{"id":38597,"date":"2024-12-09T00:47:00","date_gmt":"2024-12-08T23:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=38597"},"modified":"2026-03-14T18:09:29","modified_gmt":"2026-03-14T17:09:29","slug":"gastbeitrag-eigeninteresse-und-gemeinwohl-adam-smiths-vier-schranken-fuer-das-individuum-im-privaten-sektor-der-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=38597","title":{"rendered":"<b>Gastbeitrag <\/b><br>Eigeninteresse und Gemeinwohl <br><b>Adam Smith`s vier Schranken f\u00fcr das Individuum im privaten Sektor der Wirtschaft <\/b>"},"content":{"rendered":"\n<p>Die marxistische, sozialistische, sozial- und wohlfahrtsstaatliche wie auch theologische Tradition, das dem Menschen angeborene, nat\u00fcrliche Eigeninteresse abzulehnen oder gar zu verwerfen, bedeutet letztlich, die Weisheit der Sch\u00f6pfung, die \u201ehistoire raison\u00e9e\u201c,den Plan der Natur zu verneinen oder zumindest als etwas Unvollkommenes abzutun, das politischer Korrekturen bedarf. Im Grunde ist das Eigeninteresse eine zwingende Folge aus der geistigen Existenz, die sich beim Menschen in der Gabe zur Reflexion \u00fcber sich und die Welt manifestiert hat. Die Evolution hat es dem Menschen erm\u00f6glicht, sich geistig aus dem Ganzheitszusammenhang des Universums herauszul\u00f6sen und sich so als Individuum sowie auch als Teil einer Gemeinschaft zu empfinden. Was diese Gabe f\u00fcr den Fortschritt der Menschheit bedeutet, hat Herbert Giersch ganz klar ausgedr\u00fcckt: \u201eLernen im Sinne von Wissen erwerben und erst recht im Sinne von Wissen gewinnen, ist eine F\u00e4higkeit, die an das Individuum gebunden ist. Diese F\u00e4higkeit l\u00e4sst sich vielleicht noch im Team bewahren. Aber sie verk\u00fcmmert, sobald sich eine zentrale Organisation der Menschen bem\u00e4chtigt. Im Extremfall des Zentralismus hei\u00dft das Lernen nur noch Drill. Was ich hiermit postulieren m\u00f6chte, ist das Prinzip der Produktivit\u00e4t dezentralisierten Lernens\u201c. Oder kurz: Wer Individualismus und Eigeninteresse ablehnt, stellt dem Fortschritt \u2013 auch dem humanen \u2013 ein Bein.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Eigeninteresse ist eine Tatsache und keine Einbildung von liberalen \u00d6konomen. Es kann vom Menschen zwar erkannt und analysiert, nicht aber therapeutisch behandelt \u2013 sprich: aus der Welt geschafft \u2013 werden. Baumeister einer besseren Gesellschaft oder Architekten einer h\u00f6herwertigeren Moral haben sich eine Aufgabe zum Ziel gesetzt, die sie niemals bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Ihre Idee ist realit\u00e4tsfremd, so dass es sich letztlich um eine kontraproduktive Ideologie handelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Adam Smith vor rund 250 Jahren \u00fcber eine Ordnung nachdachte, bei der man mit mittelm\u00e4\u00dfigen Menschen \u2013 Menschen also, die in der Regel in erster Linie ihr Eigeninteresse und erst in zweiter Linie das anderer verfolgen \u2013 trotzdem beste Ergebnisse f\u00fcr das Gemeinwohl erzielen kann, hat er das System der nat\u00fcrlichen und kontrollierten Freiheit entdeckt. Entdeckt hei\u00dft: Er hat die Menschen und deren nat\u00fcrliches Verhalten beobachtet und dabei festgestellt, dass es eine nat\u00fcrliche Basis gibt, durch die sich scheinbar widersprechende Ziele einzelner auf einen gemeinsamen Nenner bringen lassen. In diesem geistigen System kommen sowohl den Individuen als auch dem Staat wichtige Aufgaben zu, und ihre Rollen fu\u00dfen letztlich auf ethischen Grundwerten. Das hat Horst Claus Recktenwald \u2013 einer der vermutlich profundesten Smith-Kenner des letzten Jahrhunderts \u2013 in seiner synoptischen Auswertung der