{"id":4040,"date":"2010-09-06T00:01:32","date_gmt":"2010-09-05T23:01:32","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=4040"},"modified":"2021-11-16T18:00:55","modified_gmt":"2021-11-16T17:00:55","slug":"im-grauen-licht-der-einspeiseverguetungeine-bestandsaufnahme-der-photovoltaikfoerderung-durch-das-eeg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=4040","title":{"rendered":"Im grauen Licht der Einspeiseverg\u00fctung<br\/><font size=3; color=grey>Eine Bestandsaufnahme der Photovoltaikf\u00f6rderung durch das EEG<\/font>"},"content":{"rendered":"<p>Die Einspeiseverg\u00fctungsregel bildet den Kern des Gesetzes f\u00fcr den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG), welches wiederum das (!) Vorzeigeprojekt der rot-gr\u00fcnen Koalition darstellt. Inzwischen bekennen sich alle im Bundestag vertretenen Parteien zu dieser Art der F\u00f6rderung, und auch in der Bev\u00f6lkerung genie\u00dft sie eine hohe Akzeptanz. Im Sommer 2010 wurde die im Vergleich zum urspr\u00fcnglichen Zeitpfad zweistufige Absenkung der Verg\u00fctungss\u00e4tze f\u00fcr Strom, der mit Photovoltaik-Anlagen erzeugt wurde, beschlossen. Die einen bef\u00fcrchten deshalb den Untergang der Photovoltaik-Branche, die anderen hingegen machen gerade den Erfolg des Gesetzes daf\u00fcr verantwortlich, dass die S\u00e4tze gek\u00fcrzt werden m\u00fcssen. Doch wie steht es nun wirklich um die Photovoltaik (PV)? Im Folgenden wird die F\u00f6rderung der PV durch das EEG einer vorl\u00e4ufigen Bestandsaufnahme unterzogen. Es wird sich zeigen: Vieles, was in der \u00f6ffentlichen Diskussion gefeiert wird, existiert \u00fcberhaupt nicht, und anderes, was allenfalls im Hintergrund der Diskussionen bleibt, bildet den Hoffnungsschimmer daf\u00fcr, dass die eingesetzten Mittel nicht verschwendet sind.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das EEG nennt drei angestrebte Ziele: den Klima- und den Umweltschutz, die F\u00f6rderung einer nachhaltigen Entwicklung der Energieversorgung und die Erh\u00f6hung des Anteils erneuerbarer Energien am Energieverbrauch. In der politischen Diskussion wird diesen Zielen oftmals noch ein weiteres hinzugef\u00fcgt, die Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen in einer vermeintlichen Zukunftsbranche.<\/p>\n<p>Die garantierten Einspeiseverg\u00fctungss\u00e4tze sind die zentralen Bausteine des EEG. Indem sie sich nicht an den Marktpreisen f\u00fcr Elektrizit\u00e4t, sondern an den zum Teil weitaus h\u00f6heren Durchschnittskosten einer Kilowattstunde (Stromgestehungskosten) der zun\u00e4chst nicht marktf\u00e4higen Technologien ausrichten, erm\u00f6glichen sie den zu f\u00f6rdernden Technologien den sofortigen Einsatz im Strommarkt. Da diese Kosten insbesondere im Hinblick auf die Photovoltaik (57,4 ct\/kWh f\u00fcr Anlagen bis zu 30 kWp Nennleistung) zun\u00e4chst um mehr als den Faktor 10 oberhalb der Marktpreise (4,5 ct\/kWh) lag, muss mit dem Ziel der F\u00f6rderung der nachhaltigen Energieversorgung vorrangig der Ansto\u00df zu sp\u00fcrbaren Kostensenkungen verbunden sein. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, wurden die Verg\u00fctungss\u00e4tze einer vorab festgelegten, kontinuierlichen Absenkung unterzogen. Die diesj\u00e4hrigen \u201eau\u00dferordentlichen\u201c Absenkungen f\u00fchren zu Verg\u00fctungss\u00e4tzen von 34,05, 33,03 und 30,06 ct\/kWh ab den Terminen 1.07., 1.10.2010 bzw. 1.01.2011. Die noch immer hohe Differenz zwischen Marktpreisen und Einspeiseverg\u00fctungen verdeutlichen die noch immer hohen Kosten. Derzeit g\u00e4ngige Sch\u00e4tzungen vermuten, dass allein f\u00fcr die bis zum Ende 2010 installierten Anlagen zuk\u00fcnftig zwischen 50 und 90 Milliarden Euro an zuk\u00fcnftigen Einspeiseverg\u00fctungen f\u00fcr die Photovoltaik (PV) anfallen. Dies entspr\u00e4che immerhin 2\u20134 % des Bruttoinlandsproduktes der Bundesrepublik Deutschland. Damit stellt sich zwangsl\u00e4ufig die Frage, ob ein solches Volumen an Subventionszahlungen verantwortbar ist. Voraussetzung f\u00fcr die Legitimierbarkeit der Ausgaben ist die Wirksamkeit der Ma\u00dfnahmen im Hinblick auf die angestrebten Ziele. Beginnen wir mit dem Klima- und Umweltschutz.