{"id":35288,"date":"2023-12-13T00:40:00","date_gmt":"2023-12-12T23:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=35288"},"modified":"2024-10-19T15:53:29","modified_gmt":"2024-10-19T14:53:29","slug":"gastbeitragirgendjemand-muss-auf-die-kinder-ja-aufpassenzum-wirtschaftsnobelpreis-fuer-claudia-goldin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=35288","title":{"rendered":"<b>Nobelpreis 2023<\/b><br>Irgendjemand mu\u00df auf die Kinder ja aufpassen!<br><b>Zum Wirtschaftsnobelpreis f\u00fcr Claudia Goldin<\/b>"},"content":{"rendered":"\n<p>Die wichtigste Ehrung in den Wirtschaftswissenschaften, der Preis der Schwedischen Reichsbank in Erinnerung an Alfred Nobel, geht in diesem Jahr an die amerikanische Wirtschaftshistorikerin Claudia Goldin. Die K\u00f6niglich-Schwedische Akademie der Wissenschaften w\u00fcrdigt, dass Goldin das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Ergebnisse von Frauen am Arbeitsmarkt vorangebracht habe. Die 77 Jahre alte Goldin ist erst die dritte Frau, die mit dem Preis ausgezeichnet wurde, nach Elinor Ostrom 2009 und Esther Duflo 2019. Beide hatten die Auszeichnung jeweils zusammen mit anderen Forschern erhalten. Goldin, die mit der Harvard-Universit\u00e4t assoziiert ist, wird die mit 11 Millionen Schwedischen Kronen (rund 948000 Euro) dotierte Auszeichung am 10. Dezember in Stockholm entgegennehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Thema von Goldins Forschung als auch ihr Geschlecht lie\u00dfen viele Kommentatoren jubeln, dass das Preiskomitee ein Signal f\u00fcr mehr Gleichberechtigung von Frauen setze. Die Akademie selbst trug zu diesem Eindruck bei und zeigte eine Tendenz zum politischen Aktivismus. In der Begr\u00fcndung f\u00fcr die Auswahl am Tag der Verk\u00fcndung hob sie hervor, dass Goldins Forschung &#8222;gewaltige soziale Implikationen&#8220; mit sich br\u00e4chte und den Weg f\u00fcr eine bessere Zukunft bereite.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Studien der amerikanischen \u00d6konomin lassen diese Schlussfolgerung nicht direkt zu. In Interviews zeigt die 1946 in New York geborene Golding zwar durchaus ihre Sympathie f\u00fcr die Sache der Frauen. In ihrer Forschung, die die geschichtliche Entwicklung mit \u00f6konomischer Theorie verkn\u00fcpft, beschr\u00e4nkt sie sich aber in guter \u00f6konomischer Tradition auf eine unvoreingenommene Analyse. Pointiert l\u00e4sst sich das Thema ihrer Studien mit der Frage benennen, warum Frauen weniger &#8211; bezahlt &#8211; arbeiten und warum sie weniger als M\u00e4nner verdienen. Von normativen Schlussfolgerungen h\u00e4lt die Wirtschaftshistorikerin sich dabei zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Goldin beschreibt die Rolle der Frauen am Arbeitsmarkt nicht mit den Stereotypen echter oder vermeintlicher Diskriminierung, sondern analysiert sie als \u00f6konomische Entscheidungen von Frauen &#8211; und M\u00e4nnern &#8211; zwischen Ausbildung, Arbeit und Karriere und Kindern und Haushalt. &#8222;Die Menschen k\u00f6nnen sich aussuchen, was sie wollen!