{"id":3313,"date":"2010-05-20T05:57:11","date_gmt":"2010-05-20T04:57:11","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=3313"},"modified":"2023-08-08T15:00:53","modified_gmt":"2023-08-08T14:00:53","slug":"blogdialogbernd-frick-ueber-die-fussball-weltmeisterschaftder-sportoekonom-aus-paderborn-im-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=3313","title":{"rendered":"<small>BlogDialog<\/small><br\/>Bernd Frick \u00fcber die Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft<br\/><small>Der Sport\u00f6konom aus Paderborn im Interview<\/small>"},"content":{"rendered":"<p><em>Herr Professor Frick, wer wird kommender Fu\u00dfball-Weltmeister?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Spanien.<\/p>\n<p><em>Vor der letzten WM h\u00e4tten Sie mit dieser Prognose noch Hohn und Spott geerntet.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Ich habe bereits bei der EM 2008 mit Erfolg auf Spanien als Titeltr\u00e4ger gewettet und war damit der Einzige in meinem Umfeld. Zudem hatte ich im vergangenen November das Privileg, den FC Barcelona im Heimspiel gegen den AC Mailand zu sehen. Was Xavi und Iniesta seinerzeit auf dem Platz veranstalteten, war unbeschreiblich. Wenn die Beiden bei der WM Normalform erreichen, wird die spanische Mannschaft nicht zu schlagen sein.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>Blicken wir mal etwas weiter in die Zukunft. Welche Nationen werden solche Turniere im Jahr 2050 dominieren?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Das ist schwer zu sagen. Aber ich vermute, dass es weitgehend die Teams sein werden, die auch jetzt im Favoritenkreis zu finden sind. Wenn man sich das Niveau beim Afrika-Cup Anfang des Jahres angeschaut hat, war von der vermeintlichen St\u00e4rke der Afrikaner nicht viel zu sehen. Vor allem die hochgehandelten Mannschaften wie Ghana und Nigeria haben schauerlich gespielt. Das liegt aber meines Erachtens nicht unbedingt an den Spielern selbst, sondern an den Strukturen in den Verb\u00e4nden. Die sind, vorsichtig ausgedr\u00fcckt, entwicklungsbed\u00fcrftig.<\/p>\n<p><em>Es gibt \u00d6konomen, die behaupten, dass sich die einwohnerstarken und wirtschaftlich erfolgreichen L\u00e4nder in einer globalisierten Welt auch im Fu\u00dfball zunehmend durchsetzen, etwa die T\u00fcrkei in Europa oder die USA und China bei Weltmeisterschaften.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Da bin ich mir nicht so sicher. Die T\u00fcrkei hat ja immer wieder mal ein Hoch, das dann von einem Tief abgel\u00f6st wird, das noch l\u00e4nger anh\u00e4lt. Die USA waren mal Vierter der FIFA-Rangliste, aber auch nur, weil sie in einer WM-Qualifikation auf nicht ernst zunehmende Gegner getroffen sind \u2013 und mit den Chinesen rechne ich in den n\u00e4chsten 30 Jahren \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n<p><em>Gr\u00f6\u00dfe bedeutet also nicht zwangsl\u00e4ufig Erfolg. Was ist denn noch spezifisch f\u00fcr den Fu\u00dfball im Vergleich zu einer anderen Branche wie dem Maschinen- und Anlagenbau?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Ich geh\u00f6re zu den \u00d6konomen, die behaupten, dass es ganz wenige Unterschiede gibt. Ich kenne nat\u00fcrlich auch das Standardargument \u201ethe peculiar economics of professional team sports.\u201c Aber au\u00dfer dem Umstand, dass ich als Klub ein Interesse haben sollte, \u00e4hnlich starke Gegner zu finden, f\u00e4llt mir nichts ein, was den Fu\u00dfball vom Maschinenbau oder der Filmindustrie unterscheidet.<\/p>\n<p><em>Es scheint aber schon einige interessante Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten zu geben. Aus den sieben gr\u00f6\u00dften Metropolen Europas konnte bislang noch keine einzige Mannschaft einen Champions-League- oder Uefa-Cup-Titel vorweisen. Das widerspricht der \u00f6konomischen Agglomerationstheorie, wonach St\u00e4dte erfolgreicher sind als d\u00fcnner besiedelte Regionen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Ich muss gestehen, dass mir das bis eben nicht bewusst war. Da f\u00e4llt mir auf die Schnelle keine Begr\u00fcndung ein.