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Klimaschutz?<\/strong><\/p>\n<p>Bekannterma\u00dfen fallen CO2-Emissionen nur bei der Herstellung der PV-Anlagen an und sind weitaus geringer als diejenigen einer entsprechenden Stromproduktion durch Kohlekraftwerke. Doch bedeutet dies auch, dass mit der Nutzung von PV-Anlagen ein wirksamer Klimaschutzeffekt erzielt wird? Leider nicht.<\/p>\n<p>Der Grund hierf\u00fcr liegt in der \u2013 \u00fcberaus sinnvollen \u2013 Verankerung der europ\u00e4ischen Klimapolitik im Emissionszertifikate-Handelssystem. Danach ist die europ\u00e4ische Elektrizit\u00e4tswirtschaft dazu verpflichtet, f\u00fcr alle vorgenommenen CO2-Emissionen Zertifikate (EU Allowances; EUAs) zu erwerben. Auf der politischen Ebene wird festgelegt, wie viele dieser EUAs in Umlauf gebracht werden. Durch die Handelbarkeit der Zertifikate werden Unternehmen mit hohen Zahlungsbereitschaften anderen Unternehmen mit geringen Zahlungsbereitschaften EUAs abkaufen, sodass im Gleichgewicht ein Preis entsteht, bei dem alle Nachfrager mit einer mindestens dem Preis entsprechenden Zahlungsbereitschaft in den Besitz der EUAs gelangen, w\u00e4hrend die anderen Unternehmen es vorziehen, auf die Emission zu verzichten.<\/p>\n<p>Wie wirkt sich nun die Einf\u00fchrung der deutschen EEG-Einspeiseverg\u00fctung auf dieses Handelssystem aus? Die vermehrte Nutzung von PV-Anlagen bewirkt, dass der entsprechende Teil des deutschen Energieverbrauchs emissionsfrei erfolgen kann. Der so produzierte Strom verdr\u00e4ngt Elektrizit\u00e4t aus konventionellen Kraftwerken (mit CO2-Emissionen), sodass die CO2-Emissionen zun\u00e4chst sinken. Folgerichtig ben\u00f6tigt die deutsche Energiewirtschaft weniger EUAs. Da diese jedoch wertvoll sind (ihr Preis liegt derzeit um die 14 Euro\/t CO2), werden die EUAs nicht einfach ungenutzt liegen gelassen oder gar zerst\u00f6rt. Durch den Verkauf der EUAs an Unternehmen aus anderen Branchen oder anderen L\u00e4ndern k\u00f6nnen die Unternehmen ihre Erl\u00f6se steigern. Der R\u00fcckgang der Nachfrage deutscher Energieunternehmen nach EUAs bzw. das daraus resultierende Verkaufsangebot der Unternehmen wird den Preis f\u00fcr EUAs verringern, sodass nun die EUAs von anderen Nachfragern mit geringerer Zahlungsbereitschaft erworben und verwendet werden. Mit anderen Worten: Die deutsche Energiewirtschaft verringert ihre CO2-Emissionen, die entsprechenden EUAs wandern zu anderen Emissionsnachfragern und bewirken dort \u2013 in anderen Branchen oder L\u00e4ndern \u2013 eine exakt gleich hohe Zunahme von CO2-Emissionen. Die gesamteurop\u00e4ische CO2-Emissionsminderung betr\u00e4gt somit genau null.