{"id":30970,"date":"2022-05-18T00:27:37","date_gmt":"2022-05-17T23:27:37","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=30970"},"modified":"2022-05-18T06:05:46","modified_gmt":"2022-05-18T05:05:46","slug":"gastbeitrag-ezb-plaedoyer-fuer-m3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=30970","title":{"rendered":"<font size=3; color=grey>Gastbeitrag <\/font><br\/>EZB \u2013 Pl\u00e4doyer f\u00fcr M3"},"content":{"rendered":"<p><em>Die EZB tut sich zurzeit wegen der vielen Unsicherheiten bei der Prognose der Inflation schwer mit ihren geldpolitischen Entscheidungen. Obwohl die Geldmenge wie in der Vergangenheit wertvolle Orientierung geben k\u00f6nnte, scheint die EZB die Erkenntnisse aus M3 erneut nicht zu beachten. Diese signalisieren einen kr\u00e4ftigen unterliegenden Inflationsdruck, was f\u00fcr ein z\u00fcgiges geldpolitisches Gegensteuern spricht.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mittlerweile sendet auch die EZB deutliche Signale f\u00fcr eine Zinserh\u00f6hung im Sommer. Leicht d\u00fcrfte dem EZB-Rat die Entscheidung trotzdem nicht fallen, da diese vom mittelfristigen Inflationsausblick abh\u00e4ngt \u2013 und der ist aktuell sehr unsicher.<a class=\"text-links\" href=\"https:\/\/commerzbank.bluematrix.com\/sellside\/EmailDocViewer?encrypt=f372847f-f242-40cd-b256-83c55fda2c85&amp;mime=html&amp;co=commerzbank&amp;id=norbert.berthold@uni-wuerzburg.de&amp;source=mail#FN0\"><sup>1<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Nicht nur, aber auch wegen der hohen Unsicherheit halten wir es f\u00fcr bedauerlich, dass die EZB offenbar bei ihren Analysen und Prognosen erneut auf die wertvollen Hinweise verzichtet, die sich aus der Geldmenge M3 f\u00fcr den mittelfristigen unterliegenden Inflationstrend ergeben \u2013 und die aktuell daf\u00fcr sprechen, mit der Geldpolitik z\u00fcgig gegenzusteuern.<\/p>\n<h2 id=\"h2-396e5e6b-4152-4f61-b105-9bdbba21fb27\" class=\"bm-h2\">M3 erkl\u00e4rt den Trend!<\/h2>\n<p>Solche Hinweise liefert beispielsweise ein einfaches Modell, das wir erstmals im Februar 2011 vorgestellt hatten. In ihm prognostizieren wir den Inflationstrend allein mithilfe der M3-Vorjahresrate<sup><a class=\"text-links\" href=\"https:\/\/commerzbank.bluematrix.com\/sellside\/EmailDocViewer?encrypt=f372847f-f242-40cd-b256-83c55fda2c85&amp;mime=html&amp;co=commerzbank&amp;id=norbert.berthold@uni-wuerzburg.de&amp;source=mail#FN1\">2<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Abbildung 1 zeigt den aus der M3-Entwicklung abgeleiteten Inflationstrend. Es f\u00e4llt auf, dass der Zusammenhang zwischen dem gesch\u00e4tzten Inflationstrend bis etwa 2006 enger war als nach diesem Zeitpunkt. Das lag sicherlich daran, dass ab diesem Zeitpunkt (nicht nur) der Euroraum durch verschiedene Schocks (Finanzkrise, Staatsschuldenkrise, Corona, zuletzt der russische Krieg gegen die Ukraine) ersch\u00fcttert wurde, was nicht nur die Geldpolitik der EZB vor gro\u00dfe Herausforderungen stellte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/m31.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/m31.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Der losere Zusammenhang ab 2006 bedeutet jedoch keineswegs, dass die Geldmenge keine wichtigen Erkenntnisse f\u00fcr geldpolitische Entscheidungen liefert. F\u00fcr die Geldpolitik ist der mittelfristige, unterliegende Inflationstrend entscheidend, wie die EZB selbst immer wieder betont. Und diesen liefert M3! Dabei ist es von nicht zu untersch\u00e4tzendem Vorteil, dass die M3-Vorjahresrate einen hohen zeitlichen Vorlauf vor der Inflationsrate hat, sodass sich mithilfe bereits vorhandener Daten f\u00fcr M3 der Trend der Inflation in den jeweils kommenden 1\u00be Jahren prognostizieren l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Um die These zu untermauern, dass es f\u00fcr eine geldpolitische Entscheidung nicht zwingend notwendig ist, die Inflationsentwicklung in den kommenden Jahren in jedem einzelnen Quartal gut vorherzusagen, wollen wir uns unser Modell ab 2005 noch einmal unter der Lupe anschauen. In Abbildung 2 haben wir dazu den mittels M3-Entwicklung gesch\u00e4tzten Inflationstrend in f\u00fcnf Phasen unterteilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/m32.