{"id":28086,"date":"2020-10-16T00:22:20","date_gmt":"2020-10-15T23:22:20","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=28086"},"modified":"2020-10-16T05:56:48","modified_gmt":"2020-10-16T04:56:48","slug":"gastbeitrag-die-ezb-und-die-asymmetrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=28086","title":{"rendered":"<font size=3; color=grey>Gastbeitrag <\/font><br\/>Die EZB und die (A)Symmetrie"},"content":{"rendered":"<div class=\"row\">\n<div class=\"col-lg-9 order-0\">\n<div id=\"b519b07d-bcbc-486f-a13b-44ebd002d006\" class=\"row \">\n<div class=\"col-md-12\">\n<div id=\"summary\">\n<div class=\"in collapse show bm-component-card\">\n<div id=\"bm_comp_id_b519b07d-bcbc-486f-a13b-44ebd002d006\" class=\"card-body bm-component\" data-bm-component=\"b519b07d-bcbc-486f-a13b-44ebd002d006\">\n<p><em>Bei ihrer Strategie\u00fcberpr\u00fcfung steht die EZB noch am Anfang, aber in jedem Fall soll ihr Inflationsziel symmetrisch und leicht verst\u00e4ndlich sein. Kann dann die neue Fed-Strategie noch ein Vorbild sein, die erkl\u00e4rterma\u00dfen asymmetrisch ist, und deren Begr\u00fcndung alles andere als leicht verst\u00e4ndlich wirkt? Wir bringen Licht ins Dunkel der Begrifflichkeiten und erl\u00e4utern, wie die EZB eine Strategie formulieren k\u00f6nnte, die ihr f\u00fcr lange Zeit Spielraum f\u00fcr eine expansive Politik gibt.<\/em>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<div class=\"row mt-3\">\n<div class=\"col-lg-9 order-0\">\n<div id=\"body_text\">\n<div id=\"e9014b1d-5d85-468c-8a53-bb1b67e256d1\" class=\"row \">\n<div class=\"col-md-12\">\n<div id=\"d1052e150\">\n<div class=\"in collapse show bm-component-card\">\n<div id=\"bm_comp_id_e9014b1d-5d85-468c-8a53-bb1b67e256d1\" class=\"card-body bm-component\" data-bm-component=\"e9014b1d-5d85-468c-8a53-bb1b67e256d1\">\n<p id=\"h2-1c3b8207-51fd-4717-9392-8aad6ec5f3c5\" class=\"bm-h2\"><strong>Das neue EZB-Inflationsziel: symmetrisch und verst\u00e4ndlich &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>In ihrer Rede zur EZB-Strategie\u00fcberpr\u00fcfung Ende September wollte EZB-Pr\u00e4sidentin Lagarde eigentlich keinerlei Ergebnisse pr\u00e4sentieren. Denn die EZB habe die wegen der Corona-Pandemie unterbrochene \u00dcberpr\u00fcfung ihrer Strategie gerade erst wieder aufgenommen . Jetzt sei vielmehr &#8222;die Zeit des Zuh\u00f6rens und Nachdenkens&#8220;. Sie werde lediglich auf die wichtigsten Themen und Fragen im Zusammenhang mit der Strategie eingehen. Mit Blick auf das k\u00fcnftige Inflationsziel machte sie aber eine Ausnahme, indem sie betonte, das EZB-Ziel solle von der \u00d6ffentlichkeit als &#8222;symmetrisch&#8220; empfunden werden und es sollte f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit &#8222;leicht verst\u00e4ndlich&#8220; sein.<\/p>\n<p>Nur was bedeutet dies? Der Begriff der Symmetrie wird von der EZB zwar st\u00e4ndig verwendet, dabei aber offensichtlich unterschiedlich interpretiert. So hatte der finnische Notenbankpr\u00e4sident Rehn in einer Rede Mitte September seine Sympathie f\u00fcr die neue Fed-Strategie bekundet und betont, das neue Inflationsziel der US-Notenbank sei &#8222;eindeutig symmetrischer&#8220; als das bisherige. Die Fed selber hat jedoch den Begriff des symmetrischen Inflationsziels nur in ihrer alten Strategie verwendet, ihn aber aus ihrer neuen Strategie bewusst herausgestrichen, weil sie ihre neue Vorgehensweise ausdr\u00fccklich als &#8222;asymmetrisch&#8220; beschreibt.