{"id":28519,"date":"2021-01-11T00:42:33","date_gmt":"2021-01-10T23:42:33","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=28519"},"modified":"2021-01-11T07:00:44","modified_gmt":"2021-01-11T06:00:44","slug":"pandemie-bekaempfung-im-westen-viel-potenzial-nach-oben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=28519","title":{"rendered":"Pandemie-Bek\u00e4mpfung im Westen <br\/><font size=3; color=grey>Viel Potenzial nach oben <\/font>"},"content":{"rendered":"<p>In der ersten Corona-Welle haben die Menschen unter dem Schock der Ereignisse und dem allgemeinen Unwissen \u00fcber Infektionskan\u00e4le, Infektionswahrscheinlichkeit und Letalit\u00e4t von sich aus ihre Kontakte drastisch reduziert \u2013 ganz offensichtlich aus purem Selbstschutz. Vermutlich ist das der Grund daf\u00fcr, dass schon vor dem Inkrafttreten des M\u00e4rz-Lockdowns der alles entscheidende R-Faktor<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> unter eins gefallen war, was die Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass die Zahl der Infizierten im Zeitablauf sinkt. Merkw\u00fcrdigerweise beruhte diese anf\u00e4ngliche Absenkung des R-Faktors auf einer \u00dcbersch\u00e4tzung der individuellen Gef\u00e4hrdung seitens der B\u00fcrger. Dass es einer solchen \u00dcbersch\u00e4tzung bedarf, damit das Virus sich nicht exponentiell verbreitet, klingt vielleicht merkw\u00fcrdig. Wir werden aber noch sehen, warum das so ist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Freilich kann ein Irrtum nicht die Grundlage einer nachhaltigen Probleml\u00f6sung sein. H\u00e4tte man diesen Tatbestand auf einer breiteren Basis in seiner ganzen Tragweite erfasst, w\u00e4ren die Dinge vielleicht anders gelaufen. Der Irrtum der B\u00fcrger \u00fcber ihre individuelle Gef\u00e4hrdung konnte jedenfalls nicht nachhaltig wirken, weil die Menschen rasch einige grundlegende Fakten lernten. Die wichtigsten sind diese: Die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken und dabei zu Schaden zu kommen, war f\u00fcr jeden Einzelnen relativ gering und ist es im Grunde bis heute. Zwischen Anfang Mai und Ende September lag die 7-Tage-Inzidenz bei durchschnittlich 6,7. Unter dieser Bedingung betr\u00e4gt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch, dem man zuf\u00e4llig begegnet, Corona-infiziert ist, 0,067 Promille. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Mensch aktuell auch infekti\u00f6s ist, ist mindestens um die H\u00e4lfte niedriger, und die Wahrscheinlichkeit, dass man sich bei ihm infiziert, ist noch einmal geringer. So lag also im Ausgang der ersten Welle die Wahrscheinlichkeit, dass man sich bei einer Begegnung mit einem anderen Menschen mit Corona infizierte, vermutlich unter 0,02 Promille.<\/p>\n<p>Bleiben wir bei diesem Wert. Wenn man sich damit innerhalb eines l\u00e4ngeren Zeitraums durch unvorsichtiges Verhalten zwischen 100 und 500 Menschen zus\u00e4tzlich in einer Weise n\u00e4hert, die eine Infektion erm\u00f6glicht, dann erh\u00f6ht sich die Wahrscheinlichkeit, dass man sich durch solch unvorsichtiges Verhalten mit Corona infiziert, um einen Wert zwischen 0,2 Prozentpunkten und einem Prozentpunkt.