{"id":29194,"date":"2021-05-21T00:48:02","date_gmt":"2021-05-20T23:48:02","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194"},"modified":"2025-07-09T07:13:46","modified_gmt":"2025-07-09T06:13:46","slug":"linke-und-rechte-identitaetspolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194","title":{"rendered":"Linke und rechte Identit\u00e4tspolitik"},"content":{"rendered":"<p>Das Wort Identit\u00e4tspolitik erinnert an den rechten Rand des politischen Spektrums, und nicht ohne Grund. Man denke nur an die urspr\u00fcnglich in Frankreich gegr\u00fcndete Identit\u00e4re Bewegung, die seit knapp zehn Jahren auch in Deutschland aktiv ist. Sie weist jeder ethnischen Gruppe ihren angeblich angestammten Lebensraum zu und setzt sich f\u00fcr eine Art Re-Segregation der aus ihrer Sicht ethnisch zu plural gewordenen westlichen Gesellschaften ein. In Deutschland wird die Identit\u00e4re Bewegung als rechtextreme Gruppierung eingestuft und vom Verfassungsschutz beobachtet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich stammt der Begriff der Identit\u00e4tspolitik allerdings keineswegs von rechts. Anlass war vielmehr etwas, was man eigentlich mit Pluralit\u00e4t, Diskriminierungsfreiheit und der universellen G\u00fcltigkeit des Rechts f\u00fcr alle Mitglieder einer Gesellschaft verbindet. Nennen wir es den rechtlichen und gesellschaftlichen Universalismus. In dessen langer Entstehungsgeschichte hat sich immer wieder Unmut dar\u00fcber aufgestaut, dass es mit der Verwirklichung universell geltenden Rechts meist nur schleppend voranging. So ging es 1977 auch den Aktivistinnen des Combahee River Collective, einer Gruppe von schwarzen und lesbischen Frauen in den USA, die zugleich drei diskriminierten Gruppen angeh\u00f6rten. Ihr Unmut veranlasste sie aber nicht zu einer Verst\u00e4rkung ihres Drucks in Richtung auf universelle Rechte, sondern vielmehr zu einer Abkehr davon. In ihrem Aufruf \u201eA Black Feminist Statement\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> gingen sie weg von der Forderung, die Merkmale \u201eweiblich, schwarz, homosexuell\u201c als ebenso irrelevant f\u00fcr ihre rechtliche und gesellschaftliche Stellung zu erachten wie irgendwelche anderen Attribute.<\/p>\n<p>Stattdessen leiteten sie nunmehr aus diesen Attributen eine Identit\u00e4t ab, zu welcher nur noch sie das Recht haben sollten, Zugeh\u00f6rigkeit zu reklamieren. Zugleich verk\u00fcndeten sie, fortan allein f\u00fcr die Rechte ihrer Identit\u00e4t zu streiten und beendeten so ihren Beitrag zum gemeinsamen Engagement aller Diskriminierten f\u00fcr universelle Rechte. Andere Menschen mit anderen Attributen mochten ihre jeweilige Identit\u00e4t f\u00fcr sich definieren und daraus wiederum Forderungen nach bestimmten Rechten ableiten. Aber das sollte nicht mehr das Problem des Combahee River Collective sein. Das Black Feminist Statement wird allgemein als der Startschuss dessen gesehen, was heute als linke Identit\u00e4tspolitik bekannt ist: eine bewusste Abkehr vom gemeinsamen Streit aller Diskriminierten f\u00fcr den Universalismus.<\/p>\n<p>So sehr sich auch ihre Motive unterscheiden, so haben rechte und linke Identit\u00e4tspolitik doch eines gemein: Sie denken nicht in individuellen, sondern in kollektiven Identit\u00e4ten. Die Rechten streben eine r\u00e4umliche Trennung kollektiver Identit\u00e4ten an, w\u00e4hrend die Linken sich die Gesellschaft wie ein Meer vorstellen, in dem vielerlei Inseln kollektiver Identit\u00e4ten umherschwimmen und auf diese Weise eine Art kollektive Diversit\u00e4t der Gesellschaft erzeugen, welche gern und f\u00e4lschlich mit der Vielfalt individueller Lebensentw\u00fcrfe in einer offenen und toleranten Gesellschaft verwechselt wird. Denn der Wechsel von einer Identit\u00e4tsinsel zu einer anderen liegt keineswegs im Ermessen eines individuellen Menschen. Das kann er nicht und, wie wir noch sehen werden, darf er das auch nicht. Denn Identit\u00e4ten sind in einem gewissen Sinne exklusiv.