<\/p>\n<p><em>Zu Titelehren kamen stattdessen traditionelle Industrie-Hochburgen wie Nottingham, Glasgow und Dortmund sowie Hafenst\u00e4dte wie Marseille und Rotterdam. Haben etwa die Wanderungsbewegungen der Arbeitskr\u00e4fte den Grundstein f\u00fcr die sp\u00e4tere Glanzzeit der Profiklubs gelegt?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Das sind in der Tat alles <em>melting pots<\/em>. Wenn man sich vor Augen h\u00e4lt, dass Fu\u00dfball vor allem fr\u00fcher eine arbeiterdominierte Sportart war, d\u00fcrfte der Erfolg dieser Mannschaften nicht \u00fcberraschen.<\/p>\n<p><em>Auff\u00e4llig ist zudem, dass gro\u00dfe Ballungsr\u00e4ume \u2013 etwa das Ruhrgebiet und die Region um Manchester \u2013 eine h\u00f6here Dichte an Fu\u00dfballklubs in der Beletage haben als die Peripherie. Gibt es im Fu\u00dfball Lokalisationsvorteile?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Ich bin mir nicht sicher, ob das Argument der Verdichtung wirtschaftlicher Aktivit\u00e4t an dieser Stelle wirklich sticht. Ich habe vor einigen Jahren empirisch untersucht, wo das Zuschaueraufkommen am gr\u00f6\u00dften ist, wenn man f\u00fcr den sportlichen Erfolg kontrolliert. Da findet man in der Tat Dortmund ganz weit vorne, aber M\u00fcnchen und Berlin kommen nur unwesentlich dahinter. Wenn Hertha BSC erfolgreich spielt, was ja eher selten passiert, dann kommen dort genauso viele Fans wie in Dortmund.<\/p>\n<p><em>Marktgr\u00f6\u00dfeneffekte wie das Zuschauereinzugsgebiet sind das eine, ein regionaler Talente-Pool das andere.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Dieser Effekt spielt heutzutage meines Erachtens keine Rolle mehr. Der Nachwuchs wird von \u00fcberall her rekrutiert. Ich habe k\u00fcrzlich von zwei Jungs geh\u00f6rt, die t\u00e4glich von Paderborn nach Dortmund fahren, um dort zu trainieren, seit sie 14 sind. Das wird von den Vereinen organisiert. Zudem gibt es l\u00e4ngst Fu\u00dfball-Internate. Das regionale Potential an Talenten war vielleicht fr\u00fcher schlagkr\u00e4ftig, scheint aber angesichts der Strukturen mittlerweile an Bedeutung verloren zu haben.<\/p>\n<p><em>Bleiben nur noch die Wissensspillovers zwischen den Vereinen\u2026<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Welche Rolle sollten sie spielen? Bei Klumpen-Bildungen von Textilfirmen in Norditalien oder IT-Firmen im Silicon Valley gibt es sicherlich solche Netzwerk-Effekte. Aber im Fu\u00dfball eher nicht.<\/p>\n<p><em>Welcher Attribute bedarf es dann f\u00fcr fu\u00dfballerischen Erfolg?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Da kommen einige Dinge zusammen. Man braucht in jedem Fall ein kompetentes Management und die wenigsten Vereine haben eines. Man kann den M\u00fcnchnern manches vorwerfen, aber an dieser Stelle haben sie begriffen, dass man alleine mit talentierten Spielern nicht weit kommt, sondern auch noch andere Kompetenzen braucht. Zum zweiten muss man das Gl\u00fcck haben, an ein gro\u00dfes und attraktives Stadion zu kommen. Die Erfolgsgeschichte der M\u00fcnchner ist untrennbar mit dem Olympiastadion verbunden. Die Schere zwischen den Bayern und Borussia M\u00f6nchengladbach ging Ende der siebziger Jahre deshalb beliebig auseinander, weil die M\u00fcnchner nach den Olympischen Spielen das damals sch\u00f6nste Stadion der Welt quasi zur unentgeltlichen Nutzung haben konnten. Nach der WM 2006 in Deutschland haben insbesondere die Bundesligisten aus K\u00f6ln, Frankfurt und Hamburg profitiert.<\/p>\n<p><em>Aber die Zuschauerertr\u00e4ge sind im Vergleich zu den Fernseheinnahmen gering.