{"id":26900,"date":"2020-03-10T00:01:34","date_gmt":"2020-03-09T23:01:34","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26900"},"modified":"2020-03-15T18:49:51","modified_gmt":"2020-03-15T17:49:51","slug":"wirtschaftspolitik-in-zeiten-von-corona-covid-19-stagflation-und-staatswirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26900","title":{"rendered":"Seuchen, Stagflation und Staatswirtschaft <br\/><font size=3; color=grey>Wirtschaftspolitik in Zeiten von Corona <\/font>"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">Bild: Unsplash<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eEbenso wahrscheinlich ist aber ein tiefergreifender Wandel der Weltwirtschaft hin zu wiederum vermehrter Lagerhaltung (\u00abNotvorrat\u00bb) bei den Firmen, zu h\u00f6herer Redundanz, wie sie Nassim Nicholas Taleb schon lange fordert, und zu besserer geografischer Diversifikation hin. Das wird allerdings Kostenfolgen haben. Die Zeiten tiefer und immer tieferer Preise w\u00e4ren dann vorbei.&#8220;<\/em> (Konrad Hummler, NZZ)<\/p><\/blockquote>\n<p>Epidemien sind immer und \u00fcberall von \u00dcbel. Sie verursachen menschliches Leid; \u00f6konomisch sind sie kostspielig. Zu allem \u00dcbel kommt das Coronavirus auch noch zur \u00f6konomischen Unzeit. Die Weltwirtschaft w\u00e4chst schon l\u00e4nger nur noch schwach. Vor allem China war in der j\u00fcngeren Vergangenheit die Wachstumslokomotive. Es hat die weltweit mickrige Wachstumsbilanz etwas aufgebessert. Das k\u00f6nnte sich nun \u00e4ndern. Aber auch in Deutschland neigt sich der \u201eimmerw\u00e4hrende\u201c Aufschwung dem Ende zu. Der industrielle Sektor befindet sich schon l\u00e4nger in der Rezession. Und er k\u00e4mpft mit einem verschlafenen Strukturwandel. Gerade der Industriesektor lebt wie kaum eine andere Branche von der Internationalit\u00e4t der wirtschaftlichen Beziehungen, vom Handel mit G\u00fctern und der Mobilit\u00e4t von Arbeit und Kapital. Leidet die internationale Arbeitsteilung, versch\u00e4rfen sich die Probleme weiter. Covid-19 zieht nicht an Deutschland vorbei. Diese Hoffnung wird sich nicht erf\u00fcllen. Wie gro\u00df der \u00f6konomische Schaden ausf\u00e4llt, h\u00e4ngt davon ab, wie stark sich das Virus ausbreitet, wie schwer es ausf\u00e4llt und wie lange es w\u00fctet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Entwicklung der Epidemie<\/strong><\/p>\n<p>Das Coronavirus versetzt Deutschland in Angst. Ein Teil der Bev\u00f6lkerung reagiert panisch. Hektische Hamsterk\u00e4ufe und leere Supermarktregale zeugen davon. Die Stimmung hat gedreht. Bis zu den ersten Corona-F\u00e4llen bei Webasto am 28. Januar war Corona hierzulande kein Thema. Es war f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit ein fernes, chinesisches Problem. Dort allerdings, in der Industriemetropole Wuhan, w\u00fctete das Virus schon l\u00e4nger. Erst wurde es verheimlicht. Ende Dezember 2019 lie\u00df es sich nicht mehr unter der Decke halten. Die Zahl der Infektionen nahm rapide zu. Am 23. Januar 2020 wurden Wuhan unter Quarant\u00e4ne gestellt, andere St\u00e4dte folgten. Mit rigorosen Ma\u00dfnahmen gelang es, Neuinfektionen au\u00dferhalb Wuhans zu verhindern. Auch in Wuhan selbst sinkt die Zahl der Neuansteckungen. Es scheint als ob es der chinesischen Administration gelungen sei, die weitere Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Geheilten stetig zu. Weit \u00fcber die H\u00e4lfte der Infizierten ist heute schon infektionsfrei. Die Zahl steigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/277.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/277.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>W\u00e4hrend es China offensichtlich gelingt, das Coronavirus einzud\u00e4mmen, verbreitet es sich weltweit immer st\u00e4rker. Von den gegenw\u00e4rtig mehr als 110.000 F\u00e4llen weltweit sind noch immer \u00fcber 80.000 auf dem chinesischen Festland (Stand: 9. 3. 