{"id":7250,"date":"2011-10-10T00:01:14","date_gmt":"2011-10-09T23:01:14","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=7250"},"modified":"2023-08-08T14:55:28","modified_gmt":"2023-08-08T13:55:28","slug":"blogdialogordnungspolitisch-zeigen-wir-klare-kantevdma-prasident-thomas-lindner-im-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=7250","title":{"rendered":"<small>BlogDialog<\/small><\/br>\u201eOrdnungspolitisch zeigen wir klare Kante&#8220;<\/br><small>VDMA-Pr\u00e4sident Thomas Lindner im Interview<\/small>"},"content":{"rendered":"<p><em><br \/>\nHerr Dr. Lindner, der deutsche Maschinen- und Anlagenbau kann seit ihrem Amtsantritt im Oktober des vergangenen Jahres \u00fcberwiegend mit satten zweistelligen Wachstumsraten bei den Auftragseing\u00e4ngen aufwarten. Was ist das Erfolgsrezept Ihrer Branche?<\/em><\/p>\n<p><strong>Thomas Lindner:<\/strong> Unser Erfolgsrezept lautet: Qualit\u00e4t, Zuverl\u00e4ssigkeit und Termintreue. Das hat sich wieder einmal bew\u00e4hrt. Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben, nicht selten gegen den Rat von Banken und Beratern, ihre Mitarbeiter gehalten und konnten so, anders als viele der internationalen Wettbewerber, sehr flexibel in der gewohnt sehr hohen Qualit\u00e4t auf die wieder anziehende Nachfrage reagieren. Das kommt bei den Kunden gut an.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>Bezeichnend ist die mittelst\u00e4ndisch, aber dennoch sehr international orientierte Struktur des Maschinen- und Anlagenbaus. Welche Rolle spielt dieser scheinbare Widerspruch f\u00fcr den Erfolg?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Ich sehe da keinen Widerspruch. Im Gegenteil: Die mittelst\u00e4ndische Struktur ist Ergebnis eines stark spezialisierten, auf die Bedarfe der Kunden ma\u00dfgeschneiderten Produktangebots. Je enger die Produktnische, umso weniger kann es sich ein Unternehmen leisten, nur den deutschen oder nur europ\u00e4ische M\u00e4rkte zu bedienen. Hinzu kommt: Asien hat Europa als gr\u00f6\u00dften Markt f\u00fcr Maschinenbauerzeugnisse abgel\u00f6st. Das bedeutet zweierlei: In Asien sitzen \u2013 erstens &#8211; attraktive Kunden. Aus Asien kommt \u2013 zweitens &#8211; ein immer attraktiveres Angebot, das auf unseren europ\u00e4ischen Heimatmarkt dr\u00e4ngt. Ich empfehle unseren mittelst\u00e4ndischen Maschinenbauern deshalb: Geht in die H\u00f6hle des L\u00f6wen, lernt dort euren Wettbewerber kennen, messt euch mit ihm dort, tut euch zusammen, bevor er sich mit euch vor eurer eigenen Haust\u00fcr misst.<\/p>\n<p><em>Die Unternehmensgewinne sprudeln, aber ein gro\u00dfer Teil wird im Ausland produziert und verdient. Was haben die Deutschen vom Aufschwung einer ihrer Schl\u00fcsselbranchen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Eine ganze Menge. Wir k\u00f6nnen nur dann international erfolgreich sein, wenn wir auch im Ausland produzieren. Und das schafft auch in Deutschland Arbeitspl\u00e4tze. Schlie\u00dflich ist die Maschinenproduktion im Inland allein im letzten Jahr um 9,4 Prozent gewachsen. F\u00fcr dieses Jahr rechnen wir mit einem Plus von 14 Prozent. Die Zahl der Besch\u00e4ftigten ist bereits wieder auf Wachstumskurs. Viele Unternehmen \u2013 auch mein Unternehmen &#8211; haben konkrete Gewinnbeteiligungsmodelle f\u00fcr ihre Mitarbeiter. Das hei\u00dft, diese partizipieren direkt vom Unternehmenserfolg.