{"id":43814,"date":"2026-05-08T05:41:53","date_gmt":"2026-05-08T04:41:53","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=43814"},"modified":"2026-05-08T16:29:58","modified_gmt":"2026-05-08T15:29:58","slug":"gastbeitrag-wer-durchtrennt-den-gordischen-knoten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=43814","title":{"rendered":"<b>Gastbeitrag <\/b><br>Wer durchschl\u00e4gt den gordischen Knoten?"},"content":{"rendered":"\n<p><em>&#8222;Wenn wir nicht gegensteuern, geht das Flugzeug in den Sinkflug&#8220;. Mit diesen Worten hat Moritz Schularick in einem Interview bei der Tagung des Internationalen W\u00e4hrungsfonds in Washington im Oktober 2025 die \u00f6konomische Situation in seinem Heimatland Deutschland charakterisiert. Und weiter: &#8222;Da ist unglaublich viel Br\u00e4sigkeit und Phlegma in Deutschland\u201c. Der DIW-Pr\u00e4sident Marcel Fratzscher diagnostizierte eine &#8222;mentale Depression&#8220;, in der sich unser Land befindet. Was ist zu tun, um Deutschland wieder in Schwung zu bringen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hoher Reformbedarf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fakt ist: \u201eDeutschlands fette Jahre sind vorbei\u201c (Gunther Schnabl 2024). Deutschland ist eine alternde Gesellschaft mit einer programmierten Kostenexplosion, der der zahlende Nachwuchs ausgeht. Auch dominieren tradierte Produktionsstrukturen wie Automobil-, Chemie- und Stahlindustrie, die Moritz Schularick als &#8222;Dino-Industrien&#8220; bezeichnet. Der Reformbedarf ist riesig, zumal auch die geopolitische Gro\u00dfwetterlage seit dem russischen Angriff auf die Ukraine \u00e4u\u00dferst ungem\u00fctlich geworden ist und zumal die \u00dcberschwemmung der Weltm\u00e4rkte mit subventionierten Produkten aus China bedeutet, dass unser exportorientiertes Wirtschaftsmodell ins Wanken geraten ist und wir uns neu aufstellen m\u00fcssen. Hinzu kommt die Abwendung der USA von den europ\u00e4ischen B\u00fcndnispartnern, die dem russischen Despoten Putin sehr gut ins machtpolitische Kalk\u00fcl passt und unser Sicherheitsrisiko erh\u00f6ht. Mit dem Irankrieg, den der erratisch agierende US-Pr\u00e4sident Donald Trump zusammen mit dem israelischen Ministerpr\u00e4sidenten Benjamin Netanjahu Ende Februar dieses Jahres vom Zaun gebrochen hat, ist ein weiterer Krisenherd hinzugekommen, der die Weltwirtschaft ganz empfindlich trifft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>\u201eRealit\u00e4tsverweigerung\u201c (Otmar Issing)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts dieser Herausforderungen und Umbr\u00fcche ist es umso bemerkenswerter, dass die Politiker und B\u00fcrger hierzulande kaum Reformwillen und Reformbereitschaft zeigen und dass die Anspruchshaltung und Erwartung an den ach so spendablen Staat offensichtlich ungebrochen ist. Man tut so, als ob alles beim Alten w\u00e4re. &#8222;Weiter so&#8220; scheint der Leitsatz der Politik zu sein. Da werden weiterhin Wahlgeschenke gemacht wie die Ausweitung der M\u00fctterrenten und die erm\u00e4\u00dfigte Gastrosteuer, obwohl das knappe Geld in die Landesverteidigung und\/oder eine Bildungs- und Forschungsinitiative und\/oder eine Senkung der Unternehmenssteuern flie\u00dfen m\u00fcsste. Da werden nach wie vor satte Rentenerh\u00f6hungen gew\u00e4hrt, die mit 4,24 Prozent die Inflationsrate und den Produktivit\u00e4tsfortschritt des Vorjahres (2 Prozent und 0,2 Prozent) deutlich \u00fcbersteigen. Da l\u00f6st der gestiegene \u00d6lpreis infolge des Irankrieges sofort einen reflexhaften Ruf nach staatlicher Aktivit\u00e4t aus. Statt den gestiegenen Preis als Indikator einer erh\u00f6hten Knappheit zu akzeptieren, der Einschr\u00e4nkungen des Verbrauchs erforderlich macht, greifen die Politiker hektisch zur Subventionsgie\u00dfkanne, statt zur gezielten Hilfe f\u00fcr Bed\u00fcrftige, und verf\u00e4lschen die Preissignale. Sinnigerweise warnt Finanzminister Lars Klingbeil dann vor Kerosinmangel. Was sich in Deutschland abspielt, ist &#8211; wie der ehemalige deutsche Chefvolkswirt der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB), Otmar Issing (2025), dies genannt hat &#8211; schlicht und ergreifend Realit\u00e4tsverweigerung.<\/p>\n\n\n\n<p>Da der Staat keine Melkkuh ist, die im Himmel gef\u00fcttert wird, sind in der zweiten und dritten Runde Steuererh\u00f6hungen oder steuerpolitische Innovationen wie die Einf\u00fchrung einer Plastik- und einer Zuckersteuer so zwingend wie das Amen nach dem Gebet in der Kirche. Und dies, obwohl die Kreditschleusen im Zuge der Grundgesetz\u00e4nderung und der Aufweichung der Schuldenbremse im M\u00e4rz des Jahres 2025 auf breiter Front ge\u00f6ffnet worden sind und der Bund sowie die Sonderhaushalte gem\u00e4\u00df der mittelfristigen Finanzplanung im Zeitraum 2026 bis 2030 neue Schulden in der schwindelerregenden H\u00f6he von 971,6 Mrd. Euro aufnehmen wollen (Bundesfinanzministerium 2026). Im Jahr 2025 waren es 143,2 Mrd. Euro. In nur 6 Jahren macht der Bund also 64,3 Prozent der Schulden, die er in den 79 Jahren seit Gr\u00fcndung der Bundesrepublik bis Ende des Jahres 2024 angeh\u00e4uft hat (1732,7 Mrd. Euro)(Statistisches Bundesamt 2025). Dass diese Schuldenwende ein gef\u00e4hrlicher Irrweg der Finanzpolitik ist und kein Husarenritt, zeigen Lars P. Feld und Wolf H. Reuter (2026).