{"id":27909,"date":"2020-09-08T00:39:55","date_gmt":"2020-09-07T23:39:55","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=27909"},"modified":"2020-09-08T06:13:05","modified_gmt":"2020-09-08T05:13:05","slug":"europa-im-permanenten-krisenmodus-von-der-bankenkrise-zur-corona-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=27909","title":{"rendered":"Europa im permanenten Krisenmodus <br><font size=3; color=grey>Von der Bankenkrise zur Corona-Pandemie <\/font>"},"content":{"rendered":"<p>Seit 2008 sahen sich die Europ\u00e4ische Union (EU) und insbesondere die Europ\u00e4ische W\u00e4hrungsunion (EWU) immer neuen Krisen gegen\u00fcber. Es begann mit der Bankenkrise, die ihren H\u00f6hepunkt im Zusammenbruch der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 fand, und der anschlie\u00dfenden realwirtschaftlichen Krise, die in vielen L\u00e4ndern zur bis dahin schwersten Rezession nach dem Zweiten Weltkrieg f\u00fchrte. Daran anschlie\u00dfend kam es Anfang 2010 zum Ausbruch der europ\u00e4ischen Staatsschuldenkrise. Griechenland geriet als erstes Land in Bedr\u00e4ngnis und bat am 23. April 2010 die \u00fcbrigen Mitgliedsl\u00e4nder der EWU sowie den Internationalen W\u00e4hrungsfonds offiziell um finanzielle Hilfe. Im weiteren Verlauf folgten Irland, Portugal, Spanien und Zypern, die ebenfalls Beistandskredite in Anspruch nahmen.\u00a0 Und seit M\u00e4rz dieses Jahres steht die Wirtschaft nun nahezu ausschlie\u00dflich im Zeichen der Corona-Pandemie, deren Ende bisher noch nicht abzusehen ist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Diese Krisen haben sich in den Mitgliedsl\u00e4ndern der EU bzw. der EWU \u2013 wenn auch in unterschiedlicher Weise \u2013 insbesondere in Form von Wachstumseinbu\u00dfen und ansteigender Staatsverschuldung niedergeschlagen. Vor dem Hintergrund der Bankenkrise und der nachfolgenden realwirtschaftlichen Rezession hat die EU-Kommission 2010 \u2013 im Zusammenhang mit der Strategie \u201eEuropa 2020\u201c \u2013 drei m\u00f6gliche Wachstums-Szenarien f\u00fcr die nachfolgenden 10 Jahre aufgezeigt, die Abbildung 1 veranschaulicht. Dabei unterscheidet sie zwischen drei m\u00f6glichen Entwicklungspfaden:<\/p>\n<p>Szenario 1: Ein nachhaltiger und zukunftsf\u00e4higer Aufschwung, der nicht nur gew\u00e4hrleistet, dass der urspr\u00fcngliche Wachstumspfad wieder erreicht wird, sondern auch Potenziale erschlie\u00dft, um ein h\u00f6heres Wachstum zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Szenario 2: Ein tr\u00e4ger Aufschwung, der \u2013 ausgehend von einem krisenbedingt niedrigeren Niveau \u2013 das urspr\u00fcngliche Wachstum wieder erreicht.<\/p>\n<p>Szenario 3: Ein verlorenes Jahrzehnt, bei dem es nicht nur zu (einmaligen) Krisenverlusten kommt, sondern dar\u00fcber hinaus auch der l\u00e4ngerfristige Wachstumspfad sinkt.<\/p>\n<p>Das Ziel der EU war es dabei, mit Hilfe ihrer (jeweils) aktuellen Wachstumspolitik bzw. spezieller Hilfsma\u00dfnahmen die Krisenbew\u00e4ltigung zu unterst\u00fctzen und ein m\u00f6glichst hohes Wachstum zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 1: Drei Wachstums-Szenarien f\u00fcr Europa<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/s1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/s1.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Abbildungen 2 bis 4 zeigen jedoch, dass es von den gro\u00dfen Mitgliedsl\u00e4ndern lediglich Deutschland geschafft hat, das Wachstum nach dem krisenbedingten Einbruch 2008\/9 deutlich zu steigern und dadurch seit 2016 den urspr\u00fcnglichen Wachstumspfad zu \u00fcberschreiten. Man ist also gest\u00e4rkt aus der Bankenkrise hervorgekommen und hat neue Potenziale erschlossen. Dar\u00fcber hinaus zeigt Abbildung 2, dass diese Entwicklung im Falle Deutschlands w\u00e4hrend der Staatsschuldenkrise nicht nachhaltig beeintr\u00e4chtigt wurde. Durch die aktuelle Corona-Krise wird es aber auch in Deutschland zu einem deutlichen R\u00fcckgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) kommen. Geht man einmal von einem Verlust im Jahre 2020 von sechs Prozent (auf Jahresbasis) aus, dann w\u00fcrden dadurch die Wachstumsgewinne seit 2010 fast genau aufgezehrt. Das dann erreichte Niveau liegt jedoch immer noch deutlich h\u00f6her als vor der Bankenkrise.