{"id":3475,"date":"2010-06-01T00:01:04","date_gmt":"2010-05-31T23:01:04","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=3475"},"modified":"2010-08-28T10:52:26","modified_gmt":"2010-08-28T09:52:26","slug":"gastbeitragder-segen-der-boesen-und-der-fluch-der-gut-gemeinten-tatspekulanten-eignen-sich-nicht-als-suendenboecke-und-hilfe-hilft-nicht-immer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=3475","title":{"rendered":"Der Segen der b\u00f6sen und der Fluch der gut gemeinten Tat<br\/><small>Spekulanten eignen sich nicht als S\u00fcndenb\u00f6cke und Hilfe hilft nicht immer!<\/small>"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em>\u201eDie seit Monaten anhaltende Spekulation gegen den Euro ist nicht nur eine ungeheure finanz- und w\u00e4hrungspolitische Herausforderung. Sie ist dar\u00fcber hinaus eine existenzielle Gef\u00e4hrdung des europ\u00e4ischen Integrationsprozesses.\u201c (D. Sp\u00f6ri &amp; M. Angelopoulos in einer Pressemitteilung vom 5. Mai 2010)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Dieses Zitat zweier Verbandsvertreter d\u00fcrfte die aktuelle Stimmungslage ziemlich genau wiedergeben. Es zeichnet ein einfaches und deshalb \u00fcberzeugendes Bild: Man identifiziert einen Schuldigen (die Spekulanten), eine schuldhafte Handlung (die Spekulation) und ein sympathisches, unschuldiges Opfer (den Euro, Griechenland und den europ\u00e4ischen Integrationsprozess). Sogar ein Ausweg aus der Krise wird indirekt mitgeliefert: Man muss nur das Opfer vor dem Schuldigen sch\u00fctzen \u2013 etwa durch das Verbot des Handels von Credit Default Swaps (CDS) \u2013 und schon ist das eigentlich gar nicht existierende, im Grunde nur spekulativ verursachte Problem gel\u00f6st. Es w\u00e4re zauberhaft, wenn die Welt so einfach w\u00e4re. Leider ist sie es nicht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>1.\tVom Segen der b\u00f6sen Tat<\/strong><\/p>\n<p>Im Zentrum der Diskussion um eine Attacke gegen den Euro steht die Spekulation mit CDS. Ein CDS ist eigentlich nur eine Versicherung gegen einen Kreditausfall: Hat ein Kreditgeber, etwa eine Bank, Sorge, dass ein Kredit nicht zur\u00fcckgezahlt werden kann, so kauft sie sich einen CDS. Gegen die Zahlung einer j\u00e4hrlichen Pr\u00e4mie, \u00fcblicherweise ausgedr\u00fcckt in Basispunkten (1\/100 eines Prozents) der Versicherungssumme, erwirbt sie das Anrecht auf eine Entsch\u00e4digung f\u00fcr den Fall, dass der Kredit ausf\u00e4llt. Nehmen wir etwa an, der Kredit betrage eine Million Euro und die Pr\u00e4mie entspreche 200 Basispunkten (2 Prozent), dann zahlt die Bank j\u00e4hrlich 20.000 Euro Versicherungspr\u00e4mie. F\u00e4llt der Kredit aus, zahlt der Versicherer eine Million Euro, anderenfalls zahlt er nichts. Nun kann mit einem CDS-Papier nicht nur ein Risiko abgesichert werden, es sind auch spekulative Gesch\u00e4fte m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Angenommen, Spekulant S sei davon \u00fcberzeugt, dass eine angemessene Pr\u00e4mie f\u00fcr einen entsprechenden CDS 400 Basispunkte betrage. Dar\u00fcber hinaus vermute er, der Markt werde in sechs Monaten eine entsprechende Anpassung vornehmen. In diesem