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"claschabb1\" src=\"\/wordpress\/bilder\/m32.png\" alt=\"claschabb1\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<h2 id=\"h2-f3f434db-6898-48eb-9ff3-fa2492a9cd36\" class=\"bm-h2\">Phase (1): Inflationsgefahr<\/h2>\n<p><strong>Phase (1)<\/strong> bis etwa Ende 2008 war dadurch gekennzeichnet, dass der M3-basierte Inflationstrend oberhalb der tats\u00e4chlichen Inflationsentwicklung lag und sich die Dynamik dieses Trends im Laufe der Zeit sogar noch erh\u00f6hte. Ein Teil der Diskrepanz zwischen tats\u00e4chlicher und gesch\u00e4tzter Inflationsentwicklung ist vermutlich dadurch zu erkl\u00e4ren, dass sich die M3-Dynamik in stark steigenden Immobilienpreise in einigen Euro-L\u00e4ndern entlud. Die Immobilienpreise sind nicht in dem harmonisierten Verbraucherpreisindex, an dem sich die EZB orientiert, enthalten.<\/p>\n<p>Die Botschaft der Geldmenge in Phase (1) war also, geldpolitisch z\u00fcgig auf die Bremse zu treten. Tats\u00e4chlich hat die EZB die Leitzinsen zwischen Ende 2005 und Mitte 2008 um insgesamt 2\u00bc Prozentpunkte angehoben. M\u00f6glicherweise war dieses Vorgehen wie vom Modell signalisiert zu z\u00f6gerlich. Die Blasenbildung an den Finanzm\u00e4rkten (inklusive der Immobilienblasen in Irland und Spanien) hat die EZB in jedem Fall nicht verhindert.<\/p>\n<h2 id=\"h2-8e7fa29a-ae43-4c98-8389-9abf42e7d747\" class=\"bm-h2\">Phase (2): Disinflation<\/h2>\n<p>Nach der Lehman-Pleite im September 2008 hat die EZB ihre Geldpolitik deutlich gelockert. Der Leitzins fiel bis auf 1%, zus\u00e4tzlich f\u00fchrte die Notenbank erstmals unkonventionelle Ma\u00dfnahmen durch. In <strong>Phase (2)<\/strong> von Anfang 2009 bis Anfang 2013 signalisierte unser M3-basiertes Modell einen ausgepr\u00e4gten disinflation\u00e4ren Trend. Der Sch\u00e4tzwert f\u00fcr den Inflationstrend fiel zum Jahreswechsel 2012\/2013 sogar auf 0%.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus lag der Sch\u00e4tzwert f\u00fcr den Inflationstrend ab 2011 deutlich unter der tats\u00e4chlichen Inflationsentwicklung. M\u00f6glicherweise h\u00e4tten sich die Tauben im EZB-Rat aus den s\u00fcdlichen Euro-L\u00e4ndern, die der monet\u00e4ren Analyse \u00fcblicherweise sehr skeptisch gegen\u00fcberstehen, im Nachhinein gew\u00fcnscht, sie h\u00e4tten die M3-Entwicklung st\u00e4rker beachtet. Denn diese hat 2011 eine anhaltend expansive Geldpolitik signalisiert. Tats\u00e4chlich hat die EZB die Leitzinsen 2011 zweimal angehoben. R\u00fcckblickend haben einige Tauben diese Entscheidungen als gro\u00dfen Fehler bezeichnet.<\/p>\n<h2 id=\"h2-c5dba0ba-e34f-4735-8e86-42985bc80834\" class=\"bm-h2\">Phase (3): Im Schneckentempo aufw\u00e4rts<\/h2>\n<p><strong>Phase (3)<\/strong> ist erstens dadurch gekennzeichnet, dass der auf Basis von M3 gesch\u00e4tzte Inflationstrend die tats\u00e4chliche Inflationsentwicklung erkennbar besser nachzeichnet als in Phase (2). Zweitens zeigt der Inflationstrend ganz langsam nach oben, die Sch\u00e4tzwerte bleiben aber durchgehend unter der EZB-Zielmarke von 2%.