&#8220;, sagte Goldin vor einem Jahr in einem Gespr\u00e4ch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Ihre Forschung macht klar, dass eine Vielzahl von Faktoren \u00fcber den beruflichen Aufstieg von Frauen bestimmt: technischer Fortschritt, institutionelle Regeln, Erwartungen der Frauen oder ihre Ausbildung. Diskriminierung oder soziale Normen sind nur zwei Gr\u00fcnde unter anderen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ungleichheit ohne Diskriminierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Deutlich wird das in Goldins Studie von 1990 &#8222;Understanding the Gender Gap: An Economic History of American Women&#8220;, in der sie mit einem verbreiteten Mythos aufr\u00e4umte. Lange hielt sich die Meinung, dass die zunehmende Frauenerwerbst\u00e4tigkeit eine Folge der wirtschaftlichen Entwicklung und des wirtschaftlichen Wachstums sei. Das aber war nach Goldins Analyse ein Trugschluss. Sie zeigte am Beispiel der Vereinigten Staaten seit dem sp\u00e4ten 18. Jahrhundert auf, dass die Frauenerwerbst\u00e4tigkeit sich in einem U\u2013f\u00f6rmigen Verlauf entwickelt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anteil der Frauen an der bezahlten Erwerbst\u00e4tigkeit ging von 1800 bis etwa 1900 zur\u00fcck, um danach wieder zu steigen. Grob gesagt waren um 1800 anteilig \u00e4hnlich viele amerikanische Frauen erwerbst\u00e4tig wie etwa 200 Jahre sp\u00e4ter. Dazwischen aber gab es ein Tief, obwohl die amerikanische Wirtschaft sich \u00fcber den gesamten Zeitraum positiv entwickelte. Das zeigt, dass Wirtschaftswachstum nicht zwingend f\u00f6rderlich f\u00fcr die Frauenerwerbst\u00e4tigkeit ist. Eine \u00e4hnliche U-f\u00f6rmige Entwicklung ist nach Angaben des Nobelpreiskomitees mittlerweile auch f\u00fcr andere L\u00e4nder nachgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kam es, dass Forscher vor Goldin das Ab und Auf der Frauenerwerbst\u00e4tigkeit im Zeitablauf \u00fcbersehen hatten? Ein wichtiger Grund ist, dass sie nicht tief genug in die historischen Archive hinabgestiegen waren. Verheiratete Frauen wurden etwa im amerikanischen Census vor 1940 nur als &#8222;Ehefrauen&#8220; gez\u00e4hlt. Das verdeckte in der Statistik, dass die Frauen T\u00e4tigkeiten aus\u00fcbten, die man als Arbeit ansehen mu\u00df. B\u00e4uerinnen arbeiteten auf dem Hof mit, Frauen von Gastwirten oder Kleingewerbetreibenden halfen im Gesch\u00e4ft aus, andere arbeiteten von zu Hause in Heimarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Anderen Forschern schien es aussichtslos, angesichts der Datenlage etwas \u00fcber die historische Erwerbst\u00e4tigkeit der verheirateten Frauen neben der Familie herauszufinden. Goldin aber sp\u00fcrte in historischen Archiven Quellen auf, die die Erwerbst\u00e4tigkeit von amerikanischen Frauen und ihre Bezahlung beschrieben oder R\u00fcckschl\u00fcsse darauf zulie\u00dfen. Sie selbst hat die Arbeit von \u00d6konomen als Detektivarbeit bezeichnet. Die Ehrung f\u00fcr sie ist so auch eine Ehrung f\u00fcr die wirtschaftshistorische Forschung und die praktische Arbeit in Archiven.<\/p>\n\n\n\n<p>Goldin zeigte mit ihrer Archivarbeit, dass die Frauenarbeit in fr\u00fcheren Studien oft zu niedrig beziffert oder gesch\u00e4tzt wurde. Sie fand Hinweise, dass mit dem Wandel von der Landwirtschaft und Heimarbeit zur Industrie, aber auch mit dem relativen Bedeutungsverlust von inhabergef\u00fchrten Kleingewerben, der Anteil der Frauen am Arbeitsmarkt zur\u00fcckging. Die Industrialisierung bot in den Anfangsjahren zwar gerade unverheirateten jungen Frauen viele Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten. In manchen amerikanischen Bundesstaaten arbeiteten damals nach Goldins Erkenntnis 40 Prozent der unverheirateten Frauen in der Industrie. Andererseits verdr\u00e4ngten die Industrialisierung und die Fabrikarbeit die Heimarbeit, die es verheirateten Frauen