Fall kann S durch zwei gekoppelte Gesch\u00e4fte eine Spekulation vornehmen. Handlung 1: Zun\u00e4chst kauft er zu gegenw\u00e4rtigen Konditionen einen CDS (Pr\u00e4mie: 200 Basispunkte). Dies ist auch dann m\u00f6glich, wenn er selbst gar keine Anleihen des betreffenden Unternehmens oder Landes h\u00e4lt. Handlung 2: Sechs Monate sp\u00e4ter verkauft er \u2013 falls seine Erwartungen erf\u00fcllt werden \u2013 einen CDS mit einer dann g\u00fcltigen Pr\u00e4mie von 400 Basispunkten. Daf\u00fcr erh\u00e4lt er j\u00e4hrlich 40.000 Euro, sodass sein Spekulationsgewinn 20.000 Euro f\u00fcr den Rest der Laufzeit des CDS \u2013 abz\u00fcglich der anteiligen Pr\u00e4mie f\u00fcr ein halbes Jahr Versicherung (10.000 Euro) \u2013 betr\u00e4gt. Sollte er sich hingegen geirrt haben und der Pr\u00e4miensatz w\u00e4re nicht hinreichend gestiegen, so erlitte S einen Verlust. Diese wie auch jede andere Art der Spekulation basiert darauf, dass der Spekulant vermutet, dass die Preise von Verm\u00f6gensobjekten \u00c4nderungen unterliegen, sodass er kauft, wenn die Preise niedrig sind und verkauft, wenn die Preise hoch sind. Beh\u00e4lt er Recht, so verdient er Geld, irrt er sich, dann muss er Einbu\u00dfen hinnehmen.<\/p>\n<p>Welche gesellschaftlichen Folgen weist eine derartige Spekulation auf? Handelt es sich beim Spekulanten um einen vereinzelten Akteur mit vernachl\u00e4ssigbarem Handelsvolumen, so erg\u00e4ben sich keine sp\u00fcrbaren Folgen f\u00fcr die Gesellschaft. Volkswirtschaftlich wird die Spekulation erst dann interessant, wenn sie ein sp\u00fcrbares Volumen annimmt. In diesem Fall sind es regelm\u00e4\u00dfig viele Akteure mit vergleichbaren Erwartungen \u00fcber die Preisentwicklung, die aktiv werden. Nehmen wir das Beispiel eines Unternehmens, dessen Wirtschaftlichkeit durch eine neue Technologie gef\u00e4hrdet ist. Vorausschauende Spekulanten, die dies korrekt erkennen, werden nun CDS f\u00fcr Kredite des Unternehmens nachfragen, was die k\u00fcnftig zu erwartenden Pr\u00e4mienerh\u00f6hungen partiell vorwegnehmen wird, also zu sofortigen Pr\u00e4mienerh\u00f6hungen f\u00fchrt. Diese signalisieren dem Markt die h\u00f6heren Risiken des Unternehmens, sodass Kreditgeber gewarnt werden, weiteres Kapital in das betreffende Unternehmen zu investieren. Auf diese Weise wird verhindert, dass gutes Geld dem schlechten hinterher geworfen wird und dass Sparer ihr Verm\u00f6gen verlieren.<\/p>\n<p>Problematisch wird die Spekulation erst dann, wenn sich die Spekulanten irren. In diesem Fall muss das Unternehmen gegebenenfalls h\u00f6here Risikoaufschl\u00e4ge in Kauf nehmen und gegebenenfalls das Investitionsvolumen drosseln. Volkswirtschaftlich w\u00fcnschenswerte Investitionen unterbleiben dann. Andererseits wird ein gesundes Unternehmen auch die tempor\u00e4r h\u00f6heren Kreditzinsen verkraften, sodass mittelfristig die Abwertungserwartungen der Spekulanten widerlegt werden. Unter diesen Umst\u00e4nden verlieren die Spekulanten viel Geld. Sie haben somit ein fundamentales Interesse daran, die Signale des Marktes richtig zu interpretieren. Dass dies in einer sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden Welt nicht