<\/p>\n<p>Es scheint uns deswegen an der Zeit, Licht ins Dunkel der Begrifflichkeiten zu bringen. Unser vorweggenommenes Fazit: Im Gegensatz zur Fed wird die EZB wohl aus einer Reihe von Gr\u00fcnden bei der Formulierung ihrer Strategie weniger ins Detail gehen. In der Praxis d\u00fcrfte sie aber einen Rahmen schaffen, der ihr genau wie der Fed die M\u00f6glichkeit schafft, \u00e4hnlich lange an einer sehr expansiven Geldpolitik festzuhalten.<\/p>\n<p id=\"h2-48437a91-990b-428a-b117-3b5590fccad0\" class=\"bm-h2\"><strong>&#8230; w\u00e4hrend Fed Asymmetrie betont<\/strong><\/p>\n<p>In einer Ende August gehaltenen <a class=\"text-links\" href=\"https:\/\/www.federalreserve.gov\/newsevents\/speech\/clarida20200831a.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rede<\/a> hat der <span style=\"color: #000000;\">stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank, Richard Clarida, im Detail begr\u00fcndet, warum die Fed ihre Strategie ge\u00e4ndert hat. Leicht verst\u00e4ndlich, wie von EZB-Pr\u00e4sidentin Lagarde f\u00fcr die Strategiepr\u00fcfung der EZB gefordert, ist diese Begr\u00fcndung sicherlich nicht, denn sie ben\u00f6tigt recht viel Hintergrundwissen.<\/span><\/p>\n<p>Clarida begann seine Ausf\u00fchrungen mit der Feststellung, dass aus Sicht der Fed eine Inflationsrate von 2 Prozent auf l\u00e4ngere Sicht am besten mit ihrem Auftrag vereinbar ist, sowohl maximale Besch\u00e4ftigung als auch Preisstabilit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten. Mit anderen Worten hat die Fed ihr eigentliches Inflationsziel nicht ge\u00e4ndert. Revisionsbed\u00fcrftig war aus ihrer Sicht lediglich der Weg, um dieses Ziel zu erreichen.<\/p>\n<p>Die laut Clarida aus Sicht der Fed &#8222;bedeutendste Ver\u00e4nderung&#8220; seit der letzten Strategie\u00fcberpr\u00fcfung 2012 ist der R\u00fcckgang des sogenannten neutralen Zinses. Dieser Zins ist definiert als der Realzins, der mit Preisstabilit\u00e4t konsistent ist und bei dem das Bruttoinlandsprodukt sich auf mittlere Sicht im Einklang mit dem Produktionspotenzial entwickelt. Da Geldpolitik nur expansiv wirkt, wenn der (reale) Leitzins unterhalb des neutralen liegt, sei der gesamte Zinssenkungspielraum geringer geworden, sodass es wahrscheinlicher geworden ist, dass die Fed die Zinsuntergrenze immer wieder erreicht.<\/p>\n<p>Wenn nun unter solchen Rahmenbedingungen die Geldpolitik lediglich darauf abzielen w\u00fcrde, nach einem Abschwung die Inflationsrate wieder auf 2% zu bringen, w\u00fcrde sich die Erwartung durchsetzen, dass die Notenbank ihr Ziel im Durchschnitt nach unten verfehlt, eben weil sie wegen der Zinsuntergrenze in einem Abschwung nur begrenzte Impulse geben kann. In jedem Konjunkturzyklus w\u00fcrden die Inflationserwartungen weiter unterhalb des Inflationsziels verankert. Dadurch steigt der reale Leitzins, was die Schlagkraft der Politik weiter beschr\u00e4nken w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Um eine solche Abw\u00e4rtsspirale zu durchbrechen, habe die Fed beschlossen, dass die Geldpolitik w\u00e4hrend Phasen wirtschaftlicher Expansion &#8222;darauf abzielen muss, f\u00fcr einige Zeit eine Inflation von m\u00e4\u00dfig \u00fcber 2 Prozent zu erreichen&#8220;. Mit anderen Worten, argumentiert Clarida, das Ziel, auf lange Sicht 2% zu erreichen, erfordert in einer Welt mit niedrigem neutralen Zins und folglich wahrscheinlichem wiederholten Erreichen der Zinsuntergrenze in wirtschaftlichen Abschwungphasen eine <em>asymmetrische<\/em> geldpolitische Reaktionsfunktion.