{"id":98,"date":"2008-01-16T08:52:45","date_gmt":"2008-01-16T07:52:45","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=98"},"modified":"2025-11-25T07:35:01","modified_gmt":"2025-11-25T06:35:01","slug":"ungleichheit-mobilitat-und-humankapital","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=98","title":{"rendered":"Ungleichheit, soziale Mobilit\u00e4t und Humankapital"},"content":{"rendered":"<p>Der Wind hat sich gedreht. Offene M\u00e4rkte gelten heute vielen als Teufelszeug. Abschottung hat wieder Konjunktur. Wettbewerb ist nur noch im Sport akzeptiert, vorausgesetzt die Sportler verdienen nicht zuviel. Eine Mehrheit der Bev\u00f6lkerung misstraut dem Wettbewerb. Allenfalls staatlich gelenkt darf er noch sein. Und die Politik reagiert prompt. Die Arbeitsm\u00e4rkte, obwohl schon wettbewerbliche Ausnahmebereiche, werden weiter verriegelt. Mindestl\u00f6hne und Gehaltsobergrenzen sollen dem Preismechanismus endg\u00fcltig den Garaus machen. Aber auch dem Wettbewerb auf den Kapitalm\u00e4rkten soll es an den Kragen gehen. Nur noch \u201egutes\u201c Kapital soll ins Land d\u00fcrfen. Die Kriterien will die Politik festlegen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dieser ordnungspolitische Klimawandel trifft die meisten reichen L\u00e4nder der Welt. In Europa ist von der Aufbruchstimmung des \u201eBinnenmarktprojektes 1992\u201c nichts mehr zu sp\u00fcren. W\u00e4ren nicht die hungrigen L\u00e4nder der Osterweiterung, der Wettbewerb st\u00fcnde in der EU l\u00e4ngst auf dem Index. Auch in den USA stehen marktwirtschaftliche Prinzipien zur Disposition. Im Wahlkampf um die Pr\u00e4sidentschaft wird mit protektionistischen Versprechungen gek\u00e4mpft. Prominente \u00d6konomen leisten Sch\u00fctzenhilfe. Der Ausl\u00f6ser des ordnungspolitischen Temperatursturzes ist distributiver Natur. In den reichen L\u00e4ndern ist eine Mehrheit nicht mehr bereit, die distributiven Konsequenzen offener M\u00e4rkte zu tragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Die neue Ungleichheit<\/strong><\/p>\n<p>Einkommen und Verm\u00f6gen verteilen sich in den meisten OECD-L\u00e4ndern ungleich. Das gilt nicht nur f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/weo\/2007\/01\/pdf\/text.pdf\" target=\"_blank\">funktionelle Verteilung<\/a> der Einkommen, es trifft auch f\u00fcr die personelle zu. Die Lohnquote ist in allen OECD-L\u00e4ndern seit Anfang der 80er Jahre gesunken. Der Anteil der Kapitaleinkommen am Volkseinkommen ist weiter gestiegen. Allerdings sank die Lohnquote nicht in allen L\u00e4ndern gleich stark. Der R\u00fcckgang war in Kontinentaleuropa und Japan st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als in den angels\u00e4chsischen L\u00e4ndern. Dabei sinkt die Lohnquote besonders in den Sektoren, die viel einfache Arbeit besch\u00e4ftigen. Sie steigt demgegen\u00fcber in Bereichen mit einem hohen Anteil hochqualifizierter Arbeitnehmer.<\/p>\n<p>Auch die <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/weo\/2007\/02\/pdf\/text.pdf\" target=\"_blank\">personelle Ungleichheit<\/a> ist seit den 80er Jahren gr\u00f6\u00dfer geworden. Die Einkommen der oberen 10 % der Einkom-mensbezieher wachsen schneller als die Einkommen der unteren 10 % (90\/10-Ungleichheit). Diese Entwicklung gilt mit Ausnahme von Irland und Spanien f\u00fcr alle anderen OECD-L\u00e4nder. Dabei entstanden allerdings die gro\u00dfen Ungleichheiten in den USA und in UK schon in den 80er Jahren. Die Angst der Mittelschichten vor dem Absturz ist unbegr\u00fcndet, zumindest bisher. Die \u201eMitte\u201c gewinnt relativ zum \u201eBoden\u201c (untere 10 %), verliert aber gegen\u00fcber der \u201eDecke\u201c (obere 10 %). Ob diese Entwicklung anh\u00e4lt, ist ungewiss. Nach der These der <a href=\"http:\/\/econ-www.mit.edu\/files\/586\" target=\"_blank\">Polarisierung<\/a> gewinnen beide Enden der