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Anders ausgedr\u00fcckt: Mit einer Wahrscheinlichkeit von zwischen 99 und 99,8 Prozent infiziert man sich dadurch nicht. Hinzu kommt: Eine Corona-Infektion ist meistens keine Katastrophe. Die Sterblichkeit f\u00fcr jene, die sich infizieren, liegt bei Corona im Durchschnitt irgendwo bei einem Prozent. Dabei steigt sie im Alter zwar sehr deutlich an. Aber gerade das bedeutet umgekehrt, dass sie f\u00fcr j\u00fcngere Leute erheblich niedriger liegt, in der Regel wohl unter 0,5 Prozent.<\/p>\n<p>Bleiben wir auch bei diesem Wert und kombinieren ihn mit der Infektionswahrscheinlichkeit, dann lag \u00fcber den Zeitraum von Anfang Mai bis Ende September die Wahrscheinlichkeit, durch unvorsichtiges Verhalten in der beschriebenen Weise zu Tode zu kommen, bei einem Wert zwischen 0,01 und 0,05 Promille. Das ist keineswegs nichts, auch wenn es fast danach aussieht. Aber verglichen mit anderen Lebensrisiken ist es wiederum auch nicht hoch. Vermutlich war dieses Verhalten \u00e4hnlich gef\u00e4hrlich wie Fahrradfahren. Inzwischen haben sich die Zahlen zwar mehr als verzwanzigfacht, aber selbst damit sind sie jedenfalls f\u00fcr j\u00fcngere Menschen immer noch nicht \u00fcberragend hoch.<\/p>\n<p>Das klingt wie eine verantwortungslose Besch\u00f6nigung. Ist es aber nicht. Denn wir k\u00f6nnen mit Hilfe dieser wenigen Fakten die Problematik verstehen, um die es geht. Und hierzu halten wir fest: Die Leute f\u00fchlten sich pers\u00f6nlich nicht stark bedroht, und sie hatten durchaus Recht damit! Daher erkl\u00e4ren unsere Fakten gut, warum sich die Leute so verhalten haben, wie sie es taten. Es erkl\u00e4rt auch, dass sie sich aus einer gewissen Perspektive damit durchaus vern\u00fcnftig verhalten haben. Viele der fachlich st\u00e4rker fundierten Lockdown-Kritiker konzentrierten sich daher nur auf diese individuelle Perspektive: Die Gefahr ist f\u00fcr die einzelnen B\u00fcrger zun\u00e4chst nicht sehr hoch. Gemessen daran sch\u00fctzen sie sich nach Ma\u00dfgabe ihrer pers\u00f6nlichen Risikobereitschaft: die einen mehr, die anderen weniger, wie in allen anderen Lebenslagen auch. Weil der Staat nicht einmal das Recht hat, den Leuten das viel gef\u00e4hrlichere Motorradfahren oder das Drachenfliegen zu verbieten, gibt es keinen Grund, warum er hierzu im Falle von Corona legitimiert sein sollte. Auch das ist soweit richtig, und wer es nun noch weitertreiben will, um kr\u00e4ftig die Alarmglocken der b\u00fcrgerlichen Freiheit zu l\u00e4uten, mag noch hinzuf\u00fcgen: Eine Regierung, die es dennoch tun, versteht entweder die Fakten nicht oder sie muss zwangsl\u00e4ufig anderes im Schilde f\u00fchren als den Schutz der B\u00fcrger vor dem Corona-Tod.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Unter den gemachten Annahmen ist das alles folgerichtig, und die Annahmen sind nicht einmal falsch. Das Problem ist nur, dass diese Annahmen die H\u00e4lfte des Problems unterschlagen. Hier kommt die andere: Unsere Wahrscheinlichkeiten sagen genau nichts dar\u00fcber aus, wie sich die Leute h\u00e4tten verhalten m\u00fcssen, um ihren jeweiligen kleinen Beitrag dazu zu leisten, ein exponentielles Wachstum der Infektionen zu verhindern, welches in seinem weiteren Verlauf in eine Katastrophe mit hunderttausenden Toten oder mehr f\u00fchren kann. Solch eine Prognose ist keineswegs alarmistisch. Es handelt sich um eine sogenannte Status-Quo-Prognose, und die geht in unserem Falle so: H\u00e4tte man sich allein auf die individuelle Risikoabw\u00e4gung der B\u00fcrger verlassen und