{"id":44923,"date":"2026-10-11T13:04:00","date_gmt":"2026-10-11T12:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=44923"},"modified":"2026-10-11T13:35:46","modified_gmt":"2026-10-11T12:35:46","slug":"kuenstliche-intelligenz-sprengsatz-fuer-die-rente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=44923","title":{"rendered":"K\u00fcnstliche Intelligenz <br><b>Sprengsatz f\u00fcr die Rente? <\/b>"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eMacht euch keine Sorgen, Geld f\u00fcr den Ruhestand in zehn oder zwanzig Jahren zur\u00fcckzulegen. Das wird keine Rolle spielen.\u201c<\/em> (Elon Musk)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die umlagefinanzierte Alterssicherung ist in Schwierigkeiten. Vor allem die Demographie setzt ihr zu. Die Rentenausgaben laufen den Beitragseinnahmen davon. Es besteht dringender Reformbedarf. Knackpunkt ist ein Verteilungskonflikt zwischen Jung und Alt. Wer soll wieviel der demographischen Lasten tragen? Die Gefahr ist gro\u00df, dass die Jungen den K\u00fcrzeren ziehen. In Demokratien werfen die Alten lange Schatten. Damit nicht genug. Eine neue Herausforderung droht, die K\u00fcnstliche Intelligenz. Die arbeitszentrierte Basis der Finanzierung der Rentenversicherung wackelt. Ein neuer Verteilungskonflikt zeichnet sich ab, zwischen Arbeit und Kapital. Erodiert K\u00fcnstliche Intelligenz die Lohnquote und damit die finanzielle Basis der umlagefinanzierten Alterssicherung? Kurz und gut: Bedrohen Verteilungsk\u00e4mpfe zwischen Generationen und Verteilungsgewinne des Kapitals die Existenz der Gesetzlichen Rentenversicherung?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>L\u00f6hne und Besch\u00e4ftigung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Wachstumsmotor stottert. Da kommt die KI gerade recht. Sie hat das Potential einer erheblichen sch\u00f6pferischen Zerst\u00f6rung. Die Optimisten verweisen auf das Sch\u00f6pferische: H\u00f6here Produktivit\u00e4t und mehr Wachstum. Das wirkt der Demographie entgegen. Pessimisten betonen eher das Zerst\u00f6rerische. Alte, \u00fcberkommene Strukturen l\u00f6sen sich auf, traditionelle Institutionen brechen zusammen. Die umlagefinanzierte Alterssicherung ist eine davon. Kritiker der KI verweisen darauf, dass die Lohnquote sinken werde. Arbeit werde in gro\u00dfem Stil durch Kapital ersetzt. Zwar steige der allgemeine Wohlstand. Von den Zuw\u00e4chsen w\u00fcrde aber vor allem Kapital profitieren. Der Anteil der Arbeitseinkommen am Volkseinkommen werde stark zur\u00fcckgehen. Damit erodiere auch die finanzielle Basis der umlagefinanzierten Alterssicherung. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Gesetzliche Rentenversicherung kollabiere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die finanzielle Lage der GRV h\u00e4ngt auf den ersten Blick nicht von der Lohnquote, sondern von den Beitragseinnahmen und Rentenausgaben ab. Entscheidend f\u00fcr die Einnahmen aus Beitr\u00e4gen ist die Lohnsumme. Die KI produziert gegenl\u00e4ufige Effekte. Einerseits erh\u00f6ht sie mit der Produktivit\u00e4t die L\u00f6hne und damit die Beitragseinnahmen. Andererseits ersetzt sie Arbeit durch Kapital (Automatisierung). Das d\u00e4mpft die Zufl\u00fcsse aus Beitr\u00e4gen. Allerdings entstehen auch neue Arbeitspl\u00e4tze, die wir heute noch gar nicht kennen. Die Beitragseinnahmen steigen. Das Ergebnis ist unbestimmt. In der Vergangenheit sank nach solchen Schocks kurzfristig die Arbeitsmenge, l\u00e4ngerfristig aber stieg sie. Alles in allem: Theoretisch kann KI die Lohnsumme senken, konstant halten oder erh\u00f6hen. Vieles spricht aber daf\u00fcr, dass die Lohnsumme weiter steigen wird. Also: Eher Entwarnung auf der Einnahmeseite.