{"id":9446,"date":"2012-06-21T00:01:09","date_gmt":"2012-06-20T23:01:09","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=9446"},"modified":"2017-07-09T08:36:37","modified_gmt":"2017-07-09T07:36:37","slug":"eine-andere-meinungdie-verteidigung-des-euro-ein-osterreichischer-ansatzmit-einer-kritik-der-fehler-der-ezb-und-des-interventionismus-aus-brussel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=9446","title":{"rendered":"Die Verteidigung des Euro: Ein \u00f6sterreichischer Ansatz<br\/><font size=3; color=grey>Mit einer Kritik der Fehler der EZB und des Interventionismus aus Br\u00fcssel<\/font>"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>1. Einleitung: das ideale Geldsystem<\/strong><\/p>\n<p>Die Theoretiker der \u00d6sterreichischen Schule haben gro\u00dfe Anstrengungen unternommen, um das ideale Geldsystem einer Marktwirtschaft zu erl\u00e4utern. Auf theoretischer Ebene haben sie eine Konjunkturtheorie entwickelt, die erkl\u00e4rt, wie ein wiederkehrender Zyklus durch eine nicht durch reale Ersparnisse gedeckte Kreditausweitung generiert wird. Diese Kreditausweitung durch ein auf Teildeckung operierendes Bankensystem wird von den Zentralbanken organisiert. Aus historischer Perspektive haben die Theoretiker das evolution\u00e4re Entstehen des Geldes erkl\u00e4rt und ausgef\u00fchrt wie die Zwangseingriffe des Staates angefeuert von m\u00e4chtigen Interessengruppen die nat\u00fcrliche Evolution der Bankinstitutionen vom Markt entfernt und korrumpiert haben. Aus ethischer Perspektive haben sie die juristischen Erfordernisse und Prinzipien des Eigentumsrechts im Hinblick auf Bankvertr\u00e4ge gezeigt. Diese Prinzipien entstehen aus dem Marktgeschehen selbst und sind gleichzeitig f\u00fcr sein Funktionieren unerl\u00e4sslich.<sup>[1]<\/sup><\/p>\n<p><sup><!--more--><\/sup><\/p>\n<p>Die Schlussfolgerung der theoretischen Analyse ist, dass das aktuelle Geld- und Bankensystem mit einer echten Marktwirtschaft nicht kompatibel ist, an allen durch das Unm\u00f6glichkeitstheorem des Sozialismus erkl\u00e4rten Defekten leidet und eine kontinuierliche Quelle von finanzieller Instabilit\u00e4t und wirtschaftlichen St\u00f6rungen ist. Mithin ist ein grundlegender Neuentwurf des globalen Geld- und Finanzsystems unerl\u00e4sslich, welcher die uns qu\u00e4lenden Probleme bei der Wurzel packt. Dieser Entwurf sollte auf den folgenden drei Reformen basieren: (a) eine Wiedereinf\u00fchrung einer 100 prozentigen Reservedeckung als essentielles Prinzip des Privateigentumsrechts in Hinblick auf alle Gelddepositen und ihre \u00c4quivalente; (b) die Abschaffung aller Zentralbanken, welche nach der vorherigen Reform (a) zu unn\u00f6tigen Kreditgebern letzter Instanz werden und die als wahrhaftige Organe zentraler Finanzplanwirtschaft eine kontinuierliche Quelle von Instabilit\u00e4t sind. Dabei m\u00fcssen auch die Regelungen f\u00fcr ein gesetzliches Zahlungsmittel und das sich kontinuierlich \u00e4ndernde Gewirr an administrativen Regulierungen verschwinden, welches sich aus diesen ableitet; und (c) die R\u00fcckkehr zum klassischen Goldstandard, als einzigen weltweiten Geldstandard, der eine durch die staatlichen Kr\u00e4fte nicht manipulierbare monet\u00e4re Basis bietet und f\u00e4hig ist, den Inflationsgel\u00fcsten der verschiedenen sozialen Akteure ein Korsett anzulegen und sie zu disziplinieren.<sup>[2]<\/sup><\/p>\n<p>Die vorstehenden Ans\u00e4tze erlauben nicht nur, wie gezeigt worden ist, die uns qu\u00e4lenden Probleme an der Wurzel zu l\u00f6sen und damit ein noch nie dagewesenes \u00f6konomisches und soziales Wachstum nachhaltiger Art anzusto\u00dfen, sondern haben auch den Vorteil zu indizieren, ob Reformenteilst\u00fccke in die richtige Richtung weisen. Zudem erlauben die Vorschl\u00e4ge ein besseres Urteil \u00fcber die verschiedenen Alternativen der Wirtschaftspolitik f\u00fcr die uns umgebende reale Welt. Ausschlie\u00dflich aus dieser Perspektive, aus den konjunkturellen Gegebenheiten und dem \u201eMachbaren\u201c, ist unsere Analyse der relativen \u201eUnterst\u00fctzung\u201c des Euro zu verstehen. Die vorliegende Arbeit versucht aus der Sicht der \u00d6sterreichischen Schule ein solche Analyse zu entwickeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>2. Die \u00d6sterreichische Tradition der Verteidigung fester Wechselkurse gegen einen monet\u00e4ren Nationalismus und flexible Wechselkurse<\/strong><\/p>\n<p>Die \u00d6konomen der \u00d6sterreichischen Schule haben, solange das ideale Geldsystem noch nicht erreicht worden ist, es stets als einen von vielen \u00d6konomen &#8211; vor allem der Chicagoer Schule &#8211; begangenen schweren Fehler der Wirtschaftstheorie und der politischen Praxis betrachtet, flexible Wechselkurse in einem Umfeld monet\u00e4ren Nationalismus zu verteidigen, so als ob diese mehr im Einklang mit einer Marktwirtschaft st\u00fcnden.<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu ist f\u00fcr die \u00d6sterreicher, solange die Zentralbanken nicht abgeschafft und der klassische Goldstandard mit einer 100 prozentigen Reservedeckung nicht wiedereingef\u00fchrt worden ist, alles zu unternehmen, damit sich das g\u00fcltige Geldsystem sowohl in seiner Funktion als auch in seinen Ergebnissen dem Ideal ann\u00e4hert. Dies erfordert den monet\u00e4ren Nationalismus soweit als m\u00f6glich zu begrenzen; die M\u00f6glichkeit zu beenden, dass jedes Land eine autonome Geldpolitik entwickelt; und der inflation\u00e4ren Politik der Kreditausweitung ein so enges Korsett wie m\u00f6glich anzulegen. Dadurch wird ein monet\u00e4rer Rahmen geschaffen, der die \u00f6konomischen, politischen und sozialen Akteure, und im Besonderen die Gewerkschaften und andere Interessengruppen, die Politiker und die Zentralbanken so weit es geht diszipliniert.<\/p>\n<p>In diesem Kontext und keinem anderen muss die Positionierung der \u00d6sterreichischen \u00d6konomen wie der ber\u00fchmten Mises und Hayek interpretiert werden. Dabei ragt die vernichtende hayeksche Analyse des monet\u00e4ren Nationalismus und der flexiblen Wechselkurse heraus, die Hayek bereits ab 1937 in seinem bemerkenswerten Buch <em>Monetary Nationalism and International Stability<\/em> entwickelte.<sup>[3]<\/sup> In diesem Buch zeigt Hayek, dass flexible Wechselkurse eine effiziente Ressourcenallokation auf internationalem Niveau behindern und au\u00dferdem die unmittelbaren realen Konsum- und Investitionsstr\u00f6me verzerren; au\u00dferdem erfordern sie, dass notwendige reale Anpassungen bei den Kosten nach unten immer durch das Anheben der restlichen Nominalpreise erfolgt. Das alles geschieht in einem chaotischen Umfeld kompetitiver Abwertungen, Kreditausweitung und Inflation, wodurch aller Art unverantwortliches Verhalten der Gewerkschaften gef\u00f6rdert und gedeckt wird. So werden kontinuierliche Forderungen nach h\u00f6here L\u00f6hnen und Arbeitsrechten angeregt. Diesen Forderungen kann nur nachgegeben werden ohne die Arbeitslosigkeit zu erh\u00f6hen, indem weiter inflationiert wird. Achtunddrei\u00dfig Jahre sp\u00e4ter, im Jahr 1975, fasste Hayek sein Argument folgenderma\u00dfen zusammen: \u201cIt is, I believe, undeniable that the demand for flexible rates of exchange originated wholly from countries such as Great Britain, some of whose economists wanted a wider margin for inflationary expansion (called \u201c\u02dcfull employment policy\u2019). They later received support, unfortunately, from other economists<sup>[4]<\/sup> who were not inspired by the desire for inflation, but who seem to have overlooked <em>the strongest argument in favor of fixed rates of exchange, that they constitute the practically irreplaceable curb we need to compel the politicians, and the monetary authorities responsible to them, to maintain a stable currency<\/em>\u201c\u009d (Kursivschrift vom Autor hinzugef\u00fcgt). Um sein Argument weiter zu erhellen f\u00fcgt Hayek noch hinzu: \u201cThe maintenance of the value of money and the avoidance of inflation constantly demand from the politician highly unpopular measures. Only by showing that government is compelled to take these measures can the politician justify them to people adversely affected. So long as the preservation of the external value of the national currency is regarded as an indisputable necessity, as it is with fixed exchange rates, politicians can resist the constant demands for cheaper credits, for avoidance of a rise in interest rates, for more expenditure on \u201c\u02dcpublic works\u2019, an so on. With fixed exchange rates, a fall in the foreign value of the currency, or an outflow of gold or foreign exchange reserves acts as a signal requiring prompt government action.<sup>[5]<\/sup> With flexible exchange rates, the effect of an increase in the quantity of money on the internal price level is much too slow to be generally apparent or to be charged to those ultimately responsible for it. Moreover, the inflation of prices is usually preceded by a welcome increase in employment; it may therefore even be welcomed because its harmful effects are not visible until later\u201c\u009d. Hayek kommt zu dem Schlu\u00df: \u201cI do not believe we shall regain a system of international stability without returning to a system of fixed exchange rates, which imposes upon the national central banks the restraint essential for successfully resisting the pressure of the advocates of inflation in their countries \u2013usually including ministers of finance\u201c\u009d (Hayek 1979 [1975], 9-10).<\/p>\n<p>In Hinblick auf Ludwig von Mises ist es weithin bekannt, dass er sich von seinem hoch gesch\u00e4tzten Sch\u00fcler Fritz Machlup abwendete, als dieser im Jahr 1961 auf einer Sitzung der Mont P\u00c3\u00a8lerin Society flexible Wechselkurse verteidigte. Laut R.M. Hartwell \u201cMachlup\u2019s support of floating exchange rates led von Mises to not speak to him for something like three years\u201c\u009d (Hartwell 1995, 119). Mises konnte verstehen, dass Makro\u00f6konomen ohne akademische Ausbildung in Kapitaltheorie wie Friedman und seine Anh\u00e4nger aus Chicago sowie im Allgemeinen die Keynesianer die flexiblen Wechselkurse und ihren impliziten Inflationismus verteidigten. Er war aber nicht bereit zu entschuldigen, dass jemand wie Machlup, der sein Sch\u00fcler gewesen war und mithin wirklich etwas von \u00d6konomie verstand, sich vom Pragmatismus und den fl\u00fcchtigen Moden des politisch Korrekten mitrei\u00dfen lie\u00df. In der Tat bemerkte Mises zu seiner Frau, dass er Machlup nicht verzeihen konnte, weil \u201che was in my seminar in Vienna; he understands everything. He knows more than most of them and he knows exactly what he is doing\u201c\u009d (Margit von Mises 1984, 146). Die Misessche Verteidigung fester Wechselkurse l\u00e4uft parallel zu seiner Verteidigung des Goldstandards als ideales Geldsystem auf internationalem Level. So schrieb Mises 1944 in <em>Omnipotent Government<\/em>: \u201cThe gold standard put a check on governmental plans for easy money. It was impossible to indulge in credit expansion and yet cling to the gold parity permanently fixed by law. Governments had to choose between the gold standard and their \u2013 in the long run disastrous &#8211; policy of credit expansion. The gold standard did not collapse. The governments destroyed it. It was incompatible with etatism as was free trade. The various governments went off the gold standard because they were eager to make domestic prices and wages rise above the world market level, and because they wanted to stimulate exports and to hinder imports. <em>Stability of foreign exchange rates was in their eyes a mischief, not a blessing. Such is the essence of the monetary teachings of Lord Keynes. The Keynesian school passionately advocates instability of foreign exchange rates<\/em>\u201c\u009d (Kursivschrift hinzugef\u00fcgt).