{"id":33500,"date":"2023-04-25T00:52:00","date_gmt":"2023-04-24T23:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=33500"},"modified":"2024-03-18T07:21:29","modified_gmt":"2024-03-18T06:21:29","slug":"inflation-ist-auch-verteilungskampfexogene-schocks-aggressive-gewerkschaften-und-abhaengige-notenbanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=33500","title":{"rendered":"Inflation ist (auch) das Ergebnis von Verteilungsk\u00e4mpfen<br><b>Exogene Schocks, aggressive Gewerkschaften und abh\u00e4ngige Notenbanken<\/b>"},"content":{"rendered":"\n<p><em>\u201eDie Inflation kommt nicht \u00fcber uns als ein Fluch oder als ein tragisches Geschick; sie wird immer durch eine leichtfertige oder sogar verbrecherische Politik hervorgerufen.\u201c<\/em> (Ludwig Erhard)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gewerkschaften haben ein Problem. Ihre relativ moderate Lohnpolitik der letzten Jahre st\u00f6\u00dft an Grenzen. Das Jahr 2022 war f\u00fcr ihre Mitglieder schmerzhaft. Die Tarifl\u00f6hne stiegen 2022 zwar durchschnittlich um 2,7 %, die Inflation erh\u00f6hte sich aber um 7,4 %. Unterm Strich fielen die Reall\u00f6hne um 4,7 %. Einen weiteren Einkommensverlust wollen die Gewerkschaften ihren Mitgliedern nicht zumuten. Sie wollen die Lasten der Inflation, die durch monet\u00e4re und fiskalische Nachfrage- sowie corona- und kriegsbedingten Angebotsschocks entstanden sind, nicht allein tragen. Auch 2023 wird die Inflation hoch bleiben. Die EZB erwartet 5,3 %. Das ist weit weg vom angestrebten Inflationsziel von 2 %. Dieser Prognose trauen die Gewerkschaften nicht. Und sie haben auch allen Grund. Die Energiepreise sinken zwar, die Kerninflationsrate steigt aber weiter. Kein Wunder, dass sie so hohe L\u00f6hne fordern, wie in den 70er Jahre nicht mehr. Es drohen neue Kluncker-Runden. Ver.di hat gerade bis zu 17 % bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwei Jahren durchgesetzt, die IG-Metall will 8,5 % mehr. Mit fl\u00e4chendeckenden Streiks und innovativen Streikstrategien untermauerten Ver.di und die EVG ihre Forderungen. Ein neuer Verteilungskampf w\u00fcrde die Inflation weiter befeuern. Es droht eine Preis-Lohn-Spirale.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Regeln der Lohnpolitik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>L\u00f6hne und Tarife treiben die Inflation nicht per se. Orientieren sich die Tarifabschl\u00fcsse an den Produktivit\u00e4tsfortschritten, sind sie inflationsneutral. Dabei ist es der Inflation egal, wie die Arbeitnehmer die Fortschritte der Arbeitsproduktivit\u00e4t aufteilen, auf h\u00f6here L\u00f6hne oder k\u00fcrzere Arbeitszeiten. Ein Faktor wird allerdings leicht vergessen. Der Verteilungsspielraum h\u00e4ngt auch davon ab, wie sich die \u201eterms of trade\u201c entwickeln. Mit den lieferkettenbedingten Engp\u00e4ssen und den kriegsbedingten Energiepreisschocks des letzten Jahres haben sie sich allerdings verschlechtert. Die ausl\u00e4ndischen (Energie)Lieferanten wollen ein gr\u00f6\u00dferes St\u00fcck des Kuchens. Es gibt im Inland weniger zu verteilen. Die Lohn- und Tarifpolitik muss sich daran anpassen, um eine h\u00f6here Inflationsrate zu vermeiden. Streben die Notenbanken keine Null-Inflation an, wie etwa die EZB mit ihrem 2 %-Ziel, k\u00f6nnen die Lohnsteigerungen um das Inflationsziel h\u00f6her als die um die \u201eterms of trade\u201c bereinigten Arbeitsproduktivit\u00e4ten ausfallen, ohne