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 2: Entwicklung des realen BIP (Deutschland)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/s2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/s2.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber haben sowohl Frankreich als auch Italien bestenfalls ihr urspr\u00fcngliches Wachstum wieder erreichen k\u00f6nnen. Allerdings mit erheblichen zus\u00e4tzlichen Niveaueinbu\u00dfen w\u00e4hrend der Staatsschuldenkrise, die in Italien wiederum deutlich h\u00f6her ausfielen als in Frankreich. Geht man f\u00fcr 2020 von einem R\u00fcckgang des realen BIP in Frankreich und Italien von etwa zehn Prozent aus, so w\u00fcrde dies dazu f\u00fchren, dass Frankreich ungef\u00e4hr auf das BIP-Niveau vor der Bankenkrise zur\u00fcckf\u00e4llt, w\u00e4hrend Italien sich zunehmend weiter davon entfernt.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 3: Entwicklung des realen BIP (Frankreich)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/s3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/s3.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p><strong>Abbildung 4: Entwicklung des realen BIP (Italien)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/s4.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/s4.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Aktuelle Prognosen des Internationalen W\u00e4hrungsfonds<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> vom Juni 2020 gehen sogar davon aus, dass das reale BIP Deutschlands im Jahr 2020 um etwa acht und dasjenige von Frankreich und Italien um fast 13 Prozent sinken wird. Dadurch w\u00fcrden die hier aufgezeigten Entwicklungen durch die Corona-Krise nochmals verst\u00e4rkt. Bewahrheiten sich diese Prognosen, so w\u00fcrde selbst Deutschland etwa auf das BIP-Niveau vor der Bankenkrise zur\u00fcckfallen, w\u00e4hrend Frankreich und Italien dieses Niveau deutlich unterschreiten w\u00fcrden. Auch wenn in vielen F\u00e4llen (immer noch) von einer schnellen (V-f\u00f6rmigen) Konjunkturentwicklung mit einem deutlichen Aufschwung bereits f\u00fcr 2021 gerechnet wird, bleibt offen, wie sich die l\u00e4ngerfristigen Wachstumspfade in den hier betrachteten L\u00e4ndern entwickeln werden. In dem zur\u00fcckliegenden Jahrzehnt hat sich dabei gezeigt, das \u2013 im Gegensatz zu Deutschland \u2013 Frankreich und Italien bestenfalls in der Lage waren, das Szenario 2 aus Abbildung 1, also einen tr\u00e4gen Aufschwung, zu realisieren. Man hat zwar jeweils zum alten Wachstum zur\u00fcckgefunden, ohne allerdings die Einbu\u00dfen in den Krisen kompensieren zu k\u00f6nnen und ohne neue Wachstumspotenziale zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund haben die Staats- und Regierungschefs der 27 EU Mitgliedsl\u00e4nder am 21. Juli 2020 als Reaktion auf die Corona-Pandemie und zur Unterst\u00fctzung der nationalen Hilfsprogramme einen europ\u00e4ischen Aufbauplan beschlossen. Er umfasst ein Volumen von 750 Mrd. Euro, von dem 390 Mrd. Euro als nicht r\u00fcckzahlbare Zusch\u00fcsse und 360 Mrd. Euro als Kredite vergeben werden sollen. Mit seiner Hilfe soll der langfristige Haushalt der EU f\u00fcr die Jahre 2021-2027\u00a0 in H\u00f6he von 1,074 Billion Euro aufgestockt werden, um die unmittelbaren wirtschaftlichen und sozialen Sch\u00e4den, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind, zu beheben\u201a \u201eden Aufbau anzukurbeln und eine bessere Zukunft f\u00fcr die n\u00e4chste Generation vorzubereiten\u201c.