<sup>[6]<\/sup> Die Misessche Geringsch\u00e4tzung f\u00fcr die \u00d6konomen aus Chicago wundert nicht, da sie in diesem Gebiet wie in vielen anderen in die Arme des ungeschliffensten Keynesianismus fielen. Andererseits war es aus der Sicht von Mises relativ einfach den Goldstandard wiederherzustellen und zu festen Wechselkurse zur\u00fcckzukehren: \u201cThe only condition required is the abandonment of an easy money policy and of the endeavors to combat imports by devaluation\u201c\u009d. Au\u00dferdem sind nach Mises nur die festen Wechselkurse mit einer wirklichen Demokratie kompatibel und der Inflationismus, der hinter den flexiblen Wechselkursen steht, ist im Wesentlichen undemokratisch: \u201cInflation is essentially antidemocratic. Democratic control is budgetary control. The government has but one source of revenue-taxes. No taxation is legal without parliamentary consent. But if the government has other sources of income it can free itself from their control\u201c\u009d (Mises 1969, 251-253).<\/p>\n<p>Nur bei festen Wechselkursen sehen sich die Regierungen gezwungen ihren B\u00fcrgern die Wahrheit zu sagen. Daher ist die Versuchung, Inflation und flexible Wechselkurse in Anspruch zu nehmen, um die politischen Kosten unpopul\u00e4rer Steuererh\u00f6hungen zu vermeiden, so gro\u00df und verderblich. Selbst wenn kein Goldstandard existiert, legen feste Wechselkurse der Willk\u00fcr der Politiker ein Korsett an und disziplinieren sie: \u201cEven in the absence of a pure gold standard, fixed exchange rates provide some insurance against inflation which is not forthcoming from the flexible system. Under fixity, if one country inflates, it falls victim to a balance of payment crisis. If and when it runs out of foreign exchange holdings, it must devalue, a relatively difficult process, <em>fraught with danger for the political leaders involved<\/em>. Under flexibility, in contrast, inflation brings about no balance of payment crisis, nor any need for a politically embarrassing devaluation. Instead, there is a relatively painless depreciation of the home (or inflationary) currency against its foreign counterparts\u201c\u009d (Block 1999, 19, Kursivschrift hinzugef\u00fcgt).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>3. Der Euro als \u201cProxy\u201c\u009d des Goldstandards (oder warum die Verteidiger des freien Unternehmertums und der freien Marktwirtschaft den Euro unterst\u00fctzen m\u00fcssen, solange seine einzige Alternative die R\u00fcckkehr zum monet\u00e4ren Nationalismus ist)<\/strong><\/p>\n<p>Wie wir gesehen haben, sind die \u00d6konomen der \u00d6sterreichischen Schule Anh\u00e4nger des Goldstandards, weil er die Willk\u00fcr der Politiker und Regierenden z\u00fcgelt und beschr\u00e4nkt; weil er alle am demokratischen Prozess beteiligten Akteure diszipliniert und weil er das disziplinierte und moralische Handeln der Menschen f\u00f6rdert; kurz, weil er eine Bremse f\u00fcr L\u00fcgen und Demagogie darstellt, sowie Transparenz und Ehrlichkeit in den sozialen Beziehungen ausweitet und erleichtert. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht hat dies Ludwig von Mises am Besten ausgedr\u00fcckt: \u201cThe gold standard makes the determination of money\u2019s purchasing power independent of the changing ambitions and doctrines of political parties and pressure groups. This is not a defect of the gold standard, it is its main excellence\u201c\u009d (Mises 1966, 474).<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung des Euro 1999 und seine effektive Vollendung ab 2002 bedeutete das Ende des monet\u00e4ren Nationalismus und der flexiblen Wechselkurse im gr\u00f6\u00dften Teil Kontinentaleuropas. Sp\u00e4ter werden wir die von der Europ\u00e4ischen Zentralbank begangenen Fehler kommentieren. Was uns an dieser Stelle interessiert ist festzustellen, dass die verschiedenen Staaten der W\u00e4hrungsunion ihre monet\u00e4re Autonomie vollst\u00e4ndig aufgaben. Damit verloren sie die M\u00f6glichkeit zur Manipulation ihrer lokalen W\u00e4hrung, sie k\u00f6nnen sie also nicht mehr in den Dienst der jeweiligen politischen Notwendigkeiten stellen. In diesem Sinne und zumindest f\u00fcr die Mitglieder der Eurozone galt, dass diese anfing, in \u00e4hnlicher Weise zu operieren \u2013 und noch heute so funktioniert &#8211; wie der Goldstandard in seiner Zeit. Au\u00dferdem wurde mit dem Beginn der Gro\u00dfen Rezession von 2008 der disziplinierende Charakter des Euro f\u00fcr alle noch offensichtlicher: Zum ersten Mal haben sich die L\u00e4nder der W\u00e4hrungsunion mit einer tiefen Wirtschaftsrezession auseinandersetzen m\u00fcssen ohne \u00fcber eine autonome Geldpolitik zu verf\u00fcgen. Bis zur Einf\u00fchrung des Euro handelten die Regierungen und Zentralbanken bei Beginn einer Krise unweigerlich auf die gleiche Weise: Sie injizierten dem System die notwendige Liquidit\u00e4t, lie\u00dfen die lokale Devise nach unten treiben und abwerten, und verschoben auf unbestimmte Zeit die schmerzhaften Strukturreformen der \u00f6konomischen Liberalisierung, Deregulierung, Preis- und Marktflexibilisierung (vor allem des Arbeitsmarktes), die Verringerung der Staatsausgaben, sowie den R\u00fcckzug und die Demontage der Macht von Gewerkschaften und des Wohlfahrtstaats. Mit dem Euro ist trotz aller Fehler, Schw\u00e4chen und Kompromissen, die wir sp\u00e4ter kommentieren werden, diese Art von unverantwortlicher Flucht nach vorn nicht mehr m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>In Spanien, beispielsweise, haben sich im kurzen Zeitraum von einem Jahr zwei aufeinanderfolgende Regierungen wortw\u00f6rtlich gezwungen gesehen, eine Reihe von Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, die, obzwar sehr unzureichend, sogar von den optimistischen Beobachtern bis dahin als politisch unm\u00f6glich und utopisch bezeichnet wurden: 1. In Artikel 135 der Verfassung wurde das antikeynesianische Prinzip der Haushaltsstabilit\u00e4t und des ausgeglichenen Haushalts f\u00fcr die Zentralregierung, die Bundesl\u00e4nder und Gemeinden eingef\u00fchrt. 2. Abrupt wurden alle pharaonischen Projekte ansteigender Staatsausgaben, des Stimmenkaufs und der Subventionen angehalten, auf welche die Regierungen normalerweise ihre Popularit\u00e4t und politische Aktivit\u00e4t st\u00fctzen. 3. Die Geh\u00e4lter aller Staatsbediensteten wurden zun\u00e4chst um 5 Prozent gek\u00fcrzt und danach eingefroren. Gleichzeitig wurde die Arbeitszeit erh\u00f6ht. 4. Die staatlichen Renten wurden eingefroren. 5. Das normale Rentenalter wurde allgemein von 65 auf 67 Jahre erh\u00f6ht. 6. Die veranschlagten Staatsausgaben wurden um mehr als 15 Prozent gesenkt. 7. Der Arbeitsmarkt, die Laden\u00f6ffnungszeiten und im Allgemeinen das verwickelte Netz wirtschaftlicher Regulierung wurde liberalisiert.<sup>[7]<\/sup> Und das gleiche was in Spanien geschehen ist, best\u00e4tigt sich in Irland, Portugal, Italien und selbst in L\u00e4ndern die, wie Griechenland, bis jetzt als Paradigma der sozialen H\u00e4ngematte, des Fehlens haush\u00e4lterischer Strenge und demagogischer Politik hergehalten haben.<sup>[8]<\/sup> Au\u00dferdem sind die politischen F\u00fchrer dieser f\u00fcnf Staaten, denen es nun unm\u00f6glich geworden ist, die Geldpolitik zu manipulieren, um der Bev\u00f6lkerung die wahren Kosten ihrer Politik zu verschleiern, hochkant aus ihren respektiven Regierungen hinausgeworfen worden. Dar\u00fcberhinaus sehen sich nach und nach sogar Staaten wie Belgien und vor allem Frankreich und die Niederlande, welche bis jetzt am Rande der Reformbem\u00fchungen standen, dazu gezwungen, die Fundamente ihrer volumin\u00f6sen Staatsausgaben und ihrer \u00fcberdehnten Wohlfahrtsstaaten zu \u00fcberdenken. Und dies alles ist unbestreitbar dem neuen monet\u00e4ren Rahmen zu verdanken, der mit dem Euro eingef\u00fchrt wurde und der daher bei allen Verteidigern der freien Marktwirtschaft und der Begrenzung der Staatsgewalt Freude ausl\u00f6sen sollte. Denn man kann sich nur schwer vorstellen, dass irgendeine dieser Ma\u00dfnahmen in einem Umfeld von nationalen W\u00e4hrungen und flexiblen Wechselkursen unternommen worden w\u00e4re: die Politiker scheuen, wenn immer sie k\u00f6nnen, unpopul\u00e4re Reformen und die B\u00fcrger alles, was Opfer und Disziplin erfordert. Daher h\u00e4tte man ohne den Euro das bisher \u00fcbliche gemacht: n\u00e4mlich eine Flucht nach vorne mit mehr Inflation, einer Abwertung der W\u00e4hrung um kurzfristig Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu gewinnen zur Wiedergewinnung der \u201eVollbesch\u00e4ftigung\u201c (wobei den Gewerkschaften der R\u00fccken gedeckt und ihre gro\u00dfe Verantwortung als wahre Verursacher der Arbeitslosigkeit verborgen geblieben w\u00e4re). Man h\u00e4tte, kurzum, die notwendigen Strukturreformen auf unbestimmte Zeit verschoben.<\/p>\n<p>An dieser Stelle ist es angebracht zwei bedeutende Unterschiede des Euro sowohl in Bezug auf ein System nationaler W\u00e4hrungen, die unter sich mit festen Wechselkursen verbunden sind, als auch zum Goldstandard selbst, hervorzuheben. Um mit dem Unterschied zum letzten Standard zu beginnen, ist es notwendig, festzustellen, dass es viel schwieriger ist, den Euro zu verlassen, als es seiner Zeit das Verlassen der Goldstandards war. Die mit dem Gold verbundenen W\u00e4hrungen behielten ihren lokalen Namen (Franken, Pfund, etc.), wodurch es w\u00e4hrend der drei\u00dfiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts relativ leicht war, die Goldverankerung zu l\u00f6sen. Wie vom Regressionstheorem des Geldes, welches Mises 1912 (Mises 2012, 83-134) entwickelte, angezeigt, nutzte man ohne Bruch in der Kontinuit\u00e4t die nationale W\u00e4hrung, die nun nicht mehr in Gold eintauschbar war, wobei man sich auf ihre Kaufkraft just vor der Reform st\u00fctzte. Diese M\u00f6glichkeit ist heute vollst\u00e4ndig verschlossen f\u00fcr jene L\u00e4nder, die w\u00fcnschen, oder sich gezwungen sehen, den Euro zu verlassen. Da der Euro die einzige monet\u00e4re Bezeichnung f\u00fcr alle L\u00e4nder der W\u00e4hrungsunion ist, erfordert sein Verlassen die Einf\u00fchrung einer neuen lokalen W\u00e4hrung, von einer viel geringeren und unbekannten Kaufkraft mit enormen St\u00f6rungen f\u00fcr alle Wirtschaftssubjekte im Markt: Schuldner, Gl\u00e4ubiger, Investoren, Unternehmer, Arbeiter.<sup>[9]<\/sup><\/p>\n<p>Zumindest in diesem konkreten Aspekt und aus der Sicht der \u00d6sterreichischen Schule ist es notwendig anzuerkennen, dass der Euro dem Goldstandard \u00fcberlegen ist und es f\u00fcr die Menschheit \u00e4u\u00dferst n\u00fctzlich gewesen w\u00e4re, wenn in den drei\u00dfiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts die verschiedenen L\u00e4nder sich gezwungen gesehen h\u00e4tten im Goldstandard zu bleiben wie es heute beim Euro geschieht, wo jede andere Alternative in der Praxis fast unm\u00f6glich ist und viel sch\u00e4dlichere, schmerzhaftere und offensichtlichere Konsequenzen und Effekte f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Es ist daher in gewisser Weise am\u00fcsant (und gleichzeitig peinlich) festzustellen, wie die Legion von Sozialingenieuren und politischen Interventionisten, die seinerseits angef\u00fchrt von Jacques Delors die Einheitsw\u00e4hrung als ein weiteres Instrument ihres grandiosen Projekts einer politischen Union Europas auslegten, heute mit Verzweiflung etwas betrachten, was sie in keinem Fall vorhersehen konnten: dass der Euro sich <em>de facto<\/em> wie der Goldstandard verhalten hat; B\u00fcrger, Politiker und Regierungen diszipliniert, den Demagogen die H\u00e4nde bindet, die Interessengruppen blo\u00dfstellt (angef\u00fchrt von den immer privilegierten Gewerkschaften) und sogar die Nachhaltigkeit und Fundamente des Wohlfahrtstaats selbst in Frage stellt.<sup>[10]<\/sup><\/p>\n<p>Genau darin besteht nach der \u00d6sterreichischen Schule der komparative Hauptvorteil des Euro als Geldstandard im Allgemeinen und im Besonderen gegen\u00fcber dem monet\u00e4ren Nationalismus und nicht in den sehr prosaischen Argumenten wie \u201eder Verringerung der Transaktionskosten\u201c oder \u201eder Beseitigung des Wechselkursrisikos\u201c, welche seiner Zeit von den immer kurzsichtigen Sozialingenieuren, die gerade am Zug waren, hervorgebracht wurden.