Einkommensverteilung zu Lasten der Mitte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>90\/10-Ungleichheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"\/wordpress\/bilder\/bertvert1.jpg\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/dataoecd\/53\/31\/38865466.pdf\" target=\"_blank\">OECD (2007)<\/a><\/small><\/p>\n<p>Der wichtigste Treiber der Verteilung der Einkommen ist der technische Wandel, nicht die Globalisierung. Das gilt f\u00fcr die funktionelle und personelle Verteilung. Beide Faktoren verringern die Lohnquote und erh\u00f6hen die 90\/10-Ungleichheit (Ma\u00df f\u00fcr die personelle Ungleichheit). Arbeitsmarktpolitiken, die nationale Arbeitsm\u00e4rkte funktionsf\u00e4higer machen, steigern die Lohnquote. Sind die Bildungsleistungen in den Schulen ungleich, sind dies auch die sp\u00e4teren personellen Einkommen. In den skandinavischen L\u00e4ndern streuen die Leistungen der Sch\u00fcler weniger als in den angels\u00e4chsischen. Auch hierzulande werden sich die Verteilungsprobleme vergr\u00f6\u00dfern. Die Bildungsleistungen sind am aktuellen Rand wesentlich ungleicher verteilt als in fr\u00fcheren Zeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Soziale Mobilit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Ungleichheit ist gestiegen, die Reichen sind reicher geworden. Allerdings sind die Individuen in den verschiedenen Einkommensgruppen nicht immer dieselben. Man kann die Verteilung der Einkommen mit einem Zug vergleichen. Bei jedem Zuglauf sind Pl\u00e4tze in der 1. und 2. Klasse belegt. Auf den Pl\u00e4tzen sitzen aber nicht immer die gleichen Personen. Ein Wechsel in den Klassen und zwischen 1. und 2. Klasse ist genauso m\u00f6glich, wie umgekehrt. Das ist wie im richtigen Leben. Wie oft es dort vorkommt, h\u00e4ngt davon ab, wie sozial mobil die Menschen sind. Ungleich verteilte Einkommen werden zum Problem, wenn der soziale Aufstieg kaum m\u00f6glich, die Gesellschaft gespalten ist.<\/p>\n<p>Nach oben kommt man \u00fcber zwei Wege. Einer f\u00fchrt \u00fcber den sozialen Aufstieg im individuellen Lebenszyklus. Menschen, die nach oben wollen, sehen sich in einer \u00dcbergangsphase. Wenn sie eine realistische Chance sehen, im Laufe des Berufslebens nach oben zu kommen, st\u00f6ren sie ungleich verteilte Einkommen kaum. Die Aussicht auf sozialen Aufstieg entsch\u00e4digt, um so weiter, um so mehr. Mindestens so wichtig ist den Menschen allerdings, dass es ihren Kindern einmal besser geht. Wenn dieser zweite Weg des sozialen Aufstiegs intakt ist, wird auch eine ungleiche Verteilung der Einkommen und Verm\u00f6gen weniger als ungerecht empfunden. Soziale Mobilit\u00e4t kann Ungleichheit kompensieren.<\/p>\n<p>Soziale Mobilit\u00e4t ist mehr als ein Null-Summen-Spiel. Nat\u00fcrlich steigt einer ab, wenn ein anderer aufsteigt. Der Schmerz des Absteigers wird allerdings gemildert, wenn mehr soziale Mobilit\u00e4t sein reales Einkommen wachsen l\u00e4sst. Das gilt auch f\u00fcr alle die, deren Weg nach oben verbaut ist. Um im Bild zu bleiben: Die Reisenden der 2. Klasse sind weniger verstimmt, nicht in der 1. Klasse zu reisen, wenn der Zug sein Ziel schneller erreicht. Ein hohes wirtschaftliches Wachstum, das alle wohlhabender macht, l\u00e4sst den fehlenden sozialen Aufstieg in eine h\u00f6here Einkommensklasse leichter ertragen. Es ist kein Zufall, dass die Verteilungsk\u00e4mpfe in Zeiten hohen wirtschaftlichen Wachstums auch in segmentierten Gesellschaften geringer ausfallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ungleichheit und soziale Mobilit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeiten sozial aufzusteigen, sind international unterschiedlich verteilt. Die neusten Ergebnisse f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/treas.gov\/press\/releases\/reports\/incomemobilitystudyfinal.pdf\" target=\"_blank\">USA<\/a> zeigen, dass sich im beruflichen Auf und Ab im Lebenszyklus seit Mitte der 80er Jahre kaum etwas ver\u00e4ndert hat. Wo allerdings die USA international stehen, ist damit noch nicht gekl\u00e4rt. Bei der inter-generativen sozialen Mobilit\u00e4t haben dagegen nordische L\u00e4nder, wie D\u00e4nemark, Norwegen und Finnland, aber auch angels\u00e4chsische Staaten, wie Australien und Kanada, die Nase vorn. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder ihre armen Eltern beruflich \u00fcberfl\u00fcgeln, ist dort gr\u00f6\u00dfer als etwa in Schweden, Deutschland, Spanien und Frankreich. Am Ende der Skala rangieren Gro\u00dfbritannien, Italien und die USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Soziale Mobilit\u00e4t<\/strong><br \/>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"\/wordpress\/bilder\/bertvert2.jpg\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>Quelle: <a href=\"http:\/\/caliban.sourceoecd.org\/vl=16781419\/cl=13\/nw=1\/rpsv\/cgi-bin\/wppdf?file=5l4rtdwdtbzx.pdf\" target=\"_blank\">d\u2019Addio (2007)<\/a><\/small><\/p>\n<p>Und noch eines f\u00e4llt auf. In L\u00e4ndern mit sehr ungleich verteilten Einkommen ist auch die soziale Mobilit\u00e4t gering. Bildlich gesprochen: Wenn die Sprossen der Einkommensleiter weiter auseinander liegen, nehmen die Probleme zu, die n\u00e4chste Sprosse zu erreichen. Es liegt nahe zu vermuten, dass die soziale Mobilit\u00e4t bei steigender Ungleichheit abnimmt. Dieser Schluss ist voreilig. Der Zusammenhang zwischen Ungleichheit und sozialer Mobilit\u00e4t ist zwar empirisch signifikant. \u00dcber die Wirkungsrichtung sagt er allerdings noch nichts. Die spannende Frage ist: Verringert eine h\u00f6here Ungleichheit der Einkommen die soziale Mobilit\u00e4t oder f\u00fchrt eine geringere soziale Mobilit\u00e4t zu einer gr\u00f6\u00dferen Ungleichheit?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ungleichheit und soziale Mobilit\u00e4t<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"\/wordpress\/bilder\/bertvert3.jpg\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><small>Quelle: <a href=\"http:\/\/econrsss.anu.edu.au\/~aleigh\/pdf\/InequalityMobility.pdf\" target=\"_blank\">Andrews\/Leigh (2007)<\/a><\/small><\/p>\n<p>Noch etwas bleibt ungel\u00f6st: <a href=\"http:\/\/www.vwl.uni-wuerzburg.de\/fileadmin\/12010400\/zwischenruf\/OZ_094_Welt_01_08.pdf\" target=\"_blank\">das amerikanische R\u00e4tsel<\/a>. In den USA ist der Glaube an den individuellen wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg ungebrochen. Eine Mehrheit ist der Meinung, die USA seien das Land der vielen M\u00f6glichkeiten. Die Einkommen verteilen sich zwar seit langem ungleicher. Meinungsumfragen zeigen, dem Gl\u00fcck der Menschen hat dies keinen Abbruch getan. Das Niveau des Gl\u00fccks hat sich seit 1970 kaum ver\u00e4ndert, die Verteilung ist sogar gleichm\u00e4\u00dfiger geworden. Der Aufstieg der Armen ist zwar begrenzt, die <a href=\"http:\/\/ftp.iza.org\/dp1938.pdf\" target=\"_blank\">soziale Mobilit\u00e4t der Mittelklasse<\/a> scheint aber weiter intakt. Da die Mittelklasse den Median-W\u00e4hler stellt, ist der Druck auf die Politik gering, die soziale Mobilit\u00e4t zu f\u00f6rdern. Der amerikanische Traum platzt erst, wenn sich die Lage der Mittelklasse verschlechtert.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Was ist zu tun?<\/strong><\/p>\n<p>Wie auch immer die Kausalit\u00e4t von materieller Ungleichheit und wirtschaftlicher und sozialer Mobilit\u00e4t sein mag, eine h\u00f6here Mobilit\u00e4t verspricht auf alle F\u00e4lle eine hohe gesellschaftliche Dividende. Die Chancen steigen, den Teufelskreis von steigender Ungleichheit und r\u00fcckl\u00e4ufiger Mobilit\u00e4t zu durchbrechen. Aber auch die Wahrscheinlichkeit nimmt zu, einen Tugendkreis von sinkender Ungleichheit und steigender Mobilit\u00e4t auszul\u00f6sen. Selbst wenn es nicht gelingt, einen Tugendkreis in Gang zu setzen, produziert eine h\u00f6here wirtschaftliche und soziale Mobilit\u00e4t positive externe Effekte. Die Menschen sind eher bereit, auch eine ungleiche Verteilung von Einkommen und Verm\u00f6gen zu akzeptieren.