<\/p>\n<p>Es mag Zufall sein, aber die Entwicklung linker Identit\u00e4tspolitik ging zeitlich einher mit dem Siegeszug eines wissenschaftstheoretischen Konzepts in bestimmten sozialwissenschaftlichen Kreisen. Dabei handelt es sich um den Konstruktivismus, dessen radikale Variante mit der linken Identit\u00e4tspolitik eine Art Symbiose einging. Im Sinne des radikalen Konstruktivismus gibt es strikt keine objektiven und vom jeweiligen Betrachter unabh\u00e4ngigen Wahrheiten. Vielmehr sind sie alle nur Konstruktionen, welche allein aus der jeweiligen Perspektive erkannt und anerkannt werden k\u00f6nnen, aus der sie jeweils stammen. Man mag das an einem Beispiel aus der Tierwelt illustrieren. Wer nicht \u00fcber das Ultraschallsystem der Flederm\u00e4use verf\u00fcgt, kann die \u2013 in der Regel dunkle \u2013 Welt, in der sich diese nachaktiven Tiere bewegen, nicht so wahrnehmen wie sie. F\u00fcr eine Fledermaus ist die Nachtwelt n\u00e4mlich in einem gewissen und f\u00fcr uns nicht vorstellbaren Sinne taghell. Und tats\u00e4chlich ist die Frage von hell oder dunkel keine objektive, denn es ist nur unser Gehirn, das mit Hilfe unserer Augen bestimmte Strahlen, die es nur tags\u00fcber gibt, in ein helles Bild \u00fcbersetzt. F\u00fcr andere Wesen kann das ganz anders sein. Daher ist unsere Lebenswelt tags\u00fcber tats\u00e4chlich nicht objektiv hell, sondern nur in der Wahrnehmung von Menschen und vielen Tieren.<\/p>\n<p>Diese unbestrittenen Einsichten \u00fcbertr\u00e4gt der radikale Konstruktivismus nun aber k\u00fchn auf alle Formen von Wahrnehmungen und definiert so seinen h\u00f6chst umstrittenen relativistischen Wahrheitsbegriff: Demnach gibt es f\u00fcr jede Sache beliebig viele gleichrangige Wahrheiten. Jede davon folgt einer von vielen m\u00f6glichen Konstruktionen von Wirklichkeit, aber jede dieser Konstruktionen ist nur aus einer bestimmten Perspektive heraus wahr. Das passt nahtlos in das identit\u00e4tspolitische Konzept. Man muss nur die Perspektive durch den Begriff Identit\u00e4t ersetzen, und schon folgt: F\u00fcr jemanden, der nicht die relevante Identit\u00e4t aufweist, ist die aus dieser Identit\u00e4t heraus gewonnene soziale Konstruktion von Wirklichkeit weder wahr noch nachvollziehbar. So wie ein Mensch nicht in die Wahrnehmungswelt einer Fledermaus hineinschl\u00fcpfen kann, so kann er auch nicht per Willensentscheid von seiner Identit\u00e4tsinsel auf eine andere wechseln. So wie die Nacht f\u00fcr Menschen wahrhaftig eine dunkle und f\u00fcr andere Wesen wahrhaftig eine helle ist, so l\u00e4sst sich eine objektive Beschaffenheit sozialer Tatbest\u00e4nde nicht unabh\u00e4ngig von der Identit\u00e4tszugeh\u00f6rigkeit des Betrachters bestimmen. Diese zun\u00e4chst sehr abstrakte Behauptung hat l\u00e4ngst praktisch greifbare Folgen, die wir alle aus \u00f6ffentlichen Diskursen kennen:<\/p>\n<ul>\n<li>Es geht in \u00f6ffentlichen Diskursen zunehmend nicht mehr darum, was jemand sagt, sondern vielmehr darum, wer es sagt. Das ist durchaus folgerichtig, denn nur aus einer bestimmten Identit\u00e4t heraus l\u00e4sst sich eine gesellschaftlich erw\u00fcnschte Wahrheit konstruieren \u2013 was immer das sein mag. Um die zu erlangen, m\u00fcssen alle Diskussionszusammenh\u00e4nge \u2013 ob Seminar, Arbeitsplatz, Talkshow oder was sonst \u2013 vor ihrer Entstehung auf die geeignete Identit\u00e4t der Teilnehmer \u00fcberpr\u00fcft werden. Damit ist klar, was nicht geht: beispielsweise eine Gruppe von Mitgliedern der aus den Attributen \u201em\u00e4nnlich, wei\u00df, \u00e4lter\u201c bestehenden Identit\u00e4t, die im Fernsehen \u00fcber Rassismus diskutiert. Kommt so etwas doch vor, so wird sofort ein Skandal daraus konstruiert, denn eine aus dieser Identit\u00e4t heraus konstruierte Wahrheit kann nicht erw\u00fcnscht sein.<\/li>\n<li>Die behauptete Unm\u00f6glichkeit, erw\u00fcnschte Wahrheiten aus ungeeigneten Identit\u00e4ten heraus zu konstruieren, erstreckt sich auch auf die kulturelle Welt und die Gef\u00fchlswelt. Daher gibt es vor allem in den USA inzwischen verbreitet lautstark vorgetragene Forderungen, Charaktere aus bestimmten Identit\u00e4ten in Film oder Theater nur noch von Angeh\u00f6rigen ebenjener Identit\u00e4ten spielen zu lassen. So wird skandalisiert, wenn ein afro-amerikanischer Sklave von einem wei\u00dfen Schauspieler gespielt wird; oder, wenn ein Homosexueller von einem Heterosexuellen gespielt wird; oder eine Frau von einem Mann. Die Forderungen werden teils durch lautstarke Aktionen und \u00f6ffentliche Boykottaufrufe untermauert.