierte Zweckentfremdung \u00fcber Airbnb bedeutet auch den Verlust von Langzeitwohnraum und erschwert somit die Wohnungssuche. Im Mai 2019 gab es trotz Regulierungsma\u00dfnahmen immer noch 6.626 solcher professionellen Angebote. Auch in der Entwicklung der Referenzzahlen (<em>Abbildung 1<\/em>) ist bisher kein R\u00fcckgang zu erkennen.<\/p>\n<p>Die Stadt Berlin hat den Wohnungsschutz mehrfach klar als politisches Ziel betont. Die empirische Analyse zeigt, dass das Angebot von Airbnb in bestimmten Berliner Bezirken die verf\u00fcgbaren Mietwohnungen verknappt und einen Teil der Mietpreisanstiege induziert hat. Insofern haben die bisherigen Ma\u00dfnahmen ihr erkl\u00e4rtes Ziel noch nicht erreicht. Allerdings gilt es zu beobachten, ob die j\u00fcngst erlassenen Auskunftsanordnungen erfolgreich sein werden oder ob weitere Ma\u00dfnahmen notwendig sind.<\/p>\n<p>&#8212; &#8212; &#8212;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Hierbei handelt es sich um den marktaktiven Leerstand von Geschosswohnungen. empirica. (n.d.). Leerstandsquote von Wohnungen in Berlin von 2001 bis 2017. Statista <em>Zugriff am 01.07.2019.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Berechnet auf der Grundlage von Daten des Empirica-institut.de.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Wohnmarktreport Berlin 2018, Berlin Hype &amp; CBRE.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> www.airbnbaction.com.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Welt \u2013 \u201eDas ist unfairer Wettbewerb\u201c. 18.04.2016<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Rbb24 \u2013 \u201cVon lauschigen Apartments &#8211; und dubiosen Geflechten\u201d. 03.12.2018<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Tom Slee &#8211; &#8222;What\u2019s yours is mine&#8220; pp.32.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a>http:\/\/gesetze.berlin.de\/jportal\/portal\/t\/xus\/page\/bsbeprod.psml?pid=Dokumentanzeige&amp;showdoccase=1&amp;js_peid=Trefferliste&amp;fromdoctodoc=yes&amp;doc.id=jlr-WoZwEntfrGBEV2P2&amp;doc.part=S&amp;doc.price=0.0#focuspoint <em>Zugriff am 01.07.2019.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a><a href=\"http:\/\/gesetze.berlin.de\/jportal\/?quelle=jlink&amp;query=WoZwEntfrV+BE&amp;psml=bsbeprod.psml&amp;max=true&amp;aiz=true\">http:\/\/gesetze.berlin.de\/jportal\/?quelle=jlink&amp;query=WoZwEntfrV+BE&amp;psml=bsbeprod.psml&amp;max=true&amp;aiz=true<\/a><em> Zugriff am 01.07.2019.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Diese Version des Gesetzes hat nicht trennscharf definiert, welche Kriterien die Zweckentfremdung erf\u00fcllen und in welchem Fall eine Sondergenehmigung erhalten werden konnte. Ein Antrag zur Genehmigung konnte zwar gestellt werden, die Erteilung war jedoch quasi ausgeschlossen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Referenzen sind \u00f6ffentlich publizierte Bewertungen der Gastgeber und G\u00e4ste nach jedem Aufenthalt. Tats\u00e4chlich ist die Zahl der Referenzen deutlich unter derer der Aufenthalte, da nicht jeder Gast eine Bewertung hinterl\u00e4sst. Es liegen keine eindeutigen Zahlen zu der wahren Referenzrate vor, in der Fachliteratur werden allerdings Raten von 30,5 -72% diskutiert, das hei\u00dft Aufenthaltszahlen sind um Faktor 1,4 bis 3,3 h\u00f6her als die Zahl der Referenzen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> <a href=\"https:\/\/service.berlin.de\/dienstleistung\/326217\/\">https:\/\/service.berlin.de\/dienstleistung\/326217\/<\/a> <em>Zugriff am 01.07.2019.