{"id":42180,"date":"2025-12-05T00:17:00","date_gmt":"2025-12-04T23:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=42180"},"modified":"2026-01-03T10:12:13","modified_gmt":"2026-01-03T09:12:13","slug":"gastbeitrag-ordnungspolitik-in-der-krise-warum-gerade-jetzt-eine-systemanalytische-widerlegung-des-kriseninterventionismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=42180","title":{"rendered":"<b>Gastbeitrag <\/b><br>Ordnungspolitik in der Krise \u2013 Warum gerade jetzt <br><b>Eine systemanalytische Widerlegung des Kriseninterventionismus <\/b>"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die falsche Alternative<\/h2>\n\n\n\n<p>Ordnungspolitik gilt vielen \u00d6konomen heute als Konzept von gestern \u2013 als Rahmen f\u00fcr stabile Zeiten, der aber in Krisen an seine Grenzen sto\u00dfe. Selbst ordnungspolitisch Sozialisierte wie Michael H\u00fcther (IW K\u00f6ln) argumentieren: Traditionelle Ordnungspolitik sei f\u00fcr \u201enormale Zeiten&#8220; geeignet, aber Dekarbonisierung, Digitalisierung und Demografie erforderten eine \u201eOrdnungspolitik der sichtbaren Hand&#8220; \u2013 Investitionsprogramme, Industriepolitik, Schuldenregeln-Suspendierung.<a href=\"#_edn1\" id=\"_ednref1\">[1]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Keynesianische \u00d6konomen (Dullien, Truger, Bofinger) gehen weiter: In Krisen brauche es Handlung statt Prinzipien, Effektivit\u00e4t statt M\u00e4rkte, strategische Steuerung statt Selbstkoordination. Gemeinsam ist diesen Positionen ein impliziter Grundsatz:&nbsp;<strong>Ordnungspolitik ist ein Luxusgut<\/strong>&nbsp;\u2013 n\u00fctzlich in ruhigen Zeiten, aber in Ausnahmesituationen m\u00fcsse der Staat \u201emitspielen&#8220; statt \u201eschiedsrichtern&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diese Sichtweise beruht auf einem fundamentalen Missverst\u00e4ndnis.<\/strong>&nbsp;Die Debatte stellt die falsche Alternative auf: Ordnungspolitik&nbsp;<em>oder<\/em>&nbsp;Krisenbew\u00e4ltigung. Doch genau das Gegenteil ist richtig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die These dieses Beitrags:<\/strong>&nbsp;Gerade in Krisen zeigt sich die \u00dcberlegenheit ordnungspolitischer Prinzipien \u00fcber interventionistische Eingriffe \u2013 nicht trotz, sondern&nbsp;<strong>wegen der Krise<\/strong>. Die Begr\u00fcndung erfolgt auf vier Ebenen: wissenstheoretisch, systemdynamisch, institutionell und ordnungs\u00f6konomisch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">I. Wissenstheoretisch: Krisen versch\u00e4rfen das Wissensproblem<\/h2>\n\n\n\n<p>Das interventionistische Paradox: Der Staat soll gerade dann zentral planen, wenn die Unsicherheit maximal ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Frank Knight unterschied 1921 zwischen&nbsp;<strong>Risiko<\/strong>&nbsp;(kalkulierbar) und&nbsp;<strong>echter Unsicherheit<\/strong>&nbsp;(fundamental unkalkulierbar).<a href=\"#_edn2\" id=\"_ednref2\">[2]<\/a> Krisen sind Phasen\u00fcberg\u00e4nge in radikale Unsicherheit \u2013 bekannte Muster brechen, was gestern galt, gilt heute nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Planung setzt Wissen voraus.<\/strong>&nbsp;In radikaler Unsicherheit existiert dieses Wissen nicht als abrufbare Information \u2013 es muss erst entstehen durch Versuch, Irrtum, Anpassung.<\/p>\n\n\n\n<p>Hayek zeigte: Das f\u00fcr wirtschaftliche Koordination relevante Wissen ist niemals zentral verf\u00fcgbar.<a href=\"#_edn3\" id=\"_ednref3\">[3]<\/a>&nbsp;Es ist verstreut, implizit, situativ, lokal.&nbsp;<strong>In Krisen wird dieses Problem massiv versch\u00e4rft.