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie sieht es auf der (Renten)Ausgabenseite der GRV aus? Die Renten sind an die L\u00f6hne gekoppelt. KI steigert die Arbeitsproduktivit\u00e4t, erh\u00f6ht die L\u00f6hne, f\u00fchrt zu h\u00f6heren Rentenwerten und damit steigenden Renten. Die Zahl der Rentner wird durch KI allenfalls indirekt beeinflusst. Beschleunigt KI den Strukturwandel, steigt die Gefahr, dass mehr Erwerbsminderung eintritt und die Fr\u00fchverrentung zunimmt. Das w\u00fcrde die Zahl der Rentner erh\u00f6hen. Alles in allem: Die installierten Mechanismen der GRV daf\u00fcr sorgen, dass Rentenausgaben und Beitragseinnahmen mit den beitragsrelevanten Durchschnittsl\u00f6hnen steigen. Der Nachhaltigkeitsfaktor d\u00e4mpft (indirekt) m\u00f6gliche Effekte auf die Finanzen der GRV \u00fcber Anpassungen von Beitr\u00e4gen und Rentenniveaus. Also: KI ver\u00e4ndert auf den ersten Blick die GRV-Finanzen kaum. Die (Renten)Ausgaben orientieren sich an den (Beitrags)Einnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Lohnpolarisierung und Beitragsbemessungsgrenze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf den ersten Blick ver\u00e4ndert KI die parallele Entwicklung von Einnahmen (Beitr\u00e4ge) und Ausgaben (Renten) in der GRV nicht. Allerdings d\u00fcrfte sich die Lohnverteilung \u00e4ndern. KI beg\u00fcnstigt Arbeitnehmer mit Kenntnissen der KI. Besonders profitieren d\u00fcrften die Einkommen am oberen Ende der Lohnverteilung (KI-Systemarchitekten, Entwickler, strategische Entscheider etc.). Ein Teil der Mittelschicht verliert (reine Informationsverarbeitung, Informationsweiterleitung etc.). Ein anderer Teil der Mittelschicht gewinnt (strategisches Management, inter-personelle Kompetenz, handwerklich-technische Spezialisierung etc.). Die traditionelle Mittelschicht zerf\u00e4llt. Im Bereich der Niedrigeinkommen (personenbezogene Dienstleistungen, Empathie basierte Berufe etc.) d\u00fcrfte KI die L\u00f6hne steigen lassen. Der Effekt ist aber begrenzt. Viele T\u00e4tigkeiten sind durch KI schwer aufr\u00fcstbar. Baumol wirkt auch in Zeiten von KI.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Existenz einer Beitragsbemessungsgrenze (BBG) k\u00f6nnte die KI doch noch finanzwirksame f\u00fcr die GRV machen. KI wird den Wohlstand erh\u00f6hen. Die Lohnsumme wird zwar steigen. Das muss allerdings f\u00fcr die Summe der beitragspflichtigen Arbeitseinkommen nicht gelten. Grund k\u00f6nnte die BBG sein. Die Zuw\u00e4chse an Lohnsumme durch KI geht vor allem auf das Konto der Top-Einkommen. Allerdings verhindert die BBG, dass die Zuw\u00e4chse beitragspflichtig werden. Erodierende Mittel- und stagnierende Niedrig-Einkommen sind nicht gut f\u00fcr die Beitragseinnahmen. Allerdings w\u00fcrden die Versicherten auch weniger Entgeltpunkte in der GRV erwerben. Auch die Bestandsrenten werden nur mit den beitragspflichtigen Durchschnittsl\u00f6hnen angepasst. Alle Einkommen \u00fcber der BBG wirken sich weder auf die Beitragseinnahmen noch auf die Rentenausgaben aus. Die BBG ist finanzneutral.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es spricht einiges daf\u00fcr, dass die BBG die \u201eQuasi-Neutralit\u00e4t\u201c der KI f\u00fcr die Finanzen der umlagefinanzierten GRV nicht wirklich ver\u00e4ndert. Sollte die KI tats\u00e4chlich die beitragspflichtige Lohnsumme schm\u00e4leren und damit die Beitragseinnahmen sinken, leiden zwar langfristig (30 \u2013 40 Jahre) die Rentenfinanzen nicht, weil sich auch die Rentenausgaben anpassen. Kurzfristig (10 \u2013 30 Jahre) entsteht aber f\u00fcr die GRV ein Liquidit\u00e4tsproblem. So eintreten muss die (Liquidit\u00e4ts)Entwicklung allerdings nicht. KI k\u00f6nnte Arbeitspl\u00e4tze schaffen, die wir heute noch gar nicht kennen (KI-Manager, die entsprechende Systeme in Unternehmen ausrollen, oder KI-Ethikberater, die Algorithmen auf Fairness und Datenschutz \u00fcberpr\u00fcfen). Und KI k\u00f6nnte \u00fcber eine h\u00f6here Produktivit\u00e4t die Produkte billiger machen, mehr Nachfrage nach den Produkten erzeugen und mehr Arbeitspl\u00e4tze schaffen (Jevons-Effekt). Zugegeben: Noch ist alles eher spekulativ.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Lohnquote und Kipppunkte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch f\u00fcr die umlagefinanzierte GRV scheint zu gelten: \u201eDie Meldung von meinem Tod ist stark \u00fcbertrieben.