{"id":26269,"date":"2019-11-19T00:01:44","date_gmt":"2019-11-18T23:01:44","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269"},"modified":"2019-11-19T07:21:15","modified_gmt":"2019-11-19T06:21:15","slug":"gastbeitrag-nord-stream-ii-verbessert-deutschlands-energieversorgung-mittelfristig-ueberwiegen-die-vorteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269","title":{"rendered":"<font size=3; color=grey>Gastbeitrag <\/font><br\/>Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung <br\/><font size=3; color=grey>Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile<\/font>"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">Bild: Pixabay<\/p>\n<p>In Deutschland bleibt Erdgas durch die politisch veranlassten Ausstiege aus der Kernenergie, Stein- und Braunkohle die letzte S\u00e4ule der konventionellen Stromerzeugung<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>. Erdgas trug 2018 13% zur Brutto-Stromerzeugung bei.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Im letzten Jahr basierten auf Erdgas 23,4% des deutschen Prim\u00e4renergieverbrauchs. Damit belegte es im Energiemix Platz 2 hinter Mineral\u00f6l (34%), aber merklich vor Braun- und Steinkohle, Kernenergie und selbst den erneuerbaren Energien. Der Einfuhranteil bei Erdgas lag 2018 bei 94%, so hoch wie auch bei Steinkohle, aber niedriger als bei Mineral\u00f6l (98%). Da die heimische Politik bis 2050 Klimaneutralit\u00e4t anstrebt, ist Erdgas f\u00fcr Deutschland nicht mehr, aber auch nicht weniger als eine \u00dcbergangsenergie.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Russland war 2018 Deutschlands quantitativ wichtigstes Lieferland f\u00fcr Erdgas, aber auch Roh\u00f6l und Steinkohle. Als potentieller Gaslieferant kamen in j\u00fcngster Zeit die USA durch den Aufbau einer leistungsf\u00e4higen Gasexportinfrastruktur hinzu. Die USA und einige europ\u00e4ische L\u00e4nder st\u00f6rt der Bau von Nord Stream II. Die deutsche Politik steht zu dem Projekt. Der Ausgang der US-Interventionen ist noch offen.<\/p>\n<p>Die Gewichtung der energiepolitischen Ziele spricht f\u00fcr die Fertigstellung und Inbetriebnahme von Nord Stream II. Dies zeigt folgende Gegen\u00fcberstellung der Argumente f\u00fcr und gegen Nord Stream II.<\/p>\n<p><strong>Pro\/Contra Nord Stream II<\/strong><\/p>\n<p>Perspektivisch sinkt in Deutschland die Inlandsgewinnung von Erdgas (2018 6% des Gesamtbedarfs) mangels wettbewerbsf\u00e4higer Reserven weiter. Zudem verlieren die Niederlande als Lieferland von Erdgas aus eigenen Quellen an Bedeutung, da ihre Vorkommen allm\u00e4hlich zur Neige gehen<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>. Norwegen k\u00f6nnte mehr anliefern, steht allerdings in Konkurrenz zu anderen Exportl\u00e4ndern und deren Preisen. In den letzten Jahren zeigte sich Russland an gr\u00f6\u00dferen Liefermengen interessiert. Dies belegen auch seine Nord Stream-Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Erst in j\u00fcngster Zeit kamen die USA als Gasexporteur hinzu. Noch in den 1990er Jahren baute das Land eine leistungsf\u00e4hige Gasimportinfrastruktur auf, um die absehbar steigende inl\u00e4ndische Gasnachfrage mit Mengen auch aus dem fernen Ausland befrieden zu k\u00f6nnen. Mit der Entwicklung unkonventioneller Gas- und \u00d6lf\u00f6rdermethoden (\u201eShale-Revolution\u201c), die von amerikanischen Unternehmen vorangetrieben wurde, kam es zu einer grundlegenden Neueinsch\u00e4tzung mit Vorzeichen\u00e4nderung: Aufgrund der dank der neuen Technologien stark gestiegenen inl\u00e4ndischen Schiefergasf\u00f6rderung sind die USA nicht l\u00e4nger ein Netto-Importeur von Gas, sondern an k\u00fcnftig gr\u00f6\u00dferen Gasexporten interessiert. Zu diesem Zweck wurde in den letzten Jahren massiv in eine leistungsf\u00e4hige US-Gasexportinfrastruktur investiert, die mittlerweile bereit steht und weiter w\u00e4chst<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Heute haben steigende Exportmengen den positiven Nebeneffekt f\u00fcr die USA, dass der reichlich versorgte Inlandsmarkt entlastet wird. Die auch unter der aktuellen Regierung g\u00fcnstigen Shale-Investitionsbedingungen haben n\u00e4mlich zu einer \u00fcppigen Marktversorgung zu sehr niedrigen Gaspreisen gef\u00fchrt.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Diese erfreuen zwar die Verbraucher, sind f\u00fcr Investoren aber eine Herausforderung<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>. Die aktuelle US-Regierung tr\u00e4gt dem in ihrer Nord Stream-Argumentation Rechnung. Tats\u00e4chlich w\u00fcrde weniger russisches Gas in Europa die Chancen anderer Gasanbieter \u2013 auch aus den USA \u2013 tendenziell verbessern.<\/p>\n<p>Deutschland hat als Nettoimporteur von Gas andere Interessen als die Gasanbieter was Preise und Mengen betreffen. Letztlich ist Nord Stream II aus deutscher Sicht zweckm\u00e4\u00dfig, wenn es einen positiven Beitrag zu den energiepolitischen Zielen liefern kann. Ob sich das Projekt auch einzelwirtschaftlich f\u00fcr die beteiligten Investoren rechnet, ist eine andere Frage.<\/p>\n<p>F\u00fcr Deutschland ist Nord Stream II nur eine M\u00f6glichkeit, um die auch in den kommenden Jahren erwartete hohe Gasnachfrage zu befrieden. Dem tr\u00e4gt auch die deutsche Politik Rechnung. Am 7. Juni 2019 stimmte die Mehrheit des Bundestags (inklusive der Gr\u00fcnen) f\u00fcr den Bau neuer LNG-Terminals (LNG = Liquified-Natural-Gas) an der Nordsee. Damit kann die Bundesregierung den Bau solcher Terminals f\u00f6rdern bzw. subventionieren.