{"id":37922,"date":"2024-09-12T00:06:00","date_gmt":"2024-09-11T23:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=37922"},"modified":"2025-11-04T15:20:41","modified_gmt":"2025-11-04T14:20:41","slug":"inhaerent-instabiler-industrieller-sektor-geschaeftsmodelle-de-globalisierung-und-ruinoese-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=37922","title":{"rendered":"De-Industrialisierung nimmt Fahrt auf <br><b>Gesch\u00e4ftsmodelle, De-Globalisierung und ruin\u00f6se Politik <\/b>"},"content":{"rendered":"\n<p><em>\u201eDeutschland richtet seine eigene Industrie zugrunde.\u201c <\/em>(Hans-Werner Sinn)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hiobs-Botschaften von BASF, Bosch, Continental, ZF, Meyer-Werft und VW werfen Schlaglichter auf den Zustand der deutschen Industrie. Diese Unternehmen haben schon Arbeitspl\u00e4tze abgebaut oder werden es noch tun. Der industrielle Sektor galt in Deutschland lange als krisensicher. Diese Zeiten sind vorbei. Auch in Deutschland gelten die \u201eGesetze\u201c des sektoralen Strukturwandels. Eine ideologiegetriebene Politik gegen die eigene Industrie beschleunigt ihn, erh\u00f6ht den Anpassungsdruck und destabilisiert Wirtschaft und Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gesch\u00e4ftsmodell Deutschland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland ist ein Nachz\u00fcgler im inter-sektoralen Strukturwandel. Es ist noch immer stark industrielastig (<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/deindustralisierung-in-deutschland-schlagwort-oder-realitaet-ld.1819321\">hier<\/a>). Das wird sich \u00e4ndern. Der industrielle Sektor wird weiter schrumpfen. Die interessante Frage ist: Warum ist das verarbeitende Gewerbe in Deutschland gr\u00f6\u00dfer als in wirtschaftlich \u00e4hnlich entwickelten L\u00e4ndern? Eine Antwort gibt das \u201eGesch\u00e4ftsmodell Deutschland\u201c (<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=30953\">hier<\/a>). Es basiert stark vereinfacht auf drei Elementen: Billige Vorprodukte, effiziente Produktion, offene Absatzm\u00e4rkte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"932\" height=\"593\" src=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/industrielastig-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-37973\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/industrielastig-1.png 932w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/industrielastig-1-300x191.png 300w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/industrielastig-1-768x489.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Deutsche Unternehmen haben die Globalisierung lange besser genutzt als andere. Sie erkannten die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung schneller. Auf offeneren M\u00e4rkten kauften sie weltweit Vorprodukte g\u00fcnstig ein. Das Gesch\u00e4ft mit billigem russischem Gas war allerdings nur tempor\u00e4r lukrativ. Und die Unternehmen produzierten die G\u00fcter effizienter. Qualifizierte Arbeit, risikofreudige Unternehmer, gelebte Tarifpartnerschaft, und eng verbundene Klein-, Mittel- und Gro\u00dfetriebe halfen. Auf weltweit offeneren Absatzm\u00e4rkten verkauften sie die Produkte profitabel.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Strategie gelang es Deutschland, vom internationalen Muster des sektoralen Strukturwandels abzuweichen. \u00dcberall schrumpft mit steigendem Wohlstand die Industrie stark. Von diesem Trend konnte sich Deutschland lange abkoppeln (Mitte 90er &#8211; Mitte 10er). Den Unternehmen der Industrie gelang es, weltweit immer neue Abnehmer f\u00fcr ihre Produkte zu finden. Sie nutz(t)en die Vorteile der Globalisierung. Die De-Industrialisierung verz\u00f6gerte sich, der Strukturwandel wurde aufgeschoben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inter-sektoraler Strukturstau<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kr\u00e4fte, die Deutschlands Industriesektor stabilisierten, schwinden. Das \u201eGesch\u00e4ftsmodell Deutschland\u201c erodiert. Eine treibende Kraft ist die De-Globalisierung. Weltweit schottet die Politik die M\u00e4rkte wieder ab. Protektionismus und Subventionen feiern fr\u00f6hliche Urst\u00e4nd. Der Multilateralismus zerbr\u00f6selt, die Blockbildung nimmt zu. Das trifft die stark in die internationale Arbeitsteilung eingebundene deutsche Industrie hart.