fehlerfrei m\u00f6glich ist, soll nicht bestritten werden. Dennoch gilt, dass das Rentabilit\u00e4tskalk\u00fcl der Spekulanten, also ihre Kapitalrechnung \u201eals Verfahren so brauchbar [ist], als sie nur sein kann, und keine Verbesserung k\u00f6nnte sie vervollkommnen. [\u2026] Dass sie kein Werkzeug zur sicheren Erforschung der k\u00fcnftigen Dinge ist und dass sie dem menschlichen Handeln nicht den spekulativen Charakter nehmen kann, kann nur in den Augen jener als Mangel erscheinen, die sich nicht damit abzufinden verm\u00f6gen, dass Welt und leben nicht starr und tot sind, sondern sich immerfort wandeln, und dass wir \u00fcber diese Wandlungen im Voraus nichts sicher wissen\u201c (Ludwig von Mises 1940).<\/p>\n<p>Derzeit wird das obige Irrtumsszenario in einer extremeren Form diskutiert: Die Spekulanten w\u00fcrden demnach nicht von den Fakten korrigiert, sondern w\u00e4ren dazu in der Lage, selbst Fakten zu schaffen! So unterl\u00e4ge das eigentlich gesunde, hochgradig rentable Unternehmen so hohen Risikoaufschl\u00e4gen, dass es den Betrieb nicht mehr aufrechterhalten kann. Durch die Insolvenz kassieren die CDS-Inhaber die Versicherungssumme und haben so durch ihr zerst\u00f6rerisches Werk viel Geld verdient. Um die Dramaturgie auf die Spitze zu treiben, wird der Kauf eines CDS gern mit dem Kauf einer Feuerversicherung durch Nachbarn (die Spekulanten), die damit einen Anreiz zum Anz\u00fcnden des versicherten Hauses erhalten, verglichen.<\/p>\n<p>Doch wie soll dies konkret von statten gehen? W\u00fcrde sich ein einzelner Spekulant, der gegen das Unternehmen wettet, gegen den Markt, der das Unternehmen vorteilhafter einsch\u00e4tzt, durchsetzen k\u00f6nnen? Nein, denn dazu fehlt ihm das erforderliche Volumen an Finanzmitteln. Au\u00dferdem w\u00fcrde er dabei sein gesamtes Verm\u00f6gen riskieren.<\/p>\n<p>Wenn es nicht ein einzelner Spekulant ist, gibt es dann vielleicht eine weltweite Verschw\u00f6rung der Spekulanten gegen das gesunde Unternehmen? Nun, auch dies ist zweifelhaft, denn sobald die Risikopr\u00e4mien \u00fcberh\u00f6ht sind, lohnt es sich f\u00fcr jeden einzelnen Anleger, Kredite zu einem nunmehr erh\u00f6hten Zinssatz an das Unternehmen zu vergeben. Dies gen\u00fcgt dem Unternehmen, um zu \u00fcberleben, das Spekulationskomplott w\u00e4re gescheitert, und die Spekulanten w\u00fcrden Verluste erleiden.<\/p>\n<p>K\u00f6nnte es jedoch sein, dass sich wider besseres Wissen eine spekulative Blase gegen das Unternehmen bildet? Die Anleger sehen das Verhalten der anderen Anleger und \u00fcbernehmen nun \u2013 obwohl sie zuvor von der Gesundheit des Unternehmens \u00fcberzeugt waren \u2013 ungepr\u00fcft die Einsch\u00e4tzung der die Blase ausl\u00f6senden Spekulanten. Die Anleger verhalten sich also wie die Lemminge und laufen dem Trendsetter nach. So plausibel diese Erwartungsdynamik f\u00fcr spekulative Blasen auf Aktienm\u00e4rkten auch sein kann, im Hinblick auf einen Schuldner und die Spekulation auf seinen Ruin funktioniert sie jedoch nicht. Es gen\u00fcgt schon ein einziger gro\u00dfer oder wenige kleinere Anleger, die auf ihre eigene Meinung vertrauen. Wie schon im vorherigen Szenario erhalten sie durch die aus ihrer Sicht sinnvolle Kreditvergabe eine Verzinsung, die oberhalb der normalen Marktrendite liegt. Durch die Vergabe des Kredits wird das Unternehmen gerettet, und alle Ruin-Spekulanten erleiden Einbu\u00dfen. Eine Spekulation darauf, dass nicht ein einziger Kreditgeber auf sein eigenes (und richtiges!) Urteil vertraut, gleicht eher einem Himmelfahrtskommando als einer auf Gewinnerzielung ausgerichteten Spekulation!