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Ja, das stimmt. Aber f\u00fcr Sponsoren werden Vereine nur mit einem gro\u00dfen Stadion attraktiv, das noch dazu gut gef\u00fcllt ist. Viele Zuschauer sind die Voraussetzung f\u00fcr das Etablieren in der ersten Liga. Es ist ja kein Zufall, dass die ehemals krisengeplagten Traditionsvereine aus K\u00f6ln, Gladbach und Frankfurt mit den neuen Stadien wieder auf die Beine gekommen sind. Man darf nicht vergessen, dass die Klubs nur einen kleinen Teil dieser Investitionen in die Infrastruktur selbst tragen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><em>Sei es drum. Wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg klaffen bei vielen Vereinen ohnehin weit auseinander.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Es ist sogar noch viel schlimmer. Man kann zeigen, dass sich Verschuldung lohnt. Die sportliche Performance wird ceteris paribus besser, wenn ich mehr Geld ausgebe, als ich einnehme. Das ist ein verh\u00e4ngnisvoller Kreislauf, ein ganz schlimmes Signal. In England sind in den vergangenen 20 Jahren aus den vier Profiligen mindestens 30 Vereine durch ein Insolvenzverfahren gegangen, auch wenn deren Namen meist \u00fcberlebt haben. In Deutschland hat es im Profigesch\u00e4ft einen einzigen Fall gegeben, das war der Bonner SC, dem vor etlichen Jahren die Lizenz f\u00fcr die zweite Liga verwehrt worden war.<\/p>\n<p><em>K\u00f6nnte es daran liegen, dass eine Pleite in der Regel keine Freude f\u00fcr die Konkurrenz ist, etwa weil Derbys wegfallen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Auf jeden Fall. Die DFL (Anm. der Red.: Deutsche Fu\u00dfball-Liga) misst an dieser Stelle mit zweierlei Ma\u00df. Der Pr\u00e4sident des VfL Bochum hat sich ja schon vor Jahren lautstark dar\u00fcber beklagt. Bochum k\u00f6nnte nicht mal ein Bruchteil der Schulden von Schalke oder Dortmund machen \u2013 und w\u00e4re die Lizenz los. Die gro\u00dfen Revierklubs ruhen sich darauf aus. Oder eine Liga tiefer: Der Punktabzug von TuS Koblenz im vergangenen Jahr hatte einen einzigen Zweck, n\u00e4mlich den 1. FC Kaiserslautern in der zweiten Liga zu halten. Wenn jede kleine Bilanzmanipulation derart sanktioniert w\u00fcrde, w\u00e4re ein Gro\u00dfteil der Bundesligisten nicht mehr in der h\u00f6chsten Spielklasse.<\/p>\n<p><em>Zahlreiche empirische Studien belegen, dass Vereine auf lange Sicht umso erfolgreicher sind, je mehr sie f\u00fcr Spielergeh\u00e4lter ausgeben. Schie\u00dft Geld also doch Tore?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Definitiv. Das l\u00e4sst sich empirisch beliebig gut belegen. Wenn dem nicht so w\u00e4re, dann w\u00e4ren die Manager ja noch viel schlechter, als sie ohnehin schon sind. Warum glauben sich die Verantwortlichen durch das Verpflichten von Spieler x oder y zu verbessern? Weil sie davon \u00fcberzeugt sind, dass der Neuzugang Tore schie\u00dft, die im letzten Jahr gefehlt haben, um sich f\u00fcr das internationale Gesch\u00e4ft zu qualifizieren. Man kann ziemlich genau sagen: Wenn Spieler x seine Performance relativ zur Konkurrenz um so und so viel Prozent steigert, gewinnen wir y Spiele zus\u00e4tzlich. Das ist in der Nach-Bosman-\u00c4ra ein noch sicherer Zusammenhang als vorher, weil jetzt die Mobilit\u00e4t der Spieler weitgehend unbegrenzt ist.<\/p>\n<p><em>Weniger eindeutig ist der Zusammenhang zwischen der H\u00f6he der Transferausgaben und dem Erfolg. Spricht auch das f\u00fcr fehlbesetzte Managerposten?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Da steckt ein anderer Grund dahinter. Was wird unter den Transferausgaben verbucht? Nur das, was f\u00fcr abl\u00f6sepflichtige Spieler bezahlt werden muss. Wenn man einen Spieler verpflichtet, dessen Vertrag ausgelaufen ist, zahlt man keine Transfersumme, wohl aber ein Handgeld. Und diese Handgelder sind vermutlich \u00e4hnlich hoch wie die Transfersumme, die man bei einem laufenden Vertrag h\u00e4tte zahlen m\u00fcssen. Die Transferzahlungen sind also nur auf dem Papier gesunken. Es gibt Vereine, die wenig f\u00fcr Abl\u00f6sesummen ausgeben, trotzdem viele Neuzug\u00e4nge vermelden und diese im Gegenzug besser bezahlen. Der Blick auf die reinen Transfersalden ist also nicht mehr wirklich aussagekr\u00e4ftig.