{"id":8787,"date":"2012-03-03T00:01:00","date_gmt":"2012-03-02T23:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787"},"modified":"2012-03-06T15:31:15","modified_gmt":"2012-03-06T14:31:15","slug":"offener-brief-an-hans-werner-sinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787","title":{"rendered":"<small>Gastbeitrag<\/small><br>Offener Brief an Hans-Werner Sinn"},"content":{"rendered":"<p>Lieber Herr Sinn,<\/p>\n<p>bei unserer letzten Begegnung konnten Ihre Thesen Target2 betreffend nicht zu Ende diskutiert werden. Das will ich jetzt nat\u00fcrlich nicht nachholen, zumal man wohl davon auszugehen hat, dass Ihnen irgendwo irgendwann alles schon einmal gesagt worden ist. Da wir aber schon so viel Erfahrung miteinander haben, was die Hartn\u00e4ckigkeit im Diskutieren anbelangt, lasse ich die Hoffung nicht fahren, dass wir zumindest, was die Sortierung der Probleme anbelangt, einen Schritt weiterkommen k\u00f6nnten, damit das, wor\u00fcber wir einig sind, deutlicher separiert sei von dem, wor\u00fcber weiter zu streiten w\u00e4re. Aber auch \u00fcber Unterschiede der Sichtweise kann man ja nicht aufh\u00f6ren zu reden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>Es geht mir um Triviales, \u00fcber das man einig ist oder sein k\u00f6nnte<\/em>.<\/p>\n<p>(1) <em>F\u00fcr den Mann der W\u00e4hrungsunion ist Target2 ein Zahlungssystem, kein Finanzierungssystem<\/em>. \u00dcber das Target2-System wird kein Kredit gew\u00e4hrt. Ein Euro ist ein Euro, gleichviel ob er in Gestalt einer Forderung gegen die Deutsche Bundesbank oder als Forderung gegen den Banco d\u2019Italia auftritt. Forderungen gegen die eine werden anstandslos und grenzenlos in Forderungen gegen die andere umgewandelt. In einer W\u00e4hrungsunion ist das so (in den Vereinigten Staaten nicht anders) und kann auch nicht in Frage gestellt werden, es sei denn, man m\u00f6chte \u00fcber etwas anderes reden als \u00fcber eine W\u00e4hrungsunion, was selbstverst\u00e4ndlich legitim w\u00e4re. Gutschriften und Lastschriften zugunsten respektive zulasten der\u00c2\u00a0 nationalen Zentralbanken im Zusammenhang mit\u00c2\u00a0 reinen Zahlungsvorg\u00e4ngen innerhalb der W\u00e4hrungsunion sind nicht als Kreditgew\u00e4hrung respektive Kreditaufnahme definiert. Auch sonst spreche ich, wenn ich eine \u00dcberweisung erhalte, davon, dass ich eine Gutschrift erhalten habe, dass ich nun ein Guthaben bei meiner Bank habe, dass meine Einlage bei der Bank sich erh\u00f6ht hat, nicht davon, dass ich meiner Bank einen Kredit gegeben h\u00e4tte, obwohl formal gesehen ja auch das nicht falsch w\u00e4re.<\/p>\n<p><em><\/em>Eine irref\u00fchrende Wortwahl bei der Kennzeichnung eines Sachverhalts ist kein guter Einstieg in dessen Analyse \u2013 auch nicht, wenn eine solche Kennzeichnung in einem erweiterten Zusammenhang Richtiges bezeichnet. Eine Entscheidung \u00fcber Kreditgew\u00e4hrung oder Kredittilgung, \u00fcber die Schaffung oder die Vernichtung von Zentralbankgeld mag\u00c2\u00a0 den Ergebnissen von Zahlungsvorg\u00e4ngen folgen oder vorangehen, man sollte sie dort untersuchen, wo sie stattfindet, nicht bei der Aufzeichnung von Zahlungsvorg\u00e4ngen. Die blo\u00dfe Korrelation zwischen zwei Ereignissen,\u00c2\u00a0 und sei sie noch so hoch, begr\u00fcndet keinen kausalen Zusammenhang zischen ihnen, rechtfertigt vor allem keine Form der Gleichsetzung, l\u00e4sst sich aber leicht so missbrauchen, um eine irrlichternde These mit suggestiver Evidenz auszustatten. Davor sollten wir uns einvernehmlich bewahren und andere davon abhalten. Ihnen unterstelle ich keinen Willen zu solchem Missbrauch. Sie kommen ja \u00c2\u00a0\u00c2\u00a0auch durchaus schnell zur Hauptsache. Aber ich meine doch, man muss nicht bis in alle Ewigkeit daran festhalten, die bedenkenswerten Probleme bei der Schaffung von gemeinsamem Zentralbankgeld in einem System rechtlich selbst\u00e4ndiger Zentralbanken zun\u00e4chst einmal an den Target2-Salden festzumachen, nur weil man zuf\u00e4lligerweise\u00c2\u00a0 gerade dort auf den Einfall gekommen ist, dass es solche Probleme geben kann. So viel Treue zur Biographie der eigenen Genialit\u00e4t verlangt niemand.<\/p>\n<p>(2) <em>Die Betrachtung der Target2-Salden macht erst Sinn, wenn man die M\u00f6glichkeit untersucht, dass die Europ\u00e4ische W\u00e4hrungsunion aufgel\u00f6st und die EZB liquidiert wird.