<\/p>\n<p>Keines der drei Szenarien, die gegen die Spekulation in CDS vorgebracht werden, h\u00e4lt somit einer n\u00e4heren Betrachtung stand. Nur wenn alle relevanten Marktteilnehmer der \u00dcberzeugung sind, dass entsprechende Kreditrisiken vorliegen, wird die CDS-Spekulation in die Insolvenz des Unternehmens f\u00fchren. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen sich auch die Investoren in ihrer Gesamtheit irren, niemand kann dies v\u00f6llig ausschlie\u00dfen. Es ist aber ungleich wahrscheinlicher, dass die Kreditgeber, die ihr eigenes Verm\u00f6gen riskieren und alle zu einer vergleichbaren Einsch\u00e4tzung kommen, die Lage pr\u00e4ziser einsch\u00e4tzen als unbeteiligte und schlecht informierte Journalisten, Politiker, Gewerkschafter oder andere Interessenvertreter.<\/p>\n<p>Die hier vorgetragene Wirkungsweise der Spekulation mit CDS l\u00e4sst sich auch auf andere Spekulationsinstrumente \u00fcbertragen. Auch kann man das Unternehmen durch eine andere Art des Kreditnehmers ersetzen, wie zum Beispiel durch einen Staat wie Griechenland. Was w\u00fcrde dies \u00e4ndern? Einerseits gen\u00fcgt zur Finanzierung der griechischen Staatsschuld nicht eine einzelne Gesch\u00e4ftsbank. Dies \u201eerleichtert\u201c die Spekulation auf einen Ruin. Andererseits verf\u00fcgen souver\u00e4ne Staaten \u00fcber eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Robustheit gegen einen Bankrott. Schlie\u00dflich haben viele potentielle Kreditgeber bereits erheblich Mittel im betrachteten Land eingesetzt. Eine Spekulation gegen dieses Land gef\u00e4hrdet damit die bereits vergebenen Kredite und ist folglich nicht rentabel. Solange diese Banken davon \u00fcberzeugt sind, dass das Land seine Schulden bedienen kann, lohnt es sich f\u00fcr sie nicht, auf dessen Zusammenbruch zu spekulieren. Bezweifeln sie hingegen die Solvenz des Schuldnerstaates, dann w\u00e4ren die zuvor leichtfertig vergebenen Kredite hochgradig gef\u00e4hrdet. In dieser Situation w\u00fcrde es sich durchaus lohnen, eine scheinbar irrationale Spekulationswelle argumentativ dazu zu nutzen, den eigenen Staat oder die EU dazu zu bewegen, eine Kreditb\u00fcrgschaft zu \u00fcbernehmen. Die Kosten der eigenen Fehlentscheidungen werden somit geschickt auf die Gesellschaft \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Kommen wir zur\u00fcck zum popul\u00e4ren Feuerversicherungsbeispiel der CDS-Spekulation und passen wir es der Sachlage ein wenig besser an. Dann zeigt sich, dass die Nachbarn (die Spekulanten) bemerkt haben, dass die Kinder im zu versichernden Haus regelm\u00e4\u00dfig mit offenem Feuer spielen. Indem die um ihre eigenen H\u00e4user besorgten Nachbarn die Versicherung (CDS) auf das gef\u00e4hrdete Haus kaufen, erzeugen sie ein Signal f\u00fcr die Versicherung, dass Gefahr im Verzug ist. Die Versicherung wird aktiv, dr\u00e4ngt den Hausbesitzer zu einem umsichtigeren Verhalten und vermeidet somit den Hausbrand sowie dessen \u00dcbergreifen auf die Nachbarh\u00e4user. Wenn dies kein Segen ist, was dann?