<\/p>\n<p><em>H\u00e4ufiger als das Management werden definitiv die Trainer ausgetaucht. Zu Recht?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Da gibt es viele Untersuchungen und anekdotische Evidenz. Der VfB Stuttgart etwa hat Markus Babbel vermutlich zu sp\u00e4t ausgewechselt. Auf der anderen Seite kann man aber auch empirisch zeigen, dass Trainerentlassungen im Durchschnitt nichts bringen.<\/p>\n<p><em>Woran liegt das?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Daf\u00fcr gibt es mehrere plausible Erkl\u00e4rungen. Wann schmei\u00dft man einen Trainer raus? Wenn mehrere Spiele hintereinander verloren gehen. Das ist h\u00e4ufig dann der Fall, wenn der Spielplan eine H\u00e4ufung von schweren Gegnern vorsieht. Wenn man dann mit dem neuen Trainer an das einfachere Programm geht, dann gewinnt man halt auch h\u00e4ufiger. Mindestens genauso wichtig ist ein weiteres Argument. Wenn man einen Trainer rausschmei\u00dft, muss man sich aus dem Pool mit arbeitslosen \u00dcbungsleitern bedienen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man unter den Arbeitslosen einen richtig guten erwischt, ist nicht sonderlich gro\u00df. Aber vielleicht sollen Trainerentlassungen ja auch gar nichts bewirken, sondern nur einen handlungsf\u00e4higen Vorstand demonstrieren.<\/p>\n<p><em>H\u00e4tte es denn positive Effekte, wenn man das Management \u00f6fters austauschen w\u00fcrde?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Das glaube ich schon. Manche Vereine sind ja bereits auf den richtigen Trichter gekommen. Sie heuern mittlerweile ausgewiesene \u00d6konomen f\u00fcr die zweite Reihe hinter den altgedienten Profis an. Der FC Schalke 04 hat j\u00fcngst Dr. Markus Kern als Finanzmanager eingestellt. Kern hat an der LMU in M\u00fcnchen VWL studiert und vielversprechende sport\u00f6konomische Aufs\u00e4tze ver\u00f6ffentlicht. Von diesem Typus gibt es einzelne, aber noch zu wenige. Kern kann die Eintrittskarte f\u00fcr weitere \u00d6konomen bei anderen Vereinen werden, wenn er den Schalkern hilft. Aber ganz ohne Ex-Profis wird es auch in Zukunft nicht gehen, weil man Glaubw\u00fcrdigkeit bei Fans und Spielern braucht. Beides bekommt man nicht mit dem Nobelpreis f\u00fcr Wirtschaftswissenschaften, sondern mit dem Umstand, dass man mindestens in der zweiten Liga gespielt hat.<\/p>\n<p><em>Ein liberal denkender \u00d6konom wie Sie m\u00fcsste beim Blick auf die Spielerm\u00e4rkte frohlocken. Seit dem Bosman-Urteil 1995 darf das Fu\u00dfball-Personal nach Ablauf der Vertr\u00e4ge ohne Abl\u00f6sesummen und weitgehend unabh\u00e4ngig von seiner Herkunft den Verein wechseln. Hat diese Freiz\u00fcgigkeit zu einem integrierten Arbeitsmarkt gef\u00fchrt, der sonst nur im Lehrbuch zu finden ist?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Vermutlich nicht, aber daf\u00fcr gibt es gute inhaltliche Gr\u00fcnde. Spieler, die von au\u00dferhalb Westeuropas kommen, verteilen sich nicht nach dem Zufallsprinzip auf die f\u00fcnf gro\u00dfen Ligen. F\u00fcr die Osteurop\u00e4er ist die Bundesliga erste Anlaufstation. Die Afrikaner sind \u00fcberwiegend in Frankreich unterwegs. S\u00fcdamerikaner spielen meist in Italien oder Spanien, Skandinavier h\u00e4ufig in England. Spieler haben offenbar die Pr\u00e4ferenz dahin zu gehen, wo sie ein Mindestma\u00df an Affinit\u00e4t mit der Kultur haben. Diesen Effekt darf man nicht untersch\u00e4tzen.