{"id":41361,"date":"2025-09-10T00:44:00","date_gmt":"2025-09-09T23:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=41361"},"modified":"2025-11-24T16:57:53","modified_gmt":"2025-11-24T15:57:53","slug":"der-amerikanische-zollschock-donald-trump-die-eu-und-die-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=41361","title":{"rendered":"Der amerikanische (Zoll)Schock <br><b>Donald Trump, die EU (und die Schweiz) <\/b>"},"content":{"rendered":"\n<p><em>\u201eStaaten haben keine Freunde, nur Interessen.\u201c<\/em> (Charles de Gaulle)<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Welt ist flach.\u201c Das ist der Titel des Bestsellers von Thomas L. Friedman. Er verfasste ihn im Jahr 2005. Die (\u201e\u00f6konomische\u201c) Welt erlebte gerade eine Bl\u00fcte. Neue Transport-, Informations- und Kommunikationstechnologien \u00f6ffneten die M\u00e4rkte weltweit. Das Wettrennen zwischen politischen (tarif\u00e4ren und nicht-tarif\u00e4ren) und technologischen Transaktionskosten schien ein f\u00fcr alle Mal zu Gunsten der Technologie entschieden. Nichts schien die Globalisierung mehr aufhalten zu k\u00f6nnen. F\u00fcr einige war das Ende der Geschichte nahe (Francis Fukuyama). Das hat sich ge\u00e4ndert. Die handelspolitische Zeitenwende ist reaktion\u00e4r. Merkantilisten, wie Donald Trump, versuchen, die Zeit zur\u00fcckzudrehen. (Tarif\u00e4re) Handelshemmnisse sind das Mittel ihrer Wahl. Es spricht allerdings nichts daf\u00fcr, dass sich dieses Mal die Macht gegen das \u00f6konomische Gesetz (Eugen v. B\u00f6hm-Bawerk) durchsetzt. Auch wenn die Donald Trumps dieser Welt nur Pyrrhussiege erringen (<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=41013\">hier<\/a>), k\u00f6nnen die Kosten der handelspolitischen Disruption f\u00fcr alle Beteiligten erheblich sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Der amerikanische (Zoll)Schock<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Pr\u00e4sidentschaft von Donald Trump begann eine zollpolitische Achterbahnfahrt. Z\u00f6lle wurden angek\u00fcndigt, eingef\u00fchrt, ausgesetzt, wieder in Kraft gesetzt, erm\u00e4\u00dfigt, erh\u00f6ht. Am \u201eliberation day\u201c setzte Donald Trump das undurchsichtige Konzept der \u201ereziproken\u201c Z\u00f6lle in Kraft. Die L\u00e4nder wurden mit unterschiedlichen Z\u00f6llen belegt. Das Hauptkriterium sind die Handelsbilanz-Defizite der USA mit den L\u00e4ndern. Aber auch politische \u00dcberlegungen, illegale Drogenimporte oder Zu- oder Abneigung spielten eine Rolle. Oft endete der Zollstreit mit einem \u201eDeal\u201c. Wie lange er h\u00e4lt, ist h\u00f6chst ungewiss. F\u00fcr alle L\u00e4nder gilt ein Basiszoll von 10 %. Es gibt aber auch L\u00e4nder, die h\u00f6here Z\u00f6lle entrichten m\u00fcssen, wie etwa die EU mit 15 % oder die Schweiz mit 39 %. Ungew\u00f6hnlich ist auch, dass die Z\u00f6lle in erster Linie nach L\u00e4ndern und nicht, wie bisher \u00fcblich, vor allem nach Sektoren abgestuft werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings: Bei den Zolltarifen gilt es zweierlei zu ber\u00fccksichtigen (<a href=\"https:\/\/tradebriefs.intracen.org\/2025\/8\/series\">hier<\/a>). Zum einen weichen die am 2. April 2025 angek\u00fcndigten l\u00e4nderspezifischen Zolls\u00e4tzen von den tats\u00e4chlichen vereinbarten ab. Zum anderen sind die vereinbarten durchschnittlichen nominellen Zolls\u00e4tze meist nicht mit den effektiven, importgewichteten Zolls\u00e4tzen identisch. F\u00fcr die EU-L\u00e4nder forderten die USA einen Zoll von 20 %. Im Deal der EU mit den USA waren es dann 15 %. Tats\u00e4chlich kann aber der effektive durchschnittliche Zollsatz f\u00fcr die EU-L\u00e4nder dar\u00fcber oder darunter liegen. F\u00fcr Luxemburg liegt er etwa bei 37 %, f\u00fcr Irland bei 3,5 % und f\u00fcr Deutschland bei 14 %. Der Grund f\u00fcr diese Abweichungen liegt in den vielf\u00e4ltigen sektoralen Ausnahmen. Auch f\u00fcr die Schweiz liegen die Z\u00f6lle nicht bei 39 %, sondern \u201enur\u201c bei 23 %. Das k\u00f6nnte sich aber \u00e4ndern, wenn auch die Pharmaprodukte der Schweizer Konzerne dem h\u00f6heren Zollsatz unterworfen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass die durchschnittlichen effektiven Zolls\u00e4tze unter den vereinbarten nominellen Zolls\u00e4tzen liegen, ist nur ein schwacher Trost. Viel wichtiger ist, wie sie sich mit dem Trump\u2019schen Zollvandalismus ver\u00e4ndert haben. Und da ist die Empirie eindeutig: \u00dcberall sind die Spr\u00fcnge nach oben erheblich. F\u00fcr Deutschland und Frankreich etwa stieg der durchschnittliche Zollsatz von 1,9 % vor dem \u201eliberation day\u201c auf nun 14 %. Andere L\u00e4nder in der EU, wie etwa Polen, traf es noch h\u00e4rter. Die Zolls\u00e4tze verzehnfachten sich fast, von 1,7 % auf 16 %. Schwerer getroffen wurde auch die Schweiz. Hier stieg der durchschnittliche effektive Zollsatz von 1,9 % auf 23 %. Das sind erhebliche Ver\u00e4nderungen, mit denen die in die USA exportierenden Unternehmen fertig werden m\u00fcssen. Die Belastungen relativieren sich allerdings etwas, wenn man ber\u00fccksichtigt, dass die USA nur 15 % des Welthandels ausmachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Anpassungslasten verringern: externe Anpassung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wirtschaftliche Schocks sind das t\u00e4gliche Gesch\u00e4ft von Unternehmen und Politik. Das gilt auch f\u00fcr den amerikanischen Zollschock. Zwei Reaktionen sind denkbar: Die Anpassungslasten verringern und die Anpassungskapazit\u00e4t der Volkswirtschaft erh\u00f6hen. Die Strategien, die Anpassungslasten zu verringern, sind vielf\u00e4ltig. Eine erste M\u00f6glichkeit besteht darin, darauf hinzuarbeiten, dass der Spuk bald vorbei ist. Die Welt kann darauf hoffen, dass der Oberste Gerichtshof in den USA den zollpolitischen Eskapaden ein Ende macht. Sicher ist das nicht. Das Ausland kann versuchen, mit politischem Lobbying in Kongress und Senat dem amerikanischen Pr\u00e4sidenten doch noch Einhalt zu gebieten. Ein Erfolg scheint mehr als zweifelhaft. Letztlich bleibt die Hoffnung, dass die (Kapital)M\u00e4rkte dem kostentr\u00e4chtigen zollpolitischen Vandalismus \u00fcber kurz oder lang ein Ende bereiten. Das k\u00f6nnte aber dauern.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine zweite M\u00f6glichkeit sind weitere Verhandlungen \u00fcber einen \u201eg\u00fcnstigeren Deal\u201c. Ein solcher Ausgang ist nicht sehr wahrscheinlich. Es scheint, dass Donald Trump seine Machtpositionen gen\u00fcsslich ausnutzt. Die L\u00e4nder der EU haben sich \u00fcber Jahrzehnte in die sicherheitspolitische Abh\u00e4ngigkeit der USA begeben. Das f\u00e4llt ihnen nun auch \u00f6konomisch auf die F\u00fc\u00dfe. Kleinere L\u00e4nder, wie die Schweiz, k\u00f6nnen trotz eigener wirtschaftlicher St\u00e4rke wegen mangelnder Gr\u00f6\u00dfe keine glaubw\u00fcrdige Druckposition gegen die USA aufbauen. Aber selbst, wenn es gel\u00e4nge, neue Deals abzuschlie\u00dfen, was sind sie wert? Die Halbwertzeiten der Zusagen von Donald Trump sind gering. Nach der Ank\u00fcndigung der EU, gegen amerikanischen Softwarekonzern Google wegen wettbewerbswidrigem Verhalten Geldbu\u00dfen zu verh\u00e4ngen, hat Donald Trump stante pede neue Z\u00f6lle gegen die EU angek\u00fcndigt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Diskussion ist auch immer wieder, Vergeltung zu \u00fcben. Mit dieser Strategie hofft man, Donald Trump zu einem zollpolitischen Discount zu bewegen. China ist diesen Weg