{"id":37827,"date":"2024-08-28T10:43:54","date_gmt":"2024-08-28T09:43:54","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=37827"},"modified":"2024-08-30T12:44:44","modified_gmt":"2024-08-30T11:44:44","slug":"gastbeitrag-arbeitsmarkt-in-ostdeutschland-grosse-fortschritte-aber-herausforderungen-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=37827","title":{"rendered":"<b>Gastbeitrag <\/b><br>Arbeitsmarkt in Ostdeutschland <br><b>Gro\u00dfe Fortschritte, aber Herausforderungen bleiben <\/b>"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 9. November 2024 j\u00e4hrt sich der Fall der Berliner Mauer zum 35. Mal. Auch heute noch steht in \u00f6ffentlichen Debatten zur Lage in Ost und West das Trennende oft im Vordergrund \u2013 zuletzt etwa bei den Europa-Wahlen und ganz aktuell auch mit Blick auf die Landtagswahlen in Sachsen, Th\u00fcringen und Brandenburg. F\u00fcr die meisten Menschen in ganz Deutschland ist Erwerbst\u00e4tigkeit der wichtigste Faktor f\u00fcr den eigenen Lebensstandard. Einen Arbeitsplatz zu haben, hat ebenso wie dessen Ausgestaltung gro\u00dfen Einfluss auf das Selbstwertgef\u00fchl, die Einsch\u00e4tzung der Lebensqualit\u00e4t und nicht zuletzt auf das Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.&nbsp;Vor diesem Hintergrund erscheint die Frage, wie es aktuell um die Arbeitsm\u00e4rkte in Ost und West bestellt ist, besonders relevant.<\/p>\n\n\n\n<p>Das im August 2024 erschienene Papier der Bertelsmann Stiftung \u201eEntwicklung und Zukunft des ostdeutschen Arbeitsmarkts\u201c (Thode und Wink 2024) zeichnet auf Basis aktuell verf\u00fcgbarer Indikatoren ein aussagekr\u00e4ftiges Bild \u00fcber die Arbeitsmarktlagen in Ost und West. Dieser Beitrag blickt auf die zentralen Ergebnisse.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Enormer Aufholprozess in Ostdeutschland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Arbeitsmarkt in Ostdeutschland hat sich seit Mitte der 2000er Jahre in wesentlichen Bereichen sehr positiv entwickelt. So ist die Arbeitslosenquote ausgehend von ihrem H\u00f6chststand mit 18,7 Prozent im Jahr 2005 nahezu durchg\u00e4ngig gesunken und betrug im Jahr 2023 nurmehr 7,2 Prozent (Abbildung 1). Auch wenn die Quote in Westdeutschland mit 5,3 Prozent noch knapp zwei Prozentpunkte geringer ausf\u00e4llt, ist das ein enormer Erfolg. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen liegt mittlerweile in beiden Landesteilen sogar gleichauf \u2013 wenn auch auf weiterhin hohem Niveau (34,4 Prozent im Osten gegen\u00fcber 34,9 Prozent im Westen). &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"751\" src=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost1-1024x751.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-37830\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost1-1024x751.png 1024w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost1-300x220.png 300w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost1-768x563.png 768w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost1.png 1196w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Spiegelbildlich zum R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit ist die Erwerbst\u00e4tigkeit stark angestiegen. So liegt die Erwerbst\u00e4tigenquote mit 76,7 Prozent inzwischen auf demselben Niveau wie in Westdeutschland (77,3 Prozent). Die Zunahme der Erwerbst\u00e4tigkeit verteilt sich dabei auf alle Gruppen. Beispielsweise sind auch die Unterschiede bei den \u00e4lteren Arbeitskr\u00e4ften zwischen 55 und 64 Jahren nur noch marginal. Die Erwerbst\u00e4tigenquote der sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten in dieser Altersgruppe betr\u00e4gt in Ostdeutschland 59,6 Prozent, w\u00e4hrend sie im Westen mit 58,8 Prozent leicht darunter liegt. Eine bewusste Politik, das Arbeitsangebot zu verknappen, um damit der hohen Arbeitslosigkeit Herr zu werden, hat es also in den letzten 20 Jahren nicht mehr gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die hohe Abwanderung aus dem Osten in