<\/li>\n<li>Unter dem Begriff der \u201ekulturellen Aneignung\u201c definiert linke Identit\u00e4tspolitik einen neuen Tatbestand illegitimen Verhaltens. Ansatzpunkt ist ein tats\u00e4chliches Unrecht: der von westlichen Kolonialherren in gro\u00dfem Stil betriebenen Kunstraub, dessen Diebesgut skandal\u00f6ser Weise bis heute in unseren Museen zu bewundern ist. Um den Tatbestand der kulturellen Aneignung zu konstruieren, werden die geraubten Kunstsch\u00e4tze nun aber mit kollektiven Kulturmerkmalen, Traditionen und Gebr\u00e4uchen gleichgesetzt, welche im Gegensatz zu den Kunstsch\u00e4tzen niemals irgendwelchen Menschen geh\u00f6rt haben. Daher hat der daraus konstruierte Tatbestand der kulturellen Aneignung mit Kunstraub schon im Ansatz nichts zu tun. Dennoch wird daraus mit bisweilen militantem Nachdruck gefolgert, dass sich niemand mehr kulturelle Gebr\u00e4uche oder Merkmale fremder Identit\u00e4t zu eigen machen d\u00fcrfe. So ist es seit einiger Zeit beispielsweise ein bedenklicher Akt kulturelle Aneignung, wenn ein Europ\u00e4er Rasta-Locken tr\u00e4gt oder die Kleidung indigener V\u00f6lker. Vor nicht allzu langer Zeit galt man damit noch als besonders weltoffen und kultursensibel. Das ist vorbei. Schon wurden in den USA nicht-asiatische Kantinenbetreiber bedroht und zu \u00f6ffentlichen Entschuldigungen gen\u00f6tigt, weil sie es gewagt hatten, asiatische Wok-Gerichte anzubieten; und von wei\u00dfen Amerikanern betriebene Yoga-Schulen wurden wegen kultureller Aneignung attackiert \u2013 nicht etwa von Indern, sondern von anderen wei\u00dfen Amerikanern.<\/li>\n<li>Schlie\u00dflich wurde das vermeintliche Recht der Mitglieder jedweder Identit\u00e4ten entwickelt, von identit\u00e4tsfremden Wahrheiten, Gebr\u00e4uchen, Redewendungen oder sozialen Umgangsformen unbedingt verschont zu bleiben, weil alles das angeblich zu schwerwiegenden Verletzungen ihrer Identit\u00e4tszugeh\u00f6rigkeit f\u00fchrt. Dies gilt vor allem an Schulen und Universit\u00e4ten, wo zwangsl\u00e4ufig die verschiedensten Identit\u00e4ten zusammenkommen, was aus universalistischer Sicht eigentlich gar nicht genug begr\u00fc\u00dft werden k\u00f6nnte. Aber dass Frauen mit der Logik von M\u00e4nnern konfrontiert werden, ist nun kaum mehr zumutbar; oder dass Angeh\u00f6rige bestimmter Minderheiten mit teils jahrhundertealten Schriften von Klassikern konfrontiert werden, welche damals verbreitete und diskriminierende Klischees noch nicht als solche erkannt hatten, ist ihnen auch dann nicht zuzumuten, wenn es um die betreffenden Textstellen gar nicht geht. Diese Haltung linker Identit\u00e4tspolitik ist nat\u00fcrlich Wasser auf die M\u00fchlen rechter und religi\u00f6s-fanatischer Gruppen, die sie sofort gern und ausgiebig auch f\u00fcr sich reklamieren. Folgerichtig klagten sie \u2013 manchmal unter dem Applaus linker Identit\u00e4tspolitiker \u2013, dass Muslime mit den liberalen Grunds\u00e4tzen der Kultur ehemaliger westlicher Kolonialherren in unzumutbarer Weise \u00fcberw\u00e4ltigt w\u00fcrden, noch dazu mit den dazugeh\u00f6rigen Vorstellungen zum Geschlechterverh\u00e4ltnis. Da f\u00e4llt so manche Feministin zwischen zwei Identit\u00e4tsinseln ins kalte Wasser. Von bestimmten Unterrichtseinheiten und erst Recht vom Sportunterricht will man seine Kinder befreien, um deren Identit\u00e4t nicht zu gef\u00e4hrden. Und um alles das sicherzustellen, gibt es an amerikanischen Universit\u00e4ten l\u00e4ngst sogenannte \u201eSafe Spaces\u201c, in die sich jeder Angeh\u00f6rige der jeweiligen Identit\u00e4ten zur\u00fcckziehen kann, um sich vor den als \u201eMikroaggressionen\u201c umgedeuteten Meinungsdiskursen ebenso wie vor der Pluralit\u00e4t des Universit\u00e4tslebens zu sch\u00fctzen. Gemeinsame Seminare werden so irgendwann