{"id":30835,"date":"2022-04-18T00:56:34","date_gmt":"2022-04-17T23:56:34","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=30835"},"modified":"2022-04-18T06:44:11","modified_gmt":"2022-04-18T05:44:11","slug":"gastbeitrag-deutsche-energieversorgung-an-einem-historischen-wendepunkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=30835","title":{"rendered":"<font size=3; color=grey>Gastbeitrag <\/font><br\/>Deutsche Energieversorgung an einem historischen Wendepunkt"},"content":{"rendered":"<p>Trotz des langj\u00e4hrigen Ausbaus der erneuerbaren Energien ist Deutschland \u2013 wie die meisten anderen Industriel\u00e4nder der Welt \u2013 immer noch auf fossile Energietr\u00e4ger angewiesen. Deutschland importiert fast 70% seiner Energieressourcen, wobei Russland derzeit der gr\u00f6\u00dfte Lieferant von fossilen Energien ist. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat zu einem historischen Wendepunkt in der deutschen Energieversorgung gef\u00fchrt. Deutschland ist bestrebt, seine Abh\u00e4ngigkeit von Energieeinfuhren aus Russland so schnell wie m\u00f6glich zu verringern. Die jahrzehntelange energiepolitische Verbindung zwischen Deutschland und Russland, die auch in den hei\u00dfesten Zeiten des Kalten Krieges Bestand hatte, soll in den kommenden Jahren gelockert werden. Eine Renaissance dieser Energiebeziehungen ist unter dem derzeitigen politischen Regime in Russland kaum vorstellbar.<\/p>\n<p>Deutschland plant einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien, wird aber auch in LNG-Infrastrukturen zur Diversifizierung der Gasversorgung, neue Gaskraftwerke, Stromnetze, Energieeffizienz von Geb\u00e4uden, Industrieprozessen und Mobilit\u00e4tsdienstleistungen, kohlenstoffarme Heiztechnologien wie elektrische W\u00e4rmepumpen, Ladeinfrastruktur f\u00fcr Elektrofahrzeuge, Stromspeichertechnologien und Infrastrukturen zur Herstellung, zum Transport und zur Nutzung von (gr\u00fcnem) Wasserstoff in energieintensiven Industrien investieren. All diesen Zielen sind viele Grenzen gesetzt. Dazu z\u00e4hlen Kapazit\u00e4ts- und Fachkr\u00e4ftemangel im Handwerk, im Baugewerbe und bei den Herstellern von Investitionsg\u00fctern, begrenzte finanzielle Mittel auf der Ebene der Verbraucher, der Unternehmen und des Staates, der Zeitaufwand f\u00fcr Planungs- und Genehmigungsverfahren oder lokale Widerst\u00e4nde gegen Windparks, neue Kraftwerke und\/oder den Netzausbau.<\/p>\n<p>Das kurzfristige Risiko, von den russischen Gas- und \u00d6llieferungen abgeschnitten zu werden, ist im (industriellen) W\u00e4rmemarkt ausgepr\u00e4gter und weniger schwerwiegend im Stromsektor. W\u00e4hrend es sehr wahrscheinlich ist, dass die Gasversorgung bis Herbst 2022 gesichert ist, sind Engp\u00e4sse f\u00fcr den Winter 2022\/23 nicht auszuschlie\u00dfen. Die gro\u00dfen (politischen) Aufgaben auf kurze Sicht sind die Erh\u00f6hung der LNG-Importe auf europ\u00e4ischer Ebene, das Auff\u00fcllen der Gasspeicherkapazit\u00e4ten \u00fcber die Sommermonate und die Sicherung der Steinkohleversorgung. Wenn es im n\u00e4chsten Winter zu physischen Engp\u00e4ssen bei Gas kommen sollte, k\u00f6nnten nachfrageseitige Ma\u00dfnahmen ins Spiel kommen. Dazu geh\u00f6rt die planm\u00e4\u00dfige und geordnete Abschaltung von Industrieanlagen mit hohem Gasverbrauch. Der Verbrauch von Erdgas f\u00fcr Heizzwecke in privaten Haushalten w\u00fcrde gegen\u00fcber industriellen Anwendungen bevorzugt behandelt werden. Ein schnellerer Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine Konsequenz aus der aktuellen Energiekrise, aber keine kurzfristige L\u00f6sung angesichts der begrenzten M\u00f6glichkeiten auf der Angebotsseite.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Die deutsche Energiestatistik in K\u00fcrze<\/strong><\/p>\n<p>Um die historische Dimension der beabsichtigten \u00c4nderungen in der deutschen Energiepolitik zu verstehen, ist es wichtig, ein Verst\u00e4ndnis von der deutschen Energieversorgung und der Energienachfrage zu kennen. Daher er\u00f6rtern wir die wichtigsten Daten und Fakten zum deutschen Energiemarkt.