<\/p>\n<p>Der zweite Kommentar, den wir machen m\u00fcssen, bezieht sich auf den Unterschied zwischen dem Euro und einem System fester Wechselkurse im Hinblick auf den Anpassungsprozess, der sich entwickelt, wenn es zu einem unterschiedlichen Ausma\u00df in der Kreditausweitung und bei Staatseingriffen in verschiedenen L\u00e4ndern kommt. Offensichtlich manifestieren sich diese Unterschiede in einem System fester Wechselkurse in starken Spannungen der Wechselkurse, die schlie\u00dflich in expliziten Abwertungen kulminieren, was mit den hohen Kosten an Prestigeverlust einhergeht, den eine Abwertung gl\u00fccklicherweise f\u00fcr die verantwortlichen Politiker mit sich bringt. Im Fall einer Einheitsw\u00e4hrung wie dem Euro manifestieren sich diese Spannungen in einem allgemeinen Verlust der Wettbewerbsf\u00e4higkeit, der nur wettzumachen ist durch die Einf\u00fchrung von Strukturreformen, die notwendig sind, um die Flexibilit\u00e4t der M\u00e4rkte, die Deregulierung aller Sektoren sowie die R\u00fcckg\u00e4nge und Anpassungen zu garantieren, die in der Struktur der relativen Preise notwendig sind. Dies alles schl\u00e4gt sich letztlich in den Eink\u00fcnften des Staatssektors und daher in seiner Kreditw\u00fcrdigkeit nieder. In der Tat sind in den aktuellen Umst\u00e4nden in der Eurozone die Kurse der Staatsschulden der einzelnen L\u00e4nder an den Finanzm\u00e4rkten das Abbild der Spannungen, die sich typischerweise bei Wechselkurskrisen entfalteten, als die Wechselkurse in einem Umfeld des monet\u00e4ren Nationalismus mehr oder weniger fest waren. Im Mittelpunkt stehen heute daher nicht die Devisenspekulanten, sondern die Ratingagenturen und vor allem die internationalen Investoren, die durch das Kaufen oder Nichtkaufen von Staatsanleihen den Rhythmus der Reformen auf gesunde Weise vorgeben. Gleichzeitig disziplinieren und diktieren sie das Geschick der einzelnen L\u00e4nder. Man wird sagen, dass dies \u201enicht demokratisch ist.\u201c Jedoch ist genau das Gegenteil wahr. Bis heute hat die Demokratie chronisch daran gelitten, dass sie durch unverantwortliche politische Aktionen basierend auf monet\u00e4rer Manipulation und Inflation korrumpiert wurde. Die Inflation ist eine echte Steuer mit verheerenden Folgen. Sie wird am Parlament vorbei graduell, verborgen und heimt\u00fcckisch den B\u00fcrgern auferlegt. Mit dem Euro ist heute die Option der Inflationssteuer blockiert, zumindest auf der Ebene der Mitgliedsl\u00e4nder, deren Politiker mit einem Mal das Gesicht verloren und sich gezwungen gesehen haben, die Wahrheit zu sagen und den korrespondierenden Ansehensverlust auf sich zu nehmen. Die Demokratie braucht, wenn sie funktionieren soll, einen Rahmen, der die in ihm agierenden Akteure diszipliniert. Und heute spielt in Kontinentaleuropa der Euro diese Rolle. Daher ist der sukzessive Fall der Regierungen von Irland, Griechenland, Portugal, Italien und Spanien weit davon entfernt, ein Demokratiedefizit zu sein, sondern zeigt vielmehr den wachsenden Grad an Strenge, Haushaltstransparenz und demokratischer Gesundheit, welche der Euro in den jeweiligen Gesellschaften eingef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>4. Die heterogene und bunte \u201cAntieurokoalition\u201c\u009d<\/strong><\/p>\n<p>Als kurios und illustrativ m\u00fcssen wir jetzt, wenn auch nur kurz, die heterogene und bunte Mischung der Feinde des Euro kommentieren, die in ihren Reihen solch verschiedene Elemente hat, wie die Prinzipienreiter der extremen Linken und Rechten, die nostalgischen oder unverbesserlichen Keynesianer Krugmanscher Art, die dogmatischen Monetaristen der flexiblen Wechselkurse wie Barro und andere, die blau\u00e4ugigen Vertreter der Theorie der optimalen W\u00e4hrungsr\u00e4ume von Mundell, die in Angst versetzten Dollar- (und Pfund-) Chauvinisten und schlie\u00dflich eine Legion von verwirrten Def\u00e4tisten, die \u201eangesichts des bevorstehenden Verschwindens des Euro\u201c vorschlagen, ihn zu sprengen und schnellstm\u00f6glich abzuschaffen.<sup>[11]<\/sup><\/p>\n<p>Vielleicht ist die klarste Veranschaulichung (oder wenn man will der beste Beweis) daf\u00fcr, dass Mises mit seiner Analyse des disziplinierenden Effekts fester Wechselkurse &#8211; und vor allem des Goldstandards &#8211; auf demagogische und gewerkschaftliche Politik vollkommen Recht hatte, die Art und Weise mit der die F\u00fchrer linker Parteien, der Gewerkschaften, progressiver Meinungsbildner, der \u201eindignierten Systembek\u00e4mpfer\u201c, rechtsextreme Politiker, und im Allgemeinen aller Liebhaber der Staatsausgaben, staatlicher Subventionen und des Interventionismus offen und frontal gegen die vom Euro auferlegte Disziplin und im Konkreten gegen den Verlust der monet\u00e4ren Autonomie jeden Landes sowie ihr Gegenst\u00fcck rebellieren: die so geschm\u00e4hte Abh\u00e4ngigkeit von den M\u00e4rkten, Spekulanten und internationalen Investoren bei der M\u00f6glichkeit die wachsende Staatsschuld abzusetzen, welche die Finanzierung der kontinuierlichen Defizite erfordert. Es reicht ein kurzer Blick in die am weitesten links stehenden Zeitungen<sup>[12]<\/sup> oder die Erkl\u00e4rungen der demagogischsten Politiker<sup>[13]<\/sup> oder der namhaftesten Gewerkschaftler zu lesen, um festzustellen, dass dies so ist und dass heute &#8211; genau wie es in den drei\u00dfiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit dem Goldstandard geschah &#8211; die Feinde des Marktes, die Verteidiger des Sozialismus, des Wohlfahrtstaats und die gewerkschaftliche Demagogie unisono sowohl \u00f6ffentlich als auch privat gegen \u201edie rigide Disziplin, welche uns der Euro und die Finanzm\u00e4rkte auferlegen\u201c anschreien und die unmittelbare und unbegrenzte Monetisierung aller Staatsschulden fordern, ohne im Gegenzug irgendwelche Sparma\u00dfnahmen im Haushalt oder Reformen, welche die Wettbewerbsf\u00e4higkeit verbessern, anzubieten.<\/p>\n<p>Innerhalb des akademischen Bereichs, jedoch auch mit gro\u00dfem Echo in den Medien ist die gro\u00dfe Offensive der gegenw\u00e4rtigen keynesianischen Theoretiker gegen den Euro herauszuheben. Diese ist erneut nur mit der Streitbarkeit vergleichbar, mit der Keynes selbst gegen den Goldstandard in den drei\u00dfiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts vorging. Besonders paradigmatisch ist der Fall Krugmans<sup>[14]<\/sup> , der als gewerkschaftlicher Kolumnist praktisch jede Woche die alte Leier wiederholt, dass der Euro ein \u201euntragbares Korsett\u201c f\u00fcr die Erholung der Besch\u00e4ftigung darstellt und es sich sogar herausnimmt, die verschwenderisch nordamerikanische Regierung daf\u00fcr zu kritisieren, dass sie nicht ausreichend expansiv agiere und bei ihren (andererseits zahlreichen) Fiskalstimuli zu kurz getreten sei.<sup>[15]<\/sup> Intelligenter und gebildeter, jedoch nicht weniger falsch, ist die Ansicht von Skidelsky, der zumindest die \u00d6sterreichische Konjunkturtheorie<sup>[16]<\/sup> als einzige Alternative zu seinem geliebten Keynes anf\u00fchrt und eindeutig anerkennt, dass die Interpretation der aktuellen Konjunktur, in der Tat, eine Wiederholung des Duells darstellt, welches Hayek und Keynes w\u00e4hrend der drei\u00dfiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts f\u00fchrten.<sup>[17]<\/sup><\/p>\n<p>Noch seltsamer ist die Position, welche die neoklassischen Theoretiker der flexiblen Wechselkurse im Allgemeinen und die Monetaristen und Mitglieder der Chicagoschule im Besonderen einnehmen.<sup>[18]<\/sup> Es erscheint, als ob in dieser Gruppe die Neigung f\u00fcr die flexiblen Wechselkurse und den monet\u00e4ren Nationalismus \u00fcber den Wunsch (den wir als ehrlich annehmen) \u00fcberwiegt, liberalisierende Wirtschaftsreformen anzusto\u00dfen. Tats\u00e4chlich ist es f\u00fcr diese Theoretiker das Wichtigste, die geldpolitische Autonomie aufrechtzuerhalten und die lokale W\u00e4hrung abwerten (oder absenken) zu k\u00f6nnen, um \u201edie Wettbewerbsf\u00e4higkeit wiederzugewinnen\u201c und die Arbeitslosigkeit so schnell als m\u00f6glich zu absorbieren, um schlie\u00dflich erst danach zu versuchen, Ma\u00dfnahmen der Flexibilisierung und Liberalisierung anzusto\u00dfen. Ihre Einfalt ist \u00fcberw\u00e4ltigend und wir haben uns schon auf dieselbe bezogen, als wir die Gr\u00fcnde der Meinungsverschiedenheit zwischen Mises f\u00fcr die Seite der \u00d6sterreichischen Schule und Friedman f\u00fcr die Seite der Theoretiker der Chicago-Schule in der Debatte um feste und flexible Wechselkurse kommentierten. Mises hat immer klar erkannt, dass die Politiker nur Ma\u00dfnahmen in die richtige Richtung ergreifen, wenn sie sich praktisch dazu gezwungen sehen und dass die flexiblen Wechselkurse und der monet\u00e4re Nationalismus praktisch jeden Anreiz eliminiert, der effektiv Politiker disziplinieren und die \u201eLohnrigidit\u00e4t nach unten\u201c (die sich so in eine Art selbsterf\u00fcllende Annahme verwandelt, welche Monetaristen und Keynesianer gemeinsam unbesehen akzeptieren) beenden als auch mit den Privilegien der Gewerkschaften und der restlichen Interessengruppen aufr\u00e4umen kann. Und daher wandeln sich Monetaristen langfristig, sogar zu ihrem eigenen Bedauern, in Reisegef\u00e4hrten der alten keynesianischen Lehren: \u201eNach der Wiedergewinnung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit\u201c schiebt man die Reformen auf sp\u00e4ter auf und was noch schlimmer ist, gew\u00f6hnen sich die Gewerkschaften daran, dass die verderblichen Effekte ihrer restriktiven Politik kontinuierlich durch sukzessive Abwertungen maskiert werden.<\/p>\n<p>Dieser latente Widerspruch zwischen dem freien Markt und der Unterst\u00fctzung des Nationalismus und der monet\u00e4ren Manipulation mittels \u201eflexibler\u201c Wechselkurse, wiederholt sich bei vielen Anh\u00e4ngern der Theorie von Robert A. Mundell zu den \u201eoptimalen W\u00e4hrungsr\u00e4umen\u201c.<sup>[19]<\/sup> Diese sind jene R\u00e4ume, in denen \u201czuvor\u201c\u009d eine gro\u00dfe Mobilit\u00e4t aller Produktionsfaktoren bestanden hat. Falls dies nicht der Fall ist, sei es besser, diese mit W\u00e4hrungen mit geringerer Ausweitung aufzuteilen, um so eine autonome Geldpolitik gegen\u00fcber \u201cexternen Schocks\u201c\u009d m\u00f6glich zu machen. Aber wir m\u00fcssen uns fragen: Ist diese Argumentation korrekt? Ganz und gar nicht. Die Hauptquelle der Rigidit\u00e4t der Arbeitsm\u00e4rkte liegt in der staatlichen Intervention und Regulierung der M\u00e4rkte selbst und ist fest in ihr verankert. Daher ist es absurd zu glauben, dass die Staaten und Regierungen schon vorher Harakiri begehen, ihre Macht aufgeben und ihre politische Klientel verraten mit dem Ziel, danach eine gemeinsame W\u00e4hrung anzunehmen. Die Realit\u00e4t ist genau das Gegenteil: Erst als sie in eine gemeinsame W\u00e4hrung (in unserem Falle den Euro) eingetreten sind, haben sich die Politiker gezwungen gesehen Reformen voranzutreiben, die bis vor kurzen unvorstellbar gewesen sind. In den Worten von Walter Block: \u201c\u2026 government is the main or only source of factor immobility. The state, with its regulations \u2026 is the prime reason why factors of production are less mobile than they would otherwise be. In a bygone era the costs of transportation would have been the chief explanation, but with all the technological progress achieved here, this is far less important in our modern \u201c\u02dcshrinking world\u2019. If this is so, then under laissez-faire capitalism, there would be virtually no factor immobility. Given even the approximate truth of these assumptions the Mundellian region then becomes the entire globe \u2013 precisely as it would be under the gold standard\u201c\u009d.<sup>[20]<\/sup> Und dieser Schluss von Block ist genauso auf die Eurozone anzuwenden, die, wie wir schon gesehen haben, ein \u201cProxy\u201c\u009d f\u00fcr den Goldstandard ist, der die willk\u00fcrliche Macht der Politiker der Mitgliedsstaaten diszipliniert und begrenzt.