Transferökonomik einer Währungsunion
Was können wir von der amerikanischen Währungsunion lernen?

„Nicht die einheitliche Währung ist das Vordringlichste, die Stabilität unserer Währungen ist es.“ (Helmut Schlesinger)

In der Europäischen Währungsunion (EWU) geht es seit über einem Jahr drunter und drüber. Nach Griechenland und Irland ist nun auch Portugal unter den Rettungsschirm geschlüpft. Dem politisch unregierbaren Belgien, dem wirtschaftlich angeschlagenen Spanien und dem notorisch klammen Italien droht ebenfalls der Gang nach Brüssel. Die europäischen Finanzinstitute, die in Europa die staatlichen Schulden primär überregional finanzieren, verbreiten das Virus der finanziellen Ansteckung. Der EWU droht ein Dominoeffekt, Deutschland eine saftige Rechnung, dem Euro weitere Krisen. Ein Blick über den großen Teich zeigt: Die Finanzkrise der amerikanischen Bundesstaaten ist nicht minder prekär. Nicht nur Kalifornien, auch Michigan, Illinois und Nevada steht das Wasser bis zum Hals. Dennoch sind Ansteckungsgefahren und Dominoeffekte kein Thema. Obwohl die Defizit- und Schuldenquoten in den USA höher als in der EWU liegen, ist von einer Krise des Dollar keine Rede.

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