<\/em> Dann werden aus internen Verrechnungsgr\u00f6\u00dfen \u00c2\u00a0Verm\u00f6genspositionen &#8211; beanspruchte, bestrittene, durchsetzbare, undurchsetzbare. Freilich, dann \u00e4ndert sich so viel anderes zugleich, und wom\u00f6glich in katastrophaler Weise, dass eine solche separate Antizipation wieder keinen Sinn macht. Auf keinen Fall darf man aber zwischen den F\u00e4llen des Going Concern und der Liquidation nach Belieben hin und her springen \u2013 wenn man m\u00f6glichst ohne Missverst\u00e4ndnisse miteinander reden will. Im einen Fall geht es um Gewinn und Verlust aus einer auf gemeinsame Rechnung laufenden Unternehmung und dessen Verteilung, im andern Fall um die Bilanz eines gro\u00dfen Scheiterns. Hier hilft nur separates Diskutieren. \u2013 Mit Einschr\u00e4nkung gilt das Gleiche f\u00fcr den Fall des Ausscheidens, namentlich des unfriedlichen Ausscheidens eines Mitglieds der W\u00e4hrungsunion.<\/p>\n<p>Ob man einen negativen Target2-Saldo von Zeit zu Zeit ausgleichen muss (ob man ihn von Vornherein und solange er besteht als Stundung solcher Ausgleichspflicht interpretiert, und insoweit als Kreditierung) und gegebenenfalls wie, das ber\u00fchrt die Gewinnverteilung im System der Zentralbanken, es ber\u00fchrt unter Umst\u00e4nden \u00c2\u00a0deren jeweilige Aktionsspielr\u00e4ume bei der Gew\u00e4hrung des Notenbankkredits, auf jeden Fall aber die Kosten des Zahlungsverkehrs, und es ber\u00fchrt die Verm\u00f6gensposition der Mitglieder im Falle der Liquidation des Systems. Die Frage nach den Folgen f\u00fcr den Liquidationsfall, \u2013 die anscheinend jetzt vielen besonders in die Glieder gefahren ist, sei hier \u00c2\u00a0nicht bis ins einzelne er\u00f6rtert. Man wird nicht mehr f\u00fcr\u00c2\u00a0 einvernehmlich halten d\u00fcrfen, dass dieser dritte Punkt nicht der dominante Gesichtspunkt sein kann, weil die Europ\u00e4ische W\u00e4hrungsunion im Prinzip nicht k\u00fcndbar ist.<\/p>\n<p>Konsensf\u00e4hig d\u00fcrfte hingegen sein: Anders als es gelegentlich geschieht, kann man aus der extrem niedrigen Rendite von Target2-Forderungen (die ohnehin eigentlich irrelevant ist, weil die \u00c2\u00a0Ertr\u00e4ge aus dem Notenbankgesch\u00e4ft der gemeinschaftliche Gewinn der Euro-Notenbanken sind) keinen Schluss ziehen auf\u00c2\u00a0 die Rentierlichkeit des Netto-Auslandverm\u00f6gen eines Landes, das aus der langj\u00e4hrigen Kumulation seiner Leistungsbilanzsalden entstanden ist und von dem es im deutschen Fall hei\u00dft, dass es nur etwa doppelt so gro\u00df ist wie die inzwischen aufgelaufenen Target2-Forderungen der Bundesbank (die zwar selbst keine Verm\u00f6genshalteposition verk\u00f6rpern, hinter denen jedoch Verm\u00f6genshaltepositionen stehen, freiwillige, nicht erzwungene). Die Rendite des Netto-Auslandsverm\u00f6gens ergibt sich aus der Rendite aller Komponenten des Brutto-Auslandsverm\u00f6gens und aus der Zinslast aufgrund der\u00c2\u00a0 Brutto-Auslandsverschuldung. Allein die in den vergangenen Jahren enorm gesunkenen Zinsen f\u00fcr deutsche Schuldner d\u00fcrften die Rendite des deutschen Netto-Auslandsverm\u00f6gens merklich nach oben getrieben haben. Namentlich der deutsche Staat wird sich noch eine Zeitlang schwer tun, effektive Netto-B\u00fcrden aus der europ\u00e4ischen Staatsschuldenkrise nachzuweisen.<\/p>\n<p>(3) Noch einmal: <em>Verbringung von Zentralbankgeld und Schaffung von Zentralbankgeld sind grundverschiedene und zu trennende Vorg\u00e4nge<\/em>, zumal in einer W\u00e4hrungsunion. In einer W\u00e4hrungsunion ist Verbringung von Zentralbankgeld\u00c2\u00a0 schlicht Benutzung von Geld, zu dessen Wesen ja nun einmal die M\u00f6glichkeit der Weitergabe, geschenkweise oder gegen Entgelt \u2013 welches es auch sei -, geh\u00f6rt. Wer das akzeptiert, wer also die Welt aus einem Fenster der W\u00e4hrungsunion\u00c2\u00a0 betrachtet,\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 die W\u00e4hrungsunion selbst hingegen\u00c2\u00a0 als\u00c2\u00a0 Binnenwelt sieht, ordnet fundamentale Probleme bestimmter Art anders ein als jemand, der das nicht akzeptiert. Er sieht die Bedeutung von nationalen Leistungsbilanzen und Zahlungsbilanzen als grundlegend ver\u00e4ndert an. Die Menschen halten sich vern\u00fcnftigerweise an Signale, die dem Ursprung und der Abhilfe von Problemen, die sie zu l\u00f6sen oder zu vermeiden haben, einigerma\u00dfen nahe sind und damit auch auf die je besondere Verantwortlichkeit f\u00fcr ad\u00e4quates Handeln verweisen (was leider nicht hei\u00dft, dass \u00c2\u00a0ad\u00e4quat gehandelt wird). Leistungsbilanzsalden, Zahlungsbilanzsalden, Target2-Salden geh\u00f6ren f\u00fcr ihn nicht dazu.