{"id":41885,"date":"2025-11-02T06:59:02","date_gmt":"2025-11-02T05:59:02","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=41885"},"modified":"2025-11-06T17:55:44","modified_gmt":"2025-11-06T16:55:44","slug":"nobelpreis-2025-wachstum-durch-innovationen-und-kreative-zerstoerung-zum-nobelpreis-von-joel-mokyr-philippe-aghion-und-peter-howitt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=41885","title":{"rendered":"<b>Nobelpreis 2025 <\/b><br>Wachstum durch Innovationen und kreative Zerst\u00f6rung <br><b>Zum Nobelpreis von Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter Howitt <\/b>"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Nobel-Ged\u00e4chtnispreis f\u00fcr Wirtschaftswissenschaften 2025 wurde an Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter Howitt verliehen. Ausgezeichnet werden die Forscher f\u00fcr ihre wegweisenden Beitr\u00e4ge zum Verst\u00e4ndnis <em>innovationsgetriebenen Wachstums<\/em>. Die erste H\u00e4lfte des Preises erh\u00e4lt Joel Mokyr f\u00fcr seine Arbeiten zur <em>Identifizierung der Voraussetzungen nachhaltigen Wachstums durch Innovationen<\/em>. Die zweite H\u00e4lfte teilen sich Philippe Aghion und Peter Howitt f\u00fcr ihre Theorie des <em>nachhaltigen Wachstums durch kreative Zerst\u00f6rung<\/em>. Dieser Artikel stellt die zentralen Beitr\u00e4ge der Preistr\u00e4ger im Einzelnen vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Preis der <em>Schwedischen Reichsbank<\/em> f\u00fcr Wirtschaftswissenschaften zum Gedenken an <em>Alfred Nobel<\/em> wurde 2025 an <em>Joel Mokyr<\/em>, <em>Philippe Aghion<\/em> und <em>Peter Howitt<\/em> vergeben. Dieser Artikel beschreibt die Bedeutung von Innovationen und technologischem Fortschritt f\u00fcr die langfristige wirtschaftliche Entwicklung und zeigt, wie die Arbeiten der Preistr\u00e4ger unser Verst\u00e4ndnis des <em>innovationsgetriebenen Wachstums <\/em>gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Die lange Reise zu Wohlstand: Wirtschaftliche Entwicklung im Verlauf der Menschheitsgeschichte<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Eines der erstaunlichsten wirtschaftshistorischen Fakten ist, dass die wirtschaftliche Entwicklung \u00fcber die Existenz des Homo Sapiens keinesfalls stetig verlief. Tats\u00e4chlich waren 99,9% der Menschheitsgeschichte gepr\u00e4gt von Stagnation. Wie der englische Philosoph Thomas Hobbes im 17. Jahrhundert bemerkte, war das menschliche Leben \u00fcber weite Teile der Geschichte hinweg \u201e<em>einsam, armselig, ekelhaft, tierisch und kurz<\/em>\u201c (<em>Hobbes<\/em>, 1651). Noch zu Hobbes\u2018 Zeit starb rund ein Viertel aller Neugeborenen an K\u00e4lte, Hunger oder Krankheit, bevor sie das erste Lebensjahr erreichten, w\u00e4hrend die durchschnittliche Lebenserwartung selten die Marke von vierzig Jahren \u00fcberschritt (<em>Galor<\/em>, 2022).<\/p>\n\n\n\n<p>Von einigen tempor\u00e4ren Auf- und Abschw\u00fcngen abgesehen, blieben die Lebensstandards der meisten Menschen \u00fcber den Gro\u00dfteil der Menschheitsgeschichte nahezu unver\u00e4ndert (siehe Abbildung 1). Die Lebensbedingungen eines englischen Bauern um 1600 \u00e4hnelten jenen eines chinesischen Leibeigenen im 11. Jahrhundert, eines mayanischen Landarbeiters vor 1500 Jahren, eines griechischen Hirten im 4. Jahrhundert v. Chr., eines \u00e4gyptischen Bauern vor 5000 Jahren oder gar eines Hirten aus der jungsteinzeitlichen Vor-Keramik-Epoche (<em>Galor<\/em>, 2022). Das Ph\u00e4nomen langfristig stagnierender Lebensstandards wird, entsprechend den Theorien des englischen Demografen und Pfarrers Thomas Malthus, als <strong>Malthusianische Stagnation<\/strong> bezeichnet (<em>Malthus<\/em>, 1798). \u00dcber Jahrtausende hinweg blieben Lebensstandard und Produktivit\u00e4t weitgehend konstant, da technologische Fortschritte stets durch Bev\u00f6lkerungswachstum aufgezehrt wurden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"751\" src=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/mokyr-1024x751.