noch mehr inflation\u00e4ren Flurschaden anzurichten. Die Gewerkschaften werden sich auf eine solche Lohn- und Tarifpolitik allerdings nur einlassen, wenn das angek\u00fcndigte Inflationsziel (2 %) der Notenbanken glaubw\u00fcrdig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist das Inflationsziel der Notenbanken unglaubw\u00fcrdig, sortieren die Gewerkschaften ihre lohn- und tarifpolitische Strategie neu. Sie versuchen, mit h\u00f6heren Nominall\u00f6hnen einen Ausgleich f\u00fcr die von ihnen erwarteten h\u00f6heren Preissteigerungen durchzusetzen. Dabei stehen sie vor einem schwer l\u00f6sbaren Dilemma. Fordern sie nur moderat h\u00f6here Nominall\u00f6hne, laufen sie Gefahr, dass die Arbeitnehmer mehr oder weniger starke Verluste bei den Reall\u00f6hnen erleiden. Das ist der Fall, wenn die tats\u00e4chlichen die erwarteten Preissteigerungen \u00fcbersteigen. Ihren Mitgliedern wird das nicht gefallen. In den 68er Jahren reagierten sie mit \u201ewilden\u201c Streiks. Das war der organisatorische GAU f\u00fcr die Gewerkschaften. Er steckt den Gewerkschaften noch immer in den Knochen. Agieren die Gewerkschaften dagegen lohnpolitisch aggressiv, kann es ihnen zwar gelingen, kurzfristig ihre Reallohnverluste minimieren. Die Lasten der Inflation werden ganz oder teilweise auf die Unternehmen abgew\u00e4lzt. Kostenlos ist das allerdings f\u00fcr die Arbeitnehmer dennoch nicht. Die Reaktion der Unternehmen folgt auf dem Fu\u00df. Sinkende Gewinne schaffen Anreize, die Produktion zu rationalisieren oder ins Ausland zu verlagern. Arbeitsplatz- und Einkommensverluste sind die Folge.<\/p>\n\n\n\n<p>Die traditionelle Lohnformel der Gewerkschaften enth\u00e4lt neben dem Produktivit\u00e4tsfortschritt und einem Kaufkraftausgleich mit der Umverteilungskomponente eine dritte Gr\u00f6\u00dfe. Sie ist ein Indikator f\u00fcr die Intensit\u00e4t des \u201ealten\u201c Klassenkampfes zwischen Arbeit und Kapital. Die Gewerkschaften wollen f\u00fcr ihre Klientel mehr als der reale Verteilungsspielraum hergibt. Das geht zu Lasten des Kapitals. Eine solche Umverteilungskomponente in den Tarifabschl\u00fcssen ist weder besch\u00e4ftigungs- noch inflationsneutral. Dieser Verteilungskonflikt \u00fcber mehr explizite Umverteilung ist in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund getreten. Vor allem Globalisierung und technischer Fortschritt haben die Gewerkschaften seit Anfang der 90er in die umverteilungspolitischen Schranken gewiesen. Und immer mehr Arbeitnehmer erzielen auch Kapitaleinkommen. Daf\u00fcr ist ein neuer Verteilungskampf entstanden, einer unter den Arbeitnehmern. St\u00e4rker gefragte Arbeitnehmer (\u201eSpezialisten\u201c) wollen die lohn- und tarifpolitische Quersubventionierung weniger stark nachgefragter Arbeitnehmer durch die Fl\u00e4chentarife beenden. Sie wollen, wie \u00c4rzte, Fluglotsen, Piloten und Lokf\u00fchrer ihre Interessen in die eigene Hand nehmen. Berufsst\u00e4ndische Gewerkschaften spielen wieder eine gr\u00f6\u00dfere Rolle. Es entwickelt sich ein \u201eneuer\u201c Klassenkampf, dieses Mal zwischen Arbeitnehmern (<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=77\">hier<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Gegenw\u00e4rtig stehen die \u201ealten\u201c Regeln der Lohn- und Tarifpolitik auf dem Pr\u00fcfstand. Die Preiserwartungen haben sich ver\u00e4ndert. Das \u201ealte\u201c 2 %-Inflationsziel der EZB ist nicht mehr