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Populismus statt Staatsraison<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wen soll man f\u00fcr das populistische Draufsatteln verantwortlich machen? Die Politiker? Die B\u00fcrger? Die Frage ist leichter gestellt als beantwortet. Die Politiker sind nun mal darauf bedacht, W\u00e4hlerstimmen zu maximieren (Anthony Downs 1968). Sie sehen sich als Erf\u00fcllungsgehilfen des W\u00e4hlerwillens oder dessen, was opportun erscheint, und sie sind einem starken Druck seitens lautstarker Lobbys und Interessengruppen ausgesetzt, die Vorteile f\u00fcr sich erheischen wollen. Weil die B\u00fcrger Anspr\u00fcche stellen oder Erwartungshaltungen gegen\u00fcber dem Staat haben, zeigen sich die rational handelnden Politiker gef\u00e4llig. Das ist das eine. Doch gilt auch das Umgekehrte: Weil Politiker Geschenke verteilen, erzeugen sie Anspruchsdenken der B\u00fcrger. Da bei\u00dft sich also die Katze in den Schwanz, und die Schuldfrage ist falsch gestellt, weil es keine eindeutige Antwort darauf gibt. Realiter liegt eine gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit oder Bedingtheit vor, die sich als ein Teufelskreis entpuppt. Aus der Tatsache, dass den tradierten Parteien scharenweise die W\u00e4hler davonlaufen, darf man nicht schlussfolgern, dass die gerade vorgetragene Hypothese falsch ist, sondern vielmehr, dass populistische Politik nicht tragf\u00e4hig ist. Populistische Politik ruiniert die Wirtschaft und sch\u00fcrt so Unzufriedenheit und Zukunfts\u00e4ngste, so dass das Abwandern zu neuen Parteien oder die Stimmenthaltung die einzigen Alternativen sind, die den B\u00fcrgern verbleiben. Die bisherigen Ausf\u00fchrungen waren positiv-\u00f6konomisch. Eine positiv-\u00f6konomische Sichtweise bedeutet, die Welt so zu erkl\u00e4ren, wie sie ist, nicht wie sie (normativ) sein sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Normativ ist es allerdings so, dass die politische Elite eine Aufkl\u00e4rungsfunktion haben sollte und dass sie populistischer Umverteilungspolitik eine Absage erteilen und stattdessen Wachstumspolitik betreiben sollte. Wer an der Spitze eines Staates steht und staatsm\u00e4nnisches (oder \u2013frauisches) Profil zu haben glaubt, sollte keine Vogel-Strau\u00df-Politik betreiben und Probleml\u00f6sungen auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben, sondern l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Reformen anpacken und unangenehme Wahrheiten aussprechen. Auch wenn der verantwortliche Politiker bef\u00fcrchten muss, dass dies seine Wiederwahlchancen mindert, weil sich die segensreichen Effekte fundamentaler Reformen erst zeitverz\u00f6gert einstellen, die damit verkn\u00fcpften Lasten aber sofort. Fakt ist, dass die Verwendungskonkurrenz um die beschr\u00e4nkten Hilfsquellen zugenommen hat. Fakt ist auch, dass wir im internationalen Wettbewerb zur\u00fcckgefallen sind und uns weiter auf dem absteigenden Ast befinden, wenn wir nicht gegensteuern. Den B\u00fcrgern muss vermittelt werden, dass wir uns manchen Luxus nicht mehr leisten k\u00f6nnen, etwa das ausgepr\u00e4gte Sicherheitsdenken und den Bestandsschutz im Arbeitsrecht sowie die hohen Sozialstandards, wenn wir aufholen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Staatliches F\u00fcllhorn pervertiert Anreize<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bevor die Frage aufgeworfen wird, wer den B\u00fcrgern reinen Wein einschenken sollte und welche Rolle die \u00f6konomische Wissenschaft spielt, ist zu fragen: Wie kommt es \u00fcberhaupt zur &#8222;mentalen Depression&#8220; (Marcel Fratzscher, t-online, 20.4.2026) oder zur unglaublich hohen &#8222;Br\u00e4sigkeit&#8220; und zum ausgepr\u00e4gten &#8222;Phlegma&#8220; (Moritz Schularick, Rheinische Post, 19.10.2025), die in Deutschland herrschen? Die Diagnose ist einfach und wurde weiter oben bereits angedeutet: Der \u201ekranke Mann Europas\u201c leidet an schwerer \u201eSubvensklerose\u201c und \u201eSoziallergie\u201c. Es hat sich hierzulande im Laufe der Geschichte eine ausgepr\u00e4gte Subventionsmentalit\u00e4t und Anspruchshaltung entwickelt, die die Anreize pervertiert und das Abgabenniveau systematisch in die H\u00f6he getrieben hat. Die Politik zieht seit Jahrzehnten mit dem sozial- und subventionspolitischen F\u00fcllhorn \u00fcber das Land, woran sich