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Koordination erfolgt \u00fcber&nbsp;<strong>Preise<\/strong>&nbsp;\u2013 Signale, die dezentrales Wissen aggregieren. Ein steigender Preis l\u00f6st Millionen dezentraler Anpassungen aus: weniger verwenden, Substitute suchen, mehr produzieren.&nbsp;<strong>Interventionen zerst\u00f6ren diese Signale<\/strong>: Preisdeckel lassen Signale verschwinden, Subventionen erzeugen falsche Signale, Rationierung setzt b\u00fcrokratische Allwissenheit voraus.<\/p>\n\n\n\n<p>Roger Koppl zeigte: Experten versagen systematisch, wenn sie monopolistisch organisiert sind, politischem Druck unterliegen und keine Haftung tragen.<a href=\"#_edn4\" id=\"_ednref4\">[4]<\/a>&nbsp;In Krisen sind alle drei Bedingungen erf\u00fcllt \u2013 und es gibt keine belastbaren historischen Parallelen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Interventionen ohne hinreichendes Wissen erzeugen unintendierte Folgen<\/strong>, die als neue Probleme wahrgenommen werden und nach weiteren Interventionen rufen: die&nbsp;<strong>Interventionsspirale<\/strong>.<a href=\"#_edn5\" id=\"_ednref5\">[5]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">II. Systemdynamisch: Zerst\u00f6rung stabilisierender Feedbacks<\/h2>\n\n\n\n<p>Wirtschaft und Gesellschaft sind komplexe adaptive Systeme, gesteuert durch Feedbackschleifen:<\/p>\n\n\n\n<p>Negative Feedbacks (stabilisierend):&nbsp;Wirken Abweichungen entgegen. In M\u00e4rkten sind Preise solche Feedbacks: Preis zu hoch ? weniger Nachfrage + mehr Angebot ? Preis sinkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Positive Feedbacks (selbstverst\u00e4rkend):&nbsp;Verst\u00e4rken Abweichungen. Ohne negative Feedbacks laufen sie aus dem Ruder (Panik, Blasen).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Marktwirtschaft \u2013 Kennzeichen: Multiple stabilisierende Feedbacks<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Marktwirtschaft besitzt zahlreiche negative Feedbacks zur Selbststabilisierung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>H\u00f6herer Preis -&gt; mehr Produktion -&gt; mehr Angebot -&gt; Preis sinkt<\/li>\n\n\n\n<li>H\u00f6herer Preis -&gt; weniger Nachfrage -&gt; Preis sinkt<\/li>\n\n\n\n<li>Hoher Preis -&gt; Innovation -&gt; Kostensenkung<\/li>\n\n\n\n<li>Hohe Gewinne -&gt; Markteintritt -&gt; mehr Wettbewerb<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Feedbacks sind dezentral, parallel, redundant. Das System ist&nbsp;resilient.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Interventionismus \u2013 Kennzeichen: Kappt negative Feedbacks<\/h3>\n\n\n\n<p>Beispiel Preisdeckel:&nbsp;Gaspreise steigen -&gt; mit Preisdeckel: Verbraucher sparen nicht, Unternehmen investieren nicht -&gt; Angebot bleibt knapp -&gt; Rationierung n\u00f6tig.&nbsp;<em>Deutschland 2022\/23:<\/em>&nbsp;Gaspreisbremse reduzierte Sparanreize, Investitionen blieben aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel Bailouts:&nbsp;Fehlinvestition -&gt; mit Staatsrettung: Gesch\u00e4ftsmodell bleibt -&gt; Erwartung k\u00fcnftiger Rettung -&gt; Moral Hazard.&nbsp;<em>Bankensektor nach 2008:<\/em>&nbsp;Alle systemrelevanten Banken gerettet, Erwartung verfestigt, Banken wurden noch gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel Zombifizierung:&nbsp;Mit Subventionen bleiben Ressourcen in alten Strukturen gebunden -&gt; Produktivit\u00e4t stagniert. Der Anteil zombifizierter Unternehmen verdreifachte sich 2010\u20132020 auf 6% (Deutschland).