glaubw\u00fcrdig. Daf\u00fcr gibt es viele Gr\u00fcnde. Nicht alle haben mit handwerklichen Fehlern und fundamentalen Fehleinsch\u00e4tzungen der EZB zu tun. Das eigentliche Problem sind die Zielkonflikte, in die sich die EZB verheddert hat. Sie verfolgt nicht mehr nur Preisniveaustabilit\u00e4t, trotz der politischen Vorgaben. Seit der systemgef\u00e4hrdenden Finanzkrise und den schuldenfinanzierten staatlichen Rettungspaketen ist sie faktisch noch weniger unabh\u00e4ngig. Ihre Geldpolitik steht unter finanziellen und fiskalischen Zw\u00e4ngen. Die monet\u00e4re Alimentierung der staatlichen Schuldenfinanzierung kann sie kaum stark zur\u00fcckfahren, ohne eine neue Schuldenkrise auszul\u00f6sen und ihre eigene Existenz zu gef\u00e4hrden. Der Fall der Credit Suisse ist auch in der EWU m\u00f6glich. Er zeigt, dass Preisniveau- und Finanzmarktstabilit\u00e4t trotz TBTF-Regulierungen in einen Konflikt geraten k\u00f6nnen. Die Leidtragenden sind auch die Gewerkschaften. Sie m\u00fcssen sich in der Lohnpolitik mit den Risiken und Nebenwirkungen monet\u00e4r alimentierter S\u00fcnden von Politik und Finanzinstituten herumschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Verteilung der Lasten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Tarifpartner haben sich mit der modifizierten Produktivit\u00e4ts-Regel darauf geeinigt, wie Wohlstandsgewinne auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber verteilt werden. Sie funktioniert allerdings nur, wenn die Preiserwartungen stabil sind. Gegenw\u00e4rtig geht es aber nicht um Wohlfahrtsgewinne, sondern um -verluste, und nicht um glaubw\u00fcrdige Inflationsziele, sondern instabile Preiserwartungen. Es muss eine neue Regel gefunden werden, wie die (inflation\u00e4ren) Lasten der corona- und kriegsbedingten Angebotsschocks verteilt werden. Ob die \u201eVolcker-Strategie\u201c noch funktioniert, ist unklar. In der Vergangenheit hat man darauf vertraut, dass eine rigorose Geldpolitik die Spitzen der Inflation bricht. Die Bundesbank hat diese Linie kompromisslos vertreten und den Gewerkschaften in den \u00d6lpreis-Krisen monet\u00e4r auf die Finger geklopft. Der Preis war eine veritable Stabilisierungskrise. Das w\u00e4re heute nicht viel anders. Angebotsschocks mit Nachfragemitteln zu bek\u00e4mpfen, ist immer kostspielig. Die Lasten m\u00fcssen vor allem von den (international immobilen) Arbeitnehmern getragen werden. Es ist zweifelhaft, ob die EZB bereit ist, diese konsequente geldpolitische Strategie zu fahren. Dagegen sprechen fiskalische und finanzielle Abh\u00e4ngigkeiten. Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen, dass die EZB den Zielkonflikt zwischen Preisniveau- und Finanzmarktstabilit\u00e4t eher zugunsten der Inflation l\u00f6sen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Energiekrise hat gezeigt, dass einige L\u00e4nder lieber auf Preiskontrollen setzen, um das Inflationsproblem anzugehen und die Verteilungsfrage zu beantworten. Verbietet die Politik steigende Preise, so die Idee, lie\u00dfe sich die Inflation im Keim ersticken. Es w\u00e4ren die Unternehmen, denen die angebotsseitigen Lasten aufgeb\u00fcrdet werden sollen. Die \u201eDeckelei\u201c in der Energiepreiskrise zeigt, wie beliebt staatlich kontrollierte Preise inzwischen sind. Und noch etwas k\u00f6nnte man mit Preiskontrollen en passant erledigen: Gro\u00dfe Gewinne der Unternehmen w\u00fcrden verhindert, Profit-Preis-Spiralen unm\u00f6glich. Das