auf staatlich verordnete Kontaktbeschr\u00e4nkungen verzichtet, und w\u00fcrde man das auch weiterhin so tun, dann w\u00e4ren bei einem dann g\u00fcltigen R-Faktor von mindestens drei bis zur Herdenimmunit\u00e4t am Ende mindestens 60 Mio. Menschen allein in Deutschland infiziert worden. Wenn davon ein Prozent stirbt, sind das bereits 600 Tsd. verlorene Menschenleben. Weil die Sterblichkeit bei einer dann zu erwartenden \u00dcberlastung des Gesundheitssystems erfahrungsgem\u00e4\u00df sehr viel h\u00f6her liegt, kommen wir hier schon ganz schnell \u00fcber die Millionengrenze, allein f\u00fcr Deutschland. Freilich passiert auch das dann nicht innerhalb weniger Monate, sondern es wird jener Scherbenhaufen sein, den man am Ende des ganzen Prozesses einmal zusammenfegen wird. Daher k\u00f6nnen wir schon einmal festhalten: Mit Zahlen zu argumentieren, die innerhalb der ersten Wochen einer Pandemie und dann noch unter Lockdown-Ma\u00dfnahmen zustande gekommen ist, um die Sinnlosigkeit ebenjener Lockdown-Ma\u00dfnahmen und die Ung\u00fcltigkeit der ihnen zugrundeliegenden Status-Quo-Prognose zu belegen, geh\u00f6rt nicht zu den durchdachtesten aller Argumentationsstrategien.<\/p>\n<p>Um ein Bild davon zu erhalten, wie die Prozesse weiter abgelaufen sind, sehen wir uns die Entwicklung des R-Faktors in Deutschland kurz an. Der war wie gesagt schon vor Inkrafttreten des ersten Lockdowns unter den entscheidenden Schwellenwert von eins gefallen, und zwar am 22. M\u00e4rz. Der Grund daf\u00fcr sollte nun klar sein: Die Leute haben ihre unmittelbare pers\u00f6nliche Bedrohung in der v\u00f6llig un\u00fcbersichtlichen Anfangsphase unter dem Eindruck der furchtbaren Bilder aus Wuhan und Bergamo zun\u00e4chst einmal \u00fcbersch\u00e4tzt. Abgesehen von einem Ausrei\u00dfer verblieb der R-Faktor danach noch bis zum 9. Juli unter eins. F\u00fcr diese Phase k\u00f6nnen wir die Wirkung der anf\u00e4nglichen \u00dcbersch\u00e4tzung und jene des Lockdowns auf den R-Faktor statistisch nicht mehr seri\u00f6s voneinander unterscheiden. Aber bis Juli war beides vorbei, und so ist es nicht verwunderlich, dass der R-Faktor von nun an mit nur einer kurzen Unterbrechung bis zum 5. November oberhalb von eins blieb. Seit wir nun wieder Lockdown-Ma\u00dfnahmen haben, liegt er mal \u00fcber und mal unter eins.<\/p>\n<p>Im Ergebnis finden wir, was mathematisch zwangsl\u00e4ufig ist: Die Zahl der Corona-Infektionen stieg bereits ab dem 9. Juli wieder exponentiell.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Anders als es der inzwischen landl\u00e4ufig gewordene Gebrauch dieses Begriffs suggeriert, hei\u00dft exponentiell aber nicht \u201estark\u201c, sondern er beinhaltet, dass die Zahl der Infektionen kontinuierlich steigt und der Zuwachs der Infektionszahlen ebenso kontinuierlich gr\u00f6\u00dfer wird. So etwas kann verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig lange auf niedrigem Niveau geschehen, und das tat es auch. Das \u00e4ndert aber nichts daran, dass exponentielles Wachstum auf niedrigem Niveau Zug um Zug den Weg f\u00fcr einen explosionsartigen Ausbruch bereitet, der dann in recht genau prognostizierbarer Zeit unvermeidlich kommen wird \u2013 und gekommen ist. Kommentatoren und Talkshowg\u00e4ste, die es nicht besser wussten, vereint mit solchen, die es aufgrund ihrer Stellung oder ihrer Ausbildung h\u00e4tten besser wissen m\u00fcssen, besch\u00f6nigten das Herannahen des Unheils \u00fcber Monate \u2013 darunter durchaus auch einige \u00c4rzte und vor allem \u00c4rzte in Personalunion mit Funktion\u00e4ren.