{"id":5426,"date":"2011-02-27T18:01:45","date_gmt":"2011-02-27T17:01:45","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=5426"},"modified":"2025-11-27T12:48:02","modified_gmt":"2025-11-27T11:48:02","slug":"varianten-des-kapitalismuskeynes-war-gestern-oder-doch-nicht-fiskalpolitik-in-der-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=5426","title":{"rendered":"<small>Varianten des Kapitalismus<\/small><br\/>Keynes war gestern \u2013 oder doch nicht? <br\/><small>Fiskalpolitik in der Krise<\/small>"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em>\u201eUnter den vier bedeutenden Wirtschaftsmodellen, die es in der EU gibt, sind nur das nordische und das angels\u00e4chsische Modell effizient, aber allein ersteres kann Gleichheit mit Effizienz verbinden\u201c. (Andr\u00c3\u00a9 Sapir)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr den \u00f6konomischen Mainstream war die Weltfinanzkrise ein typisch keynesianischer Betriebsunfall. Finanzinstitute hatten sich verzockt, die finanzielle Blase platzte, Panik griff um sich, alles fl\u00fcchtete in Liquidit\u00e4t. Die \u00f6konomische Schulmedizin r\u00e4t in solchen F\u00e4llen zu mehr staatlicher Verschuldung. Der Staat muss die gesamtwirtschaftliche Nachfragel\u00fccke schlie\u00dfen, koste es was es wolle. Nachfrage ist Nachfrage, egal wie und wo. Eine kleine Schar \u00f6sterreichisch denkender \u00d6konomen ist anderer Ansicht. Eine zu expansive Geldpolitik st\u00f6rte den Seismographen der M\u00e4rkte, den Mechanismus der relativen Preise. Knappe Ressourcen wurden so in unproduktive Verwendungen gelockt. Als die Blase platzte, wurde die Fehlallokation offenkundig. In diesem Fall helfen auch mehr Geld und staatliche Verschuldung nicht mehr. Flexible relative Preise und mobile Produktionsfaktoren sind der Schl\u00fcssel zur effizienten Reallokation. Unterschiede in Konjunktur und Struktur sind m\u00f6gliche Gr\u00fcnde, weshalb die Staaten unterschiedliche Wege einschlugen, die Krise zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Der tiefe Fall<\/strong><\/p>\n<p>Die Weltfinanzkrise hatte sp\u00fcrbare Folgen f\u00fcr Wohlstand und Besch\u00e4ftigung. Seit der Weltwirtschaftskrise brach das reale Sozialprodukt weltweit nicht mehr so stark ein. Die Arbeitslosigkeit stieg an, allerdings weit weniger als in der Gro\u00dfen Depression. Auf die Einbr\u00fcche beim Sozialprodukt reagierten die l\u00e4nderspezifischen Arbeitslosenquoten unterschiedlich. Die st\u00e4rkste Reaktion war in den L\u00e4ndern der angels\u00e4chsischen <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=120\">\u201eWelt\u201c<\/a> mit relativ flexiblen Arbeitsm\u00e4rkten zu beobachten. Dort erh\u00f6hte ein R\u00fcckgang des BIP pro Kopf um 1 % die Arbeitslosenquote um mehr als 25 %. Weit weniger empfindlich reagierte die Arbeitslosigkeit in den L\u00e4ndern der nordischen und kontinentalen Welt. Die Arbeitsm\u00e4rkte in beiden Welten reagierten auf den Wachstumseinbruch \u00e4hnlich sensibel. Auch das ist erstaunlich, sind doch die nordischen Arbeitsm\u00e4rkte flexibler als die kontinentalen. Noch unempfindlicher reagierten die sklerotisierten Arbeitsm\u00e4rkte in den L\u00e4ndern der mediterranen Welt auf reale Schocks.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Abbildung 1<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Elastizit\u00e4t\" src=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk1.jpg\" alt=\"Elastizit\u00e4t\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Die \u201eWelten\u201c sind allerdings in sich alles andere als homogen. In der angels\u00e4chsischen Welt dominerten die USA das Bild. Die amerikanischen Arbeitsm\u00e4rkte reagierten sehr empfindlich auf die Einbr\u00fcche im Sozialprodukt. Weniger stark reagierte allerdings die Arbeitslosenquote in Irland und in Gro\u00dfbritannien. Auch in der nordischen Welt gibt es sp\u00fcrbare Unterschiede. Die sehr flexiblen d\u00e4nischen Arbeitsm\u00e4rkte reagierten wesentlich sensibler auf den Wachstumseinbruch als die schwedischen und finnischen. Auf den Arbeitsm\u00e4rkten der kontinentalen Welt dominierte Deutschland das Geschehen. Die deutsche Arbeitslosenquote war gegen den sehr starken Einbruch im BIP so gut wie immun. Demgegen\u00fcber wurde die relativ sensible Reaktion in Frankreich und den Niederlanden nur von den USA und D\u00e4nemark \u00fcbertroffen. Auch in der mediterranen Welt ist das Bild gemischt. Am st\u00e4rksten reagierten die Arbeitsm\u00e4rkte in Spanien, weniger stark die in Griechenland und Italien.