Save Capitalism from the Capitalists!
Thomas Piketty in the footsteps of Karl Marx

“There are no other choices. Either abstain from isolated interventions in the market or transfer the entire production and distribution management to the authorities.“ (Ludwig von Mises)

The planned economies of Eastern Europe collapsed over 25 years ago. The liberal way of democracy and a market economy had won. Karl Marx seemed dead as a doornail; his idea of a planned economy had been defeated by the free market. Francis Fukuyama then prophesied about “the end of history’, a proclamation that in hindsight was obviously premature. Five years ago, the worldwide financial crisis revealed the Achilles’ heel of the market economy: an unstable financial sector and an unequal distribution of income and capital. Since then, the world has been waiting with baited breath for the financial sector to be repaired, but an end does not seem to be in sight. There is also growing unease regarding the unresolved question of distribution. However, unequal income distribution is not the only cause for concern. The power and influence of increasingly concentrated capital is fuel for many debates at the moment. Thomas Piketty recently hit a nerve with his rather hefty tome “Capital in the Twenty-First Century.“ Apparently Karl Marx is only seemingly dead because, according to Piketty, if we continue on like this, the end of capitalism is only a matter of time.

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Eurokrise, internationale Wettbewerbsfähigkeit und EZB
Ist die europäische Peripherie noch zu retten?

„Why do we need change, my dear sirs? Aren’t things bad enough already?“ (Queen Victoria)

Die gegenwärtige Ruhe an der Eurofront ist trügerisch. Von einer Wende in der „Eurokrise“ kann keine Rede sein. Es ist noch lange nicht vorbei. Die Ankündigung von Mario Draghi, die EZB endgültig zu einer „bad bank“ zu machen, hat keines der Probleme gelöst. Ein Ende der Krise ist erst in Sicht, wenn alle akzeptieren, dass ein Leben auf Kosten anderer nicht mehr möglich ist. Die EWU kommt um den steinigen Weg von Austerität und Strukturreformen nicht herum. Eingetretene Lasten müssen vom Verursacher getragen werden. Die Mehrheit der Mitglieder der EWU hofft aber immer noch, es würde ausreichen, die Lasten zu finanzieren. Fiskalische und monetäre Rettungsschirme sind das Mittel ihrer Wahl. Die Erfahrung zeigt allerdings, weder fiskalische noch monetäre Medikamente heilen strukturelle Krankheiten.

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Saldenmechanik, Wirtschaftslenkung, Zentralisierung
Die schleichende Dominanz französischen Wirtschaftsdenkens in der EU

Die mit der Einführung des Euro implizierte Abschaffung der nominalen Wechselkurse innerhalb der Euro-Zone wird  nach wie vor – trotz Griechenland-Krise  – vielfältig gepriesen. Die höchste Eloge bezieht sich auf die einheitliche Währung als Garant für den Frieden in Europa: „Wir brauchen eine gemeinsame europäische Währung, weil Länder mit einer gemeinsamen Währung nie mehr Krieg gegeneinander führen“ (Kohl und Waigel). Wenn dem tatsächlich so wäre, dann müßten wir wohl schleunigst alle Länder dieser Welt in die EWU aufnehmen. Eine solche militärische Wechselkurstheorie der Einheitswährung ist natürlich absurd. Man könnte sogar fragen, ob nicht die gegenwärtige Euro-Krise mit und um Griechenland demonstriert, daß gerade die Abschaffung von Wechselkursänderungen friedensrelativierende bürgerkriegsähnliche Eruptionen im Land der Antike hervorgebracht hat, die immerhin mit dem Verbrennen von EU-Fahnen einherging. Jedenfalls zeigt sich jetzt nicht nur theoretisch, daß die Abschaffung von Wechselkursänderungen ihren Preis hat.

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Der Euro in Not
Warum diese Währungsunion inhärent instabil ist

„Einheitliches Geld erzeugt einen Transferbedarf“ (Otmar Issing)

In der Europäischen Währungsunion geht es seit einiger Zeit drunter und drüber. Der Euro verliert gegenüber dem Dollar seit Wochen an Boden. Die währungspolitische Party ist vorbei, nach 10 Jahren ist der Lack ab. Griechenland ist nur die Spitze des Eisberges. Es steht unter dem Druck der internationalen Finanzmärkte, die Staatspleite droht. Grund sind hohe Defizite und ein wachsender Schuldenberg. Aber nicht nur Griechenland ist in Schwierigkeiten. Es gibt noch mehr schwarze Schafe. Auch Portugal, Irland, Spanien und wieder einmal Italien wackeln. Die fiskalischen Ferkeleien der PIIGS sind allerdings nur die unansehnliche Fassade. Wirklich baufällig wird es erst dahinter. Strukturelle Ungleichgewichte im Handel mit Gütern und Diensten sind das eigentliche Problem. Wird es nicht gelöst, hat die Europäische Währungsunion in der gegenwärtigen Form ihre Zukunft schon hinter sich.

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