<\/p>\n<p><em>Die Kehrseite dieser Erfolgsgeschichte bekommen wir in Krisenzeiten zu sp\u00fcren. Inwiefern schadet uns die hohe Exportabh\u00e4ngigkeit, die typisch f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau ist?<\/em><br \/>\n<strong><br \/>\nLindner:<\/strong> Die Orientierung am Weltmarkt macht uns nicht nur wettbewerbsf\u00e4higer. Sie hilft uns selbst in Krisenzeiten. Was h\u00e4tte es uns gebracht, wenn wir in der Finanzkrise eine geringere Abh\u00e4ngigkeit von den Auslandsm\u00e4rkten gehabt h\u00e4tten? Nichts! Die Investitionsg\u00fcternachfrage ist auch in Deutschland eingebrochen. Durch unsere weltweite Pr\u00e4senz konnten wir die R\u00fcckg\u00e4nge zumindest etwas abpuffern. Denn selbst in globalen Krisenzeiten gibt es M\u00e4rkte, die gegen den weltweiten Trend wachsen. Die k\u00f6nnen sie aber nicht erst dann anfangen zu erschlie\u00dfen, wenn es abw\u00e4rts geht. Wenn sie dort nicht bekannt und pr\u00e4sent sind, nicht schon gute Referenzen haben und erfolgreiche Projekte vorweisen k\u00f6nnen, haben sie keine Chance.<\/p>\n<p><em>Die Wirtschafts- und Finanzkrise scheint der Maschinen- und Anlagenbau ausgesprochen gut weggesteckt zu haben. Wann wird das Vorkrisen-Niveau erreicht?<\/em><br \/>\n<strong><br \/>\nLindner:<\/strong> Wenn wir das prognostizierte 14-prozentige Wachstum in diesem Jahr realisieren k\u00f6nnen, liegt das Produktionsniveau unserer Branche nur noch sechs Prozent unter dem au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Niveau des Jahres 2008. Wir sind also bereits in diesem Jahr dicht dran.<\/p>\n<p><em>Eines steht bereits jetzt fest: Die n\u00e4chste Krise kommt bestimmt. Wer oder was wird sie Ihrer Meinung nach ausl\u00f6sen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Wenn man das nur immer schon vorher w\u00fcsste. Nehmen Sie nur die Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan. So etwas ist nicht vorhersehbar. Aktuell sind wir mit einem ganzen B\u00fcndel von Risiken konfrontiert, von denen jedes einzelne das Fass zum \u00dcberlaufen bringen kann. Die gr\u00f6\u00dften Gefahren d\u00fcrften gegenw\u00e4rtig jedoch von der hohen Staatsverschuldung in der Eurozone und in den USA ausgehen. Die Finanzm\u00e4rkte sind angeschlagen und reagieren \u00fcbernerv\u00f6s auf jede noch so kleine Meldung. Au\u00dferdem gibt es in einigen Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern konjunkturelle \u00dcberhitzungserscheinungen.<\/p>\n<p><em>Fakt ist auch, dass es mit den hohen Wachstumsraten nicht ewig weitergehen wird. Was bedeutet es f\u00fcr den erfolgsverw\u00f6hnten Maschinen- und Anlagenbau, wenn er sich f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit bescheidenen Wachstumsraten gegen\u00fcbersieht?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Unser Problem sind nicht bescheidenere Wachstumsraten. Unser Problem sind hohe Schwankungsraten, die eher zu- als abnehmen. Hierf\u00fcr brauchen wir ad\u00e4quate L\u00f6sungen.<\/p>\n<p><em>In vergleichbar entwickelten Volkswirtschaften schmilzt der Industrieanteil am BIP scheinbar unaufhaltsam, bei uns bleibt er zumindest konstant. Was unterscheidet uns von unseren, \u00f6konomisch betrachtet, Nachbarl\u00e4ndern?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Zum einen sind die L\u00f6hne und Geh\u00e4lter in Deutschland im Vergleich mit den europ\u00e4ischen Nachbarn \u00fcber die letzten Jahre hinweg vern\u00fcnftig gestiegen. Das hat unsere preisliche Wettbewerbsf\u00e4higkeit entscheidend verbessert. Zum anderen ist die deutsche Industrie \u00e4u\u00dferst innovativ. So wendet allein der deutsche Maschinen- und Anlagenbau j\u00e4hrlich mehr als f\u00fcnf Milliarden Euro f\u00fcr Forschung und Entwicklung auf. Und das macht ihn auch so erfolgreich.