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-41890\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/mokyr-1024x751.png 1024w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/mokyr-300x220.png 300w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/mokyr-768x563.png 768w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/mokyr-1536x1127.png 1536w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/mokyr-2048x1502.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit der Industriellen Revolution kam es schlie\u00dflich zu einem historischen Wendepunkt, der jenen Anstieg des Lebensstandards erm\u00f6glichte, den wir heute in vielen Industrienationen genie\u00dfen und oft als selbstverst\u00e4ndlich betrachten. W\u00e4hrend der letzten 250 Jahren, einem kurzen Wimpernschlag der Menschheitsgeschichte, hat sich die Lebenserwartung im Schnitt mehr als verdoppelt. Im gleichen Zeitraum ist das Einkommen pro Kopf weltweit auf das Vierzehnfache, in den entwickelten Regionen sogar auf das Zwanzigfache gestiegen (<em>Galor<\/em>, 2022). Diese Epoche wird in der Wachstumsforschung als <strong>Modern Growth Regime<\/strong> bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Das Zeitalter der Innovation: Wie \u201en\u00fctzliches Wissen\u201c die Stagnation beendete<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Erst im Zuge der Industriellen Revolution gelang der dauerhafte Bruch mit der Dynamik der malthusianischen Stagnation. Zu dieser Entwicklung trugen einer Reihe von Faktoren bei, etwa die Entstehung von Finanzm\u00e4rkten, Fortschritte in der Bildung, sowie institutionelle Ver\u00e4nderungen (zu deren Erforschung die letztj\u00e4hrigen Preistr\u00e4ger geehrt wurden, siehe <em>Pies<\/em>, 2024). Insbesondere aber erm\u00f6glichte das gleichzeitige Auftreten fundamentaler technologischer Neuerungen einen beispiellosen Wohlfahrtsschub, der nicht mehr durch Bev\u00f6lkerungswachstum aufgezehrt wurde. Warum jedoch trat dieser Effekt erst zur Zeit der industriellen Revolution auf und nicht bereits fr\u00fcher?<\/p>\n\n\n\n<p>In <em>The Lever of Riches<\/em> (1990) und sp\u00e4ter in <em>The Gifts of Athena<\/em> (2002) argumentiert Joel Mokyr, dass Gesellschaften \u00fcber weite Teile der Geschichte hinweg \u201e<em>eine Welt der Technik ohne Mechanik, Eisenverh\u00fcttung ohne Metallurgie und Medizin ohne Mikrobiologie<\/em>\u201c (<em>Mokyr<\/em>, 2005) betrieben. Technologien existierten, doch sie standen in keiner systematischen Verbindung zu den naturwissenschaftlichen Prinzipien, auf denen sie beruhten. Zur Erkl\u00e4rung dieses Problems f\u00fchrte Mokyr die zentrale Unterscheidung zwischen <strong>Makroerfindungen<\/strong> (radikalen technologischen Durchbr\u00fcchen) und <strong>Mikroerfindungen<\/strong> (schrittweise Verbesserungen bestehender Techniken) ein. W\u00e4hrend in vorindustriellen Gesellschaften gelegentlich Makroerfindungen wie die Windm\u00fchle oder die Druckerpresse entstanden, f\u00fchrten diese selten zu einem Strom neuer Mikroerfindungen, da keine Verbindung zwischen Praxis und Verst\u00e4ndnis existierte. Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, so Mokyr, erforderte die Schaffung einer Verbindung zwischen Makro- und Mikroerfindungen, in der theoretisches Wissen die praktische Anwendung vorantreibt und in der durch Anwendung gewonnene Erkenntnisse zur Verbesserung der existierenden Theorien f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Mokyrs sp\u00e4tere Arbeiten boten schlie\u00dflich eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, warum ein solcher R\u00fcckkopplungsprozess erstmals im Europa des 18. Jahrhunderts entstand. Ausschlaggebend war die <strong>gemeinsame Entwicklung von Wissenschaft und Technologie<\/strong> die den Zugang zu \u201en\u00fctzlichem Wissen\u201c erleichterte. Mokyr unterschied dabei zwischen <em>propositional knowledge<\/em> (Kenntnis \u00fcber Naturph\u00e4nomene) und <em>prescriptive knowledge<\/em> (Kenntnis, wie man diese Ph\u00e4nomene praktisch nutzt), und zeigte, wie entscheidende kulturelle und institutionelle Ver\u00e4nderungen, die der Industriellen Revolution vorausgingen und die Mokyr als \u201eindustrielle Aufkl\u00e4rung\u201c bezeichnetet, die Interaktion zwischen beiden Wissensarten f\u00f6rderte. Erst diese Interaktion f\u00fchrte zu einer Kumulation von technischen Neuerungen, welche das Durchbrechen der malthusianischen Falle erm\u00f6glichte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Innovationst\u00e4tigkeit im Modern Growth Regime<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Entwicklungen, die durch die industrielle Revolution angesto\u00dfenen wurden, f\u00fchrten im 19. und 20. Jahrhundert zu historisch beispiellosen Wachstumsraten. In Deutschland etwa betrug die durchschnittliche j\u00e4hrliche Wachstumsrate in den hundert Jahren vor Beginn der Corona-Pandemie rund 2,5% (Daten aus <em>Bolt und Van Zanden<\/em>, 2024). Dies entspricht einer Verdopplungszeit von rund 27 Jahren. Im Durchschnitt waren erwachsene Kinder damit doppelt so wohlhabend wie ihre Eltern im gleichen Alter.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Mokyrs Theorien den \u00dcbergang von der Stagnation zu langfristigem Wachstum beschrieben, konnte das <strong><em>fortdauernde<\/em> wirtschaftliche Wachstum<\/strong> im Modern Growth Regime lange Zeit nicht \u00fcberzeugend durch wissenschaftliche Modelle erkl\u00e4rt werden. Zwar haben sich bereits einige Granden der \u00f6konomischen Profession mit den Urspr\u00fcngen des Wirtschaftswachstums auseinandergesetzt. Adam Smith etwa betonte in <em>The Wealth of Nations<\/em> (1776) die Rolle der Arbeitsteilung und der Marktmechanismen, w\u00e4hrend David Ricardo (<em>The<\/em> <em>Principles of Political Economy and Taxation<\/em>, 1817) die Bedeutung von Kapitalakkumulation und komparativen Vorteilen hervorhob. John Stuart Mill (<em>Principles of Political Economy<\/em>, 1848) wiederum lenkte den Blick auf institutionelle Rahmenbedingungen. Es dauerte jedoch bis zu den Arbeiten von Roy Harrod und Evsey Domar in den 1930er und 1940er Jahren, bis ein erster geschlossener Modellrahmen des wirtschaftlichen Wachstums entstand. Das Modell liefert eine pr\u00e4gnante Erkl\u00e4rung wirtschaftlichen Wachstums, indem es die Wachstumsrate direkt aus der Sparquote und der Kapitalproduktivit\u00e4t ableitet. Allerdings krankt das Modell an Instabilit\u00e4tsproblemen: Nur ein exakt aufeinander abgestimmtes Kapital- und Produktionswachstum f\u00fchrt zu stabilen Pfaden. Das Erreichen stetigen Wachstum w\u00e4re demnach ein geradezu wundersamer Gl\u00fccksfall. Der Pessimismus, der in diesen Modellen zum Ausdruck kommt, l\u00e4sst sich aus heutiger Sicht durch die Nachwehen der Gro\u00dfen Depression erkl\u00e4ren. Dennoch stand die Kernaussage des Harrod-Domar Modells in deutlichem Widerspruch zu den empirischen Fakten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1956 schlie\u00dflich revolutionierte Robert Merton Solow die Wachstumstheorie. Sein Artikel <em>A Contribution to the Theory of Economic Growth<\/em> z\u00e4hlt zu den meistzitierten Arbeiten unserer Profession. Solow \u00fcberwand die von Harrod und Domar identifizierten Einschr\u00e4nkungen, indem er die konstanten Verh\u00e4ltnisse der Inputfaktoren zum Output aufl\u00f6ste und Arbeit, Kapitalakkumulation und technischen