{"id":27177,"date":"2020-05-09T00:01:51","date_gmt":"2020-05-08T23:01:51","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=27177"},"modified":"2020-05-09T06:50:43","modified_gmt":"2020-05-09T05:50:43","slug":"rentenkommission-3-der-abschlussbericht-der-kommission-verlaesslicher-generationenvertrag-man-hat-sich-bemueht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=27177","title":{"rendered":"<font size=3; color=grey>Rentenkommission (3) <\/font><br\/>Der Abschlussbericht der Kommission \u201eVerl\u00e4sslicher Generationenvertrag\u201c <br\/><font size=3; color=grey>Man hat sich bem\u00fcht <\/font>"},"content":{"rendered":"<p>In ihrem Koalitionsvertrag<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> hatte die Gro\u00dfe Koalition aus CDU\/CSU und SPD die Einsetzung einer Rentenkommission \u201eVerl\u00e4sslicher Generationenvertrag\u201c vereinbart, die Empfehlungen f\u00fcr die nachhaltige Sicherung und Fortentwicklung der bestehenden Alterssicherungssysteme (Gesetzliche Rentenversicherung, betriebliche Alterssicherung und private Altersvorsorge) vorlegen sollte. Insbesondere sollte es darum gehen, die Stellschrauben der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) in ein langfristig tragf\u00e4higes Gleichgewicht zu bringen, ohne die Beitragszahler zu \u00fcberfordern oder die Partizipation der Rentner an der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung zu gef\u00e4hrden. Die Kommission hat ihren Abschlussbericht vor wenigen Wochen<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> vorgelegt \u2013 was aber angesichts der aktuellen Diskussion um die Folgen der Corona-Pandemie in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung in den Hintergrund ger\u00fcckt ist. Angesichts der langfristigen Bedeutung des Themas ist dies bedauerlich.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Worum geht es? Die Bev\u00f6lkerung in Deutschland wird in den kommenden Jahrzehnten massiv altern, weil die Geburtenrate schon seit dem Ende der 1960er Jahre unter dem Bestandserhaltungsniveau von zwei Kindern je Frau liegt. Aktuell liegt sie bei knapp 1,6 Kindern je Frau. Jede Generation ist damit um beinahe ein Viertel kleiner als die jeweilige Elterngeneration, was dazu f\u00fchrt, dass die Zahl der Personen im erwerbsf\u00e4higen Alter zumindest f\u00fcr eine \u00dcbergangsphase schneller zur\u00fcckgeht als die Zahl der Rentner: Der Alterskoeffizient, der die Relation dieser beiden Gr\u00f6\u00dfen ausdr\u00fcckt, wird deshalb nach der 14. Koordinierten Bev\u00f6lkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes von derzeit etwa 36 bis zum Ende der 2030er Jahre auf dann rund 54 zunehmen.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Muss eine Person im erwerbsf\u00e4higen Alter heute f\u00fcr 3 Rentner aufkommen, werden es zum Ende des kommenden Jahrzehnts damit mehr als 2 Rentner sein. Es ist offenkundig, dass dies bei grunds\u00e4tzlicher Beibehaltung des bestehenden Systems der GRV (Besch\u00e4ftigte finanzieren durch ihre laufenden Rentenversicherungsbeitr\u00e4ge und Steuern die laufenden Rentenauszahlungen an die \u00e4ltere Generation) nur aufrechterhalten werden kann, wenn entweder die Rentenversicherungsbeitr\u00e4ge bzw. die steuerfinanzierten Bundeszusch\u00fcsse an die GRV angehoben werden, die (relative) Rentenh\u00f6he abgesenkt wird oder die Lebensarbeitszeit verl\u00e4ngert wird. Im ersten Fall tr\u00e4gt allein die jeweilige Erwerbsgeneration die Last, im zweiten Fall die jeweilige Rentnergeneration, und im dritten Fall die k\u00fcnftigen Rentner (was den heutigen Erwerbst\u00e4tigen entspricht).<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Eine andere L\u00f6sung gibt es grunds\u00e4tzlich nicht, solange man nicht vom geltenden Grundsatz der \u201eBeitrags\u00e4quivalenz\u201c in der GRV abweichen will.