{"id":905,"date":"2009-05-18T05:19:13","date_gmt":"2009-05-18T04:19:13","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905"},"modified":"2009-05-18T05:41:09","modified_gmt":"2009-05-18T04:41:09","slug":"marktversagen-ein-wort-in-der-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905","title":{"rendered":"Marktversagen \u2013 ein Wort in der Krise"},"content":{"rendered":"<p>Die Finanzmarktkrise hat erneut gezeugt, in welch verwirrender Weise der Marktversagensbegriff inzwischen benutzt wird. Die \u00f6ffentliche Diskussion \u2013 aber zumeist auch die vieler Soziologen und Politikwissenschaftler &#8211; verwendet ihn \u201efreischwebend\u201c, n\u00e4mlich als allgemeine Abk\u00fcrzungsformel f\u00fcr eine Mi\u00dfbilligung von Marktgeschehen: Marktkritiker finden, dass bessere Marktergebnisse vorstellbar gewesen w\u00e4ren und fordern eine politische Korrektur. Der Staat wird in der Pflicht gesehen, da vermeintlich keine andere Chance auf Verbesserung von Marktergebnissen besteht. Nach dieser Sichtweise \u2013 auf sie greifen auch Ulrich Beck und J\u00fcrgen Habermas zur\u00fcck &#8211; versagen die M\u00e4rkte latent immer. Die Mi\u00dfbilligungsformel verzichtet n\u00e4mlich darauf, den normativen Anspruch dessen, was M\u00e4rkte leisten sollten, seinerseits kritisch zu pr\u00fcfen. Es gen\u00fcgen plausible Beurteilungsgesichtspunkte, um Marktversagen zu konstatieren, ohne dass man einen n\u00e4heren Begriff davon zu haben br\u00e4uchte, was es hei\u00dft zu sagen, dass M\u00e4rkte versagen. Die \u00dcberzeugungskraft der Marktkritik wird dann nicht selten durch moralische Bewertungsstandpunkte zu steigern versucht (\u201ejeder muss von seiner Arbeit leben k\u00f6nnen\u201c). Man l\u00e4sst die M\u00e4rkte gleichsam nur \u201eauf Bew\u00e4hrung\u201c arbeiten und beh\u00e4lt sich jederzeit ein Urteil vor, mit dem sich die Freiheit der M\u00e4rkte au\u00dfer Kraft setzen lie\u00dfe. Die \u00d6ffentlichkeit und \u2013 nach meinem Eindruck \u2013 eine \u00fcberwiegende Zahl von Soziologen und Politikwissenschaftlern geben sich damit zufrieden, den Marktversagensbegriff als eine freischwebende Mi\u00dfbilligungsformel zu verwenden, die auf eine Theorie der M\u00e4rkte verzichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><!--more--><\/p>\n<p>Die \u00d6konomie verwendet den Marktversagensbegriff zwar spezifischer, aber keineswegs einheitlich. Die Diskussion um die Finanzmarktkrise hat auf diesen Umstand (erneut) hingewiesen, aber zugleich einen neuen Aspekt hinzugef\u00fcgt. Bei der Kontroverse um die Frage, in welcher Weise die Finanzmarktkrise auf staatliches Fehlverhalten zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, schwingen folgende Verwendungsweisen des Marktversagensbegriffs mit:<\/p>\n<p>Verwendungsweise 1: M\u00e4rkte k\u00f6nnen zwar Funktionsl\u00fccken aufweisen. Aber in solchen F\u00e4llen besteht ein Lenkungsauftrag an den Staat, um eine Korrektur herbeizuf\u00fchren, wof\u00fcr er im Falle der Finanzmarktkrise auch \u00fcber die entsprechenden gesetzlichen und institutionellen Voraussetzungen verf\u00fcgte. Von diesen hatte er allerdings nur ungen\u00fcgend Gebrauch gemacht.<\/p>\n<p>Verwendungsweise 2: Zu Funktionsl\u00fccken von M\u00e4rkten kommt es vor allem durch staatliche Interventionen, welche Marktergebnisse an Politikzielen ausrichtet, was in gelenkten Marktwirtschaften allgemeine Praxis ist.