gegangen, die EU nicht. Ein Blick auf die durchschnittlichen Zolls\u00e4tze zeigt, sehr erfolgreich war China nicht. Die US-Zolls\u00e4tze gegen China liegen gegenw\u00e4rtig bei 35 %, die gegen die EU bei 13 %. Es ist offensichtlich, dass Vergeltung bei kleineren L\u00e4ndern, wie der Schweiz, keine vern\u00fcnftige Strategie ist (David verliert gegen Goliath). Eine andere Denkschule h\u00e4lt grunds\u00e4tzlich nichts von Vergeltung. Sie setzt darauf, die F\u00fc\u00dfe stillzuhalten, aus zwei Gr\u00fcnden: \u00d6konomisch stellt sich ein Land besser, wenn es auf Z\u00f6lle nicht mit Gegenz\u00f6llen reagiert. Allerdings muss die Politik dann den heftigeren strukturellen Wandel aushalten. Politisch w\u00fcrde eine Strategie der Vergeltung die EU zerrei\u00dfen. Die Au\u00dfenwirtschaftsinteressen der EU-L\u00e4nder sind grundverschieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere M\u00f6glichkeit, den zollpolitischen Eskapaden des Donald Trump aus dem Weg zu gehen, besteht darin, den eigenen Au\u00dfenhandel st\u00e4rker zu diversifizieren. Die wirtschaftlichen Abh\u00e4ngigkeiten von den USA w\u00fcrden geringer, die zollpolitischen Anpassungslasten fielen niedriger aus. Unternehmen machen seit langem nichts anderes. Sie versuchen, ihre internationalen Lieferketten zu optimieren, nun halt unter den erschwerten Bedingungen zollpolitischer Unsicherheiten. L\u00e4nder k\u00f6nnen ihnen diesen Weg mit Freihandelsabkommen erleichtern. Solche Abkommen sto\u00dfen allerdings an Grenzen. Die jahrzehntelangen Verhandlungen der EU mit Mercosur zeigen die Probleme. Unterschiedliche sektorale Interessen, moralische Anspr\u00fcche und klimapolitische Forderungen sind oft fast un\u00fcberwindliche Hindernisse. Ein schneller Weg, die zollpolitischen amerikanischen Anpassungslasten zu verringern, ist das nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>In kleineren L\u00e4ndern, wie der Schweiz, wird auch die M\u00f6glichkeit diskutiert, Schutz vor Donald Trump bei der EU zu suchen. Von einem Beitritt versprechen sich die Protagonisten einen besseren Schutz vor handelspolitischer Willk\u00fcr der USA. Das k\u00f6nnte eine Fehleinsch\u00e4tzung sein. Zum einen ist der Deal der EU mit den USA fragil. Die EU kann die Versprechen, wie milliardenschwere Investitionszusagen und Energielieferungen, die sie Donald Trump gegeben hat, nie und nimmer einhalten. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann Trump den Zolldeal aufk\u00fcndigt. Zum anderen ist der europ\u00e4ische Binnenmarkt eine Fata Morgana. Die nicht-tarif\u00e4ren Handelshemmnisse sind in der EU nach wie vor hoch. Sie entsprechen Z\u00f6llen in H\u00f6he von 45 % bei G\u00fctern und \u00fcber 100 % bei Dienstleistungen (IWF). Die Schweiz k\u00e4me bei einem Beitritt vom amerikanischen Regen in die europ\u00e4ische Traufe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Anpassungskapazit\u00e4ten erh\u00f6hen: Interne Anpassung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es d\u00fcrfte den meisten L\u00e4ndern schwerfallen, die amerikanischen Zollschocks \u201ezur\u00fcck zu schocken\u201c. Ob es gelingt, die zollpolitischen Anpassungslasten zu verringern, ist eine Frage der relativen Machtposition. Donald Trump hat gegenw\u00e4rtig eindeutig die besseren Karten, vor allem gegen\u00fcber der EU. Seine Trumpfkarte ist die Abh\u00e4ngigkeit der Europ\u00e4er vom milit\u00e4rischen Schutzschirm der USA. Handelspolitische Vergeltung w\u00e4re unter diesen Bedingungen ein Schuss ins eigene Knie. Die bisherige Unf\u00e4higkeit der EU, neue Freihandelsabkommen zu schmieden, l\u00e4sst auch f\u00fcr diesen Weg in der n\u00e4heren Zukunft wenig Gutes erwarten. Der moralische Zeigefinger und klimapolitische Illusionen