Gastbeitrag
Wenn Zölle zu Zwang werden
Warum die EU jetzt handeln muss!

Die von den USA im Zusammenhang mit Grönland angekündigten, bislang jedoch noch nicht vollzogenen Zölle gegen EU-Mitgliedstaaten markieren eine neue Eskalationsstufe in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen. Auch ohne unmittelbare Umsetzung entfalten solche Ankündigungen bereits erhebliche politische und wirtschaftliche Wirkung. Sie lassen sich weder ökonomisch noch handelspolitisch rechtfertigen und dienen nicht der Korrektur von Marktverzerrungen, sondern der politischen Machtausübung.

Gastbeitrag
Interessen zuerst
Warum Europa ohne Interessenpolitik im globalen Wettbewerb verliert

Die internationale Wirtschaftsordnung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Während Staaten wie China ihre Wirtschafts-, Industrie- und Handelspolitik konsequent an nationalen Interessen ausrichten, wirkt die Europäische Union zunehmend strategielos. Das ist kein Zufall ist, sondern das Ergebnis einer politischen Verschiebung: weg von interessengeleiteter Politik, hin zu einer normativ überfrachteten Transformationsagenda ohne klare Priorisierung. In einer Welt des Systemwettbewerbs kommen zuerst Interessen, dann Werte. Dabei müssen sie nicht im Widerspruch zueinander stehen, aber ohne diese Priorisierung bleibt strategische Handlungsfähigkeit Illusion.