{"id":31585,"date":"2022-09-23T00:03:08","date_gmt":"2022-09-22T23:03:08","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=31585"},"modified":"2022-10-16T18:00:35","modified_gmt":"2022-10-16T17:00:35","slug":"deutschland-und-die-zeitenwende-strukturwandel-foerdern-nicht-verhindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=31585","title":{"rendered":"Deutschland und die Zeitenwende <br\/><font size=3; color=grey>Strukturwandel f\u00f6rdern, nicht verhindern! <\/font>"},"content":{"rendered":"<p>Die Welt scheint aus den Fugen: Schon die Corona-Krise hat viele Unternehmen stark gebeutelt, in deren Folge kam es dann zum Zusammenbruch bisher als stabil geltender globaler Lieferketten, und seit dem Februar diesen Jahres f\u00fchren auch noch der Ukraine-Krieg und der damit einhergehende Wirtschaftskrieg Russlands gegen den Westen zu massiven Verwerfungen. Viele Betriebe sind jetzt mit stark steigenden Kosten insbesondere f\u00fcr Energie konfrontiert. W\u00e4hrend die Corona-Krise allm\u00e4hlich \u00fcberstanden scheint und auch die Lieferkettenprobleme zum gr\u00f6\u00dften Teil auf tempor\u00e4re Sonderfaktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, muss man davon ausgehen, dass die Zeiten niedriger Preise f\u00fcr Erd\u00f6l und Erdgas nicht nur in Deutschland dauerhaft vor\u00fcber sind. Die von Deutschland und der EU vorangetriebene Abl\u00f6sung von Rohstoffimporten aus Russland wird nur m\u00f6glich sein, wenn andere Lieferanten einspringen \u2013 aber das wird auf jeden Fall teurer als bisher, denn sonst h\u00e4tte man hierzulande ja auch schon in der Vergangenheit diese alternativen Bezugsquellen genutzt. Auch wenn der Anstieg der Energiepreise wegen der bestehenden Unsicherheiten \u00fcber die k\u00fcnftige Versorgungslage derzeit \u00fcberzeichnet sein d\u00fcrfte, muss man davon ausgehen, dass Energie nie wieder so billig sein wird wie ehedem.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dass Energie mittelfristig teurer werden w\u00fcrde, war allerdings schon mit den Klimaschutzzielen der EU und der Bundesregierung angelegt. Neu ist insoweit nicht der Preisanstieg an sich, sondern nur das Tempo (und wohl auch das Ausma\u00df) der Preissteigerungen. Insoweit hat sich die zur Verf\u00fcgung stehende Zeit f\u00fcr eine Anpassung an ver\u00e4nderte Preisstrukturen sich nunmehr deutlich reduziert. Alle Erfahrung zeigt, dass ein allm\u00e4hlicher Strukturwandel weitaus leichter zu bew\u00e4ltigen ist als ein pl\u00f6tzlicher Strukturumbruch, und dies erkl\u00e4rt wohl auch das hektische Suchen der Politik nach kurzfristigen Entlastungen nicht nur f\u00fcr die privaten Haushalte, sondern auch f\u00fcr die Unternehmen.<\/p>\n<p>Die sprunghaft gestiegenen Energiepreise bedeuten in ihrer Konsequenz, dass das Gesch\u00e4ftsmodell vieler Unternehmen pl\u00f6tzlich und unvorhergesehen in Gefahr geraten ist. Dieses beruhte in seinem Kern n\u00e4mlich h\u00e4ufig darauf, hohe Arbeitskosten in Deutschland durch einen intensiven Einsatz von Sachkapital zu kompensieren. Maschinen und andere Ausr\u00fcstungsg\u00fcter funktionieren aber nur, wenn ausreichend viel Energie (Elektrizit\u00e4t, Gas oder Benzin) zur Verf\u00fcgung steht, und die bisher angewandten Produktionstechnologien (also das Einsatzverh\u00e4ltnis von Sachkapital und anderen Produktionsfaktoren) wiederum setzen bestimmte Faktorpreisverh\u00e4ltnisse voraus. Die Energiepreissteigerungen drohen insoweit also nicht nur solche Unternehmen unrentabel zu machen, die fossile Energietr\u00e4ger als Rohstoff direkt in der Produktion einsetzen (wie zum Beispiel die Chemieindustrie), sondern sie tragen auch zu einer Entwertung des Kapitalstocks in vielen anderen Produktionsbereichen bei. Betroffen sind dabei naturgem\u00e4\u00df vor allem jene Wirtschaftszweige, die viel Energie