die Menschen gew\u00f6hnt und ihr Verhalten dementsprechend angepasst haben. Wohlstandsmehrung ist nicht mit sinkenden F\u00f6rderaktivit\u00e4ten, die in den Nachkriegsjahren zwingend gewesen sein m\u00f6gen, einhergegangen, wie dies bei verminderten Notlagen und erh\u00f6hter Prosperit\u00e4t eigentlich naheliegend w\u00e4re. Vielmehr haben Wachstum und steigende Staatseinnahmen die Politik dazu ermuntert, die staatlichen Hilfen f\u00fcr Haushalte und Unternehmen immer weiter und phasenweise \u00fcberproportional auszuweiten und laufend neue F\u00f6rderprogramme und Sozialgesetze zu ersinnen, statt die aus dem Wachstumsprozess heraus sprudelnden Steuergelder in die verst\u00e4rkte Ausweitung von Infrastruktur, Bildung, Forschung, Verteidigung und in Steuersenkungsprogramme zu stecken. Die Defizite in diesen alternativen und volkswirtschaftlich wichtigen Verwendungen sind offensichtlich, so dass man sich \u00fcber die chronische Wachstumsschw\u00e4che und den stotternden Wirtschaftsmotor nicht zu wundern braucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie zwei j\u00fcngere Studien des Walter Eucken Instituts (Stiftung Familienunternehmen 2026 a und b) zum Bundeshaushalt gezeigt haben, werden zwei Drittel des Budgets durch Umverteilungsausgaben, Ausgabesubventionen, Altlasten (Zinsen und Pensionen) und Ausgaben f\u00fcr den Staatsapparat aufgezehrt. Dieser Ausgabeblock w\u00e4chst deutlich schneller als das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP). \u201eInsbesondere f\u00e4llt der weiterhin markante Anstieg der Ausgabesubventionen auf, der seit dem Jahr 2018 ungebrochen ist\u201c (ebenda b, S.77). Die Finanzhilfen des Bundes werden mit 150 Mrd. Euro beziffert, die Umverteilungsausgaben (Sozialausgaben, Zahlungen an die L\u00e4nder im Rahmen des vertikalen Finanzausgleichs und Sanierungshilfen f\u00fcr Bremen und das Saarland) mit 234,8 Mrd. Euro. \u201e110,8 Mrd. Euro oder rund drei Viertel der Finanzhilfen entfallen im Jahr 2026 auf \u00f6konomisch fragw\u00fcrdige Ma\u00dfnahmen, die \u00fcberwiegend konsumtiven Charakter aufweisen und teilweise der Strukturkonservierung dienen\u201c (ebenda a, S. V). \u201eWachstums- und produktivit\u00e4tsf\u00f6rdernde Ausgaben (Bildung, Forschung, Infrastruktur) machen lediglich 9,4 Prozent (2026: 9,1 Prozent) der bereinigten Bundesausgaben aus. Selbst unter Einbezug entsprechender Finanzhilfen liegt ihr Anteil mit 13,6 Prozent (2026: 14,8 Prozent) deutlich unter jenen der umverteilenden Ausgaben\u201c (ebenda b, S. VI). \u201eDie klassischen Staatsaufgaben der inneren und \u00e4u\u00dferen Sicherheit werden zwar ausgeweitet, bleiben jedoch gemessen an den Umverteilungs- und Subventionsausgaben vergleichsweise untergewichtet\u201c (ebenda). Nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW 2025) leistet sich Deutschland die h\u00f6chsten Sozialausgaben in Europa.<\/p>\n\n\n\n<p>Spitze d\u00fcrfte Deutschland auch im Hinblick auf die Zahl der Sozialleistungen sein. So kommt das ifo-Institut in einer Studie auf die astronomisch anmutende Summe von \u00fcber 500 Sozialleistungen, die oft unkoordiniert nebeneinander stehen und vermutlich nicht frei von inneren Widerspr\u00fcchen sind. Ebenso expansiv wie die Ausgaben des Gef\u00e4lligkeitsstaates hat sich die Sozialgesetzgebung entwickelt. \u201eAllein die Sozialgesetzb\u00fccher umfassen derzeit 3.246 Paragraphen, die sowohl die Sozialleistungen selbst als auch Regeln enthalten, die f\u00fcr ihre Umsetzung erforderlich sind. Hinzu kommen Gesetze, die weitere Leistungen begr\u00fcnden, wie beispielsweise das Aufstiegsfortbildungsf\u00f6rderungsgesetz, das Bundesausbildungsf\u00f6rderungsgesetz, das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz oder das Gesetz \u00fcber die Familienpflegezeit\u201c (ifo-Institut, Pressemitteilung vom 15. Oktober 2025). Urs\u00e4chlich f\u00fcr dieses Rechtsgestr\u00fcpp d\u00fcrften die Einzelfallgerechtigkeit und die uferlose Kasuistik sein, die in Deutschland herrschen. Unser Sozialstaat hat nichts mehr mit dem idealen Modell zu tun, das sich der ehemalige SPD-Chef Sigmar Gabriel vorstellt. Demnach sollte ein Sozialstaat &#8222;ein Freiheitsprojekt&#8220; sein und &#8222;nicht eines, wo ich jede Lebenslage durch einen neuen Ast im Sozialstaat finanziere&#8220; (Focus 16.4.2026). (N\u00e4heres zur normativen und positiven Rolle der Sozialpolitik in der Marktwirtschaft bei Astrid Rosenschon 2026).