<\/p>\n<p><em>Aber wenn ein Verein aus einem fremden Land eine Million Euro mehr im Jahr bietet\u2026<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Der Aufschlag darf nicht zu weit \u00fcber der Produktivit\u00e4t des Spielers liegen. Au\u00dferdem ist die Wahrscheinlichkeit relativ gro\u00df, dass ein Management weitere Polen und Russen anheuert und keine Paraguayer und Uruguayer, wenn bereits Polen und Russen im Kader stehen. Das macht auch Sinn. Ich verweise hier auf eine Studie meiner Kollegen Leo Kahane und Robert Simmons, die die Integration von ausl\u00e4ndischen Spielern in die amerikanische Hockey-Liga untersucht haben. Ein steigender Ausl\u00e4nderanteil im Kader ist nur dann vorteilhaft f\u00fcr die Performance der Teams, wenn die Spieler den gleichen kulturellen Background haben. Es gibt also auf diesem unregulierten Spielermarkt noch immer eine Menge an Transaktionskosten. Das f\u00fchrt zu Klumpenbildungen von Spielern der gleichen regionalen Herkunft.<\/p>\n<p><em>Die Entscheidung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofes (EuGH) hat seinerzeit zu weiteren mehr oder weniger seri\u00f6sen Prognosen gef\u00fchrt. Welche haben sich 15 Jahre nach dem Urteil bewahrheitet, welche nicht?<\/em><\/p>\n<p><em>Die Vertragsdauer steigt an.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Das ist passiert. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit vor Bosman lag bei zwei bis zweieinhalb Jahren. Jetzt sind es knapp \u00fcber drei Jahre. Prozentual hat sie also nennenswert zugenommen.<\/p>\n<p><em>Die Einkommensungleichheit innerhalb der Klubs nimmt zu.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Wir haben praktisch keine Gehaltsinformationen f\u00fcr gesamte Teams f\u00fcr die Zeit vor dem Bosman-Urteil. Seit den neunziger Jahren ist jedenfalls nicht viel passiert. Die Einkommensverteilung innerhalb der Teams ist praktisch konstant geblieben.<\/p>\n<p><em>Ist denn das praktizierte Gehaltsgef\u00fcge gesund?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> An dieser Frage arbeite ich momentan mit einem amerikanischen Kollegen. Wir untersuchen den Einfluss der Gehaltsverteilung innerhalb von Fu\u00dfball-Mannschaften auf die sportliche Performance. Wir haben Individualdaten von einem hochgradig regulierten Markt wie der amerikanischen Major League Soccer und einem nahezu deregulierten Markt wie der deutschen Bundesliga und der italienischen Serie A. Offensichtlich hat die Einkommensverteilung innerhalb eines Teams in der Bundesliga keinen Einfluss auf den sportlichen Erfolg.<\/p>\n<p><em>Eine weitere Prognose lautete damals: Die Mobilit\u00e4t der Spieler steigt an.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Das kann man in der Tat beobachten. Diejenigen, die nach dem Auslaufen ihres Vertrages noch weiter spielen wollen, wechseln relativ h\u00e4ufig, auch um Gehaltsspr\u00fcnge zu verbuchen.<\/p>\n<p><em>Die Ausl\u00e4nderquoten schnellen in die H\u00f6he.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Die sind angestiegen, ohne jede Frage. Interessant ist aber auch, dass die Ausl\u00e4nderquoten in Spanien oder Italien deutlich niedriger liegen als in der Bundesliga. Meine Vermutung ist, dass die s\u00fcdeurop\u00e4ischen Vereine beim Median-Spieler weniger h\u00e4ufig zu Ausl\u00e4ndern greifen als die deutschen. Ich vermag nicht zu sagen, woran das liegt.<\/p>\n<p><em>Die Dominanz der erfolgreichen Vereine nimmt zu.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Das ist so, wenn auch nicht zwingend wegen des Bosman-Urteils. Die Vereine, die in den letzten zehn Jahren bei der Uefa Champions League dabei waren, sind in ihren nationalen Ligen weit weg vom Rest. Das liegt an den immensen Einnahmen und hat mit dem Bosman-Urteil direkt nichts zu tun. Allerdings k\u00f6nnen die Vereine durch den Wegfall der Ausl\u00e4nderquoten eine gr\u00f6\u00dfere Zahl an internationalen Topspielern verpflichten.