<\/p>\n<p>Ein Kritiker mag einwenden, die Politik k\u00f6nnte auf Grund der vermehrten Stromerzeugung durch PV-Anlagen die Menge an EUAs verringern. Dem ist entgegenzuhalten, dass dies auch ohne vorherigen Aufbau von PV-Anlagen m\u00f6glich ist. Dann w\u00fcrde derselbe Umwelteffekt ohne PV-Subventionierung zu geringeren Kosten (Emissionsvermeidungskosten; EVK) erzielt. Der Grund daf\u00fcr liegt darin, dass mit anderen Technologien CO2-Emissionen wirksamer vermieden werden k\u00f6nnen. Eine Beispielrechnung soll dies verdeutlichen: Eine in einem Steinkohlekraftwerk produzierte kWh Elektrizit\u00e4t verursacht im Durchschnitt etwa 950g CO2. F\u00fcr PV-Anlagen unterstellen wir einen Emissionswert von null (was nicht ganz korrekt ist). Unterstellen wir nun im Einklang mit aktuellen Berechnungen Stromgestehungskosten von p(PV) = 30 ct\/kWh f\u00fcr PV-Anlagen, p(Wind) = 10 ct\/kWh f\u00fcr Onshore-Windenergieanlagen und p(Kohle) = 4,5 ct\/kWh f\u00fcr Steinkohlekraftwerke, so ergeben sich Preis- und Kostendifferenzen zur Kohle in H\u00f6he von 25,5 ct\/kWh f\u00fcr PV-Anlagen und 5,5 ct\/kWh f\u00fcr Wind. Um eine Tonne CO2-Emissionen aus Steinkohlekraftwerken einzusparen, m\u00fcsste deren Produktion um 1000\/0,95 = 1053 kWh gesenkt werden. Produziert man diese Strommenge mit PV-Anlagen, so entstehen Zusatzkosten (EVK) in H\u00f6he von EVK(PV) = 0,255 \u20ac\/kWh x 1053 kWh\/tCO2 = 269 \u20ac\/tCO2. Die entsprechenden EVK f\u00fcr Windenergie betragen EVK(Wind) = 0,055 \u20ac\/kWh x 1053 kWh\/tCO2 = 58 \u20ac\/tCO2. Die Vermeidung von CO2-Emissionen mittels PV-Anlagen ist somit etwa 4,5 mal so teuer wie die \u00fcber Windenergie. Folglich w\u00fcrden es die Unternehmen an Stelle von PV-Anlagen normalerweise bevorzugen, mittels Windenergiekonvertern zu produzieren, um ihre CO2-Emissionen zu verringern.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich werden die EVK \u00fcber den Markt sogar noch geringer eingesch\u00e4tzt. Der Preis f\u00fcr EUAs signalisiert die EVK auf europ\u00e4ischer Ebene. Die EUAs (Rechte, eine Tonne CO2 zu emittieren) werden an der Leipziger European Energy Exchange (EEX) f\u00fcr nur etwa 14 \u20ac gehandelt. Dies bedeutet, dass die betroffenen Unternehmen \u00fcber andere M\u00f6glichkeiten \u2013 zum Beispiel Ma\u00dfnahmen zur Erh\u00f6hung des Wirkungsgrades von Kraftwerken \u2013 verf\u00fcgen, um ihre Emissionen deutlich kosteng\u00fcnstiger zu senken.<\/p>\n<p>Unterstellt man nun eine begrenzte Zahlungsbereitschaft der B\u00fcrger f\u00fcr den Schutz der Umwelt, so m\u00fcsste es das Ziel des Umweltpolitikers sein, aus den begrenzt verf\u00fcgbaren geldlichen Mitteln einen m\u00f6glichst gro\u00dfen Effekt zu erzielen. Dann scheidet allerdings die PV mit ihren \u00fcberm\u00e4\u00dfig hohen EVK aus. Jede mit PV-Anlagen \u201eeingesparte\u201c Tonne CO2 k\u00f6nnte bei Verwendung anderer Technologien \u2013 mit identischem monet\u00e4ren Aufwand \u2013 durch mindestens 4,5 eingesparte Tonnen CO2 ersetzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Arbeitspl\u00e4tze?<\/strong><\/p>\n<p>Als weiteres Argument zur Legitimation der PV-Subventionen wird die dynamische Entwicklung des Marktes, insbesondere das Entstehen neuer Arbeitspl\u00e4tze angef\u00fchrt. F\u00fcr das Jahr 2009 meldet der Bundesverband Solarwirtschaft 63000 Arbeitspl\u00e4tze in der deutschen Photovoltaikbranche. Im selben Jahr wurden 6578 GWh PV-Strom produziert, die mit einem Satz von 43,01 ct\/kWh f\u00fcr Neuanlagen und mit noch h\u00f6heren S\u00e4tzen f\u00fcr \u00e4ltere Anlagen verg\u00fctet wurden. Rechnen wir sehr vorsichtig und unterstellen einen deutlich zu geringen durchschnittlichen Verg\u00fctungssatz von 43,01 ct\/kWh. Ziehen wir von diesem 4,5 ct\/kWh als Preis f\u00fcr normale Elektrizit\u00e4t, so bleiben 38,51 ct\/kWh als Verg\u00fctungssubvention pro kWh. Multipliziert man diesen Betrag mit der PV-Produktionsmenge, ergibt sich eine Einspeisesubventionsh\u00f6he von etwa 2,5 Mrd. \u20ac. Teilen wir diesen Betrag durch die Anzahl der Arbeitspl\u00e4tze, so erhalten wir den Subventionsbetrag pro Arbeitsplatz in 2009: 40209,33 \u20ac. Gehen wir von 1840 Arbeitsstunden im Jahr aus, so erhalten wir eine Subvention von 21,85 \u20ac pro Stunde Arbeit in der PV-Branche. Diese Zahl bildet die absolute Untergrenze der Arbeitsplatzsubventionierung, da (a) eine Reihe von Subventionsleistungen \u2013 z.B. die Kosten des Netzanschlusses \u2013 nicht erfasst wurden und (b) die tats\u00e4chliche durchschnittliche Einspeiseverg\u00fctung h\u00f6her liegt als hier unterstellt wird. <em>Frondel et al.