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Markt f\u00fcr Vorprodukte wird weltweit st\u00e4rker segmentiert. Die Preise steigen. Einige Produkte, wie seltene Erden, werden als politische Waffe eingesetzt. Dazu kommt der Ukraine-Krieg. Er hat die Preise f\u00fcr Energie erh\u00f6ht. Das trifft Deutschland mit seiner missratenen, stark von russischem Gas abh\u00e4ngigen Energiepolitik besonders. Vor allem energieintensive Industriebranchen, wie Chemie, Metall und Kunststoffe, sind in Schwierigkeiten. Ein Ende ist nicht in Sicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die auf Offenheit angewiesene deutsche Industrie leidet unter dem weltweiten Trend, heimische Absatzm\u00e4rkte wieder abzuschotten. Tarif\u00e4re und nicht-tarif\u00e4re Handelshemmnisse sind en vogue. Sie schrumpfen die Absatzm\u00e4rkte f\u00fcr deutsche Industrieprodukte. Ob China oder die USA, \u00fcberall wird der Marktzugang beschr\u00e4nkt. Ein Lichtblick ist der Europ\u00e4ische Binnenmarkt. Aber auch dort verzerren nationale Industriepolitiken und willk\u00fcrliche Taxonomien der EU-Kommission den Wettbewerb.<\/p>\n\n\n\n<p>Der industrielle Sektor leidet, wie andere Sektoren auch, unter deutschen Standortproblemen. Die Produktion im Inland lohnt immer weniger. Sie wandert ab. Ein wichtiger Treiber ist die Demographie (Fachkr\u00e4ftemangel und PISA). Die marode Infrastruktur (analog und digital) ist ein anderer. Ein dritter ist die \u00fcberbordende B\u00fcrokratie (national und europ\u00e4isch). Schlie\u00dflich macht eine hohe Steuer- und Abgabenbelastung (Sozialstaat und Staatskonsum) den Standort weniger attraktiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erosion des \u201eGesch\u00e4ftsmodells Deutschland\u201c schrumpft den industriellen Sektor. Wie schnell sich der \u201eaufgestaute\u201c Strukturwandel entl\u00e4dt, h\u00e4ngt von De-Globalisierung und nationaler Politik ab. Er l\u00e4uft kontrolliert ab, wenn sich die De-Globalisierung relativ langsam durch die Weltwirtschaft frisst und\/oder die Politik den Standort attraktiver macht. Ein Ketchup-Effekt ist m\u00f6glich, wenn sich die De-Globalisierung stark beschleunigt und\/oder die nationale Politik eine Politik gegen den eigenen Standort macht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ruin\u00f6se Politik gegen die Industrie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Strukturwandel ist ein starker Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. \u201eAltes\u201c verschwindet, \u201eNeues\u201c entsteht. Er folgt einem inter-sektoralen Muster. Mit steigendem Wohlstand fragen Haushalte und Unternehmen mehr Dienstleistungen nach (<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=33653\">hier<\/a>). Der industrielle Sektor verliert, Dienstleistungen gewinnen. Strukturwandel schafft mehr Wohlstand. Kostenlos ist das aber nicht, Friktionen sind unvermeidlich. Die Br\u00fcche lassen sich aber besser handhaben, wenn f\u00fcr die wirtschaftlichen Akteure noch Zeit bleibt, sich kontrolliert an die neuen Gegebenheiten anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Politik hat einen anderen Weg eingeschlagen. Sie vergr\u00f6\u00dfert die Gefahr eines Ketchup-Effektes. Eine falsche Schrittfolge in der Energiepolitik beschleunigt den Strukturwandel. Billige, verl\u00e4ssliche und klimafreundliche atomare Energiequellen wurden abgeschaltet bevor flatterhafte Erneuerbare von Nord nach S\u00fcd transferierbar und effizient speicherbar sind. Teures (Ersatz)Gas setzt energieintensiven (Industrie)Branchen zu. Das alles bringt uns aber der Klimaneutralit\u00e4t keinen Schritt n\u00e4her.