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Denn auch wenn man kurzzeitig Entlastung durch eine Erh\u00f6hung der Erwerbsquote, durch Einbeziehung von Beamten und Selbst\u00e4ndigen in die GRV oder auch durch vermehrte Zuwanderung von Erwerbspersonen nach Deutschland schaffen k\u00f6nnte, werden diese langfristig auch eigene Rentenanspr\u00fcche erwerben, so dass das Problem der fehlenden Nachhaltigkeit der GRV lediglich zeitlich verschoben, aber nicht gel\u00f6st w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Rentenkommission stellt diese Tatbest\u00e4nde zutreffend dar, die Empfehlungen, die sie daraus ableitet, sind aber kaum geeignet, f\u00fcr die genannten Probleme der GRV eine L\u00f6sung zu finden. Dies wird erkennbar, wenn man die von der Kommission \u201eVerl\u00e4sslicher Generationenvertrag\u201c vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen im Detail betrachtet. Relevant sind in diesem Zusammenhang dabei lediglich die beiden folgenden Empfehlungen<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>:<\/p>\n<ul>\n<li>Das derzeitige System der \u201everbindlichen\u201c bzw. \u201eperspektivische\u201c Haltelinien f\u00fcr Rentenniveau und Beitragssatz soll auch nach 2025 beibehalten werden. Dabei wird f\u00fcr die verbindliche Haltelinie des Standardrentenniveaus (vor Steuern) bis zum Jahr 2032 eine Spannbreite von 44% bis 49% des durchschnittlichen verf\u00fcgbaren Einkommens (aktuell: 48%) vorgeschlagen, f\u00fcr den Beitragssatz ein Wert von 20% bis 24% (aktuell: 20%).<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Damit sollen die Belastungen der zunehmenden Alterung ganz offenkundig zwischen Beitragszahlern und Rentnern geteilt werden. Letzten Endes erscheint dies auch durchaus vertretbar. Allerdings ist zu ber\u00fccksichtigen, dass die Generation der Beitragszahler zus\u00e4tzlich auch durch die Finanzierung des steuerfinanzierten Bundeszuschusses an die GRV \u00fcberproportional belastet ist, der nach den Sch\u00e4tzungen der Kommission in den kommenden Jahren ohnehin deutlich steigen wird.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Kritisch ist allerdings zu sehen, dass die Spannbreiten f\u00fcr Sicherungsniveau und Beitragssatz recht breit angelegt sind und nur f\u00fcr eine kurze Frist (7 Jahre) vorgegeben werden sollen. Wie die von der Kommission vorgelegten Projektionsrechnungen zeigen, wird das Rentenniveau schon zur Mitte der 2030er Jahre unter die Untergrenze des vorgeschlagenen Korridors fallen. Insoweit erf\u00fcllt die Kommission an dieser Stelle ihren Auftrag ganz offensichtlich nicht, Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Stabilisierung des Rentensystems in der langen Frist vorzulegen.<\/p>\n<ul>\n<li>Der bereits existierende Sozialbeirat soll nach den Vorstellungen der Kommission<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> zu einem \u201eAlterssicherungsbeirat\u201c weiterentwickelt werden. Dieser soll u.a. Empfehlungen zu den Haltelinien und zur weiteren Anpassung des Renteneintrittsalters abgeben, jedoch erst zu Beginn des Jahres 2026. Mit Blick auf die Planungssicherheit von Unternehmen und Versicherten erscheint dies zu sp\u00e4t.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere Anpassungen zur Sicherung der Nachhaltigkeit des Alterssicherungssystems werden von der Kommission zwar diskutiert; es werden jedoch keine (abschlie\u00dfenden) Empfehlungen abgegeben:<\/p>\n<ul>\n<li>Als erste M\u00f6glichkeit wird eine Beschr\u00e4nkung des Rentenzuwachses f\u00fcr die Bestandsrentner auf die Inflationsrate diskutiert.