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen auch erw\u00e4hnen, dass die Keynesianer, Monetaristen und Mundellianer allesamt falsch liegen, da sie ausschlie\u00dflich in Begriffen makro\u00f6konomischer Aggregate argumentieren und daher &#8211; mit Unterschieden im Detail &#8211; die gleiche Anpassung via monet\u00e4rer Manipulation, fiskalischen \u201eFeintuning\u201c, und flexiblen Wechselkursen vorschlagen. F\u00fcr sie muss somit die Aufgabe des Verlassens der Krise auf makro\u00f6konomische Modelle und Sozialingenieure zur\u00fcckfallen. Sie \u00fcbersehen so vollst\u00e4ndig die profunde mikro\u00f6konomische Verzerrung, welche die monet\u00e4re (und fiskalische) Manipulation in der Struktur der relativen Preise und der Verflechtung der Kapitalg\u00fcter hervorruft.<\/p>\n<p>Eine erzwungene Abwertung \u201eschert alle \u00fcber einen Kamm\u201c, d.h. sie bedeutet einen pl\u00f6tzlichen linearen und gleichm\u00e4\u00dfigen prozentualen R\u00fcckgang aller Preise von Konsumg\u00fctern, Dienstleistungen und Produktionsfaktoren. Obzwar dies kurzfristig den Anschein einer intensiven Erholung der wirtschaftlichen Aktivit\u00e4t und einer gro\u00dfer Absorption der Arbeitslosigkeit erweckt, wird in Wirklichkeit die Struktur der relativen Preise vollst\u00e4ndig verzerrt (denn ohne die monet\u00e4re Manipulation w\u00e4ren einige Preise st\u00e4rker gefallen, andere weniger und einige w\u00e4ren \u00fcberhaupt nicht gefallen, sondern sogar noch gestiegen), eine allgemeine Fehlallokation von Produktivkr\u00e4ften und ein profundes Trauma erzeugt, bei dem jede Volkswirtschaft Jahre braucht, um es zu verdauen und sich davon zu erholen.<sup>[21]<\/sup> Diese mikro\u00f6konomische Analyse, welche sich auf die relativen Presie und die Produktionsstruktur konzentriert, wird typischerweise von den \u00d6konomen der \u00d6sterreichischen Schule vorgenommen.<sup>[22]<\/sup> Diese Analyse ist hingegen im analytischen Instrumentarium der Koryph\u00e4en der Volkswirtschaftslehre, die sich gegen den Euro stellen, vollkommen abwesend.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich, und au\u00dferhalb der rein akademischen Argumentation, erscheint die Beharrlichkeit der angels\u00e4chsischen \u00d6konomen, Investoren und Finanzanalysten beinahe suspekt, mit der sie darauf bestehen, den Euro herabzusetzen und ihm die schw\u00e4rzeste Zukunft zu prophezeien. Diese Einsch\u00e4tzung wird durch die scheinheilige Position der verschiedenen US-Regierungen (und in geringerem Ma\u00dfe der Regierung des Vereinigten K\u00f6nigreichs) gest\u00fctzt, welche halbherzig w\u00fcnschen, dass die Eurozone \u201eOrdnung in ihrer Volkswirtschaft herstellt\u201c und dabei opportunistisch vergessen zu erw\u00e4hnen, dass die Finanzkrise ihren Ursprung auf der anderen Seite des Atlantiks nahm, n\u00e4mlich in dem Chaos und der expansiven Geldpolitik, welche jahrelang die Federal Reserve anf\u00fchrte und dessen Effekte die Welt \u00fcber den Dollar infizierten, da dieser weiterhin als Weltreservew\u00e4hrung genutzt wird. Au\u00dferdem ist der Druck auf die Eurozone zumindest eine derart expansive und unverantwortliche Geldpolitik wie die Vereinigten Staaten (\u201equantitative easing\u201c) einzuleiten, beinahe unertr\u00e4glich und zugleich scheinheilig, da eine solche Geldpolitik zweifelsohne der europ\u00e4ischen Einheitsw\u00e4hrung endg\u00fcltig den Rest geben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Verbirgt sich hinter dieser Position der politischen, \u00f6konomischen und finanziellen angels\u00e4chsischen Welt nicht eine versteckte und vergrabene Angst, dass des Dollars Zukunft als Weltreservew\u00e4hrung bedroht ist, falls der Euro \u00fcberlebt und dem Dollar in nicht allzu ferner Zukunft eine wirkliche Konkurrenz machen kann? Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass diese Frage immer zul\u00e4ssiger wird und, obwohl sie heute politisch wenig korrekt erscheint, den Finger in die Wunde legt, welche die Analysten und Verantwortlichen der angels\u00e4chsischen Welt am meisten schmerzt: der Euro wird zum sehr m\u00e4chtigen Rivalen f\u00fcr den Dollar auf internationaler Ebene.<sup>[23]<\/sup><\/p>\n<p>Wie wir sehen, besteht die Antieurokoalition aus sehr verschiedenen und m\u00e4chtigen Interessen. Jede misstraut dem Euro aus unterschiedlichen Motiven. Jedoch teilen alle einen gemeinsamen Nenner: die Gr\u00fcnde, aus denen sie ihre Opposition zum Euro begr\u00fcnden, sind die gleichen (und sie w\u00fcrden sogar mit noch gr\u00f6\u00dferem Nachdruck wiederholt und sch\u00e4rfer artikuliert werden), die sie gegen den klassischen Goldstandard als internationales Geldsystem vorbringen w\u00fcrden. In der Tat besteht eine gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit zwischen den Kr\u00e4ften, die sich in den Drei\u00dfiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zusammen schlossen, um eine Abkehr vom Goldstandard zu erzwingen, und jenen, die heute &#8211; bis jetzt ohne Erfolg &#8211; versuchen, in Europa den alten und abgelaufenen monet\u00e4ren Nationalismus wiedereinzuf\u00fchren. Wie wir bereits gezeigt haben, war es damals technisch viel einfacher den Goldstandard zu verlassen als es heute das Verlassen der W\u00e4hrungsunion ist. In diesem Kontext sollte es nicht \u00fcberraschen, dass h\u00e4ufig sogar zum Behelf des dreistesten Def\u00e4tismus gegriffen wird: die Katastrophe und Unm\u00f6glichkeit des Erhalts der W\u00e4hrungsunion wird verk\u00fcndigt, um direkt im Anschluss als \u201eL\u00f6sung\u201c ihre unmittelbare Zerschlagung vorzuschlagen. Und es werden sogar internationale Wettbewerbe ausgeschrieben (selbstverst\u00e4ndlich im Vereinigten K\u00f6nigreich, der Heimat Keynes und des monet\u00e4ren Nationalismus), auf die sich Hunderte von \u201eExperten\u201c und Arbitristen bewerben; jeder einzelne mit seinen Vorschl\u00e4gen, wie man am besten und auf die schadloseste Art die Europ\u00e4ische W\u00e4hrungsunion auseinandernehmen kann.<sup>[24]<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>5. Die wirklichen Kapitalvergehen Europas und der fatale Fehler der Europ\u00e4ischen Zentralbank<sup>[25]<\/sup><\/strong><\/p>\n<p>Niemand kann bestreiten, dass die Europ\u00e4ische Union chronisch an einer Reihe wichtiger sozialer und wirtschaftlicher Probleme leidet. Dennoch ist der geschm\u00e4hte Euro kein Teil dieser Probleme. Ganz im Gegenteil wirkt der Euro als ein potentieller Katalysator, der die Schwere der wahren Probleme Europas offensichtlich macht und das Ergreifen der notwendigen Ma\u00dfnahmen zur L\u00f6sung dieser Probleme beschleunigt (oder \u201e\u00fcberst\u00fcrzt\u201c). In der Tat ist heute dank des Euro das Bewusstsein weiter verbreitet denn je, dass die \u00fcberdehnten europ\u00e4ischen Wohlfahrtsstaaten untragbar sind und wichtigen Reformen unterworfen werden m\u00fcssen.<sup>[26]<\/sup> Das gleiche l\u00e4sst sich \u00fcber die allumfassenden Hilfs- und Subventionsprogramme sagen, wobei die Gemeinsame Agrarpolitik die Kr\u00f6nung nicht nur hinsichtlich der sehr sch\u00e4dlichen Effekte sondern auch wegen ihrer vollst\u00e4ndigen \u00f6konomischen Irrationalit\u00e4t darstellt.<sup>[27]<\/sup> Und vor allem ist in diesem Sinne auch die Kultur der Sozialklempnerei und die erdr\u00fcckende Regulierung zu erw\u00e4hnen, die unter dem Vorwand der Harmonisierung der verschiedenen nationalen Gesetzgebungen die Gesellschaften versteinert und verhindert, dass der europ\u00e4ische Binnenmarkt ein wahrhaft freier Markt ist.<sup>[28]<\/sup> Heute zeigen sich mehr denn je die Hauptkosten aller dieser strukturellen M\u00e4ngel: ohne eine autonome Geldpolitik sehen sich die verschiedenen Regierungen dazu gezwungen, buchst\u00e4blich alle staatlichen Ausgabenposten zu \u00fcberdenken (und in diesem Falle zu reduzieren), und zu versuchen die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit zur\u00fcckzugewinnen und zu erh\u00f6hen, indem sie die M\u00e4rkte weit m\u00f6glichst deregulieren und flexibilisieren (und vor allem den Arbeitsmarkt, der traditionell in vielen L\u00e4ndern der W\u00e4hrungsunion besonders rigide ist).<\/p>\n<p>Den erw\u00e4hnten Kapitals\u00fcnden der europ\u00e4ischen Wirtschaft sollte noch eine weitere &#8211; vielleicht wegen ihres einzigartigen und heimt\u00fcckischen Charakters noch schwerere &#8211; hinzugef\u00fcgt werden. Wir spielen auf die gro\u00dfe Leichtigkeit an, mit der die europ\u00e4ischen Institutionen, oftmals wegen eine Fehlens von Weitblick, F\u00fchrung oder \u00dcberzeugung vom eigenen Projekt sich in politische Ma\u00dfnahmen verwickeln lassen, die langfristig mit den Anforderungen einer Gemeinschaftsw\u00e4hrung und einem echten freien Binnenmarkt inkompatibel sind.<\/p>\n<p>So ist es erstens erstaunlich festzustellen, wie es immer h\u00e4ufiger vorkommt, dass die wachsenden und erstickenden Regulierungsma\u00dfnahmen, die neu eingef\u00fchrt werden, aus dem akademischen und politischen Umfeld der angels\u00e4chsischen Welt und im Konkreten der Vereinigten Staaten<sup>[29]<\/sup> kommen, obgleich sich bereits sehr oft gezeigt hat, dass die Ma\u00dfnahmen ineffizient oder h\u00f6chst verzerrend sind. Dieser ungesunde Einfluss ist von fragw\u00fcrdigen Ursprungs (erinnern wir uns daran, dass die Agrarsubventionen, die Gesetzgebung die f\u00e4lschlicherweise als \u201eWettbewerbssicherung\u201c bezeichnet wird oder die Regulierungen zur Unternehmensf\u00fchrung und \u201esozialen Verantwortung des Unternehmens\u201c wie viele andere gescheiterte Interventionen ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten selbst haben). Diese Staatseingriffe wiederholen sich heute Tag f\u00fcr Tat, verst\u00e4rken sich &#8211; wie zum Beispiel in Bezug auf die internationalen Rechnungslegungsstandards oder bei den bis heute gl\u00fccklicherweise gescheiterten Versuchen, die Vereinbarungen von Basel III f\u00fcr den Bankensektor (oder Solvency II f\u00fcr den Versicherungssektor) zum Abschluss zu bringen &#8211; und leiden an unkorrigierbaren grunds\u00e4tzlichen theoretischen M\u00e4ngeln und schweren Umsetzungsproblemen in der Praxis.<sup>[30]<\/sup><\/p>\n<p>Ein zweites Beispiel des ungesunden angels\u00e4chsischen Einflusses ist der \u201eEuropean Economic Recovery Plan\u201c, der unter dem Schirm des Washingtoner Gipfel unter der F\u00fchrung keynesianischer Politiker wie Barack Obama und Gordon Brown sowie der Beratung von \u00d6konomen, die dem Euro feindlich gesinnt sind wie Krugman und anderer<sup>[31]<\/sup>, Ende 2008 durch die Europ\u00e4ische Kommission lanciert wurde und den Mitgliedsstaaten eine Erh\u00f6hung der Staatsausgaben von ungef\u00e4hr 1,5 Prozent des BIP empfahl (was aggregiert um die 200 Milliarden Euro ausmacht). Obwohl einige Staaten wie Spanien den Fehler begingen, ihre Staatshaushalte auszudehnen, blieb von diesem Plan &#8211; Gott sei gedankt und zum Gl\u00fcck des Euro &#8211; zur Verzweiflung der Keynesianer und ihrer J\u00fcnger<sup>[32]<\/sup> recht schnell nicht viel \u00fcbrig, als es offensichtlich wurde, dass dieser Plan nur daf\u00fcr sorgte, die Defizite zu erh\u00f6hen, das Erf\u00fcllen der Ziele des Vertrags von Maastricht unm\u00f6glich zu machen, und die M\u00e4rkte f\u00fcr Staatsanleihen der Eurozone zu destabilisieren. Erneut wirkte der Euro wie ein disziplinierender Rahmen und eine antizipierende Bremse f\u00fcr die Staatsdefizite im Kontrast zum Haushaltschaos der L\u00e4nder die Opfer des monet\u00e4ren Nationalismus sind: konkret die Vereinigten Staaten und besonders Gro\u00dfbritannien, welches 2010 mit einem Haushaltsdefizit von 10,1 Prozent des BIP und 2011 mit 8,8 Prozent abschloss, was weltweit nur von Griechenland und \u00c4gypten \u00fcbertroffen wurde. Trotz der enormen Defizite und Fiskalstimuli verharrt die Arbeitslosigkeit in Gro\u00dfbritannien und den Vereinigten Staaten auf Rekordniveaus (oder sehr hohen Niveaus) und ihren Volkswirtschaften gelingt es nicht, wieder in Schwung zu kommen.