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anpassungsdruck f\u00fcr die Autoindustrie hat sich mit dem Verbot des Verbrenners bis zum Jahr 2035 drastisch erh\u00f6ht. Treibende Kraft war zwar die EU-Kommission, die Bundesregierung hat aber zugestimmt, ihre eigene Vorzeigebranche in Schwierigkeiten zu bringen, ohne dem Klima zu helfen. Die komparativen Vorteile der deutschen Automobilindustrie bei Verbrennern werden pulverisiert. Sie ist gezwungen, auf E-Autos umzusteigen, um die europ\u00e4ischen Flottengrenzwerte zu erreichen. Elektorautos produzieren k\u00f6nnen aber gegenw\u00e4rtig andere (noch) besser. Die gegenw\u00e4rtige VW-Krise ist auch ein Ergebnis dieser Politik gegen die (Auto)Industrie.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Lieferkettengesetz hat die (deutsche und europ\u00e4ische) Politik einen weiteren Pfeiler des erfolgreichen \u201eGesch\u00e4ftsmodells Deutschland\u201c mutwillig besch\u00e4digt. Der b\u00fcrokratische Aufwand des Gesetzes ist hoch. Die Produktion international handelbarer G\u00fcter verteuert sich, ohne den Schutz der Umwelt und die Menschen- und Kinderrechte nachhaltig zu verbessern. Der Standort wird besch\u00e4digt. Der stark in die internationale Arbeitsteilung eingebundene industrielle Sektor leidet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Energiepolitik, dem Verbrennerverbot und dem Lieferkettengesetz beschleunigt die Politik den Strukturwandel. Sie besch\u00e4digt das \u201eGesch\u00e4ftsmodells Deutschland\u201c. Der Prozess der De-Industrialisierung wird forciert. Die Politik provoziert industrielle Ketchup-Effekte. Hans-Werner Sinn, der fr\u00fchere Pr\u00e4sident des Ifo-Instituts, hat es k\u00fcrzlich in der <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/hans-werner-sinn-im-interview-zu-deutschland-afd-elektroautos-euro-trump-ld.1845113\">NZZ<\/a> pr\u00e4gnant formuliert: \u201eDeutschland richtet seine eigene Industrie zugrunde\u201c. Das alles hilft weder dem Klima noch den Menschenrechten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Politik f\u00fcr den Strukturwandel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die (Industrie)Politik der Bundesregierung ist bizarr. Erst k\u00e4mpft sie mit kostspieligen, marktwidrigen Mitteln gegen die Industrie, oft um nicht-\u00f6konomische Ziele zu erreichen. Die Ziele werden zwar nicht erreicht. Der Strukturwandel nimmt aber Fahrt auf, der Anpassungsdruck auf die Unternehmen steigt. Geraten die Unternehmen dann aber \u00fcber kurz oder lang wirtschaftlich in Not, subventioniert die Politik (erfolglos) gegen den auch von ihr verursachten Niedergang an. Die Politik k\u00e4mpft mit Problemen, die sie selbst (mit)verursacht hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine vern\u00fcnftige Politik sieht anders aus. Sie betreibt keine \u201ealte\u201c, oft strukturkonserviernde Strukturpolitik, sondern eine Politik f\u00fcr den Strukturwandel. Der (sektorale) Strukturwandel ist f\u00fcr alle alternativlos, die nicht in einer (Postwachstums)Welt des st\u00e4ndigen Verzichts leben wollen. Haushalte und Unternehmer treiben den Strukturwandel. Idealerweise sorgt der Staat f\u00fcr offene M\u00e4rkte, verhindert wettbewerbliche Verzerrungen und federt die Friktionen des strukturellen Wandels sozial ab. Vor allem aber bem\u00fcht er sich um bessere Bedingungen f\u00fcr den Standort.