<\/p>\n<p>Die Trennung in <em>Verbringung von Zentralbankgeld <\/em>und <em>Schaffung von Zentralbankgeld<\/em> f\u00e4llt f\u00fcr denjenigen, der speziell an der Analyse der internationalen Dimension der Vorg\u00e4nge interessiert ist, am leichtesten, wenn er sich an die Stelle des Systems der Europ\u00e4ischen Zentralbanken eine vollst\u00e4ndig konsolidierte\u00c2\u00a0 Europ\u00e4ische Zentralbank denkt. Internationale Verbringung von Zentralbankgeld (innerhalb der W\u00e4hrungsunion) ist dann ausgeblendet. Wir reden dann nur noch \u00fcber Schaffung von Zentralbankgeld. Was in diesem Falle von den in Ihren Analysen herausgestellten Problemen wegf\u00e4llt, der ganze Target2-Kram zumal, w\u00e4re identifiziert als Folge der f\u00f6deralen Organisation der Notenbank, was \u00fcbrig bleibt, stellte sich als Folge der Geldpolitik und der sie bestimmenden Regeln dar.<\/p>\n<p>Leichter fiele auch die Identifizierung und Einsch\u00e4tzung der Vorg\u00e4nge und Probleme, die mit der Krise des Interbankenmarktes zusammenh\u00e4ngen. Diese lassen sich ja keineswegs aus der f\u00f6deralen Organisationsstruktur des gemeinsamen Notenbanksystems und also auch nicht aus den Target2-Regeln erkl\u00e4ren. Aber sie haben enormen Einfluss auf die Target2-Salden, ja, den allergr\u00f6\u00dften.<\/p>\n<p>(4) <em>Nachhaltig defizit\u00e4re Leistungsbilanzen und Kapitalflucht\u00c2\u00a0 haben sich trotzdem als die umstrittensten F\u00e4lle erwiesen, <\/em>wenn es um\u00c2\u00a0 die Frage geht, inwieweit die Bedingungen einer W\u00e4hrungsunion, wie wir sie haben, f\u00fcr die Vermeidung und \u00dcberwindung\u00c2\u00a0 von Problemen, wie sie in den sogenannten Peripheriel\u00e4ndern der Union sichtbar geworden sind, ad\u00e4quat erscheinen und nicht vielmehr zu deren Perpetuierung beitragen. Der Streit hat nicht nur mit der Sichtweise betreffend Target2 zu tun, aber auch damit. Zur Beleuchtung dessen muss man etwas ausholen, obgleich es nur um Triviales geht. Wenn man sich \u00fcber die angemessene Sichtweise nicht einig ist, muss man sich manchmal in die Redeweise der Erstkl\u00e4ssler fl\u00fcchten. Ich bitte um Nachsicht daf\u00fcr, dass ich das tue.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt sei: Zu den typischen Problemen, die entstehen k\u00f6nnen, wenn die Menschen andere G\u00fcter kaufen als\u00c2\u00a0 jene, die sie selbst herstellen (k\u00f6nnen), geh\u00f6rt, dass sie f\u00fcr die G\u00fcter, die sie selbst herstellen (k\u00f6nnen), nicht mehr in ausreichendem \u00c2\u00a0Umfang Abnehmer finden und sie deshalb ihren Erwerb \u2013\u00c2\u00a0 den mit ihrer Erwerbst\u00e4tigkeit erworbenen Anspruch auf G\u00fcter \u2013 teilweise verlieren. Durch Reduktion dieses Anspruchs und durch weitere Anstrengungen, mehr an Dritte zu verkaufen, auch mittels Verbilligung, k\u00f6nnen sie im allgemeinen diese Folge abwenden; ein Teil der Anpassung wird aber immer auch ein endogen bestimmter Teilverzicht auf den zun\u00e4chst gew\u00fcnschten Kauf von G\u00fctern fremder Hersteller sein. In einem freiheitlichen System ist dies die <em>systemgerechte<\/em> Form der Reaktion.<\/p>\n<p>Die Einschr\u00e4nkung der Tauschfreiheit und der freien Geldwirtschaft sind andere Formen der Abwehr. Die Liste solcher M\u00f6glichkeiten ist sehr, sehr lang \u2013 Z\u00f6lle, Handelsbeschr\u00e4nkungen, Beschr\u00e4nkungen des Geld- und Kapitalverkehrs etc. etc. Eine der wichtigsten ist die Schaffung nationaler W\u00e4hrungen mit national bestimmter Qualit\u00e4t (mit nationalem Geldwertverschlechterungsvorbehalt). In diesem Fall ist das System von Aktionen und Reaktionen durch eine zus\u00e4tzliche Restriktion gepr\u00e4gt, die es bei einheitlicher W\u00e4hrung nicht gibt: Die Menschen sind nicht indifferent gegen\u00fcber Geldverm\u00f6gensbest\u00e4nden, die in jeder Hinsicht gleich scheinen, aber auf unterschiedliche W\u00e4hrungen denominiert sind, was nichts anderes hei\u00dft, als dass deren k\u00fcnftige Wertrelation der heutigen nicht verl\u00e4sslich gleich ist. Die \u00dcberwindung dieses Mangels an Indifferenz kostet etwas (beim Preis, beim Zins, zu dem man einen Auslandskauf finanzieren kann), und das h\u00e4lt die Neigung der Menschen, mehr G\u00fcter im