{"id":38936,"date":"2024-12-27T00:25:00","date_gmt":"2024-12-26T23:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=38936"},"modified":"2025-01-01T11:51:36","modified_gmt":"2025-01-01T10:51:36","slug":"der-neue-solarboom-die-inkarnation-der-sozialen-ungerechtigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=38936","title":{"rendered":"Der neue Solarboom <br><b>Die Inkarnation der sozialen Ungerechtigkeit! <\/b>"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Ausbau der Photovoltaik schreitet in nie dagewesenem Tempo voran: Im Jahr 2023 wurde mit einem Zubau von rund 15 Gigawatt (GW) ein neuer Rekord erzielt \u2014 beinahe das Doppelte des Zubau-Rekords zu Zeiten des Solarbooms 1.0 zu Beginn der vergangenen Dekade. F\u00fcr das Jahr 2024 wird ein neuer Zubau-Rekord von 17,5 GW erwartet. Offenbar ist der Solarboom 2.0 in vollem Gang.<\/p>\n\n\n\n<p>Also alles eitel Sonnenschein? Mitnichten! Es ist alles andere als ein Erfolg, dass in Deutschland mittlerweile rund 100 GW an PV-Kapazit\u00e4ten installiert sind, denn die Kosten daf\u00fcr ufern immer weiter aus. J\u00e4hrlich m\u00fcssen die Steuerzahler daf\u00fcr hohe einstellige Milliardenbetr\u00e4ge aufbringen \u2014 aufgrund des Solarbooms 2.0 mit stark steigender Tendenz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Ausbau der Photovoltaik ger\u00e4t v\u00f6llig aus dem Ruder!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>All dies ist umso verwunderlicher, als 100 GW PV-Leistung theoretisch ausreichen w\u00fcrden, um an einem sehr sonnigen Tag die Stromnachfrage in Deutschland alleine zu decken \u2014 hinzu kommen noch \u00fcber 60 GW an Windkraftkapazit\u00e4ten, von den \u00fcbrigen Regenerativen wie Wasserkraftanlagen ganz zu schweigen. Selbst zu Zeiten mit dem h\u00f6chsten Stromverbrauch, der \u00fcblicherweise in den fr\u00fchen Abendstunden im Winter auftritt, liegt die maximale Nachfrageleistung mittlerweile nur noch bei rund 75 GW, nachdem die Stromnachfrage vor allem aufgrund der r\u00fcckl\u00e4ufigen Industrieproduktion gesunken ist \u2014 anstatt zu steigen, wie man wegen zunehmender Elektromobilit\u00e4t und des W\u00e4rmepumpenzubaus erwartet hatte. Im Sommer, wenn die <a>PV-Anlagen <\/a>am meisten Strom zu produzieren verm\u00f6gen, liegt die maximale Nachfrageleistung sogar noch deutlich unter 75 GW, eher bei 60 GW.<\/p>\n\n\n\n<p>Es verwundert sehr, dass sich bislang kaum jemand an dieser Diskrepanz gest\u00f6rt hat. Doch dabei soll es nach dem Willen der Politik nicht bleiben: Die Schere zwischen installierter Leistung und maximaler Nachfragelast soll bis zum Jahr 2030 noch deutlich weiter aufgehen! Das politische Ziel lautet: Bis zum Jahr 2030 sollen 215 GW an PV-Kapazit\u00e4ten in Deutschland installiert sein, mehr als doppelt so viel wie die derzeitige Leistung. Selbst ein Laie erkennt an diesen Zahlen, dass da etwas ganz gewaltig aus dem Ruder l\u00e4uft!<\/p>\n\n\n\n<p>Denn schlie\u00dflich ist nicht nur der Stromverbrauch gesunken. Noch auf Jahre hinaus werden wegen des schleppenden Netzausbaus die \u00dcberlandleitungen fehlen und auch der Ausbau von gro\u00dfen Stromspeichern ist im Vergleich zum Photovoltaikzubau viel zu sp\u00e4t in Gang gekommen. Batteriespeicher, die \u00fcbersch\u00fcssigen Solarstrom tags\u00fcber speichern und die nachts, wenn die Sonne bekanntlich nicht scheint und deshalb nach der Abschaltung der Kernkraftwerke und vieler Kohlekraftwerke mittlerweile regelm\u00e4\u00dfig ein Angebotsdefizit herrscht, k\u00f6nnen dieses Defizit lindern, werden aber erst in den kommenden Jahren in gro\u00dfem Umfang zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher w\u00e4re die Politik gut beraten, ihr Photovoltaik-Ziel f\u00fcr 2030, das unter dem Eindruck des Angriffs Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 \u00fcbereilt und ohne ausreichende wissenschaftliche Untermauerung aus dem Stegreif festgesetzt wurde, zu \u00fcberdenken. In jedem Fall ist es vor dem Hintergrund der massiv zunehmenden Kapazit\u00e4ten und der dadurch ausufernden Kosten h\u00f6chste Zeit, dass die Politik die schon Jahrzehnte w\u00e4hrende Subventionierung der Photovoltaik schnellstm\u00f6glich stoppt. Vor einer exzessiven Subventionierung der Photovoltaik in Deutschland wurde schlie\u00dflich schon vor dem Solarboom 1.0 vor etwa eineinhalb Jahrzehnten gewarnt (Frondel, Ritter, Schmidt 2008, Frondel, Ritter, Schmidt, Vance 2010).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Vierteljahrhundert exzessiver Subventionen f\u00fcr Solarstrom<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Trotz massiv gesunkener Modulpreise wird der Ausbau der Photovoltaik 25 Jahre nach Einf\u00fchrung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 noch immer hoch subventioniert \u2014 mit garantierten Einspeiseverg\u00fctungen f\u00fcr Solarstrom, selbst wenn der Bedarf an Strom mehr als gedeckt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Garantie f\u00fchrt immer h\u00e4ufiger zu <a href=\"https:\/\/www.bhkw-infozentrum.de\/wirtschaftlichkeit-bhkw-kwk\/negative-strompreise-fakten-und-statistiken.html\">negativen Preisen<\/a> an der Stromb\u00f6rse. Dann erhalten die Abnehmer den Strom nicht nur kostenlos. Sie bekommen sogar noch Geld daf\u00fcr. Bis zu 7,4 Cent pro Kilowattstunde betrug die Belohnung beispielsweise am 14. Juli, als acht Stunden am St\u00fcck die Preise unter null lagen, von 9 bis 17 Uhr. Negative Preise sind ein klares Indiz f\u00fcr Geldverschwendung! Daf\u00fcr m\u00fcssen die Stromverbraucher aufkommen, die die negativen Strompreise in Form h\u00f6herer Netzentgelte und damit h\u00f6herer Strompreise zu bezahlen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom Fr\u00fchjahr bis Herbst gibt es seit dem Solarboom 2.0 nahezu regelm\u00e4\u00dfig negative Strompreise um die Mittagszeit, falls die Sonne scheint: siehe die hervorragende Visualisierung <a href=\"https:\/\/www.smard.de\/page\/home\/marktdaten\/78?marketDataAttributes=%7B%22resolution%22:%22quarterhour%22,%22from%22:1725055200000,%22to%22:1725314399999,%22moduleIds%22:%5B1004066,1001226,1001225,1004067,1004068,1001228,1001223,1004069,1004071,1004070,1001227,5000410,6000411,2005097,8004169%5D,%22selectedCategory%22:null,%22activeChart%22:true,%22style%22:%22color%22,%22categoriesModuleOrder%22:%7B%7D,%22region%22:%22DE%22%7D\">SMARD | Marktdaten visualisieren<\/a> der Bundesnetzagentur. Die Zahl der Stunden mit negativen Strompreisen ist gegen\u00fcber dem Jahr 2023 um mehr als die H\u00e4lfte gestiegen \u2014 wobei bereits das Vorjahr mit 301 Stunden mit negativen Strompreisen ein Rekordjahr war! Die Hauptursache f\u00fcr diesen Anstieg ist der exzessive Photovoltaikausbau ohne gleichzeitige Investitionen in Batteriespeicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Zahl der Stunden mit Strompreisen von null ist stark angestiegen, auf rund 60 Stunden bis Ende Oktober. Es wird somit vom Fr\u00fchjahr bis zum Herbst zunehmend Solarstrom produziert, der an der B\u00f6rse nichts mehr wert ist, dessen Produktion nichtsdestotrotz Kilowattstunde f\u00fcr Kilowattstunde stark subventioniert wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Negative Strompreise und Preise von null sind nur die Spitze des Eisbergs<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Stunden mit negativen Strompreisen oder Preisen von null stellen allerdings nur die Spitze des Eisbergs dar. Die L\u00fccke zwischen garantierter Verg\u00fctung und B\u00f6rsenstrompreis, die durch den Steuerzahler ausgeglichen werden muss, ist nahezu ebenso gro\u00df, wenn die B\u00f6rsenstrompreise Werte nahe bei null annehmen. Und dies geschah vom Fr\u00fchjahr bis zum Herbst 2024 praktisch an jedem sonnigen Tag.