<\/p>\n<p><em>Die Topklubs in den kleinen Ligen fallen zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Dem w\u00fcrde ich grunds\u00e4tzlich zustimmen. Wenn man von dem Champions-League-Sieg des FC Porto 2004 absieht, ist aus den international gesehen zweiten Ligen zuletzt nicht mehr viel gekommen. Allerdings ist auch hier das Problem, dass gleichzeitig zum Bosman-Urteil die Fernsehgelder in die H\u00f6he geschnellt sind. Beide Effekte zu separieren, ist schwierig. Manches w\u00e4re sicherlich ohne das Bosman-Urteil nicht passiert. Aber wenn die Ausl\u00e4nderh\u00fcrden nicht gefallen w\u00e4ren, w\u00fcrde man mit ziemlicher Sicherheit vermehrt Einb\u00fcrgerungen beobachten.<\/p>\n<p><em>Die Klubs decken sich lieber mit g\u00fcnstigen Spielern von anderen Vereinen ein, anstatt eine kostenintensive Nachwuchsf\u00f6rderung zu betreiben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Das hat sich nicht unbedingt bewahrheitet. Manchester und Barcelona sind zwei pr\u00e4gnante Beispiele daf\u00fcr, dass Leistungstr\u00e4ger im eigenen Verein ausgebildet werden. An dieser Stelle hinken die Bundesligisten hinterher. Ich vermute, dass der Nachwuchsanteil aus den eigenen Reihen oder von einem anderen Bundesligisten bei unter 15 Prozent liegt. In anderen L\u00e4ndern liegen diese Werte deutlich h\u00f6her. Ob dort eine bessere Jugendarbeit geleistet wird, wei\u00df ich nicht. Aber offensichtlich vertrauen solche Vereine ihrem eigenen Nachwuchs mehr, als das in Deutschland der Fall ist. Das k\u00f6nnte eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die unterschiedlich hohen Ausl\u00e4nderquoten sein.<\/p>\n<p><em>Die Absatz- und Kapitalm\u00e4rkte unterliegen im Gegensatz zu den Spielerm\u00e4rkten starken Restriktionen. So gilt in Deutschland die 50+1-Regelung, wonach die Vereine mehrheitlich an ihren lizenzierten Kapitalgesellschaften beteiligt sein m\u00fcssen. Verzerren solche Paragraphen den Wettbewerb zwischen den Spitzenklubs?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Solche Regelungen sind Anachronismus. Den Bundesligisten scheint \u00fcberhaupt nicht klar zu sein, welche M\u00f6glichkeiten sie leichtfertig verschenken. Der einzige, der immer wieder den Finger in die Wunde legt, ist der Vorsitzende von Hannover 96, Martin Kind. Solange die Bayern sportlich und wirtschaftlich derart erfolgreich sind, werden sie nicht wirklich dagegen vorgehen. Dass sich aber beispielsweise beim HSV niemand dagegen wehrt, \u00fcberrascht mich schon. Die Hamburger m\u00fcssten eigentlich mit als erste f\u00fcr eine Lockerung sein. Vielleicht liegt die Reserviertheit auch daran, dass Kind nicht sonderlich diplomatisch vorgegangen ist. Wer sich jetzt mit ihm verb\u00fcndet, wird ebenfalls zum Ge\u00e4chteten. Es wird noch etwas dauern, bis sich der eine oder andere aus dem Sch\u00fctzengraben heraus traut. Aber in drei oder vier Jahren wird es auch bei dieser Frage Aufweichungstendenzen geben.<\/p>\n<p><em>In manchen L\u00e4ndern werden die Vertr\u00e4ge mit den Medienanstalten zudem individuell vereinbart, in anderen dagegen zentral verhandelt \u2013 mit der Konsequenz, dass deren Spitzenvereine geringere Fernseheinnahmen erzielen\u2026<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Meines Erachtens ist es ziemlich egal, ob die Fernsehrechte zentral oder dezentral vermarktet werden. Entscheidend ist vielmehr, welchen Anteil die einzelnen Vereine aus den Einnahmen bekommen. Man kann auch dezentral vermarkten und hinterher nach einem bestimmten Schl\u00fcssel umverteilen. Im \u00dcbrigen wird in Deutschland zwar zentral verhandelt, aber von den erzielten Einnahmen werden mittlerweile \u201enur\u201c noch 50 Prozent gleich verteilt. Da hat es in den letzten Jahren eine Menge Ver\u00e4nderungen gegeben, die vor zehn Jahren noch niemand f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte. Damals war der Sozialismus im deutschen Fu\u00dfball noch weiter verbreitet. Erst als die Bayern gemerkt haben, dass sie international kaum konkurrenzf\u00e4hig sind, haben sie Verb\u00fcndete gesucht und sind erfolgreich dagegen vorgegangen.