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Dies h\u00e4tte zur Folge, dass zwar die reale Kaufkraft der Renten erhalten bliebe, jedoch die Bezieher von Altersrenten nicht mehr an den allgemeinen Wohlfahrtssteigerungen (wie seit der Rentenreform 1957 praktiziert) partizipieren k\u00f6nnten. Die Bestandsrentner h\u00e4tten somit im Vergleich zum geltenden Recht einen h\u00f6heren Beitrag an den Kosten der Alterung zu \u00fcbernehmen, der Beitragssatz k\u00f6nnte auf niedrigerem Niveau stabilisiert werden. Problematisch erscheint allerdings, dass nach dem diskutierten Kommissionsmodell die Anpassung der Rentenanwartschaften weiterhin entsprechend der Lohnsteigerungen erfolgen soll, so dass die individuelle Rente bei gleicher Entgeltpunktzahl umso h\u00f6her ausf\u00e4llt, je sp\u00e4ter der Renteneintritt erfolgt. Das Prinzip der \u201eTeilhabe\u00e4quivalenz\u201c w\u00fcrde damit au\u00dfer Kraft gesetzt. Dies spr\u00e4che eher daf\u00fcr, den Anstieg des Rentenwerts f\u00fcr alle Gruppen (Bestandsrentner und Neurentner) zu begrenzen, zum Beispiel durch eine st\u00e4rkere Ber\u00fccksichtigung des Nachhaltigkeitsfaktors in der Rentenanpassungsformel.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/li>\n<li>Seltsam kurz fallen die \u00dcberlegungen der Kommission zur Anpassung der Regelaltersgrenze ab dem Jahr 2031 aus. Zugestanden wird lediglich, dass angesichts weiter steigender Lebenserwartung die finanzielle Tragf\u00e4higkeit umlagefinanzierter Rentensysteme nicht gew\u00e4hrleistet ist;<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> weitergehende Schlussfolgerungen werden hieraus aber nicht gezogen. Vielmehr wird darauf verwiesen, dass bei einer Entscheidung hier\u00fcber die Arbeitsmarktbedingungen f\u00fcr \u00e4ltere Besch\u00e4ftigte sowie f\u00fcr besondere Risikogruppen (z.B. f\u00fcr Personen mit k\u00f6rperlich anspruchsvollen T\u00e4tigkeiten) besonders ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssten und dass auch die \u201esozialdifferenzielle\u201c Lebenserwartung (also dass bestimmte Personengruppen aufgrund ihrer Einkommenssituation oder ihrer Berufswahl eine geringe Lebenserwartung aufweisen und deswegen in ihrer Gesamtlebenszeit niedrigere Rentenauszahlungen hinzunehmen haben als Gruppen mit l\u00e4ngerer Lebenserwartung) bei einer Entscheidungsfindung einzubeziehen sei. Empfehlungen zur weiteren Anhebung der Regelaltersgrenze sollen hingegen dem noch zu gr\u00fcndenden Alterssicherungsbeirat (ab dem Jahr 2026) vorbehalten bleiben. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kommissionsmitglieder<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> angesichts unterschiedlicher Interessenlagen sich an dieser Stelle nicht zu einer klareren Empfehlung haben durchringen k\u00f6nnen und deswegen die Entscheidung hier\u00fcber vertagt haben.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/li>\n<li>Die in der \u00f6ffentlichen Diskussion vielfach geforderte obligatorische Einbeziehung von Selbst\u00e4ndigen und Beamten in die Gesetzliche Rentenversicherung wird von der Kommission<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> aus gutem Grund abgelehnt. Abgesehen von technischen Schwierigkeiten w\u00fcrde dies bestenfalls kurzfristig die Finanzlage der Rentenversicherung entspannen, da dem l\u00e4ngerfristig dann h\u00f6here Rentenausgaben gegen\u00fcberstehen. Zudem d\u00fcrfte selbst der tempor\u00e4re Einspareffekt f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Haushalte insgesamt weniger stark ausfallen als vielfach vermutet, da der Bund und auch einige L\u00e4nder bereits heute f\u00fcr die k\u00fcnftigen Pensionslasten ihrer Beamten eine Versorgungsr\u00fccklage aufbauen.<\/li>\n<li>Schlie\u00dflich besch\u00e4ftigt sich die Kommission \u2013 wenn auch eher am Rande \u2013 mit der betrieblichen Altersvorsorge sowie der F\u00f6rderung privater Vorsorge. Die Empfehlungen beschr\u00e4nken sich aber im Wesentlichen auf Pr\u00fcfantr\u00e4ge; Entscheidungen (zum Beispiel \u00fcber die Einf\u00fchrung einer Pflicht zur zus\u00e4tzlichen Altersvorsorge) sollen nach Kommissionsauffassung erst nach dem Jahr 2025 beschlossen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alles in allem bleibt der Kommissionsbericht damit hinter den Erwartungen zur\u00fcck, die der Koalitionsvertrag geweckt hat. Die vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen werden die Finanzierungsprobleme der GRV nicht l\u00f6sen, sondern verschieben sie bestenfalls auf die Bundesebene, da die Festlegung verbindlicher Haltelinien f\u00fcr Beitragssatz und Rentenh\u00f6he letzten Endes dazu f\u00fchrt, dass der Bundeszuschuss an die Rentenversicherung erh\u00f6ht werden muss \u2013 mit Verteilungs- und Wachstumswirkungen, die von der Kommission \u00fcberhaupt nicht thematisiert werden. Die von der Kommission angef\u00fchrten Projektionsrechnungen zeigen, dass der Finanzbedarf der GRV selbst dann stark zunehmen wird, wenn keine weitergehenden Reformen umgesetzt werden. Dass es f\u00fcr die erwerbsf\u00e4hige Generation allerdings unerheblich ist, ob sie \u00fcber Steuern oder Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge f\u00fcr die Rentner aufzukommen hat, wird nicht thematisiert \u2013 allenfalls spricht f\u00fcr eine verst\u00e4rkte Steuerfinanzierung der Rente, dass damit die Finanzierungslasten breiter verteilt werden k\u00f6nnen; systemgerecht ist dies aber nicht.<\/p>\n<p>Begr\u00fcndet wird der Verzicht auf weitergehende Empfehlungen damit, dass diese \u201ekomplexe Folgewirkungen nach sich ziehen w\u00fcrden, die (\u2026) teilweise positiv, im Hinblick auf andere Auswirkungen aber auch negativ bewertet wurden.\u201c<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Dass es zu solchen Folgewirkungen kommt, ist dabei nicht weiter verwunderlich; dass die Kommission sich aber nicht einmal zu Empfehlungen hat durchringen k\u00f6nnen (die ja noch keine politische Entscheidung implizieren), ist \u00e4rgerlich. Ihrem Auftrag wurde die Kommission damit ganz offenkundig nicht gerecht. Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn es wenigstens in der (wissenschaftlichen und politischen) \u00d6ffentlichkeit im Nachgang zu einer Diskussion k\u00e4me, die dieses so wichtige Thema weiterbringt und L\u00f6sungen vorbereitet, die dann weit vor dem Jahr 2026 (dem von der Kommission genannten Datum) umgesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8212; &#8212; &#8212;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> \u00a0\u00a0 Vgl. CDU\/CSU und SPD, Koalitionsvertrag f\u00fcr die 19. Legislaturperiode, Berlin 2018, S. 92.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> \u00a0\u00a0 Vgl. Kommission \u201eVerl\u00e4sslicher Generationenvertrag\u201c, Abschlussbericht Teil 1: Empfehlungen, Berlin, 27.3.2020 (im Folgenden zitiert als \u201eKommissionsbericht\u201c).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> \u00a0\u00a0 Vgl. Kommissionsbericht, S. 49. Zu beachten ist dabei, dass diesem \u201eAlterskoeffizient\u201c eine Regelaltersgrenze von 65 Jahren zugrundeliegt; die bereits beschlossene Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre bis zum Jahr 2031 d\u00e4mpft zwar den Anstieg des Alterskoeffizienten, \u00e4ndert aber nichts an der grunds\u00e4tzlichen Problematik.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> \u00a0\u00a0 Die heutigen Besch\u00e4ftigten arbeiten zwar l\u00e4nger, erwerben aber dadurch auch h\u00f6here monatliche Rentenanspr\u00fcche. Da die Rentenbezugsdauer aber abnimmt, sinkt insgesamt der Barwert der Rentenzahlungen. Deswegen wird die Belastung in diesem Fall ausschlie\u00dflich von den zuk\u00fcnftigen Rentnern getragen. Vgl. Schubert, A., Rente mit 67: Auswirkungen auf die H\u00f6he des Rentenanspruchs, in: ifo Dresden berichtet, Heft 6\/2012, S. 9-13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> \u00a0\u00a0 Unter Beitrags\u00e4quivalenz versteht man den Grundsatz, dass die H\u00f6he der individuellen Rente proportional zur H\u00f6he der in der Erwerbsphase gezahlten Beitr\u00e4ge sein soll. Denkbar w\u00e4re es, die H\u00f6he der Rente nach oben zu begrenzen, also ein (zus\u00e4tzliches) Umverteilungselement in die GRV einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> \u00a0\u00a0 Weitere Empfehlungen der Kommission beziehen sich auf die Neudefinition der sozialstaatlichen Bezugsgr\u00f6\u00dfen (S. 69ff.), zur unterj\u00e4hrigen Liquidit\u00e4tssicherung (S. 94ff.), zur Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von \u00c4lteren (S. 105f.) und zur Gesundheitspr\u00e4vention (S. 107ff.).