Smithschen Trilogie (\u201eTheorie der ethischen Gef\u00fchle\u201c, \u201eDer Wohlstand der Nationen\u201c und Essays on Philosophical Subjects\u201c) ganz klar herausgefiltert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Schaubild (nach Recktenwald) bringt die Smithsche Lehre einer Sozialharmonie (als Antithese zum zerst\u00f6rerischen Klassenkampf) einsichtig zum Ausdruck (<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=37093\">hier<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"751\" src=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/recktenwald-1024x751-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-38603\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/recktenwald-1024x751-1.png 1024w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/recktenwald-1024x751-1-300x220.png 300w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/recktenwald-1024x751-1-768x563.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Mittelpunkt steht die Eigenliebe als Motiv oder Triebfeder individuellen Handelns. Sie ist letztlich ein nat\u00fcrlicher Affekt. Dieser kann nach zwei Seiten hin entarten, wenn er nicht diszipliniert wird: Zur Verliebtheit in sich selbst oder zu \u00fcbersteigerter Sorglosigkeit. F\u00fcr die Disziplinierung der Eigenliebe sorgt die Ratio, also die Vernunft, und verwandelt sie so in das Selbstinteresse. Dieses dr\u00fcckt sich aus im Streben nach Existenzsicherung, Wohlstand und Anerkennung. Das Selbstinteresse ist also die durch die Vernunft geb\u00e4ndigte, ungez\u00fcgelte Lebensfreude und es bedarf der Korrektive, d.h. Ausgleichsmechanismen, um nicht zum \u00dcberma\u00df (Egoismus) oder Mangel (Tr\u00e4gheit zu Lasten anderer, die vermutlich einspringen) zu entarten. Es gibt Adam Smith zufolge mehrere Kr\u00e4fte, um das Selbstinteresse des Menschen in jene Bahnen zu lenken, die auch dem Gemeinwohl dienen, n\u00e4mlich<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Mitgef\u00fchl,<\/li>\n\n\n\n<li>ethische Normen,<\/li>\n\n\n\n<li>darauf beruhende Gesetze und<\/li>\n\n\n\n<li>Wettbewerb.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die ersten drei Schranken von den meisten Menschen spontan bef\u00fcrwortet werden, ist dies bei der vierten oft nicht der Fall. Gleichwohl ist sie allgemein akzeptierbar, weil sie aus der \u00fcbergreifenden Warte gesamtwirtschaftlicher Systemzusammenh\u00e4nge f\u00fcr jeden einzelnen vorteilhaft ist. Bei Einsicht in die komplexen Wirkungsmechanismen sind die Vorteile eines neutralen Rechtsstaats und einer Wirtschaftsordnung, die \u2013 dank des freien Wettbewerbs \u2013 vor Willk\u00fcr sch\u00fctzt, ganz offensichtlich. Betrachten wir die vier Schranken f\u00fcr&nbsp; das nat\u00fcrliche Selbstinteresse etwas n\u00e4her:<\/p>\n\n\n\n<p>Mitgef\u00fchl \u2013 wichtig, aber nicht ausreichend<\/p>\n\n\n\n<p>Mitgef\u00fchl ist die F\u00e4higkeit des Menschen, sich \u00fcber das Wohlergehen des Mitmenschen zu freuen und pers\u00f6nliches Unbehagen \u00fcber das Leid des N\u00e4chsten zu versp\u00fcren. W\u00fcrden die Menschen im Paradies leben, w\u00e4re das Mitgef\u00fchl eine hinreichende Basis f\u00fcr harmonisches Zusammenleben. Da aber auf der Erde Knappheit herrscht, m\u00fcssen die Menschen um ihre Existenz k\u00e4mpfen. Als Korrektiv kann Mitgef\u00fchl nur dort wirksam sein, wo existenzielle Not \u00fcberwunden und eine pers\u00f6nliche Beziehung zwischen Menschen besteht. So gesehen ist ein effizientes Wirtschaftssystem das Fundament, auf dem sich ein mitf\u00fchlendes Gemeinwesen entwickeln kann. Aber auch in Staaten, in denen es keine elementare wirtschaftliche Not gibt, reicht das Korrektiv des Mitgef\u00fchls nicht immer aus, um einen fairen Existenzkampf zu gew\u00e4hrleisten \u2013zumal in einer Welt unvollkommener Menschen, die nicht immer frei von niedrigen Beweggr\u00fcnden sind. Deshalb muss f\u00fcr weitere korrigierende Einfl\u00fcsse (ethische Normen, Gesetze und Wettbewerb) gesorgt sein.