<\/p>\n<p>In beiden F\u00e4llen liegt die eigentliche Ursache des \u201eMarktversagens\u201c beim Staat, das eine Mal, weil er nicht eingegriffen hat, obwohl er es h\u00e4tte tun sollen und auch k\u00f6nnen, das andere Mal, weil er eingegriffen hat, obwohl er es nicht h\u00e4tte tun d\u00fcrfen. Bei n\u00e4herem Hinsehen hat sich das vermeintliche Marktversagen in ein Politikversagen transformiert. Falls Marktversagen \u00fcberhaupt ein empirisch relevantes Ph\u00e4nomen darstellen kann, dann lediglich als ein \u00dcbergangsph\u00e4nomen. Wenn etwa im Fall externer Effekte erkannt wurde, dass Unternehmen mit ihrer Produktion die nat\u00fcrliche Umwelt belasten und systematische Marktanreize einer R\u00fcckf\u00fchrung der Umweltbelastung entgegen stehen, versagen die M\u00e4rkte so lange, bis eine Umweltgesetzgebung auf dem Weg gebracht ist, welche die externen Effekte internalisiert. Sp\u00e4ter lie\u00dfe sich nur noch von einem Versagen staatlicher B\u00fcrokratie oder Gesetzgebung sprechen, wenn sie es vers\u00e4umt, ihren Lenkungsauftrag zu erf\u00fcllen (zum Beispiel im Falle von Vollzugsdefiziten).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ein neuer Marktversagensbegriff: Marktversagen ohne Wohlfahrtsverlust<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Finanzmarktkrise kommt offenkundig ein weiterer Begriff von Marktversagen ins Spiel. Ich m\u00f6chte ihn einen epistemischen Marktversagensbegriff nennen. Er unterstellt zun\u00e4chst, dass die Ursachen der Finanzmarktkrise nicht allein auf staatliches Fehlverhalten zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen &#8211; ohne dass die staatliche Mitwirkung bestritten w\u00fcrde \u2013 sondern dass das Verhalten der Marktteilnehmer im Finanzmarktsektor zur Krise beigetragen hat. Dieses Marktverhalten, so die Hypothese, resultierte aus Regulierungen, die an die neuen Transaktionsformen des Finanzmarktsektors unzureichend angepasst waren. Diese Hypothese ist zwar strittig und bildet gegenw\u00e4rtig einen Gegenstand intensiver Forschung, gewinnt aber eine gewisse Plausibilit\u00e4t durch die hohe Dynamik des Finanzmarktsektors in der Generierung immer komplexerer Transaktionsformen. Auf der Basis forderungsbesicherter Wertpapiere erfolgte eine Kreditexpansion auf winziger Eigenkapitalbasis, ohne dass hierf\u00fcr Erfahrungen vorlagen, aufgrund derer die Risiken der Kreditexpansion und insbesondere die Auslagerung der Risiken in unregulierte Zweckgesellschaften absch\u00e4tzbar gewesen w\u00e4ren. Das gilt auch f\u00fcr das Zusammenwirken von Kreditexpansion und die Spekulationsblase auf dem Immobilienmarkt. Auch wenn gegenw\u00e4rtig offen ist, wie eine bessere Form der Regulierung in Zukunft aussehen k\u00f6nnte, ohne eine erneute Regulierungsarbitrage auszul\u00f6sen, so d\u00fcrfte die Fehlangepasstheit der bisherigen Institutionen des Finanzmarktes als eine Krisenursache unstrittig sein.<\/p>\n<p>In diesem Sinne l\u00e4ge nicht nur im Sinne von Verwendungsweise 2, sondern auch von Verwendungsweise 1 Marktversagen vor. Doch ist eine Besonderheit zu ber\u00fccksichtigen. Marktversagen \u00e4u\u00dfert sich \u00fcblicherweise in einem Wohlfahrtverlust, den die Marktteilnehmer gegenw\u00e4rtig erfahren, aber durch ihr eigenes Marktverhalten nicht korrigieren k\u00f6nnen. Insofern besitzen zumindest die vom Wohlfahrtsverlust betroffenen Individuen ein Handlungsinteresse, auf die M\u00e4rkte wohlfahrtsverbessernd einzuwirken: die Nachfrager auf einem monopolistischen Markt m\u00f6chten den Monopolpreis gesenkt sehen, Individuen m\u00f6chten der Belastung ihrer Gesundheit durch Autol\u00e4rm entgehen, Konsumenten w\u00fcnschen eine Aufkl\u00e4rung \u00fcber Produktqualit\u00e4ten, bevor sie sich zum Kauf entscheiden. Es existieren also Interessenten an einer Korrektur des Marktversagens, weil sich Wohlfahrtsverluste manifestieren und von den B\u00fcrgern erfahren werden. Dies erlaubt eine marktexterene Bewertung der Marktergebnisse in Begriffen von individueller Wohlfahrt.