<\/p>\n<p><strong>Prim\u00e4renergieverbrauch weiterhin von fossilen Energietr\u00e4gern dominiert<\/strong><\/p>\n<p>Der Prim\u00e4renergieverbrauch in Deutschland lag im Jahr 2021 bei knapp 12.200 Petajoule. Dieser Wert liegt 7,7% unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Die Folgen der COVID-19-Pandemie (verringerte Mobilit\u00e4t und gesamtwirtschaftliche Aktivit\u00e4t) wirkten sich auch 2021 noch d\u00e4mpfend aus, wenngleich der Prim\u00e4renergieverbrauch gegen\u00fcber dem Tiefstand im Jahr 2020 um 2,5% anstieg. Im vergangenen Jahr basierten 76,4% des gesamten Prim\u00e4renergieverbrauchs in Deutschland auf fossilen Energietr\u00e4gern. Mineral\u00f6l ist nach wie vor die wichtigste Energiequelle (Anteil 2021: 31,8%), gefolgt von Erdgas (26,7%), Braunkohle (9,3%) und Steinkohle (8,6%). Alle erneuerbaren Energietr\u00e4ger zusammen hatten einen Anteil von 16,1% am gesamten Prim\u00e4renergieverbrauch, wobei die Bio-energien (z.B. Holz f\u00fcr Heizzwecke und Biokraftstoffe f\u00fcr Mobilit\u00e4t) mehr als 50% des Gesamtbeitrags der erneuerbaren Energien ausmachten, gefolgt von der Windenergie. Die Kernenergie hatte im Jahr 2021 einen Anteil von 6,2% an der gesamten Prim\u00e4renergienachfrage. Es ist klar, dass fossile Brennstoffe immer noch den L\u00f6wenanteil der deutschen Energieversorgung ausmachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/energie1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/energie1.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p><strong>Struktureller R\u00fcckgang der Prim\u00e4renergienachfrage erwartet<\/strong><\/p>\n<p>Ungeachtet des Rebound-Effekts nach der COVID-19-Krise erwarten wir, dass der Prim\u00e4renergieverbrauch in Deutschland in den kommenden Jahren weiter r\u00fcckl\u00e4ufig sein wird. Daf\u00fcr sprechen weitere Fortschritte bei der Energieeffizienz und die Tatsache, dass Industriesektoren mit hohem Energiebedarf (z.B. Metalle, Chemie, Baustoffe) in Deutschland an Bedeutung verlieren d\u00fcrften. Auch durchschnittlich mildere Winter aufgrund des Klimawandels k\u00f6nnten dazu beitragen, den Prim\u00e4renergiebedarf zu d\u00e4mpfen. Dar\u00fcber hinaus soll der Prim\u00e4renergieverbrauch durch die Verringerung von Wandlungsverlusten (Abw\u00e4rme) gesenkt werden, die bei der Nutzung fossiler Energietr\u00e4ger in thermischen Kraftwerken, im Mobilit\u00e4tssektor oder bei \u00e4lteren Heizungsanlagen in Privat-haushalten entstehen, wenn die W\u00e4rme nicht anderweitig genutzt werden kann (z.B. Fernw\u00e4rme). Mit einem h\u00f6heren Anteil erneuerbarer Energien und einer st\u00e4rkeren Elektrifizierung des Strom-, Mobilit\u00e4ts- und W\u00e4rmesektors werden sich diese W\u00e4rmeverluste n\u00e4mlich verringern. Dennoch gibt es auch bei der Nutzung erneuerbarer Energien Wandlungsverluste. Ein Beispiel ist die Herstellung von gr\u00fcnem Wasserstoff und anderen synthetischen Kraftstoffen auf der Basis erneuerbarer Energien (Power-to-X, P2X).<\/p>\n<p><strong>Endenergieverbrauch: Fl\u00fcssige fossile Brennstoffe und Erdgas tragen die Hauptlast<\/strong><\/p>\n<p>Der gesamte Endenergieverbrauch lag im Jahr 2020 bei 8.340 Petajoule (f\u00fcr 2021 liegen noch keine Daten vor). Das war der niedrigste Wert seit der Wieder-vereinigung. Ausschlaggebend f\u00fcr den R\u00fcckgang des Endenergieverbrauchs war vor allem der pandemiebedingt niedrige Energieverbrauch des Verkehrssektors. Bei den Energietr\u00e4gern hatten fl\u00fcssige fossile Brennstoffe (Benzin und Diesel f\u00fcr Mobilit\u00e4t, Heiz\u00f6l) den h\u00f6chsten Anteil am gesamten Endenergieverbrauch (34%), gefolgt von Erdgas (Heizung, industrielle Prozesse) mit einem Anteil von 26,4%. Elektrizit\u00e4t, die ebenfalls eine Form von Endenergie ist, machte weitere 20,9% aus; Kohle, Gas und andere Energietr\u00e4ger, die zur Stromerzeugung verwendet werden, sind in dieser Zahl enthalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/energie2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/energie2.