dominieren noch immer die Verhandlungsstrategie der Europ\u00e4er. Die Schweiz sollte der Versuchung widerstehen zu versuchen, mit einem Beitritt zur EU die zollbedingten Anpassungslasten zu verringern. Das w\u00e4re ein Schuss in den Ofen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die europ\u00e4ischen Versuche, die Zollschocks zu verringern, von Faktoren abh\u00e4ngen, die die EU-L\u00e4nder (noch) nicht beeinflussen k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie versuchen, die unvermeidlichen Anpassungslasten m\u00f6glichst effizient zu verarbeiten. Die wichtigste Stellschraube ist die Anpassungskapazit\u00e4t ihrer eigenen Volkswirtschaften. Die k\u00f6nnen sie selbst steuern. Ad\u00e4quat auf Schocks reagieren L\u00e4nder, wenn sie besser und\/oder billiger werden. Das erfordert flexible relative Preise &#8211; Reall\u00f6hne und Lohnstrukturen. Daran mangelt es in Europa nach wie vor. Die relativen Preise sind (nach unten) zu rigide. Ein h\u00f6heres Wachstum der (Arbeits)Produktivit\u00e4t k\u00f6nnte f\u00fcr einen Ausgleich sorgen. Aber auch das gelingt in der EU nur unzureichend. Die USA sind (viel) besser. Der Weg zu h\u00f6herer Produktivit\u00e4t ist beschwerlich. Ohne verst\u00e4rkte Investitionen in Humankapital, Realkapital und technisches Wissen geht es nicht. Und es braucht dynamische private Unternehmer. Die Abk\u00fcrzung \u00fcber staatliche Industriepolitik f\u00fchrt dagegen (meist) in die Irre.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Angebotspolitik kann noch an einer anderen Stellschraube drehen: Mobilere Produktionsfaktoren. Exogene Schocks ver\u00e4ndern wirtschaftliche Strukturen. Sektoren schrumpfen, andere wachsen. Unternehmen gehen pleite, andere erleben eine Bl\u00fcte. Regionen verarmen, andere prosperieren. Alte F\u00e4higkeiten werden obsolet, neue sind gefragt. Die Politik muss diesen strukturellen Wandel zulassen. Er ist erfolgreich, wenn die Faktoren dahin gehen, wo sie den h\u00f6chsten Ertrag abwerfen. Die wichtigsten Treiber sind private Unternehmen. Ein unternehmerfreundlicheres Klima ist unverzichtbar. Nur dann investieren Unternehmen in Real- und Humankapital und Forschung und Entwicklung. Das reicht aber nicht. Arbeit muss sektoral, regional und beruflich mobil sein. Daran hapert es. Die Politik kann Hilfestellung leisten, nicht durch Subventionen, sondern durch anreizkompatible Reformen des Sozialstaates, vor allem aber durch Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der wichtigste Beitrag, den die Politik leisten kann, um die Anpassungskapazit\u00e4ten zu erh\u00f6hen, sind offene M\u00e4rkte, G\u00fcter- und Faktorm\u00e4rkte. Sie sorgen f\u00fcr flexiblere relative Preise, h\u00f6heres Produktivit\u00e4tswachstum und mobilere Produktionsfaktoren. Das urspr\u00fcngliche Konzept der EU ist schon richtig, wenn sie auf die 4 Grundfreiheiten setzt(e). Mario Draghi hat sie j\u00fcngst in einer Studie f\u00fcr die EU-Kommission noch einmal angemahnt (<a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/topics\/eu-competitiveness\/draghi-report_en\">hier<\/a>). Die Realit\u00e4t sieht leider anders aus. Der europ\u00e4ische Binnenmarkt ist alles andere als offen. Vor allem der zukunftstr\u00e4chtige Markt f\u00fcr Dienstleistungen ist voller nicht-tarif\u00e4rer Handelshemmnisse. Die beste Antwort auf den amerikanischen Zollschock ist die Wiederbelebung des europ\u00e4ischen Binnenmarktes: Freier Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr. Er macht die EU-L\u00e4nder resilienter gegen exogene Schocks. Und er ist ein wichtiger Treiber der politischen Integration in Europa.