<\/p>\n<p>Der R-Faktor allein sei nicht so wichtig, h\u00f6rte man, die Hospitalisierungsrate und Letalit\u00e4t erfreulich gering, das Vorhalten von Intensivbetten in so gro\u00dfer Zahl geradezu l\u00e4cherlich \u00fcbertrieben, und \u00fcberhaupt sei das aktuelle Geschehen mit den dramatischen Ereignissen des Fr\u00fchjahrs nicht mehr vergleichbar. Dabei waren die Dinge l\u00e4ngst auf dem Weg in den Kontrollverlust, als der Winter noch in weiter Ferne war. Das Wetter war noch fast bis Ende Oktober mild, man konnte drau\u00dfen in den Bierg\u00e4rten sitzen, und das taten die Leute auch. Aber sie taten noch andere Dinge, die mit Blick auf die Infektionsdynamik nicht so harmlos sind. Als die zweite Welle l\u00e4ngst rollte, wurde sie durch den Winter zwar noch einmal verst\u00e4rkt. Aber ausgel\u00f6st hat der Winter sie nicht, sondern wir selbst, mit unserem Verhalten, mitten im Sommer und Sp\u00e4tsommer, ohne dass irgendwer auch nur halbwegs ernsthaft dagegen eingeschritten w\u00e4re. Die noch verbliebenden Mahner zogen sich entweder in ihre Labore zur\u00fcck<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> oder liefen Gefahr, zum Ziel des Spotts vermeintlich Wissender zu werden.<\/p>\n<p>Nur: Wie passt das alles zusammen? Waren wir jetzt vern\u00fcnftig oder unvern\u00fcnftig? Wie lassen sich die durchaus rationalen \u00dcberlegungen \u00fcber die individuell niedrige Schadenswahrscheinlichkeit vereinbaren mit der Diagnose des absehbar durch Fehlverhalten ausgel\u00f6sten Kontrollverlusts, in dessen Folge wir nun seit Wochen viele hundert Todesopfer Tag f\u00fcr Tag zu beklagen haben und kein Ende sehen? Das passt zusammen, aber nur, wenn wir uns klarmachen, dass individuelle Vernunft nicht immer zu gesellschaftlich vern\u00fcnftigen Ergebnissen f\u00fchrt. Kurz gefasst hei\u00dft das: Wenn sich jeder auf hinreichende Weise selbst sch\u00fctzt, dann sind noch lange nicht alle hinreichend gesch\u00fctzt. In der \u00f6konomischen Theorie ist dieser Effekt bekannt, alle Studierenden lernen ihn sp\u00e4testens bis zum dritten Semester; manche lehren ihn im H\u00f6rsaal und unterschlagen ihn dann in der Corona-Diskussion. Aber die gro\u00dfe Mehrheit der B\u00fcrger ahnte durchaus, dass die individuelle Infektionsschutzperspektive ein anderes Verhalten nahelegt als die Makroperspektive des gesamten Infektionsgeschehens, und zwar deshalb: Zwar kann sich jeder einzelne nach Ma\u00dfgabe seiner individuellen Risikoabsch\u00e4tzung vor einer Infektion sch\u00fctzen \u2013 sofern er sich nicht gerade im Krankenhaus befindet, in einem Pflegeheim wohnt, in einer KITA oder einer Schule arbeitet und so weiter. Aber den R-Faktor unter eins halten, um ein explosives Infektionsgeschehen zu verhindern, das kann man als einzelner B\u00fcrger genauso wenig, wie sich ein einzelner Tropfen sich zu einem Wasserfall machen kann. Das geht nur in koordiniertem Handeln, und hier ist die Politik gefragt.