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Regeln der Ethik \u2013 w\u00fcnschbarer, aber oft fehlender Konsens<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ethische Normen sind weitere nat\u00fcrliche Kr\u00e4fte, die auf eine Harmonie zwischen Eigeninteresse und Gemeinwohl \u2013 dem \u201ebonum commune\u201c \u2013 hinwirken. Allgemein akzeptierte Moralregeln sind letztlich das Ergebnis der menschlichen Gabe, das eigene Verhalten affektfrei, also neutral beurteilen zu k\u00f6nnen. Sie sind ein in Leits\u00e4tze geronnenes Kondensat jener Instanz, die Smith als den unparteiischen Beobachter bezeichnet. Der Mensch ist in der Lage, sich in die Rolle eines neutralen Beobachters zu versetzen und sein eigenes Verhalten aus dessen Sicht zu bewerten. Er kann sich fragen: \u201eSt\u00f6\u00dft mein Verhalten aus der Beurteilungsperspektive eines Dritten auf Zustimmung oder Missbilligung?\u201e. Dieser realistische, da von jedem erfahrbare Moralbegriff ist das Pendant zum eher metaphysischen Gewissen bei Kant als Basis f\u00fcr dessen sogenannten kategorischen Imperativ (\u201e Handle so, dass die Maxime deines Handelns als Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung dienen kann\u201c). Mord, Raub, aber auch Wettbewerbsbarrieren \u2013 letztere sind letztlich nur verdeckte Eigentumsdelikte \u2013 versto\u00dfen somit gegen allgemeine Moralregeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch gibt es neben Beobachtung, Erfahrung und Vernunft noch eine weitere Quelle f\u00fcr die Entstehung ethischer Normen. N\u00e4mlich die religi\u00f6se Offenbarung, die sich \u00fcber Heilslehren ausbreitet. Sie ist auch die Wurzel f\u00fcr Opferbereitschaft, Wohltat und Altruismus, f\u00fcr imaginierte h\u00f6here Ziele, nach denen Menschen streben. Wegen der menschlichen Natur f\u00e4llt aber der bedingungslose Glaube ebenso schwer wie die Selbstkasteiung, vor allem dann, wenn die Menschen das Gef\u00fchl der Offenbarung nicht selbst versp\u00fcrt haben. Regeln der Ethik, Gruppennormen, die auf Erfahrungen aufbauen, die vom unparteiischen Beobachter identifiziert werden, sind daher zuverl\u00e4ssigere Hilfen als religi\u00f6se Imperative, um menschliche Antriebe konfliktminimierend zu koordinieren.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft mit Tendenz zu Kleinfamilien ist nat\u00fcrlich die Gruppenbindung l\u00e4ngst nicht mehr so stark und das Normensystem l\u00e4ngst nicht so \u00fcberschaubar und verbindlich wie in einer Gesellschaft von Sammlern, J\u00e4gern, Hirten, Ackerbauern oder Gilden und Z\u00fcnften. Es ist mehr Bewegung ins menschliche Leben gekommen, mehr Pluralismus, mehr Toleranz gegen\u00fcber Andersdenkenden. Dies gef\u00e4hrdet Traditionen, bricht Tabus auf und l\u00f6st mitunter das gesamte Wertegef\u00fcge auf. Berufliche und r\u00e4umliche Flexibilit\u00e4t, Urbanisierung, Auslandserfahrung und Informationsflut kennzeichnen die neue Welt. All dies formiert jedoch nicht die v\u00f6llig anonyme Gesellschaft ohne freiwillige Normen; es l\u00f6st zwar die alten Gruppen auf, es entstehen jedoch neue, freilich flexiblere Zusammenschl\u00fcsse mit teils homogeneren Interessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da aber die Mitglieder einer Gesellschaft insgesamt \u2013 und nicht allein private Gruppen \u2013 auch unter weniger strikten und fixierten ethischen Normen geordnet und zivilisiert