<\/p>\n<p>Genau hier aber liegt der Unterschied zur Finanzmarktkrise. Es ermangelte in der Phase des US-amerikanischen Immobilienbooms einer wesentlichen Bedingung, um auf die Wohfahrtsverluste infolge eines unzureichend regulierten Finanzmarktsektors politisch antworten zu k\u00f6nnen: Es existierten zun\u00e4chst keine solchen Wohlfahrtsverluste. Die Hausse kannte nur Gewinner, angefangen von den Konsumenten, die sich in den USA (und auch in anderen L\u00e4ndern wie Island oder Irland) ein hohes &#8211; weltweit gesehen: h\u00f6chstes &#8211; Wohlstandsniveau durch kreditfinanzierten Konsum leisten konnten. Dieser entfaltete positive Effekte auch auf andere Volkswirtschaften, etwa auf Exportnationen wie Deutschland, die von dem spekulationsgetriebenen Boom in Form eines Besch\u00e4ftigungs- und Einkommenswachstums profitierten. Selbst wenn ein Marktversagen vorgelegen haben sollte, so hat jedenfalls niemand darunter in Form von Wohlfahrtsverlusten \u201egelitten\u201c, wie das im Fall eines Monopols oder im Fall des Zusammenbruchs von Kollektivg\u00fctern durch allgemeines Trittbrettfahren der Fall ist. Einzelwirtschaftliche und kollektive Rationalit\u00e4t stimmten vielmehr miteinander \u00fcberein. S\u00e4mtliche Marktteilnehmer besa\u00dfen ein Interesse an der Fortsetzung einer wirtschaftspolitisch zugelassenen Marktentwicklung, weil jeder davon in unterschiedlicher Form profierte, wenn auch in unterschiedlichem Ausma\u00df.<\/p>\n<p>Bei dieser Feststellung soll nicht \u00fcbersehen werden, dass die politische \u00d6ffentlichkeit auch im Boom der vergangenen Jahre (auf beiden Seiten des Atlantiks) einen Bedarf f\u00fcr Wohlstandsverbesserungen durch politisches Handeln gesehen hatte; insbesondere in Deutschland weitete sich dies zu einer allgemeinen Gerechtigkeitsdebatte aus. Aber die Kritik zielte in eine g\u00e4nzlich andere Richtung: sie meldete keine Zweifel an der Tragf\u00e4higkeit des spekulations- und kreditfinanzierten Booms an, der gegen\u00fcber Anpassungsreaktionen der M\u00e4rkte zunehmend anf\u00e4llig wurde. Ein Bedarf f\u00fcr Wohlstandsverbesserung wurde vielmehr in Form einer \u201egerechten Teilhabe\u201c breiter Schichten an den Fr\u00fcchten des Aufschwunges gesehen. Sowohl in den USA als auch in Deutschland konzentrierte sich die \u00f6ffentliche Kritik auf das Hinterhinken der L\u00f6hne und Geh\u00e4lter (vorzugsweise im Bereich des Medianw\u00e4hlers) hinter den Gewinnen der Unternehmen, in den USA vor allem vor den Mid-Term-Elections im Jahre 2006, in Deutschland bis zum Sommer 2008. Abgesehen von dieser verteilungspolitischen Kontroverse lag eine Wirtschaftspolitik, welche eine Fortsetzung des Booms erlaubte, im Interesse aller. Dies begr\u00fcndet auch die strukturelle Schw\u00e4che der linken Kapitalismuskritik hierzulande, da die allf\u00e4lligen Forderungen nach allgemeiner Teilhabe am wirtschaftlichen Aufschwung eben diesen voraussetzen, je z\u00fcgelloser, desto besser. Gerade die Ursachen der Finanzmarktkrise entgingen der linken Kritik, die sich auf g\u00e4nzlich andere Punkte kaprizierte (Mindestlohndebatte, Hedge-Fonds, Lohnentwicklung, Sozialleistungen).