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Bez\u00fcglich des Energieverbrauchs nach Sektoren oder Verwendungszwecken hatten die privaten Haushalte im Jahr 2020 den gr\u00f6\u00dften Anteil am gesamten Endenergieverbrauch (28,9%), gefolgt von der Industrie (28,3%) und der Mobilit\u00e4t (27,5%). Auf Handel und Dienstleistungen entfielen die restlichen 15,3%. Vor der Coronavirus-Pandemie waren die Anteile des Mobilit\u00e4tssektors und der Industrie h\u00f6her. Es ist eine wichtige Botschaft, dass sowohl auf Raumheizung und Warmwasserbereitung (Anteil von 33%, dominiert von privaten Haushalten) als auch auf Mobilit\u00e4t jeweils ein h\u00f6herer Anteil des Endenergieverbrauchs entf\u00e4llt als auf den gesamten Stromverbrauch.<\/p>\n<p>Der Energiemix des Endenergieverbrauchs ist von Sektor zu Sektor unterschiedlich:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li>Im W\u00e4rmemarkt basieren 69,6% des Endenergieverbrauchs auf Erdgas und \u00d6l. Andere wichtige Energiequellen im W\u00e4rmemarkt sind erneuerbare Energien (haupts\u00e4chlich Holz und andere feste Bioenergien) und Fernw\u00e4rme. Nahezu 50% des aktuellen Wohnungsbestands in Deutschland werden mit Erdgas beheizt, weitere 25% mit Heiz\u00f6l. Angesichts der Langlebigkeit der Geb\u00e4ude, des Fachkr\u00e4ftemangels (Handwerk), der technischen H\u00fcrden bei \u00e4lteren H\u00e4usern und der finanziellen Restriktionen der Hausbesitzer ist ein schneller \u00dcbergang von Erdgas und \u00d6l zu alternativen Heizquellen (elektrische W\u00e4rmepumpen) f\u00fcr den Geb\u00e4udebestand unwahrscheinlich. Gas wird auf dem W\u00e4rmemarkt noch viele Jahre lang wichtig bleiben. Bei Neubauten ist die Elektrow\u00e4rmepumpe inzwischen die wichtigste Heiztechnik (Anteil von 43,9% in den ersten acht Monaten von 2021). Ziel der Bundesregierung ist es, den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien im Wohnungsmarkt zu beschleunigen (65% Anteil f\u00fcr neue Heizungsanlagen ab 2025, keine Heizungsanlagen auf Basis fossiler Brennstoffe in Neubauten) und die energetische Sanierungsrate zu erh\u00f6hen. Alle Ma\u00dfnahmen im Wohnungsmarkt sind politisch hochsensibel. Subventionen sind notwendig.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/energie3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/energie3.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li>Der Mobilit\u00e4tssektor ist nach wie vor vom Mineral\u00f6l abh\u00e4ngig. Nahezu 92% des Endenergieverbrauchs basieren auf fl\u00fcssigen fossilen Brennstoffen (Benzin und Diesel). Biokraftstoffe (6%) und Strom, der haupts\u00e4chlich im Schienenverkehr verwendet wird (1,8%), decken den Rest. Wie auf dem W\u00e4rmemarkt ist eine schnelle Umstellung auf alternative Energiequellen nicht m\u00f6glich. Das Durchschnittsalter des Pkw-Bestands in Deutschland betr\u00e4gt 10 Jahre. Eine vollst\u00e4ndige Erneuerung der derzeitigen Flotte wird mehr als 15 Jahre dauern. Die Marktanteile \u00e4ndern sich jedoch. Strengere CO2-Grenzwerte f\u00fcr Neuwagen in der EU, direkte Subventionen f\u00fcr den Kauf von Elektroautos und die finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Ausbau der Ladeinfrastruktur lassen den Marktanteil von Elektrofahrzeugen steigen. Im Jahr 2021 waren fast 14% der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland batterieelektrische Fahrzeuge. Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge hatten einen Anteil von 12,4%, aber diese Technologie verliert an politischer Unterst\u00fctzung. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Autok\u00e4ufer bereit und in der Lage sind, auf Elektroautos umzusteigen, wenn die Subventionen auslaufen. Das politische Ziel ist es, bis 2030 mindestens 14 Millionen Elektroautos auf die Stra\u00dfe zu bringen (mehr als 1 Million im Jahr 2021). Die \u00f6ffentliche und private Ladeinfrastruktur muss ausgebaut werden. Auch hier ist eine gewisse \u00f6ffentliche Unterst\u00fctzung notwendig. Letztendlich werden Elektroautos noch viele Jahre lang keine emissionsfreien Fahrzeuge sein. In anderen Bereichen des Mobilit\u00e4tssektors (wie dem Schwerlastverkehr oder der Luftfahrt) ist eine Elektrifizierung nicht m\u00f6glich oder sehr teuer. Die Abkehr vom \u00d6l im Mobilit\u00e4tssektor ist also eine Aufgabe, die M\u00fche und Geduld erfordert.