{"id":30595,"date":"2022-03-11T00:30:23","date_gmt":"2022-03-10T23:30:23","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=30595"},"modified":"2022-03-11T06:59:55","modified_gmt":"2022-03-11T05:59:55","slug":"gastbeitrag-wirtschaftliche-freiheit-die-industrielle-revolution","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=30595","title":{"rendered":"<font size=3; color=grey>Gastbeitrag <\/font><br\/>Wirtschaftliche Freiheit: Die Industrielle Revolution"},"content":{"rendered":"<p>Industrialisierung und Massenwohlstand geh\u00f6ren zusammen. Die Bezeichnung \u201eIndustrielle Revolution\u201c weist auf die weltgeschichtliche Bedeutung der Ver\u00e4nderungen hin, die allerdings weder gezielt noch \u00fcber Nacht geschahen, sondern sich \u00fcber Jahrzehnte entwickelten. Industrialisierung und das neu entstehende Wirtschaftssystem des Kapitalismus beendeten die bis dahin vorherrschende Subsistenzwirtschaft und ein durch Geburt determiniertes Leben in einem Stand. Zu neuen K\u00f6nigen stiegen die Anbieter von G\u00fctern auf, die ihren Mitmenschen massenhaft eine Verbesserung des Lebens boten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Begriffskl\u00e4rung und \u00dcberblick: Industrialisierung und Kapitalismus<\/strong><\/p>\n<p>Unter Industrialisierung wird historisch der soziale, technische und wirtschaftliche Wandel verstanden, der sich in Europa von der Mitte der 18. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erstreckte. Aus der Agrar- wurde die Industriegesellschaft. Ein Kennzeichen war das Fabriksystem, in dem maschinell statt handwerklich G\u00fcter in Lohnarbeit produziert wurden. Arbeitsteilung und Spezialisierung, Rationalisierung und Massenproduktion, fortw\u00e4hrender technischer Fortschritt und das Entstehen von anonymen M\u00e4rkten weit \u00fcber den lokalen Raum hinaus sind weitere Kennzeichen der Industrialisierung.<\/p>\n<p>Mit der Industriegesellschaft entstand die Arbeiterklasse. Lohnarbeit wurde zum Massenph\u00e4nomen. Die vielfach prek\u00e4ren Lebens- und Arbeitsverh\u00e4ltnisse f\u00fcr M\u00e4nner, Frauen und Kinder warfen die soziale Frage auf. Die unqualifizierten Heerscharen von Arbeitskr\u00e4ften, darunter Frauen, Kinder und Jugendliche, \u00fcbten selbst Druck auf die L\u00f6hne aus. Ideologien entstanden und wurden als Lebenshilfe verstanden. Umweltverschmutzung und Wohnungselend geh\u00f6rten zu den negativen Begleiterscheinungen der Industrialisierung.<\/p>\n<p>Die Industrialisierung wird nicht nur als industrielle Revolution, sondern auch als institutionelle Revolution (Clemens Wischermann) verstanden. Das Regelwerk des Zusammenlebens, von Wirtschaft und Gesellschaft und auch der Politik \u00e4nderte sich grundlegend \u2013 nicht zuletzt im Vergleich zum feudalen, b\u00e4uerlichen Alteuropa, dem Jahrtausend von 800 bis 1800.<\/p>\n<p>Kapitalismus ist die Bezeichnung f\u00fcr das neue Wirtschaftssystem, zu dessen Merkmalen individuelle Eigentumsrechte und dezentrale Entscheidungsstrukturen geh\u00f6ren. Kapital, vor allem in Sachg\u00fctern wie Maschinen, Anlagen und Waren gebunden, und Kredite stachen als Eigenheiten der neuen Zeit hervor. Nicht allein die Verf\u00fcgbarkeit \u00fcber den Produktionsfaktor Boden bestimmte fortan die Struktur und den Entwicklungspfad der Gesellschaft, sondern zunehmend Kapital. Koordination und Produktion der Wirtschaftsaktivit\u00e4ten erfolgen seitdem \u00fcber M\u00e4rkte und Preise in einer von der Politik teilautonomen Wirtschaft \u2013 anders als in der Jahrtausende w\u00e4hrenden Naturalwirtschaft sowie seit dem Mittelalter zum Nutzen der Obrigkeit im Feudalismus und Merkantilismus.