<\/p>\n<p><em>Die andere Seite der Medaille ist, dass die nationalen Ligen sportlich immer unausgeglichener werden. Gef\u00e4hrdet diese Tendenz nicht das gesamte Produkt Fu\u00dfball?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Die <em>competitive balance<\/em> versuchen mir meine amerikanischen Kollegen auf jeder Tagung als der Weisheit letzter Schluss zu verkaufen. Mit L\u00e4ngsschnittdaten aus der Bundesliga kann man zeigen, dass Unausgeglichenheit keinerlei Einfluss auf die Attraktivit\u00e4t des Fu\u00dfballs hat. Wenn ein Drittel um die Meisterschaft und zwei Drittel gegen den Abstieg spielen, hat man zwar eine Zweiklassengesellschaft, aber die Liga ist oben und unten spannend. Ich sehe keinen Grund, warum das zu einer nachlassenden Zuschauernachfrage f\u00fchren soll. Wenn Bayern M\u00fcnchen kommt, ist das Stadion voll, auch wenn die Sieg-Wahrscheinlichkeit bei unter 20 Prozent liegt. Die Zuschauer wollen attraktiven Fu\u00dfball sehen, ob die eigene Mannschaft gewinnt oder verliert ist zwar nicht egal, aber es ist bei weitem nicht so entscheidend, wie h\u00e4ufig behauptet wird.<\/p>\n<p><em>Warum wehren sich die gro\u00dfen Klubs nicht gegen den Abgabenzwang und gr\u00fcnden eine eigene (Europa-)Liga?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Das l\u00e4sst sich relativ einfach begr\u00fcnden. Sowohl die nationalen Verb\u00e4nde als auch die UEFA haben ziemlich schnell angedroht, dass die damals noch G-14 aus den ersten Ligen rausfliegen, wenn sie sich abspalten sollten. Die Idee war ja immer, dass man sich im nationalen Wettbewerb f\u00fcr diese Europaliga qualifizieren muss.<\/p>\n<p><em>Wissen eine solche l\u00e4nder\u00fcbergreifende Liga nicht auch die Fans als Nachfrager zu verhindern?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Sagen wir mal so, in der ersten und vielleicht auch noch zweiten Saison w\u00e4re es attraktiv nur gegen Chelseas, Mailands und Barcelonas zu spielen. Aber dieser Effekt w\u00fcrde sich sehr schnell abnutzen. Ich vermute, dass auch die Bayern-Fans dann wieder lieber Hamburg und Bremen sehen m\u00f6chten als die internationalen Konkurrenten. Sie sind das Sahneh\u00e4ubchen. Aber die Meisterschaft sollte nach dem Geschmack der Anh\u00e4nger bittesch\u00f6n innerhalb der nationalen Grenzen ausgespielt werden.<\/p>\n<p><em>Dagegen gibt es eine Ebene oberhalb der Vereinsstrukturen: Die Nationalelf. Wie ist der Zusammenhang zwischen der \u00d6ffnung der Spielerm\u00e4rkte und der Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Nationalmannschaften?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Das Argument ist ja immer, dass die ehemals spielschw\u00e4cheren Nationen st\u00e4rker werden, weil deren Spieler zunehmend in den besten Ligen Europas zum Einsatz kommen. Dagegen werden die ehemals spielst\u00e4rkeren Teams schw\u00e4cher, weil deren Akteure durch Ausl\u00e4nder ersetzt werden. Wir haben \u00fcberpr\u00fcft, ob sich die Tordifferenzen bei den EM- und WM-Spielen vor und nach dem Bosman-Urteil signifikant ver\u00e4ndert haben. Es ist \u00fcberhaupt nichts passiert. Weder die Ergebnisse in den Gruppenspielen noch in der Ko-Runde sind knapper geworden.<\/p>\n<p><em>Trotzdem wird immer behauptet, dass die Fu\u00dfballzwerge aufgeholt haben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Es mag ja sein, dass in den Qualifikationsspielen die eine oder andere \u00dcberraschung passiert, die man fr\u00fcher nicht erwartet h\u00e4tte. F\u00fcr die gro\u00dfen Turniere gilt das nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein vermeintlicher Au\u00dfenseiter \u00fcber die Gruppenphase hinauskommt, ist jedenfalls nicht angestiegen. Die Nationalmannschaften scheinen also bislang nicht davon zu profitieren, dass ihre Spieler in den Topligen spielen.