<\/li>\n<li>In der Stromerzeugung waren die erneuerbaren Energien auch 2021 die wichtigste Energiequelle (Anteil von 40,5% an der Bruttostromerzeugung). Die Windkraft (On- und Offshore zusammen) lag mit einem Anteil von 20% auf Platz 1. Erdgas (Anteil 2021: 15,2%) und Steinkohle (9,3%) \u2013 mit einem hohen Importanteil Russlands (siehe unten) \u2013 sind weiterhin wichtige Energietr\u00e4ger. Erdgas soll die Zeit \u00fcberbr\u00fccken, bis die erneuerbaren Energien den L\u00f6wenanteil der deutschen Energieversorgung \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Mit der weiteren Elektrifizierung der Wirtschaft wird der j\u00e4hrliche Strom- und Gasbedarf in Deutschland steigen. Zudem wird die Spitzen-last im Stromsektor in den Wintermonaten zunehmen, wenn mehr H\u00e4user mit Elektrow\u00e4rmepumpen ausgestattet werden, mehr Industrieprozesse elektrifiziert werden und mehr Elektroautos unterwegs sind. Die Ampelkoalition er-kennt an, dass neue Gaskraftwerke, die auf den Betrieb mit Wasserstoff umgestellt werden k\u00f6nnen, notwendig sind. Unsere Kollegen aus dem Equity Research sch\u00e4tzen, dass bis 2030 mindestens 25 GW (Bestand 2020: rund 30 GW) neue Gaskraftwerkskapazit\u00e4t und 20 GW Batteriespeicherkapazit\u00e4t (2021: weniger als 1 GW) notwendig sind. Dies ist erforderlich, um die Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen, die daraus resultieren, dass Erneuerbare kurzfristig schwankungsanf\u00e4llig sind und auch im Jahresverlauf einer Saisonalit\u00e4t unterliegen. Die Sch\u00e4tzung geht davon aus, dass die Spitzenlast in Deutschland bis 2030 in den Wintermonaten 70 GW erreichen k\u00f6nnte, was unter der derzeitigen Spitzenlast von etwa 80 GW liegt. Sollte die Spitzenlast durch den verst\u00e4rkten Einsatz von Elektrow\u00e4rmepumpen, elektrifizierten Industrieprozessen, E-Mobilit\u00e4t und anderen Anwendungen deutlich ansteigen, w\u00fcrde der zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4tsbedarf bei Gaskraftwerken noch weiter zunehmen. Die Bundesregierung strebt an, dass der Anteil der erneuerbaren Energien im Stromsektor im Jahr 2035 100% erreicht (80% im Jahr 2030). Zur Erinnerung: Im Jahr 2020 hatten alle erneuerbaren Energien zusammen einen Anteil an der Bruttostromerzeugung von 40,5%. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein massiver Ausbau der installierten Leistung erforderlich: mehr als 100 GW Onshore-Windkraft bis 2030 (Bestand 2020: 54 GW), 30 GW Offshore-Windkraft bis 2030 (2020: rund 8 GW) und mehr als 200 GW Photovoltaik (2020: 54 GW). Die Botschaft ist klar: Die erneuerbaren Energien sollen massiv ausgebaut werden. Diesem Ziel sind jedoch viele Grenzen gesetzt. Dazu z\u00e4hlen z. B. Kapazit\u00e4ts- und Fachkr\u00e4ftemangel im Handwerk, im Baugewerbe und bei den Investitionsg\u00fcterherstellern, finanzielle Restriktionen, der Zeitaufwand f\u00fcr Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie lokale Widerst\u00e4nde gegen Windparks.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/energie4.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/energie4.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li>Der Endenergieverbrauch in der deutschen Industrie basiert haupts\u00e4chlich auf Erdgas (2020: 35%), Strom (31%) und Steinkohle (13%). Der industrielle Erdgasverbrauch wird von der chemischen Industrie, der Metallindustrie, der Baustoffindustrie, der Papier- und Zellstoffindustrie sowie der Lebensmittel-industrie dominiert. Der Anteil des industriellen Gasverbrauchs am gesamten deutschen Endenergieverbrauch betr\u00e4gt etwa 10%. Die gro\u00dfen deutschen Investitionsg\u00fcterhersteller (Automobil-, Maschinenbau- und Elektroindustrie) sind weniger energieintensiv und st\u00e4rker auf eine stabile Stromversorgung angewiesen. Die Abh\u00e4ngigkeit vom Erd\u00f6l hat sich in der deutschen Industrie insgesamt verringert. In einigen Industriesektoren wurde Erd\u00f6l von Erdgas verdr\u00e4ngt. So ist der \u00d6lverbrauch der chemischen Industrie in den letzten 20 Jahren um mehr als 90% gesunken. Im gleichen Zeitraum stieg der Erdgasverbrauch um mehr als 10%.