<\/p>\n<p>Fr\u00fchkapitalistische Praktiken reichen bis in die r\u00f6mische Antike und die chinesische Han-Dynastie sowie das arabische Gro\u00dfreich unter den Omajjaden und Abbasiden zur\u00fcck. Europa war ab dem 12. Jahrhundert ein dynamischer Nachz\u00fcgler (J\u00fcrgen Kocka). In dieser Sicht ver\u00e4nderte die Industrialisierung den Kapitalismus verstanden als Kaufmanns- und Handelskapitalismus.<\/p>\n<p>Die allm\u00e4hliche Expansion kapitalistischer Praktiken vom 16. bis 18. Jahrhundert und die europ\u00e4ische Kolonialisierung, begleitet von der Aufkl\u00e4rung, l\u00e4sst allm\u00e4hlich ein kapitalistisches Welthandelssystem entstehen. Die Produktion tritt als Neuerung zu Agrarwirtschaft und Handel hinzu.<\/p>\n<p>Als Kampfbegriff ist Kapitalismus fr\u00fch negativ belegt. Das f\u00fchrt noch im 19. Jahrhundert zu absurden Verdrehungen wie die Schm\u00e4hung des Manchester-Kapitalismus, der den Hunger besiegte und dessen Wortf\u00fchrer Richard Cobden mit ungez\u00e4hlten Statuen als \u201eChampion of the Poor\u201c in England verehrt wurde (Detmar Doering).<\/p>\n<p>Mit Ludwig von Mises lassen sich die revolution\u00e4ren Ver\u00e4nderungen politik\u00f6konomisch wie folgt auf den Punkt bringen: \u201eTatsache ist, dass es in einem kapitalistischen System letzten Endes die Verbraucher sind, die Befehle geben. Der Souver\u00e4n ist nicht der Staat, sondern das Volk.\u201c (Vom Wert der besseren Ideen)<\/p>\n<p><strong>Umw\u00e4lzungen: eine neue Welt <\/strong><\/p>\n<p>Die revolution\u00e4re Ver\u00e4nderung der Lebensverh\u00e4ltnisse wird im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung deutlich, etwa im Jahr 1750. Damals lebten 80-90% der Menschen auf dem Land als Bauern in D\u00f6rfern. Die Natur beeinflusste ihr Leben und ihr Sterben erheblich, insbesondere durch die Auswirkung auf die Ernte und \u00fcber Infektionskrankheiten. Hungersn\u00f6te traten immer wieder auf, in industrialisierten Staaten zu Friedenszeiten nicht mehr. Die Landbev\u00f6lkerung betrieb eine Subsistenzwirtschaft. 90% des Handels fand in St\u00e4dten und deren unmittelbarer Umgebung statt. Fernhandel war eine st\u00e4dtische Ausnahme, wie schon zuvor durch die Hanse. Um 1750 setzte ein Verarmungstrend ein, bedingt durch eine wachsende Bev\u00f6lkerung bei stagnierender Produktivit\u00e4t der Landwirtschaft. Die Zahl der pauperisierenden Bauern und Besitzlosen nahm weithin sichtbar zu.<\/p>\n<p>Die weltgeschichtliche Bedeutung der Industrialisierung wird auf Grafiken sichtbar. Die gesch\u00e4tzte Entwicklung der Weltbev\u00f6lkerung begann erst mit der Industrialisierung um 1750 exponentiell zu steigen. In Deutschland wuchs die Bev\u00f6lkerung, abgesehen von den beiden gro\u00dfen Einbr\u00fcchen Pest und Drei\u00dfigj\u00e4hriger Krieg, sukzessive bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, um dann ebenfalls exponentiell zu wachsen. Bemerkenswerterweise nahm der Waldbestand in der Industrialisierung nicht mehr nennenswert ab. Zuvor war das Bev\u00f6lkerungswachstum noch mit zunehmenden Rodungen verbunden gewesen (siehe Abbildung 1).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/vp.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/vp.