Ausland zu kaufen und mit Geld zu bezahlen, das die anderen weniger m\u00f6gen als das eigene \u2013 und immer weniger -, in Grenzen. Ein R\u00fcckkopplungseffekt davon ist, dass der verbleibende \u201esystemgerechte\u201c Anpassungszwang gemildert ist. Er besteht nat\u00fcrlich fort, aber der endogen bestimmte Teilverzicht auf den\u00c2\u00a0 Auslandskauf wird auf diesem Weg auch am Ende ein gr\u00f6\u00dferes Gewicht haben als bei der reinen \u201esystemgerechten\u201c Anpassung. Freilich, die Wohlfahrtstheorie lehrt uns, dies nicht etwa zu loben, sondern zu tadeln \u2013 weil in einem Teilverzicht auf Au\u00dfenhandel wegen unn\u00f6tiger Transaktionskosten ein Wohlfahrtsverlust zu sehen ist. Man hat daher nicht zu beklagen, sondern zu loben, dass in einem\u00c2\u00a0 Land der W\u00e4hrungsunion die zunehmende Ersetzung von K\u00e4ufen von Inlandsg\u00fctern durch K\u00e4ufe von Auslandg\u00fctern nicht daran scheitern kann, dass die ausl\u00e4ndischen Verk\u00e4ufer das Geld der Inl\u00e4nder zu wenig m\u00f6gen. Der Weg der \u201esystemgerechten\u201c Anpassung, auf dem es die \u00c2\u00a0zus\u00e4tzliche Restriktion nicht gibt,\u00c2\u00a0 ist und bleibt der Weg der ersten Wahl. Dass dort die stabilisierenden Anpassungszw\u00e4nge prinzipiell unzureichend sind, erscheint nicht begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Im Falle eines Leistungsbilanzdefizits, dem kein gleich gro\u00dfer \u00dcberschuss in der Kapitalverkehrsbilanz gegen\u00fcbersteht, zu dem wom\u00f6glich sogar noch ein Defizit in der Kapitalverkehrsbilanz hinzukommt, ist die Notenbank einer W\u00e4hrungsunion (das System der Europ\u00e4ischen Zentralbanken) in doppelter Rolle im Spiel,<\/p>\n<ul>\n<li>\u00c2\u00a0zum einen in ihrer Rolle als Garant des Grundsatzes \u201eein Euro ist ein \u00c2\u00a0Euro\u201c, unabh\u00e4ngig davon, wo er sich aufh\u00e4lt, sprich, unabh\u00e4ngig davon, gegen welche nationale Zentralbank sich eine auf Euro lautende Forderung richtet,<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>zum anderen in ihrer Rolle als Garant einer angemessenen und diskriminierungsfreien Geldversorgung in allen nationalen Distrikten der Union.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die erste Rolle spielt sie uneingeschr\u00e4nkt zwangsl\u00e4ufig, bei jedem Vorgang der\u00c2\u00a0 Geld\u00fcberweisung \u00fcber Distriktgrenzen hinweg, die zweite Rolle spielt sie nicht uneingeschr\u00e4nkt zwangsl\u00e4ufig, nicht wie ein Automat, wenngleich nach bestimmten Regeln. Bei der zweiten geht es um die Schaffung und Vernichtung von Zentralbankgeld durch die Gew\u00e4hrung beziehungsweise Tilgung von Notenbankkredit (oder durch den Kauf beziehungsweise Verkauf von Wertpapieren) in den Distrikten der Union. Bei der ersten ist Kreditgew\u00e4hrung nicht im Spiel; allerdings hebt die Verpflichtung aller Notenbanken des Systems auf den Grundsatz \u201eein Euro ist ein Euro\u201c den Unterschied zwischen einem Inlandskredit und einem internationalen Kredit auf. Letzteres ist, wie zuvor erl\u00e4utert, f\u00fcr das Entstehen eines Leistungsbilanzdefizits und die simultan ausgel\u00f6sten Anpassungszw\u00e4nge von gro\u00dfer Bedeutung: Man braucht keinen Auslandskredit oder eigenes\u00c2\u00a0 Geld im Ausland, um dort kaufen zu k\u00f6nnen. Auch in quantitativer Sicht sind die erste und die zweite Rolle nicht gleich zu setzen. Denn ein Geldabfluss (Defizit der Zahlungsbilanz) muss nicht in jedem Falle betragsgleich ersetzt werden, damit die Geldversorgung gew\u00e4hrleistet bleibt. Eng ist der quantitative Zusammenhang aber schon. Da die Verminderung des Zentralbankgeldbestandes\u00c2\u00a0 im Geldabflussland nicht ohne weiteres \u2013 und jedenfalls zumeist nicht \u2013 zum dort fortbestehenden Bedarf an Zentralbankgeld passt, etwa dem Bedarf an Guthaben aus Mindestreservegr\u00fcnden,\u00c2\u00a0 muss dort zus\u00e4tzliches Zentralbankgeld geschaffen werden. Umgekehrt gilt das Gleiche f\u00fcr das Geldzuflussland. Dies ist auch nicht der Stein des Ansto\u00dfes<\/p>\n<p>Jedoch: Aus dem Zusammenspiel von Rolle eins und Rolle zwei k\u00f6nnen sich r\u00e4umliche Verschiebungen in der Schaffung von Zentralbankgeld ergeben, die\u00c2\u00a0 \u00c2\u00a0\u00c2\u00a0gravierende Verschiebungen bei den Schuldnern des Notenbankkredits und dessen Besicherungen mit sich bringen, Verschiebungen, die volkswirtschaftlich nicht von allen als unproblematisch angesehen werden und deshalb verst\u00e4ndlicherweise Attacken von Kritiker ausl\u00f6sen. Wird der Notenbankkredit im Geldabflussland zu fragw\u00fcrdigen Bedingungen gew\u00e4hrt? Stellt die Schaffung des den Geldabfluss ersetzenden Zentralbankgeldes eine Beg\u00fcnstigung dieses Landes dar? Hat das Risikomanagement der EZB versagt? Dar\u00fcber ist in der Tat zu diskutieren. Aber es w\u00e4re eben keine Diskussion \u00fcber die Target2-Regeln.