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch ein Wort zur Schweiz: Sie ist vom 39%-Zoll geschockt. Gro\u00dfe Chancen, die amerikanischen Z\u00f6lle herunterzuhandeln, bestehen eher nicht. Im Gegensatz zur EU hat die Schweiz zwar h\u00f6here Anpassungslasten zu schultern, sie ist aber bei der Anpassungskapazit\u00e4t wesentlich besser aufgestellt. Die relativen Preise sind flexibler als in der EU, das Wachstum der Produktivit\u00e4t ist h\u00f6her, Arbeit ist mobiler.&nbsp; Und die Schweiz hat den Vorteil, dass sie das Arbeitsangebot relativ flexibel an die Arbeitsnachfrage anpassen kann. Die Personenfreiz\u00fcgigkeit mit der EU ist ein Puffer, der sektoralen, regionalen und qualifikatorischen \u201emismatch\u201c auf den Arbeitsm\u00e4rkten verringert. Der strukturelle Wandel kann in der Schweiz friktionsloser als anderswo ablaufen. Die Weichen sind also gestellt, auch mit dem Zollschock besser als die EU fertig zu werden. Es wird allerdings interessant sein, wie die Schweizer Bev\u00f6lkerung mit der Personenfreiz\u00fcgigkeit umgeht, wenn es um die neuen Rahmenvertr\u00e4ge mit der EU geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Menetekel f\u00fcr die Globalisierung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Zollkrieg, den Donald Trump gerade vom Zaun bricht, mag manchen wegen seines (noch) geringen empirischen Gewichts wie ein Sturm im Wasserglas vorkommen. Tats\u00e4chlich werden aber Trumps Z\u00f6lle auch als der sprichw\u00f6rtliche Kanarienvogel im weltweiten handelspolitischen Bergwerk interpretiert. Er signalisiere mit seinem Verhalten, dass auf die Globalisierung schwere Zeiten zukommen. Die regelbasierte multilaterale Ordnung scheint immer mehr ins Abseits zu geraten. Diese Entwicklung setzte schon lange vor Trump ein. Nur: Er forciert sie. Diskretion\u00e4re unilaterale Deals gewinnen an Boden. Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen, dass sie ansteckend wirken. Wirtschaftliche und politische Macht dominieren die weltweiten Handelsvereinbarungen wieder. Protektionistische Entwicklungen werden hoff\u00e4hig, die wirtschaftlichen und politischen Erfolge weltweit offenerer M\u00e4rkte erodieren. Alle verlieren, auch die tarif\u00e4ren Brandstifter. Besonders trifft es aber arme L\u00e4nder und arme Menschen. Vor allem sie k\u00f6nnen sich weltweiten Protektionismus und Planwirtschaft nicht leisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht ist aber die Sicht auf die Zukunft der Welthandelsordnung zu pessimistisch. Vielleicht lassen wir uns augenblicklich zu sehr von der trump\u2019schen \u00f6ffentlichen Inszenierung des Zollstreites beeindrucken. Vielleicht gelingt es Donald Trump nicht, den Welthandel auf neue F\u00fc\u00dfe zu stellen. Vielleicht haben weltweit offene M\u00e4rkte doch noch eine Zukunft. Es ist zumindest erstaunlich, dass mit Ausnahme von China kein Land auf die \u201ereziproken\u201c Z\u00f6lle mit Vergeltung geantwortet hat. Das \u201eHegemon-Modell\u201c des Welthandels d\u00fcrfte zwar pass\u00e9 sein. Die USA wollen die Kosten als H\u00fcter der globalen Ordnung nicht mehr tragen. Sie ziehen sich zur\u00fcck. Gut! Aber die USA sind nicht die Welt. Mehr als 3\/4 des Welthandels haben nichts mit den USA zu tun. Es ist denkbar, dass es zu einer weltweiten Regelung ohne die USA kommt (WTO \u2013 1). M\u00f6glich ist aber auch, dass sich \u201eKoalitionen von Willigen\u201c bilden. In diesem \u201eHerden-Modell\u201c (Richard Baldwin) kann es geregelten Systemwettbewerb zwischen den \u201eHerden\u201c geben. Die globale Wirtschaft w\u00e4re dann auch ohne ein globales regelbasiertes System von Regeln gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss noch eine Spekulation \u00fcber das vermeintliche Ende der Globalisierung. Ob die M\u00e4rkte weltweit offenbleiben, h\u00e4ngt letztlich davon ab, wer das Rennen