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb reichten die im Klima- und Transformationsfonds f\u00fcr das Jahr 2024 eingeplanten Mittel f\u00fcr die F\u00f6rderung der Erneuerbaren von rund 10,6 Milliarden Euro bei weitem nicht aus. Stattdessen mussten daf\u00fcr rund 20 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds aufgewendet werden. Bei dem weiterhin v\u00f6llig ungebremsten Ausbau der Photovoltaik ist absehbar, dass die knapp 16 Milliarden Euro, die f\u00fcr das Jahr 2025 f\u00fcr die F\u00f6rderung der Erneuerbaren vorgesehen sind, keineswegs ausreichen d\u00fcrften.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Steuersparmodell f\u00fcr Spitzenverdiener<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu dieser Kostenexplosion hinzu kommen die hohen Steuerausf\u00e4lle durch die steuerlichen Abschreibungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Beteiligungen an Solarparks, unter anderem mit Hilfe des sogenannten Investitionsabzugsbetrages (IAB). Ziel des Investitionsabzugsbetrages, der im Jahr 2020 von 40 auf 50 Prozent der Investitionssumme erh\u00f6ht wurde, ist, dass damit kleine und mittlere Betriebe nach <a href=\"https:\/\/datenbank.nwb.de\/Dokument\/78742_7g\/?SprungMarke=ja_1\">\u00a7 7g Abs. 1 EStG<\/a> gef\u00f6rdert werden sollen, indem die Finanzierung bestimmter Investitionen durch einen vorzeitigen Betriebsausgabenabzug erleichtert und den Unternehmen somit ein Liquidit\u00e4tsvorteil verschafft wird. Es war aber von der Politik wohl kaum intendiert, dass Spitzenverdiener den Investitionsabzugsbetrag f\u00fcr Beteiligungen an Solarparks nutzen k\u00f6nnen, um ihre Einkommenssteuerlast massiv zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt mittlerweile unz\u00e4hlige Angebote einer Vielzahl von Anbietern, bei denen man durch die Investition in Solaranlagenbeteiligungen von der gesetzlich garantierten, \u00fcber 20 Jahre gew\u00e4hrten Verg\u00fctung f\u00fcr die Einspeisung von Solarstrom in das Stromnetz, dem Investitionsabzugsbetrag, der zus\u00e4tzlichen linearen Abschreibung von 5 Prozent pro Jahr f\u00fcr den verbleibenden Restwert und einer zus\u00e4tzlichen Sonderabschreibung von 40 Prozent auf den Restwert profitieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>So schreibt ein Anbieter, dass man im Idealfall in den ersten beiden Jahren \u00fcber 60 Prozent der Investitionskosten steuerlich abschreiben k\u00f6nne. Solche \u201eSolarinvestments\u201c seien besonders sinnvoll, wenn man in umweltfreundliche Energiegewinnung investieren will, das Anlageportfolio durch stabile Sachwerte erg\u00e4nzen m\u00f6chte, hohe, regelm\u00e4\u00dfige und stabile Zusatzeinnahmen f\u00fcr die Rente aufbauen will und Spitzenverdiener ist und ersparte Steuern in eigenes Verm\u00f6gen umwandeln m\u00f6chte. Dies gilt besonders dann, wenn man Empf\u00e4nger einer Abfindung oder eines Ver\u00e4u\u00dferungserl\u00f6ses ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Als fiktives Beispiel wird ein unverheirateter Spitzenverdiener mit einem steuerpflichtigen Einkommen von 100.000 Euro pro Jahr genannt, der f\u00fcr sein Ausscheiden aus einem Unternehmen eine Abfindung von 200.000 Euro erh\u00e4lt. Diese Abfindung k\u00f6nnte in ein \u201ecleveres Solarinvestment\u201c gesteckt werden, mit dem sich bei einem Spitzensteuersatz von 45 Prozent im Jahr durch den Investitionsabzugsbetrag und die \u00fcbrigen Abschreibungsm\u00f6glichkeiten rund 65.000 Euro an Steuern sparen lie\u00dfen, die sich so \u201ein produktives Eigentum mit langfristig lukrativen Ertr\u00e4gen aus dem Stromverkauf umwandeln\u201c. Damit erschlie\u00dft sich zumindest zum Teil, auf welche Weise der