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Krisenfreiheit als Wohlfahrtsideal<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Marktversagen stellt sich diese Phase erst im nachhinein dar. Wir wechseln aber jetzt stillschweigend zu einem epistemischen Begriff von Marktversagen, der folgende Implikation enth\u00e4lt: der Zusammenbruch der Kreditbeziehungen auf dem Finanzmarkt mit seinen gravierenden Folgen f\u00fcr die Weltwirtschaft und den jetzt allgemein erfahrbaren Wohlfahrtsverlusten h\u00e4tte sich mit einer geeigneten Theorie vorhersagen lassen. Von der Warte dieses epistemischen Marktversagensbegriffs, den sich zahlreiche Diskutanten implizit zu eigen machen, f\u00e4llt darum das Versagen der M\u00e4rkte mit dem Versagen der \u00d6konomie als theoretischer Disziplin zusammen (ein Punkt \u00fcber den Jan Schnellenbach, Christian Schubert, Gerald Braunberger und andere hier bereits eine interessante Diskussion gef\u00fchrt haben.). Der Vorwurf an die Adresse der \u00d6konomie lautet im Wesentlichen, nicht gesehen zu haben, dass der Wohlstandsgewinn des aktuellen Booms fragil und mit gravierenden Wohlfahrtsverlusten nach Ausbruch der Krise zu bezahlen ist. Theorieversagen bildet aus Sicht dieser Kritiker das Korrelat zu Marktversagen, weil sich die \u00d6konomie als Wissenschaft dem Leitbild unregulierter M\u00e4rkte verschrieben habe (ein Vorwurf, der fehl geht und die wissenschaftsinternen Anreize zur Kritik an etablierten Theorien \u00fcbersieht).<\/p>\n<p>Zwar kann man den Wissensstand der \u00f6konomischen Theorie, wie jeder anderen Wissenschaft auch, ebenso kritisieren wie ihre mangelnde Prognoseleistung. Die Kritik an die Adresse der \u00d6konomie bringt aber eine Pr\u00e4misse ins Spiel, welche den Marktversagensbegriff \u00fcberdehnt und von einem allgemeinen Verhaltensirrtum ununterscheidbar macht. Nach dieser Pr\u00e4misse h\u00e4tte eine wirtschaftspolitische Empfehlung, die auf eine Beendigung des Booms hinausgelaufen w\u00e4re, auch dem Interesse der B\u00fcrger entsprochen. Dies ist eine starke Annahme; denn eine wirtschaftspolitische Empfehlung w\u00e4re in jedem Fall darauf hinausgelaufen, die Kreditexpansion zur\u00fcckzuf\u00fchren, damit der Strukturwandel in der Volkswirtschaft fr\u00fcher h\u00e4tte vonstatten gehen k\u00f6nnen. Die Folge w\u00e4ren niedrigere Wachstumsraten der Volkswirtschaft mit entsprechenden Wohlfahrtsseinbu\u00dfen der B\u00fcrger gewesen. F\u00fcr einen amerikanischen Hausbesitzer, dessen Perspektive Congleton zur Zeit der Boomphase beschreibt, h\u00e4tte dies sinkende Immobilienpreise und einen pers\u00f6nlichen Verm\u00f6gensverlust bedeutet. Dieser Wohlstandsverlust h\u00e4tte ihm aber als nachrangig gelten m\u00fcssen, wenn er ein grunds\u00e4tzliches Interesse an einer Finanzmarktregulierung h\u00e4tte ausbilden sollen, womit die systematische Unterbewertung von Kreditrisiken des Immobilienbooms beendet gewesen w\u00e4re; dieser aber hat ihn selbst beg\u00fcnstigt. Angenommen, die \u00d6konomie h\u00e4tte die Finanzmarktkrise klar vorhergesehen und politische Ma\u00dfnahmen empfohlen, die eine Anpassung der M\u00e4rkte zu einem fr\u00fcheren Zeitpunkt erlaubt h\u00e4tten. Die \u00d6konomie h\u00e4tte sich in diesem Fall an B\u00fcrger richten m\u00fcssen, die von ihren Handlungsinteressen abstrahieren und einen externen Beurteilungsstandpunkt einnehmen, von dem aus sie ihre eigenen Wohlfahrtsgewinne kritisch bewerten, n\u00e4mlich im Hinblick auf ihre Nachhaltigkeit. Das ist stets eine komfortable Situation f\u00fcr \u00d6konomen, weil sie sich an die B\u00fcrger als Verfassungsinteressenten wenden k\u00f6nnen, um einen Begriff der Constitutional Economics zu verwenden. Aber diese Rolle nehmen die B\u00fcrger in der Phase eines \u00f6konomischen Booms gerade nicht ein. Sie w\u00fcnschen keine Hinweise auf die zweifelhafte Dauerhaftigkeit eines Booms, sondern besitzen ein genuines Interesse an dessen Fortsetzung, weil sich daran individuell teilhaben l\u00e4sst. Die Marktteilnehmer