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>2. Die Bedrohung der Opfer vor und nach den Rettungsma\u00dfnahmen<\/strong><\/p>\n<p>Das Eingangszitat suggeriert, die Finanzmarktaktivit\u00e4ten seien \u201egegen den Euro\u201c gerichtet. Der Euro sei als W\u00e4hrung bedroht. Was ist damit eigentlich gemeint? Wenn Spekulanten der Auffassung sind, ein europ\u00e4isches Unternehmen sei zu hoch verschuldet und m\u00fcsse bei Kreditvergaben mit einer h\u00f6heren Risikopr\u00e4mie versehen werden, so gef\u00e4hrdet dies keineswegs die W\u00e4hrung als solche. Was ist anders, wenn der Kreditnehmer ein Staat der EU ist?<\/p>\n<p>Zum einen ist das Volumen der Verschuldung h\u00f6her als bei einem oder wenigen Unternehmen. Grunds\u00e4tzlich \u00e4ndert dies aber nichts daran, dass durch eine Umschuldungsvereinbarung ein \u2013 insbesondere f\u00fcr Griechenland \u2013 sicher mehr als unbequemer Neubeginn m\u00f6glich w\u00e4re. Der Euro als W\u00e4hrung wird dadurch jedoch nicht gef\u00e4hrdet. Zum anderen \u2013 und dies scheint der wichtigere Punkt zu sein \u2013 zeigt die Geschichte, dass Staatsschulden nicht selten durch Inflation beseitigt werden. Es d\u00fcrfte wohl eher diese Projektion sein, die den Euro so stark unter Druck setzt. Solange jedoch eine unabh\u00e4ngige Europ\u00e4ische Zentralbank verhindert, dass Staatsanleihen durch frisch gedrucktes Geld vom Markt genommen werden, bleibt dies eher eine Gefahr im Hintergrund, ein Risiko, das zu einer gewissen Abwertung, nicht aber zu einer Gef\u00e4hrdung der W\u00e4hrung f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Verfolgt man die wirtschaftspolitischen Debatten vor Etablierung des Rettungsschirms, so wurde vor allem die Abwertung des Euros an den Devisenm\u00e4rkten diskutiert. Ein sinkender US-Dollar\/Euro-Kurs ist jedoch etwas anderes als die grunds\u00e4tzliche Gef\u00e4hrdung des Euros als W\u00e4hrung. Zum einen sind Wechselkursschwankungen auch f\u00fcr stabile W\u00e4hrungen nichts Unbekanntes. Selbst die als sehr stabil anerkannte DM unterlag erheblichen Schwankungen. Im Jahr 1985 erreichte der DM\/$-Kurs einen  Wert von 2,94, w\u00e4hrend er zehn Jahre sp\u00e4ter nur noch 1,43 betrug. Diese Schwankung ist gr\u00f6\u00dfer als die des Euro (Jan 2002: 0,9 $\/\u20ac; Juli 2008: 1,599 $\/\u20ac). Man beachte au\u00dferdem, dass der Euro derzeit noch deutlich h\u00f6her bewertet wird als im Jahr 2002. Zum anderen sind W\u00e4hrungsabwertungen nicht notwendigerweise schlecht. Sicher, ein hoher (niedriger) $\/\u20ac-Kurs verbilligt (verteuert) die Importe, insbesondere auch die fossiler Energietr\u00e4ger. Andererseits verringert (erh\u00f6ht) er auch die Wettbewerbsf\u00e4higkeit deutscher Unternehmen. Problematisch werden Abwertungen erst dann, wenn sie dauerhaft und die Folge einer anhaltenden Inflation (im Inland) sind.