ist Unfug. Ein solches inflation\u00e4re Szenario w\u00e4re nur denkbar, wenn die Marktmacht der Unternehmen st\u00e4ndig stiege. Das ist nicht der Fall. Tempor\u00e4r h\u00f6here Preisaufschl\u00e4ge in einigen Branchen sind m\u00f6glich (<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=31514\">hier<\/a>), nicht aber \u201egaloppierende\u201c f\u00fcr ganze Volkswirtschaften. Wo reger Wettbewerb herrscht, ist gro\u00dfe Preissetzungsmacht nicht von Dauer (Niklas Z\u00e1boji). Dagegen spricht auch eine relativ stabile Lohnquote, die am aktuellen Rand im Jahr 2022 gegen\u00fcber 2021 sogar wieder etwas gestiegen ist. Hohe Gewinne treiben die Inflation nicht. Sie sind das Ergebnis. Die Erfahrung hat gezeigt, Preiskontrollen sind ineffizient und ungerecht. Sie kurieren allenfalls an Symptome. Die Nachfrage\u00fcberh\u00e4nge nehmen zu, die Nachfrage steigt, das Angebot sinkt. B\u00fcrokraten verwalten die gestiegene Knappheit. Vetternwirtschaft und Korruption dominieren. Die Ungerechtigkeit bl\u00fcht. Inflation wird nur zeitlich zur\u00fcckgestaut. Daf\u00fcr bricht sie sp\u00e4ter umso st\u00e4rker auf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"751\" src=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/lohnquote-1024x751.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33502\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/lohnquote-1024x751.png 1024w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/lohnquote-300x220.png 300w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/lohnquote-768x563.png 768w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/lohnquote.png 1196w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Einen anderen Weg, Lasten zu verteilen, gehen korporatistische Ans\u00e4tze. Die Idee solcher \u201eKonzertierter Aktionen\u201c ist einfach: Die Lasten sollen einvernehmlich auf Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Steuerzahler aufgeteilt werden. Der Deal sieht meist vor, dass die Gewerkschaften auf \u201e\u00fcberm\u00e4\u00dfige\u201c Lohnforderungen verzichten, die Arbeitgeberverb\u00e4nde ihren Mitgliedern empfehlen, sich mit niedrigeren Gewinnen zufriedenzugeben und die Politik die Tarifpartner meist mit steuerlichen und regulatorischen Hilfen und oft mit Subventionen entsch\u00e4digt. Damit w\u00e4ren Lohn-Preis-Spiralen entsch\u00e4rft. Das Problem ist allerdings nicht vom Tisch. Solche Arrangements schieben das Problem nur auf (\u201ekick the can down the road\u201c) und verlagern die Lasten auf die Steuer- und Abgabenzahler. Der Preisauftrieb kommt \u00fcber h\u00f6here Steuern und Abgaben heute, wenn die staatlichen \u201eBelohnungen\u201c f\u00fcr die Tarifpartner von Steuer- und Abgabenzahler finanziert werden m\u00fcssen, wie der steuerfreie Inflationsausgleich von 3.000 Euro, den die Bundesregierung eingef\u00fchrt hat. Sie treten erst \u201emorgen\u201c auf, wenn sie, wie beim 200 Mrd. Euro-Doppelwumms, \u00fcber h\u00f6here Schulden finanziert werden. Korporatistische L\u00f6sungen sind nicht nur ineffizient. Sie sind auch ungerecht, weil sie meist zu Lasten k\u00fcnftiger Generationen gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Dezentrale Lohn- und Tarifpolitik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der EZB sind fiskalisch und finanziell die H\u00e4nde gebunden. Teilweise wurden sie ihr gebunden, teilweise hat sie sich selbst gefesselt. Eine Pause im Zyklus der