unm\u00f6glich, zumal klassische Literatur voll ist von \u00dcbergriffen gegen die Unverletzlichkeit der Identit\u00e4t: ihre Auffassungen, ihre genderunsensible Sprache, ihre Rollenklischees, ihre Unbefangenheit gegen\u00fcber dem in ihrer Zeit \u00fcblichen Kolonialismus oder gar der Sklaverei \u2013 das h\u00f6ren und lesen zu m\u00fcssen, ist unertr\u00e4glich und schreit nach Auszeit im Safe Space. Wie soll es auch ein US-Sch\u00fcler mit afro-amerikanischen Wurzeln ertragen, Texte von und \u00fcber Thomas Jefferson und George Washington lesen zu m\u00fcssen, der beide selbst Sklavenhalter waren? Gar nicht, und dabei merkt man nicht einmal, dass man den Betroffenen die F\u00e4higkeit abspricht, diese Dinge historisch einzuordnen. Stattdessen empfiehlt man ihnen die Flucht in Safe Spaces, wo sie freilich sogleich mit Islamisten, Kreationisten und sonstigen Opponenten der offenen Gesellschaft zusammentreffen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vielen gutmeinenden Streitern f\u00fcr Gerechtigkeit und Gleichstellung ist die konzeptionelle Unvereinbarkeit von Identit\u00e4tspolitik mit dem Streit f\u00fcr die G\u00fcltigkeit universeller Rechte und Toleranz offenbar nicht klar. Deshalb handeln sie oft in den besten Absichten und glauben, f\u00fcr Toleranz, Offenheit und Gleichheit zu streiten, wenn sie \u00fcberall Verst\u00f6\u00dfe gegen den Respekt vor kollektiven Identit\u00e4ten wittern, vermeintliche Grenz\u00fcbertritte laut klagend anprangern und \u00f6ffentliche Entschuldigungen fordern, wo es nichts zu entschuldigen gibt. Beklagenswerter Weise knicken die fast immer zu Unrecht Beschuldigten unter dem \u00f6ffentlichen Druck allzu oft ein:<\/p>\n<ul>\n<li>Im Jahre 2019 entschuldigte sich in der Folge eines m\u00e4chtigen Emp\u00f6rungsrituals der kanadische Regierungschef Justin Trudeau sichtlich zerknittert \u00f6ffentlich daf\u00fcr, dass er sich 18 Jahre zuvor anl\u00e4sslich einer Art Themenparty unter dem Motto \u201eArabische N\u00e4chte\u201c das Gesicht schwarz geschminkt hatte. Dabei hatte Trudeau nur einen Sultan abgeben wollen, und viele Sultane waren von dunkler Hautfarbe. Was ist schlimm daran, wenn man erst einmal die universalistische Einsicht verinnerlicht hat, dass Hautfarbe f\u00fcr die Wertigkeit von individuellen Menschen ebenso wie f\u00fcr Kulturen bedeutungslos ist? Nichts! Aber der Punkt ist sowieso ein anderer: Dunkle Hautfarbe darzustellen, steht nach identit\u00e4tspolitischer Logik nur Dunkelh\u00e4utigen zu. Deshalb geh\u00f6rt \u201eblack facing\u201c ebenso wie \u201eyellow facing\u201c zu den schlimmsten Vergehen gegen die identit\u00e4tspolitische Sittenlehre. Denn f\u00fcr linke Identit\u00e4tspolitiker ist Haut gerade kein unwichtiges Detail mehr, sondern ein essentielles Identit\u00e4tsmerkmal. Es m\u00fcsste sie eigentlich stutzig machen, dass rechte Identit\u00e4tspolitiker das immer schon so gesehen haben.<\/li>\n<li>Die gr\u00fcne Politikerin Bettina Jarasch entschuldigte sich \u00f6ffentlich, nachdem sie in einem Video-Interview im Rahmen des Landesparteitags der Gr\u00fcnen im M\u00e4rz 2021 erz\u00e4hlt hatte, als Kind den Berufswunsch des \u201eIndianerh\u00e4uptlings\u201c gehegt zu haben. W\u00e4hrend sie sich \u00f6ffentlich entschuldigte und ihre \u201eunreflektierte Wortwahl\u201c ebenso wie ihre \u201eunreflektierten Kindheitserinnerungen\u201c reum\u00fctig bedauerte, wurde ihre \u00c4u\u00dferung aus dem Video geschnitten und durch einen verschwurbelten Hinweis dar\u00fcber ersetzt, dass an dieser Stelle eine herabw\u00fcrdigende Bezeichnung einer Volksgruppe verwendet worden sei. Nur hatte die kindliche Bettina bei ihren Indianerspielen gewiss nicht die indigene Bev\u00f6lkerung vor Augen, die man respektvollerweise in der Tat heute so bezeichnen sollte, wie sie das w\u00fcnschen. Vielmehr kannte die kleine Bettina nur ein Kunstprodukt, dessen Helden in dieser Form \u00fcberhaupt nur in Filmen und Geschichten existierten \u2013 und die hie\u00dfen dort Indianerh\u00e4uptlinge. Diese Kunstfiguren ihrer Kindheit in einem Interview so in Erinnerung zu rufen, wie sie damals hie\u00dfen, ist nichts, wof\u00fcr sich irgendjemand zu entschuldigen h\u00e4tte.