Gastbeitrag:
Markt und Freiheit – Die deutsche Politik und der Kobra-Effekt

„Es wird auch nicht mein Ziel sein, ein ins Einzelne gehendes Programm der Politik zu bieten, sondern vielmehr die Kriterien darzustellen, nach denen beurteilt werden muss, ob sich die einzelnen Maßnahmen in ein System der Freiheit einordnen lassen.”
[Friedrich A. von Hayek, Die Verfassung der Freiheit, Herausgegeben von Alfred Bosch und Reinhold Veit, Mohr Siebeck, 4. Aufl. 2005, S. 5.]

Einzelne wirtschaftspolitische Instrumente – sagen wir des Arbeitsmarktes – an diesem Kompass zu messen, also daran, dass – wie es bei Hayek heißt – der „Zwang auf einige von Seiten anderer Menschen so weit herabgemindert ist, als dies im Gesellschaftsleben möglich ist“, – dies ist eine höchst komplexe Aufgabe. Ich war eher im Vorfeld dieser Hayek’schen Frage tätig.

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Gastbeitrag:
Ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden – ein schlimmer Irrweg

Die von Milton Friedman vorgeschlagene negative Einkommenssteuer ist theoretisch ein interessantes Konzept. Der Staat erhebt eine Einkommenssteuer, und wer kein hinreichendes Einkommen hat, dem zahlt der Staat zu seinem Lebensunterhalt eine negative Steuer. Der Transfer beginnt bei einem Einkommen von Null, geht mit steigendem Einkommen zurück, wird bei einem bestimmten Einkommen null – schneidet also die x-Achse – und nach diesem Schnittpunkt beginnt die Steuerpflicht. Sozialleistungen werden nicht mehr gebraucht, und Milton Friedman musste sich in seinem Gedankengebäude nicht mehr mit der Organisation des Sozialsystems befassen. Durch die negative Einkommensteuer war das Problem für ihn gelöst.

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