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Als potenzielle Lieferl\u00e4nder gelten neben den USA nicht zuletzt Katar, Oman und Norwegen. Damit konkurriert das US-LNG nicht nur mit den Pipeline-Anbietern, sondern auch mit den anderen LNG-Lieferl\u00e4ndern. Ganz generell d\u00fcrfte der zu erwartende intensive Wettbewerb der Anbieter einem Gaspreisanstieg entgegenwirken bzw. marktbeherrschende Tendenzen auf der Anbieterseite verhindern.<\/p>\n<p><strong>Bedroht Nord Stream II die Versorgungssicherheit?<\/strong><\/p>\n<p>Gegen Nord Stream II stellen sich eine Reihe ganz unterschiedlicher L\u00e4nder. F\u00fcr die Ukraine, das bisherige Haupttransitland russischer Gaslieferungen nach Europa, ist die Ablehnung verst\u00e4ndlich, bedeuten zus\u00e4tzliche alternative Transportrouten mehr Konkurrenz und den Verlust bisheriger Einnahmen. \u00c4hnlich sieht es f\u00fcr andere wichtige osteurop\u00e4ische Transitl\u00e4nder wie Polen und die Slowakei sowie die baltischen Staaten aus. Es drohen geringere Lieferungen f\u00fcr das eigene Land, Einnahmenverluste f\u00fcr weniger Transporte sowie, ganz generell, eine Minderung der Versorgungssicherheit.<\/p>\n<p>Neben den Transitl\u00e4ndern votieren vor allem die USA gegen Nord Stream II. Nach US-Ansicht macht sich Europa durch Nord Stream II zum einen zu sehr von russischen Erdgaslieferungen abh\u00e4ngig und gef\u00e4hrdet damit seine Versorgungssicherheit. Zum anderen, so die US-Regierung (und insbesondere der amtierende US-Pr\u00e4sident), g\u00e4be es als Alternative auch amerikanisches Fl\u00fcssiggas. Nicht zuletzt die un\u00fcberh\u00f6rbaren US-Interventionen haben dazu gef\u00fchrt, dass in Brunsb\u00fcttel (Schleswig-Holstein) ein Fl\u00fcssiggasterminal gebaut werden soll, dass auch Fl\u00fcssiggasimporte aus den USA erm\u00f6glichen wird. Einen Stopp f\u00fcr Nord Stream II haben aber weder die europ\u00e4ischen noch die amerikanischen Gegner bewirkt.<\/p>\n<p>Noch bis Mitte 2019 wurde eine Verz\u00f6gerung der Fertigstellung von Nord Stream II bis Mitte 2020 erwartet. Hauptgrund waren die ausbleibenden Baugenehmigungen D\u00e4nemarks, die sich \u00fcber zwei Jahre ohne Ergebnis hinzogen.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> Das hat sich aber am 30. Oktober 2019 durch die Genehmigung D\u00e4nemarks ge\u00e4ndert. Jetzt darf ein alternativer 147 Kilometer langer Teil der Doppelr\u00f6hre auf dem d\u00e4nischen Kontinentalsockel s\u00fcd\u00f6stlich von Bornholm durch die Ostsee gebaut werden.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Nach Alexej Miller, Chef von Gazprom und damit des Mehrheitsaktion\u00e4rs der Nord Stream AG, k\u00f6nnte die neue Streckenf\u00fchrung eine Inbetriebnahme von Nord Stream II doch bis Ende 2019 und nicht erst Mitte 2020 erm\u00f6glichen.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Marktexperten wie die Gasversorgung S\u00fcddeutschland rechnen dagegen nach wie vor damit, dass Nord Stream II gegen \u201eEnde 2019 noch nicht betriebsfertig\u201c sein d\u00fcrfte.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>EU\/Gazprom-Disput kann verz\u00f6gern, aber nicht aufhalten <\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Willen einiger EU-Mitglieder soll die neue EU-Gasrichtlinie auch auf Gaspipelines in und aus Drittl\u00e4ndern ausgeweitet werden. Geplant ist, dass Erzeugung und Vertrieb nicht mehr einer Hand entstammen. \u00dcberdies sollen mindestens 10% der Pipeline-Kapazit\u00e4t Dritten zug\u00e4nglich gemacht werden<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>. Bei Nord Stream II steht Gazprom aber f\u00fcr die F\u00f6rderung und die Erzeugung. Die Betreiber von Nord Stream II haben im Juli 2019 Beschwerde beim Gericht der Europ\u00e4ischen Union (EuG) gegen die EU eingereicht. Das Gericht solle die \u00c4nderung der neuen EU-Gasrichtlinie aufgrund \u201eeines Versto\u00dfes gegen die EU-Rechtsgrunds\u00e4tze der Gleichbehandlung und der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit\u201c f\u00fcr nichtig erkl\u00e4ren<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>. Die nun noch ausstehende Entscheidung kann die Fertigstellung von Nord Stream II Zeit kosten, sie bedeutet aber nicht ihr Ende.<\/p>\n<p>Gazprom geh\u00f6rt die Pipeline zwar vollst\u00e4ndig. An der Finanzierung mit jeweils knapp EUR 1 Mrd. sind aber auch die Konzerne Uniper, Wintershall (beide Deutschland), Shell (Gro\u00dfbritannien), Engie (Frankreich) und OMV (\u00d6sterreich) beteiligt. Ein au\u00dfenpolitischer Ausschuss des US-Senats beriet bereits \u00fcber Sanktionen gegen Einzelpersonen und Unternehmen, \u201edie Schiffe f\u00fcr den Bau von Nord Stream II verkaufen oder leasen sowie finanzielle und technische Unterst\u00fctzung oder Versicherung f\u00fcr diese Schiffe leisten\u201c.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> Bis dato sieht die Bundesregierung jedoch keine Notwendigkeit f\u00fcr die Erstellung eines Aktionsplan gegen m\u00f6gliche US-Sanktionen, da f\u00fcr das Projekt derzeit noch keine Gef\u00e4hrdung bestehe.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Tats\u00e4chlich erh\u00f6ht Nord Stream II die Versorgungssicherheit<\/strong><\/p>\n<p>Das energiepolitische Ziel der Versorgungssicherheit ist f\u00fcr Deutschland und auch die EU hinsichtlich fossiler Energietr\u00e4ger wegen der relativ hohen Auslandsabh\u00e4ngigkeit \u00fcberaus bedeutsam. Das gilt insbesondere f\u00fcr Erdgas und teilweise auch Erd\u00f6l. Da es weltweit reichliche Steinkohlevorkommen in vielen unterschiedlichen Lieferl\u00e4ndern gibt, herrscht trotz hoher Importquote Versorgungssicherheit.