einsetzen. Dies sind \u2013 ausweislich der amtlichen Input-Output-Tabellen \u2013 nicht nur Branchen des Verarbeitenden Gewerbes, sondern auch der Verkehrssektor, der Einzelhandel oder das Gastgewerbe. Damit drohen Produktionseinschr\u00e4nkungen oder gar Unternehmensaufgaben in sehr vielen Wirtschaftszweigen. Das wiederum k\u00f6nnte sehr umfassend die Wertsch\u00f6pfungsketten in Deutschland negativ beeinflussen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann ein einzelnes Unternehmen versuchen, die steigenden Kosten durch Erh\u00f6hung der Absatzpreise zu kompensieren. Aber fraglich ist, ob diese Strategie in der Breite tr\u00e4gt: Bei international gehandelten G\u00fctern sind die Preiserh\u00f6hungsspielr\u00e4ume begrenzt, weil damit ein Verlust an preislicher Wettbewerbsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber konkurrierenden Anbietern aus dem Ausland einhergeht, sofern diese nicht in gleichem Ma\u00dfe von steigenden Energiepreisen betroffen sind. Bei nur regional gehandelten G\u00fctern ist dies zwar nicht der Fall, doch k\u00f6nnen auch hier die Preise nicht beliebig erh\u00f6ht werden, unter anderem wegen der Wettbewerbssituation auf den jeweiligen M\u00e4rkten und \u2013 gesamtwirtschaftlich \u2013 weil die Kaufkraft der privaten Haushalte aufgrund des Energiepreisanstiegs deutlich zur\u00fcckgegangen ist. Und in ihrer Gesamtheit werden die Unternehmen wohl auch die Preise nicht in erforderlichem Ausma\u00df erh\u00f6hen k\u00f6nnen, weil das die Gewerkschaften dazu animieren d\u00fcrfte, kaufkraftsichernde L\u00f6hne durchzusetzen \u2013 was den Kostendruck nochmals erh\u00f6hen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Insoweit werden die Unternehmen versuchen m\u00fcssen, die Art und Weise ihrer Produktion anzupassen, also mit einem geringeren Energieeinsatz<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> zu produzieren, um die Entwertung ihres Kapitalstocks zu verhindern. Dies kann \u00fcber einen effizienteren Einsatz von Energie geschehen, oder auch durch Anpassungen der Produktionstechnologie.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> W\u00e4hrend ersteres vermutlich auch kurzfristig m\u00f6glich ist, wenn auch nur mit begrenzter Wirkung, ben\u00f6tigt eine Umstellung der Produktionstechnologie mehr Zeit und ist zudem mit zus\u00e4tzlichen Kosten verbunden. F\u00fcr die Gesamtwirtschaft ist es dar\u00fcber hinaus auch m\u00f6glich, bestimmte (energieintensive) Vorleistungsg\u00fcter im eigenen Land gar nicht mehr zu produzieren, sondern sie aus dem Ausland kosteng\u00fcnstiger zu importieren.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Die Substitutionsm\u00f6glichkeiten sind daher in einer makro\u00f6konomischen Sichtweise deutlich h\u00f6her als in einer einzelwirtschaftlichen Betrachtung.<\/p>\n<p>Auch wenn in vielen F\u00e4llen zumindest mittelfristig eine Umstellung an die ver\u00e4nderten Preisrelationen erfolgen kann, werden wohl nicht alle Unternehmen diese Anpassung auch schaffen, weil es mit zus\u00e4tzlichen Kosten verbunden ist. Diese Unternehmen werden also vom Markt verdr\u00e4ngt: Sei es \u00fcber die \u201efreiwillige\u201c Einstellung des Gesch\u00e4ftsbetriebs in der Erwartung fortlaufender Verluste oder \u00fcber den Eintritt von Zahlungsunf\u00e4higkeit, sei es \u00fcber einen R\u00fcckgang der Nachfrage als Folge von Substitutionsprozessen seitens der Konsumenten oder verringerter gesamtwirtschaftlicher Kaufkraft. Zumindest f\u00fcr die \u201eGrenzanbieter\u201c, also jene, die schon jetzt nur mit M\u00fche am Markt \u00fcberleben k\u00f6nnen, d\u00fcrfte es daher schwierig werden. Dies bedeutet nicht, dass sich die Versorgungslage auf den entsprechenden M\u00e4rkten verschlechtern wird (im Zweifel wird ausfallendes Angebot im Inland durch importiertes Angebot ersetzt), wohl aber, dass die heimische Produktion auf den betreffenden M\u00e4rkten zur\u00fcckgeht und dass die Nachfrager einen h\u00f6heren Preis zu zahlen haben.