verf\u00fcgen im allgemeinen \u00fcber keine Au\u00dfenperspektive, von der aus sie das Marktgeschehen unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit bewerten k\u00f6nnen. Eine solche Perspektive und damit eine Wandlung des Eigeninteresses setzt entweder ideale (weitsichtige) Individuen voraus, oder aber Krisenerfahrungen und entsprechende Lernprozesse. Erst dann kann sich eine Wirtschaftspolitik, welche spekulative \u00dcbertreibungen fr\u00fchzeitig unterbindet, auf die Interessen von B\u00fcrgern st\u00fctzen. Zuvor stiftete der Markt keine Wohlfahrtseinbu\u00dfe, sondern bildete nur das Medium f\u00fcr die kollektive Entfaltung von Verhaltensirrt\u00fcmern und individuellen Fehleinsch\u00e4tzungen. In diesem Sinne kann man sagen, dass die Finanzmarktkrise aus M\u00e4rkten und den Eigeninteressen der Marktteilnehmer entstanden war, ohne dass Marktversagen vorgelegen hatte.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>Congleton, R. (2009) On the Political Economy of the Financial Crisis and Bailout of 2008 erscheint in: Public Choice.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Finanzmarktkrise hat erneut gezeugt, in welch verwirrender Weise der Marktversagensbegriff inzwischen benutzt wird. Die \u00f6ffentliche Diskussion \u2013 aber zumeist auch die vieler Soziologen und &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eMarktversagen \u2013 ein Wort in der Krise\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":33,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,1],"tags":[],"class_list":["post-905","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-alles","category-allgmeines"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Marktversagen \u2013 ein Wort in der Krise - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Marktversagen \u2013 ein Wort in der Krise - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Finanzmarktkrise hat erneut gezeugt, in welch verwirrender Weise der Marktversagensbegriff inzwischen benutzt wird. Die \u00f6ffentliche Diskussion \u2013 aber zumeist auch die vieler Soziologen und &hellip; \u201eMarktversagen \u2013 ein Wort in der Krise\u201c weiterlesen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2009-05-18T04:19:13+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2009-05-18T04:41:09+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Gerhard Wegner\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Gerhard Wegner\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"9\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905\"},\"author\":{\"name\":\"Gerhard Wegner\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/d5d9df764cf72793b60e449af43d566d\"},\"headline\":\"Marktversagen \u2013 ein Wort in der Krise\",\"datePublished\":\"2009-05-18T04:19:13+00:00\",\"dateModified\":\"2009-05-18T04:41:09+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905\"},\"wordCount\":1898,\"commentCount\":16,\"articleSection\":[\"Alle Kategorien\",\"Allgemeines\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905\",\"name\":\"Marktversagen \u2013 ein Wort in der Krise - Wirtschaftliche Freiheit\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\"},\"datePublished\":\"2009-05-18T04:19:13+00:00\",\"dateModified\":\"2009-05-18T04:41:09+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/d5d9df764cf72793b60e449af43d566d\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Marktversagen \u2013 ein Wort in der Krise\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/\",\"name\":\"Wirtschaftliche Freiheit\",\"description\":\"Das ordnungspolitische Journal\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/d5d9df764cf72793b60e449af43d566d\",\"name\":\"Gerhard Wegner\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/7195a6baea49e23d23d4b4d41bc94171aa30d56ea39111036f5b36be13fc0cee?