<\/p>\n<p>Es kann allerdings festgestellt werden, dass der Euro-Raum sicher keinen optimalen W\u00e4hrungsraum im Sinne des Nobelpreistr\u00e4gers Robert Mundell darstellt. Die Unterschiede zwischen den beteiligten L\u00e4ndern sind sehr gro\u00df, w\u00e4hrend die Mobilit\u00e4t des Faktors Arbeit eher gering ist. Beides legt nahe, dass die Euro-L\u00e4nder wiederholt unterschiedliche wirtschaftspolitische Erfordernisse aufweisen, die nicht gleichzeitig durch eine einheitliche europ\u00e4ische Geldpolitik erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Hinzu kommt, dass die Verschuldungsproblematik Griechenlands, das in seiner Geschichte bereits f\u00fcnfmal umgeschuldet hat, gerade durch den Beitritt zum Euro noch versch\u00e4rft wurde, da es fortan nur noch geringere Zinss\u00e4tze akzeptieren musste.<\/p>\n<p>Meines Erachtens hat der Schuldenstand Griechenlands genauso wie die CDS-Spekulation nicht den Euro als W\u00e4hrung gef\u00e4hrdet. Erst die Rettungsma\u00dfnahmen \u201ef\u00fcr den Euro\u201c k\u00f6nnen langfristig zum Scheitern des Euros f\u00fchren. Bei der Einf\u00fchrung des Euros herrschte scheinbar ein Konsens \u00fcber die Einhaltung der Regeln des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakts. Tats\u00e4chlich aber werden zentrale Forderungen genau dieses Paktes seit Jahren von vielen L\u00e4ndern (auch Deutschland!) verletzt. Dies erh\u00f6ht in der langen Frist den Druck auf Politik und Zentralbank, das Instrument der Inflation zur Schuldentilgung zu nutzen. Die Verletzung des Bail-out-Verbots, also die \u00dcbernahme griechischer Schuldenlasten durch die europ\u00e4ischen Mitgliedsstaaten, verst\u00e4rkt diesen Prozess noch zus\u00e4tzlich. Die Leichtigkeit, mit der der als unantastbare W\u00e4hrungsverfassung bezeichnete Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakt ignoriert wurde, kann erschrecken. Die Schnelligkeit, mit der das Bail-out-Verbot ausgehebelt wurde, zeigt die Irrelevanz der Versprechen in die G\u00fcltigkeit des europ\u00e4ischen Regelsystems. Alle Beteuerungen zuk\u00fcnftigen Stabilit\u00e4tsverhaltens k\u00f6nnen zuk\u00fcnftig nur noch als \u201echeap talk\u201c, als \u201ebilliges Geschw\u00e4tz\u201c abgetan werden. Es ist offensichtlich, dass sich niemand an die Spielregeln gebunden f\u00fchlte, und es ist unglaubw\u00fcrdig, dass sich dieselben Akteure zuk\u00fcnftig an die Regeln gebunden f\u00fchlen werden.<\/p>\n<p>Weitaus dramatischer ist jedoch das Umfallen der Europ\u00e4ischen Zentralbank. Nicht nur, dass sie inzwischen Ramsch-Anleihen als Pfand f\u00fcr neues Zentralbankgeld akzeptiert, nein, mittlerweile kauft sie sogar griechische Staatsanleihen an. Sie druckt nun buchst\u00e4blich Geld zur Finanzierung von staatlichen Haushaltsdefiziten. Genau dies ist jedoch, so zeigt die Wirtschaftsgeschichte, die Voraussetzung daf\u00fcr, dass sich Haushaltsdefizite den Weg in die Inflation bahnen. Dies geschieht nicht von heute auf morgen, nicht in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren. Aber der Damm ist gebrochen. Langsam aber sicher \u2013 und vor allem unauff\u00e4llig \u2013 werden sich die Politiker aller Parteien der neuen M\u00f6glichkeiten bedienen. Kommt kein entscheidender Einschnitt, so ist es durchaus realistisch, dass der Euro in 10 bis 15 Jahren tats\u00e4chlich eine weiche W\u00e4hrung ist.