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie in Deutschland ist auch in der EU der Anteil der Nettoimporte am gesamten Bruttoinlandsverbrauch bei Roh\u00f6l mit 89% sogar noch h\u00f6her als bei Erdgas (75%). Und \u2013 wie in Deutschland \u2013 ist Russland auch f\u00fcr die EU das wichtigste Lieferland mit einem Nettoimportanteil bei \u00d6l von knapp einem Drittel und von fast der H\u00e4lfte bei Erdgas.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> W\u00e4hrend aber der Welt\u00f6lmarkt und seine Infrastruktur weit entwickelt sind, gilt dies f\u00fcr den relativ jungen internationalen Gasmarkt so noch nicht. Aufgrund seiner Flexibilit\u00e4tsvorteile im Transport ist die Versorgungslage bei \u00d6l trotz gelegentlicher OPEC-Interventionen als ausreichend gegeben anzusehen. Dies gilt f\u00fcr den noch recht jungen Gasmarkt mit seinen neueren Innovationen \u2013 wie Shale-, LNG- und Transporttechnologien \u2013 noch nicht in gleichem Ma\u00dfe.<\/p>\n<p>Nord Stream II erh\u00f6ht rein quantitativ die Sicherheit der Gasversorgung, da sie die verf\u00fcgbaren Transportkapazit\u00e4ten erh\u00f6ht und weiter diversifiziert. Zudem verk\u00fcrzt sie den bisherigen Transportweg. Auch die Transportverluste d\u00fcrften in Relation zu den \u00e4lteren Routen geringer ausfallen. \u00dcberdies ist das unrechtm\u00e4\u00dfige \u201eAnzapfen\u201c der Unterwasserpipeline technisch ungleich schwerer als bei traditionellen \u00dcberlandleitungen. Unter sonst gleichen Bedingungen ist die zus\u00e4tzliche Transportleitung insofern positiv zu bewerten.<\/p>\n<p>Insbesondere in Deutschland, das k\u00fcnftig auf Kernenergie- und Kohlestrom verzichtet und auf erneuerbar erzeugten Strom setzt, kann Erdgas als \u00dcbergangsenergie dienen und damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Wir hatten bereits ausgef\u00fchrt, dass gasbefeuerte Kraftwerke in der Lage sind, die durch Kernenergie- und Kohleausstieg sinkende Stabilit\u00e4t im deutschen Stromnetz sehr flexibel zu kompensieren. \u00dcberdies hat Erdgas, wie bereits erw\u00e4hnt, gegen\u00fcber der Sekund\u00e4renergie Elektrizit\u00e4t den Vorteil, dass auch gr\u00f6\u00dfere Volumina speicherbar sind. Mit \u00fcber 24 Mrd. Kubikmetern verf\u00fcgt Deutschland \u00fcber die gr\u00f6\u00dften Erdgasspeicherkapazit\u00e4ten der EU. Der Netzentwicklungsplan Gas der Fernleitungsnetzbetreiber (NEP Gas) erm\u00f6glicht den bedarfsgerechten weiteren Ausbau der heimischen Gasinfrastruktur. Der NEP Gas 2016-2026 sorgt f\u00fcr einen Leitungsneubau von 823 km bis 2026, was wiederum rund EUR 4 Mrd. kostet. Laut BMWi \u201ebieten das weit verzweigte Erdgasnetz, die liquiden Handelsm\u00e4rkte, das gro\u00dfe Speichervolumen und das diversifizierte Portfolio an Lieferl\u00e4ndern und Importinfrastrukturen den deutschen Gasverbrauchern ein sehr hohes Niveau an Versorgungssicherheit. Hinzu kommt der gute technische Zustand der Erdgasinfrastruktur\u201c.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Dieser Analyse stimmen wir zu.<\/p>\n<p><strong>Drohen mit Nord Stream II k\u00fcnftig Lieferunterbrechungen? <\/strong><\/p>\n<p>Gelegentlich argumentieren Projektgegner, dass Russland mir Fertigstellung von Nord Stream II noch mehr in die Lage versetzt wird, k\u00fcnftig aus politischen Gr\u00fcnden Lieferunterbrechungen vorzunehmen. Diese Argumentation \u00fcberzeugt unseres Erachtens aber nicht. Tats\u00e4chlich zeigt ein Blick auf die Historie, dass Russland mittlerweile seit mehr als 40 Jahren verl\u00e4sslich Gas nach Westeuropa liefert. Und was noch wichtiger ist, es kam nie zu politisch motivierten Lieferunterbrechungen. Das ist bedeutsam, weil es auch die vielen Jahre des Eisernen Vorhangs einschlie\u00dft, in denen es gelegentlich \u00e4hnlich abgek\u00fchlte Wirtschaftsbeziehungen gab wie derzeit im Lichte des EU\/USA-Russland-Konflikts rund um die russische Annexion der Krim. Da der Gastransport \u00fcber Nord Stream II weniger Transitl\u00e4nder als bisher betrifft, sind k\u00fcnftige Gaslieferungen also noch sicherer als in den letzten Jahren.<\/p>\n<p><strong>Gef\u00e4hrdet Nord Stream II die Bezahlbarkeit? <\/strong><\/p>\n<p>Nord Stream II erh\u00f6ht ganz grunds\u00e4tzlich die mengenm\u00e4\u00dfigen Exportm\u00f6glichkeiten Russlands. F\u00fcr die Entwicklung der Gaslieferpreise sind jedoch mehrere gegenl\u00e4ufige Trends zu ber\u00fccksichtigen: Positiv f\u00fcr den Gaslieferanten Russland ist zum einen zwar, dass Nord Stream II Kosteneinsparungen im Gastransport und damit tendenziell steigende Margen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Zum anderen sind allerdings auch gegenl\u00e4ufige Entwicklungen wirksam, die die Marktmacht Russlands sp\u00fcrbar einschr\u00e4nken. Diese wird gleich durch zwei Megatrends im globalen Gasgesch\u00e4ft ausgeh\u00f6hlt. Erstens f\u00fchrt die europ\u00e4ische Gasmarktliberalisierung zu mehr Wettbewerb. Zweitens sorgen neue Investitionen im Bereich LNG zu immer mehr zusammenwachsenden Regionalm\u00e4rkten in Europa, Asien, Australien und Amerika. Es zeigt sich, dass bei ausreichend hohen Preisdifferenzen LNG-Lieferungen die M\u00e4rkte angleichen. Eine nicht marktad\u00e4quate Preissetzung durch einen Gasexporteur \u2013 auch nicht Russland \u2013 ist damit heute nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die neue Relevanz der Marktpreise birgt Risiken f\u00fcr Gasinvestoren, auch im Fall von Nord Stream II. Tritt in der neuen globalen Gaswelt ein \u00dcberangebot an Gas auf, dass den Grenzpreis und damit auch die Marktpreise f\u00fcr Gas dramatisch senkt, z\u00e4hlen die Nord Stream II-Investoren zu den Hauptbetroffenen. So gesehen tragen heutige Gasinvestoren ein ungleich gr\u00f6\u00dferes Risiko als in der alten Gaszeit der ausk\u00f6mmlichen Langfristvertr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu fr\u00fcher, als Pipelines ganz grunds\u00e4tzlich eine gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit von Lieferanten und Abnehmern bedeuteten, fallen die Risiken in der neuen Gaswelt differenzierter aus. Denn w\u00e4hrend Kunden dank neuer LNG-M\u00e4rkte relativ schnell neue, attraktivere Angebote w\u00e4hlen k\u00f6nnen, sind die Pipeline-Investoren an ihre Investitionen gebunden.<\/p>\n<p>Nord Stream II gef\u00e4hrdet mitnichten die Bezahlbarkeit von Energie in Deutschland und Europa. Es handelt sich um eine zus\u00e4tzliche technische Lieferalternative, sorgt also f\u00fcr eine Angebotsverbesserung. Allerdings birgt auch dieses Projekt Risiken: Die Marktrisiken tragen zun\u00e4chst die Investoren, die deshalb ein Interesse an einer reichlichen Nutzung haben sollten. Die Kunden\/Verbraucher tragen dank verf\u00fcgbarer Gasalternativen weniger Klumpenrisiko als die Investoren. Eine Herausforderung stellt Nord Stream II freilich auch f\u00fcr das\/die geplanten LNG-Terminal\/s in Deutschland dar, sind beide Technologien doch f\u00fcr den Gasimport gedacht. \u00dcberangebote sind je nach Marktlage m\u00f6glich, die zu (zu) geringer Kapazit\u00e4tsauslastung f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In diesem Jahr hat das Bundeswirtschaftsministerium unter Leitung von Peter Altmaier durchgesetzt, dass k\u00fcnftige Gasleitungen, die deutsche LNG-Terminals mit dem \u00f6ffentlichen Gasnetz verbinden, Bestandteil des regulierten heimischen Gasnetzes werden. Damit tragen nicht die Terminalinvestoren, sondern alle Gasverbraucher die Kosten f\u00fcr den Bau und die Nutzung der Gaspipelines. Ziel ist es, die Attraktivit\u00e4t f\u00fcr Investitionen in den Bau der Infrastruktur f\u00fcr verfl\u00fcssigtes Erdgas zu erh\u00f6hen. Da Deutschland auch russische LNG-Lieferungen diskriminierungsfrei bewilligen m\u00f6chte, ist absehbar, dass letztlich die jeweilige Marktlage entscheidet, ob russische, amerikanische oder LNG-Angebote anderer Destinationen genutzt werden.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Der Wettbewerb der Anbieter ist durchaus gew\u00fcnscht, um einen gewissen Preisdruck zu erzeugen. Relativ g\u00fcnstige Gaspreise erleichtern\/verbilligen den Ausstieg aus Kohle und Kernenergie. Die absehbar steigende Relevanz von LNG sorgt f\u00fcr mehr Wettbewerb in Deutschland und Europa. Der europa- und weltweite LNG-Ausbau ist aber auch eine Herausforderung f\u00fcr Gro\u00dfprojekte wie Nord Stream II, da beide Infrastrukturen in Wettbewerb stehen. Der steigende Wettbewerb sorgt f\u00fcr g\u00fcnstige Preise in den Ziell\u00e4ndern. Gleichzeitig unterminieren die wettbewerbsbedingt niedrigen Preise allerdings auch die Rentabilit\u00e4t von Investitionen in die jeweilige Gasinfrastruktur \u2013 dies gilt je nach Marktlage f\u00fcr Nord Stream II, aber auch die LNG-Anlagen. Neben diesen wirtschaftlichen Risiken sind nat\u00fcrlich auch regulatorische Risiken (z.B. Klimapolitik) relevant.<\/p>\n<p><strong>Preisd\u00e4mpfend wirken auch neue russische Lieferanten \u2026 <\/strong><\/p>\n<p>Russland tr\u00e4gt dem technologischen Fortschritt in der F\u00f6rderung und im Transport von Erdgas seit einigen Jahren Rechnung. Es erlaubt russischen Unternehmen n\u00e4mlich das LNG-Gesch\u00e4ft nicht nur zu entwickeln. Neuerdings darf insbesondere der russische Konzern Novatek auch LNG exportieren. Russland setzt damit auch auf eine Diversifizierung im Gasvertrieb. Novatek hat mittlerweile mit der deutschen EnBW einen Liefervertrag abgeschlossen. Und Novatek kann k\u00fcnftig \u2013 dank des Aufbaus einer leistungsf\u00e4higen LNG-Infrastruktur und des Baus selbst f\u00fcr arktische Regionen geeigneter LNG-Tanker \u2013 von seinen F\u00f6rdergebieten auf der sibirischen Yamal-Halbinsel am Polarmeer (wo es auch Beteiligungen europ\u00e4ischer Unternehmen gibt) LNG nach Europa exportieren. Die k\u00fcnftigen LNG-Terminals in Deutschland sind sicherlich m\u00f6gliche Ziele. Solche Lieferungen sorgen f\u00fcr mehr Wettbewerb \u2013 auch f\u00fcr Nord Stream II, und auch f\u00fcr amerikanische und andere Lieferanten.<\/p>\n<p><strong>.. und ein m\u00f6glicher Pipelinebau Richtung Schwarzes Meer <\/strong><\/p>\n<p>Neuerdings plant die von Russland dominierte Gazprom \u2013 wie schon fr\u00fcher einmal \u2013 erneut eine S\u00fcdroute, um zus\u00e4tzliches Gas bis nach Mitteleuropa und Deutschland zu liefern. Es handelt sich dabei nicht um das alte South Stream-Projekt, in dem Bulgarien als Zielland eine wichtige Rolle spielte. Vielmehr geht es um eine Erweiterung von Turkstream, wo heute \u00fcber zwei Pipelinestr\u00e4nge 31,5 Mio. Kubikmeter Gas geliefert werden k\u00f6nnen<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a>. Der Bau zweier weiterer Str\u00e4nge ist geplant und gilt als technisch problemlos. Seit wenigen Monaten verhandelt die russische Seite \u00fcber den Bau der Strecke Bulgarien-Serbien-Ungarn-\u00d6sterreich.