Solarboom 2.0 der vergangenen zwei Jahre finanziert werden konnte und wer die durch die gesetzlichen Garantien bei den Solarstromverg\u00fctungen und den steuerlichen Abschreibungen m\u00f6glichen hohen Renten absch\u00f6pfen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorgesehene gesetzliche \u00c4nderungen d\u00fcrften kaum wirksam sein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist vor diesem Hintergrund h\u00f6chste Zeit, dass der Gesetzgeber eingreift, um das Ausufern der F\u00f6rderkosten und der Steuerausf\u00e4lle einzud\u00e4mmen. Mit der Abschaffung der durch das EEG gew\u00e4hrten Verg\u00fctungen f\u00fcr Solarstrom k\u00f6nnte dem Einhalt geboten werden. Davon ist bislang allerdings kaum die Rede.<\/p>\n\n\n\n<p>Umso bedauerlicher ist, dass der lange diskutierte Entwurf zur \u00c4nderung des EEG nicht mehr vor dem Jahresende 2024 in ein Gesetz m\u00fcndete. Der Entwurf sah vor, dass Neuanlagen ab dem Jahr 2025 in Stunden mit negativen Strompreisen keine Verg\u00fctung mehr erhalten sollten. Allerdings h\u00e4tte diese Regelung wegen der vielen Stunden mit geringen, aber nichtnegativen Strompreisen ohnehin viel zu kurz gegriffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem gilt derzeit bereits, dass die Betreiber von gro\u00dfen Erneuerbaren-Anlagen bei einem negativen Strompreis, der sich \u00fcber einen Zeitraum von mindestens drei Stunden erstreckt, keine F\u00f6rderung mehr erhalten. Im ersten Halbjahr 2024 trat indessen nur viermal der Fall auf, dass ein negativer Preis nur eine Stunde andauerte, dreimal hielt der negative Preis \u00fcber zwei aufeinanderfolgende Stunden an. H\u00e4tte die f\u00fcr 2025 geplante Regelung der sofortigen F\u00f6rderaussetzung bei negativen Preisen bereits 2024 gegolten, w\u00e4ren also gerade einmal zehn Stunden zus\u00e4tzlich betroffen gewesen \u2014 bei insgesamt 224 Stunden mit negativen Strompreisen im ersten Halbjahr 2024. Die geplante Neuregelung h\u00e4tte also, wenn sie bereits 2024 in Kraft gewesen w\u00e4re, lediglich marginale Auswirkungen entfaltet, schlussfolgerte Christof Bauer von der TU Darmstadt in seiner <a href=\"https:\/\/www.rsm.tu-darmstadt.de\/media\/rsm\/news_rsm\/2024_14\/20240731-_Bauer_Kurzstudie_Handelsblatt_-_Auswirkungen_der_Massnahmen_aus_der_Wachstumsinitiative_der_Bundesregierung_auf_die_Haeufigkeit_negativer_Strompreise_im_deutschen_Kur.pdf\">Kurzstudie f\u00fcr das Handelsblatt<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Als weitere Ma\u00dfnahme ist im Gesetzesentwurf eine stufenweise Absenkung der Leistungsgrenze f\u00fcr die verpflichtende Direktvermarktung von derzeit 100 auf 25 Kilowatt vorgesehen. Ab der Leistungsgrenze von 100 Kilowatt wird statt einer fixen Einspeiseverg\u00fctung eine Marktpr\u00e4mie gezahlt, aber der gr\u00fcne Strom muss von den Betreibern von Erneuerbaren-Anlagen direkt am Markt verkauft werden. Mit der Marktpr\u00e4mie wird die Differenz zwischen der staatlich zugesagten Festverg\u00fctung f\u00fcr die Einspeisung gr\u00fcnen Stroms und dem Marktpreis ausgeglichen. Diese Marktpr\u00e4mien sollen nach dem Gesetzesentwurf beim Auftreten negativer Strompreise k\u00fcnftig entfallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch mit Blick auf die geplante Absenkung der Schwelle f\u00fcr die verpflichtende Direktvermarktung sah Christof Bauer nur sehr begrenzte Auswirkungen: So unterlagen im ersten Halbjahr 2024 rund 47 Prozent der Anlagen, die neu installiert wurden, der Pflicht zur Direktvermarktung, mit der Absenkung der Schwelle auf 25 Kilowatt w\u00e4ren es hingegen 61 Prozent gewesen. Nur ein geringer Prozentsatz der neu installierten Anlagen w\u00e4re also von der geplanten Senkung der Direktvermarktungsschwelle betroffen gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anstatt