zwischen Handelshemmnissen (Macht) und Technologie (\u00f6konomisches Gesetz) gewinnt. Grunds\u00e4tzlich gilt: Die (politische) Macht zieht auf l\u00e4ngere Sicht immer den K\u00fcrzeren (B\u00f6hm-Bawerk). Warum sollte es bei Handelshemmnissen anders sein? Die Innovationen beim Transport (Container), der Kommunikation und der Information haben seit den 90er Jahren die politischen Eingriffe in den internationalen Handel \u00fcberkompensiert. Das galt beim Handel mit (physischen) G\u00fctern. Das d\u00fcrfte noch st\u00e4rker bei Dienstleistungen gelten. Und Dienstleistungen werden eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen (Strukturwandel). Die Gefahr geht weniger von Z\u00f6llen aus. Zollkriege \u00e0 la Trump sind Handelskriege von gestern (Don Quijote). Die m\u00f6glichen Probleme sind eher nicht-tarif\u00e4re Handelshemmnisse. Auch sie haben gegen das \u00f6konomische Gesetz keine Chance, hoffentlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Donald Trump f\u00fchrt einen Zollkrieg, den er nicht gewinnen kann. Mehr als ein Pyrrhussieg ist nicht drin. Dem amerikanischen Wohlstand erweist er einen B\u00e4rendienst. Nur: Er f\u00fcgt auch den weltweiten Handelspartnern einen Schaden zu. Die Chancen sind gering, ihn zur zollpolitischen Umkehr zu bewegen. Europa tut gut daran, nicht auf Vergeltung zu setzen. Handelskriege lohnen sich nicht. Die EU muss sich mit den zollpolitischen Lasten der USA abfinden und versuchen, sie durch Diversifikation im internationalen Handel zu verringern. Hilflos ist Europa dennoch nicht. Die Lasten lassen sich leichter tragen, wenn es die eigene Anpassungskapazit\u00e4t st\u00e4rkt. Eine nachhaltige Angebotspolitik, die konsequent die Rahmenbedingungen verbessert und verst\u00e4rkt in Humankapital und F&amp;E investiert, ist die richtige Antwort im sinnlosen Handelskrieg. Dann h\u00e4tte der Zollvandalismus von Donald Trump vielleicht doch noch etwas Gutes: Er zwingt uns in Europa, etwas f\u00fcr unsere wirtschaftspolitische Fitness zu tun. Das ist l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zum Thema<\/strong>: <\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold (JMU, 2025): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=41239\">Donald Trump und die Europ\u00e4ische Union. Katalysator oder Spaltpilz?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold (JMU, 2025): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=39805\">Der amerikanische Don Quijote. Z\u00f6lle, \u00d6lflecken, Interventionsspiralen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold (JMU, 2021): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29732\">Wirtschaftskrisen, Strukturwandel und Staatswirtschaft. Resiliente Volkswirtschaften werden besser mit Schocks fertig<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Podcast zum Thema:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=41439\">Wirtschaftspolitik in Zeiten des Zollvandalismus. Anpassungslasten verringern, Anpassungskapazit\u00e4ten erh\u00f6hen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. <strong>Norbert Berthold<\/strong> (JMU) im Gespr\u00e4ch mit Prof. Dr. <strong>Aymo Brunetti <\/strong>(Universit\u00e4t Bern)<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donald Trump schl\u00e4gt handelspolitische Schlachten von gestern. Er kann sie nicht gewinnen, wir aber k\u00f6nnen verlieren. Die Chancen sind gering, ihn zur zollpolitischen Umkehr zu bewegen. Europa tut gut daran, nicht auf Vergeltung zu setzen. Es muss die Lasten aus dem Zollschock tragen. Hilflos ist Europa dennoch nicht. Die Lasten lassen sich leichter tragen, wenn es die eigene F\u00e4higkeit st\u00e4rkt, sich an Schocks anzupassen. 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