erm\u00f6glicht hatte, Familie und Arbeit zu verbinden. In der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts gab es nach Goldins Forschung dann zunehmend Regulierungen, mit denen Frauen von bestimmten Berufen ferngehalten wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Aufkommen der B\u00fcro- und Angestelltenarbeit, die mehr Kopf als Muskelkraft erforderte, zog die Frauenerwerbst\u00e4tigkeit im 20. Jahrhundert wieder an. Gesetzliche Regelungen gegen die Frauenarbeit in bestimmten Berufen fielen. Der Zweite Weltkrieg zog mehr Frauen nur tempor\u00e4r in das verarbeitende Gewerbe. Die \u00d6ffnung der Unternehmen f\u00fcr regul\u00e4re Teilzeitarbeit in den vierziger und f\u00fcnfziger Jahren er\u00f6ffnete gerade verheirateten Frauen die Chance auf R\u00fcckkehr ins Berufsleben nach einer Kinderpause, zumal der technische Fortschritt die Hausarbeit weniger zeitintensiv machte. Sp\u00e4ter erm\u00f6glichte die Erfindung der Antibabypille den Frauen eine bewusste zeitliche Planung ihrer Ausbildung und beruflichen Laufbahn. Ihr Anteil am Erwerbsleben stieg, bestimmt im zwanzigsten Jahrhundert vor allem durch Frauen, die nach einer Kinderpause wieder ins Erwerbsleben einstiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Geschichtsschreibung spielen Diskriminierung und der Schutz der M\u00e4nner vor konkurrierenden Frauen im Erwerbsleben nur eine kleine Rolle. Entscheidender sind strukturelle Ver\u00e4nderungen der Wirtschaft und technische Entwicklungen wie die Antibabypille. Sie bestimmten die Spielr\u00e4ume der Frauen im Berufsleben, die sich den Gegebenheiten anpassten. Es ist eine Analyse, die die individuelle Entscheidungsfreiheit betont.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gierige Berufe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die wirtschaftlichen Verschiebungen beeinflussten auch die Lohnl\u00fccke zwischen Frauen- und M\u00e4nnerarbeit. Schon lange, bevor sich im 20. Jahrhundert eine gr\u00f6\u00dfere soziale Bewegung f\u00fcr den gleichen Lohn f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner formierte, konnten Frauen nach Goldins Forschung in manchen Jahrzehnten deutliche Verbesserungen ihres relativen Lohn erzielen. Das galt etwa f\u00fcr die industrielle Revolution in den Vereinigten Staaten zwischen 1820 und 1850, als die wirtschaftliche Entwicklung mehr unverheiratete Frauen in den Arbeitsmarkt zog. Das galt auch f\u00fcr das Aufkommen der Angestelltenarbeit von 1890 bis 1930 und ihrer Feminisierung, als es Frauen vor allem aus den Fabriken in die B\u00fcros und in besser bezahlte Arbeit zog.<\/p>\n\n\n\n<p>In beiden Episoden lie\u00df der Bedarf die Frauenl\u00f6hne relativ gegen\u00fcber der Bezahlung f\u00fcr M\u00e4nner steigen. Es ist ein historischer Verweis auf die Forschungsergebnisse von Gary S. Becker, dem Wirtschafts-Nobelpreistr\u00e4ger von 1992, wonach Diskriminierung weniger Chancen hat, wenn an freien M\u00e4rkten die Nachfrage nach Arbeitern und Angestellten gro\u00df ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Goldin zeigte auf, dass die Lohnl\u00fccke zwischen den Geschlechtern lange eine Lohnl\u00fccke zwischen den Berufen war, die M\u00e4nner und Frauen aus\u00fcbten oder aus\u00fcben durften. Frauen arbeiteten Ende des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten, \u00fcberwiegend in der Herstellung von Textil, Kleidung und Schuhen, von Konserven oder Tabakwaren. Die Arbeit wurde nach St\u00fcckzahl bezahlt, so