Zinserh\u00f6hungen liegt in der Luft (<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=33437\">hier<\/a>). Die Inflation wird wohl erst einmal hoch bleiben. Das sind keine guten Nachrichten f\u00fcr die laufenden und kommenden Tarifverhandlungen. Der Arbeitskampf wird intensiv bleiben, mit heftigen Streiks ist weiter zu rechnen. Wer soll die Lasten corona- und kriegsbedingter Angebotsschocks tragen? Es droht ein anhaltender Verteilungskampf. Die Gefahr einer Preis-Lohn-Spirale ist hoch. Es liegt allerdings auch an den arbeitsmarktlichen Institutionen, wie dynamisch sie sich entwickelt. Ein neues institutionelles Arrangement der Lohn- und Tarifpolitik k\u00f6nnte die Lage entspannen. Die kartellierte Tarifautonomie mit ihren Fl\u00e4chentarifen ist anf\u00e4lliger f\u00fcr Preis-Lohn-Spiralen. Bei Fl\u00e4chentarifen besteht immer die Gefahr, alle Unternehmen \u00fcber den Kamm gleicher L\u00f6hne und Tarife zu scheren. Auf die wirtschaftliche Lage einzelner Unternehmen wird wenig R\u00fccksicht genommen. Die Anreize der Gewerkschaften, sich beim (einheitlichen) Kaufkraftausgleich zur\u00fcckzuhalten, sind eher gering. Damit sind unn\u00f6tige effizienzverschlingende Zweitrunden-Effekte fast unvermeidlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine wettbewerblichere Tarifautonomie k\u00f6nnte die Dynamik einer Preis-Lohn-Spirale bremsen. Bei dezentraleren Lohn- und Tarifverhandlungen steht die wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit der einzelnen Unternehmen st\u00e4rker im Mittelpunkt (<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26711\">hier<\/a>). Das wird in Unternehmen, denen das Wasser \u00f6konomisch bis zum Hals steht, dazu f\u00fchren, dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber eher auf Lohn- und Tarifabschl\u00fcsse einigen werden, die das Unternehmen nicht in den Abgrund rei\u00dfen. Der Druck auf h\u00f6here L\u00f6hne ist geringer. Die Gefahr steigender Preise f\u00e4llt niedriger aus. Umgekehrt ist es in Unternehmen, denen es wirtschaftlich gut geht. Hier werden sich die Lohnsteigerungen an der h\u00f6heren \u00f6konomischen Leistungsf\u00e4higkeit orientieren. Die Arbeitnehmer werden st\u00e4rker und schneller an den (h\u00f6heren) Gewinnen der Unternehmen beteiligt. Der Druck auf h\u00f6here G\u00fcterpreise ist schw\u00e4cher, die Gefahr von Profit-Preis-Spiralen geringer. Es gilt also: Eine betrieblichere Lohn- und Tarifpolitik orientiert sich mehr an den Verteilungsspielr\u00e4umen der einzelnen Unternehmen. Sie bremst die Dynamik von Preis-Lohn-Spiralen. Wohlfahrtsmindernde Zweitrunden-Effekte werden unwahrscheinlicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines k\u00f6nnen aber auch betriebliche B\u00fcndnisse f\u00fcr Arbeit nicht leisten. Sie k\u00f6nnen die Lasten der monet\u00e4r alimentierten Inflation nicht eliminieren. Die Lasten sind eingetreten und m\u00fcssen getragen werden. Allerdings: Die Zusatzlasten aus den \u201eZweitrunden-Effekten\u201c einer Preis-Lohn-Spiralen fallen geringer aus als bei Fl\u00e4chentarifen. Das ist nicht wenig. Trotzdem: Die Frage, wie Lasten verteilt werden, stellt sich weiter. Die Antwort ist immer die gleiche: Es trifft vor allem die Faktoren, die nicht oder weniger schnell als andere weglaufen k\u00f6nnen. Das ist prim\u00e4r die (immobile) Arbeit. Es liegt allerdings auch im l\u00e4ngerfristigen Interesse der Unternehmen, wenn sie einen Teil der Lasten