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Abbildung 2<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Elastizit\u00e4t\" src=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk2.jpg\" alt=\"Elastizit\u00e4t\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Unternehmerische Reaktionen<\/strong><\/p>\n<p>Wie Arbeitslosenquoten auf Wachstumseinbr\u00fcche reagieren, h\u00e4ngt auch vom Verhalten der Unternehmen und der Politik ab. In den L\u00e4ndern der angels\u00e4chsischen Welt setzten Unternehmen z\u00fcgig Arbeitskr\u00e4fte frei. Sie vermuteten wohl eher Struktur- als Konjunkturprobleme. Die Arbeitsproduktivit\u00e4t stieg, die Besch\u00e4ftigungsquote ging zur\u00fcck. Aber auch in den L\u00e4ndern der mediterranen Welt stieg die Arbeitsproduktivit\u00e4t leicht an. Die Anpassung erfolgte prim\u00e4r \u00fcber die Besch\u00e4ftigungsquote, weniger weil die Arbeitslosigkeit stieg, sondern vielmehr weil die Erwerbsquote sank. Anders reagierten die Unternehmen in den L\u00e4ndern der kontinentalen Welt. Dort wurden viel mehr Arbeitskr\u00e4fte gehortet. Die Unternehmen glaubten wohl nicht an gravierende Strukturdefizite sie vermuteten vielmehr schlichte Konjunkturprobleme. Deshalb ver\u00e4nderte sich die Besch\u00e4ftigungsquote kaum. Der Preis dieser Strategie waren steigende Lohnst\u00fcckkosten. Die L\u00e4nder der nordischen Welt, deren Wachstum am st\u00e4rksten einbrach, reagierten mit einer Kombination aus dem Horten von Arbeitskr\u00e4ften und einem R\u00fcckgang der Besch\u00e4ftigungsquote.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Abbildung 3<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk3.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Wachtumszerlegung\" src=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk3.jpg\" alt=\"Wachstumszerlegung\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Die unternehmerische Reaktion ist allerdings innerhalb den verschiedenen Welten recht heterogen. In der angels\u00e4chsischen Welt gelang es Gro\u00dfbritannien trotz Entlassungen im Gegensatz zu den USA nicht, die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit \u00fcber eine h\u00f6here Arbeitsproduktivit\u00e4t zu steigern. Auch in der mediterranen Welt ist das Bild gemischt. W\u00e4hrend sich vor allem Spanien \u00fcber Entlassungen anpasste, ging Italien eher den kontinentalen Weg. Die Unternehmen horteten Arbeitskr\u00e4fte, die Erwerbsquote sank. Demgegen\u00fcber ist das Bild in den L\u00e4ndern der nordischen Welt relativ einheitlich. Entlassungen erfolgten \u00fcberall eher z\u00f6gerlich. Allerdings setzte Finnland mehr auf die Strategie des Hortens als Schweden und D\u00e4nemark. In den L\u00e4ndern der kontinentalen Welt ist das Bild sehr heterogen. Deutschland unterscheidet sich von Frankreich und den Niederlanden. Die Unternehmen hierzulande horteten nicht nur Arbeitskr\u00e4fte, die deutschen Arbeitsmarkte waren die einzigen, die mit einem Plus bei der Besch\u00e4ftigungsquote aus der Krise kamen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Abbildung 4<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk4.