<\/p>\n<p>Derzeit \u00fcberwiegt in vielen Unternehmen wohl noch die Hoffnung, dass die Krise nur vor\u00fcbergehend ist und danach alles wieder so werden wird wie fr\u00fcher. Das k\u00f6nnte sich aber als Fehleinsch\u00e4tzung entpuppen. Manches spricht zwar daf\u00fcr, dass die Energiepreise nicht dauerhaft auf dem aktuellen Niveau verharren werden: Mit dem weiteren Ausbau regenerativer Energien in Europa k\u00f6nnte der Bedarf an der Nutzung von (teuren) Gaskraftwerken sinken, vor allem dann, wenn es gelingt, leistungsf\u00e4hige Speichertechnologien f\u00fcr Strom zu entwickeln; wenn die F\u00f6rderung von Erdgas in L\u00e4ndern au\u00dferhalb Russlands gesteigert wird, <a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> wird es auch m\u00f6glich sein, den Ausfall russischer Gasliefern zu kompensieren; wenn es gelingt, energieeffizientere Produktionstechnologien einzuf\u00fchren, wird auch die Energienachfrage insgesamt sinken. Aber all das ist nicht kurzfristig zu realisieren, und selbst dann werden die Energiepreise zuk\u00fcnftig eher h\u00f6her sein als in der Vergangenheit, weil dann eben teurere Quellen genutzt werden m\u00fcssen. Wenn dies zutrifft, so \u00e4ndert dies nichts an der grunds\u00e4tzlichen Notwendigkeit zur Anpassung von Produktionstechnologien oder -strukturen, sondern nur am Ausma\u00df und der Geschwindigkeit der Anpassungsnotwendigkeiten.<\/p>\n<p>Manch ein Unternehmen hofft zudem wohl auch, dass der Staat mit \u00dcberbr\u00fcckungshilfen in Form von Liquidit\u00e4tszusch\u00fcssen, mit staatlich gedeckelten Energiepreisen oder mit der Gew\u00e4hrung von Kurzarbeitergeld die Krise abzufedern hilft; die Politik sch\u00fcrt diese Hoffnungen gerade auch. Aber \u00dcberbr\u00fcckungshilfen der genannten Art sind eben nur dann sinnvoll, wenn davon ausgegangen werden kann, dass es sich um eine tempor\u00e4re Krise handelt und die Unternehmen danach auch wieder aus eigener Kraft agieren k\u00f6nnen. Wenn hingegen davon ausgegangen werden muss, dass die Energiepreise dauerhaft hoch bleiben, die Br\u00fccke also ins Nichts f\u00fchrt, sind solche staatliche Hilfen nichts anderes als Erhaltungssubventionen f\u00fcr Unternehmen, die langfristig nicht \u00fcberleben k\u00f6nnen. Liquidit\u00e4tshilfen, wie sie derzeit diskutiert werden, k\u00f6nnten deshalb f\u00fcr lange Zeit notwendig werden und damit nicht nur den Staat \u00fcberfordern, sondern auch zur Konservierung \u00fcberkommener Strukturen beitragen. Deswegen weist auch die Bundesregierung in ihren regelm\u00e4\u00dfigen Subventionsberichten<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>\u00a0 ausdr\u00fccklich auf die problematischen Nebenwirkungen von Erhaltungssubventionen hin und h\u00e4lt diese h\u00f6chstens zur vor\u00fcbergehenden Abmilderung von Marktbereinigungsprozessen oder zur Vermeidung von negativen externen Effekten<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> f\u00fcr zul\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Und da der k\u00fcnftige Gleichgewichtspreis f\u00fcr Energie heute nicht bekannt ist, verbieten sich auch L\u00f6sungen wie ein H\u00f6chstpreis f\u00fcr Energie: Wenn er zu hoch ist, kann er Unternehmensschlie\u00dfungen nicht verhindern; wenn er zu niedrig ist, werden auch Unternehmen gesch\u00fctzt, die langfristig nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig sind. Abgesehen davon, sind Preiseingriffe auch ordnungspolitisch h\u00f6chst bedenklich und direkten Transfers immer unterlegen.