tragen. Humankapital ist f\u00fcr den unternehmerischen Erfolg unerl\u00e4sslich und teuer. Die Lasten werden unter dem neuen institutionellen Arrangement anders auf die Arbeitnehmer verteilt. Die L\u00f6hne entwickeln sich von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Gleiche Arbeit wird ungleich entlohnt. Die inter-personelle Lohnstruktur wird heterogener. Das ist der distributive Preis einer effizienteren Allokation. Und noch etwas wird durch betriebliche B\u00fcndnisse f\u00fcr Arbeit nicht gel\u00f6st. Das Problem der Niedrigl\u00f6hner bleibt bestehen. Es ist die origin\u00e4re Aufgabe des Sozialstaates, hier \u00fcber zielgerichtete personelle Transfers zu helfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die wirtschaftliche Lage ist verfahren. Noch immer ist die Inflation hoch. Die Kerninflationsrate steigt sogar noch. Die geldpolitische Glaubw\u00fcrdigkeit der EZB ist angeschlagen. Sie verheddert sich in Zielkonflikten. An ihrer Unabh\u00e4ngigkeit wird gezweifelt. Nicht nur die Gewerkschaften trauen ihr nicht mehr zu, die Inflation in absehbarer Zeit in die N\u00e4he von 2 % zu bringen. Die neusten Turbulenzen auf den Finanzm\u00e4rkten, Silicon Valley Bank und Credit Suisse, verst\u00e4rken diesen Eindruck. Eine baldige Pause bei den Zinserh\u00f6hungen ist wahrscheinlich. Die Gewerkschaften reagieren in den Tarifauseinandersetzungen aggressiv. Sie fordern (sehr) hohe L\u00f6hne, um gegen (erwartete) k\u00fcnftig hohe Inflationsraten gewappnet zu sein. Setzen sie sich durch, zahlen sie einen hohen Preis. Die Gefahr einer Preis-Lohn-Preis-Spirale w\u00e4chst, die Inflation verh\u00e4rtet sich, die allokativen Verzerrungen nehmen zu. Und die Stabilisierung wird sp\u00e4ter umso teurer, je l\u00e4nger die Inflation anh\u00e4lt. Die Kosten zahlen (auch) die Arbeitnehmer \u00fcber niedrigere Reall\u00f6hne oder weniger Besch\u00e4ftigung. Betriebsn\u00e4here Tarifverhandlungen k\u00f6nnen helfen. Sie verringern die Lasten der Angebotsschocks f\u00fcr die Arbeitnehmer zwar nicht, sie verteilen sie aber anders. Die gef\u00e4hrliche Dynamik von Preis-Lohn-Spiralen wird damit entschleunigt. Effizienzverschlingende Zweitrunden-Effekte werden eingebremst. Allerdings: Allein schon das Organisationsinteresse der Tarifpartner spricht gegen ein solches dezentraleres Arrangement der kollektiven Lohn- und Tariffindung. Wir werden wohl noch l\u00e4nger mit hohen Inflationsraten leben m\u00fcssen.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Inflation kommt nicht \u00fcber uns als ein Fluch oder als ein tragisches Geschick; sie wird immer durch eine leichtfertige oder sogar verbrecherische Politik hervorgerufen.\u201c &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=33500\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eInflation ist (auch) das Ergebnis von Verteilungsk\u00e4mpfen<br \/><b>Exogene Schocks, aggressive Gewerkschaften und abh\u00e4ngige Notenbanken<\/b>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":33525,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1705,2577,12],"tags":[556,441,141,2011,375],"class_list":["post-33500","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-inflationaeres","category-lohnpolitisches","category-monetares","tag-berthold","tag-gewerkschaften","tag-inflation","tag-notenbanken","tag-verteilungskampf"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - 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