Fortschritt in einem neuen Modellrahmen zusammenf\u00fchrte. Anders als das Harrod-Domar Modell liefert Solows Theorie eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr stabile Wachstumspfade. Allerdings tritt ein solcher Pfad langfristig nur ein, wenn eine stete Verbesserung der verf\u00fcgbaren Technologie unterstellt wird. Hierin liegt die zentrale Schachstelle des Modells: Der <strong>technologische Fortschritt<\/strong>, der ma\u00dfgeblich f\u00fcr den langfristigen Anstieg des Lebensstandards ist, bleibt innerhalb des Modellrahmens unerkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p>An der <strong><em>endogenen<\/em> Erkl\u00e4rung des technologischen Fortschritts<\/strong> aus dem Wirtschaftskreislauf heraus tat sich die Forschung in den folgenden Jahrzehnten schwer. Der Grund lag am \u00f6konomischen Gesetz der <em>Grenzproduktivit\u00e4tsentlohnung<\/em>. Auf kompetitiven M\u00e4rkten muss jeder physische Faktor mit seinem Grenzprodukt entlohnt werden. Ansonsten w\u00e4re es von der Person, die diesen Faktor besitzt, nicht \u00f6konomisch, den Faktor anzubieten. Wenn aber Arbeit und Kapital mit dem Grenzprodukt entlohnt werden, dann bleibt vom Output nichts \u00fcbrig, womit die Erforschung und Produktion von technologischen Neuerungen bezahlt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine erste Erkl\u00e4rung zur \u00dcberwindung des Problems lieferte Kenneth <em>Arrow<\/em> (1962) mit seiner Theorie des \u201e<em>learning-by-doing<\/em>\u201c. Wenn Arbeitende im Produktionsprozess neue Ideen zur Effizienzsteigerung entwickeln, muss dies nicht gesondert entlohnt werden, da ihre Arbeit bereits durch Lohnzahlungen abgegolten ist. Dieser Ansatz f\u00fchrte im Folgenden zum <strong>AK-Modell<\/strong>, welches dann stabile Wachstumspfade liefert, wenn die durch learning-by-doing erzeugte Externalit\u00e4t gerade die abnehmenden Grenzertr\u00e4ge des Kapitals auff\u00e4ngt (siehe etwa <em>Frankel<\/em>, 1962). Das Aufkommen des AK-Paradigmas f\u00fchrte zu einer intensiven Debatte zwischen den Neoklassikern, welchen der Spezialfall des AK-Modells als zu unwahrscheinlich vorkam und den Vertretern der fr\u00fchen endogenen Theorien, welche auf die mangelnde endogene Erkl\u00e4rung des Solow-Modells verwiesen. Der Streit wurde schlie\u00dflich geschlichtet durch eine neue Klasse endogener Theorien, die ma\u00dfgeblich von Paul Romer gepr\u00e4gt wurde und die mit seinem 1990er Aufsatz <em>Endogenous Technological Change<\/em> seinen H\u00f6hepunkt fand. Der <strong>Theorierahmen Romers<\/strong> \u00fcberwand das Finanzierungsproblem von Innovationen durch zwei Schritte. Im ersten Schritt teilte Romer die \u00d6konomie in drei Sektoren ein: Einen Forschungssektor, der Blaupausen f\u00fcr neue Zwischenprodukte erforscht, einen Zwischenproduktsektor, welcher neue Blaupausen erwirbt und an den Endproduktsektor zur Produktion des Outputs ver\u00e4u\u00dfert. Im zweiten Schritt modellierte Romer einen unvollkommenen Wettbewerb der Produzenten von Zwischenprodukten, der durch den Patenschutz von neuen Technologien entsteht. Durch diesen Rahmen, der 2018 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde (siehe <em>Frondel<\/em>, 2018), l\u00e4sst sich Innovationst\u00e4tigkeit endogen erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Kreative Zerst\u00f6rung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Nur vor dem Hintergrund der vorangegangenen wachstumstheoretischen Entwicklungen l\u00e4sst sich die Schl\u00fcsselrolle erfassen, die Philippe Aghion und Peter Howitt in der Theorie innovationsgetriebenen Wachstums einnehmen. Die beiden Forscher wurden insbesondere f\u00fcr ihren Aufsatz <em>A Model of Growth Through Creative Destruction<\/em> geehrt, der 1992 in der Fachzeitschrift <em>Econometrica<\/em> erschien. Die darin entwickelte Theorie kn\u00fcpft direkt an die Arbeiten von Paul Romer an, f\u00fchrt die Idee endogenen technologischen Fortschritts aber einen entscheidenden Schritt weiter. Bei Aghion und Howitt ist Innovation ist kein sicherer, sondern <strong>ein riskanter Prozess<\/strong>. Unternehmen investieren in Forschung, um neue, produktivere Technologien zu entwickeln. Der Erfolg dieser Aktivit\u00e4t ist jedoch unsicher. Nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit gelingt die Innovation, die dann die bisherige Technologie verdr\u00e4ngt und dem erfolgreichen Innovator vor\u00fcbergehend Monopolgewinne verschafft. Misslingt der Versuch, bleibt die alte Technologie bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aghion und Howitt greifen in ihrer Modellierung den Gedanken der \u201esch\u00f6pferischen Zerst\u00f6rung\u201c auf, den Joseph Schumpeter genau 50 Jahre zuvor in seinem Werk \u201eKapitalismus, Sozialismus und Demokratie\u201c formulierte (Schumpeter, 1942). Wirtschaftliches Wachstum entsteht, weil neue Innovationen alte Technologien verdr\u00e4ngen. In ihrem Modell investieren Unternehmen in Forschung, um tempor\u00e4re Monopolgewinne zu erzielen, die ihnen bis zur n\u00e4chsten Innovation zustehen. Danach werden sie von neuen Innovatoren abgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Modellierung des <strong>unsicheren, schumpeterianischen Innovationsprozesses<\/strong> markiert einen konzeptionellen Durchbruch. Wachstum entsteht nicht l\u00e4nger automatisch durch stetige Wissensakkumulation, sondern durch das fortlaufende Ersetzen alter Technologien durch neue Innovationen, in dem Gewinner zeitweise profitieren und Verlierer verdr\u00e4ngt werden. Die langfristige Wachstumsrate, welche Aghion und Howitt aus diesem Modellrahmen ableiten, ist von zwei Kr\u00e4ften abh\u00e4ngig: der Erfolgswahrscheinlichkeit von Innovationen und dem \u00f6konomischen Wert einer erfolgreichen Innovation (also der St\u00e4rke des qualitativen Sprungs gegen\u00fcber der vorangehenden Technologie). Damit liefern Aghion und Howitt ein theoretisches Fundament f\u00fcr Schumpeters Intuition. Wachstum ist ein dynamischer, riskanter und von Wettbewerb getriebener Prozess, in dem Fortschritt aus dem Zusammenspiel von Risiko, Anreiz und Erneuerung entsteht. Das Modell zeigt \u00fcberdies, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit und die Gr\u00f6\u00dfe der qualitativen Verbesserung durch Faktoren wie Forschungsanreize, Wettbewerb, Humankapital und Institutionen beeinflusst wird. Diese Erkenntnisse haben weitreichende Implikationen f\u00fcr die Gestaltung einer innovationsgetriebenen Wirtschaftspolitik.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Theorie der schumpeterianischen kreativen Zerst\u00f6rung schl\u00e4gt den Bogen zur\u00fcck zu Joel Mokyrs Arbeiten \u00fcber die Rolle von technologischem Wandel in der wirtschaftlichen Entwicklung. Aghion und Howitt (1992) formalisierten Schumpeters zentrale Einsicht, dass langfristiges Wachstum aus einem endogenen Innovationsprozess hervorgeht, in dem neue Technologien \u00e4ltere verdr\u00e4ngen und damit einen Prozess ausl\u00f6sen, der zugleich produktiv und destruktiv wirkt. W\u00e4hrend das Modell die mikro\u00f6konomischen Mechanismen der schumpeterianischen Innovation pr\u00e4zise modelliert, erkl\u00e4rt Mokyr, warum bestimmte Gesellschaften \u00fcberhaupt in der Lage waren, kreative Zerst\u00f6rung dauerhaft zu entfalten. Durch die Betonung des institutionellen und intellektuellen Umfelds, welches die Generierung, Diffusion und Kombination von Wissen erst erm\u00f6glicht, liefern Mokyrs Arbeiten notwendige Bedingungen, auf denen die Theorie der kreativen Zerst\u00f6rung fu\u00dft. Zusammengenommen liefern die Beitr\u00e4ge der Preistr\u00e4ger ein koh\u00e4rentes Bild davon, wie Innovation und Wissen langfristiges Wachstum pr\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Literatur<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><em>Aghion, P., Howitt, P.