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Die Entwicklung des Pro Kopf Einkommens ist ebenfalls seit der Industriellen Revolution durch einen exponentiellen Anstieg gekennzeichnet \u2013 bei gleichzeitig exponentiellem Bev\u00f6lkerungswachstum. Zuvor fielen und stiegen die Reall\u00f6hne mit steigender und sinkender Bev\u00f6lkerung. Die malthusianische Wirtschaft mit der Diskrepanz zwischen wachsender Bev\u00f6lkerung und stagnierender Nahrungsproduktion f\u00fchrte zu sinkenden Reall\u00f6hnen sobald die Bev\u00f6lkerung wuchs und vice versa. In Deutschland bestand dieser Zusammenhang bis im fr\u00fchen 19. Jahrhundert ein Strukturbruch erfolgte. Erst in der postmalthusianischen Wirtschaft vollzog sich die Reallohnentwicklung unabh\u00e4ngig vom Bev\u00f6lkerungswachstum. Die Verdoppelung der Bev\u00f6lkerung ging mit allm\u00e4hlich steigenden Reall\u00f6hnen einher. Wesentlich war der unter neuen institutionellen Bedingungen wirksam werdende technische Fortschritt, der eine steigende Arbeitsproduktivit\u00e4t bewirkte.<\/p>\n<p>Diese Wohlstandsentwicklung ist universell. Alle L\u00e4nder auf der Welt haben mit der Industrialisierung eine exponentielle Entwicklung des Wohlstands erlebt.<\/p>\n<p><strong>Entwicklung und Merkmale<\/strong><\/p>\n<p>Der komplexe Wandel technisch-wirtschaftlicher Entwicklungen und gesellschaftlich-sozialer Ver\u00e4nderungen begann in England um 1750 und breitete sich von West- nach Osteuropa aus \u2013 mit starken Aufholeffekten bei \u00f6konomischer R\u00fcckst\u00e4ndigkeit (Alexander Gerschenkron).<\/p>\n<p>F\u00fcr einen \u00dcberblick lassen sich technische Neuerungen respektive Leittechnologien und wesentliche Wirtschaftszweige der Industrialisierung(en) z.B. in Abschnitten von 50 Jahren gliedern.<\/p>\n<p>1800: mechanischer Webstuhl \u2013 Dampfschiffe, Kohle und Eisentechnologie<\/p>\n<p>1850: Eisenbahn \u2013 Telegrafie, Zement, Fotografie<\/p>\n<p>1900: Elektrifizierung \u2013 Chemie, Auto, Aluminium<\/p>\n<p>1950: Elektronik \u2013 Fernsehen, Nukleartechnologie, Kunststoffe, Computer<\/p>\n<p>Zu den Merkmalen der Industrialisierung z\u00e4hlt neben dem technischen Fortschritt ein Anstieg der landwirtschaftlichen Produktivit\u00e4t, der die Prognose von Malthus zu einem Fehlschlag machte, ferner die Kapitalbildung und der Anstieg der Kapitalrentabilit\u00e4t nicht zuletzt bedingt durch Wettbewerb. Der Einfluss des Staates wirkte durch einen Abbau von Restriktionen und einen Aufbau von Infrastruktur.<\/p>\n<p>Der Industrialisierung voraus ging die Proto-Industrialisierung, auch Pre-, Vor- oder Fr\u00fchindustrialisierung genannt. Knut Borchardt bezeichnet das Aufkommen neuer Handelstechniken, moderner Betriebs- und Unternehmensformen sowie Methoden der betrieblichen Planung und Kontrolle seit dem Mittelalter als \u201ekommerzielle Revolution\u201c. Diese regional gepr\u00e4gte Entwicklung begann ab dem Sp\u00e4tmittelalter und bestand in einer teilweise massenhaften Produktion gewerblicher Erzeugnisse f\u00fcr \u00fcberregionale, internationale M\u00e4rkte mit statischer Technologie und mechanischer Energie. Sie wurde organisiert von Kaufleuten und Verlegern, die vielfach in Heimarbeit, mittels m\u00fcndlicher Vertr\u00e4ge als Nebenerwerb, und in Manufakturen kleinere Massenproduktionen f\u00fcr einen anonymen Markt und nicht mehr auf Bestellung anfertigen lie\u00dfen. Dabei investierten sie in Maschinen, Vorr\u00e4te und den Transport, zugleich nutzten sie billige Arbeitskr\u00e4fte, um Gewinn zu erzielen. \u201eDie Verleger vereinigten in ihrer Person mehrere F\u00e4higkeiten, die im fr\u00fchen Industriezeitalter von Bedeutung waren: Markt- und Profitorientierung, Kenntnisse der Kapitalrechnung, Erfahrungen mit den Produktionsmethoden und der arbeitsteiligen Produktion.