<\/p>\n<p>Dass den Leuten der Unterschied zwischen den beiden Perspektiven durchaus bewusst war und ist, erkennt man daran, dass sich seit November mindestens zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung in Umfragen f\u00fcr die Lockdown-Ma\u00dfnahmen oder sogar f\u00fcr sch\u00e4rfere Ma\u00dfnahmen aussprechen;<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> dass dieselben B\u00fcrger dann aber die bestehenden Regeln auf ihrer individuellen Ebene so weit wie nur eben m\u00f6glich ausreizen. Wir wissen aus der Forschung, dass B\u00fcrger solche Perspektivwechsel vornehmen und dass das gar nicht irrational ist: Als Individuen orientieren sie sich an ihrer eigenen Perspektive und zahlen beispielsweise mit oder ohne die Hilfe von Steuerberatern so wenig Steuern wie nur eben m\u00f6glich; als W\u00e4hler votieren dieselben Leute zugleich aber durchaus einmal f\u00fcr h\u00f6here Steuern, wenn sie n\u00e4mlich aus einer gesamtgesellschaftlichen Perspektive heraus den Sinn dahinter akzeptieren. Gleichwohl werden sie weiterhin versuchen, so wenig Steuern wie m\u00f6glich zu zahlen. Das klingt schizophren, ist es aber nicht.<\/p>\n<p>Die \u00dcberlegungen zur individuellen Infektionswahrscheinlichkeit und zur Wahrscheinlichkeit, im Falle einer Infektion zu Schaden zu kommen, beinhalten n\u00e4mlich nicht den Schaden, den jeder von uns durch die Weitergabe des Virus au\u00dferhalb des unmittelbaren pers\u00f6nlichen Umfeldes noch ausl\u00f6st. Der ist f\u00fcr einen einzelnen sehr abstrakt und noch dazu quantitativ kaum einzusch\u00e4tzen. Aber er ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Haupteffekt unvorsichtigen Verhaltens in der Pandemie. Denn die eigene Infektion verl\u00e4uft mit relativ gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit harmlos und mit noch gr\u00f6\u00dferer Wahrscheinlichkeit \u2013 im Durchschnitt 99 Prozent \u2013 nicht t\u00f6dlich. Aber sie l\u00f6st eine Kettenreaktion von weiteren Infektionen aus, und irgendwo in dieser Kette werden dann auch schwere und sogar t\u00f6dliche Verl\u00e4ufe dabei sein. Hinter dieser Kettenreaktion verbirgt sich die gesamte Infektionsdynamik, das ber\u00fcchtigte exponentielle Wachstum.<\/p>\n<p>Im Prinzip reicht ein einzelner Infizierter aus, der bei irgendeiner Reise unvorsichtig gewesen sein mag, um nach seiner R\u00fcckkehr das Virus durch zwei Drittel seiner Heimatbev\u00f6lkerung rauschen zu lassen. Wenn sogar Fachpolitiker und \u00c4rzte diese Dynamik nicht erkannten und sie besch\u00f6nigten, als sie im Sommer l\u00e4ngst im Gange war, wie soll da ein einzelner Mensch diese Folgen einsch\u00e4tzen? Da ist es f\u00fcr diesen Einzelnen durchaus vern\u00fcnftig, sich an jener Gef\u00e4hrdung zu orientieren, die sein pers\u00f6nliches Umfeld betrifft. Die ist konkret, einsch\u00e4tzbar und \u2013 relativ gering. Hier liegt die T\u00fccke.<\/p>\n<p>Die Ideologie der Querdenker beruht unter anderem auf einer unangebrachten \u00dcbertragung des wohl ber\u00fchmtesten Gedankens von Adam Smith: dass n\u00e4mlich die Gesamtgesellschaft durchaus gut damit fahren kann, wenn jeder allein sein eigenes Gl\u00fcck im Blick hat. Etwas unfreundlich ausgedr\u00fcckt, k\u00f6nnte man sagen: Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht. Das stimmt in vielen F\u00e4llen durchaus, und wo es stimmt, funktioniert es sehr viel zuverl\u00e4ssiger, als wenn man mit viel individualmoralischen Aufwand daf\u00fcr sorgen muss, dass jeder immer nur an jeweils andere zu denken hat. Aber es stimmt leider nicht immer, und in der Corona-Pandemie stimmt es \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n<p>Weil es f\u00fcr diesen spezifischen Fall \u00fcberhaupt nicht stimmt, l\u00e4sst sich das Problem nur mit verbindlichen Regeln in den Griff bekommen, an deren Einhaltung sich alle gleicherma\u00dfen binden m\u00fcssen. Und die dazugeh\u00f6rige Regelsetzung und Regeldurchsetzung kann nur politisch erfolgen, auf einer zentralen Ebene. Deshalb fragen die B\u00fcrger eine solche Politik nach, wie die Umfragewerte eindr\u00fccklich zeigen. Die individuellen B\u00fcrger handeln auf der am weitesten dezentralen Ebene. Sie wissen, dass sie dort ohne diese Politik in ihrem individuellen Risikokalk\u00fcl gefangen sind und von dort aus hilflos zuschauen m\u00fcssen, wie die Dinge aus dem Ruder laufen. Auf dieser Ebene geht es also nicht. Aber auch auf der mittleren Zentralisierungsebene der Bundesl\u00e4nder reicht es nicht. Dort handelt jeder Ministerpr\u00e4sident unter dem Druck seiner landesspezifischen Interessengruppen, so dass die landes\u00fcberschreitenden Infektionen nicht in seinen Zust\u00e4ndigkeitsbereich fallen. Am Ende ist f\u00fcr diese unter \u00d6konomen bekannten \u201espill overs\u201c schlie\u00dflich niemand zust\u00e4ndig. In der Konsequenz bleibt wieder ein gro\u00dfer Teil des Infektionsgeschehens unber\u00fccksichtigt, und deshalb sind auch mittlere Zentralisierungsebenen unzureichend.<\/p>\n<p>So finden wir also gleich zwei Erkl\u00e4rungen daf\u00fcr, warum es jedes Mal die Bundeskanzlerin war, die die l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Ma\u00dfnahmen am Ende durchgesetzt hatte: Erstens versteht sie als Physikerin wirklich, was exponentielles Wachstum ist. Zweitens w\u00e4re sie f\u00fcr das innerhalb Deutschlands umfassendste Infektionsgeschehen zust\u00e4ndig, wenn sie denn zust\u00e4ndig w\u00e4re; und das ist der Punkt, auf den es hier ankommt. Weil n\u00e4mlich die Pandemiema\u00dfnahmen aufgrund unserer Verfassung L\u00e4ndersache sind, dauerte es jedes Mal zu lange, bis sich die Bundeskanzlerin am Ende \u00fcber die ihr zur Verf\u00fcgung stehenden informellen Kan\u00e4le durchsetzen konnte. Daher erreichen wir mit einem R-Faktor von eins heute nur noch eine Stabilisierung bei rund 20.000 Infektionen t\u00e4glich. H\u00e4tten wir wenige Wochen fr\u00fcher gehandelt, h\u00e4tten wir bei denselben Einschr\u00e4nkungen und damit demselben R-Faktor eine Stabilisierung bei zum Beispiel 2.000 Infektionen erreichen k\u00f6nnen. Weil man von dort aus die Infektionswege wieder nachvollziehen kann, k\u00f6nnten die Einschr\u00e4nkungen bei gleichem R-Faktor sogar geringer sein. Und wenn wir nun noch einmal \u00fcberlegen, welche Dienste eine rigorose Nutzung der (existierenden!) Digitaltechnik dabei h\u00e4tten leisten k\u00f6nnen, dann bekommen wir eine Idee davon, wieviel Potenzial f\u00fcr eine effektivere Pandemiebek\u00e4mpfung wir noch haben.<\/p>\n<p>Daraus sollten wir lernen: Die Epidemie- oder Pandemiebek\u00e4mpfung geh\u00f6rt in einem f\u00f6deralen System nicht auf die dezentrale Ebene. Sie geh\u00f6rt auf die Ebene, die die jeweiligen Staatsgrenzen umfasst, denn dort wird erstens \u00fcber Einreisebestimmungen entschieden und zweitens \u00fcber die Regeln innerhalb der Grenzen des betreffenden Staates. (Das ist im Schengen-Raum eigentlich die EU, aber das ist noch einmal ein anderes Thema.) Schlie\u00dflich sollten wir nicht noch einmal den Fehler machen, in Pandemiezeiten auf die Nutzung der Digitaltechnik weitestgehend zu verzichten. Wenn es schon nicht ohne Einschr\u00e4nkung der B\u00fcrgerrechte geht, dann sollte das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gegen anderer B\u00fcrgerrechte abgewogen werden.