<a id=\"_ednref6\" href=\"#_edn6\">[6]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Interventionismus schafft positive Feedbacks, d.h. Eskalationsspiralen<\/h3>\n\n\n\n<p>Drei Beispiele sind allgegenw\u00e4rtig:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Rent-Seeking-Spirale:<\/strong>&nbsp;Intervention -&gt; Gewinner lobbyieren f\u00fcr Verl\u00e4ngerung -&gt; Ausweitung -&gt; permanent<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Moral-Hazard-Spirale:<\/strong>&nbsp;Bailout -&gt; h\u00f6here Risikobereitschaft -&gt; gr\u00f6\u00dfere Systemrisiken -&gt; n\u00e4chste Krise teurer<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Regulierungskaskade:<\/strong>&nbsp;Eingriff A erzeugt Problem B -&gt; Eingriff C erzeugt D -&gt; Regelflut<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Hinzu kommen<strong> Delays:<\/strong>&nbsp;Positive Effekte sind sofort sichtbar, negative treten hingegen verz\u00f6gert auf. Politiker operieren in Vier-Jahres-Zyklen. Sie sehen die \u201eRettung&#8220;, nicht die langfristige Erosion.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Interventionismus<\/strong> ist nicht nur ineffizient \u2013 er ist&nbsp;<strong>systemisch destabilisierend<\/strong> (siehe Grafik).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"657\" height=\"494\" src=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/ab3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-42190\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/ab3.png 657w, https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/ab3-300x226.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 657px) 100vw, 657px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">III. Institutionell: Pfadabh\u00e4ngigkeiten und Ratchet-Effekt<\/h2>\n\n\n\n<p>Robert Higgs dokumentierte: In Krisen expandiert der Staat, nach der Krise schrumpft er nur teilweise.<a href=\"#_edn7\" id=\"_ednref7\">[7]<\/a>&nbsp;Die neue Baseline ist h\u00f6her. Die Staatsquote in Deutschland stieg von ~15% (1913) auf ~49% (heute). Jede Krise hinterlie\u00df einen h\u00f6heren Sockel.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Mechanismus <\/strong>besteht aus vier Komponenten: 1. Die Krise legitimiert eine Kompetenzerweiterung. 2. Neue Beh\u00f6rden\/Gesetze werden geschaffen. 3. Die Strukturen bleiben nach der Krise erhalten. 4. Die erweiterten Kompetenzen bilden die Baseline f\u00fcr n\u00e4chste Krise.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Politische \u00d6konomie<\/strong>&nbsp;ist eine relevante Erkl\u00e4rung: Politiker werden f\u00fcr sichtbares Handeln belohnt, nicht f\u00fcr langfristige Probleml\u00f6sung. B\u00fcrokraten maximieren Budgets. Interessengruppen organisieren sich f\u00fcr Verl\u00e4ngerung \u2013 Belastete bleiben desorganisiert. Ein Beispiel sind die EZB-Programme:&nbsp;OMT (2012), QE (2015), PEPP (2020), TPI (2022). Alle wurden als \u201etempor\u00e4r&#8220; verkauft, alle sind de facto permanent.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anpassungs-Irreversibilit\u00e4ten<\/strong>&nbsp;sind ein inh\u00e4renter Bestandteil des Interventionismus. Unternehmen stellen Gesch\u00e4ftsmodelle auf die staatliche F\u00f6rderung ein,.Moral Hazard wird institutionalisiert. Das System wird abh\u00e4ngig von fortgesetzter Intervention. DieselbstgestellteFalle schnappt zu.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">IV. Ordnungs\u00f6konomisch: Funktionsbedingungen statt Gestaltungsziele<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Euckens Konstitutive Prinzipien: <\/strong>Walter Eucken unterschied Prinzipien, die eine Wettbewerbsordnung&nbsp;<strong>konstituieren<\/strong>: funktionsf\u00e4higes Preissystem, Primat der W\u00e4hrungspolitik, offene M\u00e4rkte, Privateigentum, Vertragsfreiheit, Haftung, Konstanz der Wirtschaftspolitik.