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a>\u201eSo k\u00f6nnen nun Treuh\u00e4nder eingesetzt werden, falls der Verf\u00fcgungsberechtigte sich weigert, zweckentfremdeten Wohnraum [\u2026] wieder f\u00fcr Wohnzwecke zu nutzen. [\u2026] Die m\u00f6glichen Bu\u00dfgelder bei Verst\u00f6\u00dfen wurden deutlich erh\u00f6ht.\u201c <a href=\"http:\/\/www.stadtentwicklung.berlin.de\/aktuell\/pressebox\/archiv_volltext.shtml?arch_1905\/nachricht6735.html\">http:\/\/www.stadtentwicklung.berlin.de\/aktuell\/pressebox\/archiv_volltext.shtml?arch_1905\/nachricht6735.html<\/a> <em>Zugriff am 01.07.2019.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a><a href=\"http:\/\/www.stadtentwicklung.berlin.de\/aktuell\/pressebox\/archiv_volltext.shtml?arch_1904\/nachricht6719.html\">http:\/\/www.stadtentwicklung.berlin.de\/aktuell\/pressebox\/archiv_volltext.shtml?arch_1904\/nachricht6719.html<\/a> <em>Zugriff am 01.07.2019.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Mindl (2019), <em>\u201eThe effect of short-term rental platforms on rental prices: Evidence from Airbnb in Berlin\u201c<\/em>, mimeo.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> \u201eDie &#8222;Lebensweltlich orientierten R\u00e4ume&#8220; (LOR) wurden 2006 gemeinsam zwischen den planenden Fachverwaltungen des Senats, den Bezirken und dem Amt f\u00fcr Statistik Berlin-Brandenburg [\u2026] einheitlich abgestimmt. [\u2026] Ziel war die Abbildung lebensweltlicher Homogenit\u00e4t bei gleichzeitiger Wahrung einer Vergleichbarkeit der Planungsraumeinheiten.\u201c Die LOR bestehen aus drei Ebenen. Die kleinste davon, die Planungsraumebene, umfasste bis 31.12.2018 447 Planungsr\u00e4ume. <a href=\"https:\/\/www.stadtentwicklung.berlin.de\/planen\/basisdaten_stadtentwicklung\/lor\/\">https:\/\/www.stadtentwicklung.berlin.de\/planen\/basisdaten_stadtentwicklung\/lor\/<\/a> <em>Zugriff am 01.07.2019.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Die Wahl des Jahres 2010 als die untere Grenze wurde aus folgenden Gr\u00fcnden getroffen. Airbnb wurde 2008 gegr\u00fcndet. Ende 2009 gab es die ersten Airbnb-Angebote in Berlin. Des Weiteren haben sich in diesem Jahr die Auswirkungen der Finanzkrise auf den Miet- und Immobilienmarkt langsam wieder normalisiert.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/special\/immobilien-und-wohnen\/mietrecht\/3793279-739654-mietpreisbremse-regelungen-aenderungen-a.html\">https:\/\/www.berlin.de\/special\/immobilien-und-wohnen\/mietrecht\/3793279-739654-mietpreisbremse-regelungen-aenderungen-a.html<\/a> <em>Zugriff am 01.07.2019.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Die Miete errechnet sich aus einer durchschnittlichen monatlichen Kaltmiete f\u00fcr kleine Wohnungen (dazu sp\u00e4ter mehr) von 656 Euro in den zentralen Stadtvierteln.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Airbnb Economic Impact &#8211; <a href=\"https:\/\/blog.atairbnb.com\/economic-impact-airbnb\/\">https:\/\/blog.atairbnb.com\/economic-impact-airbnb\/<\/a> <em>Zugriff am 01.07.2019.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Die Anzahl der Wohnungsinserate wird pro Quartal und PLR ermittelt. Es werden nur Wohnungen mit maximal drei Zimmern ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Jahren hat Airbnb weltweit medialen und politischen Gegenwind bekommen und sieht sich zunehmend Regulierungen ausgesetzt. 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