<\/li>\n<li>Im Dezember 2020 musste sich die franz\u00f6sische Modedesignerin Isabel Marant \u00f6ffentlich daf\u00fcr entschuldigen, dass sie sich f\u00fcr ihre neue Kollektion von traditionellen Farbmustern indigener V\u00f6lker aus Mexiko hatte inspirieren lassen, und im April 2020 entschuldigte sich die Dessous-Marke Berlei \u00f6ffentlich daf\u00fcr, dass sie in ihrer Kollektion Farbmuster verwendet hatte, welche an jene der von australischen Aborigines erinnert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Liste l\u00e4sst sich beliebig fortf\u00fchren. Wer mag, gebe nur die Worte \u201eEntschuldigung\u201c und \u201ekulturelle Aneignung\u201c in seine Suchmaschine ein. Die Liste wird lang sein. Dass Kultur, Sprache und auch Wissenschaft immer auf vorgefundenen Mustern aufbauen, die man in mal mehr und mal weniger origineller Weise neu kombiniert und durch eigene Ideen erg\u00e4nzt, kann kein vern\u00fcnftiger Mensch bestreiten. Es ist ein Segen, dass wir Menschen das k\u00f6nnen. Der gesamte wissenschaftliche Fortschritt beruht ebenso darauf wie die immer neue und oft wunderbare Bl\u00fcten treibende Kunst und Kultur. Oft schon wurde beklagt, dass letzteres immer mehr vom Westen dominiert werde, und diese Klagen haben durchaus ihre Berechtigung. Wenn es also gl\u00fccklicherweise einmal anders herum verl\u00e4uft, dann wird das aber gleich wieder beanstandet und mit dem frei erfundenen Tatbestand der kulturellen Aneignung delegitimiert. Dieser Widerspruch l\u00e4sst sich nur auf eine Weise aufl\u00f6sen: alle Kultur, alle Kunst und alle Wissenschaft hat strikt auf ihrer jeweiligen Identit\u00e4tsinsel zu bleiben.<\/p>\n<p>Das sehen auch die rechten Identit\u00e4tspolitiker so. Ihnen ist v\u00f6llig klar, was sie da fordern. Aber wieso merken die linken Identit\u00e4tspolitiker nicht, worauf ihre Ideen hinauslaufen? Die Welt ist gro\u00df und wir k\u00f6nnen uns nur w\u00fcnschen, dass kreative Menschen sie mit offenen Augen erkunden, Inspirationen aufnehmen, sie verbreiten und zu Neuem weiterentwickeln; und wenn dabei bisweilen Dinge wie eine mit Pommes Frites belegte Pizza oder \u00fcberbackener D\u00f6ner herauskommen, so ist auch das in Ordnung. Man mag es ja m\u00f6gen oder nicht. Aber es ist nie bei solch profanen Dingen geblieben. Sollten in solchen Zusammenh\u00e4ngen pers\u00f6nliche Urheberrechte verletzt werden, dann gibt es die M\u00f6glichkeit, zu klagen, und daf\u00fcr gibt es Gerichte. Und wenn es weniger betuchten Menschen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage oder ihrer Herkunft oder sonstiger Merkmale nicht m\u00f6glich ist, ihre Rechte zu erstreiten, dann ist das nicht in Ordnung, dann muss man das \u00f6ffentlich machen und dagegen vorgehen. Genau davon war \u00fcber Jahrhunderte der Streit f\u00fcr universelle Rechte motiviert. Aber Kulturen und Gebr\u00e4uche unter Urheberrechtsschutz zu stellen, hat damit gar nichts zu tun. Es ist eine absurde Verirrung, die auf der Gleichsetzung von Dingen beruht, die unterschiedlicher nicht sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>H\u00e4tten in den 1960er Jahren schon die Ma\u00dfst\u00e4be moderner linker Identit\u00e4tspolitik gegolten, so h\u00e4tten sich Musiker wie Eric Clapton, Jeff Beck oder die Rolling Stones und sogar die Beatles bei den Nachfahren der schwarzen Sklaven aus dem Mississippi-Delta \u00f6ffentlich daf\u00fcr entschuldigen m\u00fcssen, dass sie deren herzzerrei\u00dfende Klage- und Liebeslieder mit Hilfe elektrischer Gitarren neu interpretierten und damit spektakul\u00e4re Erfolge feierten. Was f\u00fcr eine widerliche kulturelle Aneignung! Dagegen sind die Dessous von Berlei eine Kleinigkeit (sind sie eh). Heute h\u00e4tten Eric Clapton und all die anderen ihre Taten voller Scham \u00f6ffentlich zu bereuen und mit tiefer Demut zu schw\u00f6ren, sie niemals zu wiederholen. Dumm nur, dass die Welt \u00e4rmer w\u00e4re ohne diese vermeintlichen Kunstr\u00e4uber, und so steht zu bef\u00fcrchten, dass wir in Deutschland neben der Klassik vermutlich noch immer Marschmusik h\u00f6ren w\u00fcrden. Das d\u00fcrfte dann wiederum die rechten Identit\u00e4tspolitiker freuen.