Entlastung: Zunehmende Belastung der Verteilnetze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur wachsenden Solarstromschwemme an sonnenreichen Tagen tragen besonders auch die rund 3,5 Millionen Anlagen bei, die aktuell auf deutschen D\u00e4chern installiert sind. Dachanlagen machen etwa zwei Drittel der insgesamt installierten PV-Leistung von rund 100 GW aus. Gerechtfertigt wird der Dachanlagenausbau oft mit dem Argument, dies w\u00fcrde die Stromnetze entlasten. Dies ist wenig zutreffend. Das Gegenteil ist vielmehr der Fall: Trotz der oft gleichzeitigen Installation von Batteriespeichern und PV-Anlagen ist kaum einer der Haushalte autark, weil die Speicher in aller Regel zu klein sind. Und an sonnigen Tagen sind sie daher vormittags schnell gef\u00fcllt. Daher helfen sie nicht, die Solarstromspitzen zur Mittagszeit, und damit negative Strompreise, zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der nicht mehr speicherbare Solarstrom wird dann ins \u00f6ffentliche Stromnetz eingespeist und f\u00fchrt dort zu <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/bundesnetzagentur-chef-klaus-mueller-es-droht-stress-im-stromnetz-110113860.html\">Stress<\/a>, wie es der Pr\u00e4sident der Bundesnetzagentur Klaus M\u00fcller ausdr\u00fcckt. \u201eZu viel Solarstrom sorgt in Deutschland immer wieder f\u00fcr Engp\u00e4sse im Netz. Trotz Ampel-Aus m\u00fcsse die Politik schnell gegensteuern\u201c, fordert M\u00fcller, \u201esonst seien riskante Notfallma\u00dfnahmen n\u00f6tig\u201c. Besonders der starke PV-Ausbau im S\u00fcden Deutschlands k\u00f6nnte zu lokalen Stromausf\u00e4llen f\u00fchren, warnen auch Regionalversorger wie die N\u00fcrnberger N-Ergie. Manche Verteilnetzbetreiber verweigern deshalb vorsorglich in Einzelf\u00e4llen die Genehmigung des Anschlusses neuer gr\u00f6\u00dferer PV-Anlagen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jede neue Anlage versch\u00e4rft die Probleme<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Besonders die gr\u00f6\u00dferen Neuanlagen, die beispielsweise auf den D\u00e4chern von Superm\u00e4rkten installiert werden, versch\u00e4rfen die Netzprobleme. Aber um zu verhindern, dass Solarstrom zur Unzeit negativer Strompreise ins Netz eingespeist wird, m\u00fcssten bei den Millionen von Dachanlagen erst noch die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Auch der finanzielle Anreiz, \u00fcbersch\u00fcssigen Solarstrom ins Netz einzuspeisen, sollte bei negativen Strompreisen sofort ausgesetzt werden. Doch Betreiber von Anlagen mit einer Leistung unter 10 Kilowatt, wie sie bei privaten Haushalten \u00fcblich sind, erhalten derzeit noch immer f\u00fcr jede Kilowattstunde eingespeisten Solarstrom 8,03 Cent, egal ob der Strom \u00fcberhaupt gebraucht wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Es verwundert somit nicht, dass der <a href=\"https:\/\/www.pv-magazine.de\/2024\/11\/27\/bdew-erwartet-fuer-2024-photovoltaik-zubau-von-175-gigawatt\/#:~:text=Der%20Bundesverband%20der%20deutschen%20Energie,der%20Zubau%20auf%2015.3%20Gigawatt.\">Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft<\/a> (BDEW) eindringlich davor warnt, \u201edass rund die H\u00e4lfte der neu installierten Anlagen ungesteuert in das Netz einspeisen. An sonnigen Sonntagen mit geringerem Strombedarf k\u00f6nnte die Einspeisung den Verbrauch schon im kommenden Fr\u00fchling und Sommer \u00fcberschreiten\u201c. Davor warnt auch Leon Hirth, Professor f\u00fcr Energiepolitik an der Hertie School, <a href=\"https:\/\/www.pv-magazine.de\/2024\/09\/10\/warum-auch-kleine-photovoltaikanlagen-in-zukunft-abregeln-muessen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">in einem Gastbeitrag f\u00fcr pv magazine<\/a> und fordert die Solarbranche auf, \u201ekonstruktive und praktikable Vorschl\u00e4ge zu entwickeln, wie eine Reaktion von Solaranlagen auf Strompreise erreicht werden kann\u201c. Weiter geht der BDEW, der vorsorglich fordert, dass die Wirkleistung von nichtregelbaren Neuanlagen auf 50 Prozent begrenzt wird. Jede dieser Anlagen kann dann nur halb so viel Solarstrom produzieren wie theoretisch m\u00f6glich. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die soziale Ungerechtigkeit der Dachanlagenf\u00f6rderung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist offenkundig, dass mit jeder neuen Dachanlage die Netzprobleme zunehmen. Weit weniger bekannt ist aber, dass auch die soziale Ungerechtigkeit, die mit dem Dachanlagenausbau verbunden ist, zunimmt: W\u00e4hrend die durch die negativen Strompreise entstehenden Kosten mit den Netzentgelten von allen Stromverbrauchern beglichen werden m\u00fcssen, also auch von denen, die sich keine PV-Anlage leisten k\u00f6nnen, nicht einmal eine Balkonanlage, werden die einkommensst\u00e4rkeren Haushalte, die ein eigenes Dach haben und sich eine PV-Anlage leisten k\u00f6nnen, in vielfacher Weise beg\u00fcnstigt. So k\u00f6nnen sich diese Haushalte durch ihre Solarstromproduktion all jene Steuern, Entgelte und Abgaben auf den Strompreis ersparen, die die \u00fcbrigen Haushalte mit jeder von ihnen verbrauchten Kilowattstunde Strom bezahlen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Darunter sind neben den Netzentgelten und der Stromsteuer zahlreiche Abgaben, wie etwa die KWK-Abgabe zur F\u00f6rderung der Kraftw\u00e4rmekopplung. Zusammen mit der Mehrwertsteuer, die auf alle diese Strompreiskomponenten zu zahlen ist, summiert sich dies aktuell auf etwas mehr als 20 Cent f\u00fcr jede Kilowattstunde, die Solarhaushalte nicht aus dem Stromnetz beziehen m\u00fcssen. Dieser Vorteil stellt eine weitaus h\u00f6here Subvention dar als die Verg\u00fctung von 8,03 Cent f\u00fcr die Einspeisung von Solarstrom ins \u00f6ffentliche Netz und macht daher den gr\u00f6\u00dferen Anreiz aus, eine PV-Anlage zu installieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die \u00fcbrigen Haushalte sind die Gekniffenen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Den \u00fcbrigen, nicht beg\u00fcnstigten Haushalten entsteht so ein doppelter Nachteil: Diese m\u00fcssen wegen der Flucht der Solarhaushalte aus dem allgemeinen Stromsystem h\u00f6here Netzentgelte entrichten. Und wegen hoher Netzausbaukosten in dreistelliger Milliardenh\u00f6he m\u00fcssen sie sich auf weiter steigende Strompreise wegen stark zunehmender Netzentgelte einstellen. Der Anreiz, zur Flucht aus dem Stromsystem ist somit selbstverst\u00e4rkend. \u00dcbrig bleiben am Ende die Mittellosen. So weit darf es die Politik nicht kommen lassen!<\/p>\n\n\n\n<p>Referenzen:<\/p>\n\n\n\n<p>Frondel, M., Ritter, N., Schmidt, C.M. (2008) Germany\u2019s Solar Cell Promotion: Dark Clouds on the Horizon. Energy Policy 36, 4198\u20134204.<\/p>\n\n\n\n<p>Frondel, M., Ritter, N., Schmidt, C.M., Vance, C. (2010) Economic Impacts from the Promotion of Renewable Energy Technologies: The German Experience. Energy Policy 38: 4048-4056.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ausbau der Photovoltaik schreitet in nie dagewesenem Tempo voran: Im Jahr 2023 wurde mit einem Zubau von rund 15 Gigawatt (GW) ein neuer Rekord erzielt \u2014 beinahe das Doppelte des Zubau-Rekords zu Zeiten des Solarbooms 1.0 zu Beginn der vergangenen Dekade. F\u00fcr das Jahr 2024 wird ein neuer Zubau-Rekord von 17,5 GW erwartet. Offenbar ist der Solarboom 2.0 in vollem Gang.<\/p>\n<p>Also alles eitel Sonnenschein? Mitnichten! Es ist alles andere als ein Erfolg, dass in Deutschland mittlerweile rund 100 GW an PV-Kapazit\u00e4ten installiert sind, denn die Kosten daf\u00fcr ufern immer weiter aus. 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