dass f\u00fcr Lohndiskriminierung zwischen den Geschlechtern wenig Raum blieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Paradoxerweise erm\u00f6glichte dann die Entwicklung hin zur Angestelltent\u00e4tigkeit im B\u00fcro, die den Frauen am Arbeitsmarkt insgesamt mehr Chancen er\u00f6ffnete, zugleich eine gr\u00f6\u00dfere Differenzierung und m\u00f6glicherweise Diskriminierung zwischen den Geschlechtern. Mit der B\u00fcroarbeit entfiel die Bezahlung nach St\u00fcckzahl und wandelte sich zur Bezahlung nach Arbeitsstunden und nach Betriebszugeh\u00f6rigkeit. \u00d6konomisch kann das spiegeln, dass Mitarbeiter mit der Zeit Erfahrung und firmenspezifisches Know-how ansammeln. Kinderpausen, f\u00fcr die Frauen und M\u00e4nner sich frei entschieden, f\u00fchrten von nun aber zu dauerhaften Lohnunterschieden. Das gilt auch heute noch, obwohl die Politik mit Verboten dagegenh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil Frauen sich traditionell mehr um die Aufzucht und Erziehung der Kinder k\u00fcmmerten, gerieten sie in der Lohnentwicklung mehr ins Hintertreffen. M\u00e4nner machen eher Karriere, weil ihre Erwerbsbiografien weniger Br\u00fcche aufweisen und sie f\u00fcr au\u00dferplanm\u00e4\u00dfige \u00dcberstunden oder lange Dienstreisen eher zur Verf\u00fcgung stehen. Goldin spricht von &#8222;gierigen oder gefr\u00e4\u00dfigen Berufen&#8220;, die st\u00e4ndige Abrufbereitschaft erfordern und f\u00fcr die man \u00fcberproportional viel Geld erh\u00e4lt. Frauen sind wegen der Kinder in diesen gierigen Berufen weniger oft anzutreffen. Das erkl\u00e4rt nach Goldin zu einem guten Teil, warum auch heute noch Frauen statistisch gesehen weniger verdienen als M\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht mehr ein Unterschied zwischen Branchen, sondern eine Differenzierung entlang von T\u00e4tigkeiten innerhalb der gleichen Besch\u00e4ftigung. Es ist eine Folge davon, dass Frauen sich h\u00e4ufiger um die Kinder k\u00fcmmern als M\u00e4nner. Das kann man mit traditionellen Normen begr\u00fcnden oder freiheitlich mit der Entscheidung eines Paares, das Familieneinkommen zu maximieren, wenn etwa der Mann zur Arbeit geht und die Frau bei den Kindern bleibt. Eine Diskriminierung durch die Arbeitgeber ist es in beiden F\u00e4llen nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum der Wandel Zeit braucht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einer anderen Forschungslinie besch\u00e4ftigte die \u00d6konomin sich mit dem Einfluss, den Erwartungen auf die Rolle von Frauen am Arbeitsmarkt haben. Dazu schaute Goldin auf Jahrgangskohorten und deren jeweilige Frauenerwerbst\u00e4tigkeit. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts galt es etwa als normal, dass Frauen die Arbeitswelt verlie\u00dfen, wenn die Kinder kamen. Mit dieser Erwartung gab es wenig Anreize, in die h\u00f6here Bildung von M\u00e4dchen zu investieren.<\/p>\n\n\n\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte des Jahrhunderts aber kehrten Frauen zunehmend nach der Kinderpause an den Arbeitsmarkt zur\u00fcck. Junge Frauen in den 1950-er Jahren, die dem Beispiel ihrer M\u00fctter folgend noch nach traditionellem Muster ein lebenslanges Dasein als Hausfrau und Mutter vor sich sahen, m\u00f6gen so falsch in ihre Bildung investiert haben. Sie erwarteten nicht, dass sich ihnen nach der Kinderzeit neue Chancen am Arbeitsmarkt er\u00f6ffneten. Es dauerte einige Jahrzehnte, bis das Beispiel von berufst\u00e4tigen \u00e4lteren Frauen die Erwartungen junger M\u00e4dchen beeinflussten und diese f\u00fcr mehr und h\u00f6here Bildung optierten. Dazu trug auch bei, dass die Erfindung der Antibabypille den Frauen solche rationalen Entscheidungen \u00fcber ihre Bildung erm\u00f6glichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Individuelle Erwartungen \u00fcber die Zukunft helfen nach dieser Analyse zu verstehen, warum der Wandel zu mehr Frauenerwerbst\u00e4tigkeit Zeit braucht und nicht von heute auf morgen passiert. Die Jahrgangsanalysen von Goldin machen aber auch klar, dass der Wandel manchmal langsamer scheint als er in Wirklichkeit ist. Wenn etwa junge Frauen beginnen, im Kohortendurchschnitt weit mehr als ihre M\u00fctter eine Erwerbst\u00e4tigkeit aufzunehmen, bleibt die durchschnittliche Frauenerwerbsquote dennoch f\u00fcr viele Jahre niedrig, solange die \u00e4lteren Jahrg\u00e4nge den Durchschnitt dominieren. Gesamtgesellschaftlich scheint es dann so, als ob sich in Sachen Frauenerwerbst\u00e4tigkeit kaum etwas tut, obwohl sich mit den jungen Jahrg\u00e4ngen schon ein drastischer Umbruch abzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Knappheiten und Zw\u00e4nge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was folgt aus diesen Erkenntnissen f\u00fcr die Politik? Das Nobelpreiskomitee hat klare Vorstellungen, dass eine Ungleichbehandlung von Frauen ineffizient sei und wirtschaftlich schade. In der Begr\u00fcndung des Preises f\u00fcr Goldin hebt das Komitee hervor, dass die Gesellschaft gro\u00dfe Wohlstandsverluste erleide, wenn Arbeiter nicht die T\u00e4tigkeit aus\u00fcben k\u00f6nnten, die ihren F\u00e4higkeiten am besten entspr\u00e4chen. Als partial-\u00f6konomische Analyse ist das richtig. Es vernachl\u00e4ssigt aber die Frage, ob M\u00fctter und V\u00e4ter nur als Arbeitskr\u00e4fte im Dienste der Gesellschaft zu sehen ssind. Der m\u00f6gliche Mehrwert f\u00fcr das Kind, wenn Mutter und\/oder Vater und nicht eine anonyme Erzieherin die Kindererziehung \u00fcbernehmen, f\u00e4llt in dieser Partialanalyse unter den Tisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Goldin selbst analysiert die Rolle der Frau am Arbeitsmarkt nicht aus normativer gesellschaftlicher Sicht, sondern aus der Perspektive der Frauen, die ihre Position zwischen Familie und&nbsp; Arbeit gem\u00e4\u00df den historischen Begebenheiten suchen. Zum Teil werden diese individuellen Entscheidungen durch diskriminierende Regeln erzwungen. Wichtiger aber sind im historischen Zeitablauf wirtschaftliche Ver\u00e4nderungen oder Erfindungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichwohl spricht Goldin in Interviews von erheblichen Zw\u00e4ngen, denen Frauen bei der Entscheidung zwischen Kind und Karriere ausgesetzt seien. Beispiele sind f\u00fcr die \u00d6konomin hohe Kosten f\u00fcr die Kinderbetreuung, die gemeinsame Veranschlagung von Ehepartner durch das Finanzamt (Ehegattensplitting) oder die fehlende berufliche Flexibilit\u00e4t, weil meistens Frauen und seltener M\u00e4nner sich um Kindererziehung k\u00fcmmern. Goldin hinterfragt in Interviews auch gesellschaftliche Normen, die bestimmte Entscheidungen von Frauen bedingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Positionierung steht im Einklang mit der Gleichberechtigungspolitik in heutigen westlichen Gesellschaften. Die Gleichstellung der Frauen, starr definiert als gleiche Besch\u00e4ftigungsquoten oder gleicher Lohn, will die Politik nicht mehr