<\/p>\n<p>Sinnvoll erscheinen vor diesem Hintergrund allein Hilfen, die die Unternehmen bei ihrer Anpassung an h\u00f6here Energiepreise unterst\u00fctzen. Diese k\u00f6nnen zum Beispiel als Investitionshilfen f\u00fcr die Umstellung auf eine energiesparende Produktionstechnologie ausgestaltet werden. Da auf mittlere Sicht die Energiepreise wegen der ambitionierten und seit langem in Gesetzesform fixierten Klimaschutzziele aber ohnehin gestiegen w\u00e4ren und dies den Unternehmen auch bekannt ist, w\u00e4ren diese so auszugestalten, dass damit nur die beschleunigte Anpassung unterst\u00fctzt w\u00fcrde. Ansonsten w\u00fcrden n\u00e4mlich nur ohnehin erforderliche bzw. geplante Ma\u00dfnahmen subventioniert, was man wohl als Mitnahmeeffekt einzuordnen h\u00e4tte. Insoweit sind auch nicht Zusch\u00fcsse, sondern Kredithilfen das Mittel der Wahl, auch um einen zus\u00e4tzlichen Anreiz f\u00fcr erfolgversprechende Restrukturierungsma\u00dfnahmen zu setzen. Die Erfahrung lehrt jedenfalls, dass Subventionszahlungen ohne strikte Konditionierung, zeitliche Begrenzung und\/oder R\u00fcckzahlungsverpflichtungen eben keinen Anreiz f\u00fcr eine Anpassung setzen, sondern den Wettbewerb verzerren und im Zweifel lediglich einen allf\u00e4lligen Marktaustritt hinausz\u00f6gern.<\/p>\n<p>Wenn die voranstehende Analyse zutrifft, steht Deutschland nicht nur vor einer letzten Endes vor\u00fcbergehenden konjunkturellen Abschw\u00e4chung, sondern vor einer dauerhaften Ver\u00e4nderung der bestehenden Produktionsstrukturen bzw. Produktionstechnologien. Problem ist dabei nicht so sehr der Strukturwandel an sich, sondern allein die Geschwindigkeit, in der sich dieser vollzieht. Das wird f\u00fcr diejenigen, die sich nicht rechtzeitig anpassen k\u00f6nnen, mit H\u00e4rten verbunden sein. Aber auch wenn einzelne Unternehmen oder gar ganze Produktionszweige in Deutschland aufgegeben werden m\u00fcssen, ist dies nicht der Weltuntergang, denn gerade dies er\u00f6ffnet auch Chancen f\u00fcr die Entstehung neuer Produktionsstrukturen. Strukturwandel ist keine Einbahnstra\u00dfe. In schrumpfenden Sektoren werden L\u00f6hne und Preise sinken, so dass hierdurch Ressourcen freigesetzt werden, die anderweitig besser einzusetzen sind. Und selbst wenn es an dieser Stelle zynisch klingen mag, wird damit auch ein Beitrag zur Linderung des demographisch bedingten Arbeitskr\u00e4ftemangels geleistet, der auf mittlere Sicht ohnehin die Wachstumsperspektiven in Deutschland ged\u00e4mpft h\u00e4tte. Gerade weil die Energiepreise wohl weltweit steigen werden und Deutschland als ein ressourcenarmes Land (komparative) Vorteile bei technologiegetriebenen Produktionen hat, besteht die Aussicht, mit der Entwicklung von innovativen Ersatzl\u00f6sungen f\u00fcr energieintensive Produktionen neue Produktionslinien aufbauen kann, die auch dabei helfen, die Schrumpfung einzelner Produktionsbereiche auszugleichen. Falsch w\u00e4re es nur, wenn man dies aus falsch verstandener F\u00fcrsorge f\u00fcr die vom Strukturwandel negativ betroffenen Bereiche ungewollt unterbinden w\u00fcrde. Denn auch das Geld, was hierf\u00fcr aufgebracht werden muss, fehlt dann an anderer Stelle.<\/p>\n<p>&#8212; &#8212; &#8212;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Denkbar ist auch der Einsatz anderer, relativ billigerer Energietr\u00e4ger; allerdings d\u00fcrfte auch dies in der Regel Anpassungen der Produktionstechnologie erfordern.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Siehe dazu die Sammlung von Beispielen durch Ben Moll, https:\/\/mobile.twitter.com\/ben_moll\/status\/1555468515448164352.