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Damit k\u00f6nnte russisches Gas auch \u00fcber diesen Weg nach Deutschland und andere benachbarte L\u00e4nder gelangen. Dieser Infrastrukturausbau w\u00fcrde ebenso wie die zu erwartenden russischen LNG-Lieferungen letztlich preisd\u00e4mpfend wirken, steht das Projekt doch durchaus in Konkurrenz mit den anderen Optionen \u2013 von den USA bis hin zu Nord Stream II.<\/p>\n<p><strong>Nord Stream II dient Umweltziel in \u00dcbergangsphase<\/strong><\/p>\n<p><strong>Aus Umweltgr\u00fcnden Erdgas besser als Kohle<\/strong><\/p>\n<p>Aus Klimagr\u00fcnden ist die Nutzung von Erdgas gegen\u00fcber der Kohle vorzuziehen. Der von Deutschland gew\u00e4hlte Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2038 ist dabei sehr kostspielig. F\u00fcr die Entsch\u00e4digung der Kraftwerkseigner, den Strukturwandel, den Vorruhestand der Besch\u00e4ftigten sowie die verg\u00fcnstigten Strompreise der energieintensiven Industrie sind insgesamt rund 100 Mrd. Euro aufzubringen<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>. Die politischen Weichenstellungen mindern zwar die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen. Mit dem gleichen Geld k\u00f6nnte die Politik jedoch \u2013 wenn man ausschlie\u00dflich auf den CO<sub>2<\/sub>-Ersparnis abstellt \u2013 mehr erreichen, w\u00fcrde sie daf\u00fcr CO<sub>2<\/sub>-Zertifikate im EU-Handelssystem kaufen und stilllegen. Die Konsequenz w\u00e4ren steigende CO<sub>2<\/sub>-Preise und damit jeweilige Marktbereinigungen an den Orten mit den h\u00f6chsten Umweltkosten; dazu z\u00e4hlen auch die heimischen Braunkohlestandorte. Davon profitierte freilich auch das Erdgas gegen\u00fcber der Kohle.<\/p>\n<p><strong>In \u00dcbergangsphase Erdgas trotz Emissionen weiter nutzen<\/strong><\/p>\n<p>Erneuerbare Energien haben bekanntlich eine weitaus g\u00fcnstigere Klimabilanz als Erdgas. Allerdings verursacht der Umstieg auf die Erneuerbaren Kosten und erfordert auch Zeit. In Deutschland stottern derzeit der Ausbau der Windenergie an Land sowie der Aufbau der \u00dcbertragungsnetze f\u00fcr den Ferntransport aufgrund von B\u00fcrgerprotesten und politischen Verz\u00f6gerungen. Das im September vorgestellte Klimaschutzpaket<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> der Bundesregierung sieht einen Mindestabstand von 1.000 Metern von Windkraftanlagen und Wohnh\u00e4usern vor. Dies d\u00fcrfte den Zubau von Onshore-Windanlagen eher bremsen. Bessere Chancen haben Offshore-Windanlagen, die zudem auf deutlich h\u00f6here Volllaststunden (also auf eine h\u00f6here Kapazit\u00e4tsauslastung) kommen als Anlagen an Land. Damit deren Strom aber auch sinnvoll genutzt werden kann, bedarf es eines wesentlich rascheren Ausbaus der \u00dcbertragungsnetzte. Per Saldo ist damit die gelegentlich vorgebrachte Forderung, sofort nur noch auf Erneuerbare zu setzen, also Erdgas keine Beachtung mehr zu geben, nicht realistisch. Deshalb ist der aktuelle deutsche Weg, der Erdgas in der \u00dcbergangszeit eine tragende Rolle beimisst, politisch wohl \u00fcberlegt und unter Ber\u00fccksichtigung aller Einflussfaktoren die vern\u00fcnftigste L\u00f6sung.<\/p>\n<p><strong>Pipelinegas aus Umweltsicht vorteilhafter als LNG-Bereitstellungen<\/strong><\/p>\n<p>Pipelinegas, wie es Nord Stream II anliefert, hat gegen\u00fcber LNG-Anlieferungen, wie sie aus den USA kommen k\u00f6nnten, einen gewissen Umweltvorteil. Dies ergab eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr System- und Innovationsforschung (ISI) und der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts f\u00fcr Technologie (KIT) im Auftrag des Umweltbundesamtes<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a>. Analysiert wurden die Treibhausgasemissionen, die f\u00fcr die Gewinnung, den Transport und die Bereitstellung des Energietr\u00e4gers erforderlich sind. In der Summe ergeben diese die sog. Vorkettenemissionen.<\/p>\n<p>Ein wichtiges Untersuchungsergebnis ist, dass die Vorkettenemissionen f\u00fcr das in die EU importierte LNG immer h\u00f6her ausfallen als die der leitungsgebundenen Gasversorgung.<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a> Eine bedeutende Rolle spielt dabei die spezifische Prozesskette von LNG, zu der nicht zuletzt auch die Verfl\u00fcssigung und Regasifizierung z\u00e4hlen. Wichtig sind auch die jeweilige Entfernung zwischen der importierenden und exportierenden Region sowie die konkret angewandten Technologien. Unter Ber\u00fccksichtigung aller Einflussfaktoren, so das Umweltbundesamt, ist unter Energieeffizienzaspekten und aus klimapolitischer Sicht ein st\u00e4rkerer LNG-Einsatz gegen\u00fcber Pipeline-Gas \u201enicht begr\u00fcndbar\u201c. Im Zuge der Energiewende k\u00f6nnte allerdings ein Ausbau der LNG-Infrastruktur beitragen zur \u201eDiversifizierung der Exportl\u00e4nder auch hinsichtlich eines zuk\u00fcnftigen Marktes f\u00fcr strombasierte erneuerbare Gase, verbesserter Versorgungssicherheit sowie mehr Wettbewerb\u201c.<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Fazit: Nord Stream II vorteilhaft in \u00dcbergangszeit<\/strong><\/p>\n<p>In den kommenden Jahren wird Erdgas in Deutschland angesichts des geplanten Ausstiegs aus der Kernenergie und der Kohleverstromung eine noch bedeutendere Rolle im Stromerzeugungsmix zukommen als heute. \u00dcberdies steigert das Klimaschutzpaket seine Relevanz, das die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen aus dem Verkehrs- und Geb\u00e4udesektor reduzieren m\u00f6chte. Als \u00dcbergangsenergie bleibt Erdgas damit \u00fcber Jahre hinweg unverzichtbar.