\u201c (Mark Twain). In \u201enormalen\u201c Zeiten destabilisiert KI die GRV nicht. Zwar ersetzt sie Arbeit durch Kapital, allerdings eher \u201ein Ma\u00dfen\u201c. KI steigert aber Produktivit\u00e4t und L\u00f6hne. Die Gefahr einer sinkenden Lohnsumme ist gering. Das institutionelle Design der GRV tut ein \u00dcbriges. Die Rentenausgaben steigen mit den beitragsrelevanten Durchschnittsl\u00f6hnen, wie auch die Beitragseinnahmen. KI st\u00f6rt das finanzielle Gleichgewicht der GRV (eher) nicht. Wo bleibt der Einfluss der (sinkenden) Lohnquote? Die Meinung ist weitverbreitet, dass die KI ein wichtiger Treiber finanzieller Defizite in der GRV ist. Der Weg geht \u00fcber eine sinkende Lohnquote. Und in der Tat: W\u00fcrde die Lohnquote auf null sinken, h\u00e4tte die umlagefinanzierte, lohnfixierte GRV keine finanzielle Grundlage mehr. Sie w\u00fcrde kollabieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vieles spricht daf\u00fcr, KI senkt die Lohnquote. Ein r\u00fcckl\u00e4ufige Lohnquote (L\/Y) kann mit steigender, konstanter oder sinkender Lohnsumme (L) einhergehen. Es gilt: L = (L\/Y)*Y (BIP). In \u201enormalen\u201c Zeiten, in denen Arbeit und Kapital komplement\u00e4r waren, wuchs die Lohnsumme mit parallel zum BIP. Die Lohnquote blieb lange stabil (3\/4 des BIP), die Lohnsumme stieg, die GRV hatte einen starken \u201eLohnsummen-Motor\u201c. Ver\u00e4ndert KI die \u201eCobb Douglas-Welt\u201c? Arbeit und Kapital werden substitutiver. Das senkt die Lohnquote, die Lohnsumme bleibt zun\u00e4chst stabil, sinkt aber mit steigender Substituierbarkeit der beiden Produktionsfaktoren. Im (theoretischen) Extremfall, wenn Kapital die Arbeit vollst\u00e4ndig ersetzt, sinkt die Lohnquote auf null. Die finanzielle Basis der umlagefinanzierten Alterssicherung, die auf Arbeitseinkommen basiert, kollabiert. Lohnquote und Lohnsumme sind zwei Seiten ein und derselben Medaille.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">KI bereitet den Weg f\u00fcr eine sinkende Lohnquote. Gibt es einen Kipppunkt f\u00fcr das Umlagesystem der Alterssicherung, ab dem es in seiner bisherigen lohnzentrierten Form unfinanzierbar wird? Das d\u00fcrfte der Fall sein, wenn der R\u00fcckgang der Lohnquote nicht mehr durch das Wachstum des Volkseinkommens kompensiert wird. Dann w\u00fcrde die Lohnsumme sinken, die Beitragss\u00e4tze w\u00fcrden steigen, die Renten sinken, die Bundeszusch\u00fcsse zunehmen. Steigende Beitr\u00e4ge w\u00fcrden Arbeitspl\u00e4tze vernichten. Ein Teufelskreis k\u00e4me in Gang. Die Lohnsumme lie\u00dfe sich nicht steigern. R\u00fcckl\u00e4ufige Rentenniveaus und sinkende Renten w\u00fcrden die Glaubw\u00fcrdigkeit des Systems ersch\u00fcttern. Wachsende staatliche Zusch\u00fcsse erodierten die Beitragsfinanzierung. Der \u00dcbergang zur Steuerfinanzierung w\u00e4re flie\u00dfend. Das alte System kollabierte. \u00dcbrig bliebe eine steuerfinanzierte Grundsicherung im Alter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Wertsch\u00f6pfungsabgabe und Kapitalbeteiligung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Licht betrachtet wirkt KI, auch in der Alterssicherung. Wie stark, h\u00e4ngt davon ab, wie umfassend und schnell (KI)Kapital menschliche Arbeit ersetzt. Die Automatisierungen der Vergangenheit zeigen allerdings, die Angst vor einem abrupten Kollaps der Lohnquote ist \u00fcbertrieben. Selbst die industrielle Revolution, die wirtschaftlich vieles auf den Kopf stellte, war nicht abrupt, sie hat sich \u00fcber ein Jahrhundert hingezogen (Nicholas Crafts). Und sie hat gezeigt, dass zwar viele \u201ealte\u201c Arbeitspl\u00e4tze verloren gingen aber auch viele \u201eneue\u201c geschaffen wurden, von denen man vorher keine Ahnung hatte, dass es sie geben k\u00f6nnte. Trotz der Entwarnung ist eines richtig: KI wird die Renditedifferenzen der Formen der Alterssicherung weiter ver\u00e4ndern. Lohnzentrierte Umlagesysteme werden (noch) renditeschw\u00e4cher, kapitalfundierte Alterssicherungssysteme noch rentabler. KI und Demographie arbeiten Hand in Hand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie die \u201ealtersgerechte\u201c Antwort auf KI aussieht, ist umstritten: Die einen wollen finanzielle