<\/p>\n<p>Erziehung, Ausbildung und Arbeit sind die Felder, auf denen die soziale Mobilit\u00e4t w\u00e4chst und gedeiht. Das A und O sind Investitionen in <a href=\"http:\/\/www.vwl.uni-wuerzburg.de\/fileadmin\/12010400\/zwischenruf\/OZ_090_FAZ_09_07.pdf\" target=\"_blank\">Humankapital<\/a>. Der Aufbau ist ein kumulativer Prozess. Ohne kognitive und soziale F\u00e4higkeiten geht wenig. Die werden aber fr\u00fch im Leben entwickelt. Bildungspolitik schon im Vorschulalter ist eine Investition in eine h\u00f6here soziale Mobilit\u00e4t. Eine solide Ausbildung in Schule und Beruf akkumuliert weiteres Humankapital. Dabei sollten die Investitionen den Preissignalen des Marktes folgen. Sie geben die richtige Richtung an. Die Bildungspr\u00e4mien zeigen, wo es sich f\u00fcr die Individuen lohnt, in Humankapital zu investieren. So nimmt die soziale Mobilit\u00e4t weiter Fahrt auf.<\/p>\n<p>Das Tempo wird allerdings verlangsamt, wenn es nicht m\u00f6glich ist, die Ertr\u00e4ge aus den Investitionen in Humankapital auch einzufahren. Das ist immer dann der Fall, wenn Tarifpartner und Staat den Wettbewerb auf den Arbeitsm\u00e4rkten beschr\u00e4nken. Die richtige Antwort auf niedrige soziale Mobilit\u00e4t und ungleich verteilte Einkommen sind wettbewerbliche Arbeitsm\u00e4rkte. Und noch etwas verhindert ad\u00e4quate Ertr\u00e4ge aus Investitionen in Humankapital: ein Mangel an privaten Unternehmern, die bereit sind, Risiken zu \u00fcbernehmen. Wer mehr soziale Mobilit\u00e4t und gleichm\u00e4\u00dfiger verteilte Einkommen und Verm\u00f6gen will, muss ein \u00f6konomisches und gesellschaftliches Klima schaffen, das <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=71\" target=\"_blank\">Unternehmer<\/a> hierzulande wieder unternehmen l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Auch in Zukunft werden die Markteinkommen eher ungleichm\u00e4\u00dfiger verteilt sein. Daf\u00fcr sorgt schon der technische Fortschritt. Die Sprossen der Einkommensleiter liegen auch k\u00fcnftig weiter auseinander. Nationale Politik hat es in der Hand, ob sich daraus ein Wohlstand f\u00fcr alle oder nur f\u00fcr einige wenige entwickelt. Der Schl\u00fcssel ist eine h\u00f6here wirtschaftliche und soziale Mobilit\u00e4t. Voraussetzung daf\u00fcr sind mehr Investitionen in Familie, Schule und Beruf. Diese Investitionen in Humankapital lohnen aber nur, wenn die M\u00e4rkte offen sind und ein Klima wirtschaftlicher Freiheit herrscht. Um im Bild zu bleiben, wenn die Sprossen der Leiter weiter auseinander liegen, m\u00fcssen die Individuen l\u00e4nger werden.<\/p>\n<p>Die Politik hat allerdings andere Pl\u00e4ne. Sie wird versuchen, den Abstand zwischen den Sprossen der Leiter zu verringern. Damit stehen Ma\u00dfnahmen auf der Agenda, die den Wettbewerb einschr\u00e4nken. Protektionismus und Regulierung begrenzen die Treiber der Ungleichheit, aber auch des Wohlstandes. \u00dcber das Steuer-Transfer-System wird sie \u00fcber den Kampf gegen die Armut hinaus versuchen, die ungleiche Prim\u00e4r- in eine gleichm\u00e4\u00dfigere Sekund\u00e4rverteilung umzuwandeln. Damit verringert sie aber die Anreize f\u00fcr harte Arbeit und die \u00dcbernahme von Risiken. Am Ende sind die Sprossen der Leiter zwar vielleicht wieder enger beieinander, die Leiter ist aber k\u00fcrzer, der Wohlstand geringer.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/3f368a63ecfb46dbbc3b55d4c8d767df\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wind hat sich gedreht. Offene M\u00e4rkte gelten heute vielen als Teufelszeug. Abschottung hat wieder Konjunktur. 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