<\/em> (1992): A Model of Growth through Creative Destruction, in: Econometrica 60 (2), S. 323\u2013351.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Arrow, K.<\/em> (1962): The Economic Implications of Learning by Doing, in: Review of Economics and Statistics 29 (3), S. 155-173.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bolt<\/em> and <em>Van Zanden<\/em> (2024): Maddison style estimates of the evolution of the world economy: A new 2023 update, in: Journal of Economic Surveys, S.1-41.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Domar, E. D.<\/em> (1946): Capital Expansion, Rate of Growth, and Employment, in: Econometrica 14 (2), S. 137\u2013147.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Frondel, M.<\/em> (2018): Das Solow-Modell des wirtschaftlichen Wachstums \u2013 Eine Rekonstruktion und Interpretation, in: WiSt \u2013 Wirtschaftswissenschaftliches Studium 47 (3), S. 2\u201310.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Galor, O.<\/em> (2022): The Journey of Humanity: The Origins of Wealth and Inequality, London: The Bodley Head.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Harrod, R. F.<\/em> (1939): An Essay in Dynamic Theory, in: The Economic Journal 49 (193), S. 14\u201333.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hobbes, T.<\/em> (1651): Leviathan, or The Matter, Forme and Power of a Commonwealth Ecclesiasticall and Civil. London: Andrew Crooke.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mill, J. S.<\/em> (1848): Principles of Political Economy with Some of Their Applications to Social Philosophy, London: John W. Parker.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mokyr, J. <\/em>(1990): The Lever of Riches: Technological Creativity and Economic Progress, Oxford: Oxford University Press.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mokyr, J.<\/em> (2002): The Gifts of Athena: Historical Origins of the Knowledge Economy, Princeton: Princeton University Press.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mokyr, J. <\/em>(2005): Long-term economic growth and the history of technology. In: <em>P. Aghion, S.N. Durlauf<\/em> (Eds.), Handbook of Economic Growth 1(17), S.1113-1180. Amsterdam: North-Holland.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Pies, I.<\/em> (2024): Die \u00f6konomischen Nobelpreistr\u00e4ger 2024: Daron Acemoglu, Simon Johnson und James A. Robinson, in: WiSt- Wirtschaftswissenschaftlilches Studium, 53(12), S.31-36.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ricardo, D.<\/em> (1817): On the Principles of Political Economy and Taxation, London: John Murray.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Schumpeter, J. A.<\/em> (1942): Capitalism, Socialism and Democracy, New York: Harper &amp; Brothers.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Solow, R. M.<\/em> (1956): A Contribution to the Theory of Economic Growth, in: Quarterly Journal of Economics 70 (1), S. 65\u201394.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinweis: <\/strong>Der Beitrag erscheint in Heft 12 (2025) der Fachzeitschrift <a href=\"https:\/\/rsw.beck.de\/zeitschriften\/wist\">WiSt<\/a>.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Nobel-Ged\u00e4chtnispreis f\u00fcr Wirtschaftswissenschaften 2025 wurde an Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter Howitt verliehen. Ausgezeichnet werden die Forscher f\u00fcr ihre wegweisenden Beitr\u00e4ge zum Verst\u00e4ndnis innovationsgetriebenen Wachstums. 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