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der fundamentale Fehler des Kriseninterventionismus<\/strong>&nbsp;besteht darin, dass er konstitutive Prinzipien suspendiert. Preise werden gedeckelt, Geldpolitik wird fiskalischen Zielen untergeordnet, Haftung wird ausgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wahrheit&nbsp;lautet: Gerade in Krisen sind Funktionsbedingungen essentiell. Wenn das Preissystem nicht funktioniert, kann sich das System nicht anpassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das l\u00e4sst sich pr\u00e4gnant mit Peter Boettkes Formel erl\u00e4utern: 3P<strong>?<\/strong>3I, d.h.&nbsp;<strong>Prices, Property, Profit\/Loss <\/strong>sorgen f\u00fcr<strong> Information, Incentives, Innovation. <\/strong>Diese Formel gilt&nbsp;<strong>gerade in Krisen<\/strong>, weil Krisen Anpassung erfordern \u2013 drei ausgew\u00e4hlte Kombinationen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Prices -&gt; Information:<\/strong>&nbsp;Preise aggregieren Wissen \u00fcber ver\u00e4nderte Knappheiten<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Property -&gt; Incentives:<\/strong>&nbsp;Eigentumsrechte setzen Investitionsanreize<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Profit\/Loss -&gt; Innovation:<\/strong>&nbsp;Gewinne\/Verluste sortieren funktionierende von dysfunktionalen L\u00f6sungen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich sei <strong>Subsidiarit\u00e4t als Resilienzprinzip<\/strong> erw\u00e4hnt.&nbsp;Dezentrale Systeme sind robuster. Anders als zentrale und hierarchisch gesteuerte Systeme zeichnen sie sich durch Diversit\u00e4t, Redundanz, Modularit\u00e4t und adaptive Kapazit\u00e4t aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">V. Empirische Belege<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Deutschland 1948 vs. Gro\u00dfbritannien<\/strong>&nbsp;zeigt den fundamentalen Unterschied: W\u00e4hrend Ludwig Erhard die amerikanische W\u00e4hrungsreform mit der Aufhebung der Preisbindungen und umfassender Deregulierung verband, woraus das \u201eWirtschaftswunder&#8220; erwuchs, hielt Gro\u00dfbritannien an Rationierung bis 1954 und Preiskontrollen fest. Die Folge war eine sehr langsame Erholung und die \u201eBritish Disease&#8220;, die erst Thatchers Reformen ab 1979 \u00fcberwinden konnten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die schwedische Bankenkrise 1991\u201393<\/strong>&nbsp;liefert ein weiteres Beispiel ordnungspolitisch sauberer Krisenbew\u00e4ltigung.<a href=\"#_edn8\" id=\"_ednref8\">[8]<\/a> Die Regierung restrukturierte Banken konsequent, statt sie zu retten. Aktion\u00e4re verloren ihre Einlagen, die Krise wurde transparent kommuniziert. Das Ergebnis: ein robustes Bankensystem ohne Folgekrisen \u2013 im Gegensatz zum Bailout-Modell nach 2008.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Energiekrise 2022\/23<\/strong>&nbsp;schlie\u00dflich demonstriert dieselbe Dynamik in j\u00fcngster Zeit. Deutschland deckelte Gaspreise und stellte \u00fcber 200 Milliarden Euro f\u00fcr einen \u201eSchutzschild&#8220; bereit \u2013 mit der Folge, dass Sparanreize ausblieben und Investitionen in Effizienz stockten. Skandinavische L\u00e4nder hingegen lie\u00dfen Preise ihre Signalfunktion erf\u00fcllen und unterst\u00fctzten nur gezielt soziale H\u00e4rtef\u00e4lle. Die Konsequenz: Verbraucher passten sich st\u00e4rker an, Unternehmen investierten schneller in Energieeffizienz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Lektion aus allen drei F\u00e4llen