\u201c urteilt Marcel Boldorf. Dementsprechend f\u00f6rderten sie die Produktivit\u00e4t, trieben die Arbeitsteilung voran, versch\u00e4rften die Produktkontrolle. Daraus konnten sich industrielle Unternehmer entwickeln. Zwischen 1800 und 1913 stammten zum Beispiel 85 der westf\u00e4lischen Textilindustriellen aus Kaufmanns-, Verleger- und Fabrikfamilien.<\/p>\n<p><strong>Regionale Transformation<\/strong><\/p>\n<p>Vorindustrialisierung und Industrialisierung waren kein fl\u00e4chendeckendes, sondern vor allem ein regionales Ph\u00e4nomen. Als regionale Fr\u00fchstarter gelten in Deutschland das Rheinland, das K\u00f6nigreich Sachsen, zudem Schlesien, als Nachz\u00fcgler das Gro\u00dfherzogtum Hessen und W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>In Deutschland spielte die Leichtindustrialisierung eine wichtige Rolle, im Textilsektor mit Chemnitz als Powerhouse der s\u00e4chsischen Baumwollindustrie und Motor der regionalen Transformation. Die Maschinenfabrik des Unternehmers Richard Hartmann in Chemnitz z\u00e4hlte zu den wichtigsten Arbeitgebern im K\u00f6nigreich Sachsen. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die Magedeburger R\u00fcbenzucker-Hersteller. Sie erfuhren w\u00e4hrend der Kontinentalsperre einen ersten Aufschwung und waren die Pioniere des Aktienwesens bereits um 1800. Die Magedeburger B\u00f6rde konnte ihre F\u00fchrungsposition in der Zuckerherstellung bis 1860 sogar noch auf zwei Drittel der gesamten deutschen Zuckerherstellung ausbauen, was wiederum den Maschinenbau nach sich zog. Halle war einer von vielen Industriedistrikten, in denen sich Know-how und Do-how verdichteten.<\/p>\n<p>Die exportorientierte Vorindustrialisierung wurde bis Mitte des 19. Jahrhunderts abgel\u00f6st durch eine binnenwirtschaftliche Dominanz mit einem Konsumenten orientierten Gewerbe.<\/p>\n<p>In der regionalen Transformation wird das Boserupsche Wachstum anschaulich sichtbar. Nach Ester Boserup hatte die Zunahme der Bev\u00f6lkerung eine doppelt positive Wirkung: Die Ausweitung des Arbeitsangebots und k\u00fcrzere Wege zwischen den Siedlungen mit einer F\u00f6rderung der Diffusion von Innovationen. Diese Erkl\u00e4rung tritt neben das Smithsche Wachstum. Nach Adam Smith spielen Arbeitsteilung und Marktausweitung, die mit Produktivit\u00e4tssteigerungen einher gehen, eine entscheidende Rolle. Kapitalbildung und steigende Kapitalrentabilit\u00e4t lassen sich f\u00fcr das 19. Jahrhundert belegen, auch durch Investitionen in produktivere Bereiche. Die Einf\u00fchrung von Gasbeleuchtung in den 1830er Jahren in Gro\u00dfbritannien erm\u00f6glichte beispielsweise Nachtschichte und somit eine effizientere Kapitalnutzung. In Preu\u00dfen flossen zwischen 1816 und 1922 nur 2% des j\u00e4hrlich investierten Kapitals in die Industrie und die Masse von 70% in die Agrarwirtschaft. Das \u00e4nderte sich erst um 1850.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass die neuere Forschung auf die lediglich begrenzten Folgen der deutschen Nationalstaatsbildung 1871 und einer staatlichen Zentralisierung hinweist. Zwar l\u00e4sst sich parallel zur Reichsgr\u00fcndung der \u00dcbergang zu modernem industriellem Wirtschaftswachstum beobachten mit rund 1,5% pro Kopf pro Jahr, zudem ein stetiger Anstieg des Reallohns. Allerdings spielten vorangehende Entwicklungen und Trends mit einer institutionellen Modernisierung zugunsten von Marktwirtschaft und Freihandel daf\u00fcr die entscheidende Bedeutung.