2020) (<a href=\"https:\/\/gisanddata.maps.arcgis.com\/apps\/opsdashboard\/index.html#\/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6\">hier<\/a>). Davon gelten \u00fcber 60.000 als geheilt. Die Zahl der Infizierten au\u00dferhalb Chinas nimmt allerdings weiter zu. Vor allem S\u00fcdkorea, der Iran und Italien sind die Schwerpunkte. Die Angst w\u00e4chst auch in Deutschland. Zwar sind bisher nur etwas mehr als 1000 Personen infiziert. Allerdings nimmt die Zahl weiter zu. Der H\u00f6hepunkt der Epidemie ist noch nicht erreicht. Die Zahl der Neuinfizierten \u00fcbersteigt die Zahl der Geheilten. Eine weitere Ausbreitung ist nach Meinung des Robert-Koch-Instituts nicht mehr zu verhindern. Obwohl es immer schwerer wird, die Ansteckungskan\u00e4le auszutrocknen, versucht die Gesundheitspolitik weiter, die Ausbreitung zeitlich zu strecken. Gelingt das, k\u00f6nnte ein Kollaps des Gesundheitssystems verhindert werden. Auch die \u00f6konomischen Sch\u00e4den w\u00e4ren geringer.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Angebots- oder Nachfrageschock?<\/strong><\/p>\n<p>Das neue Coronavirus bleibt \u00f6konomisch nicht ohne Folgen. Die Erfahrungen mit Epidemien zeigen allerdings, dass sie zwar tempor\u00e4re wirtschaftliche \u201eDellen\u201c verursachen, den langfristigen Trend aber nicht beeinflussen. Auf den ersten Blick ist Covid-19 ein klassischer Angebotsschock. Ein Teil der Produktionsfaktoren steht nicht zur Verf\u00fcgung. Kranke Arbeitnehmer m\u00fcssen zuhause bleiben oder kommen aus Angst nicht zur Arbeit. Sie bieten ihre Arbeit nicht an. Das gilt in China und \u00fcberall dort, wo das Virus zuschl\u00e4gt. Unternehmen fehlen aber auch Vorleistungen, die aus Regionen kommen, in denen die Produktion wegen des Virus eingeschr\u00e4nkt werden muss. Unternehmen haben im Zuge der Globalisierung ihre Wertsch\u00f6pfungsketten weltweit optimiert. Im Vertrauen auf funktionierende Lieferketten haben sie Vorleistungen oft wenig diversifiziert, die Lager wurden abgebaut. Fallen Zulieferer l\u00e4nger aus, werden Vorleistungen \u00fcber kurz oder lang knapp, die Produktion muss nach einiger Zeit eingeschr\u00e4nkt werden. Das alles gilt auch f\u00fcr China. Es hat sich zu einem bedeutenden Vorlieferanten weltweit entwickelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/278.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/278.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Der Angebotsschock erinnert stark an die \u00d6lpreis-Schocks der 70er Jahre (<a href=\"https:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/next-global-recession-hits-the-supply-side-by-kenneth-rogoff-2020-03\/german\">hier<\/a>). Die gesamtwirtschaftliche Angebotskurve x<sub>AT<\/sub> verschiebt sich nach oben. Der Output sinkt, die G\u00fcterpreise steigen, Stagflation folgt. So einfach ist es allerdings nicht. Das Coronavirus hat auch negative Nachfrageeffekte. China ist ein wichtiger Importeur ausl\u00e4ndischer Konsum- und Investitionsg\u00fcter. Covid-19 verringert diese Nachfrage, zumindest tempor\u00e4r. Aber auch die inl\u00e4ndische Nachfrage wird negativ tangiert. In einzelnen Branchen, wie dem Luftverkehr, der Gastronomie, der Hotellerie und der Reisebranche, bricht die Nachfrage ein. Unternehmen dieser Branche geraten in Liquidit\u00e4tsschwierigkeiten. Konkurse nehmen zu, Kredite werden notleidend, Banken geraten in Schwierigkeiten. Das Virus springt von der Real- auf die Finanzwirtschaft \u00fcber. Wachsende wirtschaftliche Unsicherheiten d\u00e4mpfen aber auch die Nachfrage nach Investitionsg\u00fctern. Die Nachfragekurve x<sub>NE<\/sub> verschiebt sich nach unten. Der Output sinkt, die Preise geben nach. Wie sich Angebots- und Nachfrageschocks auf die Preise auswirken, ist unklar. Unstrittig sind allerdings die negativen Auswirkungen auf Output und Besch\u00e4ftigung, zumindest tempor\u00e4r.