<\/p>\n<p id=\"h2-2b78d172-396b-4540-ab6f-ec8dd90aadd0\" class=\"bm-h2\"><strong>EZB d\u00fcrfte inhaltlich zustimmen &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Wir gehen davon aus, dass die EZB inhaltlich die Analyse der Fed teilt und deswegen in der Praxis eine \u00e4hnliche Politik verfolgen d\u00fcrfte wie die US-Notenbank. Schlie\u00dflich haben EZB-Vertreter immer wieder auf die Folgen eines auch im Euroraum sinkenden neutralen Zinses hingewiesen. Auch betonte Lagarde Ende September, dass es immer wichtiger werde sicherzustellen, dass die konventionelle Geldpolitik (=Zinspolitik) \u00fcber ausreichend Spielraum verf\u00fcge.<\/p>\n<p id=\"h2-a3d24ec0-7051-492a-966a-9e905f30c6f8\" class=\"bm-h2\"><strong>&#8230; aber viele Wege f\u00fchren nach Rom<\/strong><\/p>\n<p>Allerdings d\u00fcrfte die EZB der Fed aus verschiedenen Gr\u00fcnden im Wortlaut kaum folgen:<\/p>\n<ul>\n<li>Obwohl die EZB der Fed-Analyse inhaltlich zustimmen d\u00fcrfte, ist deren Begr\u00fcndung eines sicherlich nicht: leicht verst\u00e4ndlich. \u00dcbern\u00e4hme die EZB die Fed-Strategie, w\u00fcrde die EZB vermutlich gegen den zentralen Leitstern versto\u00dfen, den EZB-Pr\u00e4sidentin auch in ihrer letzten Rede zur Strategie hervorgehoben hat: &#8222;Geldpolitik kann nur dann glaubw\u00fcrdig sein, wenn wir sicherstellen, dass unsere Ziele von den Menschen, denen wir dienen, wirklich verstanden und geteilt werden.&#8220;<a class=\"text-links\" href=\"https:\/\/commerzbank.bluematrix.com\/sellside\/EmailDocViewer?encrypt=34f49430-7390-4d90-aa38-e888d2ec9dd9&amp;mime=html&amp;co=commerzbank&amp;id=norbert.berthold@uni-wuerzburg.de&amp;source=mail#FN1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup>1<\/sup><\/a><\/li>\n<li>Die Fed hat explizit betont, dass sie nach einem Unterschie\u00dfen der Inflation \u00fcber dem Inflationszielwert liegende Raten akzeptieren will, schweigt aber zum umgekehrten Fall. Hier k\u00f6nnte leicht der falsche Eindruck entstehen, dass sich die Notenbank mehr um Disinflation sorgt als um Inflation. In der neuen EZB-Strategie soll aber nach vielen Aussagen von EZB-Vertretern gerade hervorgehoben werden, dass die EZB gegen beide Entwicklungen mit gleicher H\u00e4rte vorgeht.<\/li>\n<li>In der Vergangenheit haben EZB-Vertreter betont, dass die Geldpolitik durch vor\u00fcbergehende Abweichungen vom Inflationsziel, etwa bei einem starken \u00d6lpreisanstieg oder -r\u00fcckgang, hindurchschauen sollte. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn diese die Inflationserwartungen nachhaltig ver\u00e4ndern und somit zu Zweitrundeneffekten f\u00fchren k\u00f6nnen, wenn diese Erwartungen zum Beispiel in Lohnverhandlungen einflie\u00dfen. Eine explizite Orientierung an einem durchschnittlichen Inflationsziel k\u00f6nnte aus Sicht der EZB den falschen Eindruck vermitteln, dass die EZB ein solches Hindurchschauen nicht l\u00e4nger als sinnvoll erachtet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Darum haben sich einige Direktoriumsmitglieder gegen\u00fcber einer \u00dcbernahme der Fed-Strategie auch deutlich reservierter gezeigt als Rehn oder sein irischer Kollege Makhlouf. So wies EZB-Vizepr\u00e4sident de Guindos darauf hin, dass die EZB ein anderes Mandat hat als die Fed. Zudem ist aus seiner Sicht die Analyse der geldpolitischen Instrumente ohnehin wichtiger. Isabel Schnabel warnte wiederholt vor zu hohen Erwartungen bez\u00fcglich des Ausma\u00dfes der \u00c4nderungen. Schlie\u00dflich habe die bisherige Strategie gut funktioniert. EZB-Pr\u00e4sidentin Lagarde wies in ihrer Rede zur Strategie\u00fcberpr\u00fcfung sinngem\u00e4\u00df darauf hin, dass eine Strategie wie die der Fed nur dann \u00fcberlegen sei, wenn die Menschen alle zur Verf\u00fcgung stehenden Informationen optimal nutzen w\u00fcrden, was nicht realistisch sei.<\/p>\n<p id=\"h2-73afb38c-2efc-46ce-b301-f846fa702ac5\" class=\"bm-h2\"><strong>Ein anderer Weg zum gleichen Ziel, &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnte die EZB-Strategie konkret aussehen? Wir bleiben bei unserer Prognose, dass der EZB-Rat sich zun\u00e4chst einmal darauf verst\u00e4ndigen wird, dass Preisstabilit\u00e4t nicht mehr bei \u201enahe, aber unter 2%\u201c gegeben ist, sondern schlicht bei 2%. Der Druck, die Geldpolitik weniger expansiv zu gestalten, wenn sich die Inflationsrate oberhalb von 1\u00bd% festsetzt, w\u00e4re dann geringer. Au\u00dferdem ist ein 2%-Ziel sehr einfach zu kommunizieren. Zudem ist es mit ihm dem B\u00fcrger leichter verst\u00e4ndlich zu machen, dass die Geldpolitik symmetrisch ist, also nicht st\u00e4rker reagiert, wenn die EZB ihr Ziel \u00fcber- statt unterschreitet.. Au\u00dferdem w\u00fcrde die EZB mit einem schlichten 2%-Ziel dem Eindruck entgegentreten, sie k\u00f6nnte die Inflationsrate bis in die Nachkommastelle steuern.<\/p>\n<p>Ansonsten gehen wir davon aus, dass die EZB an einigen wesentlichen Elementen ihrer bisherigen Strategie festh\u00e4lt, aber konkretisiert, was das f\u00fcr die praktische Umsetzung der Geldpolitik bedeutet. Einen m\u00f6glichen Weg hat der franz\u00f6sische Notenbankpr\u00e4sident Villeroy in mehreren Reden aufgezeigt.<a class=\"text-links\" href=\"https:\/\/commerzbank.bluematrix.com\/sellside\/EmailDocViewer?encrypt=34f49430-7390-4d90-aa38-e888d2ec9dd9&amp;mime=html&amp;co=commerzbank&amp;id=norbert.berthold@uni-wuerzburg.de&amp;source=mail#FN2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup>2<\/sup><\/a> Er betonte, seiner Ansicht nach w\u00fcrde das EZB-Inflationsziel, das &#8222;symmetrisch und mittelfristig&#8220; ist, wahrscheinlich zu \u00e4hnlichen Resultaten f\u00fchren wie die neue Fed-Strategie:<\/p>\n<ul>\n<li>Mittelfristig bedeute, dass die EZB die Inflationsentwicklung \u00fcber einen ausreichend langen Zeitraum beurteilen sollte. Das mittelfristige Ziel m\u00fcsse in zweierlei Hinsicht betrachtet werden: Es m\u00fcsse zukunftsorientiert sein, um die Inflationserwartungen zu steuern, &#8222;aber es darf auch die Vergangenheit nicht ignorieren. All dies ist kein explizites durchschnittliches Inflationsziel, das ex ante festgelegt wird, w\u00fcrde aber ex post zu sehr \u00e4hnlichen Ergebnissen f\u00fchren.