<\/p>\n<p>Leider hat man in Deutschland von Mitte Juli bis Anfang November praktisch gar nichts getan, um die damalige Zeit des Durchatmens zu nutzen. Geradezu stolz war man darauf, dass man in unserem Land auf jedwede Beschr\u00e4nkungen des Datenschutzes glaubte, verzichten zu k\u00f6nnen. Jens Spahn wurde mit seinem urspr\u00fcnglichen Plan zur zentralen \u2013 wenngleich verschl\u00fcsselten (!) \u2013 Speicherung der Handy-Daten mit den inzwischen landes\u00fcblichen Emp\u00f6rungsritualen geradezu vorgef\u00fchrt. Zugleich wurde Merkels Warnung vor \u201e\u00d6ffnungsdiskussionsorgien\u201c durch den Kakao gezogen. Das ist ja erlaubt, klar, aber sachlich angemessen war es sicher nicht. Und es geht weiter: Sogar bei gr\u00f6bsten Verst\u00f6\u00dfen gegen die seinerzeit moderaten Regeln wurde wieder und wieder weggeschaut. Die Vergn\u00fcgungsmeilen der Innenst\u00e4dte waren voller Menschen, die sich dicht an dicht dr\u00e4ngten.<\/p>\n<p>Als die Folgen all dessen schlie\u00dflich un\u00fcbersehbar wurden, wurde immer noch zugewartet, z\u00f6gerlich die Schraube der Einschr\u00e4nkungen zun\u00e4chst regional nur leicht angezogen, um abermals auf Dr\u00e4ngen der Kanzlerin erst zum \u201eLockdown-light\u201c zu greifen, als die Zahl der t\u00e4glichen Neuinfektionen deutlich \u00fcber 10.000 lag. Dann musste wiederum lange die Einsicht reifen, dass man von einem derart hohen Niveau nicht binnen weniger Wochen wieder zur\u00fcckkommt, und damit war der Rest des Verlaufs vorprogrammiert \u2013 selbst ohne die j\u00fcngsten Mutationen.<\/p>\n<p>Die s\u00fcdostasiatischen Demokratien erleben gerade ebenfalls eine neuerliche Welle, obwohl sich das Niveau der Neuinfektionen auf einem Niveau bewegt, von dem wir nach wie vor nur tr\u00e4umen k\u00f6nnten. Wie schon zuvor, haben sie darauf sehr rasch und sehr durchgreifend reagiert. Ob sie damit abermals Erfolg haben werden, wissen wir nicht zuletzt angesichts der j\u00fcngsten Mutationen des Virus nat\u00fcrlich noch nicht. Bis heute sind sie aber ebenso wie Australien und Neuseeland um Kategorien erfolgreicher in der Pandemiebek\u00e4mpfung gewesen als die Staaten Europas und Amerikas, und es sieht nach wie vor nicht danach aus, als w\u00fcrde sich das grundlegend \u00e4ndern. Der bisherige Erfolg von Korea, Japan und Taiwan wird zwar gern auf eine dort vermeintlich oder tats\u00e4chlich vorherrschende Mindersch\u00e4tzung b\u00fcrgerlicher Rechte zur\u00fcckgef\u00fchrt, dessen Preis wir in unserer liberalen Gesellschaft nicht zu zahlen bereit sind. Dem mag man sich nur zu gern anschlie\u00dfen, aber das setzt voraus, dass damit er wirklich relevante Zielkonflikt wiedergeben wird. Das ist aber nicht so, zumindest nicht im Ergebnis. Denn die Einschr\u00e4nkungen ebenjener Rechte f\u00e4llt in diesen L\u00e4ndern bis heute deutlich geringer aus als bei uns. Es muss uns zu denken geben, dass unsere westlichen Demokratien in der Pandemiebek\u00e4mpfung weltweit besonders schlecht dastehen, ohne dass sie auf der anderen Seite zumindest ein Plus in Bezug auf die Bewahrung von B\u00fcrgerrechten vorweisen k\u00f6nnen. Da geht also mehr, gerade in den westlichen Demokratien.