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/energie5.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/energie5.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p><strong>Deutschland ist von Energieeinfuhren abh\u00e4ngig<\/strong><\/p>\n<p>Deutschland ist in hohem Ma\u00dfe von Energieeinfuhren abh\u00e4ngig. Etwa 70% aller Energietr\u00e4ger werden importiert. Dieser Anteil ist in den letzten 25 Jahren recht stabil geblieben. Deutschland importiert mehr als 90% seines Mineral\u00f6ls und Erdgases und 100% seiner Kernbrennst\u00e4be. Steinkohle wird in Deutschland nicht mehr gef\u00f6rdert. Braunkohle hingegen ist ein vollst\u00e4ndig heimischer Energietr\u00e4ger, der haupts\u00e4chlich zur (Grundlast-)Stromerzeugung genutzt wird (mit dem Nachteil hoher CO2-Emissionen pro kWh). Erneuerbare Energien k\u00f6nnen als heimische Energiequelle betrachtet werden, sobald die Anlagen in Betrieb sind. Allerdings wird Deutschland beim Ausbau der PV-Kapazit\u00e4ten weiterhin auf Importe angewiesen sein, da China der gr\u00f6\u00dfte Lieferant von PV-Anlagen und entsprechender Ausr\u00fcstung ist.<\/p>\n<p>Russland ist die mit Abstand wichtigste Quelle f\u00fcr deutsche Energieimporte. Deutschland importiert mehr als 50% seines Erdgases, rd. ein Drittel seines Mineral\u00f6ls (2021) und 57% seiner Steinkohle (2021) aus Russland. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat zu einer historischen Wende in der deutschen Energieversorgung gef\u00fchrt. Deutschland ist bestrebt, seine Abh\u00e4ngigkeit von Energieimporten aus Russland so schnell wie m\u00f6glich zu verringern. Die jahrzehntelange Energieverflechtung zwischen Deutschland und Russland, die auch in den hei\u00dfesten Zeiten des Kalten Krieges gehalten hat, soll in den kommen-den Jahren gelockert werden. Eine Renaissance dieser Energiebeziehungen ist unter dem derzeitigen politischen Regime in Russland kaum vorstellbar.<\/p>\n<p><strong>LNG gewinnt an Bedeutung \u2013 Kapazit\u00e4tsm\u00e4rkte im Aufwind?<\/strong><\/p>\n<p>Deutschland ist bestrebt, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen (Zahlen siehe oben). Dar\u00fcber hinaus wird das Land in Stromnetze, die Energieeffizienz von Geb\u00e4uden, Industrieprozessen und Mobilit\u00e4tsdienstleistungen, kohlenstoffarme Heiztechnologien wie elektrische W\u00e4rmepumpen, Ladeinfrastruktur f\u00fcr Elektrofahrzeuge, Stromspeichertechnologien und Infrastruktur f\u00fcr die Produktion, den Transport und die Nutzung von (gr\u00fcnem) Wasserstoff in energieintensiven Industrien investieren.<\/p>\n<p>All diese Ma\u00dfnahmen standen bereits vor dem Einmarsch Russlands in die\u00a0\u00a0 Ukraine auf der energie- und klimapolitischen Agenda Deutschlands. Ein neuer Schwerpunkt liegt nun auf dem Ausbau der Infrastruktur f\u00fcr Fl\u00fcssigerdgas (LNG). Die Bundesregierung plant den Bau von zwei LNG-Terminals an deutschen K\u00fcsten, die an das Gasnetz angeschlossen werden k\u00f6nnen; dies wird mindestens drei Jahre dauern. Au\u00dferdem hat Deutschland mit Katar vereinbart, in den kommenden Jahren LNG zu kaufen. Derzeit bezieht Deutschland den gr\u00f6\u00dften Teil seines Erdgases \u00fcber Pipelines (aus Russland, den Niederlanden und Norwegen). Daher ist LNG f\u00fcr Deutschland weniger wichtig. LNG hat jedoch sowohl in Europa als auch weltweit an Bedeutung gewonnen und k\u00f6nnte sich zur am schnellsten wachsenden Energieform nach den erneuerbaren Energien entwickeln. Nach Angaben von BP machte LNG im Jahr 2020 35% der gesamten europ\u00e4ischen Gasimporte aus. Ein Ausbau der LNG-Infrastruktur in Deutschland und anderen EU-L\u00e4ndern wird auch zu einer Diversifizierung der Versorgung f\u00fchren und w\u00fcrde die Gasimporte aus anderen L\u00e4ndern als Russland st\u00e4rken. Dieser