Trotz Draghis Brechstange, der Investitionsboom bleibt aus!

Seit mehr als einem Jahr liegt der Leitzins der EZB mit 0,05 % auf einem historischen Tiefpunkt. Die Bilanz der Europäischen Zentralbank wird immer weiter aufgeblasen. Die Europäische Zentralbank will mit der extremen Niedrigzinspolitik Investitionen und Wachstum begünstigen. Dies soll die Nachfrage steigern und die Inflationsrate wieder in die Nähe ihres Zielwertes von 2% bringen (Constâncio 2015). Bisher ohne Erfolg. Mit mit der heutigen Entscheidung des Rats der Europäischen Zentralbank wird deshalb noch mehr Geld in die Finanzmärkte gepumpt. Mario Draghi versucht es mit der Brechstange!

Können Investitionen und Wachstum dann endlich wiederbelebt werden? In der Theorie ist der wichtigste Transmissionskanal von der Geldpolitik zu den Investitionen der Zins: Drückt die Zentralbank die kurzfristigen (realen) Zinsen, dann sinken entsprechend der Erwartungshypothese auch die langfristigen (realen) Zinsen.[1] Mit der unkonventionellen Geldpolitik drückt die Zentralbank durch den Ankauf von Staatsanleihen die langfristigen Zinsen direkt. Durch die niedrigeren Finanzierungskosten erscheinen auch Investitionsprojekte mit geringerer erwarteter Rendite rentabel, die bei höheren Zinslasten nicht durchgeführt worden wären. Zudem macht die Geldpolitik den Zugang zu Krediten leichter, weil durch die Geldpolitik die Gewinne wachsen[2] und der Wert von Sicherheiten steigt.

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Die bleibenden Werte des Fußballs
Fußball-Manager Andreas Rettig im Interview

Herr Rettig, wer wird Fußball-Europameister 2012?

Andreas Rettig: Das ist eine schwer zu beantwortende Frage. Außerdem bin ich parteiisch. Als Fan tippe ich auf Deutschland. Wenn man sich die Dominanz der Spanier bei den letzten Turnieren vor Augen hält, komme ich allerdings etwas ins Grübeln. Eine Neuauflage des EM-Finales gegen Spanien kann ich mir in jedem Fall gut vorstellen. Dann hilft nur noch: Daumen drücken!

Blicken wir mal etwas weiter in die Zukunft. Welche Nationen werden solche Turniere im Jahr 2050 dominieren?

Rettig: Es ist schwierig, so weit in die Zukunft zu blicken. Vielleicht hilft ein Rückblick. Um die Jahrtausendwende war Frankreich als Welt- und Europameister der fußballerische Nabel der Welt. Das lag daran, dass die Franzosen frühzeitig sehr viel Geld sinnvoll in den Nachwuchs investiert und dafür irgendwann die Früchte geerntet haben.

Anders als Deutschland seinerzeit?

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