<\/p>\n\n\n\n<p>Wurzel unserer Probleme ist also der allgegenw\u00e4rtige Ruf nach dem &#8222;Vater Staat&#8220;, der sich an unserer statt f\u00fcr unser Wohl verantwortlich erkl\u00e4rt hat und \u201eder es schon richten wird\u201c. Deutschland befindet sich &#8211; bildlich gesprochen &#8211; &#8222;unter dem Sauerstoffzelt staatlicher F\u00fcrsorglichkeit&#8220; (Joseph Alois Schumpeter). Staatliche Wohltaten wirken, wenn sie zur Gewohnheit werden, wie eine Droge mit hohem Suchtpotential. Sie f\u00fchren in die Abh\u00e4ngigkeit oder Unm\u00fcndigkeit und es wohnt ihnen die Tendenz zur Steigerung inne. Bequemes Nehmen, Fordern und Abschieben von Verantwortlichkeiten bekommen Vorrang gegen\u00fcber vorausschauendem und eigeninitiativem Handeln und privater Risiko\u00fcbernahme. Mit dem Vormarsch des Wohlfahrts- und Interventionsstaates verlernen die Menschen mehr und mehr, die in ihnen schlummernden Talente und Kreativit\u00e4tspotentiale zu entdecken und auszusch\u00f6pfen. Sie werden vom \u201es\u00fc\u00dfen Gift der Staatshilfen\u201c korrumpiert und zur Lethargie erzogen oder setzen ihr \u201eHirnschmalz\u201c statt f\u00fcr Innovationen daf\u00fcr ein, um an die Subventionst\u00f6pfe zu gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Subventionen sakrosankt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6konomen, die bem\u00e4ngeln, dass Deutschland zu wenig kreativ und bei Zukunftstechnologien im R\u00fcckstand ist, m\u00fcssten eigentlich die vorherrschende rent-seeking-Mentalit\u00e4t und Anspruchshaltung an den Pranger stellen, sowie das \u00fcberh\u00f6hte Steuerniveau, das die Forschungsbudgets auszehrt und den B\u00fcrokratismus, der den Unternehmen viel Zeit und Geld kostet und Optionen beschneidet. Wer bef\u00fcrchtet, dass die deutsche Wirtschaft nicht zukunftstauglich ist und wer die Kreativit\u00e4t f\u00f6rdern m\u00f6chte, m\u00fcsste eigentlich f\u00fcr beherzten Subventionsabbau in Verbindung mit der Senkung von Zwangsabgaben und f\u00fcr Deregulierung eintreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch geh\u00f6ren zu den ma\u00dfgeblichen \u201eInfluencern\u201c aus dem Lager der \u00f6konomischen Wissenschaft, welche die Lethargie hierzulande beklagen, mitunter Ratgeber, die in ihren h\u00e4ufigen Talkshow-Auftritten Steuererh\u00f6hungen oder gar neue \u201eSolis\u201c ins Gespr\u00e4ch bringen und die Vokabeln &#8222;Ausgabenk\u00fcrzung&#8220; und &#8222;Subventionsabbau&#8220; tunlichst vermeiden, es sei denn, dass es sich um umweltsch\u00e4dliche Subventionen handelt. Dass ein tradierter Subventionsbericht eingestellt und dass mit einer rund 40 j\u00e4hrigen Berichtstradition \u00fcber Staatshilfen gebrochen worden ist, zeugt davon, dass Subventionsabbau als Mittel zur Wiederbelebung der Wirtschaft f\u00fcr den neuen Pr\u00e4sidenten des Kiel Institutes Moritz Schularick ein Tabu zu sein scheint. Es gilt f\u00fcr ihn offensichtlich analog zur Canard\u00b4schen Steuerregel der Leitsatz: \u201ealte Ausgaben, gute Ausgaben\u201c. Das Ausgabenniveau scheint unantastbar zu sein und wird nicht problematisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne Zweifel ist der Staat in der F\u00f6rderung der Grundlagenforschung gefragt, da hier Marktversagen zu diagnostizieren ist und Private zu wenig forschen w\u00fcrden, weil das Erzielen eines verwertbaren Ergebnisses nicht gesichert ist. Solche Zusch\u00fcsse haben keinen Subventionscharakter, sondern es handelt sich um steuerliche Inputs zur Bereitstellung \u00f6ffentlicher G\u00fcter. Aber die anwendungsorientierte Forschung sollte den Unternehmen obliegen, weil hier die Scharniere zwischen Forschungsanstrengung und Markterl\u00f6sen deutlich enger sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt allerdings viele staatsgl\u00e4ubige \u00d6konomen, die der Politik den Glauben an die staatliche Omnipotenz und die Planbarkeit wirtschaftlicher Abl\u00e4ufe einreden und sie zu weiteren staatlichen Geldspritzen ermuntern, um neue Sektoren zu f\u00f6rdern wie etwa Medizin- und Biotechnologie, K\u00fcnstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Wasserstoffwirtschaft, Quanten-Computing, Elektromobilit\u00e4t, autonomes Fahren, Robotik, Umwelt- und Klimaschutztechnologien, Batterie- und Speichertechnologien, 3D-Druck und moderne Verteidigungstechnologien. Es kommt nicht von Ungef\u00e4hr, dass staatliche Industriepolitik ungeachtet subventionspolitischer Flops wie Northvolt, Wolfspeed oder Intel im Aufwind ist und nunmehr auch die Europ\u00e4ische Union nach den Empfehlungen der Letta- und Draghi-Berichte mit einem F\u00f6rdervolumen in H\u00f6he von 409 Mrd. Euro auf diesen Zug springt (Amtsblatt der Europ\u00e4ischen Union 2025).<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eSubventionsfl\u00fcsterer\u201c unter den politischen Beratern reden dem Interventionismus statt der Ordnungspolitik und allgemeinen Standortpflege das Wort und sind vom Erfolg der strategischen Zukunftsplanung durch den vermeintlich allwissenden Staat \u00fcberzeugt. Und von der Richtigkeit ihrer eigenen Ratschl\u00e4ge. So glaubte etwa Moritz Schularick, zu wissen, dass Schleswig-Holstein der optimale Standort f\u00fcr Northvolt ist, den er in h\u00f6chsten T\u00f6nen gepriesen hat (w\u00f6rtliche Zitate bei Astrid Rosenschon 2025), um dann 16 Monate sp\u00e4ter mit dem Orakel: \u201eder Zug ist abgefahren f\u00fcr Europas Batterieproduktion\u201c vor die \u00d6ffentlichkeit zu treten (DIE ZEIT vom 25.7.2025). Eine erstaunliche Kehrtwende um 180 Grad.