<\/p>\n<p>Der Notenbankkredit im Zusammenhang mit einem Zahlungsbilanzdefizit ergibt sich\u00c2\u00a0 nicht aus dem Target2. Daraus ergibt sich blo\u00df, dass man Geld, das man hat, gleichviel ob man es verdient, gespart oder von irgendwem geliehen bekommen hat, auch f\u00fcr Auslandsg\u00fcter ausgeben kann. Oder dass man es im Ausland aufbewahren kann. Und wenn es das Target2 nicht g\u00e4be, m\u00fcsste man ein anderes Zahlungssystem haben, das letztlich das gleiche zustande bringen m\u00fcsste, wenn auch unsinnigerweise etwas umst\u00e4ndlicher, etwas weniger perfekt. Die Gegner vonTarget2 m\u00fcssen den Eindruck vermeiden, sie wollten ein weniger perfektes Zahlungssystem, weil jeder Mangel an Perfektion wie ein Handelshemmnis wohltuend dem beklagten Leistungsbilanzdefizit entgegenwirkt. Das wird jedermann in Abrede stellen wollen. Trotzdem wird manchmal der Eindruck erweckt, als solle man ein internationales Zahlungssystem so ausgestalten, dass mit der Ausf\u00fchrung der Zahlungen die Pflicht zum Ausgleich der Zahlungen \u2013 Ausgleich der Zahlungsbilanz &#8211; (in bestimmter Frist) verbunden wird. Das ist absolut inakzeptabel.<\/p>\n<p>Die Verbringung von Geld verursacht Kosten. Auch in einer W\u00e4hrungsunion. Die m\u00fcssen getragen werden. Wie fr\u00fcher selbst beim internationalen Goldstandard.\u00c2\u00a0 Aber nicht mehr. Die Umwandlung einer Forderung gegen die Zentralbank des Distrikts A in eine Forderung gegen die Zentralbank des Distrikts B verursacht geringe Kosten. Und die Erfindung des Target2 hat sie gottlob minimalisiert. Hier nun die Kosten der Besorgung eines Zahlungsbilanzausgleichs (Kosten f\u00fcr die Mobilisierung von Leuten, die \u00c2\u00a0Geld in der Form einer Forderung gegen eine Bank in A statt in B halten wollen, in welcher Ausgestaltung auch immer dranzuh\u00e4ngen, w\u00e4re reine Willk\u00fcr, und eine Verletzung des Grundsatzes \u201eein Euro ist ein Euro\u201c. Und warum \u00fcberhaupt Zahlungsbilanzhausgleich? Die nationale Zentralbank hat auch in der W\u00e4hrungsunion eine gewisse Restzust\u00e4ndigkeit f\u00fcr nationale Dinge. Aber eine Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr einen nationalen Zahlungsbilanzausgleich hat sie nicht. \u00c2\u00a0Also: Weg von der Diskussion um Target2, hin zur Diskussion \u00fcber die eigentlichen Probleme. Wenn es bessere und ebenfalls diskriminierungsfreie Regeln f\u00fcr die Schaffung von Zentralbankgeld im System der Europ\u00e4ischen Zentralbanken gibt, die den Zahlungsverkehr nicht behindern, m\u00f6ge man sie finden und \u00c2\u00a0in Kraft setzen. Wenn nicht, dann nicht.<\/p>\n<p>Die Missverst\u00e4ndnisse in der Diskussion \u00fcber die Spielregeln der W\u00e4hrungsunion haben inzwischen manche Attacken ins Vulg\u00e4re abgleiten lassen. Ich nehme an, wir sind uns da einig. Auch ein nachhaltiger \u00dcberschuss der \u00c2\u00a0Ausgaben f\u00fcr Auslandg\u00fcter \u00fcber die Einnahmen aus dem Auslandsverkauf von Inlandsg\u00fctern, dem nicht in entsprechende Ma\u00dfe ein Geldzustrom aus Auslandskrediten oder aus der R\u00fcckf\u00fchrung von Auslandsanlagen gegen\u00fcber steht, \u00c2\u00a0verdient nicht allemal eine Kennzeichnung wie diese: Die Menschen dieses \u00c2\u00a0\u00c2\u00a0Landes leben gro\u00dfenteils auf Pump, und da ihnen inzwischen kaum noch einer etwas pumpt, lassen sie\u00c2\u00a0 sich zus\u00e4tzliches Geld von ihrer Zentralbank drucken, geben es aus und h\u00f6ren ohne gro\u00dfe Irritation an, dass die Bundesbank alles als geliehen aufgeschrieben hat und irgendwann wiederhaben will. Das ist vulg\u00e4r, und es ist unhaltbar.