<\/p>\n<p>Der eigentliche Skandal liegt deshalb ganz woanders. Nicht darin, dass vier alte wei\u00dfe M\u00e4nner im Fernsehen \u00fcber Rassismus diskutieren; nicht darin, dass ein kanadischer Politiker sich einst als Sultan verkleidet und dazu sein Gesicht schwarz geschminkt hat; nicht darin, dass eine Politikerin sich \u00f6ffentlich an ihren Kindertraum von der Kunstfigur eines Indianerh\u00e4uptlings erinnerte; und gewiss liegt der Skandal nicht darin, dass sich Modesch\u00f6pfer, Musiker und sonstige Kreative weltweit Inspirationen holen und entweder unver\u00e4ndert \u00fcbernehmen oder zu neuen Kreationen fortentwickeln.<\/p>\n<p>Der eigentliche Skandal ist vielmehr die Tatsache, dass diese frei erfundenen Missetatbest\u00e4nde zum Anlass genommen werden, die \u201eT\u00e4ter\u201c zu \u00f6ffentlichen und dem\u00fctigenden \u201eEntschuldigungen\u201c zu n\u00f6tigen und ihnen bei Unbotm\u00e4\u00dfigkeit mit gesellschaftlicher Vernichtung zu drohen. Wenn wir das alles zu Ende denken, dann entsteht vor unseren Augen eine Welt, die alles andere ist als getragen von freier und individueller Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung, von Toleranz und vor allem von Respekt gegen\u00fcber den verschiedensten Menschen mit ihren jeweils unterschiedlichen kulturellen, famili\u00e4ren und pers\u00f6nlichen Hintergr\u00fcnden. Denn kollektive Identit\u00e4ten sind nichts als von Menschen geschaffene gedankliche Konstrukte, die selbst gar nichts empfinden k\u00f6nnen. Respekt und Toleranz k\u00f6nnen nur Menschen empfinden. In einer toleranten und weltoffenen Gesellschaft sind allein sie dazu befugt, Identit\u00e4t zu bestimmen; ihre ganz pers\u00f6nliche Identit\u00e4t n\u00e4mlich, in welche sie in freier Willensentscheidung die einzigartige Vielfalt ihrer ganz spezifischen kulturellen, famili\u00e4ren und sozialen Erfahrungen ebenso einflie\u00dfen lassen wie die unverwechselbaren St\u00e4rken, Schw\u00e4chen, Talente, W\u00fcnsche und Tr\u00e4ume ihrer individuellen Pers\u00f6nlichkeit.<\/p>\n<p>Identit\u00e4tspolitik dagegen definiert exklusive und kollektive Identit\u00e4ten, denen man im Zweifel gegen seinen Willen zugeordnet wird und von denen man umgekehrt ausgeschlossen bleibt, wenn man die n\u00f6tigen Attribute nicht nachweisen kann. Wie letzteres geschehen soll, ist bislang ins Ermessen der selbsternannten Identit\u00e4tsw\u00e4chter gestellt. Die linke Feministin und bekennende Universalistin Caroline Fourest merkt dazu sarkastisch an, dass man zwangsl\u00e4ufig irgendwann auf Gentests wird zur\u00fcckgreifen m\u00fcssen. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> So absurd ist diese Folgerung nicht. Denn wie sonst sollte man hinreichende asiatische, afro-amerikanische oder indigene Identit\u00e4t nachweisen, um sich beispielweise f\u00fcr die Rolle in einem Theaterst\u00fcck zu qualifizieren?<\/p>\n<p>Identit\u00e4tspolitik hat das Potenzial, im Namen der Toleranz eine Gesellschaft der Intoleranz, im Namen der Gleichstellung eine Gesellschaft der Diskriminierung, im Namen der Diversit\u00e4t eine Gesellschaft identit\u00e4rer Segregation und im Namen kultureller Offenheit eine Gesellschaft engstirniger kollektiver und exklusiver Identit\u00e4ten zu schaffen. Rollen in Film, Theater oder H\u00f6rspiel d\u00fcrfen in einer solchen Welt nur noch mit Identit\u00e4tsnachweis \u00fcbernommen werden, \u00fcber bestimmte Ethnien darf nur noch forschen, wer deren Identit\u00e4t aufweist, Probleme bestimmter Minderheiten darf nur noch diskutieren, wer diesen Minderheiten angeh\u00f6rt. Musik, Mode und Kunst muss sich stets vor den W\u00e4chtern der kulturellen Provenienz rechtfertigen und bei Missachtung \u00f6ffentlich und dem\u00fctig Bu\u00dfe tun. Das alles ist keine dunkle Zukunftsvision, das alles ist bereits heute Realit\u00e4t, und am meisten ausgerechnet an den Orten, an denen der freie Austausch von Gedanken und Ideen selbstverst\u00e4ndlich sein sollte! Aber Identit\u00e4tspolitik von rechts und von links hat noch weit mehr Potenzial. Deshalb sind gerade Linke und erst Recht solche, die sich als linksliberal verstehen, aufgefordert, zu sehen, was viele von ihnen nicht sehen wollen: nicht zuletzt, dass linke Identit\u00e4tspolitik rechter Identit\u00e4tspolitik auf tragische Weise direkt in die H\u00e4nde spielt.