<\/em> (2007) sch\u00e4tzen die Subventionierung eines PV-Branchen-Arbeitsplatzes gar auf 153000 \u20ac.<\/p>\n<p>Es ist absurd, Arbeitspl\u00e4tze, die nur auf Grund einer derartig hohen Subventionierung entstanden sind, als arbeitsmarktpolitischen Erfolg zu feiern. Mit demselben Geldbetrag k\u00f6nnte in anderen Branchen problemlos das F\u00fcnffache an Arbeitspl\u00e4tzen entstehen. Fazit: Auch die Entstehung der neuen Arbeitspl\u00e4tze im PV-Sektor kann nicht als Legitimation f\u00fcr die geleisteten Subventionen dienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Sicherung der langfristigen Energieversorgung!?<\/strong><\/p>\n<p>Die einzig verbleibende potentielle Legitimation f\u00fcr die derzeitige PV-F\u00f6rderung besteht somit im Ziel des Aufbaus einer wirtschaftlich und \u00f6kologisch nachhaltigen Energieversorgung. Hier ist zun\u00e4chst einmal festzuhalten, dass die EEG-F\u00f6rderung in der politisch gew\u00fcnschten Richtung wirkt. Zum einen ist die produzierte Menge an PV-Strom erheblich gestiegen und das Wachstum scheint sich sogar zu beschleunigen (Abbildung 1). Zum anderen sind auch die Preise f\u00fcr vollst\u00e4ndige PV-Anlagen sp\u00fcrbar gesunken (Abbildung 2).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/eeg1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"\/wordpress\/bilder\/eeg1.png\" alt=\"\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; Zum Verg\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Abbildung 1: PV-Stromerzeugung<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/eeg2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"\/wordpress\/bilder\/eeg2.png\" alt=\"\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; Zum Verg\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Abbildung 2: Preise f\u00fcr vollst\u00e4ndige PV-Anlagen<\/p>\n<p>Das mengenm\u00e4\u00dfige Wachstum der PV-Branche kann nur wenig \u00fcberraschen. Schlie\u00dflich stellt die an den bestehenden Kosten ausgerichtete Einspeiseverg\u00fctung eine Lizenz zur risikofreien Erwirtschaftung von Gewinnen dar. Je gr\u00f6\u00dfer die Differenz zwischen Stromgestehungskosten und garantierter Einspeiseverg\u00fctung, desto h\u00f6her ist auch der Gewinnaufschlag und der Anreiz, in Solaranlagen zu investieren. Die Preis- und Kostensenkungen \u2013 insbesondere im Jahr 2009 \u2013 wirken somit als Beschleuniger des PV-Ausbauprozesses.<\/p>\n<p>Da jede einzelne in Deutschland installierte Anlage nach wie vor deutlich h\u00f6here Stromgestehungskosten aufweist als alternative Stromerzeugungstechnologien, kann der Ausbau der PV an sich nicht als wirtschaftlicher Erfolg bewertet werden. Im besten Fall ist er Mittel zum Zweck einer langfristigen Senkung der Produktionskosten f\u00fcr PV-Strom auf ein wettbewerbliches Niveau. Die eigentlich interessante Frage ist somit die nach dem Ausma\u00df und den Ursachen der Preissenkungen.