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Ben Moll, Supplement to \u201cWhat If? &#8230;\u201d: Real-World Examples of Substitution<\/p>\n<p>and Substitution in the Macroeconomy, https:\/\/benjaminmoll.com\/RussianGas_Substitution\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Die aktuellen Bestrebungen Deutschlands, durch Bau von LNG-Terminals vermehrt Gas aus anderen Teilen der Welt in Deutschland verf\u00fcgbar zu machen, wirken sich wegen des EU-weiten Gasverbunds nur dann preisd\u00e4mpfend aus, wenn dadurch insgesamt mehr Gas nach Europa geliefert w\u00fcrde (statt dadurch Gaslieferungen an andere europ\u00e4ische L\u00e4nder lediglich umzuleiten). Der Engpass d\u00fcrfte insoweit weniger bei den LNG-Terminals als vielmehr bei fehlenden Tankschiffen zu liegen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Vgl. Bericht der Bundesregierung \u00fcber die Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes und der Steuerverg\u00fcnstigungen f\u00fcr die Jahre 2017 bis 2020 (27. Subventionsbericht), S. 9.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Beispielsweise bei \u201esystemrelevanten\u201c Produktionen. Dies w\u00e4re unter Umst\u00e4nden der Fall, wenn der Ausfall oder die Verteuerung von Energie und anderen Vorleistungen zu nicht kompensierbaren Produktionseinschr\u00e4nkungen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette f\u00fchren w\u00fcrde. Der Begriff der Systemrelevanz ist aber eher eng auszulegen, weil man in vielen F\u00e4llen Versorgungsengp\u00e4sse durch Importe ausgleichen kann.<\/p>\n<p><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p>Norbert Berthold (2017): <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20537\">Strukturwandel (1). Sch\u00f6pferische Zerst\u00f6rung \u00fcberrall!? Treiber, Optionen und Populisten<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold (2017): <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=21650\"><span style=\"color: #000000; font-size: medium;\"><span style=\"color: #00ccff;\"><span style=\"color: #000000;\">Strukturwandel (2). <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">Das Ende des Wettbewerbs? <span style=\"font-size: medium;\">\u201cSuper-Firmen\u201d, Marktmacht und Ungleichheit<\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold (2020): <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=28005\"><span style=\"color: #000000;\">\u00dcberlebt das \u201eGesch\u00e4ftsmodell Deutschland\u201c die Seuche? <\/span><span style=\"color: #000000; font-size: medium;\">Struktureller Wandel, s\u00fcddeutscher Rostg\u00fcrtel und private Unternehmer <\/span><\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold (2020): <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26711\"><span style=\"color: #000000;\">Strukturwandel, Organisationsgrade und Tarifvertr\u00e4ge. <\/span><span style=\"color: #000000; font-size: medium;\">Sind betriebliche B\u00fcndnisse f\u00fcr Arbeit die tarifpolitische Zukunft?<\/span><\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Welt scheint aus den Fugen: Schon die Corona-Krise hat viele Unternehmen stark gebeutelt, in deren Folge kam es dann zum Zusammenbruch bisher als stabil &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=31585\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDeutschland und die Zeitenwende <br \/><font size=3; color=grey>Strukturwandel f\u00f6rdern, nicht verhindern! <\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":158,"featured_media":31615,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1213,1219,4289],"tags":[4135,1744,156],"class_list":["post-31585","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-energiepolitisches","category-strukturelles-alles","category-strukturpolitisches","tag-energiekrise","tag-ragnitz","tag-strukturwandel"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Deutschland und die Zeitenwende Strukturwandel f\u00f6rdern, nicht verhindern!  - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=31585\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Deutschland und die Zeitenwende Strukturwandel f\u00f6rdern, nicht verhindern! 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