den Westen, die sich bis weit in die 2010er Jahre vollzogen hat, taugt nicht, um die Arbeitsmarkterfolge zu schm\u00e4lern. &nbsp;Es sind vor allem j\u00fcngere, gut ausgebildete Menschen mit g\u00fcnstigen Besch\u00e4ftigungsperspektiven in den Westen gezogen. Damit lag der Schwierigkeitsgrad f\u00fcr Ostdeutschland, so viele Menschen in Arbeit zu bringen, eher noch h\u00f6her. Seit 2017 sind netto mehr Menschen in den Osten gezogen und haben das Arbeitskr\u00e4fteangebot erh\u00f6ht. Abermals umgekehrt hat sich der Wanderungsstrom im Jahr 2023 und es gab \u2013 auf Basis vorl\u00e4ufiger Daten &#8211; per saldo einen Wegzug aus dem Osten, allerdings auf einem geringen Niveau von knapp 3.000 Personen (Statistisches Bundesamt 2024).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Arbeitsmarktaufschwung wurde auch nicht durch steigende Ungleichheit erkauft. Im Gegenteil: Lag der Anteil der Niedriglohnbesch\u00e4ftigung im Jahr 2011 mit 39,9 Prozent noch beinahe auf dem doppelten Niveau von Westdeutschland (20,7 Prozent), war er bis 2021 auf 26,7 Prozent gesunken. Der Abstand zum Westen hat sich auf 6,5 Prozentpunkte verringert. Auch der Anteil der so genannten Aufstocker an allen Besch\u00e4ftigten, also derjenigen, die zum geringen Arbeitseinkommen erg\u00e4nzend Leistungen der Grundsicherung f\u00fcr Arbeitsuchende erhalten, hat sich erheblich reduziert: von mehr als 3 Prozent im Jahr 2015 auf weniger als 1,5 Prozent im Jahr 2023. Westdeutschland liegt mit 1,1 Prozent noch etwas darunter. Nicht zuletzt hat sich auch die Ungleichheit der Haushaltsmarkteinkommen seit 2005 merklich reduziert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"751\" src=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost2-1024x751.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-37832\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost2-1024x751.png 1024w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost2-300x220.png 300w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost2-768x563.png 768w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost2.png 1196w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Arbeitsmarktposition von Frauen im Osten deutlich st\u00e4rker<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einer anderen Dimension von (Un-)Gleichheit hat der Osten dagegen die Nase vorn, n\u00e4mlich bei der Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern auf dem Arbeitsmarkt. Im \u00f6stlichen Landesteil ist die Arbeitsmarktteilhabe von Frauen deutlich ausgepr\u00e4gter. Zwar ist die Erwerbst\u00e4tigenquote von Frauen im Osten nur minimal h\u00f6her als im Westen (75,1 zu 74,3 Prozent). Doch sind sie in weit h\u00f6herem Umfang auf dem Arbeitsmarkt aktiv. W\u00e4hrend im Osten zwei von drei Frauen in Vollzeit t\u00e4tig sind, ist es im Westen nur jede Zweite. Hinzu kommt, dass Frauen im Osten h\u00e4ufiger in komplexen T\u00e4tigkeiten auf Spezialistenniveau oder in hochkomplexen Expertent\u00e4tigkeiten arbeiten. Auf diesen beiden h\u00f6chsten Anforderungsniveaus der vierstufigen Skala der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit, die mindestens einen Bachelor-, Techniker- oder Meisterabschluss bzw. einen universit\u00e4ren Master-Abschluss erfordern, betr\u00e4gt der Frauenanteil 47 bzw. 46,7 Prozent. Der Anteil ihrer Geschlechtsgenossinnen im Westen liegt mit 37,3 bzw. 36,7 Prozent deutlich darunter.<\/p>\n\n\n\n<p>Der unbereinigte Gender Pay Gap, der einfach die durchschnittlichen Bruttostundenverdienste von Frauen und M\u00e4nnern gegen\u00fcberstellt, ist im Osten mit 7 Prozent erheblich geringer als im Westen mit 19 Prozent. Erst wenn man die Unterschiede ber\u00fccksichtigt, in welchen Berufen, Branchen und auf welchen Anforderungsniveaus M\u00e4nner und Frauen arbeiten, reduziert sich die so bereinigte geschlechtsspezifische Lohnl\u00fccke im Westen auf 6 Prozent, w\u00e4hrend sie im Osten weiterhin bei 7 Prozent liegt. Auch andere Indikatoren wie etwa die Anteile an typischen Frauen-, M\u00e4nner- und