<\/p>\n\n\n\n<p>Peter Bofinger, der dem Sachverst\u00e4ndigenrat in den Jahren 2004 bis 2019 angeh\u00f6rt hat, forderte im Jahr 2024 ein &#8222;Ein-Billionen-Euro-Programm f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Jahre&#8220;. Seiner Meinung nach muss &#8222;der Staat&#8230;eine aktivere Rolle spielen. Es bedarf einer Industriepolitik, die die Gesch\u00e4ftsfelder der Zukunft identifiziert und diese proaktiv f\u00f6rdert, damit deutsche Firmen in f\u00fcnf, zehn Jahren wieder im globalen Spitzenfeld mitspielen&#8220; (Interview mit der taz vom 12.12.2024). Der pers\u00f6nliche Berater des Finanzministers Lars Klingbeil, Jens S\u00fcdekum, der wie auch Moritz Schularick Architekt des Sonderverm\u00f6gens Infrastruktur und Klimaneutralit\u00e4t war und als wissenschaftlicher Steigb\u00fcgelhalter f\u00fcr das \u00d6ffnen der Kreditschleusen verantwortlich zeichnet, wirbt ebenfalls f\u00fcr eine &#8222;proaktive Industriepolitik&#8220; und f\u00fcr einen &#8222;experimentierfreudigen Umgang mit Steuergeldern&#8220;(makronom.de 3.7.2019). Seiner Meinung nach &#8222;hat der Staat oftmals den l\u00e4ngeren Zeithorizont und die tieferen Taschen als einzelne Unternehmen. Er kann h\u00f6here Risiken eingehen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier werden private Sorgfalt bei der Rentabilit\u00e4tspr\u00fcfung und Zur\u00fcckhaltung bei zu waghalsig erscheinenden Unternehmungen kleingeschrieben und mit Steuergeldern umgegangen nach dem Vorbild von Dagobert Duck im Geldspeicher von Entenhausen, der es liebt: \u201e&#8230; sich die Taler auf die Glatze prasseln zu lassen, hineinzuspringen und darin herumzuw\u00fchlen wie ein Maulwurf\u201c. Ebenso wie beim Gl\u00fccksspiel im Casino immer die Bank gewinnt, verliert wohl immer der Steuerzahler beim experimentierfreudigen Umgang mit Steuergeldern. Hans-Werner Sinn, die graue Eminenz unter Deutschlands Top-\u00d6konomen, bemerkte zur aktiven Industriepolitik: &#8222;Deutschland und die EU sollten all jenen, die Interventionismus als Katalysator f\u00fcr k\u00fcnftige Wettbewerbsf\u00e4higkeit sehen, nicht auf den Leim gehen&#8220; (WirtschaftsWoche vom 18.3.2023). Er warnte seit Jahren vor der erzwungenen Deindustrialisierung durch aktive Industriepolitik, vor allem im Gewande der gr\u00fcnen Transformation, f\u00fcr die vor allem Robert Habeck und seine Berater verantwortlich zeichnen und die umweltpolitisch nichts bringt, weil die Emissionen nur r\u00e4umlich verlagert werden. An den Ohren der \u201eSubventionsfl\u00fcsterer\u201c prallt auch Lars Felds Ordnungsruf \u201eIndustriepolitik ist selten erfolgreich gewesen\u201c ab (Handelsblatt vom 2.6.2025).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Fortschritt ist ein dezentraler Prozess<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Wirtschaftsgeschichte lehrt, dass geplante \u00d6konomien scheitern, weil der Staat und seine Berater dieses \u00fcberlegene Wissen nicht haben und Fortschritt nicht vom politischen Rei\u00dfbrett aus planbar oder programmierbar ist. Friedrich August von Hayek sprach von \u201eAnma\u00dfung von Wissen\u201c. Von ihm wissen wir auch, dass sich die Entstehung von neuem Wissen und von Innovationen erst in einem lebendigen &#8222;Entdeckungsverfahren&#8220; auf M\u00e4rkten herauskristallisiert. Nach Herbert Giersch ist Wissen erwerben und gewinnen an das Individuum gekoppelt. Kreative Prozesse laufen dezentral und im Wettbewerb ab und sind nicht Erleuchtungen zentraler Planer zu verdanken. \u201eLernen im Sinne von Wissen erwerben und erst recht im Sinne von Wissen gewinnen ist eine F\u00e4higkeit, die an das Individuum gebunden ist. Diese F\u00e4higkeit l\u00e4sst sich vielleicht noch in einem Team bewahren. Aber sie verk\u00fcmmert, sobald sich eine zentrale Organisation der Menschen bem\u00e4chtigt. Im Extremfall des Zentralismus hei\u00dft das Lernen nur noch Drill. Was ich hiermit postulieren m\u00f6chte, ist das Prinzip der Produktivit\u00e4t dezentralen Lernens\u201c (Herbert Giersch 1981).