<\/p>\n<p><em>Welche Erwartungen haben Sie dar\u00fcber hinaus an die WM 2010 in S\u00fcdafrika?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Ich rechne nicht mit sonderlich viel Neuem. Nach dem Afrika-Cup bin ich zudem skeptisch, dass trotz aller anders lautender Prognosen auch nur eine afrikanische Mannschaft f\u00fcr Furore sorgen wird. Es wird auch schon seit 30 Jahren behauptet, dass Brasilien die kommende Weltwirtschaftsmacht Nummer eins wird. Davon ist das Land soweit entfernt, wie die \u00c4gypter als nicht qualifizierte Mannschaft vom WM-Titel. Ich gehe davon aus, dass die s\u00fcdamerikanisch-europ\u00e4ische Dominanz auch bei dieser WM zu beobachten sein wird.<\/p>\n<p><em>Demnach r\u00e4umen Sie auch den Gastgebern keinerlei Chancen ein.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Nein, die S\u00fcdafrikaner haben beim Confederations Cup so schauerlich gespielt, dass sie froh sein m\u00fcssen, wenn sie die Vorrunde \u00fcberstehen.<\/p>\n<p><em>H\u00e4ufig wird von den austragenden L\u00e4ndern kolportiert, dass ein solches Turnier ein Segen f\u00fcr die Volkswirtschaft ist. Wie steht es um die Wachstums- und Besch\u00e4ftigungseffekte tats\u00e4chlich?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Es deutet manches darauf hin, dass es sie gibt. In S\u00fcdafrika sind diese Effekte offenbar st\u00e4rker als in Deutschland bei der letzten WM. Das liegt nat\u00fcrlich auch an den Niveau-Unterschieden zwischen diesen beiden Volkswirtschaften. Auf der anderen Seite wei\u00df man von der WM in S\u00fcdkorea, dass au\u00dfer nicht genutzter Infrastruktur am Ende des Tages nichts \u00fcbrig geblieben ist.<\/p>\n<p><em>Dazu passt, dass die Tickets in einigen Gastl\u00e4ndern wie Deutschland alles andere als einen rei\u00dfenden Absatz gefunden haben\u2026<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Es ist zwar politisch inkorrekt, sich so auszudr\u00fccken. Aber ich glaube, dass es ein Fehler war, die WM nach S\u00fcdafrika zu vergeben. Ich w\u00fcrde grunds\u00e4tzlich davon abraten, sportliche Gro\u00dfveranstaltungen wie Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele in Entwicklungsl\u00e4ndern auszutragen.<\/p>\n<p><em>Warum denn nicht die \u00e4rmeren L\u00e4nder etwas aufpeppen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Frick:<\/strong> Ich glaube, dass man die dortigen Volkswirtschaften mit der Vergabe \u00fcberfordert. Dass man politische Despoten st\u00e4rkt. Und dass Rahmenbedingungen vorherrschen, die f\u00fcr die meisten Athleten hochgradig gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig sind. Niemand vermag vorherzusagen, wie Spieler reagieren, wenn sie sich drei Wochen lang nicht au\u00dferhalb ihres Hotels bewegen d\u00fcrfen. Besser w\u00e4ren solche Turniere etwa in Australien aufgehoben, fu\u00dfballerisch ebenfalls ein Entwicklungsland, aber eine Demokratie im westlichen Sinne mit einer Infrastruktur, die weitgehend vorhanden ist. Meines Wissens wird Australien auch als einer der kommenden Kandidaten gehandelt. Man sollte ein gewisses Niveau an \u00f6konomischer und politischer Reife vorweisen m\u00fcssen, bevor man in einen solchen Bieterwettbewerb einsteigen darf.<\/p>\n<p>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte <strong>J\u00f6rg Rieger<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> Eine k\u00fcrzere Version des Interviews ist in <a href=\"http:\/\/vahlen.becksche.de\/zneu\/vahlen\/zeitschriften.asp?SessionKey=&amp;zheft=5&amp;zeitschrift=WiSt&amp;ebene=4&amp;jahr_ausgewaehlt=2010\" target=\"blank\" rel=\"noopener\"><em>WiSt (05\/2010)<\/em><\/a> erschienen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/5ffe44cbe2334b96b650a14dec59b1c1\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Professor Frick, wer wird kommender Fu\u00dfball-Weltmeister? 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