<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a> Ob dies allerdings \u2013 zusammen mit den nationalen Ma\u00dfnahmen \u2013 dazu f\u00fchrt, dass die k\u00fcnftigen Wachstumspfade positiv beeinflusst werden, m\u00fcssen die n\u00e4chsten Jahre erweisen. Dabei wird es wohl f\u00fcr viele L\u00e4nder in erster Linie darum gehen, ob es \u201enur\u201c zu einem tr\u00e4gen Aufschwung (Szenario 2 in Abbildung 1) oder \u2013 als worst case \u2013 zu einem verlorenen Jahrzehnt (Szenario 3 in Abbildung 1) kommt, bei dem nicht nur die Krisenverluste zu verkraften sind, sondern dar\u00fcber hinaus auch der jeweilige l\u00e4ngerfristige Wachstumspfad krisenbedingt sinkt.<\/p>\n<p>Nationale Konjunkturprogramme in der Banken- und in der andauernden Corona-Krise sowie die Staatsschuldenkrise haben \u2013 quasi als Kehrseite der Medaille \u2013 die Staatsschuldenquoten in den zur\u00fcckliegenden Jahren immer weiter steigen lassen. Diese Entwicklung veranschaulicht Abbildung 5.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 5: Staatsschuldenquoten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/s5.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/s5.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Abgesehen von unterschiedlichen Schuldenniveaus beim Eintritt in die EWU zeigt sich bei allen hier betrachteten L\u00e4ndern ein erster deutlicher Anstieg der Schuldenstandsquoten in den Jahren 2009 und 2010 als Reaktion auf die Bankenkrise und die anschlie\u00dfende realwirtschaftliche Rezession. W\u00e4hrend die Schuldenstandsquote in Deutschland allerdings ab dem Jahr 2013 nachhaltig sank und 2019 den Grenzwert des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakts von 60 Prozent gemessen am nominalen BIP wieder erreichte, stieg sie in Frankreich und Italien w\u00e4hrend der Staatsschuldenkrise stetig weiter an. Die in Abbildung 5 enthaltenen Werte f\u00fcr 2020 und 2021 zeigen Prognosen der EU vom 8. Mai 2020. Selbst zu diesem fr\u00fchen Zeitpunkt der Corona-Pandemie ging man bereits von einem Anstieg der Schuldenstandsquoten im Jahr 2020 zwischen etwa 15 (Deutschland) und 25 (Italien) Prozentpunkten aus. Vor dem Hintergrund immer weiter sinkender Steuereinnahmen und immer umfangreicherer Hilfsprogramme ist jedoch damit zu rechnen, dass der Anstieg der Schuldenstandsquoten noch deutlich st\u00e4rker ausfallen wird. Aus den Werten f\u00fcr 2021 erkennt man dar\u00fcber hinaus eine umgekehrte V-Entwicklung. Der immer noch erhoffte schnelle konjunkturelle Anstieg im n\u00e4chsten Jahr soll demnach dazu f\u00fchren, dass die Schuldenstandsquoten auch schnell wieder zu sinken beginnen. Diese Entwicklung steht und f\u00e4llt jedoch mit den \u00e4u\u00dferst positiven Wachstumsprognosen. Bleibt der Aufschwung jedoch l\u00e4ngere Zeit aus, werden die Schuldenstandsquoten auch 2021 eher noch weiter steigen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund sind m\u00f6glicherweise auch die Diskussionen \u00fcber den Anteil von nicht r\u00fcckzahlbaren Zusch\u00fcssen und Krediten am EU Aufbauplan zu sehen, denn Zusch\u00fcsse erh\u00f6hen \u2013 im Gegensatz zu Krediten \u2013 die Schuldenstandsquote nicht weiter. Abh\u00e4ngig vom Kreditgeber wird \u2013 vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Staatsschuldenkrise \u2013 dar\u00fcber hinaus bef\u00fcrchtet, dass mit Krediten eine mehr oder weniger strenge Konditionalit\u00e4t verbunden sein k\u00f6nnte, die einer autonomen nationalen Wirtschaftspolitik Grenzen setzt. Dar\u00fcber hinaus war der gro\u00dfz\u00fcgige Vorschlag von Kanzlerin Merkel und dem franz\u00f6sischen Staatspr\u00e4sidenten Macron, nicht r\u00fcckzahlbare Zusch\u00fcsse in H\u00f6he von 500 Mrd. Euro im Rahmen eines EU-Aufbauplans bereitzustellen, wohl auch von deutscher Seite nicht ganz uneigenn\u00fctzig. Denn nur ein schneller und deutlicher Aufschwung in den EU-Mitgliedsl\u00e4ndern wird der au\u00dfenhandelsabh\u00e4ngigen deutschen Wirtschaft die notwendige Nachfrage aus dem Ausland garantieren.