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnte solch ein rettender Einschnitt aussehen? Definitiv reichen keine unglaubw\u00fcrdigen Beteuerungen, sich des Instruments zuk\u00fcnftig nicht mehr zu bedienen, also kein \u201ebilliges Geschw\u00e4tz\u201c. Die Unterlassung war schon fr\u00fcher versprochen und ist schon jetzt gebrochen worden. Dieser Tabubruch nimmt der EZB ihre Glaubw\u00fcrdigkeit: sie beugt sich dem politischen Druck und bedient kurzfristig ausgerichtete politische Interessen. Die EZB hilft nicht mehr bei der Problembew\u00e4ltigung, im Gegenteil: jetzt ist sie ein zentraler Bestandteil des Problems.<\/p>\n<p>Mitunter wird auch eine zentrale europ\u00e4ische fiskalpolitische Autorit\u00e4t gefordert, um asymmetrische Schocks durch eine europ\u00e4ische Ausgabenpolitik abfedern zu k\u00f6nnen. Im Hinblick auf den faktisch erfolgten Bail-out Griechenlands und den Dammbruch bei der EZB k\u00f6nnte dies der direkte Weg in die europ\u00e4ische Transferunion sein. F\u00fcr Deutschland ist dieser Weg sicher kein guter.<\/p>\n<p>Was bleibt? Meines Erachtens sollte man ernsthaft in Betracht ziehen, Deutschland aus dem Euro-Verbund herauszunehmen und die DM wieder einzuf\u00fchren. Dies wird m\u00f6glicherweise (nicht notwendigerweise!) zu kurz- oder mittelfristigen Reibungen f\u00fchren, kann aber langfristig eine nachhaltige Wirtschaftsordnung sichern. Hat dieser Weg Aussicht auf eine Realisierung? Leider ist hier Pessimismus angebracht. In erster Linie muss zun\u00e4chst eine ernsthafte Diskussion um die Zukunft des europ\u00e4ischen Hauses, das nicht zugleich immer breiter und tiefer werden kann, angesto\u00dfen werden. Nur wenn sich eine \u00fcberragende Mehrheit der Deutschen deutlich gegen eine Beibehaltung des Euros ausspr\u00e4che, k\u00f6nnte ein solcher Kraftakt des W\u00e4hrungswechsels erfolgen. Anderenfalls wird die Politik im Hinblick auf anstehende Wahlen eine Strategie des \u201eWeiter-so\u201c verfolgen. Ob dies allerdings den friedensstiftenden europ\u00e4ischen Integrationsprozess wirklich unterst\u00fctzen wird, ist mehr als zweifelhaft. Weil Deutschland Griechenland zu z\u00f6gerlich bei der Bew\u00e4ltigung der griechischen Schuldenkrise geholfen hat, stellt der griechische Premier Papandreou zum Verh\u00e4ltnis zwischen den V\u00f6lkern fest: \u201eEs herrscht eine gewisse Feindseligkeit.\u201c Wie mag sich diese Haltung noch steigern, wenn erst einmal offen \u00fcber weitere Transfers in anderen Gr\u00f6\u00dfenordnungen gestritten wird? Wird eine W\u00e4hrungsunion, in der L\u00e4ndern mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Interessen eine einheitliche Wirtschaftspolitik aufgezwungen wird, wirklich den Frieden und das Verst\u00e4ndnis zwischen den V\u00f6lkern f\u00f6rdern?<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie seit Monaten anhaltende Spekulation gegen den Euro ist nicht nur eine ungeheure finanz- und w\u00e4hrungspolitische Herausforderung. 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