zusammenleben wollen, sind weitere Steuerungsmechanismen f\u00fcr das Verhalten des einzelnen notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>Gesetze \u2013 verbindlich, aber hohe Kosten<\/p>\n\n\n\n<p>In modernen Fl\u00e4chenstaaten sind Gesetze n\u00f6tig, also ein kodifiziertes Recht. Durch Androhung von Strafe muss verhindert werden, dass einzelne ihren Mitmenschen aufgrund von Habsucht, Macht, Faulheit, Boshaftigkeit, Neid oder nur aufgrund von Fahrl\u00e4ssigkeit, Sorglosigkeit und fehlender Einsicht in die gesamtgesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Systemzusammenh\u00e4nge, Schaden zuf\u00fcgen. Gesetze sollen als letztlich G\u00fcter wie Leben, Gesundheit und Eigentum vor den Zugriffen Dritter sch\u00fctzen. Und dieses Schutzbed\u00fcrfnis ist auch die eigentliche Legitimation f\u00fcr staatliches Handeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Was Gesetze letztlich legitimiert, ist ein allgemein akzeptierter Rechtsbegriff. Daher ist der unparteiische Beobachter oder das Gewissen die moralische Basis f\u00fcr staatlich fixiertes Recht und nat\u00fcrliche Gerechtigkeit, also dessen nat\u00fcrlicher und historischer Vorl\u00e4ufer. Es kann nicht oft genug betont werden: Recht wird nicht dadurch zu Recht, dass ein mit Zwangsgewalt ausgestatteter Staat es schriftlich verankert und Verst\u00f6\u00dfe dagegen sanktioniert. Die Wurzeln wirklichen Rechts sind vielmehr allgemein akzeptierte Normen, die in den Hirnen und Herzen der Menschen schon verankert waren, als diese des Schreibens und Lesens noch nicht m\u00e4chtig waren. Wenn Gesetze nicht durch ein generalisiertes Rechtsempfinden fundiert sind, wenn sie schriftliches Kondensat von Gruppenegoismus und mangelnder Einsicht in \u00fcbergreifende Systemzusammenh\u00e4nge sind, so m\u00f6gen sie zwar die hoheitliche Bezeichnung Gesetz, Richtlinie, Verordnung tragen. Wo Egoismus \u2013 vor allem jener, die angeblich im Interesse einer Gruppe handeln und letztlich nur Mangel an Wissen ihrer Sch\u00e4fchen zu deren Schaden und zu ihrem eigenen Einkommens- und Prestigevorteil ausnutzen \u2013 die Triebfeder f\u00fcr das Hei\u00dflaufen der Gesetzespresse ist, dort regiert Willk\u00fcr. Das formalrechtliche Deckm\u00e4ntelchen schriftlicher Verankerung und die fehlende Einsicht breiter Bev\u00f6lkerungsschichten in komplexe Wirkungsmechanismen sch\u00fctzt die Willk\u00fcr allerdings h\u00e4ufig davor, als solche erkannt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Konkurrenz \u2013 unbequem, aber wirkungsvoll#<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die vierte Schranke f\u00fcr das nat\u00fcrliche Selbstinteresse des Menschen in dem Bereich des menschlichen Handelns, in dem es um die Bew\u00e4ltigung der Knappheit geht \u2013 also im Wirtschaftsleben \u2013 ist von zentraler Bedeutung. Freilich steht Konkurrenz nicht auf einer getrennten, vierten logischen Ebene. Sie ist mit der Dimension des Rechts ebenso verwoben, wie dieses aus allgemein akzeptierten Regeln der Moral ableitbar ist und diese wiederum aus dem Mitgef\u00fchl. Konkurrenz ist das wirtschaftliche Spiegelbild des normativen Verbots, einen anderen an seiner freien wirtschaftlichen Entfaltung zu hindern, um die eigenen Pfr\u00fcnden und vermeintlichen Erbh\u00f6fe zu sichern. Im Grunde besteht kein Unterschied zwischen einer Enteignung, also einem Raub, und der Ausschaltung von Wettbewerb durch Marktzutrittsbarrieren. Nur ist das Eigentumsdelikt aufgrund von Marktzutrittsbarrieren weniger augenscheinlich, weil die Betroffenen anonym bleiben oder \u00fcber keine Lobby verf\u00fcgen. Das Wettbewerbsrecht, das Konkurrenz sch\u00fctzt und Kartelle verhindert, ist somit letztlich eine Zwillingsschwester des Strafrechts.