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine solche (Angebots)Politik f\u00fcr den Strukturwandel versucht, national immobile Produktionsfaktoren f\u00fcr international mobile Faktoren interessant zu machen (Herbert Giersch). Grob vereinfacht: Ein Land muss besser, billiger und schneller als die weltweite Konkurrenz sein. Notwendig sind ein effizientes Angebot an \u00f6ffentlichen G\u00fctern, ein g\u00fcnstiges Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis bei Steuern und staatlichen Leistungen und attraktive institutionelle Regelungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Klimawandel erschwert eine solche Politik f\u00fcr den Strukturwandel. Weltweit sollten weniger Treibhausgasen ausgesto\u00dfen werden. Welche Klimaziele gew\u00e4hlt werden, sollte davon abh\u00e4ngen, wie die Weltbev\u00f6lkerung die Verringerung der Gase und die Anpassung an den Klimawandel gewichtet. Eine effiziente Energiewende, die darauf aus ist, C02 zu verringern, sollte nicht \u00fcber Verbote und Subventionen, sondern \u00fcber alle Sektoren umfassende C02-Preise gesteuert werden. Das macht die Klimapolitik billiger. Wachstum und Umweltverbrauch lassen sich (teilweise) entkoppeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Klimaschutz kostet. Mit dem Preis f\u00fcr eine Kugel Eis ist es nicht getan. Steigende C02-Preise verteuern nicht nur die Produktion, sie verzerren auch die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Das w\u00e4re nicht der Fall, wenn es eine einheitliche L\u00f6sung weltweit g\u00e4be. Davon sind wir aber weit entfernt. Das Dilemma weltweiter Kooperation l\u00e4sst sich nur schwer entsch\u00e4rfen. Solange das nicht gelingt, ist es notwendig, tempor\u00e4r Klimaz\u00f6lle auf die Produkte ausl\u00e4ndischer Unternehmen zu erheben, in deren L\u00e4nder geringere C02-Preise erhoben werden (<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=37157\">hier<\/a>). Unproblematisch ist das aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die &#8222;Gesetze&#8220; des Strukturwandels gelten auch f\u00fcr Deutschland. Der industrielle Sektor wird weiter schrumpfen. Das \u201eGesch\u00e4ftsmodell Deutschland\u201c, das die Industrie lange stabilisierte, erodiert. Die De-Globalisierung ist eine treibende Kraft. Sie baut den sektoralen Strukturstau sukzessive ab. Industrielle Unternehmen kommen unter Druck. Und die Politik gie\u00dft \u00d6l ins Feuer. Eine ideologiegetriebene Politik gegen die (eigene) Industrie erh\u00f6ht den Anpassungsdruck, Ketchup-Effekte drohen. Nur eine marktliche (Angebots)Politik <strong>f\u00fcr<\/strong> den Strukturwandel (<a href=\"https:\/\/www.stiftung-marktwirtschaft.de\/fileadmin\/user_upload\/Pressemitteilungen\/2023\/KK-Studie-71_2023_vorlaeufigePresseversion.pdf\">hier<\/a>) kann den Flurschaden in Grenzen halten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zum Thema:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold (2022), <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=30953\">Das \u201eGesch\u00e4ftsmodell Deutschland\u201c in Zeiten der Krise. De-Globalisierung, Ukraine-Krieg und Energie-Embargo<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold (2023), <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=33653\">De-Industrialisierung ante portas? Politik f\u00fcr den Strukturwandel statt Strukturpolitik mit der Gie\u00dfkanne<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Podcast zum Thema:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=38246\">Deutschland im Umbruch. Droht De-Industrialisierung?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. <strong>Norbert Berthold<\/strong> (JUM) im Gespr\u00e4ch mit Prof. Dr. <strong>Oliver Holtem\u00f6ller<\/strong> (IWH)<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die &#8222;Gesetze&#8220; des Strukturwandels gelten auch f\u00fcr Deutschland. Der industrielle Sektor wird weiter schrumpfen. Das \u201eGesch\u00e4ftsmodell Deutschland\u201c, das die Industrie lange stabilisierte, erodiert. Die De-Globalisierung l\u00f6st den sektoralen Strukturstau sukzessive auf. Der Druck auf industrielle Unternehmen w\u00e4chst. Und die Politik gie\u00dft \u00d6l ins Feuer. Eine ideologiegetriebene Politik gegen die (eigene) Industrie erh\u00f6ht den Anpassungsdruck, Ketchup-Effekte drohen. 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