<\/p>\n<p>(5) <em>Einigkeit<\/em> besteht \u00c2\u00a0darin, dass die Neigung der Menschen, in kollektivem Begehren h\u00f6heren Verdienst zu erstreiten als dem Wert dessen entspricht, was sie erarbeiten, und die Neigung des Staates, mehr Geld auszugeben, als er heute oder sp\u00e4ter an Einnahmen erwarten kann, die beiden wichtigsten Wurzeln f\u00fcr die Probleme darstellen, die uns umtreiben. Einigkeit k\u00f6nnte eigentlich auch bez\u00fcglich einer weiteren Feststellung\u00c2\u00a0 bestehen: Die Tatsache, dass die Menschen das gleiche Geld benutzen und dass ein Euro ein Euro ist, gleichviel wo er sich gerade befindet, ist nicht (mit) daf\u00fcr verantwortlich zu machen, dass aus diesen beiden Wurzeln immer wieder einmal in einem Land Schlimmes erw\u00e4chst.<\/p>\n<p>(6) <em>Wir stellen uns zum Abschluss einmal vor, wie ein Mann der europ\u00e4ischen Notenbanken, zum Beispiel der Chef einer der GIIPS-Notenbanken, das Ganze sieht<\/em>. Er sagt vielleicht, wenn man ihn nicht unterbricht:<\/p>\n<p>\u201e Im Raum einer W\u00e4hrungsunion braucht man eine bestimmte Menge Zentralbankgeld \u2013 M\u00fcnzen, Banknoten, Guthaben bei der Notenbank. Wir stellen das Zentralbankgeld normalerweise dort her, wo es gebraucht wird. Es wandert aber hin und her, so dass manchmal im einen Bezirk mehr ist, als man\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 braucht,\u00c2\u00a0 im anderen weniger. Wir nehmen dann dort etwas zur\u00fcck, hier reichen wir etwas nach. Wir geben unser Geld her im Tausch gegen Dinge, an deren dauerhafter Werthaltigkeit wir nicht zweifeln und die einen dazu passenden Ertrag versprechen, meist aber verleihen wir es \u2013 im Prinzip immer nur f\u00fcr kurze Zeit &#8211; gegen Zins an Banken, deren Solvenz f\u00fcr uns nicht in Zweifel steht und die uns dazu noch \u00fcberreichlich Pf\u00e4nder geben. Der Schlagschatz, das hei\u00dft die Summe aller Ertr\u00e4ge aus dem Notenbankgesch\u00e4ft geht in die gemeinsame Kasse, deren Inhalt \u2013 es kann auch \u2019mal ein Verlust sein \u2013 allen nach Ma\u00dfgabe ihrer Kapitalanteile an der EZB zuflie\u00dft. Es kann mir also v\u00f6llig egal sein, wie viel von dem gesamten Bestand an Zentralbankgeld durch meine H\u00e4nde in die Welt kommt. Tats\u00e4chlich ist gegenw\u00e4rtig der allergr\u00f6\u00dfte Teil des insgesamt in der Welt befindlichen Zentralbankgeldes der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion durch meine Hand und die H\u00e4nde meiner Kollegen der sogenannten GIIPS-Gruppe gegangen und danach \u00fcberwiegend in die Distrikte der \u00fcbrigen Kollegen weitergeflossen. Und da das Weiterflie\u00dfen von Geld f\u00fcr uns bedeutet das Weiterflie\u00dfen von Schulden, unserer Schulden (denn Zentralbankgeld ist ja gleichbedeutend mit Zentralbankschuld), stehen diese im Innenverh\u00e4ltnis der Banken des Systems der Europ\u00e4ischen Zentralbanken jetzt als Lastschrift auf unserem Konto bei der EZB und im Au\u00dfenverh\u00e4ltnis auf einem Konto einer anderen Mitgliedsbank, die deshalb jetzt bei der EZB ein Guthaben verzeichnet. (Die beiden Buchungen das Innenverh\u00e4ltnis betreffend sind reiner Reflex des \u00f6rtlichen Wechsels der Schuldnerpositionen im Au\u00dfenverh\u00e4ltnis; man darf sie also getrost vergessen, bis man das Innenverh\u00e4ltnis der \u00f6rtlichen Einheiten zum Thema macht.)<\/p>\n<p>Wir rei\u00dfen uns nicht darum, bei der Emission von Zentralbankgeld den gro\u00dfen Zampano zu spielen, haben keinen Cent zus\u00e4tzlichen Schlagschatz davon. Auch unsere Kunden haben wir nicht beg\u00fcnstigt. Von uns hat niemand einen (besonders g\u00fcnstigen) Notenbankkredit bekommen, der nach den gemeinsam festgelegten Regeln der EZB keinen (besonders g\u00fcnstigen) Kredit bekommen sollte. Und unseretwegen hat nirgendwo sonst in der Union jemand einen (besonders g\u00fcnstigen) Notenbankkredit nicht bekommen, der ihn nach den gemeinsam festgelegten Regeln h\u00e4tte bekommen sollen. Was uns gleichwohl bleibt, sind Anfeindungen, Anfeindungen aus Gr\u00fcnden, die unsere Kritiker wom\u00f6glich selbst nicht richtig verstehen, warum sonst stellen sie eine so einfache Sache wie die Entstehung und Verwendung von Zentralbankgeld so umst\u00e4ndlich dar, dass am Ende alle nur noch in gestanzten Formeln davon reden.<\/p>\n<p>Eine der gestanzten Formeln ist diese: \u201eDer Staat, die Zentralbank bedient sich der Notenpresse\u201c. Das ist bildkr\u00e4ftig. Das trifft die Sache. Im historischen Ged\u00e4chtnis der Menschen ist der Ausdruck zudem\u00c2\u00a0 beladen mit der Erinnerung an schlimme und schlimmste, ja, verbrecherische Ereignisse in der Geschichte des Geldwesens. Das schleppt der Ausdruck freundlicherweise gleich mit. Und die \u00fcbelwollenden Beobachter nutzen den Vorteil, mit der Verwendung des \u00fcblen Terms, wo es ihnen passt, schwerste Vorw\u00fcrfe ins Bild zu r\u00fccken, ohne diese (noch einmal) begr\u00fcnden zu m\u00fcssen. Es gen\u00fcgt, wenn die Metapher sachlich stimmt.