L\u00f6cher stopfen, die anderen die B\u00fcrger am Produktivkapital beteiligen. Vorschl\u00e4ge zur Ausweitung des Versichertenkreises und der Einkommen sind Legion. Sie haben eines gemeinsam: Sie verschieben die Probleme auf morgen, mehr Beitragseinnahmen heute, mehr Rentenausgaben morgen (\u201eKick the can down the road\u201c). Eindeutiger Favorit unter diesen Vorschl\u00e4gen ist eine Wertsch\u00f6pfungsabgabe. Steigende Kapitalertr\u00e4ge durch KI sollen in den Rententopf umgeleitet werden. Die Probleme sind offensichtlich: (KI)Kapital, der eigentliche Treiber des k\u00fcnftigen Wohlstandes, wird in die Flucht geschlagen. Und das \u00c4quivalenzprinzip kommt unter die R\u00e4der. Das scheint in diesen Zeiten sowieso nicht mehr viel zu gelten. Vorschl\u00e4ge, die Beitr\u00e4ge progressiv und die Renten degressiv zu gestalten, schie\u00dfen ins Kraut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die KI produziert ein Problem \u00e4hnlich dem, das Kenneth Galbraith mit \u201eprivatem Reichtum und \u00f6ffentlicher Armut\u201c popul\u00e4r gemacht hat. Der allgemeine Wohlstand steigt, das arbeitszentrierte Umlagesystem der Alterssicherung ger\u00e4t in Schwierigkeiten. Das kommt daher, wenn wir versuchen, die Altersvorsorge im 21. Jahrhundert mit den Instrumenten des 19. Jahrhunderts zu organisieren. Sinnvoller w\u00e4re, den \u201eprivaten Reichtum\u201c nicht nachtr\u00e4glich abzusch\u00f6pfen (Wertsch\u00f6pfungsabgabe), sondern die B\u00fcrger direkt am Produktivkapital zu beteiligen. Mitarbeiterbeteiligungen sind eine M\u00f6glichkeit, verst\u00e4rkte Kapitaldeckung eine andere. In beiden F\u00e4llen werden sie Miteigent\u00fcmer der KI-abh\u00e4ngigen \u00d6konomie. Der \u201eprivate Reichtum\u201c flie\u00dft im Alter direkt an sie zur\u00fcck, ohne den Umweg \u00fcber eine insolvente \u201eUmlagekasse\u201c. Das Problem der Doppelbelastung des \u00dcbergangs bei der Kapitaldeckung bleibt aber. Es lie\u00dfe sich (vielleicht) \u00fcber den Aufbau von kapitalfundierten Betriebsrenten etwas abmildern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">KI sorgt (auch) f\u00fcr Unruhe im Sozialstaat. Die Angst geht um, dass sie umlagefinanzierten Sozialsystemen zusetzt. Das gilt vor allem f\u00fcr die GRV. Die Bef\u00fcrchtung ist, KI k\u00f6nne die Lohnquote erodieren. Die Finanzierung \u00fcber Arbeit k\u00f6nnte an Grenzen sto\u00dfen, das demographisch geschw\u00e4chte Umlagesystem kollabieren. Tats\u00e4chlich ist die Gefahr eines Zusammenbruchs nur real, wenn (KI)Kapital menschliche Arbeit in gro\u00dfem Stil und disruptiv ersetzt. Die Erfahrung zeigt aber, solche Prozesse laufen langsam ab. Das galt selbst f\u00fcr die industrielle Revolution. Allerdings: KI vergr\u00f6\u00dfert die Renditeunterschiede von umlagefinanzierter und kapitalfundierter Alterssicherung. Die Lehre: Die Altersvorsorge im 21. Jh. sollte nicht mehr mit den Instrumenten des 19. Jh. betrieben werden. Das Fazit: Demographie und KI entkoppeln die Alterssicherung schneller von der Arbeit und binden sie st\u00e4rker an das (Produktiv)Kapital.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Podcast zum Thema:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=45134\">KI-Revolution. Was lehrt uns die Wirtschaftsgeschichte?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. <strong>J\u00f6rn Quitzau<\/strong> (Bergos) im Gespr\u00e4ch mit Prof. Dr. <strong>Tobias Straumann<\/strong> (Uni Z\u00fcrich).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zum Thema:<\/strong> <strong>K\u00fcnstliche Intelligenz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Norbert Berthold (JMU, 2026): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=45018\">K\u00fcnstliche Intelligenz: Weltuntergang oder &#8222;Just Relax&#8220;? <br><b>Eine neue Politik f\u00fcr den Strukturwandel<\/b><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jan Schnellenbach (BTU, 2026): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=44700\">Die Kosten der europ\u00e4ischen Regulierungswut. Das Beispiel k\u00fcnstliche Intelligenz<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Astrid Rosenschon (ex IfW, 2026):<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=44628\"> Die zwei Gesichter der K\u00fcnstlichen Intelligenz<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Henning Klodt (ex IfW, 2026): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=44559\">Mit k\u00fcnstlicher Intelligenz in die Job-Apokalypse?