Mischberufen zeigen, dass sich die Geschlechter in den Arbeitsmarktmerkmalen im Osten einander erheblich mehr \u00e4hneln als im Westen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anhaltender R\u00fcckstand bei L\u00f6hnen und Produktivit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei so viel Licht auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt gibt es in einigen Bereichen auch anhaltenden Schatten. Dazu geh\u00f6rt in erster Linie das weiterhin deutlich geringere Lohnniveau. Das mittlere Entgelt (Median), das alle sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten in eine H\u00e4lfte mit h\u00f6herem und eine H\u00e4lfte mit geringerem Einkommen teilt, betrug in Ostdeutschland im Jahr 2022 3.157 Euro, w\u00e4hrend es im Westen bei 3.752 Euro lag. Das entspricht einem Lohnr\u00fcckstand von fast 16 Prozent. Auch wenn die Lohnl\u00fccke Ende der 90er Jahre noch bei 26 Prozent lag und die Bruttomonatsentgelte seither deutlich st\u00e4rker gestiegen sind als im Westen, ist der Abstand auch heute noch erheblich. Ein erster Erkl\u00e4rungsfaktor daf\u00fcr liegt im unterschiedlichen Ausma\u00df der Tarifbindung, denn tarifgebundene Unternehmen zahlen im Schnitt besser als nicht-tarifgebundene. Der Anteil der tarifgebundenen Unternehmen betr\u00e4gt im Osten 45, im Westen noch 52 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weitaus grundlegenderer Erkl\u00e4rungsfaktor d\u00fcrften fortbestehende Unterschiede in der Produktivit\u00e4t der Unternehmen sein, gemessen an der Bruttowertsch\u00f6pfung pro Arbeitsstunde. Im Bereich vom Bergbau, Energie und Wasser sowie bei \u00f6ffentlichen und sonstigen Dienstleistungen inklusive Erziehung und Gesundheit liegt der Osten auf Westniveau. Im Bereich von Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei ist die Arbeitsproduktivit\u00e4t im Osten sogar um ein Viertel h\u00f6her als im Westen. In den anderen Wirtschaftszweigen gibt es allerdings weiterhin R\u00fcckst\u00e4nde, die bei Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistungen (inkl. Grundst\u00fccks- und Wohnungswesen) sowie im verarbeitenden Gewerbe besonders ausgepr\u00e4gt sind. In beiden Bereichen erreicht die Arbeitsproduktivit\u00e4t nur etwas mehr als drei Viertel des Westniveaus. Weitere Diskrepanzen bestehen \u2013 wenn auch weniger ausgepr\u00e4gt \u2013 im Baugewerbe und im gro\u00dfen Bereich von Handel, Gastgewerbe, Verkehr, Information und Kommunikation.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"751\" src=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost3-1024x751.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-37833\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost3-1024x751.png 1024w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost3-300x220.png 300w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost3-768x563.png 768w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/thodeost3.png 1196w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Was aber erkl\u00e4rt die weiterhin bestehenden Produktivit\u00e4tsunterschiede im Verarbeitenden Gewerbe? Ein wesentlicher Grund liegt bis heute in den unterschiedlichen Betriebsgr\u00f6\u00dfenstrukturen in Ost und West. Gr\u00f6\u00dfere Betriebe k\u00f6nnen ihre Besch\u00e4ftigten unter sonst gleichen Umst\u00e4nden produktiver als kleinere oder mittlere Betriebe einsetzen (M\u00fcller und Neusch\u00e4ffer 2019). Nach dem weitreichenden Zusammenbruch des verarbeitenden Gewerbes in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung war die Gr\u00f6\u00dfenstruktur der Unternehmen im Osten von wenigen Gro\u00dfbetrieben und zahlreichen Kleinbetrieben gekennzeichnet. Daran hatte sich bis in die 2010er Jahre hinein wenig ge\u00e4ndert. In den letzten Jahren hat sich die Verteilung der Besch\u00e4ftigten auf die Betriebsgr\u00f6\u00dfenklassen zwischen Ost und West allerdings deutlich angeglichen. So waren noch im Jahr 2014 in Westdeutschland 31 Prozent der Arbeitskr\u00e4fte in Gro\u00dfbetrieben mit 250 Besch\u00e4ftigten