<\/p>\n<p>Ein besonders gro\u00dfes Bohei haben sie daraus gemacht, dass in unserer Bilanz den gro\u00dfen Aktivposten (den Forderungen aus der Gew\u00e4hrung des Notenbankkredits) nicht vor allem Passiva in Gestalt von Kundeneinlagen gegen\u00fcberstehen, sondern\u00c2\u00a0 in Gestalt der gro\u00dfen kumulierten Lastschrift bei der EZB aufgrund des Abflusses von Kundengeldern. Sollen wir unseren abgeflossenen \u00c2\u00a0Passiva nun auch noch unsere Aktiva hinterher schicken? Damit das Ganze als etwas Schlimmes ausschaut, versuchen es die Anw\u00e4lte der Kernl\u00e4nder mit einer Drohgeb\u00e4rde: \u00c2\u00a0\u201eWenn wir den ganzen Laden in die Luft fliegen lassen, m\u00fcsst ihr alles r\u00fcckabwickeln, sprich, m\u00fcsst ihr von Euren Kreditnehmern verlangen, dass sie das ihnen geliehene Zentralbankgeld zur\u00fcckholen und Euch zur\u00fcckgeben, womit es endlich vernichtet w\u00e4re.\u00c2\u00a0 Dann ist auch Eure Lastschrift bei der EZB weg und unser \u201eKredit\u201c an die EZB\u00c2\u00a0 getilgt. Wir haben zwar nichts davon, aber so gro\u00dfe Zahlen m\u00f6gen wir einfach nicht. Wir machen uns unser Geld auch lieber selbst, als es uns ausgerechnet von euch machen zu lassen.\u201c Gott sei Dank haben sie aber noch genug Angst davor, dass wir das mit der R\u00fcckabwicklung\u00c2\u00a0 nicht hinkriegen.\u201c<\/p>\n<p>Lieber Herr Sinn, ich habe versucht, m\u00f6glichst keinen Satz zu schreiben, dem Sie widersprechen m\u00fcssen, \u00e4u\u00dferste Selbstbeherrschung vorausgesetzt. Aber bevor wir \u00fcber die Folgen von so viel vermutetem Einvernehmen nachdenken, m\u00fcssen wir dasselbe wohl erst einmal feststellen. Ich schreibe Ihnen diesen Brief als offenen Brief, weil ich meine, dass so manch einer Interesse haben k\u00f6nnte an diesem Versuch, in der hoch aufgeladenen Debatte auch Nicht-Streitiges zu sehen.<\/p>\n<p>Mit besten Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Ihr<\/p>\n<p>Olaf Sievert<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lieber Herr Sinn, bei unserer letzten Begegnung konnten Ihre Thesen Target2 betreffend nicht zu Ende diskutiert werden. Das will ich jetzt nat\u00fcrlich nicht nachholen, zumal &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<small>Gastbeitrag<\/small><br \/>Offener Brief an Hans-Werner Sinn\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,8,38,12,434],"tags":[661,196,658],"class_list":["post-8787","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-alles","category-europaisches","category-institutionelles","category-monetares","category-waehrungspolitisches","tag-europaische-wahrungsunion","tag-geldpolitik","tag-target2"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>GastbeitragOffener Brief an Hans-Werner Sinn - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"GastbeitragOffener Brief an Hans-Werner Sinn - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Lieber Herr Sinn, bei unserer letzten Begegnung konnten Ihre Thesen Target2 betreffend nicht zu Ende diskutiert werden. Das will ich jetzt nat\u00fcrlich nicht nachholen, zumal &hellip; \u201eGastbeitragOffener Brief an Hans-Werner Sinn\u201c weiterlesen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2012-03-02T23:01:00+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2012-03-06T14:31:15+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Olaf Sievert\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Olaf Sievert\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"19\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787\"},\"author\":{\"name\":\"Olaf Sievert\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/de66b2fd8eb2f1668cf7637814e64766\"},\"headline\":\"Gastbeitrag Offener Brief an Hans-Werner Sinn\",\"datePublished\":\"2012-03-02T23:01:00+00:00\",\"dateModified\":\"2012-03-06T14:31:15+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787\"},\"wordCount\":3791,\"commentCount\":38,\"keywords\":[\"Europ\u00e4ische W\u00e4hrungsunion\",\"Geldpolitik\",\"Target2\"],\"articleSection\":[\"Alle Kategorien\",\"Europ\u00e4isches\",\"Institutionelles\",\"Monet\u00e4res\",\"W\u00e4hrungspolitisches\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787\",\"name\":\"Gastbeitrag