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Astrid Rosenschon (ex IfW, 2026): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=44999\">Ganzheitliche Intelligenz (GI). Wenn Mensch und KI Wissenschaft neu denken<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">J\u00f6rn Quitzau (Bergos, 2026): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=43209\">Volkswirtschaftliche Folgen der KI-Revolution. Was w\u00e4re wenn\u2026?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bernd Weidensteiner (CBK, 2025): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=42055https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=42055\">Wie wichtig ist KI f\u00fcr die US-Wirtschaft?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Joachim Weimann (OVGU, 2025): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=41611\">Uns bleiben nur noch f\u00fcnf Jahre<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zum Thema: Soziale Sicherung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Norbert Berthold (JMU, 2026): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=44294\">Alterssicherungskommission. (Renten)Politik im (demographischen) R\u00fcckspiegel<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thomas Apolte (WWU, 2026): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=44265\">Krise? Welche Krise? Wie uns uneinl\u00f6sbare Versprechen in die Falle der Populisten lockten<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Joachim Ragnitz (Ifo, 2026): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=43965\">Generationengerechtigkeit in der Gesetzlichen Rentenversicherung<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Norbert Berthold (JMU, 2026): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=44042\">Es ist (auch) die Politik, nicht (nur) die Demographie! Sanierung der Systeme der Sozialen Sicherung<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Norbert Berthold (JMU, 2025): <a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=42121\">Aufstand der 18. Inter-generative Verteilungskonflikte ante portas?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bernd Raffelh\u00fcschen (ALU, 2025):&nbsp;<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=39058\">Rentenversicherung generationengerecht reformieren<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Norbert Berthold (JMU, 2024):&nbsp;<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=37162\">Rentenpolitische Raub\u00fcberf\u00e4lle. Leben die Boomer auf Kosten der Kinder anderer Leute?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Norbert Berthold (JMU, 2021):&nbsp;<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29832\">Demographie, Klimawandel und Generationenkonflikte. Hat die Demokratie eine inter-generative Schlagseite?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Norbert Berthold (JMU, 2016):&nbsp;<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=20180\">22-43-67-4. Der \u201eDa Vinci-Code\u201c der Alterssicherung<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die umlagefinanzierte Alterssicherung ist in Schwierigkeiten. Vor allem die Demographie setzt ihr zu. Es besteht dringender Reformbedarf. Knackpunkt ist ein Verteilungskonflikt zwischen Jung und Alt. Die Gefahr ist gro\u00df, dass die Jungen den K\u00fcrzeren ziehen. In Demokratien werfen die Alten lange Schatten. Mit der K\u00fcnstlichen Intelligenz droht eine neue Herausforderung. Die arbeitszentrierte Finanzierungsbasis der Rentenversicherung wackelt. Ein neuer Verteilungskonflikt zeichnet sich ab, zwischen Arbeit und Kapital. Erodiert KI die finanzielle Basis der umlagefinanzierten Alterssicherung? 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