&#8220;<\/li>\n<li>Symmetrisch bedeute, dass das numerische Ziel der EZB &#8222;ein Ziel und keine Obergrenze ist. Infolgedessen k\u00f6nnten wir bereit sein, f\u00fcr einige Zeit eine Inflation von mehr als 2% zu akzeptieren, ohne mechanisch eine Straffung unseres geldpolitischen Kurses auszul\u00f6sen.&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"col-lg-3\">\n<div id=\"d1052e160\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"ad72c61c-7fd5-49cc-b2d9-71f6ba0871e7\" class=\"row \">\n<div class=\"col-md-12\">\n<div id=\"d1052e172\">\n<div class=\"in collapse show bm-component-card\">\n<div id=\"bm_comp_id_ad72c61c-7fd5-49cc-b2d9-71f6ba0871e7\" class=\"card-body bm-component\" data-bm-component=\"ad72c61c-7fd5-49cc-b2d9-71f6ba0871e7\">\n<p id=\"h2-a2b43697-cb9b-4e45-b2ba-4a1cf861f1a0\" class=\"bm-h2\"><strong>&#8230;n\u00e4mlich einer noch lange sehr expansiven Geldpolitik<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem oben beschriebenen Rahmen versetzt sich die EZB in die Lage, noch viel l\u00e4nger als bisher, also auf Jahre hinaus, an ihrer sehr expansiven Politik festzuhalten. Schon in der Vergangenheit hat sie betont, dass sie an der extrem lockeren Politik festh\u00e4lt, <span style=\"color: #191919;\">bis sie feststellt, dass sich die Inflation substanziell der Zielrate von dann 2% ann\u00e4hert und sich dies auch &#8222;durchg\u00e4ngig&#8220; in der Kernrate widerspiegelt. Innerhalb der neuen Strategie kann sie zus\u00e4tzlich die Zielverfehlung nach unten ber\u00fccksichtigen und deswegen den Fu\u00df auch dann f\u00fcr geraume Zeit auf dem Gaspedal belassen, wenn die Inflation \u00fcber den 2%-Zielwert klettert.<\/span><\/p>\n<p>&#8212; &#8212; &#8212;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"7a0db7da-8813-4af0-9229-d02f968b18f8\" class=\"row \">\n<div class=\"col-md-12\">\n<div id=\"d1052e194\">\n<div class=\"in collapse show bm-component-card\">\n<div id=\"bm_comp_id_7a0db7da-8813-4af0-9229-d02f968b18f8\" class=\"card-body bm-component\" data-bm-component=\"7a0db7da-8813-4af0-9229-d02f968b18f8\"><sup>1<\/sup> EZB-Ratsmitglied Villeroy erkl\u00e4rte dazu in einer Rede am 25.9.2020: &#8222;<span style=\"color: #2f2f2f;\">The effective lower bound (ELB) on nominal interest rates would also be reached more frequently, putting a constraint on the use of monetary policy. But I do acknowledge that using the ELB argument at, say a family lunch on Sunday, is easier said than done.&#8220;<br \/>\n<sup>2<\/sup> Reden vom <a class=\"text-links\" href=\"https:\/\/www.banque-france.fr\/sites\/default\/files\/medias\/documents\/2020.05.25_sep_en_cl.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">25.5.2020<\/a> und vom <a class=\"text-links\" href=\"https:\/\/www.banque-france.fr\/en\/intervention\/role-central-banks-heart-ecosystem#_edn7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">25.9.2020<\/a>.<br \/>\n<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei ihrer Strategie\u00fcberpr\u00fcfung steht die EZB noch am Anfang, aber in jedem Fall soll ihr Inflationsziel symmetrisch und leicht verst\u00e4ndlich sein. 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