<\/p>\n<p>Abbildung 2 zeigt, dass die seit 2006 erfolgten Preissenkungen im Umfang von etwa 40 % des Ausgangswertes in der Tat betr\u00e4chtlich sind und einen gewissen Optimismus f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Entwicklung rechtfertigen. Das \u00e4ndert nat\u00fcrlich nichts daran, dass die verbliebenen Stromgestehungskosten von 30 ct\/kWh weit oberhalb derjenigen konventioneller Technologien liegen. Dies gilt auch dann, wenn man der auf fossilen Brennstoffen basierenden Produktion die externen Kosten, also die nicht vom Produzenten getragenen, monet\u00e4r bewerteten Sch\u00e4den, hinzuf\u00fcgt: Sch\u00e4tzungen der externen Kosten variieren zwischen 2,5 und 10 ct\/kWh. Gehen wir im Folgenden von einem mittleren Wert von 6,5 ct\/kWh aus, dann belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten konventioneller Kraftwerke auf etwa 11 ct\/kWh. Dies entspricht etwa einem guten Drittel der Stromgestehungskosten durch PV-Anlagen.<\/p>\n<p>In der \u00f6ffentlichen Diskussion wird oftmals bejubelt, dass die sogenannte Netzparit\u00e4t schon in wenigen Jahren erreicht werden k\u00f6nnte. Unter Netzparit\u00e4t versteht man dasjenige Niveau der Stromgestehungskosten, das dem Preis entspricht, den private Haushalte als Endabnehmer aktuell zahlen m\u00fcssen. In Deutschland betr\u00e4gt der entsprechende Wert derzeit etwa 23 ct\/kWh. Die Netzparit\u00e4t suggeriert, dass Haushalte bei ihrem Erreichen den Strom ebenso gut selbst \u2013 durch PV-Anlagen \u2013 produzieren k\u00f6nnten. Dabei wird jedoch \u00fcbersehen, dass die Zeitpunkte von Stromproduktion und Stromkonsum auseinanderfallen. Dies hat zur Folge, dass entweder zus\u00e4tzliche Speichertechnologien \u2013 z.B. Batterien \u2013 installiert werden m\u00fcssten oder dass auch weiterhin das Stromnetz genutzt werden muss. Beides verursacht Kosten. Die im Endabnehmerpreis bereits enthaltenen Netzentgelte betragen derzeit ca. 5,25 ct\/kWh. Hinzu kommen Steuern (ca. 5,7 ct\/kWh) und weitere Abgaben sowie Verwaltungs- und Messkosten (ca. 3,4 ct\/kWh), die in den Stromgestehungskosten der PV nicht ber\u00fccksichtigt werden. Auch wenn die Netzparit\u00e4t einen an sich wenig sinnvollen Vergleich darstellt, bildet sie eine psychologisch wichtige Schwelle. Indem sie die N\u00e4he der Kosten zu schon heute geleisteten Zahlungen dokumentiert, deutet sie eine \u2013 wenn auch erst mittel- bis langfristig umsetzbare \u2013 grunds\u00e4tzliche wirtschaftliche Funktionsf\u00e4higkeit der PV-Stromerzeugung in Deutschland an. Dies ist der ber\u00fchmte Silberstreif am Horizont.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich ist festzustellen, dass die bislang erfolgten Preissenkungen die Photovoltaik in bestimmten Bereichen bereits heute zu einer effizienten Technologie gemacht haben. L\u00e4ndliche Regionen in Entwicklungsl\u00e4ndern verf\u00fcgen oftmals nicht \u00fcber einen Zugang zum Leitungsnetz. In solchen F\u00e4llen k\u00f6nnen Kombinationen aus Windenergie, Photovoltaik, Speichern und Dieselgeneratoren den \u2013 im Gegensatz zum Leitungsanschluss \u2013 kosteng\u00fcnstigsten Zugang zur Elektrizit\u00e4t liefern. Au\u00dferdem muss nat\u00fcrlich darauf hingewiesen werden, dass die oben genannten hohen Stromgestehungskosten nicht zuletzt auf die ung\u00fcnstige Lage Deutschlands zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Dieselbe PV-Anlage mit einer Spitzenleistung von 1 kWp, die in Deutschland j\u00e4hrlich zwischen 800 und 1100 kWh Strom liefert, w\u00fcrde in anderen Teilen der Welt eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Energiemenge liefern. In Afrika erg\u00e4be sich ein j\u00e4hrlicher Energieoutput von etwa 1800 \u2013 2000 kWh, in Indien und Chile sogar Werte von 2200 kWh bis zu 2400 kWh. Dies bewirkt einen R\u00fcckgang der Stromgestehungskosten auf bis zu 12 ct\/kWh (Chile), also nur noch ein Eurocent mehr als die Gestehungskosten f\u00fcr moderne fossile Kraftwerke!