<\/p>\n<p>Drittens und am Wichtigsten ist der wachsende Druck zu Gunsten einer kompletten politischen Union in Europa herauszuheben, welche als einzige \u201eL\u00f6sung\u201c dargestellt wird, um das \u00dcberleben des Euro langfristig zu sichern. Neben den \u201eEurofanatikern\u201c, welche sich immer an irgendeinen Vorwand h\u00e4ngen, mit dem sie eine gr\u00f6\u00dfere Macht und Zentralismus zu Gunsten Br\u00fcssels rechtfertigen k\u00f6nnen, gibt es zwei Gruppen, welche zur Unterst\u00fctzung der politischen Union zusammenarbeiten. Einerseits und paradoxerweise die Feinde des Euro vor allem angels\u00e4chsischen Ursprungs: Die Nordamerikaner, geblendet von der Zentralmacht aus Washington und sich dessen bewu\u00dft, dass ihr Modell in Europa nicht wiederholbar ist, wissen, dass sie mit ihrem Vorschl\u00e4gen einen zersetzenden, t\u00f6dlichen Virus f\u00fcr den Euro einf\u00fchren. Die Briten nutzen den Euro (ungerechtfertigter Weise) als S\u00fcndenbock, um darauf ihre (vollkommen gerechtfertigten) Frustrationen \u00fcber den wachsenden Interventionismus aus Br\u00fcssel zu st\u00fclpen. Die zweite Gruppe besteht aus jenen Theoretikern und Denkern, die glauben, dass nur eine zentrales Regierungsorgan die Ziele f\u00fcr Defizit und Staatsverschuldung, welche in Maastricht vereinbart wurden, garantieren kann. Dieser Glaube ist falsch. Der Mechanismus der W\u00e4hrungsunion selbst garantiert, genau wie beim Goldstandard, dass jene L\u00e4nder, welche die Haushaltsstrenge und Stabilit\u00e4t verlassen, ihre Solvenz gef\u00e4hrdet sehen und sich bedr\u00e4ngt sehen, schnellstens Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um die Nachhaltigkeit der \u00f6ffentlichen Finanzen wiederzugewinnen; falls sie sich nicht gezwungen sehen wollen, ihre Zahlungen einzustellen.<\/p>\n<p>Trotz obiger Beobachtungen liegt das gr\u00f6\u00dfte Problem nicht in der Gefahr der unm\u00f6glichen politischen Union, sondern in der unbestreitbaren Tatsache, dass eine Politik der Kreditausweitung, welche von der Europ\u00e4ischen Zentralbank w\u00e4hrend einer Phase eines scheinbaren \u00f6konomischen Booms dauerhaft durchgef\u00fchrt wird, in der Lage ist, zumindest zeitweise den disziplinierenden Effekt des Euro auf die Wirtschaftsakteure der Mitgliedsl\u00e4nder zu eliminieren. Und so bestand <em>der fatale Fehler der Europ\u00e4ischen Zentralbank darin, Europa nicht zu isolieren und vor der gro\u00dfen Kreditausweitung zu sch\u00fctzen, welche weltweit durch die Federal Reserve der Vereinigten Staaten seit 2001 organisiert wurde<\/em>. W\u00e4hrend einiger Jahre erlaubte in flagranter Nichterf\u00fcllung des Vertrags von Maastricht die Europ\u00e4ische Zentralbank, dass die Geldmenge M3 in Raten von sogar \u00fcber 9 Prozent pro Jahr wuchs, was weit \u00fcber dem Wachstum der Geldmenge liegt, welches urspr\u00fcnglich von der EZB selbst festgelegt wurde.<sup>[31]<\/sup> Au\u00dferdem verteilte sich dieses Wachstum &#8211; auch wenn es weniger leichtsinnig als das von der Federal Reserve der Vereinigten Staaten zu verantwortende ist &#8211; ungleich auf die L\u00e4nder der W\u00e4hrungsunion, indem es \u00fcberproportional die Staaten der Peripherie (Spanien, Portugal, Irland und Griechenland) betraf, welche mit ansahen, wie ihre Geldaggregate in einem Rhythmus wuchsen der drei bis viermal h\u00f6her war als das Geldmengenwachstum in Frankreich oder Deutschland. Um dieses Ph\u00e4nomen zu erkl\u00e4ren, lassen sich verschiedene Gr\u00fcnde anf\u00fchren; \u00fcber den damaligen Druck Frankreichs und Deutschlands keine zu strikte Geldpolitik zu fahren, bis zur absoluten Kurzsichtigkeit der L\u00e4nder der Peripherie, die nicht anerkennen wollten, dass sie spekulative Blasen installiert hatten, und denen es auch nicht &#8211; wie im Fall Spaniens &#8211; gelang, ihren Repr\u00e4sentanten im Rat der EZB eindeutige Instruktionen zu geben, damit sie die strikte Einhaltung der von der EZB selbst angestrebten Geldmengenwachstumsziele auf die Tagesordnung setzten. Tats\u00e4chlich erf\u00fcllten in den Jahren vor der Krise alle diese L\u00e4nder, mit der Ausnahme Griechenlands<sup>[34]<\/sup>, die Defizitgrenze von 3% bequem. Einige schlossen wie im Fall Spaniens und Irlands sogar ihre Haushalte mit bedeutenden \u00dcbersch\u00fcssen ab.<sup>[35]<\/sup> Obwohl erreicht wurde, dass der Kern der Europ\u00e4ischen Union nicht in den irrationalen \u00dcberschwung der Vereinigten Staaten verwickelt wurde, reproduzierte sich dieser auf diese Weise mit heftiger Virulenz in der L\u00e4ndern der Peripherie Europas, ohne dass jemand &#8211; oder nur sehr wenige &#8211; die gro\u00dfe Gefahr der Vorg\u00e4nge richtig diagnostizierte.<sup>[36]<\/sup> Wenn die Akademiker und politischen Verantwortlichen sowohl in den betroffenen L\u00e4ndern als auch in der Europ\u00e4ischen Zentralbank anstatt der aus der angels\u00e4chsischen Welt importierten makro\u00f6konomischen und monetaristischen Analyseinstrumente das korrespondierende Instrumentarium der \u00d6sterreichischen Konjunkturtheorie benutzt h\u00e4tten<sup>[37]<\/sup> \u2013 schlie\u00dflich ist diese ein echtes Produkt kontinentalen \u00f6konomischen Denkens &#8211; dann h\u00e4tten sie rechtzeitig den gr\u00f6\u00dftenteils k\u00fcnstlichen Charakter der Prosperit\u00e4t dieser Jahre, die fehlende Nachhaltigkeit vieler Investitionen (vor allem im Immobiliensektor), welche durch die Leichtigkeit der Kreditvergabe ermutigt wurden, bemerkt und kurzum gewusst, dass der \u00fcberraschende \u00dcberfluss der wachsenden Staatseinnahmen nur von kurzer Dauer sein w\u00fcrde. Dennoch und gl\u00fccklicherweise hat sich, obwohl die Europ\u00e4ische Zentralbank im letzten Zyklus nicht den gerechtfertigten Anspr\u00fcchen der europ\u00e4ischen B\u00fcrger gewachsen war und ihre Politik tats\u00e4chlich als eine \u201egro\u00dfe Trag\u00f6die\u201c bezeichnet werden k\u00f6nnte, erneut die Logik des Euro als Einheitsw\u00e4hrung letztlich durchgesetzt und jeden Einzelnen gezwungen, sich wieder auf den Pfad der Kontrolle zu begeben und einen Sparkurs einzuschlagen. Im folgenden Absatz werden wir kurz die spezifische Form besprechen, mit der die Europ\u00e4ische Zentralbank ihre Politik w\u00e4hrend der Krise entwickelt hat und wodurch diese sich von der Politik der Zentralbanken der Vereinigten Staaten und Gro\u00dfbritanniens unterscheidet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>6. Euro vs. Dollar (und Pfund) und Deutschland vs. U.S.A. (und U.K.)<sup>[25]<\/sup><\/strong><\/p>\n<p>Eine der herausragendsten Aspekte des letzten Zyklus, der in der Gro\u00dfen Rezession von 2008 endete, ist zweifellos das divergierende Verhalten bei Geld- und Fiskalpolitik in der angels\u00e4chsischen Welt (basierend auf einem monet\u00e4ren Nationalismus) und in den L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion. Tats\u00e4chlich haben sowohl die Federal Reserve als auf die Bank von England seit Anbruch der Finanzkrise und Wirtschaftskrise in 2007-2008 eine Geldpolitik gefahren, welche die Zinss\u00e4tze praktisch auf Null senkte, massiv Zahlungsmittel geschaffen, was unter dem euphemistischen Ausdruch \u201equantitative easing\u201c bekannt wurde, und direkt und ganz ohne Scham Staatsschulden kontinuierlich monetisiert.<sup>[38]<\/sup> Zu dieser \u00fcberexpansiven Geldpolitik (in die simultan die Empfehlungen von Monetaristen und Keynesianern eingehen) kommt noch der resolute Fiskalstimulus, welcher sowohl in den Vereinigten Staaten als auch Gro\u00dfbritannien das Aufrechterhalten von Haushaltsdefiziten nahe 10 Prozent ihrer jeweiligen Bruttoinlandsprodukte bedeutet (diese Defizite werden trotzdem noch, zumindest von den verbohrtesten Keynesianern wie Krugman und anderen als unzureichend angesehen).<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu dem was mit Dollar und Pfund geschieht, k\u00f6nnen gl\u00fccklicherweise in der Eurozone Geldinjektionen nicht mit der gleichen Leichtigkeit vorgenommen werden. Auch kann ein Haushaltschaos nicht unbegrenzt derart ungestraft aufrechterhalten werden. Zumindest in der Theorie ist es der Europ\u00e4ischen Zentralbank nicht gestattet, europ\u00e4ische Staatsschulden zu monetisieren. Obwohl sie auf massive Weise Staatsanleihen als Sicherheiten f\u00fcr ihre enormen Kredite an den Bankensektor akzeptiert und sogar ab dem Fr\u00fchling 2010 direkt und sporadisch Anleihen der am st\u00e4rksten bedrohten L\u00e4nder der Peripherie (Griechenland, Portugal, Irland, Italien und Spanien) aufgekauft hat, ist es richtig, dass ein grundlegender \u00f6konomischer Unterschied zwischen der Handlungsweise der Vereinigten Staaten und Gro\u00dfbritannien einerseits und der Politik Kontinentaleuropas andererseits besteht: W\u00e4hrend die monet\u00e4re Aggression und das Haushaltschaos in der angels\u00e4chsischen Welt scham- und bedenkenlos mit Absicht durchgef\u00fchrt werden, wird diese Politik in Europa nur \u201ez\u00e4hneknirschend\u201c nach vielen, sukzessiven und endlosen \u201eGipfeln\u201c verfolgt, wobei das Ergebnis die Frucht langer, harter und multilateraler Verhandlungen ist, bei denen es notwendig ist, eine \u00dcbereinstimmung von L\u00e4ndern mit sehr unterschiedlichen Interessen zu erreichen und, was das Wichtigste ist: <em>die Geldspritzen und die Hilfe f\u00fcr L\u00e4nder mit Schuldschwierigkeiten werden im Gegenzug f\u00fcr Reformen bemessen und bewilligt, die auf Haushaltssparma\u00dfnahmen (und nicht Fiskalstimuli) und der Einf\u00fchrung von Ma\u00dfnahmen der Angebotsseite beruhen, welche mit Liberalisierung und der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der M\u00e4rkte konsistent sind<\/em>.<sup>[39]<\/sup> Obwohl eine viel fr\u00fchere \u201cde facto\u201c\u009d Zahlungseinstellung des hellenischen Staates, die einen Schuldenschnitt (hair cut) von beinahe 75 Prozent f\u00fcr Privatinvestoren erreicht hat, die f\u00e4lschlicherweise in diese Schulden vertraut hatten, besser gewesen w\u00e4re, ist ein untr\u00fcgliches Zeichen an die M\u00e4rkte gesendet worden, das f\u00fcr die restlichen L\u00e4nder in Schwierigkeiten keinen anderen Ausweg l\u00e4sst als mit Ensthaftigkeit, Energie und ohne Aufschub die notwendigen Reformen anzupacken. Und wie wir bereits gesehen haben, haben selbst Staaten wie Frankreich, bis heute scheinbar unantastbar und wohlhabend mit ihren \u00fcberdehnten Wohlfahrtsstaaten, erlebt, wie sie die h\u00f6chste Kreditqualit\u00e4t f\u00fcr ihre Staatsschulden verloren, wodurch sich die Zinsdifferenz zu deutschen Bundesanleihen vergr\u00f6\u00dferte und sie sich zunehmend gezwungen sahen, Spar- und Liberalisierungsma\u00dfnahmen zu ergreifen, wollten sie nicht ihre bis dato unanfechtbare Mitgliedschaft im \u201eharten Kern\u201c des Euro gef\u00e4hrdet sehen.<sup>[40]<\/sup><\/p>\n<p>Aus politischer Sicht ist auf jeden Fall die F\u00fchrung durch Deutschland offensichtlich (und im Besonderen durch Kanzlerin Angela Merkel), welche diesen ganzen Gesundungs- und Sparprozess anst\u00f6\u00dft (und sich gegen jede Art t\u00f6richter Vorschl\u00e4ge, wie die Emission von \u201eEurobonds\u201c zur Wehr setzt, welche die Anreize zu durchgreifenden Reformen in den Krisenl\u00e4ndern eliminierten). Dies geschieht vielfach gegen Wind und Str\u00f6mung, da einerseits der internationale Druck &#8211; vor allem seitens der nordamerikanischen Regierung Barack Obama\u00c2\u00b4s &#8211; hin zu einem Fiskalstimulus konstant ist. Obama\u00c2\u00b4s Regierung nutzt dabei die \u201eEurokrise\u201c, um vom Fehlschlag der eigenen Politik abzulenken. Andererseits bietet Deutschland dem Unverst\u00e4ndnis und der Ablehnung seitens all jener die Stirn, welche nur w\u00fcnschen im Euro zu verbleiben, weil es ihnen Vorteile bringt, sich aber gleichzeitig gewaltsam gegen die bittere Disziplin str\u00e4uben, welche die Einheitsw\u00e4hrung allen, und vor allem den populistischsten Politikern und den unverantwortlichsten privilegierten Interessengruppen aufzwingt.<\/p>\n<p>In jedem Fall und zu Illustrationszwecken, die verst\u00e4ndlicherweise Keynesianer und Monetaristen zur Verzweiflung treiben, ist es notwendig zu betonen, wie verschieden bis heute die Ergebnisse der nordamerikanischen Politik des Fiskalstimulus und monet\u00e4ren \u201equantitative easing\u201c verglichen mit der deutschen Angebotspolitik und relativen Fiskalsparsamkeit im monet\u00e4ren Umfeld des Euro gewesen ist: das Staatsdefizit betr\u00e4gt in Deutschland 1%, in den Vereinigten Staaten \u00fcber 8,20%; Arbeitslosigkeit liegt in Deutschland bei 6,9 %, in den Vereinigten Staaten bei knapp 9%; die Inflation ist in Deutschland 2,5%, in den Vereinigten Staaten \u00fcber 3,17%; das Wachstum in Deutschland steht bei 3%, in den Vereinigten Staaten bei 1,7% (Die Parameter f\u00fcr Gro\u00dfbritannien sind noch ein wenig schlechter als die amerikanischen). Der Zusammenprall der Paradigmen und der Kontrast der Ergebnisse k\u00f6nnte nicht offensichtlicher sein.