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollten die klassischen energiepolitischen Ziele \u00fcber den Einsatz von Erdgas entscheiden: Zur Versorgungssicherheit leistet Erdgas auf mittlere Sicht einen wichtigen Beitrag. Russland liefert bereits seit mehr als 40 Jahren unterbrechungsfrei Gas nach Westeuropa, also auch zu Zeiten des Eisernen Vorhangs. Da Nord Stream II eine zus\u00e4tzliche Lieferinfrastruktur darstellt, erh\u00f6ht das Projekt die Versorgungssicherheit sogar. Es gibt kein \u00fcberzeugendes Argument, das f\u00fcr politisch motivierte Lieferunterbrechungen spricht.<\/p>\n<p>Gasinvestoren, auch die von Nord Stream II, tragen aufgrund der gestiegenen Relevanz der Marktpreise heute ein sehr viel gr\u00f6\u00dferes Risiko als in der alten Welt der Langfristvertr\u00e4ge. Steigen in einigen Jahren die CO<sub>2<\/sub>-Preise merklich an, wird es auch f\u00fcr Erdgas schwieriger. Die CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung kann k\u00fcnftig auch die Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Nord Stream II-Gas mindern. Dieses Risiko tragen die Investoren bzw. der Lieferant.<\/p>\n<p>Per Saldo d\u00fcrfte Nord Stream II in der \u00dcbergangphase zur angestrebten CO<sub>2<\/sub>-freien Energieversorgung in Deutschland die Versorgungssituation weiter verbessern und den Wettbewerb erh\u00f6hen, da es f\u00fcr zus\u00e4tzliches Angebot sorgt. Nicht nur die angedrohten US-Sanktionen zeigen jedoch, dass das Projekt politisch brisant ist.<\/p>\n<p>&#8212; &#8212; &#8212;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> \u00a0Erneuerbare Energien trugen 2018 35% zur Brutto-Stromerzeugung bei. Laut CDU\/CSU\/SPD-Koalitionsvertrag soll der Anteil der Erneuerbaren bis 2030 bereits 65% erreichen. Angesichts steigender Akzeptanzprobleme z.B. bei Onshore-Wind erscheint die Zielsetzung bei derzeitigen Rahmenbedingungen gewagt. Siehe dazu z.B. Stratmann, Klaus (2019). Altmaiers Klimabilanz. Ein Lob auf die Energiewende. Handelsblatt. 6. Juni. S. 4\/5.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> \u00a0Zu den Zahlenangaben vgl. Schiffer, Hans-Wilhelm (2019). Deutscher Energiemarkt 2018. In: Energiewirtschaftliche Tagesfragen. Heft 3. S. 59-73. AG Energiebilanzen (2019). Auswertungstabellen zur Energiebilanz Deutschland. Daten f\u00fcr die Jahre 1990 bis 2018. August.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> \u00a0Als bisheriges Enddatum f\u00fcr die Erdgasf\u00f6rderung in den Niederlanden galt 2030. Neuerdings soll laut Wirtschaftsminister Eric Wiebe bereits Mitte 2022 kein Gas mehr gef\u00f6rdert werden, da j\u00fcngste Beben Umwelt und Menschen besch\u00e4digten. Vgl. Kirchner, Thomas (2019). Runter vom Gas. Die Niederlande f\u00f6rdern \u00fcberraschend schnell kein Erdgas mehr. S\u00fcddeutsche Zeitung. 12. September.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> \u00a0Durch den Bau neuer LNG-Terminals u.a. in Texas und Louisiana verdoppeln die USA ihre Exportm\u00f6glichkeiten von 2018-2020. Als Langfristabnehmer gelten die polnische PGNiG sowie Shell, Edison, BP, Galp und Repsol, so dass gr\u00f6\u00dfere Exportmengen Richtung Europa gehen sollten. Voraussetzung ist immer, dass das US-LNG-Gas trotz Verfl\u00fcssigung, Transport und Regasifizierung wettbewerbsf\u00e4hig bleibt gegen\u00fcber dem leitungsgebundenen Gas in Europa. Alternativ\/erg\u00e4nzend k\u00f6nnte amerikanisches LNG auch zu einem Mittel zur Entsch\u00e4rfung des USA\/China-Handelskonflikts werden: Zum einen h\u00e4tten f\u00fcr China gr\u00f6\u00dfere US-LNG-Importe den Vorteil geringerer Energiekosten als bisher (gerechnet wird mit fast USD 2 Mrd. pro Jahr). Zum anderen k\u00f6nnte das US-Handelsdefizit gegen\u00fcber China pro Jahr um USD 17 Mrd. sinken. Sollten sich Chinas US-LNG-Importe von heute 5% auf 25% 2025 erh\u00f6hen, w\u00fcrde dies freilich preistreibende Effekte haben. Dies wiederum k\u00f6nnte Europas LNG-Importe d\u00e4mpfen. Zu weiteren Details vgl. Entwicklung und Auswirkungen amerikanischer LNG-Terminals. GVS-Gasmarkt-Telegramm. 6\/2019. S. 6-8.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> \u00a0So betrug der US-Erdgaspreis der Sorte Henry Hub am 5. August 2019 nur noch 2,07 USD pro Million Btu. Das war ein Dreijahrestief.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> \u00a0Deutsche Bank rechnet 2019 bis 2021 mit US-Gaspreisen zwischen 2,51 und 2,60 USD pro Million Btu nach 2018 noch 3,07 USD. Und selbst 2025 d\u00fcrften im Schnitt nicht mehr als 3,44 USD m\u00f6glich sein. Vgl. Deutsche Bank (2019). Iron ore to remain the outlier. Commodities Quarterly. 9. July. S. 7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> \u00a0Pro LNG-Terminal sollen bis zu EUR 850 Mio. investiert werden. Vgl. Entwicklung und Auswirkungen amerikanischer LNG-Terminals. GVS-Gasmarkt-Telegramm. 6\/2019. S. 8.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> \u00a0Siehe z.B. Ballin, Andr\u00e9 (2019). Nord Stream 2 wird sich noch bis Mitte 2020 verz\u00f6gern. Handelsblatt. 17. Mai.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> \u00a0Siehe z.B. D\u00e4nen geben Nord Stream 2 gr\u00fcnes Licht. (2019). Handelsblatt. 31. Oktober. S. 19.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> \u00a0Vgl. M\u00fchlbauer, Peter (2019). Nord Stream 2 macht Umweg, um rechtzeitig anzukommen. Telepolis. 1. Juli.