und mehr t\u00e4tig, im Osten dagegen lediglich 22 Prozent (Bechmann et al. 2015). Bis zum Jahr 2021 war der Wert f\u00fcr Westdeutschland nur noch leicht auf 32 Prozent angestiegen, w\u00e4hrend er im Osten 28 Prozent erreichte (Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz 2022). Auf der anderen Seite ist der Anteil von Arbeitskr\u00e4ften in Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Besch\u00e4ftigten in Ostdeutschland mit 17 Prozent etwas gr\u00f6\u00dfer als in Westdeutschland mit 14 Prozent. Ein \u00e4hnlicher Unterschied zeigt sich beim Anteil der Kleinstbetriebe an allen Betrieben. Im Osten haben 71 Prozent aller Betriebe weniger als zehn Besch\u00e4ftigte, w\u00e4hrend der entsprechende Wert im Westen 66 Prozent betr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zahlreiche weitere Faktoren wirken auf die Produktivit\u00e4t von Betrieben ein. Dazu z\u00e4hlt wiederum die Tarifbindung und auch die betriebliche Mitbestimmung, f\u00fcr die in empirischen Studien regelm\u00e4\u00dfig ein positiver Effekt auf die Produktivit\u00e4t beobachtet wird. Ebenfalls positiv wirken eine h\u00f6here Exportintensit\u00e4t, eine g\u00fcnstigere Branchenstruktur innerhalb des verarbeitenden Gewerbes, der Modernit\u00e4tsgrad der technischen Anlagen, der Sitz der Firmenzentrale in der jeweiligen Region oder auch ein hoher Anteil qualifizierter Besch\u00e4ftigter. Im Durchschnitt sind diese Faktoren im Westen h\u00e4ufiger oder ausgepr\u00e4gter zu finden als im Osten. Alle diese Aspekte zusammen k\u00f6nnen dennoch nicht vollst\u00e4ndig die Produktivit\u00e4tsl\u00fccke zwischen Ost und West beleuchten (Ragnitz 2024, Bachmann et al. 2022).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit und Schlussfolgerungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Arbeitsmarkt in Ostdeutschland hat seit Mitte der 2000er Jahre eine bemerkenswert positive Entwicklung vollzogen. Arbeitslosigkeit und Ungleichheit sind stark gesunken, w\u00e4hrend die Erwerbst\u00e4tigkeit insgesamt und \u00fcber alle Gruppen hinweg enorm gestiegen ist. Gr\u00f6\u00dfte Baustelle ist nach wie vor der R\u00fcckstand bei den L\u00f6hnen, die auch im Jahr 2022 noch um ein Sechstel geringer als im Westen waren. Die Diskrepanz wird durch die geringeren Lebenshaltungskosten nicht ausgeglichen. Unterschiede in der Produktivit\u00e4t der Unternehmen d\u00fcrften daf\u00fcr der gr\u00f6\u00dfte Erkl\u00e4rungsfaktor mit einer Vielzahl von zugrundeliegenden Ursachen sein. Die Zeit, sich auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen, ist also noch nicht gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Andauernde Unterschiede in den L\u00f6hnen k\u00f6nnen auch eine Rolle daf\u00fcr spielen, dass die Menschen in Ostdeutschland die wirtschaftliche Gesamtlage und ihre eigene Situation schlechter einsch\u00e4tzen als die Menschen im Westen und auch schlechter, als es die Arbeitsmarktsituation erwarten lie\u00dfe. Neben den Lohnunterschieden k\u00f6nnen auch die Erfahrungen aus den schwierigen Zeiten nach der Wiedervereinigung weiterhin Gewicht haben, und zwar nicht nur im individuellen oder kollektiven Ged\u00e4chtnis. Die negativen Entwicklungen von damals k\u00f6nnen auch heute nachwirken, etwa wenn lange Phasen der Arbeitslosigkeit heute in geringer Rente oder gar Altersarmut resultieren. Oder wenn im Zuge der Abwanderung auch die \u00f6ffentliche Daseinsvorsorge immer mehr ausged\u00fcnnt wurde und heute z. B. lange Wege in Kauf genommen werden m\u00fcssen, um Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt keine einfachen Rezepte, um den Arbeitsmarkt in Ostdeutschland weiter voranzubringen. Der Produktivit\u00e4tsr\u00fcckstand im verarbeitenden Gewerbe lie\u00dfe sich durch eine ver\u00e4nderte Branchenstruktur und eine Betriebsgr\u00f6\u00dfenstruktur mit mehr Gro\u00df- und weniger Kleinbetrieben voranbringen. Vor diesem Hintergrund erscheint auch die Ansiedelung einzelner \u201eLeuchtt\u00fcrme\u201c wie Tesla in Gr\u00fcnheide oder Intel in