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Wachstumszerlegung\" src=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk4.jpg\" alt=\"Wachstumszerlegung\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Staatliche Aktionen<\/strong><\/p>\n<p>Der tiefe wirtschaftliche Fall l\u00f6ste in der Politik weltweit panikartige Reaktionen aus. Mit einer expansiven Politik aus dem keynesianischen Kochbuch sollte die besch\u00e4ftigungspolitische Kernschmelze verhindert und die Krise gemeistert werden. Kein Wunder, dass fast \u00fcberall mehr schuldenfinanzierte staatliche Ausgaben auf die politische Tagesordnung kamen. Die staatlichen Defizite nahmen in allen vier Welten zu. Sprunghaft stiegen sie vor allem in den L\u00e4ndern der angels\u00e4chsischen Welt an. Im Zeitraum von 2008 bis 2010 stieg die Nettoneuverschuldung auf \u00fcber 12 % des BIP an. Dieser atemberaubenden Entwicklung folgten die L\u00e4nder der mediterranen Welt mit einem gewissen Abstand. Aber auch hier erh\u00f6hten sich die staatlichen Defizite um mehr als 7 % des BIP. Vorsichtiger waren die L\u00e4nder der kontinentalen Welt, obwohl auch sie das Maastricht-Kriterium verletzten. Die Defizitquoten lagen zwischen 2008 und 2010 bei knapp 4 % des BIP. Sehr behutsam gingen demgegen\u00fcber die L\u00e4nder der nordischen Welt vor. Ihre Nettoneuverschuldung stieg in dem Zeitraum nur auf knapp 1 % des BIP.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Abbildung 5<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk5.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Defizit\" src=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk5.jpg\" alt=\"Defizit\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Ein l\u00e4nderspezifischer Blick zeigt, dass das Verschuldungsverhalten der L\u00e4nder innerhalb der Welten nicht einheitlich war. Die L\u00e4nder der angels\u00e4chsischen Welt setzten alle st\u00e4rker auf die Karte der staatlichen Verschuldung. Dabei ist <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=4792\">Irland<\/a> allerdings ein Sonderfall: Aus Schulden der Banken wurden Staatsschulden. Wesentlich heterogener ist das Bild in der mediterranen Welt. Die gr\u00f6\u00dften fiskalischen Aktivisten sind Griechenland und Spanien, der \u201eBremser\u201c in dieser Welt ist Italien. Unter den L\u00e4ndern der kontinentalen Welt scheinen Deutschland und auch die Niederlande dem Vorwurf der USA und anderen Freunden, fiskalpolitisch zu wenig getan zu haben, gerecht zu werden. Wesentlich expansiver agierte Frankreich mit einer durchschnittlichen Nettoneuverschuldung von fast 7 % des BIP. Nichts von staatlicher Schuldenpolitik hielten offensichtlich alle drei nordischen L\u00e4nder. Die negativen Erfahrungen mit staatlichen Schulden scheinen vor allem Schweden zu einem fiskalpolitischen Musterknaben gemacht zu haben. Aber auch D\u00e4nemark und Finnland scheinen aus der Vergangenheit gelernt zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Abbildung 6<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk6.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Defizit\" src=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk6.jpg\" alt=\"Defizit\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Effektive Defizite<\/strong><\/p>\n<p>Es w\u00e4re nun allerdings voreilig, aus den traditionellen Defizitquoten zu schlie\u00dfen, ob ein Land fiskalpolitisch auf Kurs liegt oder \u201ezu wenig\u201c gemacht hat. Entscheidend ist vielmehr, wie stark der wirtschaftliche Einbruch ist und ob er konjunkturelle oder strukturelle Gr\u00fcnde hat. Ein grober Indikator f\u00fcr den ersten Fall ist das Verh\u00e4ltnis von staatlicher Defizitquote zum R\u00fcckgang des wirtschaftlichen Wachstums in den Zeiten der Rezession. Bei diesen \u201eeffektiven Defiziten\u201c \u00e4ndert sich das Bild in der fiskalpolitischen Reihenfolge der Welten. Es sind die L\u00e4nder der mediterranen Welt, die fiskalpolitisch am meisten getan haben, um die starken Einbr\u00fcche beim wirtschaftlichen Wachstum mit staatlichen \u201edefict spending\u201c zu kompensieren. Erst mit deutlichem Abstand folgen die L\u00e4nder der angels\u00e4chsischen Welt. Das Schlusslicht in dieser Rangfolge bilden nun nicht mehr die L\u00e4nder der nordischen, sondern die der kontinentalen Welt. Allerdings ist der Abstand nicht sehr gro\u00df, beide sind fast gleichauf. Beide L\u00e4ndergruppen haben ganz offensichtlich wenig Vertrauen in die stabilisierende Wirkung staatlicher Verschuldung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Abbildung 7<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk7.