<\/p>\n<p><em>Wie hoch sch\u00e4tzen Sie die Gefahr ein, dass die Weltbev\u00f6lkerung unsere Industrieprodukte eines Tages nicht mehr nachfragt?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Megast\u00e4dte, h\u00f6here Anforderungen an den Umweltschutz und immer knapper werdende Ressourcen sorgen daf\u00fcr, dass die Menschen vor neuen, wachsenden Herausforderungen stehen, f\u00fcr die wir Maschinenbauer neue L\u00f6sungen entwickeln m\u00fcssen. Ich bin sicher, dass wir hier in den kommenden Jahrzehnten ganz entscheidende Impulse setzen werden. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau geh\u00f6rt zu den innovativsten Branchen der Welt.<\/p>\n<p><em>In jedem Fall wird die internationale Konkurrenz gr\u00f6\u00dfer. Was stimmt Sie sicher, dass wir auch zuk\u00fcnftig bei vielen industriellen Produkten die Nummer eins bleiben?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Da ich muss ich Ihnen widersprechen, denn wir sind bereits heute in vielen Segmenten nicht mehr die Nummer eins. Wir sind zwar nach wie vor Exportweltmeister in unserer Disziplin. Fast jede f\u00fcnfte weltweit gehandelte Maschinenbaukomponente, Komplettmaschine oder Anlage stammt aus deutscher Produktion. Doch die Konkurrenz schl\u00e4ft nicht: In zahlreichen Maschinenbaubranchen mussten wir die F\u00fchrungsrolle an Wettbewerber, namentlich aus China, abgeben, die mit einfacher und mittlerer Technologie beachtliche Exporterfolge erzielen. Gleichwohl sind wir zuversichtlich, dass es gelingt, uns auch k\u00fcnftig ein geh\u00f6riges St\u00fcck vom Weltmarkt heraus zu schneiden.<br \/>\n<em><br \/>\nWie wollen Sie dieses Ziel erreichen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Grundvoraussetzung hierf\u00fcr ist neben der Pr\u00e4senz in den M\u00e4rkten, dass wir den technischen Vorsprung unserer Produkte halten, sprich: unseren Wettbewerbern immer mindestens einen, besser zwei Schritte voraus sind. Dazu bedarf es hervorragend ausgebildeter Mitarbeiter. Der Maschinenbau tut in Sachen Ausbildung sehr viel. Aber nochmals: Das Hinzutun anderer Akteure &#8211; Staat, Hochschulen &#8211; ist unverzichtbar.<\/p>\n<p><em>Personal ist ein gutes Stichwort. Die Unternehmen in Deutschland beklagen vielfach einen Fachkr\u00e4ftemangel, der unter anderem als Motiv f\u00fcr FuE-Offshoring angef\u00fchrt wird. \u00dcber dessen Ausma\u00df gibt es unterschiedliche Sch\u00e4tzungen. Wie gro\u00df ist die L\u00fccke im Maschinen- und Anlagenbau?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Das ist nicht mit Zahlen zu beantworten. Niemand kann zum Beispiel voraussagen, wie viele Absolventen der Ingenieurwissenschaften eine berufliche Laufbahn in einem Maschinenbau-Unternehmen einschlagen wollen und werden. Aber gesamtwirtschaftlich kommt es definitiv heute schon zu Engp\u00e4ssen, wie sich am Beispiel des Angebots und der Nachfrage nach Ingenieuren der Berufsgruppe Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure zeigen l\u00e4sst. Seit einiger Zeit \u00fcbersteigt sogar die Zahl der bei der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit gemeldeten offenen Stellen \u2013 sicher werden bei weitem nicht alle gemeldet \u2013 die Zahl der Arbeitslosen. Bei den Elektroingenieuren ist es ganz \u00e4hnlich.