Immanuel Kants kleine Handlungsanleitung für Top-Manager, die nicht ins Gefängnis wollen

Hohe Strafen für Manager

Neulich auf einer Podiumsdiskussion in Frankfurt am Main: Die hohen Gefängnisstrafen für Top-Manager und die bevorstehenden Gerichtsverfahren gegen manche Top-Bank-Manager zeugten, so eine der diskutierten Thesen, von einem generell zunehmenden sittlichen Verfall des Managerverhaltens und unterstreiche die Tatsache, dass man einerseits stärker als bisher zwischen dem „guten“ und dem „hässlichen“ Manager unterscheiden müsse. Letzterer sei einer harten Strafe zuzuführen, die auch für andere abschreckend wirken müsse. Andererseits könnte die Härte der Strafzumessungen dazu führen, dass die Manager in Deutschland ihre persönliche Risikoaversion zukünftig zu stark erhöhten mit der Folge, dass notwendige risikobehaftete Innovationen zurückgeschraubt würden. In einem Industrieland wie Deutschland mit erheblichem Investitionsbedarf müsse dies nachteilige Folgen für die Zukunft haben. Seien die Strafen mithin unangemessen hoch, so richteten sie volkswirtschaftlichen Schaden an.

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