<\/p>\n\n\n\n<p>Konkurrenz hat nichts gemein mit Sozialdarwinismus, seelischem Deformationsprinzip oder Ellenbogensystem \u2013 auch wenn die Feinde des Marktes immer wieder solche Unwahrheiten verbreiten. Konkurrenz ist vielmehr mit dem Wettlauf der Antike (concurrere=miteinander laufen) eng verwandt, bei dem das \u00dcberfl\u00fcgeln des Mitbewerbers nichts, aber auch gar nichts mit Unfairness zu tun hatte, solange man dem Bewerber kein Bein stellte, d.h. Konkurrenten ausschaltete. Der Wettbewerb ist wie der Wettlauf der Antike dynamisch. Und ein besonders guter Start ist keineswegs eine Garantie f\u00fcr den Sieg. Oft gewinnt ein vermeintlicher Au\u00dfenseiter, weil der Favorit tr\u00e4ge und \u00fcberheblich geworden ist und weil die Au\u00dfenseiterposition besonders zu H\u00f6chstleistungen anregt. Zur Analogie zwischen Wettlauf und Wettbewerb sagte Adam Smith in seiner \u201eTheorie der ethischen Gef\u00fchle\u201c: \u201eIm Wettlauf nach Reichtum, Ehre und Avancement, da mag er rennen, so schnell er kann, und jeden Nerv und Muskel anspannen, um all seine Mitbewerber zu \u00fcberholen. Sollte er aber einen von ihnen niederrennen oder zu Boden werfen, dann w\u00e4re es mit der Nachsicht der Zuschauer ganz und gar zu Ende. Das w\u00e4re eine Verletzung der ehrlichen Spielregeln, die sie nicht zulassen k\u00f6nnten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Unterschied zum Wettlauf ist die Konkurrenz allerdings weniger spielerisch. Bei ihr herrscht der Ernst des Lebens vor: n\u00e4mlich der Zwang, mit knappen Mitteln bestm\u00f6glich zu wirtschaften, um sich und die Seinen m\u00f6glichst gut \u00fcber die n\u00e4chste Runde zu bringen. Ungeachtet dessen kann und sollte Arbeit auch Spa\u00df machen. Und je erfolgreicher der einzelne bei der Knappheitsbew\u00e4ltigung ist, umso mehr n\u00fctzt das auch weniger reichen Mitb\u00fcrgern und unbekannten Dritten. Konkurrenz in ihren vielf\u00e4ltigen Erscheinungsformen ist eine laufende Herausforderung an menschliche Leistungsf\u00e4higkeit, Phantasie, Intelligenz, Intuition, Einf\u00fchlung, Weitblick und Denken in Alternativen. Sie diszipliniert und motiviert, sie beinhaltet Risiken und er\u00f6ffnet Chancen, sie belohnt die sch\u00f6pferischen Kr\u00e4fte und bestraft Tr\u00e4gheit und Mangel an Flexibilit\u00e4t. Konkurrenz ist eine st\u00e4ndige und wirksame Bew\u00e4hrungsprobe, bei der die Fr\u00fcchte der Arbeit ehrlich verdient werden m\u00fcssen. In diesem System kann niemand stets auf gute Ernte hoffen, sofern er nicht stetig s\u00e4t und j\u00e4tet. In einer Welt der Knappheit, also jenseits des Paradieses, ist Konkurrenz ein unabdingbareres Ordnungsprinzip.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht die nat\u00fcrlichen Knappheitsschranken des Marktes, sondern die Behinderungen der Marktkr\u00e4fte stehen im Widerspruch zur Natur unserer Welt und ihren evolutorischen Wesensz\u00fcgen. F\u00fcr den Menschen ist die Zukunft grunds\u00e4tzlich offen. Er hat die einmalige Chance, individuell aus den Fehlern der Vergangenheit, den eigenen wie den fremden, zu lernen und die Freiheit zu nutzen, die beste Option w\u00e4hlen zu d\u00fcrfen. Knappheit l\u00e4sst sich nur dann sinnvoll bew\u00e4ltigen, wenn diese Tatsache auch im Wirtschaftsleben ber\u00fccksichtigt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Als offenes System, in dem auf dem Wege eines lebendigen Entdeckungsverfahrens, das keinem festen Grundmuster folgt, immer wieder neue, bessere L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr das Problem der Knappheit gesucht und gefunden werden, ist die Marktwirtschaft nicht nur die effizienteste Ordnung. Sie ist auch in dem Sinne moralisch, als sie den ethischen Forderungen nach menschenw\u00fcrdiger, menschengerechter und freiheitlicher Gestaltung entspricht. Diese Ordnung hat also auch eine moralische Dimension.