<\/p>\n<p><em>H\u00e4ufig wird beim Fachkr\u00e4ftemangel die Politik als S\u00fcndenbock auserkoren. Eine Frage muss vorneweg aber erlaubt sein: Haben die Unternehmen bei der Ausbildung ihrer hellsten K\u00f6pfe die Hausaufgaben gemacht?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Niemand wird bestreiten, dass die Politik verantwortlich ist f\u00fcr die Rahmenbedingungen, Stichwort qualifizierte Zuwanderung, genauso wie f\u00fcr wesentliche Teile unseres Bildungssystems. Wenn Sie mich nach den Unternehmen des Maschinenbaus fragen: Wir kennen unsere hohe Verantwortung f\u00fcr junge Menschen, und wir nehmen sie auch an, was sie schon an unserem \u00fcberdurchschnittlichen Engagement in der dualen Ausbildung sehen. Immer wieder m\u00fcssen Unternehmen auch als Reparaturbetrieb f\u00fcr mangelnde Ausbildungsf\u00e4higkeit einspringen. Stark genutzt wird im Maschinenbau das duale Studium, das Theorie und Praxis bestens vereint.<\/p>\n<p><em>Eine weitere Stellschraube f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung des Fachkr\u00e4ftemangels ist die Zuwanderung an hochqualifizierten Arbeitspl\u00e4tzen. Wie sieht die Ideall\u00f6sung in diesem Bereich aus?<\/em><br \/>\n<strong><br \/>\nLindner:<\/strong> Deutschland braucht den Mut zu einem Punktesystem, das qualifizierten, motivierten und leistungsbereiten Zuwanderern besondere Chancen einr\u00e4umt. Damit w\u00e4re viel f\u00fcr eine Attraktivit\u00e4tssteigerung unseres Landes getan. Aber das reicht nicht. Die Politik muss auch in Deutschland endlich ihre Aufgaben machen. Denn nicht nur stockt der &#8222;Brain Gain&#8220;, auch der &#8222;Brain Drain&#8220; l\u00e4uft auf Hochtouren. Unter denjenigen, die abwandern, sind vor allem leistungsbereite, qualifizierte und junge Menschen. An erster Stelle der Gr\u00fcnde f\u00fcr den Fortzug stehen dann auch die Berufs- und Einkommensperspektiven. Wenn Deutschland schon aus der Sicht der deutschen Fachkr\u00e4fte ein Attraktivit\u00e4tsproblem hat, wie soll unser Land dann erst qualifizierte Zuwanderer anziehen? Unser Arbeits- und Lebensstandort Deutschland muss attraktiver werden \u2013 nicht nur f\u00fcr ausl\u00e4ndische, sondern auch f\u00fcr eigene Fachkr\u00e4fte.<\/p>\n<p><em>Die Politik w\u00e4hlt auch v\u00f6llig andere Wege, um den industriellen Erfolg zu sichern. So will sie durch die F\u00f6rderung von Schl\u00fcsseltechnologien die F\u00fchrungsrolle Deutschlands als Innovationsstandort erhalten. Was sind die wichtigsten Kerntechnologien Ihrer Branche?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Die Frage l\u00e4sst sich f\u00fcr so eine heterogene Branche wie den Maschinen- und Anlagenbau nicht beantworten. Wenn die Politik glaubt, \u00fcber die teilweise massive F\u00f6rderung einzelner Technologien jeweils aufs richtige Pferd zu setzen, begeht sie einen gro\u00dfen Fehler. Wir pl\u00e4dieren hier f\u00fcr sehr stark bottom-up getriebene Prozesse und die St\u00e4rkung der Innovationskraft der Unternehmen \u00fcber Breitenwirksamkeit. Zu nennen sind hier die Industrielle Gemeinschaftsforschung, Transferplattformen in der Verbundforschung und die steuerliche Forschungsf\u00f6rderung. Innovationspolitik geht im \u00dcbrigen weit \u00fcber die Forschungsf\u00f6rderung hinaus \u2013 angefangen mit bester Bildungspolitik \u00fcber ideale Forschungsrahmenbedingungen bis hin zu guten Investitionsbedingungen f\u00fcr innovierende Industrieunternehmen.<br \/>\n<em><br \/>\nDerzeit gibt es staatliche F\u00f6rderoffensiven bei der Energieeffizienz, aber auch in vielen anderen Bereichen. Wie steht der Maschinen- und Anlagenbau zu dieser Art von Industriepolitik?