Ungleichheit heute (23)
Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten!
Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx

„Es gibt eben keine andere Wahl als die: entweder von isolierten Eingriffen in das Spiel des Marktes abzusehen oder aber die gesamte Leitung der Produktion und der Verteilung an die Obrigkeit zu übertragen.“ (Ludwig von Mises)

Vor 25 Jahren kollabierten die osteuropäischen Planwirtschaften. Der liberale Weg für Demokratie und Marktwirtschaft schien frei. Die Markt- hatte die Planwirtschaft besiegt. Karl Marx schien mausetot. Francis Fukuyama philosophierte schon über das Ende der Geschichte. Das war offensichtlich voreilig. Vor 5 Jahren offenbarte die Finanzkrise die Achillesfersen der Marktwirtschaft: Ein instabiler Finanzsektor und ungleich verteilte Einkommen und Vermögen. Die Reparatur des finanziellen Sektors hält die Welt seither in Atem. Ein Ende ist nicht in Sicht. Dazu kommt ein wachsendes Unbehagen über die ungelöste Verteilungsfrage. Allerdings sorgen nicht nur sehr ungleich verteilte Einkommen für Aufregung. Auch die Macht und der Einfluss immer stärker konzentrierter Vermögen sorgen für Diskussionen. Thomas Piketty hat mit seinem dicken Wälzer „Kapital im 21. Jahrhundert“ einen Nerv getroffen. Demnach war Karl Marx nur scheintot. Wenn wir so weiter machen, so seine These, ist das Ende des Kapitalismus nur eine Frage der Zeit.

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