Prozess wird nat\u00fcrlich Zeit brauchen, aber LNG gewinnt k\u00fcnftig an Bedeutung. L\u00e4nder mit reichen Gasvorkommen werden in die Infrastruktur f\u00fcr den LNG-Export investieren, da Gas die Kohle im Stromsektor ersetzen kann; die Reduzierung des Kohleverbrauchs ist in vielen L\u00e4ndern ein politisches Ziel. Australien, Katar und die USA sind derzeit die gr\u00f6\u00dften Produzenten und Exporteure von LNG. Auf globaler Ebene wird die Nachfrage nach LNG wahrscheinlich schneller wachsen als das Angebot. Daher wird LNG wahrscheinlich teurer bleiben als Pipelinegas. Wenn es Europa gelingt, seine Gaseinfuhren aus Russland in den kommenden Jahren zu verringern, d\u00fcrfte auch Russland seine LNG-Exporte erh\u00f6hen. China k\u00f6nnte ein wichtiger Abnehmer werden. Chinas LNG-Importe sind zwischen 2010 und 2020 um mehr als 600% gestiegen und werden weiter zunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/energie6.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/energie6.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu Deutschland: Das politische Ziel, neue Gaskraftwerke zu bauen, braucht wahrscheinlich eine Form der \u00f6ffentlichen Unterst\u00fctzung. Mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien wird deren Marktanteil an der Stromer-zeugung weiter zunehmen. Da die Grenzkosten von Windkraft und Photovoltaik nahe null liegen, werden diese wetterabh\u00e4ngigen erneuerbaren Energien bevorzugt ins Netz eingespeist. Daher wird einerseits die durchschnittliche j\u00e4hrliche Auslastung der Reservekraftwerke (in Deutschland k\u00fcnftig meist Erdgas) weiter sinken. Die deutschen Gaskraftwerke kamen bereits im Jahr 2021 auf eine durchschnittliche Auslastung von nur 32%. Andererseits braucht Deutschland diese Reservekapazit\u00e4ten, um die Stromversorgung in Zeiten der Dunkelflaute sicherzustellen oder etwa wenn die Nachfrage in kalten Wintern nicht allein mit erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. Eine unzureichende Kapazit\u00e4tsauslastung macht es f\u00fcr Investoren jedoch schwierig, neue Gaskraftwerke wirtschaftlich zu betreiben, wenn die Einnahmen nur durch den Stromverkauf erzielt werden k\u00f6nnen. Daher k\u00f6nnte die Regierung die notwendigen Investitionen durch die Schaffung eines Kapazit\u00e4tsmechanismus unterst\u00fctzen, bei dem die Betreiber von Kraftwerken f\u00fcr die Bereitstellung gesicherter Kapazit\u00e4ten entlohnt werden. Ohne Anreize f\u00fcr Investitionen in Gaskraftwerke w\u00e4re der angestrebte Ausstieg aus der Kohleverstromung bis (idealerweise) 2030 wohl nicht zu erreichen. Angesichts der derzeitigen St\u00f6rungen der Lieferketten halten wir den an-gestrebten Aufbau neuer Kapazit\u00e4ten auf dem Strommarkt bereits f\u00fcr sehr ambitioniert.<\/p>\n<p><strong>Wie Unterbrechungen der russischen Energielieferungen kompensiert werden k\u00f6nnen<\/strong><\/p>\n<p>Der Krieg in der Ukraine heizt die Diskussion dar\u00fcber an, ob Deutschland seine Energieeinfuhren aus Russland verbieten oder aussetzen sollte. Es besteht auch die Gefahr, dass Russland die Exporte nach Deutschland einstellt, obwohl das Land die Einnahmen aus dem Energieverkauf zur Finanzierung seiner \u00f6ffentlichen Ausgaben ben\u00f6tigt. Es gibt verschiedene Einsch\u00e4tzungen, wie und in welchem Umfang ein Stopp der Energieimporte aus Russland kompensiert werden k\u00f6nnte. Da die M\u00e4rkte f\u00fcr \u00d6l und Kohle auf der Angebotsseite recht diversifiziert sind, geben m\u00f6gliche physische Engp\u00e4sse bei der Gasversorgung am meisten Anlass zur Sorge.