<\/p>\n<p><strong>Erkl\u00e4rung der Ursachen<\/strong><\/p>\n<p>Die Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze der Industrialisierung lassen sich in zwei Str\u00e4nge gliedern:<\/p>\n<p>a) \u00f6konomische Erkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren die regionale Industrialisierung und die Bev\u00f6lkerungszunahme als parallele, korrelierte Angebots- und Nachfragefaktoren, ferner Produktivit\u00e4tssteigerungen der Landwirtschaft mit einer besser ern\u00e4hrten, kaufkr\u00e4ftigeren Bev\u00f6lkerung. Weitere Aspekte sind die fr\u00fche Exportorientierung und der wirtschaftliche Wettbewerb in Europa, au\u00dferdem eine Kapitalbildung beim Aufbau von Industrien im Unterschied zum merkantilistischen Feudalismus einschlie\u00dflich entstehender F\u00fchrungssektoren.<\/p>\n<p>Das 19. Jahrhundert l\u00e4sst als Verkehrsrevolution begreifen mit voranschreitender Integration und Globalisierung sowie abnehmenden Transferkosten und sich ausgleichenden Preisen.<\/p>\n<p>b) staatlich-politische Erkl\u00e4rungen<br \/>\nAusgehend von Umw\u00e4lzungen in Wissenschaft, Religion, Politik und Recht waren beabsichtigte und unbeabsichtigte Verwaltungsma\u00dfnahmen wesentlich. In Gro\u00dfbritannien wurden zwischen 1760 und 1850 Restriktionen aufgehoben oder entsch\u00e4rft. In Deutschland gelten als Meilensteine die Bauernbefreiung (1811, abgeschlossen 1848), die Gewerbefreiheit (1806 in Preu\u00dfen) und die Aufhebung des Konzessionswesen (1810\/11) sowie das preu\u00dfische Zollgesetzt (1818) mit einem gro\u00dfen, einheitlichen Wirtschaftsgebiet ohne Binnenzoll. Genannt werden au\u00dferdem Freiz\u00fcgigkeit bei der Einwanderung, eine politische Mitsprache des Gewerbes, die staatliche finanzielle Gewerbef\u00f6rderung und Investitionen in die Infrastruktur (Stra\u00dfen, Wasserwege, Br\u00fccken, Eisenbahnverbindungen). Schlie\u00dflich sei der politische Wettbewerb zwischen den (Klein)Staaten und eine entstehende Privatrechtsgesellschaft (z.B. Allgemeines Deutsches Handelsgesetzbuch, 1861) hervorgehoben.<\/p>\n<p>Die Industrialisierung in Europa war kein Zufall. Auf dem Kontinent kamen mehrere beg\u00fcnstigende Faktoren zusammen. Dazu geh\u00f6rt die Vorgeschichte einschlie\u00dflich der Entdeckungsreisen in der zweiten H\u00e4lfte des 15. Jahrhunderts. Hinzu kommen die g\u00fcnstige Geographie und das Klima genauso wie Bodensch\u00e4tze und ein fruchtbarer Boden.<\/p>\n<p><strong>Die soziale Frage<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Industrialisierung werden Massenelend und unmenschliche Arbeitsbedingungen verbunden. Der Pauperismus ist indes ein der Industrialisierung vorausgehendes Ph\u00e4nomen, das die Verst\u00e4dterung forcierte und mit einem gro\u00dfen Angebot an einfachen Arbeitskr\u00e4ften einher ging. Missernten und Hungersn\u00f6te vor der eigentlichen Industrialisierung, letztmalig 1844\/46 sorgten f\u00fcr Auswanderungswellen. Empirische Daten sind rar.<\/p>\n<p>Die Lage der \u201eworking poor\u201c, das Elend der Industriearbeiterschaft einschlie\u00dflich Wohnungselend und gesundheitssch\u00e4dlicher Wohnverh\u00e4ltnisse, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts hinsichtlich der Ursachen kontrovers diskutiert, angesto\u00dfen nicht zuletzt von Friedrich Engels und Karl Marx. Bruno Hildebrand erwartete von der aufstrebenden Industrie die L\u00f6sung der sozialen Frage. R\u00fcckblickend besserte sich nach 1820 die Lage allm\u00e4hlich und das Existenzminimum von Familien war solange gesichert wie nicht Agrarkrisen als Schocks wirkten. Nach der Abschaffung der Getreidez\u00f6lle 1846 und \u00f6ffentlichen Untersuchungen \u00fcber die Wohn- und Gesundheitssituation in England begann sich die Lage ebenfalls zu verbessern. Eine Lebenserwartung von durchschnittlich \u00fcber 40 Jahren wurde in englischen Gro\u00dfst\u00e4dten indes erst um 1880 erreicht.