ist eindeutig:<\/strong>&nbsp;Preise sind Information \u2013 wer sie deckelt, verhindert Anpassung und verschleppt die Krise, statt sie zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VI. Das ordnungspolitische Alternativkonzept<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Ordnungspolitik bedeutet nicht Nichtstun<\/strong>, sondern Aufrechterhaltung eines stabilen Ordnungsrahmens \u2013 gerade bei maximaler Unsicherheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der ordnungspolitische Werkzeugkasten ist gut gef\u00fcllt und enth\u00e4lt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Deregulierung<\/strong>&nbsp;und schnellere Verfahren,<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gezielte Transfers<\/strong>&nbsp;statt Preiseingriffe (Energiegeld statt Gaspreisbremse),<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Regelbasierte automatische Stabilisatoren<\/strong>&nbsp;(Arbeitslosen-\/Insolvenzsysteme ohne politische Diskretion),<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Tempor\u00e4re steuerliche Entlastungen<\/strong>&nbsp;(Liquidit\u00e4t ohne dauerhafte Verzerrungen).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Was Ordnungspolitik nicht tut:<\/strong>&nbsp;Keine Bailouts, keine Preiskontrollen, keine Industriepolitik, keine Verstaatlichungen, keine Schuldenmonetarisierung, keine dauerhaften Ausnahmezust\u00e4nde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Das Paradox aufl\u00f6sen<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Ordnungspolitik ist keine Sch\u00f6nwetterdisziplin.<\/strong>&nbsp;Das Gegenteil ist der Fall: Interventionistische Politik kann in normalen Zeiten kaschieren, dass sie weder \u00fcber verl\u00e4ssliches Wissen noch funktionierende Anreizstrukturen verf\u00fcgt. In Krisen treten ihre Schw\u00e4chen unbarmherzig zutage.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die vier analytischen Ebenen f\u00fchren zu einem klaren Befund:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Wissenstheoretisch:<\/strong>&nbsp;Krisen versch\u00e4rfen Ungewissheit -&gt; die Notwendigkeit dezentraler Koordination steigt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"2\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Systemdynamisch:<\/strong>&nbsp;Krisen pr\u00fcfen Selbststabilisierung -&gt; funktionierende negative Feedbacks sind erforderlich.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Institutionell:<\/strong>&nbsp;Krisen erzeugen Pfadabh\u00e4ngigkeiten -&gt; tempor\u00e4re Eingriffe werden dauerhaft.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ordnungs\u00f6konomisch:<\/strong>&nbsp;Konstitutive Prinzipien sind Funktionsbedingungen \u2013 besonders unter Druck und in einer Krise.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Drei Lehren gelten f\u00fcr Interventionisten dauerhaft:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Glaube, Experten w\u00fcssten in Krisen, was zu tun ist, ist Wissensanma\u00dfung<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"2\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Eingriffe destabilisieren Systeme, weil sie krisenabsorbierende Mechanismen zerst\u00f6ren.<\/li>\n\n\n\n<li>Interventionen bleiben nie tempor\u00e4r \u2013 sie verfestigen sich (Ratchet-Effekt).<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Alexander R\u00fcstow formulierte 1932:&nbsp;<strong>Selbstbeschr\u00e4nkung ist die Grundlage von Selbstbehauptung.<\/strong>&nbsp;Ein Staat, der sich auf Kernaufgaben konzentriert, ist st\u00e4rker als einer, der \u00fcberall eingreift.