<\/p>\n<p>Im Stromsektor k\u00f6nnte als tempor\u00e4re Ma\u00dfnahme eine Substitution von Erdgas durch Kohle diskutiert werden. Steinkohlekraftwerke hatten im Jahr 2021 eine Kapazit\u00e4tsauslastung von rund 31%. Unter der Annahme, dass die Versorgung mit Steinkohle am Weltmarkt gesichert werden kann, k\u00f6nnte die Stromerzeugung auf Basis von Steinkohle erh\u00f6ht werden, um einen Verlust von Strom aus Gaskraftwerken auszugleichen; die CO2-Preise im EU-Emissionshandelssystem w\u00fcrden (bei ansonsten gleichen Bedingungen) steigen, da Steinkohle eine h\u00f6here CO2-Intensit\u00e4t als Gas hat. Eine h\u00f6here Stromerzeugung durch Fotovoltaik vor allem in den Sommermonaten k\u00f6nnte ebenfalls zur Stromversorgung und zur Entlastung beim Gasverbrauch beitragen. Das Fr\u00fchjahr und der Sommer sollten genutzt werden, um die LNG-Importe \u00fcber EU-Drittl\u00e4nder zu erh\u00f6hen und die Gasspeicherkapazit\u00e4ten in Deutschland so weit wie m\u00f6glich zu f\u00fcllen. W\u00e4hrend die Auslastung der LNG-Importinfrastruktur in der EU derzeit kein limitierender Faktor sein d\u00fcrfte, k\u00f6nnten die Export- und Transportkapazit\u00e4ten einen schnellen Anstieg der europ\u00e4ischen LNG-Importe behindern. In der \u00d6ffentlichkeit und den Medien wird auch dar\u00fcber diskutiert, ob die drei verbliebenen Kernkraftwerke in Deutschland l\u00e4nger in Betrieb bleiben sollen. Diese w\u00e4ren eine weitere Quelle der (grundlastf\u00e4higen) Stromerzeugung und k\u00f6nnten dazu beitragen, den Gaseinsatz im Stromsektor im Winter 2022\/23 zu reduzieren.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung will ein Gesetz einf\u00fchren, das zu Beginn des Winters h\u00f6here F\u00fcllst\u00e4nde der nationalen Gasspeicherkapazit\u00e4ten festlegt. Deutschland verf\u00fcgt \u00fcber Gasspeicherkapazit\u00e4ten von rund 24 Mrd. m\u00b3, die von privaten Unter-nehmen betrieben werden. Das entspricht etwa 950 Petajoule Gasspeicherkapazit\u00e4t oder 25 bis 30% des gesamten j\u00e4hrlichen Erdgasverbrauchs. Deutschland k\u00f6nnte also mit seinen Speicherkapazit\u00e4ten die Gasversorgung f\u00fcr mehrere Monate sicherstellen, wenn sie vollst\u00e4ndig gef\u00fcllt w\u00e4ren. Der tats\u00e4chliche F\u00fcllungsgrad war zu Beginn der Heizperiode 2021\/22 ungew\u00f6hnlich niedrig und ist nach wie vor gering (zuletzt etwa 25%). Dar\u00fcber hinaus scheuen die privaten Betreiber bei den aktuellen Preisen vor einer Bef\u00fcllung zur\u00fcck, da dies bei einem erneuten Preisverfall zu hohen Verlusten f\u00fchren k\u00f6nnte. H\u00f6here Gaspreise k\u00f6nnten die privaten Haushalte dazu veranlassen, Energie zu sparen, indem sie ihre Wohnraumtemperaturen senken. Dies ist ein nicht zu vernachl\u00e4ssigender Faktor, da eine Senkung der Raumtemperatur um 1\u00b0C eine Energieeinsparung von etwa 6% bedeutet.<\/p>\n<p>Zwar scheint die Gasversorgung bis Herbst 2022 gesichert zu sein, doch sind Engp\u00e4sse f\u00fcr den Winter 2022\/23 nicht auszuschlie\u00dfen. Diese Engp\u00e4sse w\u00fcrden wahrscheinlich den (industriellen) W\u00e4rmemarkt st\u00e4rker betreffen als den Strommarkt. Die gro\u00dfen (politischen) Aufgaben sind kurzfristig die Erh\u00f6hung der LNG-Importe auf europ\u00e4ischer Ebene, das Auff\u00fcllen der Gasspeicherkapazit\u00e4ten \u00fcber die Sommermonate und die Sicherung der Steinkohleversorgung. Der staatliche Einfluss auf den Energiesektor wird wahrscheinlich (weiter) zunehmen. Wenn es im n\u00e4chsten Winter zu physischen Engp\u00e4ssen bei der Gas-versorgung kommen sollte, d\u00fcrften weitere nachfrageseitige Ma\u00dfnahmen (\u00fcber freiwillige Gaseinsparungen in privaten Haushalten hinaus) zum Tragen kommen. Dazu geh\u00f6rt die planm\u00e4\u00dfige und geordnete Abschaltung von Industrieanlagen mit hohem Gasverbrauch. Der Gasverbrauch f\u00fcr Heizungsanlagen in privaten Haushalten d\u00fcrfte im Vergleich zu industriellen Anwendungen Vorrang haben. Eine Rationierung der Gasversorgung f\u00fcr energieintensive Industrien w\u00fcrde zu einem R\u00fcckgang der Industrieproduktion f\u00fchren. Die betroffenen Sektoren w\u00fcrden wahrscheinlich (teilweise) kompensiert werden. Es besteht auch die Gefahr, dass sich der seit 20 Jahren zu verzeichnende strukturelle R\u00fcckgang des Kapitalstocks in den energieintensiven Industrien (Chemie, Metall, Baustoffe, Papier) beschleunigt, wenn zu den hohen Energiepreisen und den Unsicherheiten in der deutschen Klima- und Energiepolitik auch noch physische Energieengp\u00e4sse hinzukommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/energie7.