<sup>[41]<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>7. Schlussfolgerung: Hayek versus Keynes<\/strong><\/p>\n<p>Genau wie seinerzeit beim Goldstandard gibt es unz\u00e4hlige Kritiker des Euro, die diesen wegen seiner gr\u00f6\u00dften Tugend hassen: Die F\u00e4higkeit, verschwenderische Politiker und Interessengruppen zu disziplinieren. Es ist offensichtlich, dass der Euro in keiner Weise der ideale Geldstandard ist. Das ideale Geldsystem lie\u00dfe sich nur mit einem klassischen Goldstandard, einer Reservevolldeckung f\u00fcr Sichteinlagen und der Abschaffung der Zentralbanken erreichen. Und so ist es sehr gut m\u00f6glich, dass sobald etwas Zeit verflossen ist und die geschichtliche Erinnerung \u00fcber die j\u00fcngsten monet\u00e4ren und finanziellen Ereignisse verblasst sind, die Europ\u00e4ische Zentralbank erneut ihre alten Fehler begeht und eine neue Blase der Kreditausweitung antreibt und pflegt.<sup>[42]<\/sup> Aber wir sollten nicht vergessen, dass die S\u00fcnden der Federal Reserve und der Bank von England noch viel schwerwiegender gewesen sind, und dass zumindest in Kontinentaleuropa der Euro dem monet\u00e4ren Nationalismus ein Ende gesetzt hat und f\u00fcr die Staaten der W\u00e4hrungsunion als ein \u201eProxy\u201c des Goldstandards (auch wenn es ein zur\u00fcckhaltender Proxy ist) fungiert. Somit treibt der Euro zu haush\u00e4lterischer Strenge, tendenziell die Wettbewerbsf\u00e4higkeit erh\u00f6henden Reformen und setzt den Missbr\u00e4uchen des Wohlfahrtsstaates und der politischen Demagogie ein Ende.<\/p>\n<p>In jedem Fall ist es wichtig anzuerkennen, dass wir uns an einem historischen Punkt befinden.<sup>[43]<\/sup> Vom \u00dcberleben des Euro h\u00e4ngt es ab, ob ganz Europa die traditionelle germanische Geldstabilit\u00e4t verinnerlicht und sich zu Eigen macht. Diese Stabilit\u00e4t ist in der Praxis der einzige und unersetzbare disziplinarische Rahmen, unter dem kurz- und mittelfristig die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und das Wachstum der Europ\u00e4ischen Union angetrieben werden kann. Aus internationaler Sicht wird das \u00dcberleben und die Konsolidierung des Euro es zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg erm\u00f6glichen, dass eine W\u00e4hrung entsteht, die effektiv mit dem Dollarmonopol als Weltreservew\u00e4hrung konkurrieren kann und daher die F\u00e4higkeit Nordamerikas diszipliniert, systemische Finanzkrisen wieder anzusto\u00dfen, die wie jene von 2007 die Ordnung der Weltwirtschaft gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Vor ein wenig mehr als achtzig Jahren befand sich die Welt in einem sehr \u00e4hnlichen historischen Kontext, als man debattierte, ob es besser sei, beim Goldstandard zu bleiben und mit ihm sich der Haushaltsausterit\u00e4t, den flexiblen Arbeitsm\u00e4rkten und dem freien und friedfertigen Handel anheim zu geben, oder aber den Goldstandard zu verlassen und somit allerorten den monet\u00e4ren Nationalismus, inflation\u00e4re Politik, Starrheit der Arbeitsm\u00e4rkte, Interventionismus, \u201eWirtschaftsfaschismus\u201c und Handelsprotektionismus einzuf\u00fchren. Hayek und die \u00d6sterreichischen \u00d6konomen &#8211; allen voran Mises &#8211; unternahmen eine titanische intellektuelle Anstrengung, indem sie die Vorteile des Goldstandards und der Handelsfreiheit analysierten, erkl\u00e4rten und verteidigten. Sie taten dies gegen\u00fcber Theoretikern &#8211; angef\u00fchrt von Keynes und den Monetaristen -, die darauf setzten, die monet\u00e4ren und fiskalischen Fundamente der liberalen Wirtschaft zu sprengen, die bis dahin die Industrielle Revolution und den Fortschritt der Zivilisation angetrieben hatten.<sup>[44]<\/sup> In diesem Fall entwickelte sich das \u00f6konomische Denken schlie\u00dflich auf ganz anderen Pfaden als den von Mises und Hayek verteidigten mit den unheilvollen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen, die wir alle kennen. Als Konsequenz dessen ist erstaunlicherweise die Welt heute im Einundzwanzigsten Jahrhundert immer noch mit finanzieller Instabilit\u00e4t, einem Fehlen an Haushaltsdisziplin und politischer Demagogie behaftet. Aus all diesen Gr\u00fcnden und vor allem, weil die Weltwirtschaft dies dringend ben\u00f6tigt, verdienen es bei dieser neuen Gelegenheit Mises und Hayek<sup>[45]<\/sup> endlich zu triumphieren, und der Euro (zumindest provisorisch bis er definitiv durch einen Goldstandard abgel\u00f6st wird) verdient es zu \u00fcberleben.<sup>[46]<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<p><!-- fnXXX begin --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [1]Die wichtigsten Autoren und theoretischen Entwicklungen sind in Huerta de Soto 2011a [1998] zu finden.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [2]Ibidem, Kapitel 9.<br \/>\n<!-- fnXXX begin --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [3]F.A. Hayek 1971 [1937].<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [4]Obzwar Hayek diese nicht explizit erw\u00e4hnt, bezieht er sich auf die Theoretiker der Chicago-Schule mit Milton Friedman an der Spitze, die wie in anderen Bereichen den Keynesianern die Hand reichen.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [5]Wir werden sp\u00e4ter sehen, wie bei einer gemeinsamen W\u00e4hrung wie dem Euro die disziplinierende Rolle der festen Wechselkurse durch die Kurse der Staats- und Unternehmensschulden eines Landes \u00fcbernommen wird.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [6]Um das Argument von Mises noch zu verst\u00e4rken, m\u00fcssen wir hinzuf\u00fcgen, dass der von Churchill nach dem Ersten Weltkrieg begangene Fehler nicht dem Goldstandard selbst anzulasten ist. Churchill setzte die Parit\u00e4t fest ohne die gro\u00dfe Inflation des Papier-Pfunds, welches zur Kriegsfinanzierung ausgegeben worden war, zu ber\u00fccksichtigen. Dieser Fehler hat weder etwas mit der aktuellen Situation des Euro gemein, der frei an den internationalen M\u00e4rkten gehandelt wird, noch mit den Problemen der Peripheriestaaten der Euozone, die ihren Ursprung im Verlust der realen Wettbewerbsf\u00e4higkeit ihrer Produkte w\u00e4hrend der Blasenjahre haben (Huerta de Soto, 2011a, 351, 483).<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [7]In Spanien haben verschiedene \u00d6sterreichische \u00d6konomen sich jahrzehntelang vergeblich f\u00fcr die Einf\u00fchrung dieser (und vieler anderer) Reformen ausgesprochen. Diese Reformen sind erst jetzt und dank des Euro mit erstaunlicher Dringlichkeit politisch m\u00f6glich geworden. Zwei Beobachtungen: Die Ma\u00dfnahmen in die richtige Richtung sind durch eine Steuererh\u00f6hung, vor allem auf die Einkommen und die Ertr\u00e4ge aus mobilen Kapital getr\u00fcbt worden (vgl. Das \u201c<a href=\"http:\/\/www.juandemariana.org\/nota\/5371\/manifiesto\/subida\/impositiva\/respeto\/senor\">Manifest<\/a>\u201c\u009d gegen die Steuererh\u00f6hungen, welche ich zusammen mit f\u00fcnfzig weiteren \u00d6konomen im Februar 2012 unterzeichnet habe) im Hinblick auf die Haushaltsstabilit\u00e4t und den ausgeglichenen Haushalt ist zu sagen, dass diese eine notwendige, jedoch nicht hinreichende Bedingung f\u00fcr das erneute Beschreiten eines nachhaltigen Wachstumspfades ist. Denn bei einer erneuten Kreditausweitung braucht es signifikante und enorme Haushalts\u00fcbersch\u00fcsse w\u00e4hrend der \u201cfetten Jahre\u201c\u009d, um eine Wiederholung der schweren Probleme, die uns heute bedr\u00e4ngen, zu vermeiden.<br \/>\n<!-- fnXXX begin --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [8]Zum ersten Mal und dank des Euro stellt sich Griechenland den Herausforderungen seiner eigenen Zukunft. Obwohl die verbitterten Monetaristen und st\u00f6rrischen Keynesianer es nicht anerkennen wollen, ist eine interne Deflation m\u00f6glich und impliziert keine \u201cperverse\u201c\u009d Abw\u00e4rtsspirale, wenn sie von grundlegenden Reformen der Liberalisierung und der R\u00fcckgewinnung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit begleitet wird. Es stimmt, dass Griechenland bereits bedeutende Hilfen erhalten hat und erh\u00e4lt. Aber es ist nicht weniger wahr, dass Griechenland die historische Verantwortung tr\u00e4gt, alle jene Unken zu widerlegen, die aus verschiedenen Gr\u00fcnden es darauf abgesehen haben, dass die griechische Anstrengung misslingt, sodass sie in ihren Modellen die so abgedroschene (und eigenn\u00fctzige) Hypothese aufrechterhalten k\u00f6nnen, dass die Preise (und L\u00f6hne) nach unten rigide seien (Vgl. au\u00dferdem unsere Bemerkungen in Fu\u00dfnote 9 \u00fcber die desastr\u00f6sen Effekte, welche die so gelobte Abwertung von Argentinien 2001 zeitigte). Zum ersten Mal hat sich der traditionell chaotische und korrupte griechische Staat einer \u201cRosskur\u201c\u009d unterzogen. In den zwei Jahren (2010-2011) hat sich das Staatsdefizit um 8 Prozent verringert, die Geh\u00e4lter der Beamten wurden zun\u00e4chst um 15% und dann um weitere 20% gek\u00fcrzt. Die Zahl der Staatsdiener wurde um 80.000 reduziert und beinahe die H\u00e4lfte der Gemeineangestellten wurden entlassen. Das Rentenalter wurde erh\u00f6ht und die Mindestl\u00f6hne gesenkt, etc., etc. (Vidal-Folch 2012). Dieser \u201cheroische\u201c\u009d Neuaufbau sticht positiv vom \u00f6konomischen und sozialen Verfall Argentiniens ab, welches den umgekehrten Weg des monet\u00e4ren Nationalismus, der Abwertung und Inflation einschlug.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [9] Wir sind daher gl\u00fccklicherweise \u201cangekettet an den Euro,\u201c\u009d um einen gelungenen Ausdruck von Cabrillo (Cabrillo 2012) zu verwenden. Vielleicht das heute typischste Beispiel, welches von Keynesianern und Monetaristen angef\u00fchrt wird, um die \u201eVorteile\u201c einer Abwertung und das Verlassen eines festen Wechselkurs zu veranschaulichen, ist der Fall Argentiniens nach dem \u201eBankrun\u201c, der im Dezember 2001 stattfand. Dieses Beispiel ist doppelt falsch aus zwei Gr\u00fcnden. Erstens, weil der Bankrun lediglich eine Illustration davon ist, dass ein Teildeckungsbankensystem ohne einen Kreditgeber letzter Instanz unm\u00f6glich funktionieren kann (Huerta de Soto 2011a, 610). Zweitens, weil nach der so gelobten Abwertung das argentinische BIP pro Kopf sich von 7.726 Dollar im Jahr 2000 auf 2.767 Dollar zwei Jahre sp\u00e4ter reduzierte, was einen Wertverlust von zwei Drittel ausmacht. Dieser R\u00fcckgang von 65 Prozent des argentinischen Einkommens und Reichtums sollte all jene erbleichen, die sich heute unbeholfen und gewaltt\u00e4tig kund tun, um &#8211; wie beispielsweise in Griechenland &#8211; gegen die relativ geringeren Opfer und Preisr\u00fcckg\u00e4nge der gesunden und unausweichlichen internen Deflation zu protestieren, welche die Disziplin des Euro auferlegt. Au\u00dferdem sollte alle Phrasendrescherei \u00fcber die \u201ebeeindruckenden\u201c Wachstumsraten in Argentinien (\u00fcber 8 Prozent j\u00e4hrlich ab 2003) wenig oder gar nicht beeindrucken unter Ber\u00fccksichtigung der \u00e4u\u00dferst reduzierten Ausgangsbasis nach der Abwertung und der Armut, dem Kr\u00e4fteverfall und chaotischen Charakter der argentinischen Volkswirtschaft, in der ein Drittel der Bev\u00f6lkerung letztlich von Subventionen und Beihilfen abh\u00e4ngt, die tats\u00e4chliche Inflationsrate 30 Prozent \u00fcbersteigt und die Knappheit, die Beschr\u00e4nkungen, die Regulierung, die Demagogie, das Ausbleiben von Reformen und die (Miss)Kontrolle der Regierung an der Tagesordnung sind (Gallo 2012). Auf \u00e4hnlich Weise \u00e4u\u00dfert sich Pierpaolo Barbieri: \u201cI find truly incredible that serious commentators like economist Nouriel Roubini are offering Argentina as a role model for Greece\u201c (Barbieri 2012).<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [10]Mario Draghi, Pr\u00e4sident der EZB, selbst ist sogar zu dem Schlu\u00df gekommen, dass das \u201ccontinental\u2019s social model is \u201c\u02dcgone\u2019\u201c\u009d (Draghi 2012).