<\/p>\n<p>Aus wirtschaftspolitischer Sicht ist es nicht unwichtig zu ergr\u00fcnden, auf welchem Wege die Preissenkungen f\u00fcr PV-Strom erreicht wurden und welchen Anteil das EEG hieran hat. Preissenkungen k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich \u00fcber zumindest drei Impulse erkl\u00e4rt werden: Kostensenkungen, Zunahme von Anbieterzahl und Wettbewerbsintensit\u00e4t sowie Nachfrager\u00fcckg\u00e4nge. Letztere d\u00fcrften hier aber kaum relevant sein.<\/p>\n<p>Als Ursache f\u00fcr Kostensenkungen lassen sich zumindest drei Aspekte anf\u00fchren: (1) Skalen- und Lernkurveneffekte, (2) technologische Innovationen und (3) Faktorpreissenkungen. Skalen- und Lernkurveneffekte scheinen in der Tat eine gewisse Rolle zu spielen. Durch eine zunehmende Industrialisierung der Produktion von PV-Anlagen k\u00f6nnen Skaleneffekte, also Massenproduktionsvorteile, realisiert werden. Lernkurveneffekte beinhalten, dass mit steigender kumulierter Produktionsmenge die Erfahrung der Anbieter steigt und sie somit ihre Technologien bzw. deren Produktionsprozesse immer weiter verfeinern und die Kosten senken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als wesentliche technische Innovation (2) ist wohl die Entwicklung der kosteng\u00fcnstigen D\u00fcnnschichtmodule zu nennen, deren Marktanteil sich insbesondere in den Jahren 2009 und 2010 deutlich erh\u00f6ht hat. First Solar, der weltweit gr\u00f6\u00dfte Hersteller von Modulen, gibt an, D\u00fcnnschichtmodule zu Kosten von 0,84 $ produzieren zu k\u00f6nnen. Zum Vergleich: der durchschnittliche Verkaufspreis f\u00fcr kristalline Module liegt derzeit bei ca. 1,80 \u20ac.<\/p>\n<p>Als bedeutendste Faktorpreissenkung (3) ist der Siliziumpreis zu nennen. Nach Einf\u00fchrung des EEG ist es zu erheblichen Silizium-Lieferengp\u00e4ssen mit entsprechenden Preiserh\u00f6hungen gekommen. Dies induzierte einen sp\u00fcrbaren Ausbau der Silizium-Produktionskapazit\u00e4ten. Seit Anfang 2009 ist der Siliziumpreis schlie\u00dflich von etwa 500 $\/kg auf derzeit unter 60 $\/kg gesunken und hat damit ma\u00dfgeblich dazu beigetragen, die Kosten zur Produktion von PV-Modulen zu verringern.<\/p>\n<p>Neben der Kostenseite hat auch die Entwicklung der Marktstruktur einen Beitrag zur Modul- und Anlagenpreissenkung geleistet. Die garantierten Einspeiseverg\u00fctungen in Deutschland und die damit verbundenen sicheren Gewinne haben dazu gef\u00fchrt, dass viele in- und ausl\u00e4ndische Anbieter in den Markt eingetreten sind. Auf diese Weise konnten Lieferengp\u00e4sse \u00fcberwunden und der Wettbewerb zwischen den Anbietern intensiviert werden.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, dass die Preisentwicklung als erfreulich bezeichnet werden kann, bleibt die Frage, inwieweit das EEG hierzu beigetragen hat. Abbildung 3 zeigt die Entwicklung der Modulpreise seit 1989. Aus der Graphik geht deutlich hervor, dass die Modulpreise nicht erst mit der Einf\u00fchrung der gro\u00dfz\u00fcgigen EEG-Einspeiseregelung im Jahr 2004 sinken. Wichtig ist nun zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob bzw. inwieweit die EEG-Regelungen den Preissenkungstrend verst\u00e4rkt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/eeg3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"\/wordpress\/bilder\/eeg3.png\" alt=\"\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; Zum Verg\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Abbildung 3: Langfristige Entwicklung der Modulpreise<\/p>\n<p>Mit dem EEG hat sich Deutschland zum wichtigsten