<\/p>\n\n\n\n<p>Freilich lassen sich durch Subventionen k\u00fcnstliche Hypes erzeugen. Ob diese aber tragf\u00e4hig sind, steht auf einem anderen Blatt. So ist in Deutschland die Nachfrage nach E-Autos abrupt eingebrochen, als F\u00f6rdermittel gek\u00fcrzt worden sind. Ein Homunculus ist nur mit staatlichen Geldspritzen \u00fcberlebensf\u00e4hig. Sollte eine Zukunftsindustrie ihre Existenz der Subventionspolitik und sch\u00fctzenden Hand des Staates verdanken, hat das nichts mit Effizienz und optimaler Allokation zu tun, sondern ist Verschwendung knapper Hilfsquellen pur. Ebenso wie die EU in fr\u00fcheren Jahrzehnten aufgrund von staatlichen Garantiepreisen Butterberge und Milchseen produziert hat, \u00fcberschwemmt heute China den Globus mit seiner \u00dcberschussproduktion aufgrund vom Staat gesetzter Anreize, sich in den modernen Wirtschaftszweigen zu engagieren (Markus Taube 2026). Trotzdem sollten wir uns nicht auf Subventionswettl\u00e4ufe einlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Ordnungstheoretiker und -politiker an die Front: Von der Bringschuld der \u00d6konomen (Herbert Giersch)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es bedarf in Deutschland einer zweiten Aufkl\u00e4rung, um fundamentale Reformprozesse einzul\u00e4uten und die B\u00fcrger von deren Notwendigkeit zu \u00fcberzeugen. Es bedarf statt populistischer Umverteilungspolitik einer echten Wachstumspolitik, wie sie in den Lehrb\u00fcchern von Herbert Giersch zur \u201eAllgemeinen Wirtschaftspolitik\u201c (2023) beschrieben worden ist. Von Herbert Giersch, dem ehemaligen Pr\u00e4sidenten des Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft in Kiel, stammt auch der Ausspruch von der \u201eBringschuld\u201c der \u00d6konomen gegen\u00fcber der \u00d6ffentlichkeit Es sind heute mehr denn je standfeste Ordnungstheoretiker und Ordnungspolitiker in der Tradition Walter Euckens und Ludwig Erhards gefragt, die den Mut haben, gegen den ideologischen mainstream zu schwimmen, statt auf der Modewelle der Staatsgl\u00e4ubigkeit zu surfen oder das F\u00e4hnchen nach dem Wind zu h\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sollten nicht l\u00e4nger an ein \u201e\u2026 au\u00dfer uns selbst befindliches, h\u00f6chst wohlt\u00e4tiges und unersch\u00f6pfliches Wesen (glauben A. R.), welches sich \u201aStaat\u2018 nennt und welches zugleich Brot f\u00fcr alle Hungrigen, Arbeit f\u00fcr alle H\u00e4nde, Kapital f\u00fcr alle Unternehmungen, Kredit f\u00fcr alle Projekte, Linderung f\u00fcr alle Leiden, Rat f\u00fcr alle Ratlosigkeit, L\u00f6sung f\u00fcr alle Zweifel, Wahrheit f\u00fcr alle Bedenken, Zerstreuung f\u00fcr alle Langeweile, Milch f\u00fcr die Kinder und Wein f\u00fcr die Alten hat \u2013 welches f\u00fcr alle unsere Bed\u00fcrfnisse sorgt, all unsere W\u00fcnsche befriedigt, \u00fcber alles Auskunft gibt, alle Irrt\u00fcmer, alle Fehler beseitigt und uns entbindet von jeder Verpflichtung der Selbsthilfe, der Selbstverantwortlichkeit, der Vorsicht, der Klugheit, des Urteils, des Scharfsinns, der Erfahrung, der Ordnung, der Sparsamkeit, der M\u00e4\u00dfigung und des Flei\u00dfes\u201c (Bastiat 1880). Wir sollten stattdessen wieder an die Kr\u00e4fte glauben, die in uns selbst ruhen.<\/p>\n\n\n\n<p>Reformwillige Politiker, die die Schere bei den wohlfahrtsstaatlichen Wucherungen ansetzen und Steuersenkungen durchsetzen m\u00f6chten, m\u00f6gen als Kompass den j\u00fcngst erschienenen Freiburger Subventionsbericht und den Freiburger Bundesausgabenmonitor (Stiftung Familienunternehmen 2026 a und b) zur Hand nehmen, die die Nachfolge des Kieler Subventionsberichts und Kieler Bundesausgabenmonitors angetreten haben. Eine empfehlenswerte Lekt\u00fcre ist das j\u00fcngst erschienene Buch von Stefan Kooths \u201eMarktwirtschaft. Wohlstand, Wachstum, Wettbewerb\u201c (2025), das den Staat gewisserma\u00dfen \u201eentzaubert\u201c. Denn nach all der \u00fcberbordenden Marktm\u00e4ngel-Analyse seitens der \u00f6konomischen Wissenschaft, die letztlich dem uferlosen Interventionismus den N\u00e4hrboden bereitet hat, sind Staatskritik und eine komplement\u00e4re Staatsm\u00e4ngel-Analyse das Gebot der Stunde. Es bedarf einer Entschlackung des Staates und seiner Gesetzgebung und einer Neubesinnung auf seine Kerngaben, damit Deutschland im Wettlauf um die Zukunft nicht noch weiter zur\u00fcckf\u00e4llt, sondern wieder aufholt. Bei einer Staatsquote von \u00fcber 50 Prozent kann es eigentlich nur darum gehen, den Marktkr\u00e4ften wieder mehr Freiraum zu gew\u00e4hren. Geschieht dies nicht, muss man wohl mit Heinrich Heine res\u00fcmieren; \u201eDenk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>LITERATUR<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Amtsblatt der Europ\u00e4ischen Union (2025). Stellungnahme des Europ\u00e4ischen Wirtschafts- und Sozialausschusses. Bewertung des Letta- und des Draghi-Berichts \u00fcber das Funktionieren und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des EU-Binnenmarkts. C\/2025\/2004. <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=OJ:C_202502004\">https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=OJ:C_202502004<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bastiat, F.(1880). Der Staat. In: K. Braun-Wiesbaden (Hg.). Friederich Bastiat. Eine Auswahl aus seinen Werken. S. 1-16.