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Marktwirtschaft gilt das Prinzip von Leistung und Gegenleistung. Nur wer bereit ist, zu tauschen, d.h. auf dem Markt etwas anzubieten, das sich einer allgemeinen, im Preis verk\u00f6rperten Wertsch\u00e4tzung erfreut, kann damit rechnen, Dienste oder Waren oder Geld von anderen zu erhalten. Dabei erh\u00e4lt jeder Marktteilnehmer umso mehr, je mehr er selbst zu geben bereit ist. Der Einfluss, den der einzelne auf das Geschehen am Markt hat, ist somit durch den Umfang seiner f\u00fcr den Tausch verf\u00fcgbaren Ressourcen bestimmt. Da die Ressourcen f\u00fcr alle Menschen knapp sind und Mittel, die einmal verausgabt wurden, f\u00fcr andere Zwecke nicht mehr zur Verf\u00fcgung stehen, verursacht wirtschaftliches Handeln Opportunit\u00e4tskosten, die zu einer sparsamen Ressourcenverwendung zwingen. Dies ist aber nur die eine Seite der Medaille. Gl\u00fccklicherweise k\u00f6nnen die Marktteilnehmer ihre Ressourcen durch individuelle Anstrengungen vermehren. So erhalten innovative Unternehmer, die neue Produkte erfolgreich vermarkten oder kosteng\u00fcnstigere Produktionsverfahren einf\u00fchren, einen Vorsprungsgewinn, d.h. ein h\u00f6heres Einkommen. Auch wer als Arbeitnehmer mehr leistet, sei es durch eine Verbesserung seiner beruflichen Qualifikation, durch einen Vorschlag, der Produktionskosten spart, oder durch \u00dcberstunden, erh\u00e4lt mehr Lohn und kann folglich mehr kaufen. In der Marktwirtschaft besteht somit ein hoher Anreiz nicht nur f\u00fcr einen sparsamen Umgang mit den knappen Ressourcen, sondern auch daf\u00fcr, dass individuelle F\u00e4higkeiten bestm\u00f6glich genutzt werden. Dank der Unsichtbaren Hand des Wettbewerbs geschieht dies nicht nur zum eigenen Vorteil des einzelnen, sondern zum Wohle aller. Alles in allem entsteht so ein negativer R\u00fcckkopplungsmechanismus: Positives individuelles Verhalten, das der Allgemeinheit dient, wird belohnt und somit verst\u00e4rkt. Wer sich hingegen so verh\u00e4lt, dass der Allgemeinheit Nachteile erwachsen, erleidet selbst Einbu\u00dfen und wird sein Verhalten entsprechend korrigieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Letztlich ist die List der Natur oder die Unsichtbare Hand des Wettbewerbs monopolistischem und interventionistischem Taktieren \u00fcberlegen. Sie hat den Markt und die Ordnungsidee der Konkurrenz erfunden: Diese Prinzipien sind so machtvoll, dass sie den Menschen teils wider seinen eigenen Willen in die Zivilisation f\u00fchren. Das Verstecken hinter Schutzgemeinschaften, Zollmauern und Subventionen verz\u00f6gert, aber verhindert die nat\u00fcrliche Evolution nicht. Wenn auch die List des Systems die Interventionen von Gruppen oder Regierungen letztlich \u00fcberwindet und somit also Basisvertrauen in die Resistenz der Marktwirtschaft berechtigt ist, so ist es doch auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Eingriffe in das System Kosten nennenswerten Umfangs zur Folge haben. Verlust an Wohlstand, an Wahlm\u00f6glichkeiten, an individueller Freiheit sind unabweisbare Folgen.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wird das nat\u00fcrliche Eigeninteresse durch Mitgef\u00fchl, Regeln der Ethik, kodifiziertes Recht und Wettbewerb in Schranken gehalten, kann es nicht in Egoismus oder Desinteresse entarten, sondern dient dem Gemeinwohl, ist also gleichzeitig auch sozial n\u00fctzlich. 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