PV-Markt der Welt entwickelt. Obwohl die Voraussetzungen f\u00fcr die Nutzung der Photovoltaik in Deutschland nicht optimal sind, befindet sich inzwischen etwa die H\u00e4lfte der weltweit installierten Kapazit\u00e4t auf deutschem Boden. Auf der Produktionsseite nimmt Deutschland keine vergleichbare Position ein. So betr\u00e4gt der Anteil deutscher Unternehmen an der weltweiten Solarzellenproduktion ca. 15 %. Das bedeutet zun\u00e4chst einmal, dass der technische Fortschritt der PV-Branche sich nicht auf Deutschland konzentriert. Aus \u00f6konomischer Sicht ist dies jedoch unproblematisch, wenn damit langfristig eine nachhaltige Energieversorgung erm\u00f6glicht wird. Entscheidend ist nicht die regionale Aufteilung der Produktion, sondern die Preisentwicklung vor und nach den EEG-Regelungen von 2004.<\/p>\n<p>Der Vergleich zeigt folgendes: Die gro\u00dfz\u00fcgige Einspeiseverg\u00fctung verursachte zun\u00e4chst Lieferengp\u00e4sse, die sich in steigenden Modulpreisen von 2004 bis 2008 widerspiegeln. Der darauf folgende Preissturz in 2009 und 2010 ist zumindest teilweise eine Folge der Beseitigung dieser Engp\u00e4sse. Die gestrichelte Kurve in Abbildung 3 ist das Ergebnis einer Trendsch\u00e4tzung. Weder visuell noch mit Hilfe von Regressionssch\u00e4tzungen l\u00e4sst sich derzeit eine Ver\u00e4nderung des Trends feststellen. Der Zeitraum signifikanter Preissenkungen ist allerdings bislang noch zu kurz um absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ob das EEG die Preissenkung verst\u00e4rken konnte oder nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend k\u00f6nnen wir feststellen, dass die Einspeiseverg\u00fctung f\u00fcr PV-Strom durch das EEG nicht immer die Wirkungen aufweist, die man ihm auf den ersten Blick zuweist. Beginnen wir mit den eher ern\u00fcchternden Ergebnissen, dem Schatten:<\/p>\n<p>&#8211; Die Einspeiseverg\u00fctung ist teuer.<\/p>\n<p>&#8211; Positive Umweltschutzeffekte im Hinblick auf den Klimawandel bestehen nicht. Klimapolitik l\u00e4sst sich mit anderen Mittel preiswerter und wirksamer durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>&#8211; Die Subventionen, die mit der Schaffung der entstandenen Arbeitspl\u00e4tze in der PV-Branche verbunden sind, sind exorbitant. Die PV-Industrie kann nicht als arbeitsmarktpolitischer Erfolg bezeichnet werden. Mit derselben Subventionsleistung h\u00e4tte man in anderen Sektoren ein Vielfaches an Arbeitspl\u00e4tzen erzeugen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8211; Die F\u00f6rderung der PV-Technologie dient zu einem gro\u00dfen Teil dem Aufbau entsprechender Produktionskapazit\u00e4ten in anderen L\u00e4ndern. Ressourcen\u00f6konomisch betrachtet ist dies ohne gro\u00dfe Bedeutung, aus industriepolitischer Sicht kann die F\u00f6rderung jedoch kaum als gro\u00dfer Erfolg angesehen werden.<\/p>\n<p>Damit sind die beliebtesten Argumente zur Bef\u00fcrwortung der PV-Einspeiseregelung als ung\u00fcltig anzusehen. Es bleibt dann nur noch das Ziel des Aufbaus einer langfristigen und verl\u00e4sslichen Energieversorgung, die ein wenig Licht in die Diskussion wirft:<\/p>\n<p>&#8211; Die Gestehungskosten f\u00fcr PV-Strom sind seit Beginn der Einspeiseverg\u00fctung sp\u00fcrbar gesunken, sodass die Photovoltaik unter bestimmten Umst\u00e4nden (g\u00fcnstige Sonnenbestrahlung, fehlender Netzanschluss) sogar effizient ist.<\/p>\n<p>&#8211; Auch wenn im Allgemeinen gilt, dass die PV-Stromerzeugung noch nicht wettbewerbsf\u00e4hig ist, zeichnet sich ab, dass die Photovoltaik eine wichtige Option f\u00fcr die Zukunft darstellt.