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Wirtschaftspolitik in Zeiten von Covid-19<\/strong><\/p>\n<p>Im Kampf gegen Covid-19 ist die Wirtschaftspolitik nicht in der Vorhand. Gefordert ist die Gesundheitspolitik. Sie muss der Politik vorschlagen, welche Ma\u00dfnahmen zu ergreifen sind, um das Coronavirus wirksam zu bek\u00e4mpfen. Es liegt an der Politik, die vorgeschlagenen Aktivit\u00e4ten zu ergreifen und \u2013 wo notwendig &#8211; ihr die erforderlichen finanziellen Mittel an die Hand zu geben. Die Erfahrungen mit Epidemien seit der Spanischen Grippe zeigen, dass sie einem bestimmten Muster &#8211; einer Glockenkurve -folgen (<a href=\"https:\/\/www.flossbachvonstorch-researchinstitute.com\/de\/kommentare\/corona-was-nudeln-reis-und-glockenkurven-gemeinsam-haben\/\">hier<\/a>). Danach dauerte es in China knapp zwei Monate, bis die Krise ihren H\u00f6hepunkt erreichte. Seither klingt die Krise stark ab. Allerdings ergriff die Regierung in Peking auch rigorose Ma\u00dfnahmen. Wiederholt sich der Verlauf auch in Deutschland, dann ist das Schlimmste bis Ende M\u00e4rz \u00fcberstanden. Damit sinkt auch die Notwendigkeit hektischer diskretion\u00e4rer wirtschaftspolitischer Ma\u00dfnahmen. Das gilt vor allem auch deshalb, weil man, wie die \u00d6lpreisschocks der 70er Jahre gezeigt haben, makropolitisch viel falsch machen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/279.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/279.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Wirtschaftspolitisch geht es darum, wer die Lasten der Corona-Epidemie tragen soll, Unternehmen, Arbeitnehmer und Steuer\/Beitragszahler. Das Coronavirus verteuert die Produktion oder macht sie tempor\u00e4r sogar unm\u00f6glich. Damit Unternehmen nicht Pleite gehen, m\u00fcssen Arbeit und Kapital billiger werden. Auf der Zinsseite besteht aber kaum mehr Spielraum. Daf\u00fcr haben auch die Notenbanken mit einer Politik des billigen Geldes gesorgt. Sie haben ihr Pulver verschossen. Handlungsspielraum gibt es allerdings auf der Lohnseite. Das gef\u00e4llt den Gewerkschaften nicht. Aber Covid-19 hat ihre M\u00f6glichkeiten bei den anstehenden Tarifverhandlungen eingeschr\u00e4nkt. Die Tarifpartner werden versuchen, die Lasten auf die Steuer- und Beitragszahler abzuw\u00e4lzen. Michael H\u00fcther hat die Eckpunkte aus der Sicht der Arbeitgeberverb\u00e4nde genannt: Stabilisierung der Unternehmens- und Finanzmarktliquidit\u00e4t, Steuerstundungen und Kurzarbeit (<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastkommentar-diese-vier-massnahmen-sollten-in-der-coronakrise-aus-wirtschaftspolitischer-sicht-ergriffen-werden\/25614750.html?ticket=ST-4600756-ca4hDR2QLYbcOWaKp495-ap3\">hier<\/a>). Die Gewerkschaften stimmen diesen Forderungen zu. Auch die Politik will diesen Weg gehen. Der Koalitionsausschuss hat beschlossen, Kurzarbeit zu erleichtern, Liquidit\u00e4tshilfen zu gew\u00e4hren, B\u00fcrgschaften zu stellen und Steuern zu stunden. Olaf Scholz und Peter Altmaier haben unbegrenzte Kreditzusagen gemacht. Damit ist aber die Gefahr virulent, dass Strukturen konserviert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Corona-Krise und Staatswirtschaft?<\/strong><\/p>\n<p>Die wirtschaftspolitischen Notpflaster \u2013 Liquidit\u00e4tshilfen, Kurzarbeit &#8211; werden nicht das letzte Wort der Politik sein. Solange die Epidemie ihren H\u00f6hepunkt noch nicht erreicht hat, wird die Gefahr \u00fcbersch\u00e4tzt, die (wirtschaftspolitische) Hysterie weiter zunehmen. Die Wahrscheinlichkeit ist gro\u00df, dass Notenbanker und Politiker wirtschaftspolitisch die Nerven verlieren. Die amerikanische Fed hat sie mit ihrem Entscheid, die Zinsen zu senken, schon verloren. Tats\u00e4chlich sind die traditionellen konjunkturpolitischen Instrumente aber stumpf. Sie k\u00f6nnen nicht verhindern, dass sich das Coronavirus weiter ausbreitet. Und es gelingt weder mit der Geld- noch der Fiskalpolitik die Stockungen auf der Angebotsseite aufzul\u00f6sen. Ein Kommentator hat darauf hingewiesen, dass gr\u00fcndliches H\u00e4ndewaschen effizienter als expansive Geldpolitik sei. Auch eine expansive Fiskalpolitik ist weitgehend wirkungslos. Es mangelt an Kapazit\u00e4ten. Die Gefahr ist gro\u00df, dass expansive Geld- und Fiskalpolitiken besch\u00e4ftigungspolitisch verpuffen und stagflation\u00e4re Entwicklungen beg\u00fcnstigen. Die negativen Erfahrungen mit expansiver, die Inflation treibende Makropolitik nach den \u00d6lpreis-Krisen der 70er Jahre sollten eine Warnung sein (<a href=\"https:\/\/voxeu.org\/article\/economics-time-covid-19-new-ebook\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>Die \u00c4ngste in Krisen sind anti-marktwirtschaftliche Brutst\u00e4tten. Henning Klodt hat w\u00e4hrend der Finanzkrise geschrieben: \u201eGegenw\u00e4rtig r\u00e4tseln die Auguren, wann wir aus der globalen Wirtschaftskrise herauskommen werden. Langfristig wichtiger ist allerdings die Frage, wie wir aus der Krise herauskommen werden \u2013 mit einer gest\u00e4rkten oder einer geschw\u00e4chten Marktwirtschaft.