Gastbeitrag
Sind Zentralbanken noch zeitgemäß?

Das politische Experiment einer gemeinsamen europäischen Währung ist an den selbst gesteckten Ansprüchen gemessen gescheitert. Der Euro sollte ökonomische Stabilität und politische Einheit bringen. Längst ist die Krise das Hauptmerkmal des Euro-Systems in beiderlei Hinsicht. Der Euro ist eine Fehlkonstruktion mit Ansage. Eine Geldpolitik für verschiedene Länder bedeutet: „one size fits none“. Das wirft die Frage auf: Sind Zentralbanken noch zeitgemäß? Erhellend ist es, die Funktionsweise monopolistisch-behördlicher Zentralbanken mit freiheitlich-wettbewerblichen Geldordnungen zu vergleichen.

Gastbeitrag
Sind Zentralbanken noch zeitgemäß?”
weiterlesen

“1. Würzburger Ordnungstag“
Wettbewerb der Zentralbanken

1. Grundsätzliches zum monetären Wettbewerb

Spätestens seit Hayeks Vorschlag der Entnationalisierung des Geldes (1976), der den staatlichen Notenbanken das Monopol der Geldemission entziehen will, wird über monetären Wettbewerb kontrovers gestritten:

Die Entmonopolisierung der staatlichen Geldbereitstellung und die damit verbundene Installierung von Währungswettbewerb privater Emittenten sollte dem monopolistischen Missbrauch der Geldentwertung aufgrund monetärer Überexpansion entgegenwirken.

Die Idee des Währungswettbewerbs basiert auf den dem Wettbewerb auf Märkten grundsätzlich zugeeigneten Wirkungen: Effizienz, Machtbegrenzung, Entdeckung innovativer Lösungen, institutionelles Lernen.

A priori spricht nichts dagegen anzunehmen, dass dies auch für den Geldangebotswettbewerb zwischen Zentralbanken gilt.

“1. Würzburger Ordnungstag“
Wettbewerb der Zentralbanken”
weiterlesen