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Interventionismus in Krisen ist verantwortungslos:<\/strong>&nbsp;Wer Preise deckelt, zerst\u00f6rt Informationsfl\u00fcsse; wer Haftung aushebelt, produziert Moral Hazard; wer Notma\u00dfnahmen zur Dauerpolitik macht, schafft strukturelle Abh\u00e4ngigkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ordnungspolitik ist die einzige Krisenpolitik, die langfristig funktioniert<\/strong>&nbsp;\u2013 weil sie die Natur komplexer Systeme respektiert, Lernen zul\u00e4sst und Resilienz hervorbringt.<\/p>\n\n\n\n<p>In Krisen brauchen wir nicht mehr Staat, sondern bessere Ordnung; nicht mehr Planung, sondern mehr Freiheit; nicht mehr Expertenherrschaft, sondern mehr dezentrale Experimente. Das ist die Lehre aus Wissenstheorie, Systemdynamik, institutioneller Analyse und ordnungs\u00f6konomischer Vernunft.&nbsp;<strong>Es ist die Lehre, die wir endlich wieder begreifen m\u00fcssen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\" id=\"_edn1\">[1]<\/a> Siehe z.B. Melinda Fremerey, Michael H\u00fcther: Ordnungspolitik in Krisenzeiten \u2013 Eine ordnungspolitische Bewertung aktueller wirtschaftspolitischer Handlungsstr\u00e4nge, Ordnungspolitische Perspektiven, Heinrich Heine Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf, Juni 2023.,\u201chorizontale Industriepolitik\u201d, 25f. und Industriepolitik, die die \u201eBew\u00e4ltigung der Ver\u00e4nderungsprozesse der Unternehmen\u201c adressiere, 3, zuvor: Konzertierte Aktion, 7f., sowie einschr\u00e4nkende Schuldenbremse, 17f. Im IW-Policy Paper 7\/2023 vom 13.09.2023 ist von einer \u201cOrdnungspolitik der sichtbaren Hand\u201d, 4 die Rede (Link: <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/fileadmin\/user_upload\/Studien\/policy_papers\/PDF\/2023\/IW-Policy-Paper_2023-Industriepolitik_in_der_Zeitenwende.pdf?utm_source=chatgpt.com\">https:\/\/www.iwkoeln.de\/fileadmin\/user_upload\/Studien\/policy_papers\/PDF\/2023\/IW-Policy-Paper_2023-Industriepolitik_in_der_Zeitenwende.pdf?utm_source=chatgpt.com<\/a>) Au\u00dferdem m\u00fcsse die \u201eGeld-, Finanz- und Lohnpolitik neu gedacht werden\u201c und solle Haushalte und Unternehmen unterst\u00fctzen. <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/presse\/in-den-medien\/michael-huether-geld-finanz-und-lohnpolitik-muessen-neu-gedacht-werden.html?utm_source=chatgpt.com\">https:\/\/www.iwkoeln.de\/presse\/in-den-medien\/michael-huether-geld-finanz-und-lohnpolitik-muessen-neu-gedacht-werden.html?utm_source=chatgpt.com<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref2\" id=\"_edn2\">[2]<\/a> Frank H. Knight:&nbsp;Risk, Uncertainty and Profit, Reprint, University of Chicago Press, Chicago 1971 (Erstausgabe 1921.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref3\" id=\"_edn3\">[3]<\/a> Friedrich A. von Hayek:&nbsp;The Use of Knowledge in Society, in:&nbsp;American Economic Review, 35 (1945) 4, 519\u2013530.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref4\" id=\"_edn4\">[4]<\/a> Roger Koppl:&nbsp;Expert Failure, Cambridge University Press, Cambridge 2018.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref5\" id=\"_edn5\">[5]<\/a> Ludwig von Mises:&nbsp;Kritik des Interventionismus, Gustav Fischer, Jena 1929.