<\/p>\n<p>Das Problem in dieser Phase war aus Sicht der EZB, dass die Notenbank zwar seit 2014 viele expansive Ma\u00dfnahmen ergriffen hatte, aber die Inflation stets niedriger als von ihr erwartet blieb, obwohl sich andere wichtige Indikatoren wie das Wachstum oder die Arbeitslosenquote teilweise sogar besser als erwartet entwickelt hatten. Folglich drohte der Notenbank ein Vertrauensverlust, weil sie einen baldigen Inflationsanstieg in Aussicht gestellt hatte, der dann trotz vieler expansiver Ma\u00dfnahmen wiederholt ausblieb. Einen solchen Vertrauensverlust h\u00e4tte sie vermeiden k\u00f6nnen, wenn sie fr\u00fchzeitig den nur sehr langsamen Aufw\u00e4rtstrend der Inflation erkannt und diesen entsprechend kommuniziert h\u00e4tte. Dies w\u00e4re mit dem M3-Modell m\u00f6glich gewesen, w\u00e4hrend sich die niedrige Inflation offenbar nicht mit den von der EZB verwendeten Ans\u00e4tzen erkl\u00e4ren lie\u00df.<sup><a class=\"text-links\" href=\"https:\/\/commerzbank.bluematrix.com\/sellside\/EmailDocViewer?encrypt=f372847f-f242-40cd-b256-83c55fda2c85&amp;mime=html&amp;co=commerzbank&amp;id=norbert.berthold@uni-wuerzburg.de&amp;source=mail#FN2\">3<\/a><\/sup><\/p>\n<h2 id=\"h2-b469c73d-d65b-4a16-a636-a7d6e919f2a8\" class=\"bm-h2\">Phase (4): Die Inflation ist zur\u00fcck<\/h2>\n<p>Die Corona-Pandemie ab M\u00e4rz 2020 l\u00e4utete <strong>Phase (4)<\/strong> ein. In ihr beschleunigte sich der M3-basierte Inflationstrend nicht nur, sondern er hat erstmals seit zehn Jahren auch wieder erkennbar \u00fcber der EZB-Zielmarke von 2% gelegen. Wir hatten damals bereits in der &#8222;<a class=\"text-links\" href=\"https:\/\/commerzbank.bluematrix.com\/sellside\/EmailDocViewer?encrypt=1887ea8d-b840-4e59-b29d-5decb931d9b8&amp;mime=html&amp;co=commerzbank&amp;id=michael.schubert@commerzbank.com&amp;source=mail\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Woche im Fokus<\/a>&#8220; vom 3. April 2020 untersucht, wie die einige Wochen vorher ausgebrochene Corona-Pandemie auf die Inflation wirken k\u00f6nnte. Genauer hatten wir unterstellt, dass die Geldmenge M3 bis zur Jahresmitte 2020 um insgesamt 1000 Mrd Euro ansteigt. Dies k\u00f6nnte die Inflation laut Modell wegen der \u00fcblicherweise langen Wirkungsverz\u00f6gerungen in den kommenden zwei bis drei Jahren tendenziell auf bis zu 3% steigen lassen. Die EZB hatte dagegen im Fr\u00fchjahr 2020 f\u00fcr das Fr\u00fchjahr 2022 eine Inflationsrate von knapp \u00fcber 1% vorhergesagt.<\/p>\n<p>Unseres Erachtens liegt die entscheidende Botschaft unseres M3-Modells in Phase (4) darin, dass die EZB den unterliegenden Inflationsdruck merklich untersch\u00e4tzt, den sie durch ihre massiven Anleihek\u00e4ufe im Rahmen des Notfall-Kaufprogramms PEPP via einer stark steigenden Geldmenge M3 erzeugt hat. Zwar best\u00e4tigt das M3-Modell, dass ein erheblicher Teil des Inflationsanstiegs wohl transitorisch ist: Schlie\u00dflich lag die Inflationsrate im Euroraum zuletzt bei 7\u00bd%, w\u00e4hrend das Modell den unterliegenden Inflationstrend rund 4 Prozentpunkte niedriger sch\u00e4tzt. Aber der Trend liegt weder unter dem 2%-Ziel (wie l\u00e4ngere Zeit von der EZB erwartet) noch sehr nahe am Zielwert (wie zuletzt von der Notenbank vermutet), sondern zumindest laut dem M3-Modell um einiges h\u00f6her. Unsere Analyse best\u00e4tigt also die Kritik nicht weniger Volkswirte, dass die EZB bisher zu z\u00f6gerlich aus ihrer sehr expansiven Politik ausgestiegen ist.<\/p>\n<h2 id=\"h2-b0dbcf35-fc64-4cee-a712-fa3001391af8\" class=\"bm-h2\">Phase (5): Inflationsdruck nur langsam geringer<\/h2>\n<p>Allerdings ist zu konstatieren, dass die M3-Dynamik in den letzten Quartalen gesunken ist. Verglichen mit dem Hochpunkt von 12,5% im Januar 2021 hat sich die M3-Vorjahresrate praktisch halbiert (M\u00e4rz-22: 6,3%). Und die Dynamik k\u00f6nnte noch etwas weiter sinken, wenn die EZB ihre Nettoanleihek\u00e4ufe wie avisiert demn\u00e4chst einstellt, und die Gesch\u00e4ftsbanken nicht entsprechend die Rolle als K\u00e4ufer von Staatsanleihen \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>In <strong>Phase (5)<\/strong> blicken wir in die Zukunft, denn auf Basis der bis M\u00e4rz-22 zur Verf\u00fcgung stehenden M3-Daten l\u00e4sst sich der unterliegende Inflationstrend bis praktisch Jahresende 2023 sch\u00e4tzen. Zwar ist der Trend tats\u00e4chlich r\u00fcckl\u00e4ufig, aber in nur so geringem Tempo, dass die gesch\u00e4tzte Rate auch Ende 2023 noch \u00fcber 3% liegt (Abbildung 2).