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich feststellen, dass die EEG-Regelungen ziemlich genau so wirken, wie es die \u00f6konomische Theorie vorausgesagt hat. Die garantierten, hohen Preise f\u00fchrten fast unvermeidlich zum Einsatz von PV-Anlagen in der Stromerzeugung und zum Aufbau von Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr PV-Anlagen. Die festen Verg\u00fctungss\u00e4tze erzeugen au\u00dferdem hohe Anreize zur Kostensenkung, was f\u00fcr viele andere Instrumente zur F\u00f6rderung erneuerbarer Energien nur eingeschr\u00e4nkt gilt (<em>Springmann<\/em> 2005).<\/p>\n<p>Der Umstand einer lehrbuchm\u00e4\u00dfigen Reaktion der Angebotsseite \u2013 also eines preisinduzierten Kapazit\u00e4tsaufbaus und eines entsprechenden Technologiefortschritts \u2013 legt allerdings nahe, dass die Entwicklung, die in der j\u00fcngeren Vergangenheit zu erkennen war, in einigen Jahren auch ohne Quersubventionierung durch das EEG erfolgt w\u00e4re. Nur h\u00e4tten sich die Marktpreise dann an den Grenzkosten der Stromerzeugung orientiert, und der Aufbau der globalen PV-Industrie w\u00e4re nicht vorrangig von Deutschland finanziert worden. Da sich Marktpreise nicht an den teuersten, sondern an den g\u00fcnstigsten Anbietern ausrichten, w\u00e4ren nicht unn\u00f6tig teure Anlagen auf den D\u00e4chern installiert worden, und die Mitnahmegewinne der Unternehmen w\u00e4ren geringer ausgefallen.<\/p>\n<p>Apropos Mitnahmegewinne, die erfreuliche Absenkung der Gestehungskosten auf ein gesch\u00e4tztes Maximum von 33 ct\/kWh setzt die j\u00fcngst vorgenommene Senkung der Einspeiseverg\u00fctung in ein h\u00f6chst vorteilhaftes Licht: W\u00e4re man bei den vorgesehenen 39 ct\/kWh geblieben, w\u00e4re die Differenz, also 6 ct\/kWh, eine reine Einkommensumverteilung zu Lasten der Strombezieher und zu Gunsten der Energieunternehmen gewesen. Die gesenkten Verg\u00fctungss\u00e4tze erlauben auch weiterhin einen ungebremsten Ausbau der Photovoltaik und lassen die Innovationsanreize unver\u00e4ndert. Gut zu wissen, dass die Politik ein solches Ma\u00df an Verschwendung zu verhindern wusste!<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><br \/>\n<em><br \/>\nBundesverband Solarwirtschaft<\/em> (2010): Statistische Zahlen der deutschen Solarstrombranche (Photovoltaik), August 2010, abgerufen am 24. August 2010 <a href=\"http:\/\/www.solarwirtschaft.de\/fileadmin\/content_files\/Faktenblatt_PV_BSW_August.pdf\" target=\"blank\">unter<\/a><br \/>\n<em>Frondel, Manuel, Nolan Ritter und Christoph M. Schmidt et al.<\/em> (2007): Photovoltaik: Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten, RWI Positionen # 18,2, Rheinisch-Westf\u00e4lisches Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung, Essen.<br \/>\n<em>pvXchange<\/em> (2010): pvxchange Preisindex August 2010, abgerufen am 26. August 2010 <a href=\"http:\/\/www.pvxchange.com\/de\/index.php\/download.php?pvx_2010_08_preisindex.pdf\" target=\"blank\">unter<\/a><br \/>\n<em>Springmann, Jens-Peter<\/em> (2005): F\u00f6rderung erneuerbarer Energietr\u00e4ger in der Stromerzeugung: Ein Vergleich ordnungspolitischer Instrumente, Wiesbaden.<br \/>\n<em>U.S. Energy Information Administration USEIA<\/em> (2010): Annual Energy Review, Washington, D.C., abgerufen am 22. August 2010 <a href=\"http:\/\/www.eia.doe.gov\/emeu\/aer\/pdf\/aer.pdf\" target=\"blank\">unter<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einspeiseverg\u00fctungsregel bildet den Kern des Gesetzes f\u00fcr den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG), welches wiederum das (!) Vorzeigeprojekt der rot-gr\u00fcnen Koalition darstellt. 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