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Reaktion\" src=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk7.jpg\" alt=\"Reaktion\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Auch hier ist der fiskalpolitische Blick allein auf die vier unterschiedlichen Welten zu grob. Die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte effektive Defizitquote in der mediterranen Welt und global weist Spanien auf. Allerdings liegen f\u00fcr Griechenland keine Daten vor. Demgegen\u00fcber agierte Italien in dieser heiklen Phase fiskalpolitisch ausgesprochen defensiv. Auch unter den L\u00e4ndern der angels\u00e4chsischen Welt gibt es eine \u00dcberraschung. Die effektiven Defizite waren in Gro\u00dfbritannien gr\u00f6\u00dfer als in den USA. Angels\u00e4chsischer Spitzenreiter ist allerdings Irland. Auch in der nordischen Welt ist das Bild heterogen. W\u00e4hrend Finnland fiskalpolitisch recht expansiv handelte, hielt sich D\u00e4nemark merklich zur\u00fcck. Schweden agierte sehr defensiv. Die effektive Defizitquote war sogar negativ. Auch in der kontinentalen Welt ist das Bild gemischt. Fiskalpolitisch am expansivsten reagierte Frankreich. Demgegen\u00fcber hielten sich sowohl die Niederlande als auch Deutschland fiskalpolitisch merklich zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Abbildung 8<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk8.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Reaktion\" src=\"\/wordpress\/bilder\/berthold\/fisk8.jpg\" alt=\"Reaktion\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die wirtschaftlichen und politischen Akteure in den L\u00e4ndern reagierten unterschiedlich auf die Weltfinanzkrise. In L\u00e4ndern mit hoher privater und staatlicher Verschuldung, Immobilienblasen und Leistungsbilanzdefiziten entlie\u00dfen die Unternehmen z\u00fcgig Arbeitnehmer. Das geschah bei Unternehmen in der angels\u00e4chsischen, mediterranen und kontinentalen Welt. Offensichtlich haben diese L\u00e4nder, wie etwa die <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=4504\">USA<\/a>, Spanien oder die Niederlande, mit teilweise gravierenden <a href=\"http:\/\/www.frbsf.org\/publications\/economics\/letter\/2011\/el2011-05.html\">Strukturproblemen<\/a> zu k\u00e4mpfen. Mehr staatliche Verschuldung hilft in diesem Fall<a href=\"http:\/\/media.hoover.org\/sites\/default\/files\/documents\/2009-Stimulus-two-years-later.pdf\"> wenig<\/a>. Wo dieser keynesianische Weg trotzdem eingeschlagen wurde, droht den L\u00e4ndern nun die Staatspleite. In den L\u00e4ndern, die nicht mit Immobilienblasen, einem aufgebl\u00e4hten Finanzsektor und Leistungsbilanzdefiziten konfrontiert waren, versuchten Unternehmen, ihre Arbeitskr\u00e4fte so gut es geht \u00fcber den Abschwung zu halten. Die staatlichen Konjunkturprogramme hielten sich trotzdem, wie etwa in Deutschland, Italien oder Schweden, in Grenzen. Nicht die aufgelegten keynesianischen Programme halfen ihnen aus dem tiefen wirtschaftlichen Tal, es war die sich erholende <a href=\"&lt;img src=\">&#8222;&gt;Weltwirtschaft<\/a>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/c0e1e73e629c4c188438127006f56bd3\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUnter den vier bedeutenden Wirtschaftsmodellen, die es in der EU gibt, sind nur das nordische und das angels\u00e4chsische Modell effizient, aber allein ersteres kann Gleichheit &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=5426\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<small>Varianten des Kapitalismus<\/small><br \/>Keynes war gestern \u2013 oder doch nicht? <br \/><small>Fiskalpolitik in der Krise<\/small>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,10,7,33,35],"tags":[556,82,252,145,380],"class_list":["post-5426","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-alles","category-fiskalisches","category-globales","category-makrooekonomisches","category-staatliches","tag-berthold","tag-finanzkrise","tag-fiskalpolitik","tag-keynes","tag-konjunktur"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Varianten des KapitalismusKeynes war gestern \u2013 oder doch nicht? 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