\u201c (<a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=1133\">hier<\/a>) Das gilt auch heute wieder. Die Gefahr ist gro\u00df, dass die Politik die Krise nutzt, weltweit protektionistisch zu agieren, regulativ noch mehr einzugreifen und die Staatswirtschaft zu st\u00e4rken. Mehr Wertsch\u00f6pfung soll mit der Reform internationaler Lieferketten \u201eheimgeholt\u201c werden, etwa in der Pharmaindustrie. Eine aktive Industriepolitik soll nationale (europ\u00e4ische) Champions schaffen, um internationale Abh\u00e4ngigkeiten zu verringern. Importe aus Krisengebieten sollen eingeschr\u00e4nkt werden, wenn sie heimische soziale und umweltpolitische Standards nicht einhalten. Vor allem aber, die Globalisierung, f\u00fcr viele \u201edie Wurzel allen \u00dcbels\u201c, soll gez\u00fcgelt werden. Die Krise ist f\u00fcr einige auch eine gute Gelegenheit, die ungeliebte Schuldenbremse zu \u201eflexibilisieren\u201c, um die (ungeeigneten) fiskalischen Instrumente in der Coronavirus-Krise zu sch\u00e4rfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Der industrielle Sektor, der Motor der deutschen Wirtschaft, ist in einem fragilen konjunkturellen und strukturellen Zustand. Das Coronavirus, das sich gegenw\u00e4rtig noch dynamisch weltweit ausbreitet, hat das Zeug, diesen Sektor endg\u00fcltig in die Krise zu st\u00fcrzen. Das w\u00e4re f\u00fcr Deutschland ein wirtschaftliches Waterloo. Das Fatale ist, die Wirtschaftspolitik kann mit den traditionellen Instrumenten der Geld- und Fiskalpolitik relativ wenig tun, die wirtschaftlichen Folgen der Infektionen einzud\u00e4mmen. Die Gefahr stagflation\u00e4rer Entwicklungen ist nicht von der Hand zu weisen. Sie steigt erheblich an, wenn Notenbanken und Politik mit expansiver Geld- und Fiskalpolitik dagegenhalten. Die wirtschaftlichen Probleme lassen sich h\u00f6chstens abmildern, wenn auf der Angebotsseite (preis)flexibel reagiert und auf der Nachfrageseite\u00a0 allenfalls mit tempor\u00e4ren Liquidit\u00e4tshilfen geholfen wird. Damit lassen sich aber die Ursachen der Krise nicht beseitigen. Die Wende kann nur von der Gesundheitspolitik kommen. Nur ihr kann es gelingen, Ansteckungen einzud\u00e4mmen und Kranke schneller zu heilen. Einen Lichtblick gibt es allerdings. Die Erfahrungen mit Epidemien zeigen, dass sie einem Muster folgen. Das best\u00e4tigt auch der chinesische Fall wieder. Wiederholt sich der chinesische Zeitablauf der Epidemie auch hierzulande, k\u00f6nnte das Schlimmste bis Ende M\u00e4rz vorbei sein. Dann kann Deutschland gesundheitlich und wirtschaftlich aufatmen. Sonst droht der perfekte Sturm.<\/p>\n<p><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p>Michael Gr\u00f6mling: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26875\">Corona mutiert zum Globalisierungsschock<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bild: Unsplash \u201eEbenso wahrscheinlich ist aber ein tiefergreifender Wandel der Weltwirtschaft hin zu wiederum vermehrter Lagerhaltung (\u00abNotvorrat\u00bb) bei den Firmen, zu h\u00f6herer Redundanz, wie sie &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26900\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eSeuchen, Stagflation und Staatswirtschaft <br \/><font size=3; color=grey>Wirtschaftspolitik in Zeiten von Corona <\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":26904,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3358,2123,2869],"tags":[556,3418,3420,3419,804],"class_list":["post-26900","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-coronavirus","category-krankes","category-wirtschaftspolitisches","tag-berthold","tag-corona","tag-covid-19","tag-staatswirtschaft","tag-stagflation"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - 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