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/7195a6baea49e23d23d4b4d41bc94171aa30d56ea39111036f5b36be13fc0cee?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/7195a6baea49e23d23d4b4d41bc94171aa30d56ea39111036f5b36be13fc0cee?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Gerhard Wegner\"},\"sameAs\":[\"http:\/\/\"],\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=33\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Marktversagen \u2013 ein Wort in der Krise - Wirtschaftliche Freiheit","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Marktversagen \u2013 ein Wort in der Krise - Wirtschaftliche Freiheit","og_description":"Die Finanzmarktkrise hat erneut gezeugt, in welch verwirrender Weise der Marktversagensbegriff inzwischen benutzt wird. Die \u00f6ffentliche Diskussion \u2013 aber zumeist auch die vieler Soziologen und &hellip; \u201eMarktversagen \u2013 ein Wort in der Krise\u201c weiterlesen","og_url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905","og_site_name":"Wirtschaftliche Freiheit","article_published_time":"2009-05-18T04:19:13+00:00","article_modified_time":"2009-05-18T04:41:09+00:00","author":"Gerhard Wegner","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Gerhard Wegner","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"9\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905"},"author":{"name":"Gerhard Wegner","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/d5d9df764cf72793b60e449af43d566d"},"headline":"Marktversagen \u2013 ein Wort in der Krise","datePublished":"2009-05-18T04:19:13+00:00","dateModified":"2009-05-18T04:41:09+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905"},"wordCount":1898,"commentCount":16,"articleSection":["Alle Kategorien","Allgemeines"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905","name":"Marktversagen \u2013 ein Wort in der Krise - Wirtschaftliche Freiheit","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website"},"datePublished":"2009-05-18T04:19:13+00:00","dateModified":"2009-05-18T04:41:09+00:00","author":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/d5d9df764cf72793b60e449af43d566d"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=905#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Marktversagen \u2013 ein Wort in der Krise"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/","name":"Wirtschaftliche Freiheit","description":"Das ordnungspolitische Journal","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/d5d9df764cf72793b60e449af43d566d","name":"Gerhard Wegner","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/7195a6baea49e23d23d4b4d41bc94171aa30d56ea39111036f5b36be13fc0cee?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/7195a6baea49e23d23d4b4d41bc94171aa30d56ea39111036f5b36be13fc0cee?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/7195a6baea49e23d23d4b4d41bc94171aa30d56ea39111036f5b36be13fc0cee?s=96&d=mm&r=g","caption":"Gerhard Wegner"},"sameAs":["http:\/\/"],"url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=33"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/905","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/33"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=905"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/905\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":909,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/905\/revisions\/909"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}