<\/p>\n<p>Zu einem weiteren Anstieg der Staatsschuldenquoten k\u00f6nnte es ferner dann kommen, wenn in den n\u00e4chsten Monaten \u2013 insbesondere nach dem Auslaufen der insolvenzrechtlichen Sonderregelungen \u2013 vermehrt Firmenpleiten und Zahlungsschwierigkeiten im privaten Bereich auftreten sollten. \u00c4hnlich wie in der Staatsschuldenkrise k\u00f6nnte dies zu massiven Forderungsausf\u00e4llen bei Banken f\u00fchren, mit der Folge drohender Insolvenzen und einer m\u00f6glichen systemischen Krise. W\u00fcrde man dies (erneut) unter R\u00fcckgriff auf den Staatshaushalt verhindern, k\u00e4me es\u00a0 letztlich \u00fcber diesen \u201eUmweg\u201c dazu, dass die staatliche Verschuldung weiter stiege.<\/p>\n<p>Die zuvor angestellten \u00dcberlegungen haben gezeigt, dass die hier betrachteten L\u00e4nder unterschiedlich stark von den Krisen seit 2008 getroffen wurden und auch mit unterschiedlichem Erfolg deren wirtschaftliche Folgen \u00fcberwunden haben. Dabei steht das Ergebnis f\u00fcr die Corona-Pandemie allerdings erst noch aus. Die Krisen haben aber nicht nur das Wirtschaftswachstum und die Staatsverschuldung in starkem Ma\u00dfe beeinflusst, sondern dar\u00fcber hinaus insbesondere auch die Geldpolitik der Europ\u00e4ischen Zentralbank, die sich ebenfalls seit 2008 im Krisenmodus befindet und eine expansive Geldpolitik vorher unbekannten Ausma\u00dfes betreibt. Dies wird wohl auch auf l\u00e4ngere Sicht so bleiben, da die zuvor erl\u00e4uterten krisenbedingten Entwicklungen durch die Folgen der Corona-Pandemie noch einmal deutlich versch\u00e4rft werden. L\u00e4ngerfristig sind es n\u00e4mlich insbesondere ein hohes (nominales) Wirtschaftswachstum und niedrige Zinsen, die die Tragf\u00e4higkeit der Verschuldung gew\u00e4hrleisten. Beide Faktoren versucht die EZB daher mit ihrer Politik zu beeinflussen. Dar\u00fcber hinaus werden alle Mitgliedsl\u00e4nder \u2013 einschlie\u00dflich der EU selbst \u2013 h\u00e4nderingend nach zus\u00e4tzlichen Einnahmequellen suchen, um die erneut steigende Verschuldung einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p>&#8212; &#8212; &#8212;<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Europ\u00e4ische Kommisssion (2010): <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eu2020\/pdf\/COMPLET%20EN%20BARROSO%20%20%20007%20-%20Europe%202020%20-%20EN%20version.pdf\">Europe 2020. A strategy for smart, sustainable and inclusive growth. Br\u00fcssel, 3.3.2010.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/WEO\/Issues\/2020\/06\/24\/WEOUpdateJune2020<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> https:\/\/ec.europa.eu\/info\/live-work-travel-eu\/health\/coronavirus-response\/recovery-plan-europe_de<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/business-economy-euro\/indicators-statistics\/economic-databases\/macro-economic-database-ameco\/government-finance-and-other-macro-economic-data-eu-countries_en#general-government-data\">https:\/\/ec.europa.eu\/info\/business-economy-euro\/indicators-statistics\/economic-databases\/macro-economic-database-ameco\/government-finance-and-other-macro-economic-data-eu-countries_en#general-government-data<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 2008 sahen sich die Europ\u00e4ische Union (EU) und insbesondere die Europ\u00e4ische W\u00e4hrungsunion (EWU) immer neuen Krisen gegen\u00fcber. 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