<\/p>\n<p>&#8212; &#8212; &#8212;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Siehe Combahee River Collective (1978), A Black Feminist Statement, in: Alison Jaggar; Paula Rothenberg, Hrsg., Feminist Frameworks, New York: McGraw Hill.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Caroline Fourest (2020), Generation Beleidigt. Von der Sprachpolizei zur Gedankenpolizei. \u00dcber den wachsenden Einfluss linker Identit\u00e4rer, Berlin: Edition Tiamat.<\/p>\n\n\n<p><strong>Podcast zum Thema:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29265\">Identit\u00e4tspolitik: Belastung f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft?<\/a> Dr. J\u00f6rn Quitzau (Berenberg) im Gespr\u00e4ch mit Prof. Dr. Thomas Apolte (WWU)<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wort Identit\u00e4tspolitik erinnert an den rechten Rand des politischen Spektrums, und nicht ohne Grund. Man denke nur an die urspr\u00fcnglich in Frankreich gegr\u00fcndete Identit\u00e4re &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eLinke und rechte Identit\u00e4tspolitik\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":29198,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3829],"tags":[1717,3832],"class_list":["post-29194","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-identitaeres","tag-apolte","tag-identitaetspolitik"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Linke und rechte Identit\u00e4tspolitik - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Linke und rechte Identit\u00e4tspolitik - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Das Wort Identit\u00e4tspolitik erinnert an den rechten Rand des politischen Spektrums, und nicht ohne Grund. Man denke nur an die urspr\u00fcnglich in Frankreich gegr\u00fcndete Identit\u00e4re &hellip; \u201eLinke und rechte Identit\u00e4tspolitik\u201c weiterlesen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2021-05-20T23:48:02+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-07-09T06:13:46+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/identit\u00e4t1-1.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"713\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"951\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Thomas Apolte\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Thomas Apolte\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"1\u00a0Minute\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194\"},\"author\":{\"name\":\"Thomas Apolte\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/3b36691204a293818fa3afb1ea0ce724\"},\"headline\":\"Linke und rechte Identit\u00e4tspolitik\",\"datePublished\":\"2021-05-20T23:48:02+00:00\",\"dateModified\":\"2025-07-09T06:13:46+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194\"},\"wordCount\":3377,\"commentCount\":2,\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/identit\u00e4t1-1.png\",\"keywords\":[\"Apolte\",\"Identit\u00e4tspolitik\"],\"articleSection\":[\"Identit\u00e4res\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194\",\"name\":\"Linke und rechte Identit\u00e4tspolitik - Wirtschaftliche Freiheit\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/identit\u00e4t1-1.png\",\"datePublished\":\"2021-05-20T23:48:02+00:00\",\"dateModified\":\"2025-07-09T06:13:46+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/3b36691204a293818fa3afb1ea0ce724\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/identit\u00e4t1-1.