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Je selektiver, technologiespezifischer und marktn\u00e4her, desto kritischer sind solche staatlichen Eingriffe zu bewerten. Und wo immer es Profiteure gibt, gibt es auch Verlierer \u2013 und dies ist die schweigende Mehrheit der Steuerzahler.<br \/>\n<em><br \/>\nWo h\u00f6rt Grundlagenforschung auf, wo f\u00e4ngt die industrielle Entwicklung an?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Die Trennsch\u00e4rfe, die in der Literatur behauptet wird, gibt es in der Praxis nicht. Im Unterschied zur industriellen Entwicklung zielt die Grundlagenforschung zwar nicht auf einen direkt verwertbaren Nutzen, aber wenn daraus am Ende des Tages ein marktf\u00e4higes Produkt entsteht ist das umso besser. Nat\u00fcrlich muss sich der Staat zur\u00fcckziehen, je n\u00e4her der Markt r\u00fcckt. Sonst kommt es zu Wettbewerbsverzerrung und Diskriminierung. Es ist Kernaufgabe und Kernkompetenz eines Unternehmens, in die Zukunft zu investieren und dann auch Gewinne zu erzielen beziehungsweise das unternehmerische Risiko zu tragen.<br \/>\n<em><br \/>\nJedenfalls bem\u00fchen sich auch Unternehmen Ihrer Branche um Subventionen in Millionenh\u00f6he. Wird beim Kampf um die Fleischt\u00f6pfe ordnungspolitisch sauber getrennt?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Also ein Verteilungskampf getreu dem Brecht\u2019schen Motto \u201eerst kommt das Fressen, dann kommt die Moral\u201c &#8211; diese Beobachtung teile ich f\u00fcr den Maschinenbau nicht. Ordnungspolitisch zeigen wir im VDMA klare Kante, wobei ich zugestehe, dass die Welt manchmal doch komplizierter ist als es die reine akademische Lehre nahelegen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Fragen stellte <strong>J\u00f6rg Rieger<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> Die Langfassung dieses Interviews k\u00f6nnen Sie in der aktuellen Ausgabe der <a href=\"http:\/\/vahlen.becksche.de\/zneu\/vahlen\/zeitschriften.asp?SessionKey=&amp;zeitschrift=WiSt&amp;ebene=4&amp;jahr_ausgewaehlt=2011\" target=\"blank\" rel=\"noopener\">WiSt (10\/2011)<\/a> nachlesen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/bd7a2aca9184414b955fcdbdb47e1569\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Dr. Lindner, der deutsche Maschinen- und Anlagenbau kann seit ihrem Amtsantritt im Oktober des vergangenen Jahres \u00fcberwiegend mit satten zweistelligen Wachstumsraten bei den Auftragseing\u00e4ngen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=7250\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<small>BlogDialog<\/small><\/br>\u201eOrdnungspolitisch zeigen wir klare Kante&#8220;<\/br><small>VDMA-Pr\u00e4sident Thomas Lindner im Interview<\/small>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":58,"featured_media":34351,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,7,44,4500,21,23],"tags":[683,682,224,604,59,316,222],"class_list":["post-7250","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeit","category-globales","category-innovatives","category-interviews","category-unternehmerisches","category-wettbewerbliches","tag-energieeffizienz","tag-fachkraftemangel","tag-investitionsgueter","tag-mittelstand","tag-staatsverschuldung","tag-subventionen","tag-wettbewerbsfaehigkeit"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - 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