allein durch das Verbot diskriminierender Regeln, sondern auch durch monet\u00e4re Beg\u00fcnstigungen herbeif\u00fchren. Dazu z\u00e4hlt vor allem die Subventionierung der Kinderbetreuung, die \u00f6konomische Knappheiten &#8211; &#8222;Zw\u00e4nge&#8220; in Goldins Sprachgebrauch &#8211; der Beg\u00fcnstigten lindern soll. Mit allen positiven und negativen Folgen ist es die wohlfahrtsstaatliche Antwort auf das Problem, das Milton Friedman, der Wirtschafts-Nobelpreistr\u00e4ger von 1976, mit dem Diktum beschrieb, dass nichts umsonst sei. Bezogen auf Goldins Forschungsthema bedeutet das: Irgendjemand mu\u00df auf die Kinder ja aufpassen!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> Der Beitrag erschien in Heft 12 (2023) der Fachzeitschrift WiSt <a href=\"https:\/\/rsw.beck.de\/zeitschriften\/wist\/das-aktuelle-heft\">https:\/\/rsw.beck.de\/zeitschriften\/wist\/das-aktuelle-heft<\/a>.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die wichtigste Ehrung in den Wirtschaftswissenschaften, der Preis der Schwedischen Reichsbank in Erinnerung an Alfred Nobel, geht in diesem Jahr an die amerikanische Wirtschaftshistorikerin Claudia &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=35288\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<b>Nobelpreis 2023<\/b><br \/>Irgendjemand mu\u00df auf die Kinder ja aufpassen!<br \/><b>Zum Wirtschaftsnobelpreis f\u00fcr Claudia Goldin<\/b>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":454,"featured_media":35293,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1702],"tags":[4572,686,4573],"class_list":["post-35288","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ungleiches","tag-goldin","tag-nobelpreis","tag-welter"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Nobelpreis 2023Irgendjemand mu\u00df auf die Kinder ja aufpassen!Zum Wirtschaftsnobelpreis f\u00fcr Claudia Goldin - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=35288\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Nobelpreis 2023Irgendjemand mu\u00df auf die Kinder ja aufpassen!Zum Wirtschaftsnobelpreis f\u00fcr Claudia Goldin - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die wichtigste Ehrung in den Wirtschaftswissenschaften, der Preis der Schwedischen Reichsbank in Erinnerung an Alfred Nobel, geht in diesem Jahr an die amerikanische Wirtschaftshistorikerin Claudia &hellip; \u201eNobelpreis 2023Irgendjemand mu\u00df auf die Kinder ja aufpassen!Zum Wirtschaftsnobelpreis f\u00fcr Claudia Goldin\u201c weiterlesen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=35288\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2023-12-12T23:40:00+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-10-19T14:53:29+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/goldin-1024x626.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1024\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"626\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Patrick Welter\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Patrick Welter\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"12\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=35288#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=35288\"},\"author\":{\"name\":\"Patrick Welter\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bc449cc266485bf72a2f5c5d76c769b8\"},\"headline\":\"Nobelpreis 2023 Irgendjemand mu\u00df auf die Kinder ja aufpassen! 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