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref6\" id=\"_edn6\">[6]<\/a> Die Zahlen variieren je nach Untersuchungsgegenstand, siehe hier die Pressemitteilung von KEARNY vom 17.07.2024 sowie FTI Andersch vom 09.02.2023 <a href=\"https:\/\/www.de.kearney.com\/pressecenter\/article\/-\/insights\/zombiestudie-2024#:~:text=24%20Prozent%20mehr%20Zombie%2DUnternehmen%20in%20Deutschland%20%7C%20Kearney\">https:\/\/www.de.kearney.com\/pressecenter\/article\/-\/insights\/zombiestudie-2024#:~:text=24%20Prozent%20mehr%20Zombie%2DUnternehmen%20in%20Deutschland%20%7C%20Kearney<\/a>&nbsp;&nbsp; und <a href=\"https:\/\/www.fti-andersch.com\/de\/ueber-uns\/news\/unternehmen-in-zombie-status-dunkelziffer\/\">https:\/\/www.fti-andersch.com\/de\/ueber-uns\/news\/unternehmen-in-zombie-status-dunkelziffer\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref7\" id=\"_edn7\">[7]<\/a> Robert Higgs:&nbsp;Crisis and Leviathan. Critical Episodes in the Growth of American Government, Oxford University Press, New York 1987.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref8\" id=\"_edn8\">[8]<\/a> Per Englund: The Swedish Banking Crisis: Roots and Consequences, in:&nbsp;Oxford Review of Economic Policy, 15 (1999) 3, 80\u201397 und Sveriges Riksbank:&nbsp;The Swedish Financial Crisis \u2013 Origins, Policies, and Lessons, Riksbank Economic Review 2\/1997.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Blog-Beitr\u00e4ge der Serie \u201cOrdnungspolitischer Unfug\u201d<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=41687\">Staatseingriffe und Interventionsspiralen. M\u00e4rkte sind unvollkommen. Nutzen wir sie!<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=41013\">Handelskriege sind leicht zu gewinnen?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=37739\">So was kommt von sowas. Unternehmer, Lobbyisten und Subventionen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Andreas Freytag: <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=33170\">Retten Verbote das Klima?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=31477\">Energiepreis-Krise, \u00dcbergewinne und Hilfspakete. \u201eNeue\u201c (schuldenfinanzierte) Verteilungspolitik mit der Gie\u00dfkanne?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=30342\">\u201eRamschpreise\u201c, Inflation und Marktwirtschaft. Mindestpreise und Preiskontrollen l\u00f6sen nicht, sie verschleiern nur<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29935\">Demographie, Haltelinien und Bundeszusch\u00fcsse. <\/a>Es ist an der Zeit, die Camouflage zu beenden<\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29229\">Der lange Schatten der Alten. Demographie, inter-generative Verteilungskonflikte und Nachholfaktor<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=27677\">Besser oder billiger. <\/a>Mindestl\u00f6hne in Zeiten von Corona<\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=26821\">Mindestpreise f\u00fcr Lebensmittel. Robert Habeck irrlichtert (auch) agrarpolitisch<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=24701\">Wenn\u2019s dem Esel zu wohl wird. Mindestl\u00f6hne mit Subventionen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=24743\">Peterchens (industriepolitische) Mondfahrt. Wettbewerbsf\u00e4hig wird man im Wettbewerb<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=24360\">Deutschland wird leiden. Leistungsbilanzsalden und Strukturwandel<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=23962\">Mietpreisbremse und \u201cSozialer Wohnungsbau\u201d. Irrwege in der Wohnungspolitik<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=23710\">Noch mehr Steuergelder f\u00fcr die Rente. Hat sich die SPD endg\u00fcltig aufgegeben?<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn die Krise kommt, soll der Staat \u201emitspielen&#8220; statt \u201eschiedsrichtern&#8220; \u2013 so die interventionistische Formel. Preisdeckel, Bailouts, Subventionen gelten als Gebot der Stunde. 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