<\/p>\n\n\n\n<p>Bundesfinanzministerium (2026). Regierungsentwurf zu den Eckwerten 2027 &amp; Finanzplan 2028-2030. <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Pressemitteilungen\/Finanzpolitik\/2026\/04\/2026-04-29-eckwerte-bundeshaushalt-2027.html\">https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Pressemitteilungen\/Finanzpolitik\/2026\/04\/2026-04-29-eckwerte-bundeshaushalt-2027.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>DIE ZEIT (25.7.2025). \u00d6konom Schularick zur Batterieproduktion: \u201eZug abgefahren\u201c. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2025-07\/25\/oekonom-schularick-zu-batterieproduktion-zug-abgefahren\">https:\/\/www.zeit.de\/news\/2025-07\/25\/oekonom-schularick-zu-batterieproduktion-zug-abgefahren<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Downs, A. (1968). \u00d6konomische Theorie der Demokratie. T\u00fcbingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Feld, L. P. und W. H. Reuter (2026). Schuldenwende. Der gef\u00e4hrliche Irrweg der Finanzpolitik. Freiburg im Breisgau.<\/p>\n\n\n\n<p>Focus (16.4.2026). Gabriel: \u201eSPD kann nicht beschreiben, wozu es sie gibt\u201c. <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/sigmar-gabriel-im-ard-talk-spd-kann-nicht-beschreiben-wozu-es-sie-gibt_04877888-32f3-4ebf-8eb0-363e34986378.html\">https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/sigmar-gabriel-im-ard-talk-spd-kann-nicht-beschreiben-wozu-es-sie-gibt_04877888-32f3-4ebf-8eb0-363e34986378.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Giersch, H. (1981). Wie Wissen und Wirtschaft wachsen. Vortrag anl\u00e4sslich der Jahresversammlung des Stifterverbandes f\u00fcr die deutsche Wissenschaft in Essen. Wiesbaden.<\/p>\n\n\n\n<p>Giersch, H. (2023). Allgemeine Wirtschaftspolitik. Grundlagen. Neuauflage. Editiert und herausgegeben von Karen Horn, Karl-Heinz Paqu\u00e9 und Lars P. Feld. Wiesbaden.<\/p>\n\n\n\n<p>Giersch, H. (2023).Allgemeine Wirtschaftspolitik. Konjunktur- und Wachstumspolitik in der offenen Wirtschaft. Neuauflage. Editiert und herausgegeben von Karen Horn, Karl-Heinz Paqu\u00e9 und Lars P. Feld. Wiesbaden.<\/p>\n\n\n\n<p>Handelsblatt (2.6.2025). Lars Felds Ordnungsruf: \u201eIndustriepolitik ist selten erfolgreich gewesen\u201c. <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kolumnen\/lars-felds-ordnungsruf-industriepolitik-ist-selten-erfolgreich-gewesen\/100131884.html\">https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kolumnen\/lars-felds-ordnungsruf-industriepolitik-ist-selten-erfolgreich-gewesen\/100131884.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ifo Institut, (15. Oktober 2025). \u00dcber 500 verschiedene Sozialleistungen in Deutschland. Pressemitteilung. <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/pressemitteilung\/2025-10-15\/ueber-500-verschiedene-sozialleistungen-deutschland\">https:\/\/www.ifo.de\/pressemitteilung\/2025-10-15\/ueber-500-verschiedene-sozialleistungen-deutschland<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), (24.11.2025). Deutschland hat h\u00f6chste Sozialausgaben in Europa. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/sozialausgaben-rente-kosten-rentenstreit-iw-studie-100.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/sozialausgaben-rente-kosten-rentenstreit-iw-studie-100.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Issing, O. (11.12.2025). Realit\u00e4tsverweigerung. <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=42284\">https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=42284<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Kooths, S. (2025). Marktwirtschaft. Wohlstand, Wachstum, Wettbewerb. Stuttgart.<\/p>\n\n\n\n<p>Laaser, C. F., A. Rosenschon und K. Schrader (2025), Kieler Subventionsbericht 2024: Hohe Subventionen trotz Haushaltsengp\u00e4ssen. Institut f\u00fcr Weltwirtschaft. Kiel. <a href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/de\/publikationen\/kieler-subventionsbericht-2024-hohe-subventionen-trotz-haushaltsengpaessen-33936\/\">https:\/\/www.ifw-kiel.de\/de\/publikationen\/kieler-subventionsbericht-2024-hohe-subventionen-trotz-haushaltsengpaessen-33936\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Laaser, C.