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> \u00a0Vgl. Energiem\u00e4rkte. GVS-Gasmarkt-Telegramm. 9\/2019. S. 7. So auch Mihm, Andreas (2019). Das Tauziehen um Nord Stream 2 ist zu Ende. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 31. Oktober. S. 15.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> \u00a0Vgl. Nord Stream 2 challenges EU\u00b4s new gas rules in General Court (2019). NS Energy Business. July 29.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> \u00a0Vgl. Nord Stream klagt gegen EU (2019). B\u00f6rsen-Zeitung. 27. Juli. S. 7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> \u00a0Vgl. Neue Konflikte um Gaspipeline Nord Stream 2 (2019). B\u00f6rsen-Zeitung. 30. Juli. S. 8.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> \u00a0Vgl. Neue Konflikte um Gaspipeline Nord Stream 2 (2019). B\u00f6rsen-Zeitung. 30. Juli. S. 8.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> \u00a0Vgl. BMWI (2019). Die Energie der Zukunft. Zweiter Fortschrittsbericht zur Energiewende. Berichtsjahr 2017. 6. Juni. S. 29.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> \u00a0Vgl. BMWI (2018). Die Energie der Zukunft. Sechster Monitoring-Bericht zur Energiewende. Berichtsjahr 2016. 6. Juni. S. 109. In der EU dient die novellierte Gassicherungs-Verordnung 2017\/1938 der Sicherstellung einer unterbrechungsfreien Gasversorgung der gesch\u00fctzten Kunden. Wert gelegt wird dabei insbesondere auf die regionale Zusammenarbeit bei der Krisenvorsorge und eine solidarische Unterst\u00fctzung zur Bew\u00e4ltigung von Gasversorgungskrisen; vgl. BMWI (2018), S. 109.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> \u00a0Im Winter 2018\/19 wurde bereits mehr LNG aus Russland als aus den USA nach Europa geliefert. Vgl. Moritz Koch und Klaus Stratmann (2019). Mehr Erdgas aus Russland. Handelsblatt. 19. Juli. S. 13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> \u00a0Vgl. Polous, Kiril (2019). Gazprom\u00b4s natural gas production and export strategy. Entsog workshop on supply potentials. Brussels. July 2019. S. 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> \u00a0Vgl. Ballin, Andr\u00e9 (2019). Gazprom nimmt neuen Anlauf f\u00fcr South Stream. Handelsblatt. 23. Juli. S. 22.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> \u00a0Vgl. Ruhkamp, Christoph (2019). Viel Geld f\u00fcr wenig CO2. B\u00f6rsen-Zeitung. 8. Juni. S. 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> \u00a0Zu einer Beurteilung des Klimaschutzpakets vgl. Heymann, Eric (2019). Klimaschutzpaket. Fauler Kompromiss oder Spiegelbild der Gesellschaft? Deutsche Bank Research. Aktueller Kommentar. 23. September.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> \u00a0Zu Details siehe Umweltbundesamt (2019). Wie klimafreundlich ist LNG? Kurzstudie. Mai. S. 6-24.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> \u00a0\u201eIm Extremfall sind sie mehr als siebenmal so hoch\u201c. Vgl. Umweltbundesamt (2019). Wie klimafreundlich ist LNG? Mai. S. 19.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> \u00a0Umweltbundesamt (2019). Wie klimafreundlich ist LNG? Mai. S. 24.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bild: Pixabay In Deutschland bleibt Erdgas durch die politisch veranlassten Ausstiege aus der Kernenergie, Stein- und Braunkohle die letzte S\u00e4ule der konventionellen Stromerzeugung[1]. Erdgas trug &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<font size=3; color=grey>Gastbeitrag <\/font><br \/>Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung <br \/><font size=3; color=grey>Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile<\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":325,"featured_media":26276,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1213],"tags":[3282,314,3065,3064,3283],"class_list":["post-26269","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-energiepolitisches","tag-auer","tag-energieversorgung","tag-erdgas","tag-nordstream-2","tag-versorgungssicherheit"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gastbeitrag Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gastbeitrag Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Bild: Pixabay In Deutschland bleibt Erdgas durch die politisch veranlassten Ausstiege aus der Kernenergie, Stein- und Braunkohle die letzte S\u00e4ule der konventionellen Stromerzeugung[1]. Erdgas trug &hellip; \u201eGastbeitrag Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile\u201c weiterlesen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2019-11-18T23:01:44+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2019-11-19T06:21:15+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/440px-Ostseepipeline_Slite2.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"440\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"662\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Josef Auer\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Josef Auer\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"21\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269\"},\"author\":{\"name\":\"Josef Auer\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/7d4ff8d41d22e74623888f2f224bc82f\"},\"headline\":\"Gastbeitrag Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile\",\"datePublished\":\"2019-11-18T23:01:44+00:00\",\"dateModified\":\"2019-11-19T06:21:15+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269\"},\"wordCount\":4125,\"commentCount\":1,\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/440px-Ostseepipeline_Slite2.jpg\",\"keywords\":[\"Auer\",\"Energieversorgung\",\"Erdgas\",\"Nordstream 2\",\"Versorgungssicherheit\"],\"articleSection\":[\"Energiepolitisches\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269\",\"name\":\"Gastbeitrag Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile - Wirtschaftliche Freiheit\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/440px-Ostseepipeline_Slite2.jpg\",\"datePublished\":\"2019-11-18T23:01:44+00:00\",\"dateModified\":\"2019-11-19T06:21:15+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/7d4ff8d41d22e74623888f2f224bc82f\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/440px-Ostseepipeline_Slite2.