<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [11] Zu dieser Analyse z\u00e4hle ich nicht meinen verehrten Sch\u00fcler und Kollegen Philipp Bagus (The Tragedy of the Euro, The Ludwig von Mises Institute, Auburn, Alabama, U.S.A. 2010). Denn aus deutscher Sicht bedroht die Manipulation des Euro durch die Europ\u00e4ische Zentralbank die traditionelle monet\u00e4re Stabilit\u00e4t, deren sich Deutschland mit der DM erfreute. Zweifelhafter erscheint mir sein Argument, dass der Euro unverantwortliche Politik durch einen Effekt ermutigt hat, welcher einer Trag\u00f6die der Allmende eigen ist. Denn w\u00e4hrend der Blasenperiode erfreuten sich die Mehrheit der L\u00e4nder, die heute Probleme haben, mit der einzig m\u00f6glichen Ausnahme Griechenlands, eines Haushalts\u00fcberschusses (oder kamen ihm sehr nahe). Daher glaube ich, dass Bagus besser gelegen h\u00e4tte, wenn er sein im \u00dcbrigen exzellentes Werk Die Trag\u00f6die der Europ\u00e4ischen Zentralbank genannt h\u00e4tte, und damit besonders die schweren Fehler ber\u00fccksichtigt h\u00e4tte, welche die Europ\u00e4ischen Zentralbank w\u00e4hrend der Boomphase begangen hat und die wir in einem sp\u00e4teren Absatz kommentieren werden (ich danke Juan Ram\u00c3\u00b3n Rallo, der mir diese Idee nahegelegt hat).<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [12] Die Leitlinie der inzwischen eingestellten spanischen Tageszeitung P\u00c3\u00bablico war in diesem Sinne paradigmatisch (vgl. zudem und als Beispiel den Fall von Estefan\u00c3\u00ada 2011, und seine Kritik der bereits kommentierten Reform des Art. 135 der spanischen Verfassung, der das \u201cantikeyenesianische\u201c\u009d Prinzip des stabilen und ausgeglichenen Haushalts verankert).<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [13] Vgl. beispielsweise die Erkl\u00e4rungen des sozialistischen Kandidaten f\u00fcr die franz\u00f6sische Pr\u00e4sidentschaft, f\u00fcr den \u201cder Weg der Sparsamkeit ineffizient, t\u00f6dlich und gef\u00e4hrlich ist.\u201c\u009d (Hollande 2012), oder die Aussagen der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen, nach der \u201ewir zur\u00fcck zum Franc gehen und das Zwischenspiel des Euro beenden sollten\u201c (Martin Ferrand 2012).<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [14] Vgl. als einen unter vielen Aufs\u00e4tzen Krugman 2012.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [15] Das Staatsdefizit der Vereinigten Staaten betrug in Relation zum Bruttoinlandsprodukt zwischen 10% und 8,2% in den letzten drei Jahren und somit mehr als dreimal so hoch wie das deutsche, das 2011 bei nur 1% lag.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [16] Eine moderne Erkl\u00e4rung der \u00d6sterreichischen Konjunkturtheorie ist in Huerta de Soto 2011a zu finden.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [17] Skidelsky 2011.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [18]Die Zahl der \u00d6konomen dieser Gruppe ist Legion. Die Mehrheit kommt (welch Zufall!) aus der Dollar-Pfund-Zone. Zu diesen z\u00e4hlen beispielsweise Robert Barro (2012), Martin Feldstein (2011) und der Berater des Pr\u00e4sidenten Barack Obama, Austan Golsbee (2011). Unter uns m\u00fcssen wir, auch aus anderen Gr\u00fcnden, in diese Gruppe \u00d6konomen vom Prestige eines Pedro Schwartz, Francisco Cabrillo oder Alberto Recarte einschlie\u00dfen.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [19] Mundell 1961.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [20] Block 1999, 21.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [21] Vgl. die exzellente Analyse \u00fcber den gro\u00dfen Schaden, welche die Abwertung des Pfunds auf Gro\u00dfbritannien aus\u00fcbt, von Whyte 2012; zu den Vereinigten Staaten ist Laperriere 2012 zu konsultieren.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [22] Huerta de Soto 2011a.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [23]The euro, as the currency of an economic zone that exports more than the United States, has well-developed financial markets, and is supported by a world class central bank, is in many aspects the obvious alternative to the dollar. While currently it is fashionable to couch all discussions of the euro in doom and gloom, the fact is that the euro accounts for 37 percent of all foreign exchange market turn over. It accounts for 31 percent of all international bond issues. It represents 28 percent of the foreign exchange reserves whose currency composition is divulged by central banks\u201c\u009d (Eichengreen 2011, 130). Guy Sorman seinerseits hat sich bezogen auf \u201cdie ambivalente Einstellung der Experten und Finanzakteuere aus den Vereinigten Staaten. Ihnen hat der Euro niemals gefallen, weil er, per definitionem, mit dem Dollar konkurriert: Weisungsgem\u00e4\u00df erkl\u00e4rten uns die angeblichen amerikanischen Experten, dass der Euro nicht ohne eine Zentralregierung und ohne eine Fiskalunion \u00fcberleben k\u00f6nne\u201c\u009d (Sorman 2011). Insgesamt ist klar, dass die Verteidiger eines W\u00e4hrungswettbewerbs ihre Kr\u00e4fte besser gegen das Dollarmonopol wenden solllten (in dem sie beispielsweise den Euro unterst\u00fctzen) als f\u00fcr eine Wiedereinf\u00fchrung und Wettbewerb zwischen lokalen \u201cZwergw\u00e4hrungen\u201c\u009d ohne gro\u00dfe Relevanz einzutreten (Drachme, Escudo, Peseta, Lira, Pfund, Franc und, sogar DM).<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [24] Dies ist beispielsweise bei dem im Vereinigten K\u00f6nigreich durch Lord Wolfson, dem Eigent\u00fcmer der Ladenkette Next, ausgerufenen Wettbewerb der Fall, f\u00fcr den bis jetzt nicht weniger als 650 \u201eExperten\u201c und Arbitristen Vorschl\u00e4ge eingereicht haben. W\u00e4re da nicht diese offensichtliche und grobe Scheinheiligkeit bei Initiativen dieser Art, die immer au\u00dferhalb der Eurozone ausgerufen werden (und vor allem im angels\u00e4chsischen Raum von jenen, die den Euro f\u00fcrchten, hassen oder geringsch\u00e4tzen), m\u00fcsste man f\u00fcr die gro\u00dfe Anstrengung und das Interesse danken, welche f\u00fcr die Zukunft einer W\u00e4hrung an den Tag gelegt wird, die letztlich nicht die eigene ist.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [25] Vielleicht ist es n\u00fctzlich klarzustellen, dass der Autor dieser Zeilen ein \u201cEuropaskeptiker\u201c\u009d ist, der daf\u00fcr eintritt, dass die Europ\u00e4ische Union sich ausschlie\u00dflich darauf beschr\u00e4nkt, den freien Verkehr von Personen, Kapital und G\u00fctern in einem Umfeld einer Einheitsw\u00e4hrung (wenn m\u00f6glich Goldstandard) zu garantieren.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [26] Wie wir bereits erw\u00e4hnt haben, gab es beispielsweise j\u00fcngst gesetzliche \u00c4nderungen, die das Renteneintrittsalter sogar bis auf 67 Jahre erh\u00f6ht haben (mit einem zus\u00e4tzlichen Aufschub in Funktion der k\u00fcnftigen Lebenserwartung. Derartige Reformen sind auf dem Wege oder wurden bereits eingef\u00fchrt in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Griechenland. Ein weiteres Beispiel ist die Einf\u00fchrung der sogenannten Praxisgeb\u00fchr und weitergehende Privatisierungen im Bereich der staatlichen Gesundheitsf\u00fcrsorge. Diese zaghaften Schritte gehen in die richtige Richtung. Wegen ihrer hohen politischen Kosten w\u00e4ren sie ohne Euro nicht unternommen worden und stechen auch gegen die gegens\u00e4tzliche Tendenz heraus, welche die Gesundheitsreform Barack Obamas darstellt oder den offensichtlichen Reformstau, bei den unausweichlichen Reformen des britischen National Health Service.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [27] O\u2019Caithnia 2011.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [28] Booth 2011.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [29] Vgl. beispielsweise, \u201cUnited States\u2019 Economy: Over-regulated America: The home of laissez-faire is being suffocated by excessive and badly written regulation\u201c\u009d, The Economist, 18. Februar, 2012, S. 8, und die dort angef\u00fchrten Beispiele.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [30] Huerta de Soto 2003 und 2008.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [31]Zur Hysterie zu Gunsten der grandiosen Fiskalstimuli dieser Zeit ist Fernando Ulrich 2011 zu empfehlen.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [32] Krugman 2012.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [33] Konkret \u00fcbersteigt das durchschnittliche Wachstum von M3 in der Eurozone zwischen 2000 und 2011 6,3%, wobei die hohen Wachstumsraten w\u00e4hrend der Blasenjahre 2005 (zwischen 7% und 8%), 2006 (zwischen 8% und 10%) und 2007 (zwischen 10% und 12%) zu betonen sind. Die vorstehenden Daten beweisen, wie bereits gezeigt worden ist, dass das Ziel eines ausgeglichenen Staatshaushalts, obzwar es sehr l\u00f6blich ist, nur eine notwendige aber keine hinreichende Bedingung f\u00fcr Stabilit\u00e4t ist: im Laufe eines durch Kreditausweitung angesto\u00dfenen Zyklus k\u00f6nnen Verpflichtungen f\u00fcr Staatsausgaben w\u00e4hrend der Expansionsphase eingegangen werden mit der falschen Ruhe, welche die \u00dcbersch\u00fcsse generieren. Diese Staatsausgaben sind dann, wenn unausweichlich die Rezession einsetzt, nicht aufrecht zu erhalten. Dies zeigt, dass das Ziel des ausgeglichenen Haushalts au\u00dferdem eine Wirtschaft erfordert, die nicht dem Hin und Her der Kreditausweitung unterliegt, oder zumindest, die Jahre der Expansion mit enormen \u00dcbersch\u00fcssen abschlie\u00dft.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [34] Griechenland w\u00e4re damit der einzige Fall, auf den man das Argument der \u201cTrag\u00f6die der Allmende\u201c\u009d anwenden k\u00f6nnten, welches im Bezug auf den Euro in Bagus 2010 entwickelt wird. Daher haben wir im obigen Text argumentiert, dass das bemerkenswert Buch von Bagus statt Die Trag\u00f6die des Euro besser Die Trag\u00f6die der Europ\u00e4ischen Zentralbank genannt worden w\u00e4re.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [35] Die \u00dcbersch\u00fcsse Spaniens betrugen in den Jahren 2005, 2006 und 2007 jeweils 0,96%, 2,02% und 1,90%. Die \u00dcbersch\u00fcsse Irlands beliefen sich in den Jahren 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007 jeweils auf 0,42%, 1,40%, 1,64%, 2,90% und 0,67%.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [36] Als Ausnahme lie\u00dfe sich der Autor dieser Zeilen selbst zitieren, Huerta de Soto 2011a (xxxvii).<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [37] Ibidem.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [38] Zur Zeit (2011-2012) kauft die Federal Reserve direkt um die 40 Prozent der neu ausgegebenen amerikanischen Staatsschulden. \u00c4hnliches l\u00e4sst sich \u00fcber die Bank von England sagen, welche direkt 25 Prozent der gesamten Staatsschulden des Vereinigten K\u00f6nigreichs h\u00e4lt. Angesichts dieser Zahlen erscheint die (direkte und indirekte) Monetisierung durch die Europ\u00e4ische Zentralbank als ein \u201cKinderspiel.\u201c\u009d<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [39] Luskin und Roche Kelly sind sogar so weit gegangen sich auf \u201cEurope\u2019s Supply-Side Revolution\u201c\u009d (Luskin und Roche Kelly 2012) zu beziehen. Auch ist der \u201cPlan f\u00fcr Wachstum in Europa\u201c\u009d angeregt am 20. Februar 2012 durch die politischen F\u00fchrer von zw\u00f6lf L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union (unter denen sich jene von Italien, Spanien, den Niederlanden, Finland, Irland und Polen befinden) zu nennen, welcher nur Ma\u00dfnahmen der Angebotsseite und in keiner Weise Fiskalstimuli erw\u00e4hnt. Gleichsam nennenswert ist das Manifest \u201cInitiative for a Free and Prospering Europe\u201c\u009d (IFPE) unterzeichnet in Bratislava unter anderen durch den Autor dieser Zeilen im Januar 2012. Kurzum, es erscheint in L\u00e4ndern wie Spanien Priorit\u00e4t zu haben, einen Paradigmenwechsel vorzunehmen weg von einer spekulativen und \u201ehei\u00dfen\u201c \u00d6konomie basierend auf der Kreditausweitung hin zu einer \u201ekalten\u201c \u00d6konomie basierend auf Wettbewerbsf\u00e4higkeit. In der Tat werden, sobald die Preise sinken (\u201einterne Deflation\u201c) und sich die Struktur der relativen Preise anpasst, in einem Umfeld der Wirtschaftsliberalisierung und Strukturreformen, zahlreiche unternehmerische Gewinnm\u00f6glichkeiten bei nachhaltigen Investitionen entstehen, die in einem so ausgedehnten Wirtschaftsraum wie dem des Euro garantiert eine Finanzierung finden. Auf diese Weise kommt es zur notwendigen Gesundung und die so ersehnte Erholung unserer Volkswirtschaften, die eine \u201ekalte\u201c, nachhaltige und auf Wettbewerbsf\u00e4higkeit basierende ist, wird garantiert.