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/energie7.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p><strong>Weitere Beschleunigung des Ausbaus der erneuerbaren Energien \u2013 eine Konsequenz, aber keine kurzfristige L\u00f6sung<\/strong><\/p>\n<p>Die politische Unterst\u00fctzung f\u00fcr den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien hat angesichts der aktuellen Energiekrise zugenommen. Der FDP-Finanzminister Lindner bezeichnete die erneuerbaren Energien als \u201eFreiheitsenergien\u201c. In der Tat wird der Krieg in der Ukraine ein zus\u00e4tzlicher politischer Motor f\u00fcr einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien sein. Die oben genannten Ziele zeigen den hohen Ehrgeiz. Der Beitrag von \u201emehr und schnelleren erneuerbaren Energien\u201c zur L\u00f6sung des aktuellen Problems wird jedoch kurzfristig begrenzt sein, da gr\u00f6\u00dfere Engp\u00e4sse bei der Gasversorgung wahrscheinlich industrielle Prozesse und W\u00e4rmem\u00e4rkte betreffen werden, in denen erneuerbare Energien noch keinen Ersatz darstellen. Im Stromsektor, wo zus\u00e4tzliche Wind- und Solarkapazit\u00e4ten die Angebotsseite erweitern werden, sind die Probleme, die durch m\u00f6gliche Unterbrechungen der russischen Gasversorgung verursacht w\u00fcrden, geringer. Die erheblichen Hindernisse auf der Angebotsseite (Vorleistungsg\u00fcter und qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte) werden jedoch kurzfristig einen schnellen Ausbau der Erneuerbaren behindern und k\u00f6nnten in den kommenden Jahren sogar zu einem dauerhaften Engpass werden.<\/p>\n<p><strong>Schlussbemerkung<\/strong><\/p>\n<p>Erdgas soll die Zeit \u00fcberbr\u00fccken, bis die erneuerbaren Energien die Hauptlast der deutschen Energieversorgung tragen k\u00f6nnen. Diese Br\u00fccke k\u00f6nnte l\u00e4nger sein, als viele Beobachter derzeit erwarten. Das gilt f\u00fcr den W\u00e4rmemarkt, f\u00fcr industrielle Prozesse und f\u00fcr den Stromsektor. Es wird Jahrzehnte dauern, bis in all diesen Bereichen erneuerbare Energien und synthetische Kraftstoffe auf Basis erneuerbarer Energien die Energieversorgung vollst\u00e4ndig \u00fcbernommen haben. Wenn Deutschland die Gasimporte aus Russland reduzieren will, ist der Aufbau einer leistungsf\u00e4higen LNG-Infrastruktur gemeinsam mit europ\u00e4ischen Partnern und zuverl\u00e4ssigen globalen Lieferanten eine wichtige Aufgabe, die politisch unterst\u00fctzt werden muss. Idealerweise wird diese Infrastruktur so ausgelegt, dass sie k\u00fcnftig auch f\u00fcr Wasserstoff genutzt werden kann.<\/p>\n<p>Die aktuelle Krise zeigt, dass eine ausreichende Energieversorgung nicht als selbstverst\u00e4ndlich angesehen werden sollte. Eine langanhaltende \u00c4ra physischer Energieknappheit w\u00e4re sowohl wirtschaftlich als auch sozialpolitisch fatal. Die LNG-Infrastruktur ist Teil der Energiewende, ersetzt aber nicht den Ausbau der erneuerbaren Energien, den technologischen Fortschritt bei Energieeffizienz, Speichertechnologien, kohlenstoffarmen Mobilit\u00e4tssystemen und anderen Handlungsfeldern. Der staatliche Einfluss im Energiesektor wird wahrscheinlich ebenso zunehmen wie die \u00f6ffentliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr den geplanten \u00dcbergang. Da die wetterabh\u00e4ngigen erneuerbaren Energien nicht in der Lage sein werden, die Energieversorgung einer wachsenden Weltbev\u00f6lkerung (+80 Mio. pro Jahr) zu sichern, sind mehr F&amp;E-Ausgaben f\u00fcr kohlenstoffarme Technologien, aber auch f\u00fcr die Anpassung an den Klimawandel notwendig.<\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> Der Beitrag erschien am 30. M\u00e4rz 2022 in ver\u00e4nderter Form im Deutschland-Monitor der Deutsche Bank Research.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz des langj\u00e4hrigen Ausbaus der erneuerbaren Energien ist Deutschland \u2013 wie die meisten anderen Industriel\u00e4nder der Welt \u2013 immer noch auf fossile Energietr\u00e4ger angewiesen. 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