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> \u00a0\u00a0 Die gleichen Korridore werden auch f\u00fcr die perspektivischen Haltelinien bis zum Jahr 2040 vorgeschlagen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> \u00a0\u00a0 Vgl. Kommissionsbericht, S. 61.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> \u00a0\u00a0 Vgl. Kommissionsbericht, S. 75.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Vgl. Kommissionsbericht S. 80-82. Daneben werden auch Mischmodelle pr\u00e4sentiert, die Elemente der Lohnorientierung wie der Inflationsorientierung des Rentenanstiegs kombinieren, beispielsweise durch Beibehaltung der geltenden Berechnungsweise nur f\u00fcr einen Teil der erworbenen Rentenanspr\u00fcche. Vgl. Kommissionsbericht, S. 82-90.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Der Nachhaltigkeitsfaktor begrenzt den Anstieg des Rentenwerts, wenn sich die Relation von Rentnern zu Beitragszahlern ung\u00fcnstig entwickelt; allerdings wird der Anstieg des Rentnerquotienten derzeit nur mit einem Viertel ber\u00fccksichtigt. Dieser Gewichtungsfaktor w\u00e4re dann entsprechend zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. Kommissionsbericht, S. 92.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Von den 10 Kommissionsmitgliedern waren 5 aktive oder fr\u00fchere Politiker, 2 Vertreter der Sozialpartner sowie 3 Wissenschaftler.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> In diese Richtung lassen sich jedenfalls Presseberichte zur Kommissionsarbeit deuten; vgl. z.B. Waschinski, G., Die Rentenkommission steht vor dem Scheitern, Handelsblatt vom 17.2.2020, www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/alterssicherung-die-rentenkommission-steht-vor-dem-scheitern-und-mit-ihr-die-rentenpolitik-der-groko\/25551478.html?ticket=ST-1623140-6PUpQF3fln2mQtuzF65g-ap4<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Vgl. Kommissionsbericht, S. 98-104.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Vgl. Kommissionsbericht, S. 76.<\/p>\n<p><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p>Gert G. Wagner: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=27094\">Die Rentenkommission hat bessere Vorschl\u00e4ge gemacht als es den Anschein hat<\/a><\/p>\n<p>Tobias Kohlstruck: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=27104\">Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung? Blo\u00df nicht!<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrem Koalitionsvertrag[1] hatte die Gro\u00dfe Koalition aus CDU\/CSU und SPD die Einsetzung einer Rentenkommission \u201eVerl\u00e4sslicher Generationenvertrag\u201c vereinbart, die Empfehlungen f\u00fcr die nachhaltige Sicherung und &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=27177\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<font size=3; color=grey>Rentenkommission (3) <\/font><br \/>Der Abschlussbericht der Kommission \u201eVerl\u00e4sslicher Generationenvertrag\u201c <br \/><font size=3; color=grey>Man hat sich bem\u00fcht <\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":158,"featured_media":27181,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,25,3469,1900,4],"tags":[3470,3457,1744,3471,3454],"class_list":["post-27177","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demographisches","category-distributives","category-intergeneratives","category-rentenpolitisches","category-soziales","tag-beitragsaequivalenz","tag-generationenvertrag","tag-ragnitz","tag-regelaltersgrenze","tag-rentenkommission"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - 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