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [40]In diesem Kontext und wie wir bereits in dem Absatz \u00fcber die \u201cbunte Antieurokoalition\u201c\u009d erkl\u00e4rt haben, verwundern die Kommentare der franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidentschaftskanditaten nicht, die wir in Fu\u00dfnote 13 erw\u00e4hnt haben.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [41] Gesch\u00e4tzte Daten zum 31. Dezember 2011.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [42] An anderer Stelle habe ich mich auf die inkrementellen Reformen bezogen, die, wie beispielsweise die Trennung von Gesch\u00e4fts- und Investmentbanken (vom Typ Glass Steagal Act) den Euro ein wenig verbessern k\u00f6nnten. Andererseits ist es jedoch in Gro\u00dfbritannien gewesen, wo paradoxerweise (oder auch nicht, wenn man den verheerenden sozialen Schaden bedenkt, der durch die britische Bankenkrise verursacht wird), meine Vorschl\u00e4ge auf das gr\u00f6\u00dfte Echo gesto\u00dfen sind und sogar ein Gesetzesvorschlag in das britische Parlament eingebracht wurde, um das Peelsche Bankgesetz von 1844 (welches kurioserweise immer noch g\u00fcltig ist) zu komplettieren, indem die Volldeckung auf Sichteinlagen ausgedehnt wird. Der dort erreichte Konsensus zur Trennung von Gesch\u00e4ftsbanken und Investmentbanken muss als ein (sehr scheuer) Schritt in die richtige Richtung angesehen werden (Huerta de Soto 2010 und 2011b).<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [43] Mein politischer Pate, der navarresische Unternehmer Javier Vidal Sario, vollkommen klar und aktiv mit seinen 93 Jahren, best\u00e4tigt mir, dass er in seinem ausgedehnten Leben niemals Zeuge &#8211; nicht einmal w\u00e4hrend der Jahre des Stabilisierungsplans von 1959 &#8211; einer \u00e4hnlichen kollektiven Anstrengung von Haushaltsdisziplin, institutioneller Strenge und \u00f6konomischer Gesundung wie der heutigen gewesen ist. Dazu kommt noch der historische Wert, dass sich diese Anstrengung nicht auf ein konkretes Land (zum Beispiel Spanien) bezieht, noch auf eine spezifische W\u00e4hrung (zum Beispiel die Peseta), sondern sich auf ganz Europa erstreckt mit einigen hundert Millionen Menschen und im Rahmen einer Einheitsw\u00e4hrung (des Euro).<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [44] Schon 1924 schrieb der gro\u00dfe nordamerikanische \u00d6konom Benjamin M. Anderson folgendes: \u201cEconomical living, prudent financial policy, debt reduction rather than debt creation \u2013 all these things are imperative if Europe is to be restored. And all these are consistent with a greatly improved standard of living in Europe, if real activity be set going once more. The gold standard, together with natural discount and interest rates, can supply the most solid possible foundation for such a course of events in Europe\u201c\u009d. Zweifellos wiederholt sich die Geschichte ein weiteres Mal (Anderson 1924). Ich danke meinem Mitarbeiter Antonio Zanella, der mich auf dieses Zitat aufmerksam gemacht hat.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [45] Der historische Wendepunkt reproduziert sich au\u00dferdem in aller Sch\u00e4rfe in China, dessen Volkswirtschaft sich in diesen Momenten am Rande eines expansiven und inflation\u00e4ren Zusammenbruchs steht. Vgl. \u201cKeynes versus Hayek in China\u201c\u009d, The Economist, 30. Dezember 2011.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><br \/>\n<a href=\"#fnXXXt\" name=\"fnXXXf\"><\/a> [46] Wie wir bereits gesehen haben, stellte sich auch Mises, der gro\u00dfe Verteidiger des Goldstandards und der Bankfreiheit mit 100 prozentiger Reservedeckung in den 1960er Jahren frontal gegen die Theoretiker der flexiblen Wechselkurse mit Milton Friedman an ihrer Spitze. Mises prangerte das Verhalten seines Sch\u00fclers Machlup an, als dieser die Verteidiger fester Wechselkurse im Stich lie\u00df. Heute, f\u00fcnfzig Jahre sp\u00e4ter und im Zusammenhang mit dem Euro, wiederholt sich die Geschichte: bei jener Gelegenheit triumphierten die Epigonen des monet\u00e4ren Nationalismus und der Instabilit\u00e4t der Wechselkurse mit den heute bekannten Folgen. Dieses Mal hoffen wir, dass die Lektion verstanden worden ist, und dass Mises letztlich triumphiert. Der Welt braucht dies, und er verdient es.<br \/>\n<!-- fnXXX end --><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p><em>ANDERSON, B.M.<\/em> (1924). \u201cCheap Money, Gold, and the Federal Reserve Bank Policy\u201c\u009d, Chase Economic Bulletin, Vol. IV, Nr. 3, 4 vom August 1924, S. 9.<\/p>\n<p><em>BAGUS, P. <\/em>(2010). The Tragedy of the Euro, Ludwig von Mises Institute, Auburn, Alabama 2010 (deutsche Ausgabe FinanzbuchVerlag, M\u00fcnchen 2011, Die Trag\u00f6die des Euro \u2013 ein System zerst\u00f6rt sich selbst).<\/p>\n<p><em>BARBIERI, P.<\/em> (2012). \u201cThe Tragedy of Argentina\u201c\u009d, The Wall Street Journal, 20-22 April, S. 15.<\/p>\n<p><em>BARRO, R. <\/em>(2012). \u201cAn Exit Strategy From the Euro\u201c\u009d, The Wall Street Journal, Dienstag 10 Januar 2012, S. 16.<\/p>\n<p><em>BLOCK, W.<\/em> (1999). \u201cThe Gold Standard: A Critique of Friedman, Mundell, Hayek and Greenspan from the Free Enterprise Perspective\u201c\u009d, Managerial Finance, Vol. 25, Nr. 5, pp. 15-33.<\/p>\n<p><em>BOOTH, P.<\/em> (2011). \u201cEurope\u2019s Single Market Isn\u2019t a Free Market\u201c\u009d, The Wall Street Journal, Freitag 23. Dezember 2011, S. 17.<br \/>\nCABRILLO, F. (2012). \u201cEncadenados al Euro\u201c\u009d, Expansi\u00c3\u00b3n, 30. Januar 2012, S. 39.<\/p>\n<p><em>DRAGHI, M.<\/em> (2012). \u201cContinentals social model is \u201c\u02dcgone\u2019\u201c\u009d, The Wall Street Journal Europe, 24. Februar 2012.<\/p>\n<p><em>EICHENGREEN, B.<\/em> (2011). The Rise and the Fall of the Dollar and the Future of the International Monetary System, Oxford University Press, Oxford und Nueva York 2011.<\/p>\n<p><em>ESTEFANIA, J.<\/em> (2011). \u201cConstituci\u00c3\u00b3n antip\u00c3\u00a1tica\u201c\u009d, El Pa\u00c3\u00ads, Montag 12. Dezember 2011, S. 29.<\/p>\n<p><em>FELDSTEIN, M. <\/em>(2011). \u201cThe Euro Zone\u2019s Double Failure\u201c\u009d, The Wall Street Journal, Freitag-Sonntag 16. Dezember 2011, S. 17.<\/p>\n<p><em>GALLO, A.<\/em> (2012). \u201cTrade Policy and Protectionism in Argentina\u201c\u009d, Economic Affairs, Vol. 32, Nr. 1, Februar 2012, S. 55-59.<\/p>\n<p><em>GOLSBEE, A. <\/em>(2011). \u201cEurope\u2019s Currency Road to Nowhere\u201c\u009d, The Wall Street Journal, Mittwoch 30. November 2011, S. 18.<\/p>\n<p><em>HARTWELL, R.M.<\/em> (1995). A History of the Mont P\u00c3\u00a8lerin Society, Liberty Fund, Indianapolis.<\/p>\n<p><em>HAYEK, F.A.<\/em> (1971). Monetary Nationalism and International Stability, Augustus M. Kelley, Nueva York [Erste Ausgabe Longmans, Green, London 1937].<\/p>\n<p><em>HAYEK, F.A. <\/em>(1978). Unemployment and Monetary Policy: Government as Generator of the \u201cBusiness Cycle\u201c\u009d, Cato Institute, San Francisco, California. Vortrag vom 8. Februar 1975 mit dem Titel \u201cInflation, Misdirection of Labor and Unemployment\u201c\u009d gehalten an der Academia Nazionale dei Lincei de Roma zum hundersten Geburtstag von Luigi Einaudi.<\/p>\n<p><em>HOLLANDE, F. <\/em>(2012). \u201cLa v\u00c3\u00ada de la austeridad es ineficaz, letal y peligrosa\u201c\u009d, La Gaceta, Donnnerstag 26. Januar 2012, S. 1.<\/p>\n<p><em>HUERTA DE SOTO, J.<\/em> (2003). \u201cNota cr\u00c3\u00adtica sobre la propuesta de reforma de las normas internacionales de contabilidad\u201c\u009d, Partida Doble, Nr. 21, April 2003, S. 24-27.<\/p>\n<p><em>HUERTA DE SOTO, J. <\/em>(2008). \u201cEl error fatal de Solvencia II\u201c\u009d, Partida Doble, Nr. 199, Mai 2008, S. 92-97. Deutsche Ausgabe, \u201cSolvency II \u2013 ein fataler Irrtum\u201c\u009d, Versicherungswirtschaft Heft, 17\/2008, S. 1436-1440.<\/p>\n<p><em>HUERTA DE SOTO, J. <\/em>(2010). \u201cAlgunas reflexiones complementarias sobre la crisis econ\u00c3\u00b3mica y la teor\u00c3\u00ada del ciclo\u201c\u009d, Procesos de Mercado: Revista Europea de Econom\u00c3\u00ada Pol\u00c3\u00adtica, Vol. VII, Nr. 2, Herbst 2010, S. 193-203.<\/p>\n<p><em>HUERTA DE SOTO, J. <\/em>(2011a). Dinero, cr\u00c3\u00a9dito bancario y ciclos econ\u00c3\u00b3micos, 5\u00c2\u00aa edici\u00c3\u00b3n, Uni\u00c3\u00b3n Editorial, Madrid [Erste Auflage de 1998]. Deutsche Ausgabe, Geld, Bankkredit und Konjunkturzyklen, 2011, Lucius&amp;Lucius, Stuttgart.<\/p>\n<p><em>HUERTA DE SOTO, J. <\/em>(2011b). \u201cEconomic Recessions, Banking Reform and the Future of Capitalism\u201c\u009d, Economic Affairs, Vol. 31, Nr. 2, Juni 2011, S. 76-84.<\/p>\n<p><em>KRUGMAN, P. <\/em>(2012). \u201cEl desastre de la austeridad\u201c\u009d, El Pa\u00c3\u00ads, 31. Januar 2012 (ver\u00f6ffentlicht auf Englisch mit dem Titel \u201cThe Austerity Debacle\u201c\u009d, The New York Times).<\/p>\n<p><em>LAPERRIERE, A.<\/em> (2012). \u201cThe High Cost of the Fed\u2019s Cheap Money\u201c\u009d, The Wall Street Journal, Dienstag 6. M\u00e4rz 2012.<\/p>\n<p><em>LUSKIN, D.L. und ROCHE KELLY, L. <\/em>(2012). \u201cEurope\u2019s Supply Side Revolution\u201c\u009d, The Wall Street Journal, Montag 20. Februar 2012, S. 17.<\/p>\n<p><em>MISES, L. von<\/em> (1966). Human Action: A Treatise on Economics, 3. Auflage, Henry Regnery, Chicago, USA.<\/p>\n<p><em>MART\u00c3\u008dN FERRAND, M.<\/em> \u201cEl euro es la soluci\u00c3\u00b3n\u201c\u009d, ABC, Freitag, 13. April 2012, S. 14.<\/p>\n<p><em>MISES, L. von <\/em>(1969). Omnipotent Government: The Rise of Total State and Total War, Arlington House, New Rochelle, Nueva York.<\/p>\n<p><em>MISES, L. von<\/em> (2012). La teor\u00c3\u00ada del dinero y del cr\u00c3\u00a9dito, 2. Auflage, Uni\u00c3\u00b3n Editorial, Madrid (1. deutsche Ausgabe, Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel, 1912).<\/p>\n<p><em>MISES, M. von<\/em> (1984). My Years with Ludwig von Mises, Center for Futures Education, Iowa, USA.<\/p>\n<p><em>MUNDELL, R.<\/em> (1961). \u201cOptimal Currency Areas\u201c\u009d, The American Economic Review, Vol. 51, September 1961, S. 657-664.<\/p>\n<p><em>O\u2019CAITHNIA, B. <\/em>(2011). \u201cCompounding Agricultural Poverty: How the EU\u2019s Common Agricultural Policy is Strangling European Recovery\u201c\u009d, in Institutions in Crisis: European Perspectives on the Recession, David Howden (ed.), Edward Elgar, Cheltenham, UK und Northampton, USA, 2011, S. 200-228.<\/p>\n<p><em>SKIDELSKY, R. <\/em>(2011). \u201cNueva contienda Keynes-Hayek\u201c\u009d, La Vanguardia, 6. Oktober 2011, S. 21.<\/p>\n<p><em>SORMAN, G.<\/em> (2011). \u201cLa crisis del euro no va a tener lugar\u201c\u009d, ABC, 30. Oktober 2011, S. 54.<\/p>\n<p><em>ULRICH, F. <\/em>(2011). \u201cFiscal Stimulus, Financial Ruin\u201c\u009d, in Institutions in Crisis: European Perspectives on the Recession, David Howden (ed.), Edward Elgar, Cheltenham, UK und Northampton, USA, 2011, S. 142-163.<\/p>\n<p><em>VIDAL-FOLCH, X. <\/em>(2012). \u201cHeroica reconstrucci\u00c3\u00b3n del Estado fallido griego\u201c\u009d, El Pa\u00c3\u00ads, Donnerstag 23. Februar 2012, S. 21.<\/p>\n<p><em>WHYTE, J. <\/em>(2011). \u201cEl alto coste de una libra barata\u201c\u009d, Procesos de Mercado: Revista Europea de Econom\u00c3\u00ada Pol\u00c3\u00adtica, Vol. VIII, Nr. 2, Herbst 2011, S. 287-289. (Urspr\u00fcnglich ver\u00f6ffentlicht in The Wall Street Journal, 17. Mai 2011).<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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