<\/p>\n<p>&#8212; &#8212; &#8212;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Die Zahl der durchschnittlich von einer infizierten Person weiter angesteckten Personen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Das rechnet sich als 100(1-0,00002)<sup>100<\/sup> bzw. 100(1-0,00002)<sup>500<\/sup>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Wer Beispiele f\u00fcr diese Argumentation sucht, sei auf den Finanzwissenschaftler Stefan Homburg verwiesen (<a href=\"http:\/\/www.stefan-homburg.de\/coronakrise.html\">www.stefan-homburg.de\/coronakrise.html<\/a>), der auch in diesem Blog geschrieben hat. Um es klar zu sagen: Es ist inakzeptabel, die Quellen von Argumenten, die man nicht teilt, zu diskreditieren oder mundtot zu machen. Manche begreifen das nie. Hier wird aus diesen Gr\u00fcnden der gebotene Weg der argumentativen Auseinandersetzung gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Stefan Homburg hat wiederholt darauf hingewiesen, dass Virus-Epidemien keinen exponentiellen, sondern einen s-f\u00f6rmigen Verlauf haben. Da hat er Recht. Denn tats\u00e4chlich folgt der Ansteckungsprozess einer (s-f\u00f6rmigen) logistischen Funktion, in der die Zuw\u00e4chse zun\u00e4chst immer gr\u00f6\u00dfer und sp\u00e4ter immer kleiner werden. Das liegt daran, dass das Virus im Verlaufe der Zeit auf immer mehr Menschen trifft, die es nicht befallen kann, weil sie schon immun sind. Das ist aber ebenso richtig wie irrelevant. Denn solange der R-Faktor gr\u00f6\u00dfer ist als eins, steigen die Infektionszahlen exponentiell. Zwar f\u00e4llt der R-Faktor entlang der logistischen Funktion, bis er irgendwann \u201evon allein\u201c unter eins liegt. Das tut er aber erst, nachdem gut ein Drittel der Bev\u00f6lkerung infiziert gewesen ist (und es dabei mindestens 250 Tsd. Todesf\u00e4lle gegeben hat). Und auch danach steigen die Infektions- und Todeszahlen weiter, nur eben nicht mehr exponentiell.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Bis auf einen, der zog sich in die Talkshows zur\u00fcck.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Am 7. Januar 2021 waren es laut ARD\/infratest schlie\u00dflich 88 Prozent (<a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend\">www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend<\/a>; abgerufen am 10. Januar 2021).<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der ersten Corona-Welle haben die Menschen unter dem Schock der Ereignisse und dem allgemeinen Unwissen \u00fcber Infektionskan\u00e4le, Infektionswahrscheinlichkeit und Letalit\u00e4t von sich aus ihre &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=28519\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201ePandemie-Bek\u00e4mpfung im Westen <br \/><font size=3; color=grey>Viel Potenzial nach oben <\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":28523,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3411,3357],"tags":[1717,3418,1703,3488,3750],"class_list":["post-28519","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infektioeses","category-pandemisches","tag-apolte","tag-corona","tag-exponentielles-wachstum","tag-lockdown","tag-r-faktor"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - 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