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/440px-Ostseepipeline_Slite2.jpg\",\"width\":440,\"height\":662},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Gastbeitrag Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/\",\"name\":\"Wirtschaftliche Freiheit\",\"description\":\"Das ordnungspolitische Journal\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/7d4ff8d41d22e74623888f2f224bc82f\",\"name\":\"Josef Auer\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/josef.auer_.png\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/josef.auer_.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/josef.auer_.png\",\"caption\":\"Josef Auer\"},\"description\":\"Deutsche Bank Research Frankfurt\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=325\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Gastbeitrag Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile - Wirtschaftliche Freiheit","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Gastbeitrag Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile - Wirtschaftliche Freiheit","og_description":"Bild: Pixabay In Deutschland bleibt Erdgas durch die politisch veranlassten Ausstiege aus der Kernenergie, Stein- und Braunkohle die letzte S\u00e4ule der konventionellen Stromerzeugung[1]. Erdgas trug &hellip; \u201eGastbeitrag Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile\u201c weiterlesen","og_url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269","og_site_name":"Wirtschaftliche Freiheit","article_published_time":"2019-11-18T23:01:44+00:00","article_modified_time":"2019-11-19T06:21:15+00:00","og_image":[{"width":440,"height":662,"url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/440px-Ostseepipeline_Slite2.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Josef Auer","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Josef Auer","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"21\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269"},"author":{"name":"Josef Auer","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/7d4ff8d41d22e74623888f2f224bc82f"},"headline":"Gastbeitrag Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile","datePublished":"2019-11-18T23:01:44+00:00","dateModified":"2019-11-19T06:21:15+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269"},"wordCount":4125,"commentCount":1,"image":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/440px-Ostseepipeline_Slite2.jpg","keywords":["Auer","Energieversorgung","Erdgas","Nordstream 2","Versorgungssicherheit"],"articleSection":["Energiepolitisches"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269","name":"Gastbeitrag Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile - Wirtschaftliche Freiheit","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/440px-Ostseepipeline_Slite2.jpg","datePublished":"2019-11-18T23:01:44+00:00","dateModified":"2019-11-19T06:21:15+00:00","author":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/7d4ff8d41d22e74623888f2f224bc82f"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#primaryimage","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/440px-Ostseepipeline_Slite2.jpg","contentUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/440px-Ostseepipeline_Slite2.jpg","width":440,"height":662},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26269#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Gastbeitrag Nord Stream II verbessert Deutschlands Energieversorgung Mittelfristig \u00fcberwiegen die Vorteile"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/","name":"Wirtschaftliche Freiheit","description":"Das ordnungspolitische Journal","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/7d4ff8d41d22e74623888f2f224bc82f","name":"Josef Auer","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/josef.auer_.png","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/josef.auer_.png","contentUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/josef.auer_.png","caption":"Josef Auer"},"description":"Deutsche Bank Research Frankfurt","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=325"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26269","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/325"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26269"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26269\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26296,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26269\/revisions\/26296"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/26276"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26269"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26269"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26269"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}