-F., und A. Rosenschon (2024). Der Kieler Bundesausgabenmonitor 2024: Eine empirische Strukturanalyse des Bundeshaushalts. Kieler Beitr\u00e4ge zur Wirtschaftspolitik, 47. Kiel: Institut f\u00fcr Weltwirtschaft. Kiel. <a href=\"https:\/\/www.kielinstitut.de\/de\/publikationen\/der-kieler-bundesausgabenmonitor-2024-eine-empirische-strukturanalyse-des-bundeshaushalts-17684\/\">https:\/\/www.kielinstitut.de\/de\/publikationen\/der-kieler-bundesausgabenmonitor-2024-eine-empirische-strukturanalyse-des-bundeshaushalts-17684\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>makronom (3.7.2019). \u201eKeine Industriepolitik ist auch keine L\u00f6sung\u201c. <a href=\"https:\/\/makronom.de\/jens-suedekum-keine-industriepolitik-ist-auch-keine-loesung-31970\">https:\/\/makronom.de\/jens-suedekum-keine-industriepolitik-ist-auch-keine-loesung-31970<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Rheinische Post (19.10.2025). Top-\u00d6konom Schularick \u00fcber Wettbewerbsprobleme: \u201eDa ist unglaublich viel Br\u00e4sigkeit und Phlegma in Deutschland. <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/iwf-top-oekonom-schularick-beklagt-deutsches-phlegma-und-braesigkeit_aid-137053325\">https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/iwf-top-oekonom-schularick-beklagt-deutsches-phlegma-und-braesigkeit_aid-137053325<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Rosenschon, A. (2025). Strategische Subventionspolitik. Problematische staatliche Leuchtturm-Projekte. <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=40387\">https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=40387<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Rosenschon, A. (2026). Der Sozialstaat. Helfer oder Widersacher der Marktwirtschaft. <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=43677\">https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=43677<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Schnabl, G. (2024). Deutschlands fette Jahre sind vorbei. Wie es dazu kam und wie wir ein neues Wirtschaftswunder schaffen k\u00f6nnen. M\u00fcnchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Statistisches Bundesamt (29.7.2025). Pressemitteilung Nr. 275. Pro-Kopf-Verschuldung steigt im Jahr 2024 auf \u00fcber 30.000 Euro. <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2025\/07\/PD25_275_713.html\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2025\/07\/PD25_275_713.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Stiftung Familienunternehmen (Hrsg.) (2026 a). Freiburger Subventionsbericht 2025\/2026.Die Finanzhilfen des Bundes \u2013 \u00f6konomisch fragw\u00fcrdig und intransparent finanziert. Erstellt von Walter Eucken Institut e.V., Autoren: L. P. Feld, A. Freytag, C.-F. Laaser, M. Langer, A. Rosenschon, M. Thomas, M\u00fcnchen. <a href=\"https:\/\/www.familienunternehmen.de\/de\/publikationen\/freiburger-subventionsbericht-2026\">https:\/\/www.familienunternehmen.de\/de\/publikationen\/freiburger-subventionsbericht-2026<\/a> .<\/p>\n\n\n\n<p>Stiftung Familienunternehmen (Hrsg.) (2026 b). Freiburger Bundesausgabenmonitor 2025\/2026. Eine empirische Strukturanalyse des Bundeshaushalts. Erstellt von Walter Eucken Institut e.V., Autoren: L. P. Feld, A. Freytag, C.-F. Laaser, M. Langer, A. Rosenschon, M. Thomas, M\u00fcnchen. <a href=\"https:\/\/www.familienunternehmen.de\/de\/publikationen\/freiburger-bundesausgabenmonitor-2026\">https:\/\/www.familienunternehmen.de\/de\/publikationen\/freiburger-bundesausgabenmonitor-2026<\/a> .<\/p>\n\n\n\n<p>Taube, M. (2026). China zwischen Plan und Markt. <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=43700\">https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=43700<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>taz (12.12.2024).Ex-Wirtschaftsweiser Peter Bofinger: \u201eDas deutsche Gesch\u00e4ftsmodell funktioniert nicht mehr\u201c. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ex-Wirtschaftsweiser-Peter-Bofinger\/!6051325\/\">https:\/\/taz.de\/Ex-Wirtschaftsweiser-Peter-Bofinger\/!6051325\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>t-online (29.4.2026). Top-\u00d6konom Fratzscher warnt: \u201eDar\u00fcber wird bislang kaum offen gesprochen\u201c. <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/aktuelles\/wirtschaft\/id_101231360\/rente-mit-70-fratzscher-warnt-sehe-schwarz-fuer-kommende-jahre-.html\">https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/aktuelles\/wirtschaft\/id_101231360\/rente-mit-70-fratzscher-warnt-sehe-schwarz-fuer-kommende-jahre-.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>WirtschaftsWoche (18.7.2023). Hans-Werner Sinn. Die \u00f6konomischen Fallstricke der staatlichen Industriepolitik. <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/wettbewerb-die-oekonomischen-fallstricke-der-staatlichen-industriepolitik-\/29255188.html\">https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/wettbewerb-die-oekonomischen-fallstricke-der-staatlichen-industriepolitik-\/29255188.html<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wenn wir nicht gegensteuern, geht das Flugzeug in den Sinkflug&#8220;. Mit diesen Worten hat Moritz Schularick in einem Interview bei der Tagung des Internationalen W\u00e4hrungsfonds in Washington im Oktober 2025 die \u00f6konomische Situation in seinem Heimatland Deutschland charakterisiert. Und weiter: &#8222;Da ist unglaublich viel Br\u00e4sigkeit und Phlegma in Deutschland\u201c. 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