Magdeburg in die richtige Richtung zu gehen. In dem Ma\u00dfe, wie sich um diese Produktionsst\u00e4tten herum ein Geflecht aus unternehmensnahen Dienstleistungen, Handel und anderen Branchen bildet, k\u00f6nnen hochproduktive und gut bezahlte Arbeitspl\u00e4tze in gr\u00f6\u00dferer Zahl entstehen. Theoretisch k\u00f6nnen sich dar\u00fcber auch die hohen Subventionen, die in der Vergangenheit h\u00e4ufig f\u00fcr solche Ansiedelungen gew\u00e4hrt wurden, bezahlt machen. Ob das Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis in der Realit\u00e4t jemals positiv wird, h\u00e4ngt allerdings von zahlreichen Faktoren ab, die schwer zu beziffern sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Punkt d\u00fcrfte in Zukunft noch wichtiger werden als heute: Ostdeutschland muss f\u00fcr Zuwanderung attraktiver werden, um dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegenwirken zu k\u00f6nnen. Schon heute \u00fcbersteigt etwa der Stellen\u00fcberhang in Sachsen, in Th\u00fcringen, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern die entsprechenden Arbeitskr\u00e4fteknappheiten in Hessen, Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein. Und das \u201edemografische Echo\u201c der Abgewanderten fr\u00fcherer Jahrzehnte findet seinen Widerhall in einer nochmals schw\u00e4cheren Bev\u00f6lkerungsentwicklung in der Zukunft. Ohne substantielle Zuwanderung drohen die erzielten Arbeitsmarkterfolge in sich zusammenzufallen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (2024). Statistik der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit. <a href=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\">https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bachmann, R., Bayer, C., St\u00fcber H. und Wellschmied F. (2022): Monopsone machen Unternehmen nicht nur klein, sondern auch unproduktiv: Warum die Wirtschaft Ostdeutschlands nicht konvergiert ist, in: ifo Dresden berichtet 2022(29)5, 9\u201312.<\/p>\n\n\n\n<p>Bechmann, S., Dahms, V., Tschersich, N., Frei, M., Schwengler, B. und M\u00f6ller, I. (2015). Wandel der Betriebslandschaft in West- und Ostdeutschland. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2014. IAB Forschungsbericht 9\/2015. <a href=\"https:\/\/doku.iab.de\/forschungsbericht\/2015\/fb0915.pdf\">https:\/\/doku.iab.de\/forschungsbericht\/2015\/fb0915.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz (Hrsg.) (2022). Betriebspanel Ostdeutschland. Ergebnisse der 26. Befragungswelle 2021. Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p>Kalina, T. (2024), Niedriglohnbesch\u00e4ftigung 2021. IAQ Report 2024 03. <a href=\"https:\/\/duepublico2.uni-due.de\/servlets\/MCRFileNodeServlet\/duepublico_derivate_00081204\/IAQ-Report_2024_03.pdf\">https:\/\/duepublico2.uni-due.de\/servlets\/MCRFileNodeServlet\/duepublico_derivate_00081204\/IAQ-Report_2024_03.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcller, S. und Neusch\u00e4ffer, G. (2019). Ostdeutscher Produktivit\u00e4tsr\u00fcckstand und Betriebsgr\u00f6\u00dfe, Wirtschaft im Wandel 25 (03), S. 53\u201356.<\/p>\n\n\n\n<p>Ragnitz, J. (2024). Der Produktivit\u00e4tsr\u00fcckstand Ostdeutschlands: Eine unendliche Geschichte. Ifo Dresden berichtet, 2024, 31, Nr. 01, 3\u20139.<\/p>\n\n\n\n<p>Statistisches Bundesamt (2024). Wanderungsbewegungen in Ost- und Westdeutschland. <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Querschnitt\/Demografischer-Wandel\/Aspekte\/demografie-wanderungen.html\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Querschnitt\/Demografischer-Wandel\/Aspekte\/demografie-wanderungen.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Thode, E. und Wink, R. (2024). Entwicklung und Zukunft des ostdeutschen Arbeitsmarkts. Bertelsmann Stiftung (Hrsg.). G\u00fctersloh.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ostdeutsche Arbeitsmarkt hat in den letzten 20 Jahren enorme Fortschritte erzielt. Bei einigen Indikatoren ist er mittlerweile an Westdeutschland vorbeigezogen. 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