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/identit\u00e4t1-1.png\",\"width\":713,\"height\":951},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Linke und rechte Identit\u00e4tspolitik\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/\",\"name\":\"Wirtschaftliche Freiheit\",\"description\":\"Das ordnungspolitische Journal\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/3b36691204a293818fa3afb1ea0ce724\",\"name\":\"Thomas Apolte\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thomas_apolte.jpg\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thomas_apolte.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thomas_apolte.jpg\",\"caption\":\"Thomas Apolte\"},\"description\":\"Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=22\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Linke und rechte Identit\u00e4tspolitik - Wirtschaftliche Freiheit","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Linke und rechte Identit\u00e4tspolitik - Wirtschaftliche Freiheit","og_description":"Das Wort Identit\u00e4tspolitik erinnert an den rechten Rand des politischen Spektrums, und nicht ohne Grund. Man denke nur an die urspr\u00fcnglich in Frankreich gegr\u00fcndete Identit\u00e4re &hellip; \u201eLinke und rechte Identit\u00e4tspolitik\u201c weiterlesen","og_url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194","og_site_name":"Wirtschaftliche Freiheit","article_published_time":"2021-05-20T23:48:02+00:00","article_modified_time":"2025-07-09T06:13:46+00:00","og_image":[{"width":713,"height":951,"url":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/identit\u00e4t1-1.png","type":"image\/png"}],"author":"Thomas Apolte","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Thomas Apolte","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"1\u00a0Minute"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194"},"author":{"name":"Thomas Apolte","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/3b36691204a293818fa3afb1ea0ce724"},"headline":"Linke und rechte Identit\u00e4tspolitik","datePublished":"2021-05-20T23:48:02+00:00","dateModified":"2025-07-09T06:13:46+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194"},"wordCount":3377,"commentCount":2,"image":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/identit\u00e4t1-1.png","keywords":["Apolte","Identit\u00e4tspolitik"],"articleSection":["Identit\u00e4res"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194","name":"Linke und rechte Identit\u00e4tspolitik - Wirtschaftliche Freiheit","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/identit\u00e4t1-1.png","datePublished":"2021-05-20T23:48:02+00:00","dateModified":"2025-07-09T06:13:46+00:00","author":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/3b36691204a293818fa3afb1ea0ce724"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#primaryimage","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/identit\u00e4t1-1.png","contentUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/identit\u00e4t1-1.png","width":713,"height":951},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29194#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Linke und rechte Identit\u00e4tspolitik"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/","name":"Wirtschaftliche Freiheit","description":"Das ordnungspolitische Journal","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/3b36691204a293818fa3afb1ea0ce724","name":"Thomas Apolte","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thomas_apolte.jpg","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thomas_apolte.jpg","contentUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thomas_apolte.jpg","caption":"Thomas Apolte"},"description":"Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=22"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29194","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29194"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29194\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40758,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29194\/revisions\/40758"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/29198"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29194"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29194"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29194"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}