<\/p>\n<p>Die Ausbeutungsthese gilt als widerlegt. \u201eZwischen 1790 bis 1831 \u2013 einer Zeit, in die immerhin die Krise der Revolutionskriege und der Kampf gegen Napoleon fielen \u2013 stiegen die Lebenserhaltungskosten zwar um 11%, aber die Reall\u00f6hne um ganze 43%. Gleichzeitig fiel das Bev\u00f6lkerungswachstum zwischen 1740 und 1830 in keinem Jahrzehnt unter 36,6% per Jahrzehnt. Ohne die Industrielle Revolution w\u00e4re Malthus\u2018 Szenario Realit\u00e4t geworden.\u201c urteilt Detmar Doering (Der Weg des Fortschritts).<\/p>\n<p><strong>Kritik und Vorurteile<\/strong><\/p>\n<p>Ein Unbehagen an der Industrialisierung bleibt. Albert O. Hirschmann hat auf die ambivalente Haltung von Adam Smith hingewiesen, der manche Industrieprodukte als Flitter und Tand bezeichnete. Sp\u00e4teres Unbehagen speist sich aus dem Verlust an Lebensqualit\u00e4t, konservativ-romantischen Vorstellungen und einer zeitgen\u00f6ssischen Neigung zu apokalyptischen Auffassungen. Stets macht die Perspektive den Unterschied. In S\u00fcdamerika gab es zu wenig Industrie und zu viel Konsum. In Osteuropa war es genau umgekehrt. Das Unbehagen am Kapitalismus speist sich aus diversen weiteren Motiven.<\/p>\n<p>Unbehagen sollte indes auch aufkommen, wenn das Ausma\u00df der Umw\u00e4lzungen durch die Industrielle Revolution als politisches Ideal herhalten muss. Der EU-Kommissar f\u00fcr Klimaschutz Frans Timmermanns verglich Anfang Dezember 2021 die Disruptionen, vor denen die Gesellschaft stehe, einschlie\u00dflich der f\u00fcr den Klimaschutz erforderlichen, als so umfangreich wie die der Industriellen Revolution. Eine Distanz zu derartigen \u00c4u\u00dferungen ist besonders angebracht als die wahre Industrialisierung als Freiheitsrevolution verstanden werden kann. Wirtschaftlich t\u00e4tige Menschen wurden von den Fesseln der Z\u00fcnfte und feudalen Herrscher befreit. Die Industrielle Revolution entwickelte sich ungeplant, non-zentral und emergent, anders als das manageriale Gro\u00dfbeh\u00f6rdenprojekt der EU.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich hat Friedrich August von Hayek in \u201eHistory and Politics\u201c auf die wechselseitige Beeinflussung und Pr\u00e4gung von Geschichtsschreibung und Politik hingewiesen. Das gilt gerade f\u00fcr den Mythos der Verelendung der Arbeiterschaft durch die Industrialisierung und die kapitalistische Wirtschaftsordnung. Nicht die Industrialisierung hat breite Bev\u00f6lkerungsschichten ins Elend gest\u00fcrzt. Vielmehr bestanden die zweifellos elenden Lebensumst\u00e4nde l\u00e4ngst zuvor und wurden durch die Verst\u00e4dterung nur geballt sichtbar. Tats\u00e4chlich verbesserten sich die Lebensverh\u00e4ltnisse der nachfolgenden Generationen sukzessive bei gleichzeitigem \u00dcberleben einer exponentiell wachsenden Bev\u00f6lkerung, die gerade Industrialisierung und Kapitalismus erm\u00f6glichten. Ursache und Symptome, Heilmittel und Gift wurden durch eine konservative Propaganda zur Bewahrung und Verkl\u00e4rung des Status quo ante verdreht.<\/p>\n<p>Mit Ludwig von Mises gilt f\u00fcr die Industrialisierung: \u201eEs war der Anfang der Massenproduktion, dem grundlegenden Prinzip kapitalistischer Industrie.