Offener Brief an Hans-Werner Sinn - Wirtschaftliche Freiheit\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\"},\"datePublished\":\"2012-03-02T23:01:00+00:00\",\"dateModified\":\"2012-03-06T14:31:15+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/de66b2fd8eb2f1668cf7637814e64766\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"GastbeitragOffener Brief an Hans-Werner Sinn\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/\",\"name\":\"Wirtschaftliche Freiheit\",\"description\":\"Das ordnungspolitische Journal\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/de66b2fd8eb2f1668cf7637814e64766\",\"name\":\"Olaf Sievert\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/f43319ce5d833c332a2b98deac773b3618236567e3a515a68e697fb3359198b2?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/f43319ce5d833c332a2b98deac773b3618236567e3a515a68e697fb3359198b2?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/f43319ce5d833c332a2b98deac773b3618236567e3a515a68e697fb3359198b2?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Olaf Sievert\"},\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=91\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"GastbeitragOffener Brief an Hans-Werner Sinn - Wirtschaftliche Freiheit","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"GastbeitragOffener Brief an Hans-Werner Sinn - Wirtschaftliche Freiheit","og_description":"Lieber Herr Sinn, bei unserer letzten Begegnung konnten Ihre Thesen Target2 betreffend nicht zu Ende diskutiert werden. Das will ich jetzt nat\u00fcrlich nicht nachholen, zumal &hellip; \u201eGastbeitragOffener Brief an Hans-Werner Sinn\u201c weiterlesen","og_url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787","og_site_name":"Wirtschaftliche Freiheit","article_published_time":"2012-03-02T23:01:00+00:00","article_modified_time":"2012-03-06T14:31:15+00:00","author":"Olaf Sievert","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Olaf Sievert","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"19\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787"},"author":{"name":"Olaf Sievert","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/de66b2fd8eb2f1668cf7637814e64766"},"headline":"Gastbeitrag Offener Brief an Hans-Werner Sinn","datePublished":"2012-03-02T23:01:00+00:00","dateModified":"2012-03-06T14:31:15+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787"},"wordCount":3791,"commentCount":38,"keywords":["Europ\u00e4ische W\u00e4hrungsunion","Geldpolitik","Target2"],"articleSection":["Alle Kategorien","Europ\u00e4isches","Institutionelles","Monet\u00e4res","W\u00e4hrungspolitisches"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787","name":"Gastbeitrag Offener Brief an Hans-Werner Sinn - Wirtschaftliche Freiheit","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website"},"datePublished":"2012-03-02T23:01:00+00:00","dateModified":"2012-03-06T14:31:15+00:00","author":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/de66b2fd8eb2f1668cf7637814e64766"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"GastbeitragOffener Brief an Hans-Werner Sinn"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/","name":"Wirtschaftliche Freiheit","description":"Das ordnungspolitische Journal","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/de66b2fd8eb2f1668cf7637814e64766","name":"Olaf Sievert","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/f43319ce5d833c332a2b98deac773b3618236567e3a515a68e697fb3359198b2?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/f43319ce5d833c332a2b98deac773b3618236567e3a515a68e697fb3359198b2?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/f43319ce5d833c332a2b98deac773b3618236567e3a515a68e697fb3359198b2?s=96&d=mm&r=g","caption":"Olaf Sievert"},"url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=91"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8787","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8787"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8787\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8821,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8787\/revisions\/8821"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8787"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8787"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8787"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}