<\/p>\n<p>Die aktuelle Botschaft von M3 lautet also, dass die EZB z\u00fcgig den Fu\u00df vom Gaspedal nehmen sollte, damit sich der Inflationstrend oberhalb des 2%-Ziels nicht durch zus\u00e4tzliche Akkommodation noch verh\u00e4rtet.<\/p>\n<h2 id=\"h2-b940fcb2-1b02-45c2-b2cb-e1be53eb6ca3\" class=\"bm-h2\">Fazit: Schaut (auch) auf M3!<\/h2>\n<p>Wir haben gezeigt, dass von der Geldmenge M3 zwar keine perfekte Inflationsprognose in jedem Quartal zu erwarten ist, M3 den f\u00fcr geldpolitische Entscheidungen relevanten unterliegenden Inflationstrend aber gut beschrieben hat.<\/p>\n<p>Gleichzeitig befindet sich die EZB gegenw\u00e4rtig in einer Situation, in der die Fehler bei den j\u00fcngsten Inflationsprognosen ungew\u00f6hnlich hoch ausfielen und die Unsicherheit \u00fcber die weitere Entwicklung weiter gro\u00df bleiben d\u00fcrfte. Um so mehr erscheint es angebracht, dass die EZB bei ihrer Analyse der k\u00fcnftigen Inflationsentwicklung die M3-Entwicklung im Unterschied zu bisher mit ber\u00fccksichtigt: Die Geldmenge spricht f\u00fcr ein z\u00fcgiges geldpolitisches Gegensteuern.<\/p>\n<p>&#8212; &#8212; &#8212;<\/p>\n<p><sup>1<\/sup> So haben EZB-Experten in einer im letzten Wirtschaftsbericht der Notenbank ver\u00f6ffentlichten <a class=\"text-links\" href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/pub\/economic-bulletin\/focus\/2022\/html\/ecb.ebbox202203_05~6d1fb8f5b0.en.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Analyse<\/a> zu den j\u00fcngsten Fehlern der Inflationsprojektionen der Bank festgestellt, dass Prognosen im gegenw\u00e4rtigen Umfeld sehr schwierig seien, weil dieses &#8222;von der volatilen Preisentwicklung bei Energierohstoffen bestimmt [wird] und sich dar\u00fcber hinaus durch die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und durch die Effekte des Wiederhochfahrens der Volkswirtschaften nach dem Wegfall der Corona-Beschr\u00e4nkungen weiter versch\u00e4rft&#8220; hat.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup> Genauer handelt es sich um ein autoregressives Modell der Inflationsrate im Euroraum, in das als einzige zus\u00e4tzliche erkl\u00e4rende Variable die Vorjahresrate des Trends der Geldmenge M3 mit einem Vorlauf von knapp 1\u00be Jahren eingeht. Der Trend von M3 wurde mithilfe eines Hodrick-Prescott-Filters ermittelt. Die Geldmenge M3 umfasst den Bargeldumlauf au\u00dferhalb des Bankensystems und t\u00e4glich f\u00e4llige Einlagen von Nichtbanken bei Gesch\u00e4ftsbanken im Euroraum, Einlagen mit vereinbarter Laufzeit bis zu zwei Jahren und Einlagen mit einer K\u00fcndigungsfrist von bis zu drei Monaten sowie Repogesch\u00e4fte, Geldmarktfondsanteile und Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup> Wir hatten der EZB deswegen basierend auf der Analyse unseres M3-Modells f\u00fcr den Inflationstrend empfohlen, mit Blick auf den Aufw\u00e4rtstrend bei der Inflation geduldig zu bleiben und dies auch zu kommunizieren, um keine falschen Erwartungen zu wecken. Vgl. &#8222;EZB: Pl\u00e4doyer f\u00fcr mehr Geduld&#8220;, Economic Insight vom 29.8.2017.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EZB tut sich zurzeit wegen der vielen Unsicherheiten bei der Prognose der Inflation schwer mit ihren geldpolitischen Entscheidungen. 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