\u201c und: \u201eEs war Massenproduktion f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Massen. Und das ist das Grundprinzip des Kapitalismus\u201c. (Vom Wert der besseren Ideen)<\/p>\n<p><strong>Liberale Lehren<\/strong><\/p>\n<p>Welche Lehren k\u00f6nnen Liberale aus der Industrialisierung und ihrer wirtschaftgeschichtlichen Erforschung ziehen? Vielleicht folgende:<\/p>\n<p>1. Demut: Viele Perspektiven sind wertvoll, um die komplexe Transformation zu verstehen, nicht allein die liberale.<\/p>\n<p>2. Details: F\u00fcr gehaltvolle Erkl\u00e4rungen braucht es eine Kenntnis der insbesondere wirtschaftsgeschichtlichen Fakten und dar\u00fcber hinaus verschiedener Erkl\u00e4rungen und der ihnen zugrunde liegenden Sachverhalte.<\/p>\n<p>3. Dezentral: H\u00e4ufig ist die regionale oder lokale Situation bedeutsam und nicht die nationale.<\/p>\n<p>4. Dauer: Eine Verbesserung der Welt ben\u00f6tigt Zeit. Die Langfrist-Perspektive macht den Unterschied, z.B. zeigt ein Vergleich der Lebensbedingungen von 1750 mit 1850 mit 1950 und 2000 wie viel bessere Lebensbedingungen die Menschen geschaffen haben.<\/p>\n<p>5. Mit einem weiteren D beginnend: De-State (wie detox): Weniger Staat und weniger Privilegien setzten Entwicklungskr\u00e4fte frei. Dazu z\u00e4hlt auch zwischenstaatlicher Wettbewerb.<\/p>\n<p>Als Quintessenz bietet sich folgende Formel an: Industrialisierung und Kapitalismus beendeten die Subsistenz-Existenz und ein durch den Geburtsstand determiniertes Leben \u2013 ohne Industrialisierung kein Massenwohlstand. Am Anfang stand die wirtschaftliche Freiheit.<\/p>\n<p>Letztlich geh\u00f6rt die Industrialisierung in die Kategorie Weltwunder der Menschheitsgeschichte.<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>Marcel Boldorf: Deutschlands Industrialisierung als regionaler Transformationsprozess: Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine Vielfalt der Wirkungskr\u00e4fte, in: Ingo K\u00f6hler, Eva-Maria Roelevink (Hg.): Transformative Moderne: Struktur, Prozess und Handeln in der Wirtschaft. Festschrift f\u00fcr Dieter Ziegler zum 65. Geburtstag, Dortmund 2021<\/p>\n<p>Detmar Doering: Mythos Manchestertum. Ein Versuch \u00fcber Richard Cobden und die Freihandelsbewegung, Berlin 2004.<\/p>\n<p>ders.: Der Weg des Fortschritts. Wie die Freiheit unser Leben verbesserte, Berlin 2013.<\/p>\n<p>Alexander Gerschenkron: Economic backwardness in historical perspective, a book of essays, Cambridge, Massachusetts 1962.<\/p>\n<p>Friedrich August von Hayek: History and Politics, in: ders. (Hrsg.): Capitalism and the Historians, Chicago 1963 (zuerst 1954), S. 3-29.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Kocka: Geschichte des Kapitalismus, M\u00fcnchen 2017.<\/p>\n<p>Ulrich Pfister, Jan-Otmar Hesse, Mark Spoerer, Nikolaus Wolf (Hg.): Deutschland 1871. Die Nationalstaatsbildung und der Weg in die moderne Wirtschaft (Die Einheit der Gesellschaftswissenschaften im 21. Jahrhundert Bd. 6), Mohr Siebeck Verlag, T\u00fcbingen 2021.<\/p>\n<p>Ludwig von Mises: Vom Wert der besseren Ideen. Sechs Vorlesungen \u00fcber Wirtschaft und Politik, M\u00fcnchen 2008.<\/p>\n<p>Clemens Wischermann und Anne Nieberding: Die institutionelle Revolution. Eine Einf\u00fchrung in die deutsche Wirtschaftsgeschichte des 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhunderts, Stuttgart 2004.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Industrialisierung und Massenwohlstand geh\u00f6ren zusammen. 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